Ihre Meinung zu: Blockierter Übergangshaushalt: Den USA droht der "Shutdown"

28. September 2021 - 7:29 Uhr

Weil die Republikaner ein Haushaltsvotum blockieren, droht den USA ein neuer "Shutdown" - und damit massive Einschränkungen im öffentlichen Leben. Zudem ringt der US-Kongress um zwei gigantische Investitionspakete.

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Kommentare

Haben die doch nach meinem

Haben die doch nach meinem Gefühl jedes Jahr. Muss irgendwie ein Volksbrauch sein wie ihr Feuerwerk zum 4. Juli. Wir haben doch Ähnliches bei Tarifverhandlungen. Da setzt man sich in einem Hinterzimmer zusammen, beide Seiten legen auf ein Zehntelprozent fest, was das Ergebnis sein soll, kippt noch zusammen einen und dann wird zwei Wochen lang der jeweiligen Klientel vorgeführt, wie erbittert man kämpft und wie böse jeweils die Gegenseite ist.

Jedes Jahr die gleichen

Jedes Jahr die gleichen Meldungen aus diesem 2,5. Welt-Land?

So ist das eben, wenn man keine richtige Demokratie hat.
Die USA müssten sich selbst bombardieren oder versuchen, auf zivilisierte Weise, sich selbst Demokratie beizubringen.

Auf Hilfe von Aussen brauchen Sie nicht hoffen. Dazu haben Sie sich hinter zu viel Militär verbarikadiert.

Und jährlich grüsst das

Und jährlich grüsst das Murmeltier. Der (angedrohte) Shutdown findet doch mittlerweile jedes Jahr, durch die Opposition statt um eigene Vorhaben "zu erpressen". Die Leidtragenden sind aber immer die Angestellten und das allgemeine Volk.
Wird überhaupt mal geguckt, wo gespart werden kann, oder immer nur mehr ausgegeben?

Geld ist das „Druckmittel“

derer, die meist ohnehin mehr davon haben, als sie im Leben jemals ausgeben könnten, um sich die „Gefolgschaft“ all derer, die in unserem derzeitigen Wirtschaftssystem genauso wie sie darauf angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können zu „sichern“.

„Der Senat hat bereits Anfang August für ein 1,2 Billionen Dollar teures Infrastrukturpaket gestimmt, das massive Investitionen in Straßen, Brücken, Zugstrecken, Breitbandinternet, Wasserleitungen und Klimamaßnahmen vorsieht. Neben Bidens Demokraten stimmten auch einige Republikaner für das Vorhaben. Nun muss es noch das Repräsentantenhaus passieren - doch es gibt Widerstand im progressiven Flügel von Bidens Demokraten. Linke Abgeordnete wollen nur für das Infrastrukturpaket stimmen, wenn gleichzeitig das Sozialpaket vorankommt.
>> Sie fürchten, dass es im Senat versanden könnte, wenn das Infrastrukturpaket erst einmal beschlossen ist und sie damit kein Druckmittel mehr haben“

Für diese Befürchtung gibt es „gute“ Gründe.

Biden wird Abstriche machen müssen!

>> … Zudem kämpft Biden momentan darum, zwei zentrale Vorhaben seiner Amtszeit im Kongress durchzusetzen: ein groß angelegtes Paket für Investitionen in die Infrastruktur des Landes und ein zweites Paket mit Investitionen für Soziales… <<
Dieses Thema mit der Schuldenobergrenze steht in den USA ja regelmäßig an - und in letzter Minute wird es eine Einigung geben. Aber der Schuldenberg ist ja so gigantisch hoch - da muss mal eine richtige Geldentwertung kommen, die vielen Amerikanern sehr viel an finanziellen Wert nehmen wird, und dies wird dann auch Auswirkungen auf die globale Finanzwelt haben.
Diesmal muss Biden im Sozialen und auch in der Infrastruktur (womöglich Klimaschutz?) Abstriche machen, um die Schuldenbremse zu überwinden - da werden viele nicht glücklich sein, v. a. mit dem Maßnahmen, die dem Rotstift zum Opfer fallen.

Die Republikaner blockieren?

"Weil die Republikaner ein Haushaltsvotum blockieren.... massiver Einschränkungen..."

Die Sitze sind 50/50 verteilt. Mit der Stimme von Frau Harris, könnten die Dems ihr Vorhaben durchbringen.

Es ist schon merkwürdig, als die Dems damals den Haushalt von Trump blockierten war Trump Schuld, jetzt sind es schon wieder die Reps, obwohl die Dems regieren....?

Wie

Du mir, so ich Dir. Während der Trump-Präsidentschaft waren es die Demokraten, die den Shutdown mit Blockadehaltung heraufbeschworen, jetzt „rächen“ sich eben die Republikaner auf gleiche Weise. Ganz normales politisches Business, zumindest in den USA, auch wenn die Dollars schlussendlich sicherlich wieder ungezähmt fließen werden.

08:59 von Nettie

"Geld ist das „Druckmittel“

derer, die meist ohnehin mehr davon haben, als sie im Leben jemals ausgeben könnten, um sich die „Gefolgschaft“ all derer, die in unserem derzeitigen Wirtschaftssystem genauso wie sie darauf angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können zu „sichern“."

Ich kenne kein besseres System als Kapitalismus in einem demokratischen Staat. Alle anderen Systeme sind krachend gescheitert. Der Kapitalismus hat mehr Menschen aus der Armut geholfen als jedes andere System.

Dieser Shutdown ist noch gefährlicher als seine "Vorgänger" ...

weil er eine neue internationale Finanzkrise mit weitreichenden Folgen auslösen könnte.

Der längste Shutdown mit 35 Tagen wurde bislang von Trump verantwortet, weil er den vom Kongress verabschiedeten Haushalt nicht unterzeichnen wollte.

Das Budget sah damals für sein Lieblingsprojekt, die Mauer nach Mexico, keine Mittel vor.

Schulden, Schulden über alles.

Der Schuldenstand Amerikas hat eine nie erreichte gigantische Höhe erreicht. Das weitere gigantische geplante Ausgaben, das Infrastrukturpaket mit circa 1,3 Billionen $ und das Sozialpaket mit nochmals 3,5 Billionen $, nicht finanzierbar sind, sollten auch die Demokraten begreifen. Unbegreiflich ist das sie nur beide Paketen in der vorgeschlagene Höhe genehmigen wollen und damit das Infrastrukturpaket nicht genehmigen.Es ist seit Jahren überfällig und investive Ausgaben. Es würde Zehntausenden Arbeitsplätze schaffen. Nicht zu vergessen Amerika hat noch 6 Mio Corona Arbeitslosen. Die Wirtschaft- und Finanzpolitik der USA is mehr als problematisch auch für Europa.

Demokraten blockieren sich selbst

Wenn alle Demokraten in beiden Häusern mitziehen, wird da gar nichts blockiert. Die Mehrheiten, egal wie dünn, haben sie, nicht die Republikaner.

Ich halte nichts von den Republikanern in ihrem gegenwärtigen Zustand. Aber Shutdown oder ein Scheitern des Sozialpakets hätten die Demokraten zu verschulden. Das muss man in aller Fairness ganz klar feststellen.

Das gute daran: Die Chancen, dass es nicht dazu kommt, sind gut. Innerhalb der eigenen Reihen verhandelt sich's leichter.

Re : Bobinho

Ja der Kapitalismus hat viele zu Wohlstand, sogar sehr reich gemacht. Nur gibt es leider viel mehr Menschen, die von diesen Kapitalisten ausgebeutet, schikaniert, diffamiert und nie respektiert werden. Das ist die andere Seite.
Dann sollte es in einem demokratischen Staat auch klar sein, dass dieses unselige Gezerre, die Ungleichheit, dieses Blockieren leider sehr vielen schadet, was den eh schon Reichen Deppen, egal auf welcher Seite, anscheinend völlig egal ist.
Es sind die Reps, die seit Trump für noch mehr Ärger sorgen, noch mehr zerstören, durch teils mehr als fragliche Gesetze, die viele diskriminieren und diffamieren. Und dies alles nur um wieder an die Macht zu kommen.
Lieder aber auch hat diese Gier sehr viele erfasst, so dass nur noch etwas zugestimmt wird, wenn viel gewonnen werden kann. Es fehlt zu vielen jegliche Demuth !Und leider ist auch der Besitz von Waffen ein Prestige, das eher an eine psychische Krankheit erinnert !

The same procedure as every year ...

.. Slapstick der, außer den betroffenen US- Bürgern, eigentlich niemanden interessiert.
Dabei ist ein sogenannter "Haushalt" in den USA eigentlich völlig wurscht. Die Beine auf denen Amerika steht sind mittlerweile hohl und äußerst fragil.
Die quasi 365 Tage im Jahr rotierende Notenpresse ist mittlerweile das einzige, was diesen Staat noch aufrecht erhält.

auch mal wieder ...

Fast keine Meldung mehr wert ...

Wie du mir so ich dir, die Blockaden sind ja auch zur Genüge von den Demokraten bekannt.

Demokratie?

Es ist einfach nur erbärmlich, wie in den USA regiert wird! Egal wer welchen, auch noch so sinnvollen Vorschlag macht, die Gegenseite lehnt ihn aus Prinzip ab. Die Bevölkerung interessiert niemanden, egal ob Dems, oder Reps, Hauptsache dagegen, wenn es der eigenen Klientel auch nur den vermeintlichen Hauch eines Nachteils bringen könnte! Dieses Land soll/will ein Vorbild für die Welt sein? Bestenfalls dafür wie man es NICHT machen sollte! Es ist ganz dringend nötig, diesem "Freund" mal gehörig die Meinung zu sagen, aber das wissen unsere Konzernchefs schon zu verhindern...

Alles wie immer

ist das nicht fast jedes Jahr so?.
Was mich jetzt mal in einem Artikel eher erschreckt hat, das die Schuldenobergrenze erreicht ist, und sie mal wieder erhöht werden muss, und die ist schon bei etwas über 28 Billionen.
Vielleicht sollten die USA bei bestimmten Dingen, mal kleinere Semmeln backen, was leider auch auf andere Länder zutrifft.

Tja

Eine Gemeinsamkeit in der ansonsten völlig gespaltenen politischen Gesellschaft der USA: Schulden machen können beide Parteien wie die Weltmeister. Egal ob durch Steuersenkungen, Aufrüstung, billionenschweren Paketen für die völlig marode Infrastruktur und neue Sozialprogramme. Lustig ist auch immer, wenn sich Politiker der GOP gegen Schuldenmachen aussprechen. Das fällt den Reps aber auch immer nur dann ein, wenn ein Demokrat im Weißen Haus sitzt. Bei Bush und Trump war davon nie die Rede, bei Clinton, Obama und jetzt bei Biden wieder.
Politik halt...
Die Dems hätten theoretisch eine Mehrheit, angesichts der umstrittenen Projekte ist diese aber unsicher.
Die "Weltmacht" USA steht einmal mehr vor dem finanziellen Abgrund. Und die beiden Parteien ergehen sich in gegenseitigen Beschimpfungen. Angesichts der extrem polarisiertem Klima wird eine Einigung immer schwieriger.

@09:30 von Cosmopolitan_Citizen

"Dieser Shutdown ist noch gefährlicher als seine "Vorgänger" ...
weil er eine neue internationale Finanzkrise mit weitreichenden Folgen auslösen könnte."

Diese Shutdowns sind wohl eher Spekulantengold. Professionelle wissen doch wie das Spiel funktioniert. Ein kontrollierter Indexeinbruch, später löst sich alles in Wohlgefallen auf und man kauft billig zurück.

Beim Shutdown von 2013 hat

Beim Shutdown von 2013 hat mal ein Abgeordneter über den endlosen Konflikt zwischen Democrats und Reps gesagt:
"Ich glaube ich bin in einem Kindergarten".
Es ist seitdem nicht besser geworden, auch dank der tatkräftigen Polarisierung des letzten Präsidenten.
Auch Biden hat diese Polarisierung bis jetzt nicht aufbrechen können und wird dies wohl auch nicht schaffen.
Die Verabschiedung des Infrastrukturpakets im Juli war schon ein großer Erfolg, da auch viele Reps dafür gestimmt haben. Doch ob sich das wiederholen lässt, bleibt sehr fraglich.
Dafür gibt es zu viele Hardliner auf beiden Seiten. Bei der GOP etliche, die dem ehemaligen Präsidenten blind nachfolgen und Biden nicht den kleinsten Erfolg gönnen. Und bei den Dems diejenigen, die immer größere Hilfsprogramme fordern und damit gemäßigte Republikaner verschrecken.
Die Leidtragenden sind wie immer die Bürger...

09:58 von Traumfahrer

"Ja der Kapitalismus hat viele zu Wohlstand, sogar sehr reich gemacht. Nur gibt es leider viel mehr Menschen, die von diesen Kapitalisten ausgebeutet, schikaniert, diffamiert und nie respektiert werden."

In welchem System wurden/werden diese Menschen nicht ausgebeutet, schikaniert oder diffamiert?

Monarchie? Kommunismus...? Die Länder in denen es den Menschen am besten geht haben Menschenrechte gepaart mit Kapitalismus und Demokratie.

"Und leider ist auch der Besitz von Waffen ein Prestige, das eher an eine psychische Krankheit erinnert !" Es geht hier nicht um ein Waffenverbot, sonder um die Pläne der Regierung Biden, die im Senat scheitern. Aber nicht nur wegen den Reps, wie es zu Beginn des Artikels suggeriert wird.

USA droht der "Shutdown"

Also das was die demokraten früher bei Trump auch gemacht haben?

Danke Herr Biden

Wie

Du mir, so ich Dir. Während der Trump-Präsidentschaft waren es die Demokraten, die den Shutdown mit Blockadehaltung heraufbeschworen, jetzt „rächen“ sich eben die Republikaner auf gleiche Weise. Ganz normales politisches Business, zumindest in den USA, auch wenn die Dollars schlussendlich sicherlich wieder ungezähmt fließen werden.

Öffentliche Schulden - die Achillesferse der Demokratie

Zitat: "Weil die Republikaner ein Haushaltsvotum blockieren, droht den USA ein neuer "Shutdown" - und damit massive Einschränkungen im öffentlichen Leben. "

Es ist immer das gleiche Spiel: wenn die 'Dems' an der Macht sind, drohen die 'Reps' mit einem "Shutdown". Wenn die 'Reps' an der Macht sind, ist es umgekehrt. Niemand wird jedoch die Drohung wahr machen können, da das Land dann in ein Chaos gestürzt wird.

Als Fan des POTUS #45 - the Greatest President of the USA in my life time - Donald Trump muss ich konzedieren, dass der Donald ebenso ein fiskalischer Sünder war, auch wenn der Gradient der Schuldenentwicklung nicht so steil war wie unter Obama.

Letztendlich ist die Schuldenentwicklung jedoch die Achillesferse für jede freie Gesellschaft und Demokratie. Sie stehen am Anfang auf dem Weg in die Knechtschaft. In der EU ist das noch schlimmer.

Q:

"https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1975/umfrage/staatsverschuldung-der-usa/"

Am 28. September 2021 um 10:12 von Olivia59

"Dieser Shutdown ist noch gefährlicher als seine "Vorgänger" ...
weil er eine neue internationale Finanzkrise mit weitreichenden Folgen auslösen könnte."

Diese Shutdowns sind wohl eher Spekulantengold. Professionelle wissen doch wie das Spiel funktioniert. Ein kontrollierter Indexeinbruch, später löst sich alles in Wohlgefallen auf und man kauft billig zurück.

Ja, unter der Annahme das man das kontrollieren kann.... aber, naiv betrachtet, auch egal, sonst packen halt einige Kollegen Ihre privaten Schreibtischsachen in eine Box und die Staaten der Welt stellen Geld für Banken zur Verfügung... too big to fail....
Aber das heisst dann internationale Finanzkrise, und die würde bei den aktuellen Staatsfinanzen nicht mehr so "lustig" ..

Dieser Finanzierungsstopp für die US-Regierung ...

... fungiert nur das Vorspiel für die Unterbrechung des Gesetzgebungsprozesses im politischen Washington.

Die Hauptstoßrichtung gilt aber der Finanzierung der Investitionen der Regierung, primär dem im U.S. Senat bereits verabschiedeten Infrastruktur-Paket und dem noch zu verabschiedenden Sozialreform-Paket. Dazu muss die Schuldenobergrenze angehoben werden.

Die Demokraten haben während der Regierungszeit von Trump 3 mal in einem überparteilichen Votum deren Anhebung mit beschlossen.

Der Grund der GOP, sich diesem Votum zu verweigern, liegt nicht in der Sorge über die Verschuldung begründet. Schließlich haben sie diese unter Trump selbst massiv mit vorangetrieben. Jetzt geht es aus parteitaktischen Erwägungen mit Blick auf die Midterms 2022 darum, Biden und den Demokraten den möglichen Erfolg dieser Investitionsoffensive zu versagen. Leider auch dem Land.

Überholtes Mehrheitswahlrecht

Das Mehrheitswahlrecht mit seiner immanenten Tendenz zu einer 2-Parteien Landschaft zeigt immer deutlicher, dass es nicht mehr richtig in unsere immer komplexere politische Landschaft passt.

Es sind die repräsentativen Demokratien, die sich am beweglichsten an veränderte Bedingungen anpassen können.
Starkes Indiz hierfür ist das Comeback der sozialdemokratischer Parteien, denen die Kompromissbildung schon in den Genen liegt. Schlecht, wenn man eine starke Führung sucht - stark, wenn man ein starkes gesellschaftliches Management sucht.

Das Problem in den USA (und auch z.B. England) ist in dieser Zeit, dass für eine gute Kompromissbildung schlicht der Rahmen fehlt und damit die jeweils andere Partei nur als Gegner und kaum als Partner in Frage kommt.

Der grundsätzlich erwünschte politische Wettbewerb verkommt so einem primitiven Gewinner/Verlierer-Spiel.

In den USA guckt man inzwischen neidisch auf die lange belächelten diversifizierten EU-Staaten.

@ 10:33 von Sparer - "Retourkutsche" auf Kosten des Landes

"Du mir, so ich Dir. Während der Trump-Präsidentschaft waren es die Demokraten, die den Shutdown mit Blockadehaltung heraufbeschworen, jetzt „rächen“ sich eben die Republikaner auf gleiche Weise. "

Zum Jahreswechsel 2018/19 war es Trump, der den Shutdown durch die Verweigerung seiner Unterschrift unter ein vom Kongress verabschiedetes Haushaltsgesetz auslöste. Auch zum Missfallen seiner Parteifreunde, die wissen, wie unpopulär ein Shutdwon bei den U.S. Amerikanern ist.

Sich auf Kosten der Funktionsfähigkeit der Regierung und dem Wohl der eigenen Bürger zu "rächen" wäre ein ziemlich abgefeimtes Verhalten.

10:22 von Mister.X

"Es ist seitdem nicht besser geworden, auch dank der tatkräftigen Polarisierung des letzten Präsidenten."

Ich glaube, es helfen auch mal ein paar Zahlen in diesem Diskurs:

Seit 1976 gab es 21 Shutdowns.

Auf Kosten der Reps gehen 13 und auf Kosten der Dems 8.

Nach Tagen sieht es anders aus.

Tage in Shutdowns unter den Reps: 64
Tage in Shutdowns unter den Dems: 100

Finde ich mal ganz interessant nebenbei.

Es könnte so einfach sein. EU

Es könnte so einfach sein. EU und RUS müssten nur ein wenig besser zusammenarbeiten, dann könnte USA einpacken.
Niemand würde die dann vermissen. Vorbei wäre es mit Dollar und Börsenkapriolen.
Man müsste halt mal anfangen.

re 10:33 Sparer: Ich und ich...

>>Wie Du mir, so ich Dir. Während der Trump-Präsidentschaft waren es die Demokraten, die den Shutdown mit Blockadehaltung heraufbeschworen, jetzt „rächen“ sich eben die Republikaner auf gleiche Weise.<<

Und das halten Sie wirklich für eine „Erklärung“?

Was wäre denn gewesen, wenn die Demokraten Trumps absurde Vorhaben nicht „blockiert“ hätten? Würden dann die Reps den demokratischen Vorschlägen zustimmen?

Das kann man doch im Ernst nicht annehmen! Es waren und sind die tonangebenden Hardliner unter den Reps, die jeden Vorschlag der Demokraten als einen feindlichen Vorstoss verstehen und darstellen. Und deren „gläubige“ Anhänger, die sich dann direkt hinter ihren Feldherren zur kompromisslosen Verteidigung sammeln.

Nein, hier gibt es kein „Wie Du mir...“ Denken. Hier gibt es nur ein „Ich, Ich und Ich - Denken“.

Und die politische Architektur bietet ihnen hierfür eine perfekte Bühne.

Arme USA!

@Bobinho, 09:27

"Ich kenne kein besseres System als Kapitalismus in einem demokratischen Staat"

Sie und dessen Profiteure (zu denen Sie offenbar gehören) vielleicht nicht. Aber auch die aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr lange. Alle anderen - die ganz große Mehrheit der dadurch schon lange und jetzt stärker denn je massiv in ihrer Existenz bedrohten globalen Bevölkerung - nicht.

@10:33 von Blitzgescheit

"Letztendlich ist die Schuldenentwicklung jedoch die Achillesferse für jede freie Gesellschaft und Demokratie. Sie stehen am Anfang auf dem Weg in die Knechtschaft. In der EU ist das noch schlimmer.

Q:
"https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1975/umfrage/staatsverschuldung-der-usa/"

Diese Statistik ist schon bemerkenswert, Verdreifachung der Schulden seit der Finanzkrise. Allein unter Trump 10 Bio. – allerdings auch Corona geschuldet.
Das Biden seine dicken Programme überwiegend per Besteuerung von Reichen und Unternehmen finanzieren wird glaube ich auch nicht. Allerdings wäre das der Ansatz – man kann nun mal das Geld nur dort holen wo es vorhanden ist. Diesen selbstevidenten Fakt halten viele in den USA aber bereits für Kommunismus.

Sagenhafter Unsinn!

Man kann sich kaum eine größere Diametrallogik zusammenschreiben und sich damit zum Gespött machen:

28. September 2021 um 10:33 von Blitzgescheit:
".....Letztendlich ist die Schuldenentwicklung jedoch die Achillesferse für jede freie Gesellschaft und Demokratie. Sie stehen am Anfang auf dem Weg in die Knechtschaft. In der EU ist das noch schlimmer......."

Schulden sind natürlich nicht schön, weil sie Forderungen nach sich ziehen. Nichts desto trotz sind sie eine Möglichkeit den Staat zu gestalten. Sie lediglich als Achillesferse auf dem Weg in Knechtschaft einer freien Gesellschaft und Demokratie umzudefinieren dokumentiert einmal wieder Ihr (@blitzbot) undemokratisches Staatsverständnis.
Europa ist übrigens unsere größte Chance uns gegen die Großmächte China, Russland und ferner auch die USA politisch und wirtschaftlich zu behaupten.
Um das zu verstehen, bedarf es natürlich etwas mehr als copy&paste.

Zweiparteiensystem besser.

Ein Zweiparteiensystem wie das der USA ist trotz Probleme immerhin besser als sogenannte "Mehrparteien"systeme, wegen der Einparteienblocksystemetablierungstendenzen letzterer.
Kein Zufall, dass die US- Demokratie so viel langlebiger ist.

Das Leid auf Kosten der "sogenannten" Vielverdiener

Ich fand es eigentlich als ganz korrekt, dass damals Obama vielen Millionen US-Bürgern einen Zugang zum Versicherungstechnischen-Gesundheitssystem gewährt hatte (Obama Care), doch Dank Donald Trump müssen jetzt wieder sehr viel die Behandlungskosten aus selbst eigener Tasche bezahlen ... ... ...
In Deutschland so scheint es mir sicher, da bekommt sogar jeder (maskulin) Obdachlose oder jede (feminin) Obdachlose eine Krankenversicherung ... wenn man sich an gewisse Regeln hält ... wenn jene wüssten, was der US-Staat mehr einnehmen würde/könnte , nur weil er produktiv hauptsächlich von profitieren würde von einer gepflegten Menschenmasse ... ... ...
Offenbar sind die Staaten immer noch davon überzeugt ein Schnäppchen gemacht zu haben, obwohl sie deutlich mehr eingebüßt haben dürften. Ein engagierter und gesunder Arbeitnehmer, dürfte wohl immer noch mehr abwerfen, als ein kranker und griesgrämiger Arbeitnehmer. N aja ich habe da ja eh nicht wirklich viel zu erzählen, was dies betrifft?!

@Bobinho, 09:27 "Ich kenne

@Bobinho, 09:27
"Ich kenne kein besseres System als Kapitalismus in einem demokratischen Staat"

Nun, dann bist du wohl nach 1980 geboren, so daß du dich nicht mehr an die soziale Marktwirtschaft erinnern kannst.
In diesem System wurden die schlimmsten Eskapaden des Kapitalismus durch ein Gewissen verhindert.
Das wurde nach der Wiedervereinigung langsam aber sicher entsorgt und gegen den reinen Egoismus getauscht.
Wenn jeder an sich selbst denkt, wird Auch an jeden gedacht.

@Am 28. September 2021 um 11:32 von Olivia59

Zitat: ""https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1975/umfrage/staatsverschuldung-der-usa/"

Diese Statistik ist schon bemerkenswert, Verdreifachung der Schulden seit der Finanzkrise. Allein unter Trump 10 Bio. – allerdings auch Corona geschuldet."

Nanana, da können Sie aber nicht rechnen.

Von 2016-2019 sind die Schulden relativ gering angestiegen: von ca. 20 Bio. auf 23. Bio. USD. Explodiert sind sie im Corona-Jahr 2020 von 23 auf 26 Bio. USD.

Schuldenmacher Nummer 1 bleibt "unangefochten" Obama, der von 2008 bis 2016 von 10,8 auf 20 Bio. explodieren hat lassen.

Ich gebe Ihnen aber recht, dass, obwohl Donald bekanntlich der beste US-Präsident seit Jahrzehnten war (Ronald Reagan hier einmal ausgenommen), ihm der Makel des Schuldenmachens ebenso anzuheften ist.

11:26 von Nettie

"Sie und dessen Profiteure (zu denen Sie offenbar gehören) vielleicht nicht. Aber auch die aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr lange. Alle anderen - die ganz große Mehrheit der dadurch schon lange und jetzt stärker denn je massiv in ihrer Existenz bedrohten globalen Bevölkerung - nicht."

Kenne ich wirklich nicht. Bitte nennen sie mir ein besseres System. Vielleicht brauchen sie für sich einfach einen Schuldigen für die armen Menschen auf der Welt.

Ich erlaube mir mal aus der Welt (Artikel von 2020) zu zitieren:

"Tatsächlich entwickeln sich jedoch bereits viele wichtige Indikatoren in eine erfreuliche Richtung. Gerade viele ärmere Länder konnten in den vergangenen Jahren noch nie da gewesene Wohlstandsgewinne verzeichnen. Der Anteil der Menschen, die weltweit in extremer Armut leben, ist von mehr als 44 Prozent im Jahr 1981 auf unter zehn Prozent gesunken. Die Menschen werden im Durchschnitt nicht nur wohlhabender, sondern auch älter und gebildeter."

@Am 28. September 2021 um 11:38 von lePecheur

Zitat: "Europa ist übrigens unsere größte Chance uns gegen die Großmächte China, Russland und ferner auch die USA politisch und wirtschaftlich zu behaupten."

Wie das denn?

Europa hat einen Anteil von 9 % am globalen BIP.

Die EU ist durch ihre rechtswidrige Schulden- und Transferunion drauf und daran, die Innovations- und Wettbewerbskräfte, bedingt durch die Steuer- und Abgabenlast und Inflation als eine Folge dessen, in Europa zu belasten, zu beschweren und zu blocken, sodass der globale Wettbewerb für europäische Firmen durch die EU immer schwerer wird.

@Am 28. September 2021 um 11:38 von lePecheur

Zitat: "Schulden sind natürlich nicht schön, weil sie Forderungen nach sich ziehen. Nichts desto trotz sind sie eine Möglichkeit den Staat zu gestalten. Sie lediglich als Achillesferse auf dem Weg in Knechtschaft einer freien Gesellschaft und Demokratie umzudefinieren dokumentiert einmal wieder Ihr (@blitzbot) undemokratisches Staatsverständnis."

Na, das können Sie am besten mal mit den Familien oder Rentnern diskutieren, denen immer weniger Netto vom Brutto bleibt und dann von dem wenigen Netto noch weniger real gekauft werden kann - wenn Geldmengensteigerungs-induziert, die Preise insbesondere für Vermögenswerte wie Immobilien durch die Decke gehen.

Um das zu verstehen, muss man eben komplexe Sachverhalten verstehen und darf sich nicht von den einfachen Antworten grünlinker Vereinfacherer einlullen lassen.

11:53 von Egon Kugel

"Ich fand es eigentlich als ganz korrekt, dass damals Obama vielen Millionen US-Bürgern einen Zugang zum Versicherungstechnischen-Gesundheitssystem gewährt hatte (Obama Care), doch Dank Donald Trump müssen jetzt wieder sehr viel die Behandlungskosten aus selbst eigener Tasche bezahlen ... ... ..."

Da habe ich andere Informationen z.B. aus der DW:

""Obamacare" gehört endgültig zu den USA

Es ist ein später Sieg für Barack Obama - und eine Demütigung für Donald Trump: Selbst die konservativen Richter des Supreme Court wollen von dem großen Reformwerk des ersten schwarzen US-Präsidenten nicht mehr lassen."

Man könnte glatt sagen, sie verbreiten hier Fake-News.

Re Blitzgescheit/bote/breiterbart

"auch wenn der Gradient der Schuldenentwicklung nicht so steil war wie unter Obama."

In absoluten Zahlen hat natürlich Obama mehr Schulden gemacht, er war ja auch doppelt so lange im Amt. Trump hat allerdings in seinen Vier Jahren mehr Schulden gemacht, als Obama auf vier Jahre runtergerechnet. Das Argument "Corona" zieht übrigens nicht, da Obama auch eine Krise (die schwerste seit 1929) zu schultern hatte.

Die Zahlen stammen übrigens aus Ihrer Quelle. Diese widerlegen damit einmal Ihre Lobhudeleien des ExPräsidenten...

11:26 von Nettie

"Sie und dessen Profiteure (zu denen Sie offenbar gehören) vielleicht nicht. Aber auch die aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr lange. Alle anderen - die ganz große Mehrheit der dadurch schon lange und jetzt stärker denn je massiv in ihrer Existenz bedrohten globalen Bevölkerung - nicht."

Nochmals aus der Welt:

"Durch die stark negative Schlagseite verfestigen sich jedoch Wahrnehmungen, die sich zunehmend von den Fakten entfernen. Es werden Unzufriedenheit mit dem Wirtschaftssystem und Misstrauen in Institutionen geschürt, die nicht zuletzt auch einen Nährboden für Populismus schaffen."

@11:01 von sonnenbogen

"Olivia >>Diese Shutdowns sind wohl eher Spekulantengold. Professionelle wissen doch wie das Spiel funktioniert. Ein kontrollierter Indexeinbruch, später löst sich alles in Wohlgefallen auf und man kauft billig zurück.<<

Ja, unter der Annahme das man das kontrollieren kann.... aber, naiv betrachtet, auch egal, sonst packen halt einige Kollegen Ihre privaten Schreibtischsachen in eine Box und die Staaten der Welt stellen Geld für Banken zur Verfügung... too big to fail....
Aber das heisst dann internationale Finanzkrise, und die würde bei den aktuellen Staatsfinanzen nicht mehr so "lustig" .."

Kontrolliert ist es in sofern, dass es sich um einen künstlichen "impact" handelt, der nichts an der Wirtschaftssubstanz verändert. Zur Krise sollte es nur kommen wenn dieser Vorfall als Auslöser dient und die Struktur bereits zuvor marode war – womit gemeint ist, dass eine Überbewertung vorherrscht bzw. Blasen vorhanden sind.

11.3lePecheur - Schulden sind nicht schön

"Schulden sind nicht schön weil sie Forderungen nach sich ziehen ".
Es kommt drauf an, monsieur Le Pecheur.
Zum einen wofür sind die Schulden, wenn der grösste Teil wie in Amerika in den Konsum gehen, dann sind Schulden gar nicht schön.
Wenn aber 1,3 Billionen $ als Investitionen in der Infrastruktur gehen und sie helfen eine seit Jahrzehnte marode Infrastruktur zu modernisieren und dazu etliche 10000 neue Arbeitsplätze schaffen und dazu die Zinsen NOCH niedrig sind dann können Schulden wenn man nicht 'Überschuldet ist, eine gute Sache sein.
Das ist ja das Problem auch in Europa , die Milliardenschwere Corona Krediten werden mit der Giesskanne verteilt.Nach Osteuropa fliessen mindestens 30% in den Taschen der Regierenden UND auch in den Taschen der Massgebenden der EU. Eine Kontrolle ist möglich aber keiner will sie.

Die REPS

Werden Biden So lange terrorisieren bis sie wieder den Fake News Man und seine Bagage in Washington platziert haben.
es ist ein Armutszeugnis, das die REPS auf den alten verlogenen Mann setzen müssen um überhaupt gewählt zu werden.
Mit Politischem Terrorismus sollte es nicht möglich sein eine gewählte Regierung zu blockieren, aber "made in amerika"!!!!!

@Am 28. September 2021 um 12:13 von MotoFan

Zitat: "es ist ein Armutszeugnis, das die REPS auf den alten verlogenen Mann setzen müssen um überhaupt gewählt zu werden."

Die 'Reps' setzen doch gar nicht auf Biden. Wie kommen Sie darauf?

11:12 von teachers voice - Die Polarisierung bis hin zur ...

...Spaltung der U.S. Politik mit Blockade von Haushaltsmitteln und der gesamten Regierungsarbeit ist nicht alleine dem Mehrheitswahlrecht geschuldet, aber es hat einen großen Anteil daran.

Dieses "first-past-the-post" System entstammt den Ursprüngen der Westminister-Demokratie des UK. Die demokratischen Limitiationen sind die Defizite bei der Repräsentation der Bürger. Deswegen haben die anglo-amerikanischen "Cousins" in AUS und NZ (und partiell den U.S.A) es gegen ein flexibleres Präferenzwahlsystem bzw. ein Mixed Member Proportional System (ähnlich dem deutschen) getauscht.

In den U.S.A selbst nimmt seit Jahren das an das australische System angelehnte ranked-choice voting in Städten und Bundesstaaten zu.

Die Polarisierungsquellen in den Staaten hängen aber stärker mit dem zunehmenden "politischen Tribalismus" zusammen, welche - insbesondere in der GOP - die Ansätze von bi-partisanship "bestraft".

12:13 von MotoFan

"Die REPS

Werden Biden So lange terrorisieren bis sie wieder den Fake News Man und seine Bagage in Washington platziert haben.
es ist ein Armutszeugnis, das die REPS auf den alten verlogenen Mann setzen müssen um überhaupt gewählt zu werden.
Mit Politischem Terrorismus sollte es nicht möglich sein eine gewählte Regierung zu blockieren, aber "made in amerika"!!!!!"

Na da sprudelt aber aus jemandem der Hass richtig heraus. Ich dachte hier gilt eine netiquette?

Die Dems haben Herrn Trump auch "terrorisiert", indem sie in ständig versuchten aus dem Amt zu entheben, oder nicht?

Die größte

Die größte Schuldenbuckelnation der Welt hat mal wieder ihren Haushalt überzogen, den sie dann wieder bald mit neuen Krediten auslöst?Ich habe immer noch nicht verstanden, wieso diese Nation der Nabel der Finanzwelt sein kann und nach deren Theorien sich die Welt immer wieder unterordnet und für deren Staats- und Wirtschaftstheorien immer wieder Nobelpreise vergeben werden. Irgendwie muss das an dem blinden Hühnerhaufen liegen, der denen immer wieder, trotzdem dass der auch noch immer wieder von den Amis schlimmste Schröpfungen durch machen und überleben muss, hinterher rennt. Anscheinend sind das alles Totalbekloppte oder Totalsedierte, aber wahrscheinlich eher beides.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung.

Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Die Indikatoren für die Revitalisierung der U.S. Ökonomie ...

gemessen am BIP Wachstum und den Arbeitsmarktzahlen haben bis zum erneuten Anstieg der Delta-Variante und ihrem "ökonomischen Fallout" zunehmend gegriffen.

• Das BIP ist in Q2/2021 um 6,6 % gewachsen
• Die Zahl der offenen Stellen ist mit 10,1 Mio. bei 8,7 Mio Arbeitssuchenden auf einem neuen Höchststand
• die Zahl der im Juli geschaffenen Jobs überstieg mit 954.000 die Erwartungen.

Auf dem Job-Markt ist noch eine Wegstrecke zu gehen, bis das prä-pandemischen Level erreicht ist. Umso wichtiger sind Investitionen der Unternehmen und jetzt der des Staates, wie in den im Senat verabschiedeten Infrastruktur-Paket vorgesehen.

Ein Shutdown - wie jetzt von McConnell initiiert - wirkt in diesem Kontext kontraproduktiv.

@Blitzgescheit - Statistik falsch ausgelegt !

Die DEMS säen & ernten

Obama hat nach dem Lehman Crash investiert & den Aufschwung generiert,
auf dessen Welle Trump gesurft war.

Die REPs kaufen Waffen & verbrennen

@Ètat DE gauche - 11:51

"Ein Zweiparteiensystem wie das der USA ist trotz Probleme immerhin besser als sogenannte "Mehrparteien"systeme, wegen der Einparteienblocksystemetablierungstendenzen letzterer.
Kein Zufall, dass die US- Demokratie so viel langlebiger ist."

Dass Mehrparteiensysteme ein größeres politisches Spektrum im Land wiedergeben, macht eine Demokratie aber auch weitaus vielfältiger.

Wie sich daraus Ihr Einparteienblocksystem Geschwurbel herausbilden soll, ist vielleicht eine Erklärung wert - gäbe es da nicht Ihr missionarisches Vernebeln in Dauerschleife, dass es in allen Demokratien der Welt besser läuft als in Deutschland.

re 12:17 Blitzgescheit: Irrealer Witz

>>MotoFan
Zitat: "es ist ein Armutszeugnis, das die REPS auf den alten verlogenen Mann setzen müssen um überhaupt gewählt zu werden."

Die 'Reps' setzen doch gar nicht auf Biden. Wie kommen Sie darauf?<<

Gerade ein Witz muss einen offensichtlichen Realitätsbezug haben - sonst bleibt dieser schlicht stecken.

Und Ihr „Witz“ bleibt stecken, weil die Kurzformel „alter verlogener Mann“ für wirklich jeden ersichtlich nun mal 1 zu 1 auf den Mann passt, dessen Namen man hier nicht mal zu nennen braucht und so gar nicht auf Biden.

Ironischerweise bestätigen Sie dies mit Ihrem versuchten Witz überdeutlich.

Und das ist dann wirklich ein Witz!

Die "Payback-Effekte" der staatlichen Investitionen ...

... um die jetzt im Kongress gestritten wird, wurden von der renommierten Wharton School der University of Pennsylvania in einer Studie untersucht.

  • Der Studie zufolge, welche die Indikatoren bis 2050 untersucht, wird das Paket den Output der U.S. Wirtschaft um 0,1 % steigern. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von im Mittel 2 % ist das ein signifikanter Baustein
     
  • Die Output-Effekte zahlen auf die Verringerung der Staatschulden mit 0,9 % ein.
    Für die Debatte um die
    • Gesunderhaltung der Staatsfinanzen
    • der Entwicklung der Inflationsrate
    • Abwägung der Effekte auf die Förderung Innovation und Wettbewerbsfähigkeit
     
    sind diese realwirtschaftlichen Größen relevante Anhaltspunkte.
  • Die strategische Dimension von Konjunktur- und Reformpolitik ...

    … wird von Ökonomen nach differenzierten Maßstäben beurteilt:

  • Konjunkturpolitisch sind anti-zyklische …
  • Ausgabenprogramme zur Stützung einer Wirtschaft in der Rezession, begleitet von offensiver Geldpolitik, auch im globalen Maßstab die Wahl des Moments. Die US-Wirtschaft, deren BIP sich zu 70 % auf Konsum stützt, wurde mehrfach in der Geschichte (1929ff. 2009ff.) auf diese Weise aus der Krise geholt und reagiert auch aktuell positiv auf die Stimuli.

    Neben Konsumanreizen bedarf es massiver Investitionen in die vernachlässigte US-Infrastruktur, zumal die damit geschaffenen Assets erhalten bleiben und ihrerseits langfristig wirksame Wachstumsimpulse setzen.

  • Für die Gesundheit des Staatshaushalts und die Finanzmärkte…
  • müssen Fiskalpolitik der Regierung und Geldpolitik der FED das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht der Indikatoren BIP-Wachstum, Beschäftigung, Zinsentwicklung, Inflation & Schuldendienst stabilisieren.

    Biden's Job.

    12:39 von teachers voice

    "Und das ist dann wirklich ein Witz!"

    Ja ist es! Ich fand es witzig! Somit war es ein Witz. So einfach kann die Welt sein.

    "Gerade ein Witz muss einen offensichtlichen Realitätsbezug haben - sonst bleibt dieser schlicht stecken. "

    Nein muss er nicht haben. Siehe Definiton aus dem Wörterbuch:

    "kurze Geschichte, die mit einer unerwarteten Wendung, einem überraschenden Effekt, einer Pointe am Ende zum Lachen reizt"

    um 08:50 von Dany39

    "Wird überhaupt mal geguckt, wo gespart werden kann, oder immer nur mehr ausgegeben?"
    Einmal erfolgte Subventionen gelten als Besitzstand und Gewohnheitsrecht,
    die auf Ihre Überlegung folgenden Güllestürme ( aus Nachhaltigkeitsgründen bestehe ich auf der Verwendung von Fest- und Flüssigstoffen)dürften jede vorstellbare Naturkatastrophe problemlos auf unter "ferner liefen" verweisen.

    Re Wanderfalke

    "Wie sich daraus Ihr Einparteienblocksystem Geschwurbel herausbilden soll, ist vielleicht eine Erklärung wert - gäbe es da nicht Ihr missionarisches Vernebeln in Dauerschleife, dass es in allen Demokratien der Welt besser läuft als in Deutschland."

    Keine Sorge, diese Dauerschleife wird gleich wieder als Antwort kommen.
    Wie immer der durchschaubare Mix aus Thesen und Folgethesen, ohne sachliche Grundlage, Fakten oder wissenschaftliche Standarts.
    Auch wenn das hier gar nicht das Thema ist, wird es so weitergehen.

    Sie haben es "missionarisches Vernebeln" genannt. Dem stimme ich zu.
    Gott sei Dank sehr leicht durchschaubar.
    So durchschaubar, dass ich langsam das Gefühl bekomme, das sei Absicht und der User steht auf der anderen Seite des politischen Spektrums, als es seine Kommentare auf den ersten Blick erscheinen lassen...

    Beide Füllhörner,

    mit Verweis auf einen derzeitig offensichtlichen Bedarfsmangel, kurzerhand auf einen höheren Nagel im nächsten Oktober hängen.
    Bis dahin katapultiert es den einen oder anderen Prinzipienreiter aus dem Sattel?

    @Am 28. September 2021 um 12:40 von Cosmopolitan_Citizen

    Zitat: "Die "Payback-Effekte" der staatlichen Investitionen ...
    ... um die jetzt im Kongress gestritten wird, wurden von der renommierten Wharton School der University of Pennsylvania in einer Studie untersucht.

    Der Studie zufolge, welche die Indikatoren bis 2050 untersucht, wird das Paket den Output der U.S. Wirtschaft um 0,1 % steigern. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von im Mittel 2 % ist das ein signifikanter Baustein"

    Ach, Sie mal wieder.

    Und diese "Studie" ist sicherlich so überzeugend, weswegen Sie sie erst gar nicht verlinken, wie?

    Das keyesianistische Staatsausgaben über den Multiplikatoreffekt für ein Strohfeuer kurzfristig sorgen, ist bekannt, ebenso aber auch, dass dieser Effekt mittel- und langfristig über den Rückgang der Investititionen und Konsum im privaten Sektor infolge von Inflation und zusätzlicher Steuerlast mehr als überrekompensiert wird.

    Dazu benötige ich keine "Studie" der Wharton University.

    @12:49 von Cosmopolitan_Citizen

    "Konjunkturpolitisch sind anti-zyklische …
    Ausgabenprogramme zur Stützung einer Wirtschaft in der Rezession, begleitet von offensiver Geldpolitik, auch im globalen Maßstab die Wahl des Moments. Die US-Wirtschaft, deren BIP sich zu 70 % auf Konsum stützt, wurde mehrfach in der Geschichte (1929ff. 2009ff.) auf diese Weise aus der Krise geholt und reagiert auch aktuell positiv auf die Stimuli."

    Die antizyklische Investitions- und Subventionspolitik war in der Theorie aber immer so angedacht, dass man in guten Zeiten die Staatsverschuldung wieder abbaut.
    Eine restriktive Austeritätspolitik in Krisenzeiten legitimiert das aber dennoch nicht – stümmt schon.

    Re Olivia59 Richtig

    "Die antizyklische Investitions- und Subventionspolitik war in der Theorie aber immer so angedacht, dass man in guten Zeiten die Staatsverschuldung wieder abbaut."

    Was in der Praxis tatsächlich aber nur selten der Fall ist. (Ich denke darauf wollten Sie hinaus).
    Oft wird der Keynesianismus als Ausrede zum maßlosen Schuldenmachen missbraucht.

    Deswegen ist die einseitige Verteufelung oder Lobpreisung der nachfrage- bzw. angebotsorientierten Wirtschaftspolitik (die hier einige User betreiben) nicht sinnvoll. Beide haben Vor- und Nachteile, manchmal hilft eine Ergänzung beider Politiken.

    @ 13:02 von Olivia59 - Stimmt

    "Die antizyklische Investitions- und Subventionspolitik war in der Theorie aber immer so angedacht, dass man in guten Zeiten die Staatsverschuldung wieder abbaut".

    Alle großen Volkswirtschaften haben in der Finanzkrise 2009 ff und der Covid-Krise mit anti-zyklischen Programmen reagiert. Konservative Regierungen wie in U.S. und UK haben da keine Ausnahmen gemacht.

    Die Regierung Obama hat ab 2013 - nachdem die U-S. amerikanische Volkswirtschaft wieder Tritt gefasst hat und zurück auf dem Wachstumspfad war, die Budget-Defizite zurück gefahren, aber nicht eliminiert. Das hätte die Konjunktur gefährdet. Der Effekt auf die Staatschulden war dämpfend, nicht eliminierend.

    "Eine restriktive Austeritätspolitik in Krisenzeiten legitimiert das aber dennoch nicht – stümmt schon."

    Austeritätspolitik in Krisenzeiten wäre ein Brandbeschleuniger.

    @13:00 von Blitzgescheit

    "Das keyesianistische Staatsausgaben über den Multiplikatoreffekt für ein Strohfeuer kurzfristig sorgen, ist bekannt, ebenso aber auch, dass dieser Effekt mittel- und langfristig über den Rückgang der Investititionen und Konsum im privaten Sektor infolge von Inflation und zusätzlicher Steuerlast mehr als überrekompensiert wird.

    Dazu benötige ich keine "Studie" der Wharton University."

    Bei Investitionen in die Infrastruktur verhält es sich etwas anders aber ansonsten haben sie schon recht. Diese Nullzinspolitik ist eine Folge der Verschuldung und auch die Wirtschaft verliert durch das billige Geld an Subtanz. Stichwort: Zombieunternehmen.

    @Blitzgescheit - Investititionsrückgang im privaten Sektor

    Das ist der Effekt von Trumps geflopten Steuerreform,
    welcher auf Jahrzente das Staatsdefizit erhöht

    US-Unternehmen haben ihr Schwarzgeld gewaschen
    und anstelle zu investieren, Aktienrückkäufe getätigt.

    Der einzige wer blutet, ist der Arbeitnehmer & Kleinunternehmer.

    Die Glaubwürdigkeit der Shutdown-Gründe ist perdu ...

    … weil schon Trump eine Politik verfolgte, welche das GOP-Narrativ von Small Government & Free Market ad absurdum führte:

  • Schulden & Defizite
  • wuchsen bereits vor der Pandemie ballonartig an, weil Trump, der sich selbst als „King of Debts“ bezeichnete, pro-zyklisch Schulden von über 3 Billionen $ anhäufte. Die Autonomie der FED gegenüber der Exekutive wurde durch Druckausübung für eine 0-Zinspolitik unterminiert.
     

  • Staatsinterventionismus vs. “Free Market & Free Trade”
  • - Die Freiheit der Märkte wurde mit den Zoll-Kriegen torpediert.
    - Die Freiheit von Unternehmensentscheidungen über Investitionen & Standorte wurden durch persönliche Interventionen Trump’s attackiert
    - Im Gefolge der Zollkriege wurde die US-Landwirtschaft zu 40 % von Staatssubventionen abhängig gemacht
    - Enteignungen von Farmern & Eigentümern an der Südgrenze durch „Eminent Domain“ war kein Werk des „Sozialismus“ sondern von Trump.

    Schon das nun vorgeschobene Referenzmodell "Reaganomics" hat...

    … nicht geliefert, was sich die Fiskalkonservativen in den 80ern versprachen.

  • Die Staatsschulden unter Reagan
  • verdreifachten sich in seiner Regierungszeit 1981-89 von 998 Milliarden auf 2,87 Billionen $.
    Die Staatsausgaben stiegen auch unter Reagan kräftig, wenn auch mit etwas geringerer Geschwindigkeit als unter Carter.
    • Carter (1977-1981) von 409 Mrd $ auf 678 Mrd $
    • Reagan (1981-1989) von 678 Mrd $ auf 1,1 Billionen $

  • BIP-Wachstum und Arbeitslosigkeit
  • fuhren unter Reagan Achterbahn. Die Rezession 81-82 war allerdings weniger seiner Fiskalpolitik als dem harschen geldpolitischen Kurs von Fed-Chef Paul Volcker geschuldet. Immerhin reduzierte das die Inflation von 12,5 % auf 3,8 % in 1983. Die Arbeitslosigkeit schnellte für 10 Monate auf über 10% und begann danach zu fallen. Im Schnitt betrug sie 7,51 % im Vergleich zu den 6,54 % unter Jimmy Carter.

    Ökonomie ist kein Feld für ideologie, sondern für Praktiker.

    @Am 28. September 2021 um 13:20 von Olivia59

    Zitat: "Bei Investitionen in die Infrastruktur verhält es sich etwas anders aber ansonsten haben sie schon recht. Diese Nullzinspolitik ist eine Folge der Verschuldung und auch die Wirtschaft verliert durch das billige Geld an Subtanz. Stichwort: Zombieunternehmen."

    Bingo.

    You got it! Dass Investitionen in die Infrastruktur nachhaltiger sind und somit leichter zu verargumentieren sind, da haben Sie auch recht.

    Der Treppenwitz ist ja gerade angesichts der Nullzinspolitik und der Aberbillionen Euros oder USD, die Zentralbanken dieser Welt gerade die Infrastruktur einen enormen Investitionsrückstau aufweisen - zumindest in D und USA. In Zypern, Griechenland, Spanien, Italien oder auch Frankreich ist die öffentliche Infrastruktur tip-top in Schuss. Irgendetwas machen die schlauer als wir Deutschen.

    Der Shutdown ist ein Manöver der GOP...

    ... das die politische Debatte um die wirtschaftliche Erholung in den U.S.A. in der Sache nicht nach vorne bringt.

    Die Frage bleibt, welche Alternative McConnell anzubieten hat. Sie ist rhetorisch, denn die Antwort lautet: leider keine.

    Einen schönen Nachmittag.

    re 12:50 Bobinho: witzig

    >>12:39 von teachers voice
    "Und das ist dann wirklich ein Witz!"

    Ja ist es! Ich fand es witzig! Somit war es ein Witz. So einfach kann die Welt sein.<<

    Ja, stimmt! Und das finde ich jetzt auch witzig. Wirklich!

    @Bobinho, 11:57

    Und ich erlaube mir mal aus dem Artikel "Neue Extremwetter-Studie - Bis zu siebenmal mehr Hitzewellen" auf tagesschau.de vom 27.9.2021 zu zitieren:

    "Besonders stark wird der Anstieg von Extremwetterereignissen demnach für derzeit junge Menschen im Nahen Osten und in Nordafrika. Grundsätzlich werden junge Generationen in Ländern mit geringem Durchschnittseinkommen laut der Prognose stärker betroffen sein als in reicheren Ländern. Zwischen 2016 und 2020 im Afrika südlich der Sahara geborene Kinder werden fünfeinhalb bis sechs Mal mehr Extremwetter erleben.
    Aber auch Europa wird es demnach treffen: Hier werden für heutige Kleinkinder etwa viermal mehr Extremwetterereignisse prognostiziert"

    Und darauf hinzuweisen, dass die am stärksten vom Klimawandel Betroffenen dies gerade wegen ihrer kapitalismusbedingt fehlenden "finanziellen" Möglichkeiten ihm etwas entgegenzusetzen sind. Was schon heute Kriege um Ressourcen - und natürlich immer neue Rekorde bei den Flüchtlingszahlen zur Folge hat.

    @13:34 von Cosmopolitan_Citizen

    """Schon das nun vorgeschobene Referenzmodell "Reaganomics" hat...
    … nicht geliefert, was sich die Fiskalkonservativen in den 80ern versprachen."""

    Legte aber die Grundlagen für den US-amerikanischen Aufschwung in den 1990ern, und brachte so nebenbei den Sieg im Kalten Krieg.

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