Ihre Meinung zu: Innenstädte der Zukunft: Mehr als nur Shopping

3. Oktober 2021 - 10:34 Uhr

Die Corona-Pandemie hat den stationären Einzelhandel hart getroffen. Doch Händler und Branchenexperten hoffen auf neue Konzepte. Was künftig in den Innenstädten passieren soll, erklärt Daniel Hoh.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.666665
Durchschnitt: 2.7 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

und wirtschaftlichen Lebens sind

Wenn sie von den meisten Menschen nicht mehr als solches wahrgenommen werden, ist ihr Verfall bzw. Zerfall vorprogrammiert.

mal sehen

wie sich das alles entwickelt. Online shopping hat viel verändert, das ist klar. Ich gehe seit März 2020 in kein Geschäft mehr, solange es diese Coronamaßnahmen gibt. Da diese wohl bleiben werden weil sich nicht alle impfen lassen, ist zumindest für mich das Thema "shoppen im Geschäft " erledigt.

Irgendwie bin ich froh,...

...dass ich als eher das Gegenteil eines Einkaufsmenschen das Shoppen, Anfassen und gar Anprobieren überhaupt nicht vermisse.

Ich freue aber mich für die Menschen, die überglücklich mit irgendeinem Teil aus dem “Plüddenladen“ kommen und ihre Einkaufstüte wie einen Schatz zufrieden heim tragen.

An einem ruhigen Ort mit meinen Vierbeinern spazierengehen und später mit Freunden in einem kleinen Lokal sitzen und Spaß an Gesprächen und dem Essen haben ist eher mein Ding.
So wie das heute sein wird.

Jo, “jede Jeck is anders“, gut so.

" Für große Geschäfte stiegen

"
Für große Geschäfte stiegen die Mieten von knapp 95 Euro auf 121 Euro pro Quadratmeter. Das sind wohlgemerkt die Durchschnittsmieten: In München zahlen manche Einzelhändler nach Angaben des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle bis zu 360 Euro pro Quadratmeter, in Berlin 330 Euro und auf der Zeil in Frankfurt 310 Euro.
"
+
Als Vermieter rechnet er dann sogar mit höheren Einnahmen.
+
statt nur Shopping-Meilen zusätzlich auch mal Hotels, Wohnungen, Kultureinrichtungen, Fitness-Studios, Gastronomie dazwischen.

->
Wenn der Vermieter mit höheren Einnahmen rechnet, wer beschert ihm denn die ?
Der "klassische" Wohnungsmieter, der seine 400€ pro qm zahlt?

Der Staat ? Kultureinrichtungen werden oft staatlich gefördert...

Was wäre der Staat ohne die

Was wäre der Staat ohne die Kaufwut seiner Bürger dabei ist das in Zeiten von Klimaschutz eher Kontraproduktiv denn die Modebranche zB. ist mit die größte CO2 Verursacherin und auch die anderen Bereiche, man drängt die Leute aber immer mehr zu konsumieren. Ich brauche keine 5 Paar Schuhe und mein Smartphone hält locker 4 Jahre, ich schraube meinen Konsum immer weiter runter ohne irgendwas zu vermissen.
Ergo, stoppt den Wahnsinn und rettet die Erde.

Am 03. Oktober 2021 um 12:17 von harry_up

........später mit Freunden in einem kleinen Lokal sitzen und Spaß an Gesprächen und dem Essen haben ist eher mein Ding.......

So habe ich das früher nach dem shoppen gemacht.

................Jo, “jede Jeck is anders“, gut so........

Jenau, datt opp jeden Fall :-)

@ Schweriner1965

Ich gehe seit März 2020 in kein Geschäft mehr, solange es diese Coronamaßnahmen gibt.

Ich gehe in ein Geschäft, solange vernünftige Maßnahmen ernst genommen werden.

Shoppen gehen ist bei uns vorbei

Nur das Nötigste wird im Kaufhaus eingekauft ansonsten noch im Online Handel bestellt. Die Pandemie hat bei uns vieles verändert.

12:17 von

12:17 von harry_up

//Irgendwie bin ich froh,...
...dass ich als eher das Gegenteil eines Einkaufsmenschen das Shoppen, Anfassen und gar Anprobieren überhaupt nicht vermisse.//

Das geht mir genau so. Und den Inhabern der "Paläste" kann man nur alles Gute wünschen. Hoffentlich wirken die Konzepte und Entwürfe.

Und Ihre Vierbeiner ( bitte mal ein paar Streicheleinheiten von mir weiter geben) sind doch sowieso der beste Freund des Menschen. Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen keinen Hund mehr halten - geschweigen denn (es waren bei Ihnen glaube ich) 4. :-(

Innenstädte der Zukunft

Die neuen Konzepte werden nicht aufgehn.

Corona hat klar gezeigt das es ein zurück zur Konsum und Event-Spass Gesellschaft nicht geben sollte.

Weg von alten Denkmustern

Die vorgestellten Konzepte lösen sich viel zu wenig von althergebrachten Denkweisen.
Shoppen ist erstens im Internet viel einfacher und zweitens nun wirklich kein erstrebenswerter Lebensmittelpunkt.

In den Innenstädten sollte ein neuer sozialer und vielfältiger Treffpunkt für alle Menschen entstehen. Man besteuere die großen Internethändler angemessen und setze
das Geld für die Mieten der Räumlichkeiten in den Zentren ein.

Dort ziehen dann die unterschiedlichsten Institutionen ohne kommerzielle Zwänge ein.

Von der Tauschbörse und dem Anglervereinsheim, vom Abgeordnetenbüro bis zum Reparaturcafe und von intellektuellen Treffpunkten jeglicher Couleur bis zu Daddelhallen mit Sozialarbeitern, von Kinderbetreuung bis zum Altentreff wird sich so ein neues Netz einer lebendigen Gesellschaft weben.

Es wird mehr phantasievolle Ideen geben, als wir uns vorstellen können, wenn Menschen dort von den Zwängen der Gewinnmaximierung frei wären.
Profite werden nun mal online erzielt.

IInnenstädte der Zukunft:...

Möge sich solch ein Trend auch in anderen Stadtgebieten niederschlagen. Wohnwüßten ohne Bäcker, Büdchen oder Apotheke gibt es in unseren Landen schon viel zu viele, dergleichen sollte schon seit Jahrzehnten verboten sein. Kein "Wohnviertel" sollte so trist und einseitig genutzt sein, dass die letzte dort lebende Witwe Probleme hat, sich und ihren Dackel mit dem Rollator vor Ort mit dem Nötigen zu versorgen, ohne einen Bus zu besteigen oder den Neffen fordern zu müssen. Ansonsten könnt ihr euch die Auto freiere Gesellschaft von der Backe wischen.

@ um 12:20 von derkleineBürger

Für die internationale Haute­vo­lee wird es bald zum guten Ton gehören, eine teure Wohnung in der Innenstadt der Metropole Gießen zu besitzen oder einige Wochen im Jahr in einem teuren Hotel dort zu residieren.

11:43 von Nettie

"Innenstädte heißen so, weil sie „Zentrum“ des gesellschaftlichen
und wirtschaftlichen Lebens sind"

,.,.,

Nein, sie heißen so, weil sie "innen" in der Stadt sind.

xxx

"Wenn sie von den meisten Menschen nicht mehr als solches wahrgenommen werden, ist ihr Verfall bzw. Zerfall vorprogrammiert."

,.,.,

Offenbar haben Sie den Artikel gar nicht gelesen oder lehnen die doch hochinteressanten Ideen - die dort vorgestellt werden - pauschal und unkommentiert ab.

Ist eigentlich sonst nicht Ihr Niveau.

alter Hut ...

Solche Konzepte sind nun wirklich nichts Neues, vielleicht der neudeutsche Name "Mixed Use".

Ich sehe da andere Ursachen, der Umsatz der Stadtbewohner reicht nicht aus und mit den Ideen Verkehr raus aus den Innenstädten und überteuerter Parkplätze vergrault man den letzten Kaufwilligen, der dann zum Onlineshopper wird.
"Einmal" Nicht-Parken ergibt schon zweimal die Versandgebühr (obwohl bei vielen mittlerweile kostenlos).

Innenstädte..

sind immer noch Orte zum Wohnen und Leben..

auch wenn in den letzten Jahren immer mehr der Drang zur Außengastronomie einem den Platz und Freiraum nehmen..

Mehr Rücksicht auf Anwohner ist nötig, weil sonst irgendwann niemand mehr in die Zentren lebt und diese entgültig sterben oder zum Freilichttheater verkommen..

Neue Ideen-Entwicklung

Wie im Artikel beschrieben, ermöglichen die neuen Ideen eine Mischkultur, in der auch die Tatsache des boomenden online-Handels berücksichtigt wird.

Da aber bislang kein User auf die im Artikel beschriebenen Ideen eingegangen ist - offenbar nicht gelesen hat -, kann ich auch nicht viel sagen, weil das Referieren des Artikels die Länge des hier erlaubten Beitrags sprengen würde.

Ich selber bin begeistert von den neuen Lösungsmöglichkeiten.

@ um 12:37 von my walden

„Ergo, stoppt den Wahnsinn und rettet die Erde.“
Völlig Richtig!
Man kann nur hoffen, dass die Klamotten- und Schuhketten so schnell wie möglich Pleite gehen.
Personal wird in anderen Bereichen auch viel dringender benötigt.

Kann man versuchen

da ich eher selten in die Stadt komme, betrifft es mich weniger, einkaufen ist auch nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung.
Die Frage ist wohl eher, können sich kleine Geschäfte die Miete leisten, Kita die Fläche bezahlen, und die Mieter die neuen Wohnungen mit Tiefgaragenplatz.
Klingt alles nach reichlich teuer, nach dem Umbau, der ja auch einiges kosten wird.
Kenne das Niveau der angegebenen Stadt nicht, aber wenn ich die Idee sehe, die ist sicher gut, aber eben auch teuer.
Und das bei ständig steigenden Preisen, ich wäre da nicht ganz so zuversichtlich.

die Idee ist interessant

Aber Wohnungen in so teuren Lagen? Wer soll dort mieten?
Es gibt sicher auch Leute wie mich die lieber online kaufen, Lebensmittel überwiegend beim Direktvermarkter, die Gaststätte lieber im Grünen mit Aussicht statt im Zentrum und ein Hotel in der Innenstadt nur als Notanker buchen. Die Innenstadtlage ist wegen der zentralen Lage wichtig. Ich glaube Showromms und Beratung, Büros und Verwaltung, Kultur oft staatlich gestützt,Fitnessstudios und die Gasstätten für die Leute die dort hinkommen u.ä. werden dort entstehen. Ich persönlich glaube das Zentrum wird flächenmäßig kleiner werden und nur noch Kernaufgaben wahrnehmen. Im Zentrumsrand werden die Mieten dann wohl fallen. E ssit spannend wohin die Entwicklung gehen wird.

Wenn gerade die genannten

Wenn gerade die genannten Betriebe anständige Löhne bezahlen würden, könnte sich kaum ein Unternehmen solche Mieten leisten.

die Einkaufsstraßen in deutschen Städten sind ja ...

überwiegend reine Kommerzzonen, in denen normales Leben nicht stattfindet. Insofern ist deren Niedergang gut, eine Chance für normales Leben in den Innenstädten, mit Cafés, billigen Gewerberäumen und Veranstaltungsorten. Die reinen Kommerz-Innenstädte sind die Kehrseite der autofreundlichen Stadt und so eine historische Anomalie.

Gebäude mit Mischnutzung und

Gebäude mit Mischnutzung und Filialen werden show room. Damit werden sich Mieten in bisherigem Umfang nicht mehr erzielen lassen. Andererseits, Kleidung kauft man besser nicht online, wenn man nicht die meisten Teile wieder zurückschicken möchte.

12:20 von derkleineBürger

«Wenn der Vermieter mit höheren Einnahmen rechnet, wer beschert ihm denn die ? Der "klassische" Wohnungsmieter, der seine 400€ pro qm zahlt?»

Niemand zahlt als Wohnungsmieter 400 Euro / qm.
Kosten Flur und Klo zusammen 10 qm dann 4.000 Euro / Monat.

tja, also ich

kaufe nicht mehr und nicht weniger ein als vor der Pandemie auch. Mir fällt kein einziger Laden ein, der wegen meiner Kaufzurückhaltung schlechtere Geschäfte gemacht hätte. Und, um es mal so auszudrücken, im Internet bestelle ich in einem Jahr genau so viel wie an einem Tag.
Übrigens habe ich auch damals, als die Geschäftsöffnungszeiten wegfielen, nicht etwa plötzlich mehr konsumiert, auch wenn die Händler gnz fest damit gerechnet hatten.
Vielleicht habe ich einfach nicht die richtige Einstellung zu Wirtschaft und Konsum. Für die Wachstumsanbeter bin ich wohl ein Totalausfall.

Unökologische Innenstädte

Der Konsumrausch der Innenstädte als Droge der vereinsamten Großstadtmenschen ist schlicht überflüssig und unökologisch. Dazu die Schikanen der Städte gegenüber der Landbevölkerung, die gezwungener Maßen in die Großstadt muss für Behördengänge etc.

Wir sollten diese Form der Innenstädte abwickeln und neues an verkehrsgünstigen Knoten an Autobahnabfahrten oder am Stadtrand neu entstehen lassen. Die VSA sind hier ein gutes Beispiel; soetwas wie eine deutsche "Innenstadt" gibt es dort kaum.

Wir müssen es ändern

@ my walden:

... denn die Modebranche zB. ist mit die größte CO2 Verursacherin und auch die anderen Bereiche, man drängt die Leute aber immer mehr zu konsumieren.

Wer ist man?
Die da oben? Der böse Staat? Die "Elite"? Meiner Ansicht nach ist jeder für sein Konsumverhalten selbst verantwortlich. Krempeln wir doch die Ärmel hoch und ändern die Textilbranche so, dass es weniger Wegwerfprodukte gibt, dass sie fairer zu den Produzenten und fairer zum Klima ist. Wir haben es in der Hand und nicht "man".

Innenstädte der Zukunft: Mehr als nur Shopping...

Diese Innenstadtbezirke sind schon seit vielen Jahren nichts für normale Mieter. Nicht bezahlbar, seit Jahrzehnten schon gentrifiziert. Jetzt in der Corona-Krise stehen natürlich Gewerbeflächen von in die Insolvenz gegangenen Geschäften samt auch einiger Büros leer.
Das es da in Zukunft viel mehr als Shopping geben wird ist angesichts des Verhaltens von BlackRock (durch Beteiligungen größter Immobilieneigentümer in Deutschland), Grand City Properties und vielen anderen Akteuren eher unwahrscheinlich....

@ Nettie 11:43

Ich pflichte Ihnen bei. Ich denke es ist eine Mischung von vielen Faktoren, das die Innnenstädte Zerfallen.

Am 03. Oktober 2021 um 12:37 von Schweriner1965

später mit Freunden in einem kleinen Lokal sitzen und Spaß an Gesprächen und dem Essen haben ist eher mein Ding

So habe ich das früher nach dem shoppen gemacht.

Jo, “jede Jeck is anders“, gut s

Jenau, datt opp jeden Fall :-)
__
In Köln ist es leider so, dass die früheren, schönen Einkaufsstrassen mit gutem EZH u.a. natürlich auch Bekleidung, nahezu gänzlich durch Billigläden der bekannten Ketten verschwunden ist. Dazwischen tummeln sich fast-food-Läden, Telefon-shops, ein paar Sneaker-shops und das ist es dann weitgehend. Schöne Geschäfte, ansprechende Gastro sucht man dort vergebens. Dazu kommen Parkplatzprobleme, unzuverlässiger ÖPNV und andere Misslichkeiten. Wenn ich dann auch noch mit Maske durch schlecht klimatisierte Verkaufsräume laufen soll, nee danke ! Ich war gerade 2 Monate in ITA. Da macht einkaufen noch Spasse, auch abseits von Mailand oder Rom. Allerdings sind die Italiener auch deutlich mehr an Qualität als am Preis interessiert. Auch bei und gerade bei Lebensmitteln

@werner1955..

"Corona hat klar gezeigt das es ein zurück zur Konsum und Event-Spass Gesellschaft nicht geben sollte."

Wenn dadurch die nächtliche Unruhe in Szenevierteln, in denen auch noch Menschen leben, nachlässt ist es mir recht

Am 03. Oktober 2021 um 12:50 von werner1955

Aber sicher werden die Leute wieder Sachen kaufen und auch mal wieder Spaß haben. Ganz bestimmt. Der Markt wird das regeln.

Am 03. Oktober 2021 um 12:37 von my walden

. Ich brauche keine 5 Paar Schuhe und mein Smartphone hält locker 4 Jahre, ich schraube meinen Konsum immer weiter runter ohne irgendwas zu vermissen.
__
Was will Frau denn mit (nur) 5 Paar Schuhen ?
Sie machen wohl Witze ;)
Was jeder einzelne an Konsumgütern braucht oder nicht, wieweit man am techn. Fortschritt teilnehmen will, auf was jeder Wert legt oder verzichten kann/will/muss, das kann man garnicht pauschalisieren. Hängt z.B. auch davon ab, in welchen Berufen man tätig ist, ob überhaupt, ob schon Rentner, ob in der Stadt lebens oder auf dem platten Land..usw.
Auch deshalb halte ich nichts davon, wenn man "von oben herab " meint bestimmen zu können/müssen, was "der Bürger" gefälligst zu tun bzw. zu lassen hat, im Rahmen der Gesetze, natürlich.

Immer wieder wird uns

Immer wieder wird uns suggeriert, dass Corona den Einzelhandel an den Rand des Ruins getrieben hat. Nein es war nicht das Virus, es waren die politischen Entscheidungen die dazu geführt haben.

@Schweriner1965, 11:51 Uhr

Bei mir ist es genau umgekehrt. Ich meide Geschäfte, in denen die Corona-Schutzmaßnahmen offensichtlich nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden. Meine Gesundheit ist mir wichtig, auch wenn ivh schon lange zweifach geimpft bin.

Einkaufszentrum passé

Geplant war hier ein großes Einkaufszentrum. Aufgrund diverser Schwierigkeiten mit dem Investor, Eigentümern von Immobilien, die hätten abgerissen werden müssen etc., hat sich das soweit in die Länge gezogen (10, 15 Jahre?), dass schon vor der Pandemie nicht mehr klar war, ob das klappt. Nun ist es passé. Und das hässliche ehemalige Kaufhausgebäude steht seit 20 Jahren leer. Auch die drei oder vier im Zentrum geplanten Hotels sind nun berechtigterweise teilweise vom Tisch.

Die horrenden Mieten in den Innenstädten sind für etliche Ladenbetreiber ein Problem, manche haben aufgegeben, einige inhabergeführte Geschäfte sind ein paar Häuser weiter gezogen und haben das Sortiment umgestellt und/oder verkleinert, da sie sich die Kosten nicht mehr leisten konnten.

Die Fußgängerzone der kleinen Großstadt hier wird allerdings mittlerweile wieder sehr gut besucht, auch gerne aus dem weiträumigen Umland. Selbst ziehe ich das Anprobieren und Einkaufen vor Ort dem Versand auf jeden Fall vor.

@ ich1961, um 12:48

Danke für Ihre nette Antwort!

Ja, es sind 4 (mit Smiley), macht fast tgl. 2 x 2 Spaziergänge, die wir alle genießen.
Die Streicheleinheiten habe ich die Mädels gern verabreicht, wären sie Katzen, hätten sie laut geschnurrt.

12:17 von harry_up

«Jo, “jede Jeck is anders“, gut so.»

5,3 Mio. Menschen von Juni bis August op d'r Schilderjass en Kölle.
So viele das wusste ich gar nicht, und ich bin platt.
Seit mit Corona nur noch 4,5 Mio. Flaneure und Flaneusen im gleichen Zeitraum. Gähnend leer die Schilderjass.

Voller als op d'r Schilderjass war es in Tokyo auch nicht. Weil man dort nicht so viel Raum zum Nebeneinander-Bauen hat, muss man übereinander bauen. Subway ist das Parkhaus, darüber das Kaufhaus. Auch bei den ganz exquisten Tempeln von Kundenbetreuung mit den vielarmigen Verpackungsgeistern an der Kasse.

Hat man kundige Begleitung, führt die einen in eine Ecke von im Kaufhaus. Man steigt in einen namenlosen Aufzug, fährt irgendwo hin, und wird in einem Restaurant wieder ausgespuckt, wo man erst mal sagt: "Wow … was ist das denn …?".

Schöner sind aber die Budengassen mit den kleinen Läden & Restaurants. So was gibt es hierzulande in den Innenstädten leider nur noch wenig, oder gar nicht mehr. War mehr Atmosphäre.

Gesellschaftlicher Wandel

Ehrlich gesagt verlaufe ich mich längst nicht mehr in Fußgangerzonen bzw. Einkaufsstrassen, um shoppen zu gehen. Allenfalls steht da mal der Gang zum Bäcker an. Sehr gerne besuche ich ab und an ein Outletcenter mit seinen vielfältigen Angeboten. Dort wird shoppen dann doch noch zum Erlebnis, wenn nicht gerade die Massen dorthin strömen (wie z.B. an den Wochenenden).Folglich stelle auch ich fest, dass immer mehr Einzelhändler in den Innenstädten schließen und die Zentren veröden. Dieser Prozess wird aber auch dadurch beschleunigt, dass z.B. Post- und Bankfilialen geschlossen werden. Gerade diese Institutionen waren für viele ein Ort der Begegnung und der Zeit für ein kurzes Gespräch. Mit dem Slogan "Geiz ist geil" wurde eine Entwicklung hin zum online-Handel in Kraft gesetzt, die das Kaufverhalten und das gesellschaftliche Leben nachaltig verändert hat.

@ werner1955 12:50

Dem ersten gebe ich Ihnen Recht . Das Konzept wird so nicht aufgehen. Ein Mitforist hat um 12:50 Uhr eine tolle Idee gepostet. Die Rückkehr zum Konsum sollte es nicht mehr geben , nicht wegen Corona, sondern wegen der Umwelt und dem Klimawandel.

Neue Nutzung des Galeria-Kaufhof-Gebäudes

Die Schließung der hiesigen Galeria Kaufhof Filiale vor einem Jahr hat mich schon betroffen (gemacht), denn ich fand es durchaus vorteilhaft dort auf fünf Etagen alles von Bekleidung über Spiele, Küchenutensilien, Bürobedarf etc. bis hin zu Süßwaren bekommen zu können. Zudem haben 70 Menschen ihre Stelle verloren; problematisch insbesondere für die älteren unter ihnen.

Ein Hamburger Investor hat das Gebäude gekauft und wird dort ein „Ding“ verwirklichen, ein Mischnutzungskonzept, das es bereit seit 2019 in HH gibt. Besser gesagt ein „Cross Community Space“ mit Coworking Räumen, Einzelhandel, Pop-up-Stores und Gastronomie (hurra, ein Wort, das ich kenne!)

Zudem wird es Fitnessräume, Event- und Konferenzräume sowie einen „United Cyber Space“ für Gaming und E-Sport geben. Das soll ähnlich wie ein Verein mit Monatsbeitrag funktionieren und u.a. der Vereinsamung der Spielerinnen und Spieler (oder Gamer) allein am eigenen PC entgegenwirken.

(Quelle: hasepost, 7.9.21)

Toiletten - und nicht nicht nur die immer gleichen Ketten!

Gerade mit Familie oder in Gruppen - immer "muss" jemand ... das Suchen nach Toiletten vergrämt jeden Stadtbesuch!
Da sollte z.B. jedes Restaurant verpflichtet sein, gegen 50 Ct. die Toiletten benutzen zu dürfen ...
Und dann immer die gleichen Shops der immer gleichen Ausbeuter-Mode-Ketten.

Mehr Kultur, mehr Öko, mehr Second-Hand ... das hat nicht jeder vor Ort ...
Da sind französische Städte viel schöner.

Wie so oft liegt es an unserer Gedankenlosigkeit

Schon vor Corona hat das Einkaufverhalten die großen Ketten begünstigt und die inhabergeführten Läden sind verschwunden. Die angeblich zum Schutz der Verbraucher immer mehr verkomplizierte Gesetzgebung hat Einzelhändlern in Innenstädten, aber auch im Internet das Leben immer schwerer gemacht. Vermieter haben auf die bequemste Art, viel Geld zu bekommen geschaut, auch wenn lange klar war, dass dies zum Niedergang der Innenstädte führt. Ein Einkaufserlebnis mit Überraschungen gibt es doch kaum mehr, von (vermeintlichen) Schnäppchen abgesehen. Ich war ewig nicht in einem Innenstadtladen, gibt nur die bekannten Ketten, selbst wenn ich bei denen kaufen würde, dann im Internet. Will man ein breites, überraschendes Sortiment, wo man staunen und erleben kann, dann muss man bereit sein, die sich weniger schnell drehende Ware zu einem höheren Preis zu kaufen. Die wenigsten Menschen wollen das, also wird man es erst dann schmerzlich vermissen, wenn es weg ist, wie so vieles auf der Welt.

Wer soll dort mieten?

von rr2015 @

Ich glaube das geht dann so wie in Berlin geplant mit Enteignungen.

Ich befürchte aber das wir mehr solche Viertel bekommen wie in Leibzig oder in der Rigstr. in Berlin.

Am 03. Oktober 2021 um 13:04 von nie wieder spd

Man kann nur hoffen, dass die Klamotten- und Schuhketten so schnell wie möglich Pleite gehen.
Personal wird in anderen Bereichen auch viel dringender benötigt.
#
#
In welchen Bereichen wird den zur Zeit Personal viel dringender benötigt?

Innenstädte der Zukunft:

Schon vor Corona haben wir es aufgegeben, in Innenstädten einzukaufen. (ausgenommen Schuhe)

Die Gründe:

Zu viel zu hohe Parkgebühren

Zum Teil zu hohe Preise (was bestimmt mit den hohen Mieten zu tun hat), als im Online-Handel

Eine bestimmte Klientel, die ab nachmittag öffentliche Plätze besetzen und oft nicht sehr freundlich sind.

So macht einkaufen kein Spaß.

Ob es mit den neuen Konzepten wieder funktioniert, kann ich jetzt nichts sagen.

Es hört sich auf jeden Fall gut an.

Aber wie wir alle wissen, gibt es riesige Unterschiede zwischen Theorie und Praxis...

Hier gilt es auszuprobieren.....

PS. Ich weiß, dass es immer mehr Menschen im Land gibt, die immer weniger Geld haben (Niedriglohnsektor)......vielleicht wäre es auch ein Ansatz, den Bürgern mehr Geld zu geben...

Am 03. Oktober 2021 um 13:11 von Werner40

" Andererseits, Kleidung kauft man besser nicht online, wenn man nicht die meisten Teile wieder zurückschicken möchte. "

Das ist richtig, mache ich auch nicht, weil das wirklich nichts bringt. Aber in der Innenstadt eine Hose kaufen, weil die alte kaputt ist, ist auch nicht zielführend. Weil sie dort am teuersten ist, Grüne Wiese mit Einkaufszentrum und Parkplatz, ist da wesentlich besser, und der Parkplatz auch noch kostenlos.
Gibt immer 2 Seiten.

@ Giselbert, um 12:56

Kostenlos ist das Versenden der Artikel für niemanden, da kann man sicher sein.
Auch Amazon “Prio“ kostet, geht aber ratz-fatz.

Das mit den teuren Parkplätzen ist ja Plan; wohl auch, um die Leute aus den Städten fernzuhalten, aber sicher auch, um sie zu bewegen, voran zu machen, damit nachgerückt werden kann; steigert den Umsatz in den Geschäften.

300 €/m²?

na bei solchen gierigen Vermietern muss man sich nicht wundern, wenn die Innenstädte aussterben

12:17 von harry_up

Irgendwie bin ich froh,...
...dass ich als eher das Gegenteil eines Einkaufsmenschen das Shoppen, Anfassen und gar Anprobieren überhaupt nicht vermisse.

Wie machen Sie das denn, wenn Sie neue Schuhe oder Kleidung benötigen? Mir wäre auch lieber meine Sachen würden ewig halten und ich könnte mir das lästige Anprobieren und neu kaufen ersparen, aber leider funktioniert das bei mir nicht. ;-)

Ich lebe ja in einer Stadt, die fast komplett von NRW umgeben ist. Von daher gibt es hier zwei s.g. "Westfalentage" im Jahr - Fronleichnam und Allerheiligen. Zu Corona war es bedeutend besser, aber wenn man davor an diesen Tagen versehentlich nicht mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs war, benötigte man für eine 5-Minuten-Strecke im Bus eine halbe Stunde.

Verstehen muss ich das nicht, warum man an einem Feiertag unbedingt freiwillig ins Gewühl muss...

Ihre Variante klingt da erholsamer und familienfreundlicher.

Als ich während des Lockdowns...

...genau die gleiche Sporthose samt Hemd später im Internet sah, stellte ich fest, dass ich zuvor exakt das Doppelte beim hiesigen Händler in der ehemaligen Stadt des Handballs bezahlt hatte.

Ich hab mir die Garnitur dann im Internet nochmal gekauft, es ist haargenau gleiche Qualität, Farbe, Ausstattung...

Klar muss der Händler anders kalkulieren, aber so böse bin ich meinem Geld nun auch nicht.

Zum Shoppen gehört das nötige Kleingeld!!

Das Lohnniveau liegt im Osten bei ca. 75% des Lohnniveaus im Westen. Rechne ich die Fixkosten raus, bleibt für den Konsum nicht mehr viel übrig.
Als Rentner bekam ich eine Rentenerhöhung von 0,7%, die Inflationsrate beträgt aber über 4%. Das entspricht bei einer Rente von 1000 Euro also ca. 35 Euro, die ich weniger in der Börse habe. Da macht das Einkaufen doch richtig Spass.

Hoch lebe der Onlinehandel !

Das glaube ich ncht, daß die Leute weiterhin darauf Bock haben, sich wie bisher im Einzelhandel der 1000 vergeblichen Wege und Gänge anöden zu lassen, daß man die vom Kunden gewünschten Artikel nicht ins Sortiment aufnehmen werde, weil ja "niemand sowas braucht". Okay, dann sind wir also niemand und tschüß !

Am 03. Oktober 2021 um 13:22 von weingasi1

.........In Köln ist es leider so, dass die früheren, schönen Einkaufsstrassen........

Da fällt mir als erstes die Schildergasse und die Hohestraße ein. Da haben Sie vollkommen Recht, keine Atmosphäre mehr, Gastro schon mal gar nicht. Da ich auch schon ohne Maske Probleme mit der Luft bekomme, gehe ich auch nicht mehr in die Geschäfte. Ich habe zwar ein Attest, bin aber die Anfeindungen auch irgendwann mal satt. Ich bin bald wieder 1 Woche in Kölle, am Neumarkt dann nur um in die Pusztahütte zu gehen.

Am 03. Oktober 2021 um 12:54 von nie wieder spd

@ um 12:20 von derkleineBürger

Für die internationale Haute­vo­lee wird es bald zum guten Ton gehören, eine teure Wohnung in der Innenstadt der Metropole Gießen zu besitzen oder einige Wochen im Jahr in einem teuren Hotel dort zu residieren.
__
Ihnen ist bekannt, dass man in Foren Ironie bitte als solche kennzeichnen soll ?
Ansonsten wüsste ich nun wirklich nicht, welche "hautevolee" an einer Wohnung in der Metropole Giessen interessiert sein könnte.
Nicht einmal als zeitweilige Residenz.
Da gibts schon andere Örtlichkeiten, die darum buhlen.

Wieso sich noch in eine Innenstadt

quälen? Alles andere als attraktiv, weder die Angebote noch der Weg dorthin.
Die Mietpreise und Parkgebühren tun ihr übriges.

@ Forfuture, um 13:50

Der von Ihnen (im besten Sinne) angeführte Begriff “Einkaufserlebnis“ entlockt mir ein Schmunzeln, weil ich das eher mit dem Gefühl 'nackig durch ne Tropfsteinhöhle oder 'barfuß durch ein Krokodilgehege' verbinde, selbst wenn die Tierchen zahnlos wären. :-)
Oder Autofahren in Neapel, da kann ich auf jeden Fall mitreden.

“Einkaufen“ und “Erlebnis“ krieg ich beim besten Willen nicht in Einklang.
Müsste ich noch schwer an mir arbeiten..

Das Kaufhof-Karstadt-Syndrom

In Deutschlands stationärem Einzelhandel ist schon lange nicht mehr der Kunde König, sondern die imperialen Ladenbetreiber sind mit ihrer Arroganz die Kaiser und Fürsten der Innenstädte, die die Kunden mit ihren Sortimentswünschen regelmäßig vergeblich auflaufen lassen und zum Niemand erklären. Okay, dann sind wir also niemand und tschüß !

Am 03. Oktober 2021 um 12:57 von 91541matthias

Mehr Rücksicht auf Anwohner ist nötig, weil sonst irgendwann niemand mehr in die Zentren lebt und diese entgültig sterben oder zum Freilichttheater verkommen..
__
Soweit ich weiss, leben Sie in der Altstadt einer eher mittelgrossen Stadt. Da mag es diese Überlegungen geben.
In den Grossstädten, ob das Ffm, Köln, Muc oder Ham ist, leben ohnehin nur noch wenige Bürger in der "City" bzw. direkt in den Einkaufsstrassen. Höchstens in den Penthäusern. Ansonsten sind das mehrheitlich Büroräume, Kanzleien, Arztpraxen u. dergl.
Auch die Aussengastro ist nicht unbedingt dort verortet, weil viel zu teuer und wer sich z.b. in Köln oder Düsseldorf in der Altstadt niederlässt und dort gibt es quasi keine "Alt"-Mieter, der sollte wissen, was da des nächtens auf ihn zukommt. Aber solche Leute denken dann auch noch, dass sich die alteingesessene Gastro nun nach IHNEN zu richten hat. Der Ärger ist auf beiden Seiten vorprogrammiert.

Am 03. Oktober 2021 um 14:16 von Schweriner1965

Da fällt mir als erstes die Schildergasse und die Hohestraße ein. Da haben Sie vollkommen Recht, keine Atmosphäre mehr, Gastro schon mal gar nicht. Da ich auch schon ohne Maske Probleme mit der Luft bekomme, gehe ich auch nicht mehr in die Geschäfte.
__
D'accord. Bestätige ich zu 100%. Auch das mit dem Attest. Naja, Puszta-Hütte, zwar sehr bekannt aber ich mag das nicht. Mein Mann muss auch 2x im Jahr dorthin. Gibts aber mittlerweile als Konserve zum mitnehmen.
Ist identisch und man braucht nicht in dem Durchgangslager zu essen.
Aber ausserhalb der Innen- bzw. Altstadt gibt's schon sehr gute und ansprechende Gastro aller Genese. Viel Spass demnächst !

@ Kaneel, um 14:04

re @harry_up, 12:17

Ich habe 2 oder 3 Internethändler, die liefern Sachen, die auch Größe 50 sind, wenn's draufsteht, auch die Schuhgröße haut in aller Regel hin.
Rücksendungen habe ich vielleicht 2 im Jahr.

Aber so oft bestelle ich keine Sachen, zu viele sind mir eher lästig, oder sie liegen monatelang im Schrank und warten auf irgendwas...
Da ich allein lebe, ist das Einkaufen wohl auch viel einfacher.

Jeder Laden ein freier Paketshop wäre die Lösung

Selbst zu einer simplen Symbiose mit dem Onlinehandel ist der stationäre Einzelhandel in Deutschland nicht willig und zu arrogant. Anstatt daß jeder Laden sich ein 2. Standbein schafft als freier Paketshop für den Onlinehandel und so gleichzeitig eine gratis Marktforschung zur Verbesserung seines Sortiments und dadurch jede Menge Kunden erhielte, geht der Einzelhandel stattdessen lieber weiterhin auf Konfrontation und Konkurrenz zum Onlinehandel. Und dabei wären freie Paketshops nicht nur für die Kunden eine wesentliche Verbesserung in der bisherigen von Ärger und Streß geprägten Paketshop-Servicewüste von DHL bis Hermes, sondern würden auch für die Versandunternehmen die Umwelt-, Klima- und Finanzbilanz verbessern und zu anständigen Lohnzahlungen befähigen.

Am 03. Oktober 2021 um 14:03 von Systemopfer

300 €/m²?
na bei solchen gierigen Vermietern muss man sich nicht wundern, wenn die Innenstädte aussterben
#
#
Vermieter von Gewerblichen Objekten glauben immer das Sie ohne Probleme Ihre Preisvorstellungen durchsetzen können.
Mein damaliger Vermieter hatte meinem Geschäftspartner und mir auch gesagt das er das Ladengeschäft und die Lagerräume sofort wieder vermieten kann und 20 % Mieterhöhung doch nicht so schlimm und angemessen wären.
Das Ladengeschäft steht seit dieser Zeit leer und alle andere Läden incl. Gastronomie in dieser ehemaligen Einkaufszone sind mittlerweile geschlossen.

@wenigfahrer

"Grüne Wiese mit Einkaufszentrum und Parkplatz, ist da wesentlich besser, und der Parkplatz auch noch kostenlos."

Richtig sollte es heißen:
Einkaufszentrum mit Parkplatz, die grüne Wiese war da mal.
Hauptsache kostenloser Parkplatz...Und diese Zentren finde ich noch schlimmer als die überall gleichen Innenstädte. Und das Angebot ist ebenfalls das gleiche: die allgemein bekannten Ketten.
Und alle fahren kilometerweit mit dem Auto, ökologisch gesehen nicht gut.

Am 03. Oktober 2021 um 13:01 von Sausevind

Ich selber bin begeistert von den neuen Lösungsmöglichkeiten.
__
Die werden aber m.M. sehr schnell an ihre Grenzen stossen. Gewerbe, was auf Kunden bzw. Käuferkontakte angewiesen ist, also Handel u. Gastro kommen nur Untergeschoss und ebenerdig in Frage. Für andere Bereiche ist das zum Scheitern verurteilt; mit Ausnahme vllt. Saturn u.Ä., weil dafür explizit Kunden kommen. Die brauchen keine Laufkundschaft. Für die Gewerbeflächen werden im Bericht auch wieder hauptsächlich die "Filial"-Betriebe genannt. Also wieder nichts Neues. Hotel-Etagen, ja, kann ich mir vorstellen, für Städte, die ein hohes Touristen-Potenzial haben. Bei den meisten Städten ist dieses Potenzial aber ausgeschöpft. Ansonsten habe ich in dem Bericht nun keine besonders umwerfende Idee gefunden.

Wer braucht schon

Wer braucht schon Innenstädte? Schwindelerregende Wohnkosten. Autos werden verteufelt, als ob Flugtaxis zum Arbeitsplatz auf jedem Dach landen. Hohe Ladenmieten treiben die Preise in Höhen, die jenseits aller Limits im Vergleich zu den Versendern liegen. Durch die Lage (historisch bedingt an Flussniederungen) und dichte, hohe Bauweise liegt die Temperatur in den Städten bis zwölf Grad Celsius über der Umgebung, was die Lebenserwartung senkt. Man frage mal die Älteren, wie sie sich im Sommer in einer Dachwohnung fühlen. Im einst gepflegt-wohlbürgerlichen Brüsseler Viertel in Köln, wo die Wohnungen einmal bezahlbar waren, ziehen die Menschen entnervt wegen des nächtlichen Lärms vor den Kneipen weg. Nein, danke.

Es ist an der Zeit wieder die

Es ist an der Zeit wieder die traditionellen Online resistenten Geschäfte in der Innenstadt großflächiger und prominenter anzusiedeln: Bäcker, Schneider, Schuster, Schlosser. Die kann auch Amazon nicht ersetzen.

Einzelhandel im Rien-ne-va-plus-Modus

In Deutschlands verwaisten und verödeten Innenstädten sind allenfalls nur noch die 1 Euro-Ramschläden
ein "Renner", wo aber nicht minder Kundenunfreundlichkeit und Servicewüste herrscht wie bei all den anderen pleitelnden Läden von Woolworth bis Karstadt/Kaufhof, in denen längst ebenso das Sortiment fernab von Kundenwünschen und Kunden-Zeitetat unsortiiert auf großen Wühltischhalden verramscht ist und dies auch nicht durch immer mehr unqualifiziertes Ladenpersonal wett gemacht werden kann. Daher auch da die häufigste Antwort auf Kundenfragen vom Artikel-Sortiment bis zum Produktgebrauch: Achselzucken und gähnendes Desinteresse an Laden und Job.

14:38 von harry_up @ Kaneel, um 14:04

Ich habe 2 oder 3 Internethändler, die liefern Sachen, die auch Größe 50 sind, wenn's draufsteht, auch die Schuhgröße haut in aller Regel hin.
Rücksendungen habe ich vielleicht 2 im Jahr.

Das Rücksenden schreckt mich auch ab. Sein Sie froh, dass es bei Ihnen mit der Größe so stimmig ist. Eine meiner "Standardjeans" fällt über die Jahre immer mal wieder in Länge und Weite unterschiedlich aus. Und Schuhekauf ist für mich ein Grauen. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich alles doppelt kaufen, wenn etwas passt und gefällt und hätte dann lange Ruhe.

Wenn mir allerdings tatsächlich mal passende schöne Sachen ad hoc im Laden über den Weg laufen, dann kann Einkaufen durchaus sogar Spaß machen.

Zu viele Schrankhüter habe ich leider auch - hoffe auf einen Flohmarktverkauf im nächsten Jahr.

P.S. Falls ich mich im vorherigen Post missverständlich kritisch ausgedrückt habe - bin selbst gebürtige Westfälin und habe den Großteil meines Lebens dort verbracht.

@kommtdaher

"Es ist an der Zeit wieder die traditionellen Online resistenten Geschäfte in der Innenstadt großflächiger und prominenter anzusiedeln" Am 03. Oktober 2021 um 14:54 von kommtdaher

*

Warum zum Deubel denn das?

Ich wohne am Stadtrand und habe das alles quasi vor der Nase.

Hier sind die Mieten niedriger, als in der Innenstadt und alles ist zur Not auch zu Fuß zu erreichen: Ärzte, Geschäfte, Sportverein, Freibad, und ein Spaziergang im Wald. Das Beste aus Stadt und Dorf.

Wenn irgendwelche Planer meinen, alles müsse ins Centrum der "Big City", damit sich alle Leute gegenseitig auf den Füßen trampeln, dann haben die komische Ansichten.
Das ist was für satirische US-Weihnachtsfilme aber nichts für das tägliche Leben.

Am 03. Oktober 2021 um 13:46 von reinbolt48

Gerade mit Familie oder in Gruppen - immer "muss" jemand ... das Suchen nach Toiletten vergrämt jeden Stadtbesuch!
__
Nö, dann geht man, wenn man nicht gerade Kleinstkind ist, nach 2 oder 3 Std. irgendwo etwas trinken und benutzt dort auch die WC's. Dafür sind die nämlich da. Und nicht für ganze Gruppen, die einfallen, die Örtlichkeiten verhunzen und ohne "Guten Tag" geschweige denn "ein Dankeschön " wieder enteilen. Ich habe lange genug in der Gastro der City gearbeitet um das beurteilen zu können.

Vorbild Holland

Schuster bleib bei deinem Leisten - mit dieser auch im Handel erfolgreichen Weisheit, mit der noch heute in den Niederlanden sich alteingesessene Läden über alle Krisen hinweg retten konnten, hat es sich Deutschlands Einzelhandel schon lange verscherzt und taumelt so in all der Sortimentsunbeständigkeit und -verramschung von einem Pleiteladen in den nächsten. Und so eine Pleite-Wirtschaft ist auch nicht gerade umwelt- und klimafreundlich, wenn man bedenkt, daß man im Durchschnitt sogar für simple Alltagsdinge in Deutschlands Einzelhandel erst 20 Läden bereisen muß, während man in Hollands gut sortierten und den Kundenwünschen angepaßten Läden alle benötigten Dinge ohne großen Reise- und Suchaufwand innerhalb eines Tages zusammenbekommt und hierfür auch stets qualifiziertes Personal vorfindet, das über Sortiment und Produkte bestens bescheid weiß.

@kommtdaher um 14:54

>> Es ist an der Zeit wieder die traditionellen Online resistenten Geschäfte in der Innenstadt großflächiger und prominenter anzusiedeln: Bäcker, Schneider, Schuster, Schlosser. Die kann auch Amazon nicht ersetzen. <<

Handwerksbetriebe mit geringen Margen haben gar keine Chance mehr, in Innenstädten eine Fläche zu einem Preis zu mieten, der ihnen ein auskömmliches Einkommen mit ihrem Geschäft ermöglicht.
Beim Bäcker sind es eher dann die großen Ketten, die eine Filiale haben.
Diese „nostalgischen“ Zeiten mit den kleinen Läden sind leider vorbei.

13:55 von wenigfahrer

«Grüne Wiese mit Einkaufszentrum und Parkplatz, ist da wesentlich besser, und der Parkplatz auch noch kostenlos.»

Dann zieht die Karawane in der Blechlawine raus auf die Grüne Wiese. Die es gar nicht mehr gibt, weil man sie weg betonieren musste für die Tempel für die Karawane und deren motorisierte Kamele.

Auf allen Ex-Grünen Wiesen ist es irgendwie immer das Gleiche. Kostenlose Parkplätze plus das gleiche zu kaufen. Evtl. ist noch ein "Outlet" mit dabei. Dort kann man sich dann mal so richtig rauslassen.

In DEU gibt es recht viel Fläche, um rund um die Städte was anzusiedeln. Grüne Wiesen platt betonieren hat man sich in den USA abgeguckt. Dort sind es motorisierte Mustangs, die Shopping-Cowboys zu den Tempeln vor den Städten reiten. Man bindet sie immer noch vor dem Saloon an.

In Asien gibt es diese Fläche nicht. Mega-Cities mit 20 bis 40 Mio. Einwohnern will in DEU auch zurecht niemand. Gegebenheiten mit wenig Raum machen aber kreative Ideen zur Nutzung von Raum + Mensch.

14:49 von weingasi1

"Ansonsten habe ich in dem Bericht nun keine besonders umwerfende Idee gefunden."

.-.-.

Arztpraxen, Kindertagesstätten, Kultureinrichtungen, Fitness-Studio - so steht es im Bericht.

Ich ergänze, analog zu dieser Grundidee:
Kino, Bücherei.

Wenn man da dann auch noch Proberäume fürs Theaterspielen bekommen könnte, wäre ich selber sehr froh.

Die Grundidee scheint ein Mix zu sein, der sämtliche Bevölkerungsschichten für die unterschiedlichsten Bedürfnisse hinlocken könnte.

Ein Jobcenter mittendrin wär auch nicht falsch. :-)

Und Fotokurse und Malkurse wären sicherlich auch attraktiv.

Am 03. Oktober 2021 um 13:11 von Werner40

Andererseits, Kleidung kauft man besser nicht online, wenn man nicht die meisten Teile wieder zurückschicken möchte.
__
das kommt darauf an. Ich habe seit es in Köln kaum noch gute Bekleidungsgeschäfte gibt, schon einiges im online-Handel gekauft. Allerdings kaufe ich meist Kleidung, wo ich den Hersteller kenne, weiss wie die Qualität ist und wie die Grössen ausfallen. Im übrigen kann man einiges auch ändern (lassen). Dass ich Hosen mal kürzen lassen muss, ist kein Mangel. Ich muss nur selten etwas zurück senden und selbst wenn, ist das bei den meisten online-shops kein Thema, wenn man nicht gerade Billig-Kram aus China kauft. Die meiste Kleidung kaufe ich ohnehin in ITA.

Centrale Innenstädte haben ausgedient

Das mag bis zu einer bestimmten Stadtgröße und guter Anbindung ganz nett sein, aber bei immer größer werdenden Städten ist es vorbei. (In unserer Stadt wird Wohnraum gebaut wie verrückt.)

Es gibt mehrere Punkte zu bedenken:
- Keiner gurkt stundenlang hin und stundenlang zurück, um Shoppen zu gehen.
- Das Geld ist eh knapp, da will jeder kurz nach Angeboten jagen.
- Wir sollen alle Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen: das mag keiner lange mit Einkäufen vollbeladen machen.

Bei größeren Städten wird es mehrere dezentrale "Innenstädte" geben müssen.

15:06 von weingasi1

" 13:46 von reinbolt48 Gerade mit Familie oder in Gruppen - immer "muss" jemand ... das Suchen nach Toiletten vergrämt jeden Stadtbesuch!
__
Nö, dann geht man, wenn man nicht gerade Kleinstkind ist, nach 2 oder 3 Std. irgendwo etwas trinken und benutzt dort auch die WC's" Am 03. Oktober 2021 um 15:06 von weingasi1

*

WerteR weingasi1, sprechen Sie bitte für sich.

Wir als 5-Köpfige Familie gehen ganz bestimmt nicht "irgendwo etwas trinken" um dort auf Toilette zu gehen. (Alleine die Konstellation: Blase voll und man trinkt drauf...)

Wir gehen nur dann in die Innenstadt, wenn es sein muss - oder traditionell auch zum Weihnachtsmarkt.

Ansonsten haben wir alles vor der Nase am Stadtrand. Wir brauchen keine Innenstadt, und schon gar nicht, wenn es durch Toilettenmangel schwierig werden könnte.

Einkaufen statt shoppen:

"Da streiten sich die Leut' herum,
oft um den Wert des Glücks,
der eine nennt den andern dumm,
am End' weiß keiner nix.
Da ist der allerärmste Mann
dem andem viel zu reich:
das Schicksal setzt den Hobel an
und hobelt beide gleich.
("Der Wert des Glücks" - Ferdinand Raimund - 1833)" - und ich hoffe darauf, daß das Schicksal auch bei den Innenstädten den Hobel ansetzt und alle gewachsenen Zentren einer Stadt gleich hobelt. Das würde den rasant hohen Mieten der Innenstädte endlich einmal den Garaus machen und Einkaufs- und Kulturangebote besser verteilen. -

15:11 von Sausevind

Und Fotokurse und Malkurse wären sicherlich auch attraktiv.

Ja, und außerdem noch Töpferkurse, Blumenstecken, Papierfaltenkurse und eine jede Menge Bastelstuben. Für jeden etwas!

Im übrigen gibt es für solche Veranstaltungen Volkshochschulen!

Es geht bergab in den Zentren

Dem Einzelhandel geht es an den Kragen.
Die hohen Mieten in den Innenstädten sind genauso Schuld wie das Onlineshopping.
Da kann man jetzt nichts schönfärben.
Auch wenn der Artikel das versucht.
Was bleibt für unsere Innenstädte?
Um mit einem Titel des Autors Álvaro Mutis zu sprechen: "Ein schönes Sterben"...

Gute Idee

Es ist wirklich nötig, dass die Innenstädte wieder Innenstädte werden, nicht nur touristische Flaniermeilen in den schönen Orten und verkommene leere Gegenden in den nicht so angesagten Orten.
Nur - wie soll man hingelangen? ÖPNV gibt es oft nur unzureichend, Autos sollen die Innenstädte nicht mehr tangieren. Soll es die Innenstädte dann nur noch für die jungen Leute geben, die mit dem E-Bike oder E-Scooter fahren, während die reifere Jugend, die Alten, die alles aufgebaut haben, an den Stadtrand gedrängt werden und dort auch bleiben sollen?
Aktionismus wohin man schaut - alles neu erfinden wollen, aber nichts durchdenken.
Alle sollen mit der Bahn fahren, die ausgedünnte Fahrpläne, dafür aber höhere Preise hat. Wir sollen mit den Öffentlichen fahren - nur fahren die in den kleinen Orten schon lange nicht mehr. Wir sollen beim Heizen sparen oder moderne Heizungen einbauen lassen - doch hat die Hälfte dieses ach so reichen Landes dafür kein Geld....
Armes Deutschland.

Am 03. Oktober 2021 um 14:38 von FakeNews-Checker

Selbst zu einer simplen Symbiose mit dem Onlinehandel ist der stationäre Einzelhandel in Deutschland nicht willig und zu arrogant.
__
Ich weiss natürlich nicht, wo Sie wohnen aber in Köln geht so etwas, wenn ich Sie überhaupt richtig verstanden habe, mit dem, was Sie vermissen.
Man kann sich im online-shop seine Wünsche bestellen, sie in die Filiale kostenlos liefern lassen und dort nach Sichtung gegebenenfalls nach dem Anprobieren, entscheiden, ob man die Ware möchte, oder eben nicht.
Kann aber sein, dass ich Sie komplett falsch verstanden habe.

15:11 von Sausevind

«Arztpraxen, Kindertagesstätten, Kultureinrichtungen, Fitness-Studio - so steht es im Bericht.

Ich ergänze, analog zu dieser Grundidee: Kino, Bücherei.
Wenn man da dann auch noch Proberäume fürs Theaterspielen bekommen könnte, wäre ich selber sehr froh.

Die Grundidee scheint ein Mix zu sein, der sämtliche Bevölkerungsschichten für die unterschiedlichsten Bedürfnisse hinlocken könnte.»

Sehr schön für Menschen zum Leben sind attraktive Stadtviertel, von denen jedes einzelne seinen Charakter mit Besonderheit hat. Einmal sind es Restaurants & Kneipen, andermal Kaufhäuser, das Dritte Electronics incl. Game Halls, das Vierte dann Bücher & Comics. Untereinander verbunden mit richtig gutem ÖPNV, der 24/7 fährt.

So fand sogar meine Freundin (die große Menschenmengen gar nicht mag), Tokyo dann doch mega attraktiv. Trotz Fülle in anstrengend großer Stadt.

Lauter kleine Welten nahe beieinander ohne reale Konkurrenz.
Man kann die Welt schnell wechseln.
Wenn man will, 3x pro Tag.

Welche Stadtgrößen sind eigentlich gemeint ? Über 100.000 ?

Also ich bekomme 98+ % aller Dinge zum Leben in meiner Kleinststadt von 8000 Seelen.
Alles andere online.
Mir fällte gerade rein gar nichts ein, was mich jemals wieder in eine Stadt >100.000 treiben könnte - außer ein Kulturbesuch / historische Altstadt. Und dann ganz sicher nicht als Autofahrer, sondern Anreise mit dem Zug (Ja, wir haben einen Bahnhof in der Kleinststadt....).
Aber diese Einkaufsmeilen ? Noe.

Am 03. Oktober 2021 um 15:21 von Tada

Ansonsten haben wir alles vor der Nase am Stadtrand. Wir brauchen keine Innenstadt, und schon gar nicht, wenn es durch Toilettenmangel schwierig werden könnte.
__
Sie müssen sich schon den Beitrag anschauen, auf den ich Bezug nahm, bevor Sie mich völlig unberechtigt kritisieren.
Der Forist @reinbolt sprach explizit vom Stadtbummel in Gruppen und dem WC-Problem ! Und nur darauf habe ich geantwortet. Dass Sie mit Kindern nicht in die City fahren um dort etwas zu trinken und zur Toilette zu gehen, ist eigentlich schon keine Antwort wert, so einleuchtend, wie das ist.

15:06 von weingasi1

<< Am 03. Oktober 2021 um 13:46 von reinbolt48

Gerade mit Familie oder in Gruppen - immer "muss" jemand ... das Suchen nach Toiletten vergrämt jeden Stadtbesuch!
__
Nö, dann geht man, wenn man nicht gerade Kleinstkind ist, nach 2 oder 3 Std. irgendwo etwas trinken und benutzt dort auch die WC's. <<

.-.-.

In Hamburg gibt es in sämtlichen Kaufhäüsern Toiletten, die man in der Regel gratis benutzen kann.

Auch wenn sich die Toiletten im Restaurant-Bereich befinden, geht man stracks durch zu den Toiletten.

Kein Trinkzwang, kein Esszwang.

@ 15:11 von Sausevind

Famos, danke für Ihre Anregungen.

Um 12:50 Uhr habe ich hier schon ein paar ähnliche Gedanken geäußert.

Alles steht und fällt mit einer Vergesellschaftung der Mietkosten in den Innenstädten. Aber soziales und wirtschaftliches Leben entwickelt sich nun einmal weiter und mit überkommenen Vorstellungen wird man die Innenstädte nicht wieder lebenswert machen können.

Angeschoben mit einer soliden Finanzierung über eine moderate Besteuerung von Versandeinkäufen (deswegen wird trotzdem niemand mehr auf diese bequeme Art des Einkaufs verzichten) kann sich so vielleicht eine neue ästhetische und soziale Kultur entwickeln.
Und wenn man den gesellschaftlichen Gewinn mitrechnet, dürfte am Ende vielleicht sogar ein hartgesottener Ökonom für diese Idee zu begeistern sein.

Innenstädte sollten

Innenstädte sollten Lebensqualität und ein gutes Lebensgefühl wiederspiegeln.
Dazu gehört bezahlbarer Wohnraum, genauso wie ein gutes Angebot an kulturellen Einrichtungen, aber auch Geschäfte und eine vielfältige Gastronomie.
Es ist wichtig, dass sich in den Innenstädten die Menschen wohlfühlen und dort gerne verweilen.
Innenstädte, deren Gesicht durch grosse Ladenketten und 1€ Shops bestimmt werden, sind dem Untergang geweiht.

Bitte Äpfel mit Äpfel vergleichen

Wenn die Kundenfrequenz deutlich geringer geworden ist, sollte man der drastische Touristik Rückgang gerade in den Innenstadtlagen der Grosstädte berücksichtigen. Beispiel München Neuhauser Strasse. Die Hälfte der Kundschaft sind Touristen und von denen die 50% Amerikaner.
Also es ist nicht alles Corona. Nehmen Sie mal die Elektronik Ketten, Computer, Telefon, Radio/Fernsehen, ich will keine Namen nennen, aber zum Teil sind die nicht mehr wettbewerbsfähig. Dito bei Schuhe und Kleidung. Manche Unternehmen haben die Zeit verschlafen, trotz Corona.

14:30 von weingasi1

Für Frankfurt stimmen Ihre Behauptungen nicht.

Ja, da leben Menschen in der Innenstadt, gerade auch wieder neu in der "neuen Altstadt"; und da gibt jede Menge Außengastronomie verschiedenster Ausrichtung und Preisklassen (am Dom, auf dem Römer, in der Fressgass, an der Alten Oper, um das Goethehaus herum usw.).

Oper und Theater sind fast in der Innenstadt, kleinere Bühnen direkt drin. Demzufolge ist die Innenstadt auch alles andere als tot.

@ um 14:04 von Kaneel

„Wie machen Sie das denn, wenn Sie neue Schuhe oder Kleidung benötigen? Mir wäre auch lieber meine Sachen würden ewig halten …“
Ich persönlich kaufe mir alle paar Jahre Socken.
Alle meine anderen Kleidungsstücke sind über 20 Jahre alt und älter.
Eine Ausnahme: Vor 8 Jahren musste ich mir mal eine neue Jeans kaufen, da die alte durch meine Katzen etwas überbeansprucht war.
Natürlich darf man keine Billigware kaufen. Aber dann hält Kleidung locker mehrere Jahrzehnte. Egal ob Oberbekleidung oder Unterwäsche.
Schuhe halten ebenso lange, wenn man sie pflegt und gelegentlich kleinere Reparaturen durchführen lässt. Schuster, die das tun, gibt es aber leider auch immer seltener.
Man muss sich einfach nicht nach künstlich aufgebauschten Modevorgaben richten. Schuh ist Schuh, Hose ist Hose und Hemd oder T-Shirt sind eben auch nur das. Immer schon.

Am 03. Oktober 2021 um 15:09 von Wolf1905

n: Bäcker, Schneider, Schuster, Schlosser. Die kann auch Amazon nicht ersetzen. <<
__
Da haben Sie vollkommen recht. Zumal diese Gewerke, ich nenne sie mal so, auch keine Laufkundschaft brauchen, ausser den Bäckereien im Filialbetrieb.
Was sollen denn Schlosser oder Schuster für Preise nehmen (müssen), wenn sie auf der Kö oder der Zeil residieren ? Das wäre doch totaler Humbug.

Hier in Hamburg-Harburg

verödet die einstmals sehr attraktive Lüneburger Strasse im Centrum. Ein billig Laden neben dem anderen.Das ist auch der Politik schon lange ein Dorn im Auge und man ist dabei das zu ändern. Nur langsam gelingt das-

IInnenstädte der Zukunft:...

Möge sich solch ein Trend auch in anderen Stadtgebieten niederschlagen. Wohnwüßten ohne Bäcker, Büdchen oder Apotheke gibt es in unseren Landen schon viel zu viele, dergleichen sollte schon seit Jahrzehnten verboten sein. Kein "Wohnviertel" sollte so trist und einseitig genutzt sein, dass die letzte dort lebende Witwe Probleme hat, sich und ihren Dackel mit dem Rollator vor Ort mit dem Nötigen zu versorgen, ohne einen Bus zu besteigen oder den Neffen fordern zu müssen. Ansonsten könnt ihr euch die Auto freiere Gesellschaft von der Backe wischen.

Konsumtempel, Mischimmobilie....

Kundenzurückhaltung - dazu gehöre ich, nicht erst seit Corona. Ich kaufe ca. 1 - 2 Teile Kleidung pro Jahr. Dafür fahre ich nach Köln; ich kenne 3 wunderbare kleine Läden, in denen ausschl. GOTS oder Fair trade zertifizierte Kleidung verkauft wird. Schuhe - sehr selten - auf die gleiche Art. Ja, und kleine, gemütliche Cafes mit Fair trade Kafee, Bio-Restaurants gibt's dort auch.
Ab und zu bestelle ich im Internet - eben auch in auserwählten Geschäften - z.B. pflanzengefärbte Ledertaschen in einem kleinen Familienbetrieb hergestellt...

Am 03. Oktober 2021 um 15:46 von Sausevind

In Hamburg gibt es in sämtlichen Kaufhäüsern Toiletten, die man in der Regel gratis benutzen kann.

Auch wenn sich die Toiletten im Restaurant-Bereich befinden, geht man stracks durch zu den Toiletten.

Kein Trinkzwang, kein Esszwang.
__
Stimmt. Das gibt es in der Form in Köln auch, allerdings m.W. sind die aus gutem Grund immer mit Personal besetzt und auch kostenpflichtig. Das war aber nicht die Intention des Foristen @reinbolt, der explizit darauf abzielte, dass die Gastro das gegen geringen Beitrag in den Städten zur Verfügung zu stellen habe; nur darauf habe ich geantwortet.

Vielleicht hat auch ein

Vielleicht hat auch ein Weltverbesserer einen Tipp wie die Städte den Ausfall der Gewerbesteuer ausgleichen kann.
Die Stadt Frankfurt hat im Jahr 2020 einen Ausfall von 500 Mio Euro zu beklagen, das sind 25 %.
Die Malstuben oder Töpferbuden werden für die Bürger sehr teuer werden wenn die Innenstädte so geplant werden.

@ Kritikunerwünscht 15:38

Was Sie beschreiben , ist doch letztendlich das Ergebnis , von den letzten 25 Jahren.

@ kommtdaher, um 14:54

Die traditionellen Geschäfte, die Sie nennen, vermisst man nicht nur in den großen Innenstädten mehr und mehr.

Ich wohne ja nun wirklich ländlich, doch auch hier ist die Suche nach einem Schuster oder (Änderungs)Schneider schon langsam abenteuerlich.
Die alten Handwerksbetriebe schließen mangels Nachwuchs.

Immerhin, hier gibt's noch jemanden, der Nähmaschinen repariert; meine elektronische hatte ich verschenkt, weil ich eh nicht damit umgehen konnte und wollte.
Ironie des Schicksals. :-)

Bäcker ja, aber schade ist, dass die Bäckereien auch nach und nach von wenigen Ketten übernommen werden mit dem entsprechenden Einheitsangebot.

15:47 von Lutz Jüncke @ 15:11 von Sausevind

Vielen Dank für Ihrer beider Kreativität, Begeisterungsfähigkeit und Zuversicht!

Das von mir oben erwähnte "Ding" erscheint mir sehr kommerziell ausgerichtet und haut mich auf Anhieb nicht vom Hocker. Da warte ich mal ab.

Eine lebenswerte Stadt, in der die von Ihnen erwähnten Ideen umgesetzt sind kann ich mir sehr gut vorstellen!

@ Tada 15.06 Spaziergang im Wald....

....bei mir eher große Streifzüge über Stunden durch die mich umgebende Natur! Ja, wie Sie schreiben, ich habe außer Bioladen auch alles fußgängig erreichbar.
Alles in allem: Für mich mehr als komfortabel und völlig stressfrei.
Öffentliche Verkehrsmittel stehen sozusagen vor der Tür bereit.

Zum Glück

...wurden Fußgängerzonen schon vor 50 oder 60 Jahren eingerichtet. Heutzutage gäbe es von bestimmter Seite erbitterten Widerstand dagegen...
Ich habe mal ein Foto gesehen, da parkten noch Autos auf dem Bremer Marktplatz: fürchterlich, das mag man sich gar nicht mehr auch nur vorstellen.

Am 03. Oktober 2021 um 14:26 von harry_up

"“Einkaufen“ und “Erlebnis“ krieg ich beim besten Willen nicht in Einklang."

Nun in den allermeisten, heutigen deutschen Innenstädten werden Sie da auch kein Glück haben. Es geht dabei auch nicht um die Produkte des täglichen Bedarfs, obwohl Marketingstrategen sicher auch diese EInkäufe meinen würden und wer weiß, vielleicht ist auch das sogar machbar.

Aber es gab und gibt durchaus Städte da kann man bummeln und schöne, witzige, skurile, unbekannte Dinge entdecken und dann kann man wirklich einen erlebnisreichen, schönen Tag haben. Ist für jeden Geldbeutel machbar, denn auch sehr günstige Dinge können erfreuen, wenn sie einem nur ein Staunen, oder Lächeln entlocken!
Ich kann da spontan London, Amsterdam, Granada, Barcelona und Wien empfehlen.

Schade, dass Ihnen diese Erfahrung verwehrt blieb.

Hat übrigens nichts mit konsumberauschtem shopping zu tun.

16:03 von weingasi1 Am 03. Oktober 2021 um 15:46 von Sausevind

In Hamburg gibt es in sämtlichen Kaufhäüsern Toiletten, die man in der Regel gratis benutzen kann.
#
Auch das ist mittlerweile Vergangenheit.So wie in dem Kaufhaus in dem ich oft einkaufe. Da steht jetzt Personal vor der Toilette und verlangt 50 Cent.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: