Ihre Meinung zu: China schickt Kampfflugzeuge Richtung Taiwan

3. Oktober 2021 - 9:10 Uhr

Erneut haben chinesische Kampfjets für Aufregung in Taiwan gesorgt. 39 Maschinen drangen nach taiwanischen Angaben in die Luftverteidigungszone ein - offenbar eine Machtdemonstration kurz vor dem Nationalfeiertag.

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Nun der Begriff

Nun der Begriff "Verteidigungszone" sugeriert das die das eigene STAALICHE Hoheheitsgebiet ist.
Im militärischen Sinne ist es jedoch das Gebiet DAVOR - bei einer Insel die See z.T. seit ausserhalb der XX Seemeilen-Zone
oder
bei benachbarten Staaten (gemeinsame Landes- oder Seegrenze) ein Gebiet im jeweils anderen Staat.
Wenn z.B. im FREIEN Luftraum der Ostsee (zig km von den Seegrenzen der Anreinerstaaten weg) sich ein russischer Bomber befindet - betrachtet die NATO dieses Flugzeug als eingedrungen in die "Verteidigungszone" und sendet Abfangjäger hoch.
Das gleiche Spiel fand übrigens während des Kalten Krieges an der innderdeutschen Grenze statt!
Es reicht also für Taiwan schon aus wenn sich Flugzeuge der VR China auf offener See befinden um von so einem "Eindringen" zu sprechen.
--
Also den Ball bitte ganz flach halten und nicht anderes genau das vorwerfen was man seit Jahrzehnten selbst gemacht hat und noch immer macht

Politik statt Überzeugung

"Taiwan erklärt dagegen, es sei ein unabhängiger Staat und werde Freiheit und Demokratie verteidigen. Die Inselrepublik wird international nur von sehr wenigen Staaten anerkannt. Zu den wichtigsten Unterstützern Taiwans zählen die USA. Sie liefern unter anderem moderne Waffensysteme."

Woran man sieht, dass die USA nicht aus Überzeugung sondern nach ihrem aktuellen Interesse handeln.
1979 akzeptierte man die 1-China-Politik wie zuvor die meisten anderen Länder der Welt und brach seine diplomatischen Beziehungen ab. Nun wird aufgrund der Stärke Chinas bzw. des daraus resultierenden neuen Feindbildes das Gegenteil getan.
Die Provokationen bedingen sich gegenseitig. Solange 1-China funktionierte und nicht von aussen in Frage gestellt wurde konnte man in Taiwan aber auch in Hongkong relative Freiheit ohne Bedrohung geniessen.

die Taiwan-Frage wird nicht veschwinden

letztlich gehört Taiwan zu China. Der Westen sollte statt amerikansicher Eskalation den Weg des internationalen Rechts gehen und gewisse demokratische und rechtsstaatliche Standards mit China aushandeln, insb. vor dem Hintergrund der chinesischen Subversion demokratischer Standards in Hongkong. Die US-amerikansiche militärische Eskalationspolitik dagegen wird erfolglos bleiben oder uns in den allg. nuklearen Zivilisationsuntergang führen. Gerade die USA ignorieren internationales Recht und sind deshalb in keiner Weise moralisch berechtigt, China zu konfrontieren (die USA sollten erst einmal den internationalen Gerichtshof akzeptieren, sich seinen Verdikten unterwerfen und die Blockade der Welthandelsorganisastion beenden).

Sprücheklopferei aus Peking

AmTage der Deutschen Einheit, erreicht in Frieden und Freiheit, tut es gut auch mal nach zu denken über eine genau gegenteilige Entwicklung, die immer drastischere Entwicklung zwischen Taiwan und China. Von kriegerische Worte über kriegerische Scheinangriffe und Drohungen zum wirklichen Krieg. Wird er kommen, wann wird er kommen und wie wird er kommen.

Bei al den "weisen Worten" aus China, Ratschlägen und vor allem Besserwisserei der ganzen Welt gegenüber ist man dann doch erstaunt das China nichts besseres zu tun weiss als primitive Drohgebärden Taiwan gegenüber. Und das soll eine friedfertige Nation sein, eine Nation die globale Beziehungen möchte, eine Nation die mit allen in Frieden leben will.

Mir is seit geraumer Zeit sehr deutlich geworden das genau dies China nicht kann und will. Dem ist Rechnung zu tragen.

@ Miauzi

Also den Ball bitte ganz flach halten und nicht anderes

Die Bitte geht vermutlich an China.

@ Olivia59

Woran man sieht, dass die USA nicht aus Überzeugung sondern nach ihren aktuellem Interesse handeln.

Ist das nicht normal? Was haben Sie denn erwartet? Welcher Staat handhabt das denn anders?

Taiwan wird international nicht anerkannt.

"Die Inselrepublik wird international nur von sehr wenigen Staaten anerkannt."

Wenn Taiwan international nicht anerkannt wird, gibt es auch keinen Grund, sich da einzumischen. Die wirtschaftlichen Interessen gehen halt vor.

PS: Wenn der größten Konkurrenten Chinas in fremden Lufträumen herumfliegt, ist das keine Meldung wert.

@10:34 von Olivia

„Woran man sieht, dass die USA nicht aus Überzeugung sondern nach ihren aktuellem Interesse handeln.“

Da Staaten keine Personen sind, können sie auch keine Überzeugung haben. Allerdings - vielleicht meinen Sie das - hat Herr Biden gewiss irgendwelche Überzeugungen. Solange er Ihnen die aber nicht mitteilt, kennen Sie die nicht und können nur wild spekulieren.
Ansonsten: es ist zu hoffen, dass alle regierenden Politiker im jeweiligen - also aktuellen - Interesse der Staaten handeln, die sie vertreten. Und das werfen Sie diesen Politikern vor, oder wie ist Ihr Beitrag zu verstehen?

Das Verhältnis der chinesischen Führung...

...zu Positionen, die nicht mit der eigenen übereinstimmen, ist glasklar: Sie werden nicht akzeptiert. Dabei werden, je nachdem, wie riskant es ist, mal mehr, mal weniger aggressive Maßnahmen dagegen ergriffen.
In Hong Kong oder Xinjiang kann man sehen, wie weit das geht, wenn Peking praktisch kein Risiko ernsthafter Konsequenzen sieht.
Im Bezug auf Taiwan arbeitet man seit Jahren daran, das Risiko zu verringern. Bis eines Tages die Folgen einer Invasion als nicht mehr inakzeptabel riskant eingeschätzt werden. Und wenn man sich die chinesische Politik und die Abhängigkeit von China's Wirtschaft in großen Teilen der Welt realistisch ansieht, ist dieser Zustand innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre erreicht.
Da die Pläne für die Invasion ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden dürften, kann es dann jeden Tag losgehen. Vielleicht schon nach den Winterspielen.

Niemand wird wegen Taiwan einen Krieg mit China führen.

::::Kampfflugzeuge Richtung Taiwan:::

Das ist genau die Sorte von Konflikten auf der Wartebank, die uns auch in den kommenden Jahrzehnten beschäftigen und die Welt in Atem halten werden (Israel/Palästina, Ukraine, Jemen, Iran, es werden immer mehr) lauernde Brandlöcher in unserer zur Solidarität verpflichteten Menschenwelt.
Eigentlich können wir uns diese Art "Ablenkungsmanöver" gar nicht leisten, tun es aber gleichwohl, weil hier so vieles unausgegoren ist.
Was Chinas Motive bezüglich Taiwan z. B. mit ordentlichem sozialistischem Internationalismus zu tun haben weiß der Gulp.

@10:43 von friedrich peter

"Bei al den "weisen Worten" aus China, Ratschlägen und vor allem Besserwisserei der ganzen Welt gegenüber ist man dann doch erstaunt das China nichts besseres zu tun weiss als primitive Drohgebärden Taiwan gegenüber. Und das soll eine friedfertige Nation sein, eine Nation die globale Beziehungen möchte, eine Nation die mit allen in Frieden leben will."

Chiang Kai-shek´s Gattin war bereits damals auf Kriegswerbetour in den USA, um Rüstung für die Rückeroberung ganz Chinas zu besorgen. Heute liefert man endlich die hochmodernen Waffen um wenigstens die Spaltung von China abzusichern. Das China dieser Entwicklung nach jahrzehntelanger Ruhe nicht tatenlos zusehen kann ist nachvollziehbar. Hoffentlich bleibt es lediglich beim Austausch von Provokationen.

@ Miauzi

Es reicht also für Taiwan schon aus wenn sich Flugzeuge der VR China auf offener See befinden um von so einem "Eindringen" zu sprechen.

Ja. Beim Eindringen fremder Jets in eine Sicherheitszone, so dass die Luftverteidigung alarmiert wird. Das kann ich gut nachvollziehen. Was haben Sie dagegen? Jedem Staat steht so eine Sicherheitszone zu.

10:42 von AufgeklärteWelt

>>Der Westen sollte statt amerikansicher Eskalation den Weg des internationalen Rechts gehen und gewisse demokratische und rechtsstaatliche Standards mit China aushandeln, insb. vor dem Hintergrund der chinesischen Subversion demokratischer Standards in Hongkong.<<

Das ist aber sehr 'blauäugig' gedacht. Wenn es um territoriale Ansprüche geht oder um die 'innere Sicherheit' ist China mit Herrn Xi Jinping genau so verhandlungsbereit wie die Taliban. China mit seiner alles beherrschenden Partei betrachtet den Westen als Menschen zweiter Wahl, nur dazu da um Profit zu machen. Mit Xi Jinping wird es eskalieren, leider.

Chinas nettes Lächeln und knallharte Politik

Die chinesische Linie ist klar ersichtlich: man lächelt, man weiß höflich, aber bestimmt zu sein und man zeigt bei Bedarf die Zähne. Charmeoffensive und ein lächelndes Gesicht gehören zum ersten Schritt- das lächelnde Gesicht ist eine Form der unverzichtbaren Etikette in der chinesischen Kultur und Gesellschaft. China hat Geschmack an dieser Kultur politischer Botschaften auch in der Welt gefunden. Manche fallen darauf herein und lassen gesunde Skepsis vermissen. Taiwan, das chinesische Meer und manch andere Region sind strategische Bollwerke. China hält die Knute bereit. Und man kann erwarten, dass ein Volk von Mrd. Menschen genug Schlagkraft aufbringt, im richtigen Moment durchzugreifen. Der Handel ist dabei eine Art, seine Politik voranzutreiben. Aber militärische und erpresserische Methoden gibt es genug. Die Krim und Russland haben es an anderer Stelle gezeigt, was autoritäre Staatsführungen wagen. Und oft auch damit durchkommen. China vertraut, kontrolliert aber lieber.

Am 03. Oktober 2021 um 10:43 von friedrich peter...

Zitat:
"...Mir is seit geraumer Zeit sehr deutlich geworden das genau dies China nicht kann und will. Dem ist Rechnung zu tragen..."

Das ist nur die halbe Wahrheit, denn...

Die US-Regierung hat dem Verkauf von 66 F-16-Kampfjets an Taiwan zugestimmt. Wie das US-Außenministerium mitteilte, billigte Präsident Donald Trump das Rüstungsgeschäft mit einem Wert von acht Milliarden Dollar (etwa 7,2 Milliarden Euro). Dabei handle es sich um 66 Flugzeuge, 75 Triebwerke und andere Systeme.
USA verkauft Militärtechnik an Taiwan und Binden macht so weiter.
Die Vereinigten Staaten liefern der Inselrepublik Rüstungsgüter auf der Grundlage des “Taiwan Relations Act” (TRA) von 1979.

Kein Drama machen

Es handelt sich lediglich um den Verteidigungsluftraum TWs, der sich außerdem zu großen Teilen auch auf die südchin. Provinzen Guangdong, Fujian und das südl. Zhejiang & damit auf festländisches Gebiet bezieht. Daran sieht man, dass dieser Verteidigungsluftraum völlig willkürlich von TW beansprucht wird & nicht von internationalem Recht gedeckt ist. Demnach verletzt ein chin. Kampfflugzeug bereits dann die ADIZ TWs, wenn es in Fuzhou, Quanzhou oder Xiamen startet!

Überdies vergisst man mithin, dass dann ja auch die VR ein Anrecht auf einen Verteidigungsluftraum hätte, der sich dann natürlich auch über TW erstrecken müsste, was er aber tatsächlich nicht tut. Nach Karten der ADIZ im ostasiat. Raum beschränkt sich die VR chin. ADIZ auf die eigene Seite der Taiwanstraße & ansonsten eben die südchin. Inseln sowie die Senkaku-Inseln & damit allenfalls in Überschneidung mit der jap. ADIZ.

Taiwan gehört dagegen nicht zur festländischen ADIZ. Immerhin! So fair ist man in Peking!

Aufregung um Provokationen

deren einziger Zweck (von Sinn kann hier ja wohl nicht wirklich die Rede sein) die Durchsetzung von (illegitimer) Machtansprüche Einzelner durch die „Demonstration“ ihrer physischen Macht ist:

„Erneut haben chinesische Kampfjets für Aufregung in Taiwan gesorgt. 39 Maschinen drangen nach taiwanischen Angaben in die Luftverteidigungszone ein - offenbar eine Machtdemonstration kurz vor dem Nationalfeiertag“

Es wäre angesichts der heutigen wirklichen (und existenziellen) Bedrohungen der Existenzgrundlage aller Menschen dringend an der Zeit, mal darüber nachzudenken, ob die auf die „Beschäftigung“ („Aufregung“) mit wohlkalkulierten Provokationen um ihren Machterhalt besorgter Despoten verschwendete Zeit und Energie nicht besser auf gemeinsame Überlegungen (natürlich ebenfalls aller Menschen) dazu, wie diese Bedrohung mit vereinten Kräften abwenden können verwendet bzw. in diese „investiert“ wäre.

@ Olivia59

Solange 1-China funktionierte und nicht von aussen in Frage gestellt wurde konnte man in Taiwan aber auch in Hongkong relative Freiheit ohne Bedrohung geniessen.

Also wir sind schuld, weil wir irgend etwas in Frage stellen? Quatsch.
Ich möchte, dass man auch in der VR China Freiheit und Demokratie genießen kann.

Am 03. Oktober 2021 um 10:58 von born in stasi-land

Zitat:
"...@ Miauzi
Also den Ball bitte ganz flach halten und nicht anderes

Die Bitte geht vermutlich an China..."

Sie haben aber eines vergessen; Die Geschichte Taiwans und...
>Die Vereinigten Staaten liefern der Inselrepublik Rüstungsgüter auf der Grundlage des “Taiwan Relations Act” (TRA) von 1979.<

@friedrich peter... - Was wollen Sie tun?

10:43 von friedrich peter...:
"[...] Und das soll eine friedfertige Nation sein, eine Nation die globale Beziehungen möchte, eine Nation die mit allen in Frieden leben will."
> Ich sage es mal so: China setzt seine nationalen Interessen friedlicher durch als so manche andere Großmacht.

"Mir ist seit geraumer Zeit sehr deutlich geworden das genau dies China nicht kann und will. Dem ist Rechnung zu tragen."
> Wie genau stellen Sie sich das vor? Wollen Sie aufhören, Produkte aus China zu kaufen? Oder soll die Exportnation Deutschland ihre Wirtschaftsbeziehungen zu China beenden?

Was ist eine ADIZ

Liebe Journalistinnen und Journalisten,
bevor ihr nochmal was zu Festlandchinaflzgzeugen und dem Luftraum über Taiwan schreibt, macht euch mit der Bedeutung von ADIZ bekannt.
Und auf twitter @MoNDefense folgen.

Danach lassen sich auch fundierte, seriöse Artikel mit Hintergrundinformationen schreiben.

Viel Erfolg!

China mal die Grenzen aufzeigen

Die EU und andere westlich-demokratischen Nationen sollten endlich damit aufhören um China herumzutänzeln, und einheitlich Taiwan anerkennen. Was soll China tun, wenn es alle gemeinsam tun?

Das alle immer versuchen China blos nicht zu beleidigen, und stattdessen stets beschwichtigend, sich fasst schon unterwürfig gegenüber China anbiedern, ist bestimmt ein wichtiger Grund warum China so aggressiv auftritt und denkt sich alles erlauben zu können.

Das ist nicht mehr vertretbar, erst recht seit dem China eine Wende vollzogen hat und dabei ist alle Freiheiten einzuschränken und den totalitären Staat realität werden zu lassen.

In den Chinesischen Staatsmedien wird der Westen übrigens ununterbrochen verteufelt. Dieser Respekt den man im Westen gegenüber China praktiziert basiert nicht auf Gegenseitigkeit. Ganz im Gegenteil.

@born in stasi-land (10:58)

Man sollte nicht unterschätzen, wie viele Menschen die chinesische Politik insgeheim oder auch offen dafür bewundern, dass sie sich nicht zurückhält und nicht die Verantwortung für vergangene Fehler übernimmt, sich aber deutlich als allen anderen überlegen positioniert.

Also all das tut, was z.B. in Deutschland zumindest in der Öffentlichkeit als inakzeptabel gilt.

Karte zu den ADIZes in Ostasien

Hierzu noch eine Karte der FB-Gruppe "East Asian Studies"

tinyurl.com/3fveuyh7

Es ist schon leicht anmaßend, dass TW sogar einen Teil der südchinesischen Provinzen für sich als ADIZ veranschlagt (daran ändert auch nichts, dass die USA diesen Teil der ADIZ TWs "freundlicherweise" nicht anerkennen).

10:42 @AufgeklärteWelt

"letztlich gehört Taiwan zu China"

Dass man die Menschen in Taiwan vielleicht fragt was sie wollen scheint für sie nicht in Frage zu kommen.

Chinesische Machthaber werden sich freuen, dass ihr Anspruch auf Taiwan, wie auf Tibet, das südchinesische Meer... unterstützt wird.
Da gäbe es auch noch andere Reiche, die man auf diese Weise wiederbeleben und aufbauen könnte: Römisches Reich, Reich der Mongolen, Osmanisches Reich, Inkareich, Sowjetunion, Britisches Kolonialreich, Deutsches Reich...

Am 03. Oktober 2021 um 10:42 von AufgeklärteWelt

"letztlich gehört Taiwan zu China."

...... so wie Kasachstan oder das Baltikum zu Russland gehören, so wie Irland zu Großbritannien gehört, so wie Danzig und Posen zu Deutschland gehören, so wie der Balkan zum Osmanischen Reich (Nachfolger: Türkei) gehört, so wie Louisiana zu Frankreich gehört oder so wie Norwegen zu Schweden gehört.

Nur weil irgendwas mal zu irgendwem gehört hat, heißt das nicht, das das heute auch noch so ist.

Übrigens, auch die Mongolei könnte territoriale Ansprüche an ganz China stellen........aus der Zeit von Dschingis Khan.

Vollkommen übertrieben

Wie oben schon erwähnt, kann jeder selbst seine "Luftverteidigungszone" definieren.

Das taiwanesische Verteidigungsministerium hat auf Twitter das Eindringen der chin. Flugzeuge markiert.
https://tinyurl.com/6ut3vmjt

Das "Eindringen" war näher an China als an Taiwan.

Diese ADIZ (air defense identification zone) reicht bis weit ins chinesische Festland.
So könnte sich Taiwan schon beklagen, wenn die chin. Flugzeuge innerhalb Chinas unterwegs wären.

Das englische Wiki zu "ADIZ" behauptet, diese taiwanesische Zone wurde nach WK2 von den USA eingerichtet.
Vielleicht wäre es nach 70 Jahren mal Zeit, diese Luftverteidigungszone an die aktuelle Realität anzupassen.

Übrigens hat auch China eine solche Zone, die bis etwa Mitte der Straße von Taiwan reicht.
Wenn, wie in den letzten Jahren immer häufiger, US-Kriegsschiffe diese Straße durchfahren, sind sie manchmal ebenfalls innerhalb der chin. Luftverteidigungszone, aber noch in intern. Gewässern.
Wäre das nicht ebenfalls eine Provokation?

" 39 Maschinen drangen nach

"
39 Maschinen drangen nach taiwanischen Angaben in die Luftverteidigungszone ein
"
->
Die taiwanesische ADIZ reicht bis hinein nach Festlandchina.
Also in ein Gebiet, wo Taiwan so überhaupt nix zu melden hat.

Wo genau sind denn die chinesischen Jets in die taiwanesische Adiz voll provokativ eingedrungen?

Als die über Festlandchina flogen?
Als die über internationalen Gewässern flogen ?
Als die über chinesische Hoheitsgewässer flogen?
...keine Karte in der weder die taiwanenische ADIZ eingezeichnet ist, noch die Flugrouten der Jets, aber dafür im Header "China provoziert mit Kampfjets"...

"
Taiwan erklärt dagegen, es sei ein unabhängiger Staat und werde Freiheit und Demokratie verteidigen.
"
->
Wann hat Taiwan denn sich ganz offiziell für unabhängig erklärt & den Anspruch auf ganz China aufgegeben?

@ 11:02 von Olivia59 --- Das ist die Logik der Diktatur

"Solange 1-China funktionierte und nicht von aussen in Frage gestellt wurde konnte man in Taiwan aber auch in Hongkong relative Freiheit ohne Bedrohung geniessen."

Sie machen sich die Logik der Diktatur zu eigen.

In Taiwan konnten die Menschen noch NIE die Freiheit ohne Bedrohung genießen. Ohne starke Verteidigungskräfte und die Unterstützung durch die USA hätte die Volksrepublik China die Insel längst überrannt und ihr Herrschaftsgebiet einverleibt.

Den chinesischen Kommunisten ist das Beispiel einer freiheitlichen Gesellschaft von Chinesen (welche im Übrigen die Taiwanesen nicht durchgängig sind), die ohne die KPCh große Freiheit, demokratische Wahlen und mehr Wohlstand genießen, einfach ein Dorn im Auge. Ein Beispiel, das der eigenen Bevölkerung zeigt, wie es besser geht, bedroht den totalitären Machtanspruch der KP.

@friedrich peter

"Und das soll eine friedfertige Nation sein, eine Nation die globale Beziehungen möchte, eine Nation die mit allen in Frieden leben will.
Mir is seit geraumer Zeit sehr deutlich geworden das genau dies China nicht kann und will. Dem ist Rechnung zu tragen."

Wenn Sie den Zeitraum genauer betrachten, wird Ihnen auffallen, dass die chin. Drohgebärden in dem Maße zugenommen haben, wie auch die US-Einmischung vor Chinas Grenzen zugenommen hat.
Das reicht von Rüstungslieferungen nach Taiwan über den Ausbau von US-Stützpunkten in der Region bis hin zu verstärkten militärischen "Übungen" in direkter Nachbarschaft zu China.

Zum Frieden gehören immer zwei, und die müssen beide die Füße stillhalten.

China und seine Wirtschaft sind auf freie (See-)Handelswege angewiesen. Und überall um China herum tummelt sich US-Militär.
Ist es nicht verständlich und nachvollziehbar, dass China aufrüstet, v.a. die Marine?

@11:05 von born in stasi-land

"Olivia59 >>
Woran man sieht, dass die USA nicht aus Überzeugung sondern nach ihren aktuellem Interesse handeln.<<

Ist das nicht normal? Was haben Sie denn erwartet? Welcher Staat handhabt das denn anders?"

Wenn es um Gebietsstreitigkeiten geht sollte man zumindest so tun als wenn man seine Einschätzung auf die historische Entwicklung und objektive internationale Massstäbe gründet. Da 3 mal die Position zu wechseln ist super unglaubwürdig.
Erst unterstützten die USA Chiang Kai-shek, dann 1979 Festlandchina in seiner 1-China-Politik und nun wieder Taiwan.

Totalitärer Überwachungsstaat gegen freiheitliche Demokratie

Die VR ist heute ein totalitärer Überwachungsstaat in einer Dimension, welche die Welt noch nicht gekannt hat. Die Totalüberwachung der Bürger hat Orwell'sche Ausmaße angenommen. Jeder Bürger bekommt nach einem Credit System eine Anzahl Punkte, welche ausmisst, wie systemkonform er ist. Davon machen die Herrscher das persönliche Wohlergehen der Bürger abhäng, im Beruf, bei der Zulassung zum Studium und bei materiellen Dingen. Das ist Machtmissbrauch, wie ihn nur eine Diktatur hinbekommt.

Demgegenüber steht Taiwan, das den Menschen im Laufe seiner Entwicklung zum demokratischen Staat nun Freiheiten, Bürgerrechte und persönliche Lebensplanung ermöglicht.

Auch 39 Flugzeuge, die provozierend in den Luftraum von Taiwan eindringen, machen es in der Gegenüberstellung für die VRCh nicht besser.

@11:06 von Egleichhmalf

„Olivia: >>Woran man sieht, dass die USA nicht aus Überzeugung sondern nach ihren aktuellem Interesse handeln.<<

Da Staaten keine Personen sind, können sie auch keine Überzeugung haben. Allerdings - vielleicht meinen Sie das - hat Herr Biden gewiss irgendwelche Überzeugungen. Solange er Ihnen die aber nicht mitteilt, kennen Sie die nicht und können nur wild spekulieren."

Wortklauberei. Es ist doch für jeden offensichtlich, dass die USA bzw. Herr Biden heute erneut Taiwan unterstützt.

"Ansonsten: es ist zu hoffen, dass alle regierenden Politiker im jeweiligen - also aktuellen - Interesse der Staaten handeln, die sie vertreten. Und das werfen Sie diesen Politikern vor, oder wie ist Ihr Beitrag zu verstehen?"
Das gilt nicht in Bezug auf Gebietsansprüche. Hier nicht nach internationalen Massstäben sondern eigenen Interessen zu handeln schürt kriegerische Konflikte die die UN unterminieren.

@Tinkotis

"Und wenn man sich die chinesische Politik und die Abhängigkeit von China's Wirtschaft in großen Teilen der Welt realistisch ansieht, ist dieser Zustand innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre erreicht.
Da die Pläne für die Invasion ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden dürften, kann es dann jeden Tag losgehen. Vielleicht schon nach den Winterspielen."

Gerade in US-, UK- und australischen Medien fällt mir in letzter Zeit auf, dass genau dieser angeblich unausweichliche Krieg mit China immer häufiger diskutiert wird.

Und meist sind es immer dieselben einseitigen Behauptungen, Spekulationen und Vorwürfe, die von den üblichen verdächtigen Kriegstreibern wiederholt werden.
Das sollte uns viel mehr Sorgen machen, als wenn China sein altes Militärgerat aus Sowjettagen erneuert.
Denn nach der Dämonisierung folgt meist irgendein Vorwand, um tatsächlich militärisch aktiv zu werden. Und kein anderes Land war häufiger an dieser Kriegstreiberei beteiligt wie die USA.

offenbar eine Machtdemonstration ?

Die Menschen müssen sich rechtzeitig auf die neuen Machtverhältniss in der Welt einstellen.

Wir können da nur Angstvoll zuschauen.

USA wichtigster Unterstützer Taiwans

"Die Inselrepublik wird international nur von sehr wenigen Staaten anerkannt. Zu den wichtigsten Unterstützern Taiwans zählen die USA."

Wobei der Hinweis fehlt, daß die USA Taiwan auch nicht anerkennen und auf Taiwan keine Botschaft, sondern nur ein "Kulturbüro" unterhalten.

@ 11:28 von Nachfragerin --- Vasallen-Logik

"Ich sage es mal so: China setzt seine nationalen Interessen friedlicher durch als so manche andere Großmacht."

Das sagen Sie falsch. China setzt seine Machtansprüche durch die Bedrohung mit seiner übergroßen Militärmacht durch. Sei es bei der Besetzung und Besatzung der Spratly und Paracel-Inseln. Oder sei es durch entsandte Polizeikräfte, welche den Unterdrückungsapparat in Honkong gegen die für Demokratie und Freiheit demonstrierenden Bürger verstärken.

"Wollen Sie aufhören, Produkte aus China zu kaufen? Oder soll die Exportnation Deutschland ihre Wirtschaftsbeziehungen zu China beenden?"

Das ist Vasallen-Logik. Danach müssen sich also alle Nachbarn und Staaten dem Unrecht beugen, weil sie ansonsten mit wirtschaftlichen Nachteilen "bestraft" werden.

"In den Chinesischen

"In den Chinesischen Staatsmedien wird der Westen übrigens ununterbrochen verteufelt. Dieser Respekt den man im Westen gegenüber China praktiziert basiert nicht auf Gegenseitigkeit. Ganz im Gegenteil."

Respekt verdient man sich nur durch Leistung.

China schickt Kampfflugzeuge Richtung Taiwan....

Wie groß nun die taiwanesische Luftverteidigungszone ist, ist nicht bekannt. Entspricht sie dem staatlichen Hoheitsgebiet ?
Oder reicht diese Luftverteidigungszone bis in chinesisches Gebiet ?
Solange das nicht klar ist, sollte der Ball flach gehalten werden.

@11:27 von born in stasi-land

"Olivia59: >>Solange 1-China funktionierte und nicht von aussen in Frage gestellt wurde konnte man in Taiwan aber auch in Hongkong relative Freiheit ohne Bedrohung geniessen.<<

Also wir sind schuld, weil wir irgend etwas in Frage stellen? Quatsch.
Ich möchte, dass man auch in der VR China Freiheit und Demokratie genießen kann."

Mit Freiheit und Demokratie geht es aber zunehmend bergab, genau aus dem Grund den ich beschrieben habe. Was erreicht man denn mit äusserer Einmischung für die Menschen vor Ort ausser mehr Repression?
Auch wenn man meint für das "Gute" zu streiten kann man trotzdem nicht die Verantwortung für die reale Verschlechterung abgeben.

@12:05 von MehrheitsBürger

"Olivia: >>Solange 1-China funktionierte und nicht von aussen in Frage gestellt wurde konnte man in Taiwan aber auch in Hongkong relative Freiheit ohne Bedrohung geniessen.<<

Sie machen sich die Logik der Diktatur zu eigen.

In Taiwan konnten die Menschen noch NIE die Freiheit ohne Bedrohung genießen. Ohne starke Verteidigungskräfte und die Unterstützung durch die USA hätte die Volksrepublik China die Insel längst überrannt und ihr Herrschaftsgebiet einverleibt."

Sie widerlegen sich ´ selbst. Taiwan war noch nie so hochgerüstet gewesen wie heute und trotzdem war es nie so bedroht wie heute. Die 1-China-Politik war quasi ein Stillhalteabkommen für alle Seiten – China war vor allem wichtig seinen Anspruch nicht zu verlieren. Die Unabhängigkeitsbestrebungen sind deshalb fatal.

@Egleichhmalf - nationale Interessen

11:06 von Egleichhmalf:
"Ansonsten: es ist zu hoffen, dass alle regierenden Politiker im jeweiligen - also aktuellen - Interesse der Staaten handeln, die sie vertreten."

Genau das tut die chinesische Regierung.

"Ich möchte, dass man auch in

"Ich möchte, dass man auch in der VR China Freiheit und Demokratie genießen kann."

Und wie wollen Sie Ihre Wünsche durchsetzen?

11:02, Olivia59

>1979 akzeptierte man die 1-China-Politik wie zuvor die meisten anderen Länder der Welt und brach seine diplomatischen Beziehungen ab. Nun wird aufgrund der Stärke Chinas bzw. des daraus resultierenden neuen Feindbildes das Gegenteil getan.<<

Taiwan und die USA waren immer verbündet. Auch wenn es keine offiziellen diplomatischen Beziehungen gab und auch heute nicht gibt.

>>Die Provokationen bedingen sich gegenseitig. Solange 1-China funktionierte und nicht von aussen in Frage gestellt wurde konnte man in Taiwan aber auch in Hongkong relative Freiheit ohne Bedrohung geniessen.<<

Hongkong und Taiwan lassen sich nun wirklich überhaupt nicht vergleichen.

11:42 von Marmolada

Bin da zu 100% bei ihnen.

11:23 von Postquestioner

Das ist nur die halbe Wahrheit, denn...

Eine halbe Wahrheit gibt es genauso wenig, wie es keine halbe Schwangerschaft gibt.

10:42, AufgeklärteWelt

>>Gerade die USA ignorieren internationales Recht und sind deshalb in keiner Weise moralisch berechtigt, China zu konfrontieren (die USA sollten erst einmal den internationalen Gerichtshof akzeptieren, sich seinen Verdikten unterwerfen und die Blockade der Welthandelsorganisastion beenden).<<

Sie wissen aber schon, daß China den internationalen Gerichtshof ebenfalls nicht akzeptiert, und daß die Blockade der WTO mit dem Ende der Trumpregentschaft Geschichte ist?

Wer Weltpolitik mit moralischen Maßstäben verstehen will, kann nur scheitern.

@ 12:10 AlterSimpel --- Gleichsetzung Diktatur und Demokratie

"Wenn Sie den Zeitraum genauer betrachten, wird Ihnen auffallen, dass die chin. Drohgebärden in dem Maße zugenommen haben, wie auch die US-Einmischung vor Chinas Grenzen zugenommen hat."

Das fällt nur Sympathisanten der chinesischen Diktatur auf.
Ansonsten gilt, dass das freie Taiwan selbstverständlich Verteidigungsgüter kaufen kann, von wem und soviel es will.

"China und seine Wirtschaft sind auf freie (See-)Handelswege angewiesen. Und überall um China herum tummelt sich US-Militär. "

Die gesamte Welt ist auf freie Handelswege angewiesen.
Die Bedrohung von Handelswegen geht von der VR im südchinesischen Meer aus, wo es sich mit einer Gewaltaktion die Spratly + Paracel-Inseln angeeignet hat, auf die es im Gegensatz zu den anderen südostasiatischen Anliegen keinen Anspruch hat.

"Ist es nicht verständlich und nachvollziehbar, dass China aufrüstet, v.a. die Marine?"

Nein, ist es nicht. Das Thema ist hier das Eindringen von VR-chinesischen Kampfflugzeugen in Taiwanesischen Luftraum.

"Doch es ist klar, ...

Zitat:
... dass die Fahrt der Bundeswehrfregatte ein Signal setzen soll gegen die chinesischen Machtansprüche in der Region."
https://www.tagesschau.de/inland/fregatte-bayern-101.html

Na? Wo hat sich unsere Fregatte "Bayern" denn gerade versteckt?

11:14, Olivia59

>>Chiang Kai-shek´s Gattin war bereits damals auf Kriegswerbetour in den USA, um Rüstung für die Rückeroberung ganz Chinas zu besorgen.<<

"Damals" ist über achtzig Jahre her.

Die chinesische Xi-Diktatur

Die chinesische Xi-Diktatur zeigt immer offener ihr häßliches Gesicht. Hier hilft nur, wenn Demokratien gemeinsam ihre Werte verteidigen und den globalen Machtanspruch der chinesischen Diktatur eindämmen. Ansonsten könnte die Scheibchen-Taktik Chinas aufgehen, Länder abhängig zu machen und dann zu erpressen. In Taiwan befindet sich das wichtigste und größte Halbleiterwerk der Welt, ohne dessen Produkte weltweit fast nichts gefertigt werden kann. Unter chinesischer Kontrolle böte dies weiteres Erpressungspotential. ( siehe: Kanada, Montenegro, Australien, afrikanische Staaten,... )

Der Westen hätte zumindest Respekt verdient

@ Tarek94:

Respekt verdient man sich nur durch Leistung.

Nein. Respekt bedarf keiner Voraussetzung. Der Westen bringt China Respekt entgegen und die chinesischen Staatsmedien verweigern dem Westen in ihrer propagandistischen Sicht den Respekt. Und das geht nicht.

12:25, werner1955

>>offenbar eine Machtdemonstration ?
Die Menschen müssen sich rechtzeitig auf die neuen Machtverhältniss in der Welt einstellen.

Wir können da nur Angstvoll zuschauen.<<

Es sind keine neuen, sondern uralte Machtverhältnisse, und ich habe überhaupt keinen Grund, angstvoll zu sein. Die Menschen in Taiwan oder in Hongkong sind da allerdings in einer etwas anderen Situation.

Ohne Opposition geht es nicht

In der chinesischen Öffentlichkeit fehlt eine kritische Debatte über die aggressive Außenpolitik völlig. Nicht einmal den Standpunkt Taiwans kann man in Peking irgendwo nachlesen.

Das geht doch nicht. Etwas mehr Selbstbewusstsein könnte ein so mächtiger Staat schon an den Tag legen. Statt dessen gibt es eine Zensur, die das eigene Volk völlig entmündigt.

China

Die werden das durchsetzen , was sie für richtig halten und ohne besondere Rücksicht zu nehmen !

11:51 von AlterSimpel

«Diese ADIZ (air defense identification zone) reicht bis weit ins chinesische Festland. So könnte sich Taiwan schon beklagen, wenn die chin. Flugzeuge innerhalb Chinas unterwegs wären.

Das englische Wiki zu "ADIZ" behauptet, diese taiwanesische Zone wurde nach WK2 von den USA eingerichtet. Vielleicht wäre es nach 70 Jahren mal Zeit, diese Luftverteidigungszone an die aktuelle Realität anzupassen.»

Diese diversen ADIZ machen eigentlich nur in Südostasien Probleme.
Island hat auch eine ADIZ, niemand ereifert sich um die.
Festgelegte Internationale Standards zu ADIZ gibt es keine.

Die ADIZ von Japan wurde nach WK2 erst mal von den USA definiert. Schon längst macht das JAP alleine. Die ADIZ überschneiden sich. TAIW, S-KOR, JAP macht die gegenseitige Überschneidung nichts aus.

CHN + RUS erkennen die ADIZ von JAP nicht an.
Immer geht es um Inseln, die wer beansprucht.
CHN Senkaku, RUS einige Kurilen.
JAP sieht alle diese Inseln als JAP-Territorium.

Solche Streiterei endet nie.

/// Am 03. Oktober 2021 um

///
Am 03. Oktober 2021 um 12:25 von werner1955
offenbar eine Machtdemonstration ?

Die Menschen müssen sich rechtzeitig auf die neuen Machtverhältniss in der Welt einstellen.

Wir können da nur Angstvoll zuschauen.///
.
Lieber rot als tot ?
Nein, das wäre die völlig falsche Strategie. Demokratie muss verteidigt werden. Also, nicht " Angstvoll zuschauen ", sondern ein Bündnis vieler Demokratien als Gegenpol zur chinesischen Diktatur herstellen. Demokratie-Einzelkämpfer werden wenig Chancen haben. Xi will anscheinend den show-down.

@ Olivia59

Mit Freiheit und Demokratie geht es aber zunehmend bergab, genau aus dem Grund den ich beschrieben habe.

Sie würdigen die Demokratie und die demokratischen Werte herab. Das finde ich nicht fair und nicht klug.

Natürlich darf man sich im Prinzip in der Demokratie auf die Gegenseite schlagen. Umgekehrt geht das bekanntlich nicht.

@12:32 von Bernd Kevesligeti

"Wie groß nun die taiwanesische Luftverteidigungszone ist, ist nicht bekannt. Entspricht sie dem staatlichen Hoheitsgebiet ?
Oder reicht diese Luftverteidigungszone bis in chinesisches Gebiet ?
Solange das nicht klar ist, sollte der Ball flach gehalten werden."

Ich gehe davon aus, dass es sich um keine Verletzung des Taiwanesischen Luftraums handelte. Insofern Business as usual. Das ganze ist hier aufgebläht. Warum wohl?

@12:29 von MehrheitsBürger

"Das ist Vasallen-Logik. Danach müssen sich also alle Nachbarn und Staaten dem Unrecht beugen, weil sie ansonsten mit wirtschaftlichen Nachteilen "bestraft" werden."

Die Methode der Sanktionspolitik ist ja wohl anderswo beheimatet.

@ Miauzi

Ich glaube, Sie verwechseln hier was!

Wer mit atomtragenden Bombern an der Grenze zum Nachbarland Luftmanöver veranstaltet, handelt aggressiv.

Die regelmäßigen Gebietsansprüche Chinas sind doch nicht zu übersehen. Das betrifft übrigens nicht nur Taiwan sondern die gesamte Region.

Langfristig, so denke ich, wird China Taiwan gewaltsam annektieren. Und die übrige Welt schaut so, um einen globalen Krieg zu vermeiden.

@ 12:38 von Olivia59 --- Entlarvende Logik

"Taiwan war noch nie so hochgerüstet gewesen wie heute und trotzdem war es nie so bedroht wie heute. "

Das ist eine in sich verquere Logik.

Sie bestätigen, vermutlich ungewollt, die Richtigkeit meiner Argumentation. Zum eine geben Sie die Bedrohung des freiheitlichen Taiwan zu. Warum wird es bedroht ? Nicht weil es dem Riesen VR militärisch gefährlich werden könnte, (das wäre lächerlich) sondern weil es mit seinen Verteidigungsstreitkräften seine demokratische Unabhängikeit gegen die Diktatur bewahren kann. Das ist den KP-Herrschern der VR ein Dorn im Auge.

Deswegen fliegen sie durch den Luftraum des freien Taiwan.

"Das ist Vasallen-Logik.

"Das ist Vasallen-Logik. Danach müssen sich also alle Nachbarn und Staaten dem Unrecht beugen, weil sie ansonsten mit wirtschaftlichen Nachteilen "bestraft" werden."

Tagesschau, 15.02.2021: "Asiatische Chiphersteller dominieren(...) Europäer weit abgeschlagen"

"Der Westen" ist (teilweise durch eigenes Verschulden) durch seine Abhängigkeit überhaupt nicht in der Lage Forderungen zu stellen.

@MehrheitsBürger - Das Recht des Stärkeren

12:29 von MehrheitsBürger:
"Das sagen Sie falsch. China setzt seine Machtansprüche durch die Bedrohung mit seiner übergroßen Militärmacht durch."
> Sie sagen es: China droht. Im Gegensatz zu manch anderer Großmacht führt es aber keine offenen Kriege. Meine Behauptung, dass China friedlicher wäre, ist also richtig.

"Das ist Vasallen-Logik. Danach müssen sich also alle Nachbarn und Staaten dem Unrecht beugen, weil sie ansonsten mit wirtschaftlichen Nachteilen 'bestraft' werden."
> Genau so läuft es. Aber auch bei dieser Politik aus Sanktionen und militärischem Druck würde ich nicht China an erster Stelle nennen.

Hoffnung

10:42 von AufgeklärteWelt

" ... (die USA sollten erst einmal den internationalen Gerichtshof akzeptieren, sich seinen Verdikten unterwerfen ... )"

Ihr Wort in Gottes Ohr!

Bei den heutigen Preisen

Bei den heutigen Preisen eines Kampfjets müßte sich doch unsere Regierung zwingend überlegen, ob sie die immer noch gezahlte Entwicklungshilfe für China, von ich glaube 650 Millionen Euro jährlich, nicht entsprechend erhöhen müßte. Ansonsten bliebe die Gefahr, dass China weiterhin Taiwan mit nur 39 Kampfjets bedrohen kann.
Unvorstellbar was hier abgeht!

danke

@ 10:29 von Miauzi

danke für den aufklärenden Beitrag.

Taiwan ist unabhängig

@ Olivia59:

China war vor allem wichtig seinen Anspruch nicht zu verlieren.

China hat keinen Anspruch auf Taiwan. Wo sollte der herrühren?
Merkwürdig, dass China hier so engagierte Fürsprecherinnen hat.


Die Unabhängigkeitsbestrebungen sind deshalb fatal.

Unabhängigkeit kann nicht fatal sein. Taiwan gehört den Menschen, die dort leben. Taiwan ist demokratisch und nicht der Untertan einer fernen Parteidiktatur in Peking.

China/Taiwan-Konflikt...

Die Regierung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und erkennt dessen demokratisch gewählte Regierung nicht an.

###

Wieviele Nationen erkennen Taiwan überhaupt als Eigenständigen Staat an ? Deutschland hat es doch auch noch nicht anerkannt, oder etwa doch ?

...ttestEineMeinung @03. Oktober 2021 um 10:42 von Aufgeklärte

"die Taiwan-Frage wird nicht veschwinden

letztlich gehört Taiwan zu China. Der Westen sollte statt amerikansicher Eskalation den Weg des internationalen Rechts gehen und gewisse demokratische und rechtsstaatliche Standards mit China aushandeln!..."

Ja, die Taiwan-Frage wird nicht verschwinden.

Aber die Aushandlung demokratischer und rechtsstaatlicher Standards ist auch schon im Falle Hongkongs geschehen - das Ergebnis sehen wir jetzt.

Und ob die Taiwanesen zu China gehören WOLLEN und mit welchen Regelungen, sollten sie selbst entscheiden - das Land ist lange genug eigenständig.

Ja, wir haben eigene Interessen und die taiwanesische Elektronikindustrie unter Kontrolle des gegenwärtigen chinesischen Regimes wäre zumindest mittelfristig ein Problem.

Aber wir können nicht nur in modernen Demokratien den Menschen ihre Rechte zugestehen und im Rest der Welt die Diktatoren fragen, was die Bürger zu wollen haben.

Auf Kommentar antworten

Am 03. Oktober 2021 um 11:02 von Olivia59

Zu den wichtigsten Unterstützern Taiwans zählen die USA. Sie liefern unter anderem moderne Waffensysteme.

###

Also aus wirtschaftlichen und Strategischen Gründen...

@ Tarek94 (12:43): Das kann nur die UNO durchsetzen

@ Tarek94

Das kann nur die UNO durchsetzen. Denn die Menschenrechte gelten für und gegen ALLE Menschen gleichermaßen. Das steht schon in den ersten beiden Artikeln der UN-Menschenrechts-Charta drin.

Von daher hat auch China sich an die Menschenrechte zu halten.

@12:44 von fathaland slim

">>Die Provokationen bedingen sich gegenseitig. Solange 1-China funktionierte und nicht von aussen in Frage gestellt wurde konnte man in Taiwan aber auch in Hongkong relative Freiheit ohne Bedrohung geniessen.<<

Hongkong und Taiwan lassen sich nun wirklich überhaupt nicht vergleichen."

Auch in Hongkong wurde durch Unabhängigkeitsbestrebungen und äusseren Einfluss (etliche Verlautbarungen westlicher Regierungen) der Status quo verändert. 1-China war wie bereits gesagt vor allem ein Stillhalteabkommen das so gesehen friedensdienlich war. Aus dem Auslieferungsgesetz in HK ist eine handfeste konfrontative geopolitische Lage erwachsen.

Am 03. Oktober 2021 um 11:42 von Marmolada

Sie haben vollkommen recht, nur wo und wann wollen sie eine Grenze ziehen? Ab wann zählt ein Staat als Staat historisch gesehen?
Es gibt heute kaum ein Land welches permanent in historischen Grenzen gewachsen ist. Wie wollen sie ubliche Verschmelzungen durch Heirat im Mittelalter bewerten.
Es gibt so viele Grenzen auf der Welt die strittig sind und politisch ausgenutzt werden.
Ja selbst Gesetze oder Regularien welche "Ansprüche" berechtigen sind so gummihaft und kompliziert das es mehr Streitigkeiten als miteinander provoziert. Gerade in einer Zeit immer knapper werdender Ressourcen

Sie tun es weil sie es können.

Der Kurs der Chinesischen Regierung ist Expansion, ich denke das liegt klar auf der Hand.

Die Europäer hängen am Fliegenfänger und sind heillos Desorientiert.
Wandel durch Handel hat hier überhaupt nicht funktioniert.

Vielleicht ist jetzt die Frage angebracht, ob uns Deutschland, bzw. Europa, dieser Welthandel, der ja eigentlich zum größten Teil mit China statt findet, nicht mehr schadet als nutzt, und ansonsten auch ziemlich einseitig den Chinesen Vorteile, uns jedoch zusätzlich Abhängigkeit bringt.

Abhängigkeit und die Unfähigkeit selbst Hightech zu entwickeln. Das sieht man gerade sehr schön an der Bundeswehr, welche nun Funkgeräte aus den 80er neu nachbauen lassen will, weil sie die Digitalisierung nicht hinbekommen.

So gesehen

@ 11:51 von AlterSimpel

"Wenn, wie in den letzten Jahren immer häufiger, US-Kriegsschiffe diese Straße durchfahren, sind sie manchmal ebenfalls innerhalb der chin. Luftverteidigungszone, aber noch in intern. Gewässern.
Wäre das nicht ebenfalls eine Provokation?"

Wenn (!) für alle die gleichen Maßstäbe gälten, dann wohl ja.

komische Interessen

@ Egleichhmalf:
"Ansonsten: es ist zu hoffen, dass alle regierenden Politiker im jeweiligen - also aktuellen - Interesse der Staaten handeln, die sie vertreten."

@ Nachfragerin:
Genau das tut die chinesische Regierung.

Im Interesse des chinesischen Staates ist es, mit 39 Kampfjets mal eben den Luftraum von Taiwan zu verletzen? Das ist jetzt nicht Ihr Ernst?

@13:03 von Joao Adelante

"Olivia: >>Mit Freiheit und Demokratie geht es aber zunehmend bergab, genau aus dem Grund den ich beschrieben habe<<

Sie würdigen die Demokratie und die demokratischen Werte herab. Das finde ich nicht fair und nicht klug.

Natürlich darf man sich im Prinzip in der Demokratie auf die Gegenseite schlagen. Umgekehrt geht das bekanntlich nicht."

Sie müssen der Unterstellung des anderen users nicht folgen. Mit keinem Wort habe ich mich gegen Demokratie ausgesprochen oder die Diktatur Chinas unterstützt.
Allerdings handelt sich hier um eine geopolitsche Dynamik und Gebietsansprüche, die mit der Verfasstheit der betroffenen Staaten sowieso nur wenig zu tun haben.
Aus Taiwans Demokratie erwächst jedenfalls kein Territorialanspruch.

@ Nachfragerin (132:16): Ihre Behauptung ist falsch

@ Nachfragerin

Nein, ihre Behauptung ist falsch. China betreibt ganz offenes Säbelrasseln, verstößt gegen die Menschenrechte

https://tinyurl.com/ypbh5u68
n-tv: Illegaler Fischfang mit Sklaven - Chinas grausam skrupelloser Hochsee-Raubzug 02.10.2021 12:48 Uhr – 02:44 min

und es ist damit zu rechnen, dass China sonst einen Einmarsch in Taiwan versucht wie es das auch in Hongkong getrieben hat und das muss verhindert werden. Taiwan ist NICHT China, war es nie und wird es niemals sein. Auch Hongkong muss von Chinas Besatzung und Annektierung befreit werden.

Von daher haben die USA, die Bundeswehr und andere sehr recht damit, wenn die dort mal ganz deutlich Flagge und Präsenz zeigen. Sie sind mir zu nachgiebig gegenüber China.

China ist eine Wiederholungstäterin und muss dafür Konsequenzen spüren. Denn der erste Zwischenfall war schon am 01. Oktober 2021 mit Kampfjets.

Tja die Entwicklungshilfe der

Tja die Entwicklungshilfe der Deutschen für China sind ein echter Treppenwitz, und sollten jetzt mal echt eingestellt werden.

Die Chinesen sollten uns Entwicklungsgelder zukommen lassen.
Die wird jedoch niemals passieren.

Am 03. Oktober 2021 um 11:32 von ElricMoon

"Die EU und andere westlich-demokratischen Nationen sollten endlich damit aufhören um China herumzutänzeln, und einheitlich Taiwan anerkennen. Was soll China tun, wenn es alle gemeinsam tun?"

Naja, die könnten ja Katalonien als unabhängigen Staat anerkennen... und auch Korsika.

re 13:04 AufgeklärteWelt: Aufklärung oder Blähung?

>>Ich gehe davon aus, dass es sich um keine Verletzung des Taiwanesischen Luftraums handelte. Insofern Business as usual. Das ganze ist hier aufgebläht. Warum wohl?<<

Ja, wer „bläht“ denn hier? Sie nennen sich „Aufgeklärte Welt“ und erklären uns diese Welt mit „Ich gehe davon aus...“?

Pardon, aber mit „Aufklärung“ hat dies - sowohl historisch als auch wörtlich - nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Die Frage lautet anders: Sie gehen davon aus - warum wohl?

An alle China Apologeten

Ich habe Verständnis dafür, dass man auch mal bei den Gewinnern sein will, auch mal auf der Seite der Stärkeren stehen will. Aber die unreflektierte Fürsprache für ein undemokratisches Regime, das Propaganda und Zensur in seinem Werkzeugkasten hat, das geht in einem Forum freier Meinungsäußerung zu weit.

Merke

Merke: Bei Separationsversuchen im Westen, Katalonien, Schottland usw. ist der betroffene Staat gefährdet. Bei solchen Versuchen im Osten, wie hier Formosa, handelt es sich um Demokratie und Freiheit. Formosa gehört zur VR China und ist ein Ergebnis aus dem Bürgerkrieg. Die Einstaatlichkeit Chinas ist längst anerkannt. Formosa wird jetzt zum Spielball der Auseinandersetzung der USA gegenüber China im Kampf der USA um Platz Eins in der Welt mit den bekannten Machtansprüchen.

Am 03. Oktober 2021 um 11:32 von ElricMoon

Zitat:
"...Die EU und andere westlich-demokratischen Nationen sollten endlich damit aufhören um China herumzutänzeln, und einheitlich Taiwan anerkennen. Was soll China tun, wenn es alle gemeinsam tun?..."

...die Handelsbeziehungen mit den EU-Staaten sofort einstellen und Sie sind der Letzte, der das Licht in Deutschland ausmacht.

Bild-Dir-Deine-Meinung hat bei ihnen gefruchtet, aber die Realität sieht anders aus. Machen Sie sich einfach mal mit der Geschichte Taiwans und der VR Chinas vertraut, dann werden wir weiter sehen. Ganz nebenbei, was würde die USA machen, wenn ein Staat vor ihrer Haustür aufgerüstet wird. Dies tun die USA gerade mit Taiwan.

@13:13 von MehrheitsBürger

"@ 12:38 von Olivia59 --- Entlarvende Logik
"Taiwan war noch nie so hochgerüstet gewesen wie heute und trotzdem war es nie so bedroht wie heute."

Das ist eine in sich verquere Logik.
Sie bestätigen, vermutlich ungewollt, die Richtigkeit meiner Argumentation. Zum eine geben Sie die Bedrohung des freiheitlichen Taiwan zu. Warum wird es bedroht ?"

Das sind einfach nur die Fakten. Die Logik dahinter ist die bereits erwähnte Veränderung der Verhältnisse. 1-China war die Einigung, dass es keinen territorialen Unabhängigkeitsanspruch, wohl aber autonomes Handeln der Gebiete geben kann. Die Unabhängigkeit zu proklamieren und militärisch dafür zu rüsten führte zur Reaktion (Bedrohung).

@ Kambrium

müßte sich doch unsere Regierung zwingend überlegen, ob sie die immer noch gezahlte Entwicklungshilfe für China, von ich glaube 650 Millionen Euro jährlich, nicht entsprechend erhöhen müßte

Warum kommt dann sowas? Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass die Entwicklungshilfe an den chinesischen Staat ausgezahlt wird? Der dann Waffen dafür kauft?

re 13:16 Nachfragerin: Falsch herum

>>@MehrheitsBürger - Das Recht des Stärkeren
12:29 von MehrheitsBürger:
"Das sagen Sie falsch. China setzt seine Machtansprüche durch die Bedrohung mit seiner übergroßen Militärmacht durch."
> Sie sagen es: China droht. Im Gegensatz zu manch anderer Großmacht führt es aber keine offenen Kriege. Meine Behauptung, dass China friedlicher wäre, ist also richtig<<

Wirklich? Mit 39 Kampfbombern drohen halten Sie für „friedlich“? Irgendwie scheinen Sie nicht widerstehen zu können, sich immer wieder in überaus offensichtliche Widersprüche verstricken zu wollen.

re 13:16 Nachfragerin: Die Anderen auch...

>>@MehrheitsBürger - Das Recht des Stärkeren
12:29 von MehrheitsBürger:
..."Das ist Vasallen-Logik. Danach müssen sich also alle Nachbarn und Staaten dem Unrecht beugen, weil sie ansonsten mit wirtschaftlichen Nachteilen 'bestraft' werden."
> Genau so läuft es. Aber auch bei dieser Politik aus Sanktionen und militärischem Druck würde ich nicht China an erster Stelle nennen.<<

Na dann ist ja wieder alles in Ordnung!

@ Tarek94

"Der Westen" ist (teilweise durch eigenes Verschulden) durch seine Abhängigkeit überhaupt nicht in der Lage Forderungen zu stellen.

Welche Forderungen stellen wir denn? Wir dürfen China nicht auffordern, die militärische Bedrohung der kleineren Nachbarländer sein zu lassen, weil in Ostasien die meisten Elektronik-Chips hergestellt werden und wir die Dinger brauchen?
Was ist das denn für eine Logik?

@MehrheitsBürger - Desinformation oder schlecht informiert?

12:48 von MehrheitsBürger:
"Das fällt nur Sympathisanten der chinesischen Diktatur auf."
> Und alle anderen merken nicht, dass auf eine offensive Außenpolitik entsprechende Reaktionen folgen?

"Die gesamte Welt ist auf freie Handelswege angewiesen. Die Bedrohung von Handelswegen geht von der VR im südchinesischen Meer aus [...]"
> China kann keine Handelswege bedrohen, auf die es selbst am meisten angewiesen ist.

"[...] wo es sich mit einer Gewaltaktion die Spratly + Paracel-Inseln angeeignet hat, auf die es im Gegensatz zu den anderen südostasiatischen Anliegen keinen Anspruch hat."
> Das ist schlichtweg falsch.
Vietnam hält den größten Teil der Spratly-Inseln besetzt und China hat dort Riffe zu künstlichen Inseln aufgeschüttet und unterhält ebenfalls militärische Stützpunkte. Außerdem erheben Brunei, Malaysia, Philippinen und Taiwan Anspruch auf die Inselgruppe. Das ist die Faktenlage.

@ 12:10 von AlterSimpel

"China und seine Wirtschaft sind auf freie (See-)Handelswege angewiesen. Und überall um China herum tummelt sich US-Militär.
Ist es nicht verständlich und nachvollziehbar, dass China aufrüstet, v.a. die Marine?"

Unter diesen Umständen wäre es, wenn China nicht aufrüstete, leichtsinnig.

Wobei ich selbstredend nicht für Aufrüstung Chinas per se plädiere, sondern für den best case, also gemeinsam vereinbarte Abrüstung.

Am 03. Oktober 2021 um 12:34 von Olivia59

Zitat:
"...Mit Freiheit und Demokratie geht es aber zunehmend bergab, genau aus dem Grund den ich beschrieben habe. Was erreicht man denn mit äusserer Einmischung für die Menschen vor Ort ausser mehr Repression?..."

Sie haben diese Feststellung von unseren Mainstream übernommen, aber fragt man die Chinesen (1,402 Milliarden) vor Ort, dann behaupten diese, ES ging ihnen noch nie so gut wie jetzt. Demgegenüber stehen natürlich auch Tausende, denen ES nicht so gut geht und deshalb in Opposition gehen, für Freiheit, Menschenrecht und den westlichen Werten.

Wie kann man denn so unkritisch sein

@ Olivia59:

Die Methode der Sanktionspolitik ist ja wohl anderswo beheimatet.

Ich weiß schon, was Sie meinen. Ist ja auch ok.
Aber warum um alles in der Welt rechtfertigen Sie hier die expansive Politik Chinas. Wen wollen Sie überzeugen, wenn Sie dieser Supermacht gegenüber so unkritisch sind?

Taiwan gehört den Menschen, die dort leben

von Joao Adelante @
Richtig.
Aber das wird nur solange klappen , bis ein "starker" oder kriegerischer kommt und Ihnen das streitig macht.

Fatal ist es wenn man dann sein Land nicht verteidigen kann oder will. So wie Afgahnistan, auf der Krim, Ukrainer, Kosovo, Israel usw.

Geht's nicht wenigstens etwas selbstbewusster?

@ Charlys Vater

Die Europäer hängen am Fliegenfänger und sind heillos Desorientiert.

Wenn Sie für sich selbst sprechen, ist das ja noch ok. Stolz auf die eigene Seite ist eben keine Pflicht.

Stillhalteabkommen fragil

@ 12:38 von Olivia59

"Die 1-China-Politik war quasi ein Stillhalteabkommen für alle Seiten – China war vor allem wichtig seinen Anspruch nicht zu verlieren."

Ja, ein Stillhalteabkommen. Und daran wird nun nach und nach "gedreht". Das kann Sorgen machen.

Am 03. Oktober 2021 um 13:20 von Kambrium2

Warum geistert immer noch diese Falschaussage hier rum, doch nur weil man sich nicht informiert lieber einfach gegen etwas ist.
Die bilaterale Entwicklungshilfe existiert nicht mehr. Dazu der Absolut größte Teil sind KfW Kredite die mit Zinsen zurückbezahlt werden .
Ein weiterer Teil bezieht sich auf Studenten aus China in Deutschland..eigentlich logisch das man solches im Sinne der Verbreitung von Humanismus positiv sehen sollte.
Ein weiterer Teil sind Programme zur Waldrettung eben ein Teil d. Globalen Zusammenarbeit zum Umweltschutz.
Eine entsprechende detaillierte Auskunft können sie beim Bundesministerium für wirtschaftliche.Entwicklung und Zusammenarbeit erhalten.
Also eher Gelder zum beidseitigen nutzen als auch zum Vorteil für Deutschland.

Kein gutes Signal

Eine gefährliche Entwicklung, die sich da abzeichnet. Es bedarf nur einer unbedachten Handlung, eines kleinen Funkens, der schnell zum Flächenbrand führen kann. China hat im Umgang mit der ehemaligen Kronkolonie Hongkong gezeigt, dass es auf seinem Machtanspruch beharrt und diesen notfalls auch militärisch durchsetzen wird. Die Probleme, die global zu lösen sind, allen voran der für den Planeten existentielle Klimawandel, erfordern indes internationale Zusammenarbeit. Die Demonstration militärischer Stärke und die Verletzung von Landesgrenzen ist kein gutes Signal an die Weltgemeinschaft.

Unreflektierte Parteiergreifung

@ AufgeklärteWelt:

Ich gehe davon aus, dass es sich um keine Verletzung des Taiwanesischen Luftraums handelte.

Dann gehe ich mal davon aus, dass Sie sich irren.

Am 03. Oktober 2021 um 12:53 von fathaland slim

Zitat:
"...>>Chiang Kai-shek´s Gattin war bereits damals auf Kriegswerbetour in den USA, um Rüstung für die Rückeroberung ganz Chinas zu besorgen.<<

"Damals" ist über achtzig Jahre her..."

Die Vereinigten Staaten liefern der Inselrepublik Rüstungsgüter auf der Grundlage des “Taiwan Relations Act” (TRA) von 1979.
Voriges Jahr durch die Trump-Administration und 2021 durch die Biden-Administration umgesetzt.

"Hier hilft nur, wenn

"Hier hilft nur, wenn Demokratien gemeinsam ihre Werte verteidigen und den globalen Machtanspruch der chinesischen Diktatur eindämmen."

Und wie soll das bitte aussehen? Was schwebt Ihnen da vor?

@13:29 von Joao Adelante

">>@ Olivia59: China war vor allem wichtig seinen Anspruch nicht zu verlieren.<<

China hat keinen Anspruch auf Taiwan. Wo sollte der herrühren?
Merkwürdig, dass China hier so engagierte Fürsprecherinnen hat."

Natürlich daraus, dass es zuvor als ein Land existierte und erst durch den unausgefochtenen Bürgerkrieg eine Spaltung erfuhr, die sowohl Chiang Kai-shek als auch die VR-China nie als endgültig angesehen haben.
Die 1-China Politik formulierte diesen Anspruch und wurde weltweit akzeptiert. Es handelt sich also nicht um meine persönliche Auffassung sondern tatsächlich auch die der Bundesregierung, auch wenn man sich davon wegbewegt.

"Unabhängigkeit kann nicht fatal sein. Taiwan gehört den Menschen, die dort leben. Taiwan ist demokratisch und nicht der Untertan einer fernen Parteidiktatur in Peking."
Die realen Auswirkungen dieser Bestrebungen können sich natürlich als fatal erweisen falls sie es noch nicht schon sind.

Am 03. Oktober 2021 um 13:55 von Joao Adelante

Falsch, die großen Chiphersteller sitzen nicht in China, bei chips ist China abhängig v. Taiwan und Südkorea.
So kam es zu Wirtschaftsprobleme im Sommer in China.
Dazu gab es entsprechende Artikel hier.

"weil in Ostasien die meisten

"weil in Ostasien die meisten Elektronik-Chips hergestellt werden und wir die Dinger brauchen? Was ist das denn für eine Logik?"

Also wollen Sie hier die komplette Fertigung von Gütern in naher Zukunft einstellen? Was ist das für eine Logik?

12:43 Tarek94

"Ich möchte, dass man auch in der VR China Freiheit und Demokratie genießen kann....."
Ihre Frage wie wollen sie ihre Wünsche durchsetzen?

Nun ich denke der User meint so wie wir in den letzten Jahrzehnten Demokratie und Freiheit gebracht haben. Vom letzten Demokratieeinsatz sind wir erst vor ein paar Wochen zurückgekehrt.
Aber ob die Chinesen überhaupt diese Form von Freiheit und Demokratie wollen ist doch sehr zweiflhaft.

hm?

Im TS-Artikel heißt es, chin. Flugzeuge seien in die "Luftverteidigungszone" eingedrungen, im RBB InfoRadio (öffentlich rechtlich), sie seien in den "Luftraum" eingedrungen. Was stimmt nun, oder ist es dasselbe?

@14:01 von Joao Adelante

"Olivia: >>Die Methode der Sanktionspolitik ist ja wohl anderswo beheimatet.<<

Ich weiß schon, was Sie meinen. Ist ja auch ok.
Aber warum um alles in der Welt rechtfertigen Sie hier die expansive Politik Chinas. Wen wollen Sie überzeugen, wenn Sie dieser Supermacht gegenüber so unkritisch sind?"

Man kann und muss China da kritisieren wo es angebracht und geboten ist. Daran, dass sie z.B. nicht mehr mit Australien handeln, dass über die Gewinne die Rüstung für das neue Militärbündnis gegen China vorantreibt, daran kann ich mich nun wirklich nicht stören, beim besten Willen.

@ Postquestioner

... aber fragt man die Chinesen (1,402 Milliarden) vor Ort, dann behaupten diese, ES ging ihnen noch nie so gut wie jetzt.

Wie haben Sie diese Befragung denn gemacht, in einem Land mit strenger Zensur und Meinungskontrolle? Würde mich nur mal so interessieren, so "vor Ort".

"für Freiheit, Menschenrecht

"für Freiheit, Menschenrecht und den westlichen Werten."

Was verstehen Sie unter "westliche Werte"? Die Kolonialisierung Hongkongs durch die Briten ohne Wahlrecht für die Chinesen zum Beispiel?

Am 03. Oktober 2021 um 13:55 von Joao Adelante

Zitat:
"...@ Tarek94
"Der Westen" ist (teilweise durch eigenes Verschulden) durch seine Abhängigkeit überhaupt nicht in der Lage Forderungen zu stellen.

Welche Forderungen stellen wir denn? Wir dürfen China nicht auffordern, die militärische Bedrohung der kleineren Nachbarländer sein zu lassen,..."

Dafür dürfen aber die USA ihre Flugzeugträger in der Nähe Chinas postieren und Australien beim Bau von Atom-U Booten unterstützen, als auch rund um den Erdball 800 Militärbasen in "unabhängigen" Staaten unterhalten.

Letztlich

Handelt China so wir es beispielsweise die USA bereits seit vielen Jahrzehnten tun....
-die Grösse und Stärke gegenüber andersdenkende Völker mit Hilfe von Gewalt(Androhung) zu manifestieren und auszubauen.
Letztlich steckt jedoch dahinter nichts anderes als Schwäche und unbewusste Registrierung ob der eigenen Bedeutungslosigkeit.

Taiwan hat ja auch Verbündete

@ werner1955:

Aber das wird nur solange klappen , bis ein "starker" oder kriegerischer kommt und Ihnen das streitig macht.

Deshalb sind die unkritischen Mitläufer, die die militärisch expansive Strategie Chinas noch schönreden, so fehl am Platz.

13:47 von Joao Adelante - An alle China Apologeten

Nach dem Meinungsforschungsinstituts Dalia Research nehmen nur 20 Prozent der Chinesen ein Demokratiedefizit wahr, gegenüber Deutschland mit 27 Prozent und Frankreich 36 Prozent. Westliche Vorstellungen (Werte) auf die Welt zu übertragen geht nicht, wie zuletzt Afghanistan zeigte, wo offenbar in den Taliban das kleinere Übel gesehen wird gegenüber unserem Wertewesten.

@ Olivia59

Man kann und muss China da kritisieren wo es angebracht und geboten ist.

Dann tun Sie es doch auch und beglücken uns bitte nicht immerfort mit Beschwichtigung und mit der Sicht von Peking aus.

11.28 Nachfragerin -Was wollen Sie tun, was wollen wir

Allererst sollte uns allen bewusst sein das China seit geraumer Zeit seine Politik im Inland und Ausland deutlich geändert hat. Masstab ist die kommunistische Ideologie geworden ergänzt um Chinesische Werte. Diese Ideologie wird schon längst als neue Lehre jeden Chinesen aufgezwungen, in der Schule, im Betrieb, in der Öffentlichkeit. So auch in den Auslandsbeziehungen, je kleiner das Land und je Östlicher desto rigoroser. Neuerdings sogar die Schweiz.

Ihre Aussage das China seine nationale Interessen friedfertiger durchsetzt als manche andere Grossmacht is so nicht richtig.

Im übrigen hat sich und wird sich die Wirtschaftspolitik China ändern zu Gunsten der Inlandsbevorzugung. Ich denke wir müssen es hinnehmen das wir weniger investieren und exportieren können nach China in Zukunft. Die Wirtschaft weiss das und sollte sich mal anpassen.

Am 03. Oktober 2021 um 12:47 von rareri

Zitat:
"...11:23 von Postquestioner
Das ist nur die halbe Wahrheit, denn...

Eine halbe Wahrheit gibt es genauso wenig, wie es keine halbe Schwangerschaft gibt..."

Ich meinte damit,
...Die halbe Wahrheit ist die beste Lüge: Wie wir andere täuschen – und uns selbst am meisten...

und bitte einen Satz nicht aus dem Zusammenhang aus meinen Beitrag zitieren, entstellt den eigentlichen Sinn.

@AlterSimpel (12:23)

Wenn Sie den letzten Satz meines Kommentares, auf den Sie sich beziehen, bitte nochmals lesen würden...

Es kann sich schlicht keiner einen Krieg mit China leisten. Auch nicht die von Ihnen gescholtenen Kriegstreiber. Gerade deshalb wird China Taiwan über kurz oder lang unter seine Kontrolle bringen. Das ist erklärte chinesische Doktrin und lässt sich militärisch auch nicht verhindern.

Wir könnten allerdings vielleicht etwas erreichen, wenn wir unsere Abhängigkeit von China soweit verringern, dass man als gleichberechtigter Partner mehr Wert ist denn als moralischer Antagonist.

Total zufrieden mit der Diktatur

@ der.andere

Nach dem Meinungsforschungsinstituts Dalia Research nehmen nur 20 Prozent der Chinesen ein Demokratiedefizit wahr, gegenüber Deutschland mit 27 Prozent und Frankreich 36 Prozent.

Gruseliger Vergleich. In China ist ja auch keine freie Meinungsäußerung möglich. Wenn Sie dort ohne Erlaubnis und staatlichen Aufpasser eine Umfrage machen, ist das strafbar.

Das erinnert mich an eine Geschichte, in der behauptet wurde, dass bei einer Umfrage in einem Strafgefangenenlager über 80% der befragten Sträflinge angaben, sie fühlen sich frei. Im benachbarten Dorf waren es vielleicht weniger.

Am 03. Oktober 2021 um 14:19 von Joao Adelante

Zitat:
".... aber fragt man die Chinesen (1,402 Milliarden) vor Ort, dann behaupten diese, ES ging ihnen noch nie so gut wie jetzt.

Wie haben Sie diese Befragung denn gemacht, in einem Land mit strenger Zensur und Meinungskontrolle? Würde mich nur mal so interessieren, so "vor Ort"..."

Indem man "vor Ort" bei VW in China arbeitet, mitverantwortlich für Acquiesce ist und ohne Einschränkungen im Land unterwegs ist.
Ach ja, was Meinungskontrolle betrifft, in Germany und anderen Demokratien, wird vom Hausrecht Gebrauch gemacht, wenn man eine Meinung unterdrückt.

@14:25 von Joao Adelante

"Taiwan hat ja auch Verbündete
>>werner1955: Aber das wird nur solange klappen , bis ein "starker" oder kriegerischer kommt und Ihnen das streitig macht.<<

Deshalb sind die unkritischen Mitläufer, die die militärisch expansive Strategie Chinas noch schönreden, so fehl am Platz."

Also ich unterstützte diese nicht. Aber: Wenn man die militärische Übernahme Taiwans vermeiden will dann muss man deeskalieren und entweder zurück zur 1-China-Politik finden oder eine andere diplomatische Lösung suchen. Denn eines ist klar: Der Westen wird Taiwan nicht hinreichend militärisch verteidigen und damit einen Weltkrieg triggern – zumindest hoffe ich das.

13:36, Olivia59

>>@12:44 von fathaland slim
">>Die Provokationen bedingen sich gegenseitig. Solange 1-China funktionierte und nicht von aussen in Frage gestellt wurde konnte man in Taiwan aber auch in Hongkong relative Freiheit ohne Bedrohung geniessen.<<

Hongkong und Taiwan lassen sich nun wirklich überhaupt nicht vergleichen."

Auch in Hongkong wurde durch Unabhängigkeitsbestrebungen und äusseren Einfluss (etliche Verlautbarungen westlicher Regierungen) der Status quo verändert. 1-China war wie bereits gesagt vor allem ein Stillhalteabkommen das so gesehen friedensdienlich war. Aus dem Auslieferungsgesetz in HK ist eine handfeste konfrontative geopolitische Lage erwachsen.<<

In Taiwan wurde der Status quo nie verändert. In Hongkong geschieht das, entgegen Ihrer Behauptung, durch China. Dort werden die demokratischen Freiheitsrechte immer mehr abgebaut. Und das liegt nicht an äußeren Einflüssen, westlichen Regierungen etc.

@ der.andere

Westliche Vorstellungen (Werte) auf die Welt zu übertragen geht nicht, wie zuletzt Afghanistan zeigte ...

Ok, ich gebe zu, dass wir mit unserem Versuch, afghanischen Mädchen einen fairen Zugang zu Bildung zu ermöglichen, zumindest teilweise gescheitert sind.

Ich folgere aber, dass wir daraus lernen müssen und unsere Strategie klüger sein muss und unser Vorgehen vielleicht ehrlicher.

Ich folgere daraus aber nicht - und das legt Ihr Beitrag leider nahe - dass wir demokratische Ziele wie Gleichberechtigung und Fairness einfach ad acta legen.

"Der Westen wird Taiwan nicht

"Der Westen wird Taiwan nicht hinreichend militärisch verteidigen und damit einen Weltkrieg triggern"

Warum sollte "der Westen" das auch tun? "Der Westen" erkennt Taiwan diplomatisch noch nicht einmal an und hat alle diplomatischen Beziehungen zu Taiwan spätestens in den 1970ern gekappt?

china-schickt-kampfflugzeuge-richtung-taiwan

Joao Adelante, Sieschreiben um 13:49 Uhr, @Olivia59, Zitat:"China war vor allem wichtig seinen Anspruch nicht zu verlieren. China hat keinen Anspruch auf Taiwan. Wo sollte der herrühren?
Merkwürdig, dass China hier so engagierte Fürsprecherinnen hat."Zitat-Ende
Das Festland-China und Formosa (das ist das heutige Taiwan) waren -->ursprünglich - ein Staat, - bis sich die "Rot-Chinesen" abspalteten, indem sie einen "neuen Staat bildeten......
Genau genommen, hat sich also doch das heutige -->Festlandchina ...abgespalten...vom alten Staatsgebilde !
(von -->Taiwan !)
"Altes" Restchina, (....Taiwan) ist nicht interessiert, die Abspalter wieder aufzunehmen.....
Drum hat Festlandchina keine "Rechte" mehr auf Taiwan.

14:12, Postquestioner

>>Am 03. Oktober 2021 um 12:53 von fathaland slim
Zitat:
"...>>Chiang Kai-shek´s Gattin war bereits damals auf Kriegswerbetour in den USA, um Rüstung für die Rückeroberung ganz Chinas zu besorgen.<<

"Damals" ist über achtzig Jahre her..."

Die Vereinigten Staaten liefern der Inselrepublik Rüstungsgüter auf der Grundlage des “Taiwan Relations Act” (TRA) von 1979.
Voriges Jahr durch die Trump-Administration und 2021 durch die Biden-Administration umgesetzt.<<

Und was hat das damit zu tun, was ich schrieb?

Meiling Song, die Gattin Chiang Kai-sheks, starb 1975.

Wollen Sie den Taiwan Relations Act von 1979 auf ihr Wirken zurückführen?

@14:53 von fathaland slim

"Olivia: >>Auch in Hongkong wurde durch Unabhängigkeitsbestrebungen und äusseren Einfluss (etliche Verlautbarungen westlicher Regierungen) der Status quo verändert. 1-China war wie bereits gesagt vor allem ein Stillhalteabkommen das so gesehen friedensdienlich war. Aus dem Auslieferungsgesetz in HK ist eine handfeste konfrontative geopolitische Lage erwachsen.<<

In Taiwan wurde der Status quo nie verändert. In Hongkong geschieht das, entgegen Ihrer Behauptung, durch China. Dort werden die demokratischen Freiheitsrechte immer mehr abgebaut. Und das liegt nicht an äußeren Einflüssen, westlichen Regierungen etc."

Let's agree to disagree. Ich halte die geopolitische Eskalation, die aus den Geschehnissen in beiden Gebieten herrührt für eine Folge wechselseitiger Aktionen und Reaktionen. Die Beweisführung dafür wird mir aber jetzt zu kleinteilig. Vordergründig ist jedoch die Verschiebung der Auseinandersetzung weg von reiner Demokratie hin zu Separatismus, wofür China nichts kann.

"In Taiwan wurde der Status

"In Taiwan wurde der Status quo nie verändert. In Hongkong geschieht das, entgegen Ihrer Behauptung, durch China. Dort werden die demokratischen Freiheitsrechte immer mehr abgebaut."

Die ersten freien Wahlen in Hongkong haben die Briten 1997 (im Jahr ihres Abzugs) abgehalten. Die "demokratischen Freiheitsrechte" waren den Briten völlig egal solange sie selbst die Macht in Hongkong hatten.

Am 03. Oktober 2021 um 14:54 von Joao Adelante

Gleichberechtigung und Fairness schließen sich aus wenn es um Geld geht. Auch bei China ist der entscheidende Punkt Geld und nicht primär Ideologie wie es immer kolportiert wird.

@ Olivia59

Wenn man die militärische Übernahme Taiwans vermeiden will dann muss man deeskalieren und entweder zurück zur 1-China-Politik finden

Kuschen, Unterordnen und Beschwichtigen ist bisher noch nie eine erfolgreiche Strategie der Außenpolitik gewesen.

Krim die zweite?

Hey was solls...warum macht China nicht endlich ernst und besetzt Taiwan wie einst die Russen sich die Krim wieder einverleibt haben...alle anderen schauen doch eh nur zu und heben hinterher nur mahnend den Finger.
Man muss nur aufpassen das es plötzlich nicht die Krim oder Taiwan sind sondern eventuell steht da irgendwann mal Belarus...Polen...Deutschland?
Wenn sowas Schule macht na dann gute Nacht.

14:54 Joao Adelande

"Ich folgere aber, dass wir daraus lernen müssen und und unsere Strategie klüger sein muss und unser Vorgehen vielleicht ehrlicher...."

Zunächst mal wessen Strategie muss klüger sein und in Bezug auf was?
Wollen sie Krieg gegen China und wenn ja warum?

Und kommen sie nicht mit dem inzwischen ausgelutschten Märchen wegen Demokratie und Menschenrechte, um die geht und ging es nie.
Es geht um Geopolitik und Vorherrschaft und den Daumen auf Ressourcen. Nebenbei muss auch die Rüstungsindustrie am Laufen gehalten werden besonders wenn diese Industrie ein großer Wirtschaftsfaktor im Land ist.

Nun ja - die

Nun ja - die "1-China"-Politik wird ja sowohl von der VR-China als auch von Taiwan vertreten.
Ich erinnere mal -> auf Taiwan haben sich die im Bürgerkrieg von 1930-45 unterlegenen "bürgerlichen" Kräfte zurück gezogen und bis weit in die 70er Jahre hinein mit einer Militär-Diktatur regiert.
Anfang der 70er Jahre versuchte die UN mit Taiwan einen Kompromiss auszuhandeln - schliesslich konnten nicht 2 Länder in der UN-Versammlung sitzen die den Allein-Vertretungsanspruch ausüben.
Den UN-Vorschlag hatte Taiwan übrigens NICHT angenommen und ist seitdem selbstverschuldet international isoliert!
(kann man sogar unter Wiki nachlesen)
--
Die USA selbst war bis 1941 in China Kolonialmacht und damit kein Freund einer staatlichen Souveränität seitens China - weder der bürgerlichen noch der kommunistischen Seite
Das Doppelspiel begann 1945 als man die "Bürgerlichen" im Bürgerkrieg unterstütze obwohl die nicht dafür waren das die USA als Kolonialmacht nach China zurück kommt.

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