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Schwierig

Fußball als solcher ist nun mal Ersatz für die rauhe Wirklichkeit vergangener Zeiten, in denen im Patriarchat der Kampf um Nahrung, Frauen und sonstigen Besitztümer noch blutig mit körperlicher Gewalt ausgetragen wurde.
Aber: das geht auch ohne Kopfball.
Man kann immer noch rennen, treten, rempeln, jagen, umschubsen und foulen.
Nur vor dem Tor geht das nicht. Da ist der Kopfball spielentscheidend.

American Football meets Fußball

Ursache vieler Kopfkontakte beim American Football ist die traumatische Enzephalopathie. Bei Dutzenden ehemaligen NFL-Spielern wurde diese degenerative Hirnerkrankung diagnostiziert, es geht darüber hinaus um Fälle von Amyotropher Lateralsklerose, Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson und Demenz.
Jetzt also auch im Fußball...
Was soll ich sagen...oben genannte Sportarten sind nicht ungefährlich und jeder der diese Sportarten ausübt sollte das wissen.
Man fragt sich allerdings warum man dann noch Boxen, Handball oder auch Rugby so belässt wie bislang?
Ob Fußballer irgendwann mit einer Art Helm spielen müssten oder ob man Ball-Kopfkontakte zur Gänze verbieten sollte...ich weiß es nicht, es würde den Fußball aber nachhaltig verändern.

Früher bei uns im Verein …

gab es noch das Kopfballpendel zum Trainieren. Konnte man den Ball am Pendel auf unterschiedliche Höhen für Kinder / Jugendliche / Erwachsene einstellen. Früher waren in diesem Fall die 1970-er / 1980-er Jahre.

Fußball ohne Kopfball wäre ein anderes Spiel, aber es geschieht schon recht häufig, dass zwei Spieler in der Luft heftig mit den Köpfen zusammenrasseln beim Kopfball. Schädelbrummen hinterher inklusive. Gesund kann so was gar nicht sein.

Kopfballungeheuer wie einst Horst Hrubesch, oder gar der blutend mit Turban verbundene Dieter Hoeneß, der weiter spielte, gibt es schon heute nicht mehr.

Es gibt auch Rugby als ganz tolles Mannschaftsspiel, und dessen kleinen Bruder American Football in Panzerung mit Helm. Der Kleine Bruder kann gar nix, und das Spiel American Football ist schlicht doof. Aber selbst mit Helm gibt es dabei ähnliche Phänomene mit Demenz und Alzheimer, wie sie im UK bei Fußballern beobachtet werden.

Gerade bei Kindern ist Kopfballspiel schon recht bedenklich.

Schläge auf den Kopf sind ungesund. :)

Dass häufige Schläge auf den Kopf nicht gesund sein können, steht außer Frage. Aber soweit ich mich erinnere, wird Alzheimer von irgendwelchen Eiweißablagerungen verursacht. Ein direkter Zusammenhang von mechanischer Belastung und Demenz erscheint mir daher nicht plausibel.

Fußball ohne Kopfspiel stelle ich mir auch schwierig vor. Aber das hat man bestimmt auch mal über das Handspiel gedacht und heute geht es ohne.

PS: Es wäre übrigens auch eine Überlegung wert, einen leichteren und weicheren Ball zu nutzen.

Schwachsinn

Viele ältere Frauen erkranken an Demenz. Haben die früher alle Fußball gespielt? Die Idee, dass der Fußball in seiner jetzigen Form Demenz fördert, halte ich für schwachsinnig.

08:45 von Louis2013

«Viele ältere Frauen erkranken an Demenz.
Haben die früher alle Fußball gespielt?»

Heimlich als die Männer auf Arbeit waren.
Aber niemand sagt, nur Kopfballspiel könne Demenz auslösen.

«Die Idee, dass der Fußball in seiner jetzigen Form Demenz fördert, halte ich für schwachsinnig.»

Ich halte so eine Aussage für grenzwertig zu Schwachsinn ohne Kopfballspiel.

@louis2013 08:45

Demenz hat viele Ursachen und nun liegt der Verdacht nahe, dass Kopfbälle eine zusätzliche davon ist bzw. den Ausbruch der Krankheit zusätzlich fördert.
Würden mehr Frauen Fußball spielen, gäbe es wahrscheinlich auch mehr Demenzerkrankungen bei Frauen.

Diesen logischen Zusammenhang nennen Sie also "schwachsinnig"? Um das nachzuvollziehen fehlt mir leider die Phantasie.

@08:41 von schabernack

Genau früher gab es ein solches Pendel.

Vielleicht auch ein Grund warum wir schon seit Jahrzehnten keinen erstklassigen Stürmer mehr hatten.

Abschaffen und Verbieten

Da muss was getan werden. Man stelle sich vor, was aus den Athleten noch hätte werden können. Das erklärt auch endlich, warum so wenige ehemalige Profifußballer mit 50 oder 60 noch mal Schlagzeilen als Raketenwissenschaftler machten. Hatte mich schon gewundert.

Aprilscherze waren mir ja geläufig. Auch schön das mal auf den Oktober zu verlegen. Also, heute nicht alles glauben: Oktober, Oktober!

@Louis2013 - Schwachsinn ist, Tatsachen zu leugnen

08:45 von Louis2013:
"Viele ältere Frauen erkranken an Demenz. Haben die früher alle Fußball gespielt?"
> Glückwunsch! Sie haben gerade herausgefunden, dass man kann auch ohne Fußballspiel an Demenz erkranken kann.

"Die Idee, dass der Fußball in seiner jetzigen Form Demenz fördert, halte ich für schwachsinnig."
> Sie sind leider nicht der einzige, der wissenschaftliche Studien - also die Darstellung von Tatsachen - für schwachsinnig hält.

Tatsache ist, dass Fußballer 3,45- bis 4,4-mal so häufig an Demenz oder Alzheimer erkranken. Das hat eine Studie herausgefunden.

Nun gilt es herauszufinden, warum das so ist. Sind die Kopfbälle schuld? Oder liegt die Ursache bei der geringen kognitiven Beanspruchung, Chemikalien in den Fußballschuhen oder den schiefen Fangesängen? Vielleicht entscheiden sich auch Menschen mit einem genetisch erhöhten Alzheimer-Risiko häufiger dazu, Profifußballer zu werden. Wer wissenschaftlich interessiert ist, wird das herausfinden wollen.

Ich kann mich erinnern:

Ich bin Jg 65. In meiner Jugend wurde das schon diskutiert. Damals hieß es: "Bei jedem Kopfball sterben Hirnzellen ab. Irgendwann bist du halt Blöd!"
Ich habe Fußball nie gemocht, mich also nicht groß für diese Diskussion interessiert.

Mir stellt sich die Frage auf einer anderen Ebene:
Wo muß/darf/soll der Staat eingreifen?
Oder reicht es, Risiken zu benennen? Wer sie auf sich nimmt handelt als freier Mensch! Ab welchem Alter?
Wenn ich mich erinnere, wie zerbeult meine Tochter manchmal vom Kickboxen kam... Und da war Kopfkontakt streng verboten. Zumindest für Minderjährige. Das wäre ja ein Ansatz.

Andererseits: Aus sportlicher Sicht wäre es nur eine Regeländerung, die dem Spiel seinen vollen Reiz lassen würde (glaube ich). Es ist ja FUSSball.

Als Analogie:
Dem Staat ist es schnuppe, ob ich beim Sportschießen Gehörschutz trage. Die Regeln der Schützenverbände sorgen dafür, daß ich ohne nicht mal zum Zuschauen auf die Schießbahn darf.
Richtig so!

Demenzverdacht: Fußball ohne Kopfball?

Sicherlich sind Kopfbälle, bzw. Erschütterungen nicht förderlich für den Zustand des Gehirns. Da könnte ein Zusammenhang bestehen.
Andererseits sind diese Hochleistungssportler auf körperliche Fähigkeiten trainiert. Die Förderung von Geist, Verstand und Intelligenz sind bei Sportlern nicht essentiell.
Die Nonnenstudie bzgl. Demenz hatte gezeigt, dass die Gefahr an Demenz zu erkranken mit der Ausübung geistig anspruchsvoller Tätigkeiten abnahm.

Dies könnte womöglich auch die erhöhrte Gefahr für Sportler erklären.

Gruß Hador

zwar interessant, aber...

Gut, dass sich das mal jemand angeschaut hat. Das Ergebnis ist wenig verwunderlich.
Könnte die ein oder andere Diagnose stützen, kann ich mir vorstellen.
Aber bloß weil einige wenige beruflich gegen den Ball rennen und ein entsprechendes Trainingspensum an den Tag legen, sehe ich jetzt keinen Grund dass das für alle, also auch den einfachen Vereinssport, Konsequenzen haben soll.
Wird auch nicht die einzige degenerative Auswirkung von Sportarten sein.

um 09:12 von Zeitlos-Geistlos

//Abschaffen und Verbieten
Da muss was getan werden. Man stelle sich vor, was aus den Athleten noch hätte werden können.//

Gut geschrieben!
Das ist das, wovor ich immer Angst habe. Daß der Staat sich mit Verbotswahn in alles reinhängt.
Wo hört das auf?
Bekomme ich Bier/schokolade/Urlaub im Süden/Diskobesuche/Actionsportarten/... bald auch verboten oder rationiert?

Die Sportverbände können das recht gut bearbeiten. Ich glaube, das reicht. Aufmerksam machen und denen überlassen.

Ganz ehrlich

Bei dem ganzen Doping ist Kopfball nun das kleinste Problem.

wo fängt man an, wo hört man auf

Fußball ohne Kopfball ist vielleicht noch denkbar, aber ein Boxkampf nur mit Schlägen auf den Rumpf ...

Und was ist mit Basejumping, viele erreichen da das Demenzalter erst gar nicht?

Oder Motorradfahren, da ist die Gefahr bei einem Unfall eine Querschnittslähmung zu bekommen um ein Vielfaches höher, als wenn ich mich mit dem Auto fortbewege.

Es gibt viele Dinge, wovon man weiß, dass sie schädlich sind und sie werden getan. Trotzdem ist es wichtig die Gefahren zu kennen, so kann jeder eigenverantwortlich entscheiden (auch der Fußballer) möchte ich es dennoch tun.

Leistungssport ist eben nicht gesund

So ein bisschen Freizeitsport mag eine positive Wirkung haben, aber Leistungssport eher nicht. Es geht dabei ja auch nicht um die Gesundheit, sondern ums Gewinnen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass es, vor allem in höherem Alter, zu Nachwirkungen kommt: Gelenkerkrankungen, Parkinson, krankhafte Vergrößerungen von Organen wie Herz usw. Da sind Kopfbälle wohl nur ein Baustein dazu.

Aus den 80ern ist mir noch eine Panorama- oder Monitor-Sendung in Erinnerung geblieben, in der die Gefahren für das Gehirn durch die Kopftreffer beim Boxen thematisiert wurden. Boxen gibt es heute noch, und dieses und ähnliche Kampfsportarten sind auch immer noch recht beliebt bei manchen Jugendlichen. Insofern sehe ich wenig Chancen für die Initiative der Dame.

Zufall

"In England hat die Diskussion über die Gefahr von Kopfbällen längst begonnen. Fünf Spieler der legendären englischen Weltmeistermannschaft von 1966 sind an Demenz erkrankt, vier verstorben. Zufall scheint es nicht zu sein."

*

Zufall war auch der BSE-Skandal in GB nicht.

Das ist jetzt gut 25 Jahre her, aber Spätfolgen sind denkbar.
Womöglich ist der Kopfball nur als zusätzlicher Faktor beschleunigend, womöglich sieht es in anderen Bevölkerungsgruppen nicht anders aus.

Interessant

Wie verhält man sich beim Boxen ?
Sind Schläge auf den Kopf besser ?

Die moderne Medizin bringt Fallbezogen immer ...

.. mehr ungesunde Fakten auf den Tisch, ob die immer richtig zugeordnet werden ist die Frage. Hobbyfußball an sich muss nicht gesund sein ... wenn man sich Sonntags die Blutgrätschen untertrainierter Freizeitkicker ansieht ...
Nachtarbeit ist der Gesundheit ebenso förderlich wie Schichtarbeit unter Körperzwangshaltung.
Letztlich bleibt doch die Frage, wie weit wir bereit sind, diese Risiken zu tragen.

09:19 von Zeitlos-Geistlos

«Aber bloß weil einige wenige beruflich gegen den Ball rennen und ein entsprechendes Trainingspensum an den Tag legen, sehe ich jetzt keinen Grund dass das für alle, also auch den einfachen Vereinssport, Konsequenzen haben soll.»

Abermillionen spielen Fußball in Amateurvereinen. Für die gilt das prinzipiell genau so, auch wenn sie weniger häufig trainieren, und weniger Spiele pro Saison haben. Dafür gibt es im Amateurbereich auch nur in den sehr oberen Klassen überhaupt einen Vereinsarzt und medzinische Betreuung.

Die Amateurfußballer sind auch weniger geschickt im Spiel, und sie spielen mehr raues Gebolze. Schädel angedengelt … aufstehen, sich schütteln … weitermachen gib ihm.

09:19 von Hador Goldscheitel

"Geist, Verstand und Intelligenz"

Mit Ihrem Urteil sind Sie ein ganz klein wenig hinter der Realität zurück. Die Zeiten, als (einige) Fußballer geistig eher minderbemittelt waren, sind lange vorbei. Heute haben die meisten Abitur und sind durch die strategischen Anforderungen, die Schnelligkeit des Spiels und ein permanentes Leben in der Öffentlichkeit auch geistig stark gefordert. Auch wenn sie nicht alle Philosophen lesen. Ich finde Ihre Einlassung etwas billig.

Keine Kopfbälle beim Fußball?

Kopfbälle sind nicht förderlich für den Zustand des Gehirns, es könnte ein Zusammenhang bestehen, vor allem wenn sie mit dem Kopf zusammenknallen.
Wie wäre ein Kopfschutz!
Ich bin kein Fußballfan, aber tragen nicht verschiedene Fußballer so einen Kopfpanzer?

@ paganus65

>>> Ich bin Jg 65. In meiner Jugend wurde das schon diskutiert. Damals hieß es: "Bei jedem Kopfball sterben Hirnzellen ab. Irgendwann bist du halt Blöd!" <<<
.
Das hieß es auch ein Jahrzehnt später noch, in meiner Jugendzeit.
Und nicht nur deshalb war Kopfballspiel sehr unbeliebt bei uns. Ich hatte immer ziemlich Schädelbrummen danach. Wir hatten eigentlich nur einen in der Mannschaft der das wirklich richtig gut konnte und auch zelebrierte. Aus dem ist aber trotzdem was geworden, trotz abgestorbener Hirnzellen ;)

Trotzdem müsste auf der Hand liegen das es nicht sonderlich gesund ist, ständig einen Schlag auf den Kopf zu bekommen.
Helmpflicht wäre wirklich zu überlegen. Natürlich kein Motoradhelm, irgendwas schickes, filigranes. Es gibt doch bestimmt irgendwelche Hightec-Materialen die dafür verwendet werden könnten. Die Sportartikelhersteller würde es freuen.

09:26 von Tada

«Bei dem ganzen Doping ist Kopfball nun das kleinste Problem.»

Doping ist im Fußball kein so weit verbreitetes Phänomen im Vergleich zu anderen Profisportarten. Beim Sprint in der Leichtathletik und bei der Tour de France gibt es kein Kopfballspiel.

@Tada 09:26

"Bei dem ganzen Doping ist Kopfball nun das kleinste Problem."

Angesichts eines möglichen 3,5-fachen Risikos, an Demenz zu erkranken, vom "kleinsten Problem" zu sprechen, ist wirklich schon sehr verwegen.

@ Tada

>>> Bei dem ganzen Doping ist Kopfball nun das kleinste Problem. <<<
.
Doping war im Fußball eigentlich noch nie wirklich relevant. Das Fußballspielen Können kann nicht angespritzt werden.
Und die Kondition, naja, Profis trainieren mehrmals täglich, 6 Tage in der Woche. Ich denke nicht das hier ein Mittelchen benötigt wird um fit zu werden.

@ Rudolf238

>>> Ich bin kein Fußballfan, aber tragen nicht verschiedene Fußballer so einen Kopfpanzer? <<<
.
Eigentlich nur nach Verletzungen. Der grandiose Petr Čech z.B. hat jahrelang mit Helm gespielt nach einem Bruch, aber als Torhüter macht man auch keine Kopfbälle.
Gesichtsmasken sieht man öfter, meistens nach Nasenbeinbrüchen.

@Mischpoke West

"Trotzdem müsste auf der Hand liegen das es nicht sonderlich gesund ist, ständig einen Schlag auf den Kopf zu bekommen.
Helmpflicht wäre wirklich zu überlegen" Am 01. Oktober 2021 um 09:42 von Mischpoke West

*

Gibt es denn so häufige Kopfbälle beim Fußball? Meistens wird ja doch mit den Füßen gespielt.

Ich glaube auch nicht, dass ein Helm was nützt. Die Erschütterung, die zu Hirnblutung führen kann ist trotzdem da.
Das kommt wohl auf die Stärke des Kopfballs an, darauf wie gut die Nackenmuskulatur trainiert ist und auch darauf, was man vorher eingeworfen hat - die meisten Substanzen beim Doping sind nicht gesund und wirken auch auf Nervenzellen.

Welcher ehemalige große Stürmer hat Demenz?

Mir fällt da auf Anhieb niemand ein und sicherlich erkranken Fußballer auch an Demenz.

Es sind vor allem Innenverteidiger und Stürmer die viel Kopfball spielen. Es müsste also Unterschiede zwischen den einzelnen Positionen geben. Bei 5 Spielern ist es eher unwahrscheinlich. Es gibt nur 2 Innenverteidiger und meist einen Mittelstürmer.

Nun ..

....bevor die GesundheitsKosten ob der Demenzvorfälle für die so wertvollen BundesligaFussballSpieler in exorbitante Höhen schnellt....meiner Meinung nach dürfte dieser (bezahlte) Sport ganz abgeschafft werden....er wird deutlich überbewertet, ist langweilig anzuschauen, auch verdienen einige wenige Menschen (Spieler, Funktionäre usw) viel zu viel Geld damit....

@Mischpoke West 09:46

"Doping war im Fußball eigentlich noch nie wirklich relevant."

Ganz im Gegenteil.

"Und die Kondition, naja, Profis trainieren mehrmals täglich, 6 Tage in der Woche. Ich denke nicht das hier ein Mittelchen benötigt wird um fit zu werden."

Da denken Sie falsch.
Ich habe es inzwischen dutzendfach gelesen, dass Spiele dadurch entschieden wurden, dass eine Mannschaft länger wie das Duracellhäschen hoppeln konnte als die andere Mannschaft.

Die Folge: Tore in den letzten 10 Minuten oder der Nachspielzeit.

@schabernack 09:45

"Doping ist im Fußball kein so weit verbreitetes Phänomen im Vergleich zu anderen Profisportarten. Beim Sprint in der Leichtathletik und bei der Tour de France gibt es kein Kopfballspiel."

Dass es in der Leichtathletik und im Radsport noch schlimmer ist, muss ja nicht heißen, dass es im Fußball nicht auch schlimm wäre.
Die Menschen in Bangladesch sind sehr arm. Die im Tschad aber noch ärmer.

Und von der Schmerzmittelepidemie im Fußball haben wir dabei noch gar nicht gesprochen.
Die ganz sicher Realität ist.

RE: von Mauersegler um 09:41; 09:19 von Hador Goldscheitel

Dann empfehle ich Ihnen meinen Artikel mal genauer zu lesen. Weder habe ich ein Urteil über Sportler gefällt, noch maße ich mir an Fußballer als geistig minderbemittelt zu bezeichnen. Was soll also Ihre Unterstellung ?
Lediglich schrieb ich:"Die Förderung von Geist, Verstand und Intelligenz sind bei Sportlern nicht essentiell."
Und genau das liegt in der Natur eines Sportlers. In erster Linie zählen Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Natürlich sind auch mentale Fähigkeiten von Vorteil.

Ich habe selbst einige Jahre Fußball gespielt und kann sehr gut beurteilen, wie sich der Kader so zusammensetzt. Rund ein Viertel der Spieler waren damals Studenten.

Gruß Hador

um 09:42 von Mischpoke West

//Trotzdem müsste auf der Hand liegen das es nicht sonderlich gesund ist, ständig einen Schlag auf den Kopf zu bekommen.
Helmpflicht wäre wirklich zu überlegen. Natürlich kein Motoradhelm, irgendwas schickes, filigranes. Es gibt doch bestimmt irgendwelche Hightec-Materialen die dafür verwendet werden könnten. //

Ich denke, die Zentrale Frage ist: Wessen Ausgabe ist es?
Ich sehe es so:
Mediziner: Untersuchen und Berichten.
Sportler: Risiko für sich selbst abwägen.
Sportverbände: ggf Regeln anpassen, damit Sport eine gute Sache für Körper und Geist und für die Freude am Bewegen bleibt.
Politiker: Mund halten. Raus halten, Fern halten!

Wir sind eine Republik mündiger Bürger. Wir akzeptieren freie Wahl bei der Coronaimpfung! Als Impfüberzeugter bestehe ich auf dieser Wahlfreiheit!
Als Sportler bestehe ich darauf, daß der Staat sich da raushält, wo ich Sport ausübe, solange ich keinem unbeteiligten damit Schaden zufüge.
Nicht schon wieder Verbote!

Da bin ich noch

nicht von überzeugt.Kopfball kann Demenz auslösen,was ist denn beim Boxen?

@ Tada

>>> Gibt es denn so häufige Kopfbälle beim Fußball? <<<
.
Pro Spiel, je nach Position, bestimmt 10 Mal. Im täglichen Training ein Vielfaches davon.

>>> Das kommt wohl auf die Stärke des Kopfballs an ... <<<
.
Ein strammer Ball kommt locker mit 100 Km/h angerauscht.
Die Spieler wehren auch mit dem Kopf Freistöße ab, die nochmal deutlich schneller werden, bis 150 Km/h oder noch mehr.
.
>>> ... was man vorher eingeworfen hat ... <<<
.
Wie gesagt, Doping ist im Fußball nicht relevant.

@Mischpoke West 09:42

"Helmpflicht wäre wirklich zu überlegen. Natürlich kein Motoradhelm, irgendwas schickes, filigranes."

Die Amateurboxer haben eine Helmpflicht.
Da kann man sich angucken, wie schick oder filigran das ist ... :)

Generell glaube ich nicht an eine Helmpflicht, da ein Großteil der Regulation der Körpertemperatur über den Kopf abläuft.
Das ist zwar beim Radsport nicht anders, allerdings wollen die Radfahrer nicht mit ihrem Kopf einem Gegenstand eine bestimmte Richtung geben.
Ein Fußballhelm, der kopfballtauglich wäre, müsste möglicherweise rundum gleich anliegen, wodurch keinerlei Thermoregulation mehr möglich wäre.

@Mischpoke West

"Doping war im Fußball eigentlich noch nie wirklich relevant. Das Fußballspielen Können kann nicht angespritzt werden.
Und die Kondition, naja, Profis trainieren mehrmals täglich, 6 Tage in der Woche" Am 01. Oktober 2021 um 09:46 von Mischpoke West

*

Also bei der Leistungssteigerung der Jahre jetzt Doping zu bestreiten ist ein Realitätsverlust. Auch im Alter der Spieler. Der menschliche Körperbau hat sich seit der Steinzeit nich verändert und früher waren alle Menschen körperlich fitter, weil sie schon als Kinder mehr draußen waren und mehr Bewegung hatten. Beim Wachstum wirken Knochen und Muskeln gegenseitig aufeinander. Wird der Muskel beansprucht dann wird der Knochen größer. Das gibt mehr Ansatzfläche für den Muskel und der kann dann auch größer werden und mehr den Knochen beanspruchen.
Ist das Knochenwachstum abgeschlossen ist nur noch Doping möglich.
Das tägliche Training muss man auch erstmal aushalten können.

09:56 von V.Scho

«Welcher ehemalige große Stürmer hat Demenz?
Mir fällt da auf Anhieb niemand ein und sicherlich erkranken Fußballer auch an Demenz.»

Der sehr kürzlich verstorbene Gerd Müller war seit Anfang der 2010-er Jahre an Alzheimer / Demenz erkrankt. Seine vielen Tore hat er aber eher clever mit dem Fuß als mit dem Kopf erzielt. Besonders bekannt für Kopfballspiel war Gerd Müller nie.

09:56 von V.Scho Sagt Ihnen

09:56 von V.Scho

Sagt Ihnen der Name Gerd Müller etwas ?

@ DrBeyer

>>> Ich habe es inzwischen dutzendfach gelesen, dass Spiele dadurch entschieden wurden, dass eine Mannschaft länger wie das Duracellhäschen hoppeln konnte als die andere Mannschaft. <<<
.
Und das führen Sie automatisch auf Doping zurück?
Wenn Mannschaften früher platt sind, kann es einfach an höherer Belastung liegen (zusätzliche Spiele unter der Woche) oder einfach an nicht ganz so ausgereiften Trainigsmethoden. Nicht umsonst werden mittlerweile auch Unsummen für Trainer bezahlt.

Und so wie sie das beschreiben, dass die ganze Mannschaft fitter ist, würde ja ein systematisches, vom Verein angeordnetes Doping voraussetzen. Das bezweifle ich jetzt einfach mal stark.

@paganus65 10:07, staatliche Verbote

Ich habe ein klein wenig das Gefühl, dass Sie da eine Phobie entwickelt haben.

Aber zum einen sind staatliche Verbote nichts per se Schlechtes und als gesellschaftliches Regulatorium sogar unumgänglich, und zum anderen hat bisher außer Ihnen wirklich noch NIEMAND davon gesprochen, dass der Staat eingreifen soll.

Alle, die im Artikel genannt werden, reden davon, dass man sich über das Thema mal Gedanken machen müsse.
Und alle Regeln, die es in England dazu gibt, sind nicht von der Politik, sondern den Sportverbänden gemacht worden.

Also können Sie Ihren Puls wieder etwas runterregeln ...

Kopfball

Meine Meinung ist:

Das Spiel heisst übrigens Fussball nicht Kopfball...;-) )

@09:31 von Giselbert

"Fußball ohne Kopfball ist vielleicht noch denkbar, aber ein Boxkampf nur mit Schlägen auf den Rumpf ...

Und was ist mit Basejumping, viele erreichen da das Demenzalter erst gar nicht?

Oder Motorradfahren, da ist die Gefahr bei einem Unfall eine Querschnittslähmung zu bekommen um ein Vielfaches höher, als wenn ich mich mit dem Auto fortbewege.

Es gibt viele Dinge, wovon man weiß, dass sie schädlich sind und sie werden getan. Trotzdem ist es wichtig die Gefahren zu kennen, so kann jeder eigenverantwortlich entscheiden (auch der Fußballer) möchte ich es dennoch tun."

Unfälle beim Basejumping oder Motorrad fahren sind Ausnahmen, obwohl die statistische Wahrscheinlichkeit vielleicht hoch sein mag.
Beim Fussball gehören die kleinen Unfälle, die Kopfbälle möglicherweise darstellen, zu den Spielregeln.

10:06 von DrBeyer / @schabernack

«Und von der Schmerzmittelepidemie im Fußball haben wir dabei noch gar nicht gesprochen. Die ganz sicher Realität ist.»

Einnahme von Schmerzmitteln und aufputschenden Substanzen ist weit verbreitet im Amateutfußball, und noch mehr im Amateurradsport. Heute wegen mehr Substanzen mit einfacherer Zugänglichkeit bei vielen Amateursportarten zu beobachten.

@Nachfragerin

Alzheimer ist Ausschlussdiagnose - also man hat die Symptome und andere Krankheiten sind ausgeschlossen - , da die besagten Eiweißablagerungen erst posthum diagnostiziert werden können.

Und man weiß bis heute nicht, ob die Ablagerungen (Amyloid-Plaques) Ursache von Alzheimer sind oder eher ein Symptom davon (so gibt es keinen Zusammenhang zwischen der Menge an Amyloid und der Schwere der Symptome). Es gibt auch einige mögliche Ursachen, die aber ebenfalls nur Symptome sein könnten. Das ist ja auch der Grund, warum Alzheimer immer noch unheilbar ist - es ist unklar, was genau zu heilen ist.

Und dann gibt es noch das (noch nicht von allen anerkannte) LATE-Syndrom, dessen einziger symptomatischer Unterschied zu Alzheimer darin besteht, dass es um 20-30 Jahre später auftritt - das sich aber völlig anders im Gehirn manifestiert.

@Mischpoke West 10:11

"Wie gesagt, Doping ist im Fußball nicht relevant."

Wie gesagt, das können Sie gar nicht wissen.

@ paganus65

>>>
Mediziner: Untersuchen und Berichten.
Sportler: Risiko für sich selbst abwägen.
Sportverbände: ggf Regeln anpassen, damit Sport eine gute Sache für Körper und Geist und für die Freude am Bewegen bleibt.
Politiker: Mund halten. Raus halten, Fern halten!
Nicht schon wieder Verbote!
>>>
.
Das sehe ich ebenso. Und jeder Sport birgt ein gewisses Risiko, für welches jeder selbst verantwortlich ist. Ich habe schon einige Sportverletzungen hinter mir, unter anderem ein Kreuzbandriss. Zum Glück noch nie was am Kopf.
Eine "Helmpflicht", wie ich sie erwähnte, finde ich jetzt allerdings nicht kritisch im Sinne von politischer Einmischung. In vielen Sportarten gibt es das. Beim Eishockey würde z.B. keinem im Traum einfallen ohne Helm auf dem Eis zu erscheinen. Oder beim Radfahren.
Und um Ihrem "keine Verbote" zuzustimmen - es soll natürlich niemandem verboten werden Fußball zu spielen - nennen wir es einfach eine "Helmempfehlung".
Sonst wird nämlich niemand freiwillig einen Helm aufsetzen.

@schabernack

"
Am 01. Oktober 2021 um 09:45 von schabernack
09:26 von Tada

«Bei dem ganzen Doping ist Kopfball nun das kleinste Problem.»

Doping ist im Fußball kein so weit verbreitetes Phänomen im Vergleich zu anderen Profisportarten. Beim Sprint in der Leichtathletik und bei der Tour de France gibt es kein Kopfballspiel."

Die Helden von Bern waren höchstwahrscheinlich mit Pervitin gedopt:

"https://www.derwesten.de/sport/fussballer-bei-wm-1954-laut-studie-gedopt-id3872105.html"

Als Folge davon erkrankte fast die gesamte Mannschaft an Hepatitis wegen verseuchter Spritzen. Drei Spieler verstarben daran.

@schiebaer45 10:10

"Kopfball kann Demenz auslösen,was ist denn beim Boxen?"

Aus genau diesem Grund konnten Sie bei Olympia alle Boxer mit Helm sehen.

Dass es bis jetzt im Profibereich keine Helmpflicht gibt, dürfte ausschließlich daran liegen, dass es für das Publikum martialischer ist.

Wattebällchen werfen

Meine Güte... Dass viele Boxer im Alter, sagen wir mal, geistig abbauen ist ein alter Hut, und wer mal einen brauchbaren Kopfball hinbekommen hat, kann sich lebhaft vorstellen, dass zu viele davon auch nicht gut sein können. Fußballer (auch Amateure) bekommen im mittleren Alter sehr (!) oft kaputte Knie und brauchen eine OP. Volleyballer bekommen im mittleren Alter kaputte Fingergelenke. Autorennfahrer können tödlich verunglücken. Ebenso Bergsteiger. Skifahrer brechen sich oft die Knochen. Gewichtheber bekommen's an die Bandscheiben... Kann beliebig fortgesetzt werden.

Die Risiken sind bekannt und sorry, sowas gehört dazu. Sonst bleibt am Ende als einziger Sport Wattebällchenweitwurf.

@ Tada

>>> Also bei der Leistungssteigerung der Jahre jetzt Doping zu bestreiten ist ein Realitätsverlust. <<<
.
Völlig andere Trainingsmethoden als früher sind Ihnen noch nicht in den Sinn gekommen?
Hinzu kommt, früher waren selbst Profisportler nebenher Berufstätig. Heute können viele schon im Jugendalter von ihrem Sport gut leben und können sich ausschließlich um das Training kümmern. Mit einem ganzen Trainerstab!
Aber gut. Vielleicht bin ich auch ein Träumer und hab die Realität völlig aus den Augen verloren, und alle Fußballer sind auf Drogen.

@Louis2013

"
Am 01. Oktober 2021 um 08:45 von Louis2013
Schwachsinn

Viele ältere Frauen erkranken an Demenz. Haben die früher alle Fußball gespielt? Die Idee, dass der Fußball in seiner jetzigen Form Demenz fördert, halte ich für schwachsinnig."

So geht Wissenschaft. Bravo. Da spart man sich doch gleich die ganzen Kosten für mühsame Untersuchungen, wenns doch so einfach ist.

@Tada 10:13

Profifußballer wird mit sehr großer Sicherheit nur jemand, der einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang hat und also sich auch als Kind schon viel draußen herumgetrieben hat.
In dieser Hinsicht dürften Profifußballer gegenüber Steinzeitmenschen kaum Nachteile haben.

Davon unbenommen glaube ich auch nicht daran, dass Doping im Fußball kein Problem sein soll.
Doping ist in jeder Sportart, in der es auf Schnelligkeit und/oder auf Ausdauer ankommt, ein großes Problem.
Ein Profifußballer muss sprinten wie Ben Johnson und Ausdauer haben wie ein Biathlet...

Wer angesichts dieser Tatsachen Doping im Fußball für irrelevant hält, hat mMn entweder eine sehr rosarote Brille auf oder ist ziemlich naiv.

@Zeitlos-Geistlos

"
Am 01. Oktober 2021 um 09:12 von Zeitlos-Geistlos
Abschaffen und Verbieten

Da muss was getan werden. Man stelle sich vor, was aus den Athleten noch hätte werden können. Das erklärt auch endlich, warum so wenige ehemalige Profifußballer mit 50 oder 60 noch mal Schlagzeilen als Raketenwissenschaftler machten. Hatte mich schon gewundert.

Aprilscherze waren mir ja geläufig. Auch schön das mal auf den Oktober zu verlegen. Also, heute nicht alles glauben: Oktober, Oktober!"

Genau. Regeln und Gesetze endlich abschaffen, braucht man alles nicht. Fußballregeln sind auch überflüssig, lassen wir doch die Sportler einfach regellos aufeinander losgehen und gucken, wer übrig bleibt. Die Spieler sind ja schließlich selbst verantwortlich für das, was sie tun. Nicht wahr?

Um was es geht - abstrakter gedacht

Ich lese jetzt viel über Doping, ohnehin dumme Sportler, garnicht so dumme Sportler usw.

Darum geht es hier doch garnicht.

Worum es geht, für mich als nicht fußballspielenden Bürger:

1) In einer Sportart wird durch bestimmte Spielweisen ein Gesundheitliches Risiko vermutet.
2) Dieses Risiko ist mit einer in der Gesellschaft viel diskutierten Erkrankungsgruppe verknüpft.

Es wird die Frage aufgeworfen, ob Sportler diese Spielart verboten bekommen sollen.

Ggf: Sollen die Sportverbände dieses Verbot vorantreiben oder soll der Staat das tun?

Dahinter steht die Frage:
Soll es dem Bürger verboten werden, individuelle gesundheitliche Risiken auf sich zu nehmen, um seine Lebensfreude/Erfolg zu steigern?
Falls ja: Was sind die Kriterien, die verschiedene gesundheitliche Risiken unterscheiden?
Kopfball-Downhill Mountainbike-Motorrad-Bier-Unsportlichkeit-Cannabis-LSD-Heroin?

Irgendwo in dieser Linie sagt jeder von uns "Stopp!". Warum? Wo ist die Grenze? Was ist uns die Freiheit wert?

10:06 von Hador Goldscheitel

«Und genau das liegt in der Natur eines Sportlers. In erster Linie zählen Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Natürlich sind auch mentale Fähigkeiten von Vorteil.»

Zur Fußball-WM 2018 kamen auch so einige Spiele der Vergangenheit als Wiederholungen. Ich habe das als "Jahrhundertspiel" bekannte 3:4 n.V. Deutschland - Italien von der WM 1970 in Mexiko nochmal angeschaut.

Geradezu lahmer Standfußball im Vergleich zu heute mit High-Speed-Athletik. Spielertypen wie bspw. Franz Beckenbauer damals, die vor allem durch Übersicht und Spielintelligenz auffielen, gibt es heute nicht mehr so viele. Athletik ist der weit mehr bestimmende Faktor. Trainngsfaule wie bspw. Günter Netzer einst haben es heute ganz schwer. Und der Kopfball war auch der Feind vom Günter.

@Mischpoke West 10:16

Ich habe Ihnen erst einmal nur widersprechen wollen, weil Sie sinngemäß gesagt haben, dass es im Fußball auf lauter Dinge ankomme, die für Doping nicht relevant seien.
Was einfach nicht stimmt, da es im Fußball eben auch auf Schnelligkeit und Ausdauer ankommt. Beides sind klassische Dopinganforderungen.

Dass Unterschiede zwischen den Mannschaften auch auf unterschiedliche Trainingsmethoden zurückzuführen sind, will ich dabei überhaupt nicht bestreiten.

Aber nur deshalb, weil es noch keinen großen Skandal gegeben hat, davon auszugehen, dass Doping keine große Rolle spielt, ist angesichts des Anforderungsprofils an Fußballer und angesichts dessen, dass es durchaus schon mehrere Dopingärzte gegeben hat, zu deren Kunden Fußballer gehört haben, sehr unrealistisch.

Tut mir leid, Ihnen eine schöne Welt zerstören zu müssen. Mir wäre es auch lieber, wenn dieser Sport, der manchmal sogar sehr schön sein kann, nur schön wäre.
Aber was soll ich sagen - es ist nun mal, wie es ist.

Eigentlich ist das längst bekannt und sollte Konsequenzen haben

Vor allem im Breitensport müssen systematische Gesundheitsgefahren so gut es geht vermieden werden.

Ich kann ehrlich sagen, dass die Kopfbälle für mich der Hauptgrund (pun intended) wären, mein Kind vom Fussball fern zu halten.

Vielfache Erschütterungen des Kopfes fördern degenerative Erkrankungen des Hirns. Das weiß man vom Boxen schon lange und die Datenlage ist mittlerweile ziemlich stichhaltig dahingehend, dass es auch andere Sportarten betrifft.
Verbote sind immer heikel, aber eine einvernehmliche Umgestaltung des Breitensports Nummer eins fände ich sehr begrüßenswert!

Weder neu...

...neu noch überraschend.

Aber ich würde trotzdem erst mal bei Boxen und Co. anfangen.

um 10:27 von Mischpoke West

//In vielen Sportarten gibt es das. Beim Eishockey würde z.B. keinem im Traum einfallen ohne Helm auf dem Eis zu erscheinen. Oder beim Radfahren.
Und um Ihrem "keine Verbote" zuzustimmen - es soll natürlich niemandem verboten werden Fußball zu spielen - nennen wir es einfach eine "Helmempfehlung".
Sonst wird nämlich niemand freiwillig einen Helm aufsetzen.//

Als ich vor >30j mit dem Sportschießen anfing, gab es noch einige Alt, die den Gehörschutz als Zeichen von Schwäche ablehnten. Heute, ganz ohne Staat, trägt man selbst bei Kleinkaliber und z.T. Luftgewehr Gehörschutz.
Das ging nur über Aufklärung. Seit ca 25J kommt man auf keinen Stand mehr ohne.
Ohne Skandal, Ohne Staat, Ohne NGOs und "Aktivisten", die sich als Unbeteiligte einmischen. Einfach durch Vernunft.
Lassen wir das doch den Fußballern.

@ DrBeyer

>>> Doping ist in jeder Sportart, in der es auf Schnelligkeit und/oder auf Ausdauer ankommt, ein großes Problem.
Ein Profifußballer muss sprinten wie Ben Johnson und Ausdauer haben wie ein Biathlet... <<<
.
Ein Fußballer läuft pro Spiel ca. 10 Km. Das ist nicht allzu viel.
Aber gut, das führt zu nichts. Bevor ich noch mehr rosa Brillen in meiner Matrix aufgesetzt bekomme ...
Aber dann erklären Sie mir noch kurz, warum jegliche Dopingkontrollen im Profifußball in den letzten Jahren negativ ausgefallen sind, wärend es keine Olympiade, und erst recht keine Tour ohne Dopingfälle gibt?
Sind deren Chemiker soviel besser?

@schabernack 10:48

"Franz Beckenbauer damals, die vor allem durch Übersicht und Spielintelligenz auffielen, gibt es heute nicht mehr so viele."

Da möchte ich ganz vehement widersprechen!!!

Heutzutage wird nämlich nur erfolgreich, wer in sehr hohem Maße über Übersicht und Spielintelligenz verfügt.
Man merkt es nur nicht so, weil es optisch von der rapide gestiegenen Spielgeschwindigkeit, die wir inzwischen als normal ansehen, überlagert wird.

Ein Problem ist, dass wir als Zuschauer gar nicht mitbekommen, wie unfassbar schnell dieser Sport ist. Und diese Schnelligkeit kann man auf dem Platz nur dann bewältigen, wenn man über eine sehr hohe Spielintelligenz verfügt.

Ich habe mal eine Kameraeinstellung gesehen, die die Entstehung eines Bayern-Tores aus der Nähe zeigte.
Da kam Th. Müller mit Ball angerauscht, war im Strafraum mit drei Gegenspielern beschäftigt und hat dann plötzlich einen Rückpass gespielt, der das Tor einleitete.
Wie er während Gewusels in seinem Rücken diesen Mitspieler sehen konnte???

um 10:19 von DrBeyer

//Ich habe ein klein wenig das Gefühl, dass Sie da eine Phobie entwickelt haben.//

... liegt vielleicht an dem Wahlergebnis...

//Aber zum einen sind staatliche Verbote nichts per se Schlechtes und als gesellschaftliches Regulatorium sogar unumgänglich//

Ja, und Zytostatika sind nichts Schlechtes, sondern manchmal dringend nötig. Haben meine Tochter gerettet. Dennoch verabreicht man sie sehr vorsichtig.

Was diese Analogie sagen will: Staatliche Verbote halte ich - genau wie Sie - für ein gutes Instrument, wenn sie vorsichtig und wohldosiert eingesetzt werden.
Die Erfahrung mit Deutschland hat mich aber gelehrt, daß der Staat übereifrig ist, den Bürger durch Verbote vor sich selbst zu schützen.

Insofern ist "Phobie" falsch. Wenn Sie schon ein Bildwort aus der Psychologie verwenden, wäre "Trigger" nach wirklich erlittenen Schäden eher angebracht.
Aber es stimmt: Ich bin da sehr sensibel.

10:30 von Anderes1961 / @schabernack

«Die Helden von Bern waren höchstwahrscheinlich mit Pervitin gedopt: …»

Ja … ich weiß. Das war 1954.

Solche plumpe Art von Doping fiele heutzutage wegen der Dopingkontrollen sofort auf, die es 1954 noch gar nicht gab. Wer weiß schon, wer möglicherweise bei den Fußball-WM's von 1930 bis 1938 gedopt war.

Doping im Profifußball gibt es, und die Argentinische Hand Gottes Diego Armando war bei der WM 1994 in den USA auch gedopt mit was weiß ich was.

Dennoch ist Fußball ein Spiel, bei dem nicht nur Kraft- oder Ausdauerleistung über eine Gewinnerzeit ausschlaggebend sind. Doping für Spielintelligenz und Kopfballspiel gibt es sowieso nicht.

Es gibt praktisch zu allem Untersuchungen

Und Warnungen. Ich war früher auch Triathlet. Es gibt medizinische Untersuchungen die belegen, dass nach einem Ironman der Herzmuskel abbaut.

Man kann daraus nun schließen, dass solche extremen Sportarten ungesund sind.

Oder man kann es als gutes Zeichen sehen, dass sich die Muskeln des Herzens ja wieder regenerierten und somit das Herz viel gesünder ist.

Oftmals findet man etwas heraus und weiß aber gar nicht genau, was es bedeutet. Ob Zusammenhänge kausal sind oder zufällig etc.

Wie bei Corona. Das Alter an sich ist kein Risiko, aber statistisch gibt es mehr schwere Verläufe bei älteren. Was aber eher an mehr relevanten Vorerkrankungen liegen dürfte.

Daher wäre ich eher skeptisch, ob die Häufung von Demenz was mit Kopfbällen zu tun hat.

Gut trainierte Nackenmuskeln vorausgesetzt dürfte der Ball eher nicht das Problem sein.

Kinder vor Kopfballzweikämpfen in der Luft zu bewahren klingt aber vernünftig. Kopfbälle üben sollte man aber..

08:45 von Louis2013

"Schwachsinn"

Viele ältere Frauen erkranken an Demenz. Haben die früher alle Fußball gespielt?"

,.,.,

"Schwachsinn" ist in dem Fall Ihre Logik. ->

Wenn ich wegen Leberkrankheit ins Krankenhaus muss, folgt daraus NICHT, dass alle, die im Krankenhaus sind, leberkrank sind. ;-)

@ DrBeyer

>>> Tut mir leid, Ihnen eine schöne Welt zerstören zu müssen. <<<
.
Tut mir leid, aber um das zu tun, müsste ich Ihre Meinung der meinen vorziehen. Mit Verlaub, das tue ich nicht ;)

Wer denkt sich sowas aus? Was

Wer denkt sich sowas aus?
Was ist mit den Kampfsportarten? Boxen?
Da ist es sogar das Ziel dem Gegenüber so zu schlagen, dass der umfällt.
So eine Studie hätte ich in den USA vermutet. Die verstehen fussball nämlich nicht. Und dort ist es im Schulsport schon verboten.
Es ist etwas völlig anderes, wenn man zum Kopfball geht oder einen unerwarteten Schlag abbekommt.
Ich kenne bei uns im Verein nicht einen einzigen DemenzFall

10:55 von Tinkotis

«Aber ich würde trotzdem erst mal bei Boxen und Co. anfangen.»

Wie viele Boxer gibt es … wie viele Fußballer gibt es?

@11:02 von paganus65

"Als ich vor >30j mit dem Sportschießen anfing, gab es noch einige Alt, die den Gehörschutz als Zeichen von Schwäche ablehnten. Heute, ganz ohne Staat, trägt man selbst bei Kleinkaliber und z.T. Luftgewehr Gehörschutz.
Das ging nur über Aufklärung. Seit ca 25J kommt man auf keinen Stand mehr ohne.
Ohne Skandal, Ohne Staat, Ohne NGOs und "Aktivisten", die sich als Unbeteiligte einmischen. Einfach durch Vernunft.
Lassen wir das doch den Fußballern."

Ich bezweifle, dass die FIFA vorwiegend die Gesundheit der Spieler im Auge hat. Vielleicht könnte man aber an Helmen noch ein paar zusätzliche Werbekunden anbringen um für einen Interessenausgleich zu sorgen.

@paganus65 11:02

"Ohne Skandal, Ohne Staat, Ohne NGOs und "Aktivisten", die sich als Unbeteiligte einmischen. Einfach durch Vernunft.
Lassen wir das doch den Fußballern."

Und genau das wird im Artikel beschrieben.
Diese Frau möchte einfach zeigen, dass es auch anders geht.

Genau wie die Leute vor 30 Jahren in Ihrem Sportschützenverein.

10:07 von paganus65

"Wir sind eine Republik mündiger Bürger. Wir akzeptieren freie Wahl bei der Coronaimpfung! Als Impfüberzeugter bestehe ich auf dieser Wahlfreiheit!
Als Sportler bestehe ich darauf, daß der Staat sich da raushält, wo ich Sport ausübe, solange ich keinem unbeteiligten damit Schaden zufüge.
Nicht schon wieder Verbote!"

,.,.

Verbote sind leider ein wichtiger Teil der Bewusstwerdung.

Pauschal Verbote abzulehnen, bedeutet, schlimme Gefahren zu fördern.

Den Grund dafür will ich lieber nicht wissen.

@paganus65

"
Am 01. Oktober 2021 um 11:02 von paganus65
um 10:27 von Mischpoke West

//In vielen Sportarten gibt es das. Beim Eishockey würde z.B. keinem im Traum einfallen ohne Helm auf dem Eis zu erscheinen. Oder beim Radfahren.
Und um Ihrem "keine Verbote" zuzustimmen - es soll natürlich niemandem verboten werden Fußball zu spielen - nennen wir es einfach eine "Helmempfehlung".
Sonst wird nämlich niemand freiwillig einen Helm aufsetzen.//

Als ich vor >30j mit dem Sportschießen anfing, gab es noch einige Alt, die den Gehörschutz als Zeichen von Schwäche ablehnten. Heute, ganz ohne Staat, trägt man selbst bei Kleinkaliber und z.T. Luftgewehr Gehörschutz.
Das ging nur über Aufklärung. Seit ca 25J kommt man auf keinen Stand mehr ohne.
Ohne Skandal, Ohne Staat, Ohne NGOs und "Aktivisten", die sich als Unbeteiligte einmischen. Einfach durch Vernunft.
Lassen wir das doch den Fußballern."

Und trotzdem gibt es gerade im Schießsport nicht ohne Grund gesetzliche Vorschriften, die es zu beachten gilt.

@ paganus65

>>> Soll es dem Bürger verboten werden, individuelle gesundheitliche Risiken auf sich zu nehmen, um seine Lebensfreude/Erfolg zu steigern?
Kopfball-Downhill Mountainbike-Motorrad-Bier-Unsportlichkeit-Cannabis-LSD-Heroin?<<<
.
Es ist eine Grundsatzdiskussion.
Aber Sie können nicht Sport mit Drogenkonsum vergleichen. Meine Kinder animiere ich Sport zu machen und sich zu bewegen. Aber nicht zum Drogenkonsum.
Trotzdem habe ich nichts gegen bestimmte Regeln beim Sport. Und das hat nicht mal immer was mit der Sicherheit zu tun.
Meine Tochter z.B. geht ins Tanzen. Auch hier gibt es bei bestimmten Tänzen Kleiderregeln. Einen Tango tanzt man nicht im Hoody. Ist das jetzt ein Verbot und gegen die Freiheit?

Demenzverdacht: Fußball ohne Kopfball?

Der tschechische Nationaltorhüter und Ikone des FC Chelsea, Petr Čech, trug nach seinem erlittenen Schädelbasisbruch ein Schutzhaube gegen eventuelle Erschütterungen.
Wer weiß, vielleicht gibt es ein solches Häubchen demnächst auch für die Feldspieler.

Gruß Hador

@Mischpoke West

"[...] Aber dann erklären Sie mir noch kurz, warum jegliche Dopingkontrollen im Profifußball in den letzten Jahren negativ ausgefallen sind, wärend es keine Olympiade, und erst recht keine Tour ohne Dopingfälle gibt?
Sind deren Chemiker soviel besser?"

Nein, aber die Kontrollen sehr viel schlechter. Darüber gibt es zahlreiche Berichte. Einfach mal Dopingkontrollen und Fußball in eine Suchmaschine eingeben.

...ttestEineMeinung @01. Oktober 2021 um 09:35 von Sisyphos3

"Wie verhält man sich beim Boxen ?
Sind Schläge auf den Kopf besser ?"

Sehr gute Frage - interessanter Artikel zum Thema:

tagesspiegel.de/wissen/boxsport-schlaege-gegen-das-denken/1236984.html

Vergleich Fussball vs. Boxen:

Die Kraft, die man braucht um einen gut 50km/h schnellen Ball um 90° abzulenken (180°, also direkt zurück sind es deutlich mehr, das passiert aber selten) beträgt ca. 1500 N beträgt und die Kraft eines Boxschlages von Mike Tyson bis zu 5000N (frontal).
Allerdings weicht der andere Boxer im Gegensatz zum Messinstrument eher aus und nimmt dem Schlag so einiges von der Wucht.

Ich bin weder Box- noch Fussballfan, deswegen kann ich schlecht sagen ob es mehr Kopfbälle oder mehr Direkttreffer beim Boxen gibt.

Die Einwirkung pro Ereignis dürfte also zumindest in der gleichen Grössenordnung liegen, wenn nicht sogar recht ähnlich sein, hinzu kommt, dass Zusammenstösse mit den Köpfen beim Duell deutlich härter sein dürften als mit dem Fussball selbst.

11:20 von Bender Rodriguez

"Ich kenne bei uns im Verein nicht einen einzigen DemenzFall"

,.,.,

Und ich kenne niemanden, der wegen fehlenden Gurtes im Auto schwer beschädigt worden ist.

Also gibt es niemanden, dem dergleichen geschehen ist?

um 11:34 von Mischpoke West

//Es ist eine Grundsatzdiskussion.
Aber Sie können nicht Sport mit Drogenkonsum vergleichen.//
Genau. Aber welche Qualität muß eine gesundheitliche Gefahr haben, im Eingriffswürdig zu sein? Es gibt diese Grenze, aber wie formuliert man sie, um der bei den Bürgern intuitiv vorhandenen Grenze gerecht zu werden? Sie sagen - wie ich auch - Sport und LSD kann man nicht vergleichen. Da ist diese Intuition...

//Einen Tango tanzt man nicht im Hoody. Ist das jetzt ein Verbot und gegen die Freiheit?//
Witzige Vorstellung! Tango im Hoody :-)

Na ja, das regelt die Sportordnung. Und da gehört es hin. Wer es anders mag, gründet den Hoody-Tanzsportverband.
Und wer zu Hause mit seiner Liebsten nen Tango tanzen will... der tut das. (Egal ob und was er / sie anhat).
Eben, das ist Freiheit!
Daher denke ich, daß das in die Sportverbände gehört.

um 11:30 von Anderes1961

//Und trotzdem gibt es gerade im Schießsport nicht ohne Grund gesetzliche Vorschriften, die es zu beachten gilt.//

Deswegen eignet sich dieses Beispiel ja so gut.

Unsere gesetzlichen Vorschriften beim Sportschießen beschäftigen sich alle ausschließlich mit der Fremdgefährdung. Und genau da sind die Verbote und Vorschriften wohldosiert und sinnvoll.
Das ist - abstrakt gesehen - für mich auch der Ansatzpunkt für eine Grenzziehung.

um 11:26 von DrBeyer

//Und genau das wird im Artikel beschrieben.
Diese Frau möchte einfach zeigen, dass es auch anders geht.

Genau wie die Leute vor 30 Jahren in Ihrem Sportschützenverein.//

Ja, Das soll sie als Insiderin gerne tun.
Und ich fände es als Außenstehender ehrlich gut, wenn sie innerhalb des Sports damit Gehör und Erfolg fände.

Genau wie ich mir damals den Mund fusselig geredet habe, doch die "Mickeymäuse" immer aufzusetzen.

@Mischpoke West 11:10

"Ein Fußballer läuft pro Spiel ca. 10 Km. Das ist nicht allzu viel."

Nun ja, er macht außerdem noch durchscnittlich 20 Sprints zwischendurch.

"Aber dann erklären Sie mir noch kurz, warum jegliche Dopingkontrollen im Profifußball in den letzten Jahren negativ ausgefallen sind, wärend es keine Olympiade, und erst recht keine Tour ohne Dopingfälle gibt?
Sind deren Chemiker soviel besser?"

Zum einen hat Ihnen Anderes1961 schon geantwortet.

Und zum anderen: Lance Armstrong hatte auch immer negative Dopingproben und war der vielleicht größte Betrüger seiner Zeit (auch der, der am meisten gearbeitet hat, ist aber ein anderes Thema).
Jan Ullrich wurde, glaube ich, auch nicht positiv getestet.

Allgemein bekannt ist, dass die positiven Proben nur einen Bruchteil der Doper entlarven.
Dass es im Fußball keine und im Radsport ein paar wenige positive Proben gibt, sagt also einfach nichts aus.

11:22 von Olivia59

Zitat:"Ich bezweifle, dass die FIFA vorwiegend die Gesundheit der Spieler im Auge hat. Vielleicht könnte man aber an Helmen noch ein paar zusätzliche Werbekunden anbringen um für einen Interessenausgleich zu sorgen."

Volltreffer! :-)

@paganus65 12:01

"Ja, Das soll sie als Insiderin gerne tun.
Und ich fände es als Außenstehender ehrlich gut, wenn sie innerhalb des Sports damit Gehör und Erfolg fände."

Ich möchte Ihnen jetzt wirklich nicht zu nahe treten, aber ich finde schon, dass zwischen Sportschießen und Fußball im Hinblick auf die Anzahl der ausübenden Sportler (und gerade auch im Hinblick auf die passiven Sofasportler) schon ein kleinerer bis mittlerer Unterschied ist.

Fußball ist nunmal eine für die Deutschen richtig große Sache, so dass ich durchaus verstehen kann, dass dieses Freundschaftstestspiel und die Initiative dieser Frau Eingang auf diese Seite gefunden haben.

Greta Thunberg hat zuerst auch ganz alleine vor dem Parlament in Stockhom gesessen...

@paganus65

"
Am 01. Oktober 2021 um 11:57 von paganus65
um 11:30 von Anderes1961

//Und trotzdem gibt es gerade im Schießsport nicht ohne Grund gesetzliche Vorschriften, die es zu beachten gilt.//

Deswegen eignet sich dieses Beispiel ja so gut.

Unsere gesetzlichen Vorschriften beim Sportschießen beschäftigen sich alle ausschließlich mit der Fremdgefährdung. Und genau da sind die Verbote und Vorschriften wohldosiert und sinnvoll.
Das ist - abstrakt gesehen - für mich auch der Ansatzpunkt für eine Grenzziehung."

Erst mal Respekt vor den Leistungen, die Schießsportler erbringen. Das wird häufig unterschätzt. Als ehemaliger Lokal- und Sportjournalist, der auch über Schießsport berichtete, der bei uns sehr populär ist (hatten auch schon einige Olympiateilnehmer) weiß ich, was die Sportler leisten, was mich aber dennoch nicht daran hindert, in puncto Waffen eine sehr restriktive Meinung zu haben. Das nur zur Einordnung.

Ansonsten bin ich da ganz bei Ihnen, die Grenzziehung ist nicht leicht.

11:12 von DrBeyer / @schabernack

«Da möchte ich ganz vehement widersprechen!!!»

Es gibt welche Einzelne, und das Spiel Fußball als Profisport ist heute viel mehr komplex als bspw. bei den beiden Titelgewinnen von Der Mannschaft 1990 und 1974.

Beim Titelgewinn 2014 hatten die Deutschen Kicker eine der am meisten spiel-intelligenten Mannschaften, die es jemals in der Fußballgeschichte gab. Intelligent als Gesamtheit, aber auch athletisch und im Willen zu gewinnen top of the tops at it's very best.

Thomas Müller ist einer der besonders cleveren Spieler. Toni Kroos ist das auch, Bastian Schweinsteiger und Philip Lahm waren es. So was macht aus einer Mannschaft eine große Mannschaft, die ihren Ruhm im Geschichtsbuch des Fußballs findet für alle Zeiten für die Interessierten.

Früher waren es eher einzelne Stars, die im Fokus standen mit ihren "Wasserträgern". Beckenbauer + Schwarzenbeck, und Netzer + Hacki Wimmer (mega Name). Dazu Wolfgang Overath. Heutzutage ist mehr Team in der Mannschaft, und das ist auch gut so.

@ 12:18 schabernack- WM 1954

1954 war ein viel
besondererer Sieg. Die Älteren wissen das.

Ich bin in einem Dorf an der Schweizer Grenze aufgewachsen. Der Zug mit den Siegern von Bern überquerte dort als erstes die Grenze, was offiziell wenig bekannt ist. Die Menschen stürmten die Gleise und der Zug hielt dort auch an am
Bahnhof.

Die Generation meiner Eltern schwärmt da heute noch davon.

Auch wenn ich selber auch schon längst nicht mehr da wohne und damals noch gar nicht auf der Welt war so etwas bleibt hängen.

Offiziell hielt der Zug zum ersten Mal in Singen /Hohentwiel…

Viele

Fußballer sind auch so nicht die hellsten.

Es gibt aber auch 99% Demenzkranke die mit Kopfbällen nie was zu tun hatten.

um 12:14 von DrBeyer

//Ich möchte Ihnen jetzt wirklich nicht zu nahe treten, //
Das tun Sie auch nicht. :-) Im Gegenteil, im Empfinde es als "Zusammenfügen von Teilaspekten".

//dass zwischen Sportschießen und Fußball im Hinblick auf die Anzahl der ausübenden Sportler schon ein kleinerer bis mittlerer Unterschied ist.// Kleiner als man denkt. :-)

//Fußball ist nunmal eine für die Deutschen richtig große Sache, so dass ich durchaus verstehen kann, dass dieses Freundschaftstestspiel und die Initiative dieser Frau Eingang auf diese Seite gefunden haben.//
Da bin ich mit Ihnen einer Meinung. Gerade WEIL Fußball so populär ist, ist es schön, daß sich jemand als Mitbetroffener kritisch zum Kopfball äußert. Das nimmt evtl auch Druck von den Aktiven, in jedes noch so riskante Kopfballduell einzusteigen.

Aber, und dieses ABER kann ich Ihnen nicht ersparen, dennoch empfinde ich es als Aufgabe der Sportler und Verbände, aufgerüttelt durch Betroffene, die Entscheidungen in dieser Sache intern zu treffen.

@Dr.Beyer

"[...] Dass es im Fußball keine und im Radsport ein paar wenige positive Proben gibt, sagt also einfach nichts aus."

Die Tour de France nennt man nicht ohne Grund auch Apothekenrundfahrt.

11:02 von paganus65

" Ohne Staat, Ohne NGOs und "Aktivisten", die sich als Unbeteiligte einmischen"

Und wo finden Sie etwas über die Einmischung der von Ihnen genannten Stellen in dem Artikel?

um 11:29 von Sausevind

//Pauschal Verbote abzulehnen, bedeutet, schlimme Gefahren zu fördern.//
Da stimme ich Ihnen zu. Tut das hier jemand? Ich hoffe doch nicht. Das wäre Anarchie.

//Den Grund dafür will ich lieber nicht wissen.//
Wenn das jemand tut, würde ich schon gerne den Grund dafür wissen.

Verbote sind, wie ich an anderer Stelle schrieb, mit hochwirksamen Medikamenten vergleichbar.
Wichtig, lebensrettend, aber mit Bedacht und vorsichtig einzusetzen.

Sollten Sie das mit "Pauschaler Ablehnung" verwechselt haben, bitte ich um Nachsicht, daß ich mich nicht behutsamer ausgedrückt habe.
Zum Hintergrund: Ich bin Liberal-Konservativ. Also durchaus immer für einen Ausgleich zwischen Freiheit und Regulationsinteressen der Gemeinschaft (des Staates).

12:32 von covid-strategie / @schabernack

«1954 war ein viel besondererer Sieg. Die Älteren wissen das.»

Das wissen auch die Jüngeren wie ich, dessen zeitgenössische Erinnerungen erst im Alter von 9 Jahren mit der Fußball-WM von 1974 beginnen.

Fußball hat auch wegen Bern 1954 den Stellenwert, den Fußball in Deutschland seither hat. Im Positiven wie im Negativen.

Söhnke Wortmann hat Bern 1954 auch gut verfilmt mit der Atmosphäre von damals. Manche sagen, die Geburtsstunde der Bundesrepublik sei nicht 1949, sondern erst das Endspiel der WM 1954 gewesen, das Deutschland wieder respektabel machte in der Welt.

Möglicherweise was dick aufgetragen.
Aber auch mit so einigen Elementen von Wahrheit drin enthalten.
Und das Siegtor zum 3:2 war kein Kopfball, sondern ein Flachschuss.
Gefährlich war der nur für die Ungarn, die damals als unbesiegbar galten.

@12:10 von Peter Meffert

"Olivia: >>Ich bezweifle, dass die FIFA vorwiegend die Gesundheit der Spieler im Auge hat. Vielleicht könnte man aber an Helmen noch ein paar zusätzliche Werbekunden anbringen um für einen Interessenausgleich zu sorgen.<<

Volltreffer! :-)"

Schön dass mein nüchtern bis zynischer Zugang zu Themen bei Ihnen ausnahmsweise mal Heiterkeit statt Zahnschmerzen auslöst ;-)

@schabernack (11:22)

Beim Boxen trifft (kein Wortsspiel beabsichtigt) es fast jeden, es ist ja sogar Ziel des "Sports", den Gegner zu verletzen.
Beim Fussball ist es eine schwere Spätfolge, die aber vergleichsweise eher selten auftritt, wenn man es mit anderen Sportarten vergleicht.
Ich habe das Gefühl, dass hier - wieder einmal - Probleme nach Umfang der Medienwirksamkeit angegangen werden, nicht Ausmaß des Problems. Was oft genug scheitert und gar kein Problem löst.

um 11:22 von Olivia59

//Ich bezweifle, dass die FIFA vorwiegend die Gesundheit der Spieler im Auge hat. //
Ja, die FIFA... Die könnte tatsächlich staatliches Eingreifen nötig machen.

Aber mal ehrlich: Mir geht es eigentlich um die Freizeitsportler, Hobbykicker, Amateure...
Die paar Spitzensportler die nehmen ganz andere Risiken auf sich. Sollen sie...

Ich finde es beispielsweise gut, daß beim Amateurboxen mit Kopfschutz gekämpft wird. Und meine Tochter erzählte mir vom Kickboxen, daß auch dort entweder im Sparring ohne Kopfschutz und ohne Schläge in Kopfhöhe oder mit Kopfschutz, Tiefschutz und Zahnschutz trainiert wurde.
Und die Leutz dort sind nicht zimperlich...
Also: Es geht.

@ Anderes1961

>>> Nein, aber die Kontrollen sehr viel schlechter. Darüber gibt es zahlreiche Berichte. <<<
.
Das mag sein. Auch das einzelne Spieler sich was einwerfen.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es systematisches Doping gibt, vom Verein gesteuert, womöglich mit Hilfe des Mannschaftsarztes - wie tlw. im Radsport der Fall.
Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Für ein international agierendes Unternehmen, wie z.B. der FC Bayern, wäre es der Todesstoß wenn so etwas ans Licht kommen würde.
Und bei über 1000 Mitarbeitern wäre das nur schwierig zu vertuschen.
Und der Risiko/Nutzen Faktor ist einfach zu gering.
Auch ein Beispiel: Es gibt sehr viele junge Spieler die ein paar Wochen vor ihrem Profidebüt noch auf dem Dorfplatz gekickt haben, und schon mit langjährigen Profis mithalten können. So schnell wirkt keine Spritze.

11:10 von Mischpoke West

"warum jegliche Dopingkontrollen im Profifußball in den letzten Jahren negativ ausgefallen sind"

Weil Fußballer so gut wie nie kontrolliert werden, weil dieser Sport in der Tat viel mehr Mittel hat, um die Sache geschickt anzugehen und zu vertuschen, weil die bekannt gewordenen Fälle (Dr. Fuentes) nicht verfolgt werden.

Auch der bekannte und von niemandem bestrittene Schmerzmittelmissbrauch ist übrigens Doping.

...ttestEineMeinung @01. Oktober 2021 um 11:18 von covid-lügner

"Es gibt praktisch zu allem Untersuchungen...
Daher wäre ich eher skeptisch, ob die Häufung von Demenz was mit Kopfbällen zu tun hat.
Gut trainierte Nackenmuskeln vorausgesetzt dürfte der Ball eher nicht das Problem sein. " [sic!]

Mal abgesehen davon, dass sie - wie zu erwarten war - auch hier die Gelegenheit nutzen, zum Thema Corona zu schwurbeln, wollen sie uns also mal wieder weismachen, alles, was uns nicht umbrächte, mache uns nur noch härter.

Vielleicht verstünden sie ja nach der Lektüre des folgenden Artikels etwas mehr von der Thematik - Muskeln sind nicht alles, auch die graue Masse, die für Theorien zuständig ist, ist wichtig:

tagesspiegel.de/wissen/boxsport-schlaege-gegen-das-denken/1236984.html

Zur möglichen Relevanz des Fussballs im Vergleich zum Boxen habe ich um 11:47 einen kleinen physikalischen Vergleich eingestellt.

Anderes1961

>>> Die Tour de France nennt man nicht ohne Grund auch Apothekenrundfahrt. <<<
.
oder "Spritztour"

@12:58 von paganus65

"Olivia //Ich bezweifle, dass die FIFA vorwiegend die Gesundheit der Spieler im Auge hat. //
Ja, die FIFA... Die könnte tatsächlich staatliches Eingreifen nötig machen.

Aber mal ehrlich: Mir geht es eigentlich um die Freizeitsportler, Hobbykicker, Amateure...
Die paar Spitzensportler die nehmen ganz andere Risiken auf sich. Sollen sie..."

Ich verstehe Ihren Ansatz. Der ist in ihrem Sport vielleicht auch realistischer. Beim Fussball rennt aber jeder 10-jährige Knirps im Shirt von seinem Idol rum und träumt von der eigenen Karriere. Ein Bekannter wollte es mal genauso wie seine NBA-Stars machen und riss beim Dunking den Korb samt Brett ab weil der Schulkram billig gebaut ist – wurde durch Glück nicht erschlagen.

...ttestEineMeinung @01. Oktober 2021 um 13:21 von Mischpoke W

"Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es systematisches Doping gibt, vom Verein gesteuert, womöglich mit Hilfe des Mannschaftsarztes - wie tlw. im Radsport der Fall.
Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Für ein international agierendes Unternehmen, wie z.B. der FC Bayern, wäre es der Todesstoß wenn so etwas ans Licht kommen würde.
Und bei über 1000 Mitarbeitern wäre das nur schwierig zu vertuschen.
Und der Risiko/Nutzen Faktor ist einfach zu gering." [sic!]

Sie können sich also nicht vorstellen, dass systematisches Doping auch inoffiziell funktioniert?

Man beschäftigt den Mannschaftsarzt, von dem man sich "Leistungssteigerung" erwartet...
Man ermuntert Spieler dazu doch "etwas mehr" für ihre Fitness zu tun und deutet an, wer ihnen dabei helfen kann...

Für mich hat es schon ein Geschmäckle dass das Verfahren gegen den spanische Dopingarzt Fuentes etwa zu dem Zeitpunkt eingestellt wurde, zu dem er aussagte, dass auch Fussballspieler oder -Vereine zu seinen Kunden gehörten...

12:55 von Olivia59 @12:10 von Peter Meffert

"Olivia: >>Ich bezweifle, dass die FIFA vorwiegend die Gesundheit der Spieler im Auge hat. Vielleicht könnte man aber an Helmen noch ein paar zusätzliche Werbekunden anbringen um für einen Interessenausgleich zu sorgen.<<

Volltreffer! :-)"

Schön dass mein nüchtern bis zynischer Zugang zu Themen bei Ihnen ausnahmsweise mal Heiterkeit statt Zahnschmerzen auslöst ;-)

M.E. verwechseln Sie den User mit jemand anderen. Peter Meffert meldet sich erst seit der BW nach längerer Pause zurück.

@Mischpoke West 13:21

"Es gibt sehr viele junge Spieler die ein paar Wochen vor ihrem Profidebüt noch auf dem Dorfplatz gekickt haben, und schon mit langjährigen Profis mithalten können. So schnell wirkt keine Spritze."

Sie würden sich wundern.

Ich musste vor zwei Jahren einen Hund einschläfern lassen, der das letzte Jahr unter (tierärztlich verordneten) Anabolika stand.
Ich weiß jetzt noch, was für eine unfassbare Booster-Wirkung insbesondere die erste Spritze hatte. Das war für den Hund toll, weil lebensqualitäterhöhend, für mich aber im Hinblick auf den Sport, in dem Anabolika ja gang und gäbe sind, wirklich schockierend anzusehen.

Zur Klarstellung, bevor mir irgendwas unterstellt wird: Anabolika sind in der Veterinärmedizin inzwischen ziemlich verbreitet, weil sie es in bestimmten Fällen alten Tieren ermöglichen, ihr Alter in einer guten Lebensqualität zu erleben.
Mein Hund war soweit (insbesondere auch im Kopf) noch sehr fit, hatte aber ein massives Problem mit den Hinterläufen.

um 12:48 von Mauersegler

//11:02 von paganus65

" Ohne Staat, Ohne NGOs und "Aktivisten", die sich als Unbeteiligte einmischen"

Und wo finden Sie etwas über die Einmischung der von Ihnen genannten Stellen in dem Artikel?//

Ein Forist hat es schon richtig erkannt: Ich bin an dieser Stelle leicht zu triggern.
Es kommt mir wie ein Unterton des Berichtes vor, hier ein "Das muss man doch verbieten können!!!" beim Leser entstehen zu lassen.

Ich stimme Ihnen zu. Der Bericht erwähnt das nicht explizit.
Und ja, das ist mein persönliches Bedenken dabei.

@ 12:51 schabernack - fast gleich alt..

„ Das wissen auch die Jüngeren wie ich, dessen zeitgenössische Erinnerungen erst im Alter von 9 Jahren mit der Fußball-WM von 1974 beginnen.“

Zu diesen „Jüngeren“ gehöre ich auch.

Es überrascht mich aber. Ihren sonstigen Kommentaren nach zu urteilen, hätte ich sie für einen alt68er gehalten, also deutlich Ü70…

@ BILD.DirEinDuHä...

>>> Man beschäftigt den Mannschaftsarzt, von dem man sich "Leistungssteigerung" erwartet...
Man ermuntert Spieler dazu doch "etwas mehr" für ihre Fitness zu tun und deutet an, wer ihnen dabei helfen kann... <<<
.
Wer ist "Man"? Der Trainer, der vielleicht ein Jahr später entlassen wird?
Der Sportdirektor/Manager, der den Trainer und Spieler die da nicht mitmachen irgendwann entlässt?
Denken Sie nicht, bei so vielen Wechselspielchen, enttäuschten Spielern und geschassten Funktionären, wäre nicht Mal einer an die Presse getreten?
Die würden sich doch auf so etwas stürzen. Vor allem bei einem namhaften Verein.

Und nein, ich bin kein blinder Fußballfanatiker/-romatiker o.Ä., mir geht der "moderne" Fußball mit seinem "Getue", und dem ganzen Hype drumherum ziemlich auf dem Keks.

@Mischpoke West 13:17

">>> Die Tour de France nennt man nicht ohne Grund auch Apothekenrundfahrt. <<<
.
oder "Spritztour"

Diese Art Sarkamus mag ich!

Aber das ist genau, was ich meinte: Es ist, auch durch einige Aussteiger, inzwischen bekannt, wie unglaublich weit verbreitet das Doping bei der Tour de France und im Spitzenradsport allgemein ist. Das ist aber nicht auf positive Dopingtests zurückzuführen.
Deshalb sind fehlende positive Tests im Fußball leider kein Argument.

Danke an den User für den Hinweis, dass es im Zusammenhang mit Fuentes war, dass erstmalig bekannt wurde, dass auch Fußballer unter seinen Kunden waren.

Es hat sich im Fußball einfach noch kein Ehemaliger getraut, mal auszupacken.

@ DrBeyer

>>> Das war für den Hund toll, weil lebensqualitäterhöhend, für mich aber im Hinblick auf den Sport, in dem Anabolika ja gang und gäbe sind, wirklich schockierend anzusehen. <<<
.
Mein Hund bekam die letzten Lebensjahre auch Tabletten für das Herz. Wir hatten auch den Eindruck das diese relativ schnell wirkten und sie fitter wirkte. Aber sie hatte ja eben auch eine Herzschwäche. Wurde trotzdem 16 Jahre alt.
Und um die Kurve zu bekommen zum Thema:
Wirken Medikamente bei gesunden Sportlern ähnlich effektiv wie es im Krankheitsfall der Fall wäre?
Wenn ich Nasenspray nehme ohne Schnupfen, bekomme ich trotzdem nicht besser Luft. Aspirin nehmen ohne Schmerzen? Wo ist der Effekt?
Es wurden ja auch schon Sportler des Dopings verdächtigt die nachweislich davor krank waren und Medikamente nehmen mussten. Wo fängt Doping an?

@ covid-strategie

Ironman ist Extremsport, Fussball ist der mit Abstand populärste Breitensport und Kinder fangen schon früh damit an.

Extremsport und Leistungssport sind fast nie "Gesundheitssport", da gibt es fast immer erhöhten Verschleiß und/oder Verletzungsgefahr. Wenn das ein Erwachsener bewusst eingeht ist das doch was anderes als wenn wir viele Millionen kleine Kinder in Europa und weltweit ins Kopfballtraining schicken, meistens ohne uns überhaupt der Gefahren bewusst zu sein.

13:53 von covid-strategie / @schabernack

«Es überrascht mich aber. Ihren sonstigen Kommentaren nach zu urteilen, hätte ich sie für einen alt68er gehalten, also deutlich Ü70…»

Nein … ich bin kei Alt-68-er … aber ein Jung-65-er.

14:19 von Mischpoke West

«Aspirin nehmen ohne Schmerzen? Wo ist der Effekt?»

Blutverdünnung bei Aspirin.
Pro Zeiteinheit prinzipiell mehr "Blutdurchlauf".
Mehr Blutdurchlauf, mehr Sauerstofftransport zu den Muskeln.
Mehr Sauerstoff in den Muskeln, mehr Leistung.

Das Spiel heißt Fuß-, nicht Kopfball

"In England hat die Diskussion über die Gefahr von Kopfbällen längst begonnen. Fünf Spieler der legendären englischen Weltmeistermannschaft von 1966 sind an Demenz erkrankt, vier verstorben. Zufall scheint es nicht zu sein"

Dazu ist diese Häufung jedenfalls zu häufig. Unabhängig von Studien wäre hier auch die Klärung der Frage aufschlussreich, wie es diesbezüglich bei den ehemaligen Spielern der Weltmeisterschaftsmannschaften anderer Länder aussieht.

@ schabernack

>>> Blutverdünnung bei Aspirin. <<<
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Dann habe ich wohl selber schon gedopt ...
Und hilft auch gegen die Kopfschmerzen beim Kopfball ;)

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