Ihre Meinung zu: Berufungsgericht: Abtreibungsgesetz in Texas wieder in Kraft

9. Oktober 2021 - 6:58 Uhr

Ein Berufungsgericht hat das extrem strenge Abtreibungsgesetz im US-Bundesstaat Texas vorübergehend wieder in Kraft gesetzt. Das "Herzschlag-Gesetz" war erst vor wenigen Tagen nach einer Klage der US-Regierung ausgesetzt worden.

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Kommentare

Unerbittlicher „Kampf“ der Ideologen und Besitzstandswahrer

um die Herrschaft über die Menschen

Um deren Interessen geht es dabei - auch wenn sie das vorgeben - überhaupt nicht.

Nur um ihre Unterwerfung.

Warum so extrem?

Ok, ich verstehe, dass die Republikaner eine Mehrheit in Texas haben. Aber was um alles in der Welt treibt sie dazu, ein so extrem strenges Abtreibungsrecht zu machen? Wo man doch weiß, dass es auch Millionen Menschen im Land gibt, die das nicht wollen, denen das zu weit geht. Warum diese unseelige Konfrontation?

Herzschlag

Warum macht die politische Elite in Texas ein so strenges Gesetz, so dass Abtreibungen ja praktisch nicht mehr möglich sind? Warum soll ein Kind nicht mehr abgetrieben werden dürfen, wenn ein Herzschlag gemessen werden kann?

Verrückte Gesetze

"Es verbietet Abtreibungen, sobald der Herzschlag des Fötus festgestellt worden ist."
"KonsequenzenAußergewöhnlich an der Regelung ist, dass sie Privatpersonen ermöglicht, zivilrechtlich gegen alle vorzugehen, die einer Frau bei einem Schwangerschaftsabbruch helfen."

*

Wie wollen Außenstehende darüber bescheid wissen, ob beim einem Fötus schon der Herzschlag fastgestellt worden ist? Wo noch nicht einmal die Schwangeren selbst genau wissen, wie lange sie schwanger sind.

Es geht bei den Gesetzen nur darum die Bevölkerung zu spalten und von wirklichen Problemen abzulenken.

Um Menschenleben geht es in Texas nicht. An den Grenzen werden in Texas die Flüchtlinge weggedrängt - das ohne Wertung, aber gleichzeitig Föten zu "retten" ist einfach nur psychotische Machtgier.

Männergesetze

Ich glaube, dass es hauptsächlich christlich eingestellte Männer sind, die diese scharfen Abtreibungs-Gesetze machen und dass die Frauen darunter leiden.

Am 09. Oktober 2021 um 08:27 von free Nawalny

"Warum soll ein Kind nicht mehr abgetrieben werden dürfen, wenn ein Herzschlag gemessen werden kann?"

Tja, das ist eben ein Kompromiss.
Für einige gilt als Leben, sobald das Spermium mit der Eizelle "verschmolzen" ist als Leben. Eine Beendigung dieses ist dann Mord, und dementsprechend setzen sich "Kinderschutzfanatiker" gegen die Pille danach ein! Bis zur Entwicklung des selbstschlagenden Herzens dauert es noch ein wenig... also schon ein Kompromiss.

Der Herzschlag zählt nicht überall

Warum regen sich die Abtreibungsgegner eigentlich nicht über die sozusagen nachträglichen Abtreibungen auf, die US - Strategen und - Politiker nahezu täglich mittels Drohnen und anderem Mordwerkzeug in aller Welt vornehmen?
Oder über die quasi nachträglichen Abtreibungen durch vermeidbare Krankheiten, die seit Jahrzehnten jeden Tag(!) 50.000 Kinder das Leben kosten?
Das sind (Massen)Morde an Kindern, deren Herz schon längere Zeit schlägt und dafür sind vor allem Politiker verantwortlich.
Kein Abtreibungsgegner hat sich je darüber aufgeregt. Abtreibungsbefürworter allerdings auch nicht genug.

"My body - my choice"

Zitat: "Ein Berufungsgericht hat das extrem strenge Abtreibungsgesetz im US-Bundesstaat Texas vorübergehend wieder in Kraft gesetzt. Das "Herzschlag-Gesetz" war erst vor wenigen Tagen nach einer Klage der US-Regierung ausgesetzt worden."

Abtreibungsbefürworter_innen_r_s_` fassen ihre Position zur Abtreibungsfrage meist mit dem Slogan "my body - my choice".

So weit, so gut. Wenn es darum ginge, medizinische Eingriffe am eigenen Körper vorzunehmen, gehe ich d'accord: der, die, das betreffende Person soll das selber entscheiden.

Bei einer Schwangerschaft geht es aber nicht nur um "my body", sondern um den "body" des neugeborenen Babys.

Insofern ist der Slogan "my body - my choice" im Zusammenhang mit Abortionen völlig schwachsinnig. Er müsste lauten: "my baby's body - not my choice".

Vielleicht kann jemand den Abortionsbefürworter_innen_außen diesen nicht allzu komplexen Sachverhalten noch einmal erklären.

@Am 09. Oktober 2021 um 08:41 von free Nawalny

Zitat: "Männergesetze
Ich glaube, dass es hauptsächlich christlich eingestellte Männer sind, die diese scharfen Abtreibungs-Gesetze machen und dass die Frauen darunter leiden."

In erster Linie sind die Abtreibungsgesetze weder "Männer- noch Frauengesetze", sondern zielen darauf ab, neu geborenes Leben zu schützen und sind - wenn überhaupt - "Baby-Gesetze".

Ich finde, ein Nawalny-Sympathisant sollte in der Lage dazu sein, diesen Sachverhalt zu verstehen.

@ nie wieder spd

... die US - Strategen und - Politiker nahezu täglich mittels Drohnen und anderem Mordwerkzeug in aller Welt vornehmen?

Sie sprechen sich gegen ein militärisches Vorgehen der USA aus, was ja vielleicht richtig ist. Aber das hat doch gar nichts mit dem Thema zu tun.

@Nettie um 08:22

>> Unerbittlicher „Kampf“ der Ideologen und Besitzstandswahrer um die Herrschaft über die Menschen

Um deren Interessen geht es dabei - auch wenn sie das vorgeben - überhaupt nicht.

Nur um ihre Unterwerfung.<<

Das ist aber von Ihnen sehr „ideologisch“ formuliert, finde ich.

Unabhängig jetzt von Texas oder auch anderen erzkonservativen Bundesstaaten dort oder überhaupt auf dieser Erde:
Ich bin prinzipiell für das Recht einer Frau, eine Abtreibung veranlassen zu dürfen (unter gewissen Prämissen, bedingungslos geht es ja vermutlich nirgends - alles hier zu definieren geht natürlich nicht). Aber eins ist mir auch klar, und da habe ich natürlich auch echte „Bauchschmerzen“: eine Abtreibung bedeutet, beginnendes Menschenleben abzutöten („abtreiben“ ist ja nichts anderes), und das ist für jede Frau, die in dieser Situation ist, eine unwahrscheinlich schwierige Entscheidung - als Mann kann ich nur meine Meinung darüber schreiben, nachempfinden kann ich es nicht wirklich.

um 08:49 von nie wieder spd

Zitat: Der Herzschlag zählt nicht überall

Was hat der Drohnen-Einsatz gegen Terroristen mit Abtreibung zu tun? Nichts. Ihr Beitrag ist reiner Whataboutism.

Abtreibung und Demokratie

Das wirkliche Übel ist die Benutzung der Abtreibungsfrage als politisches Kampfmittel. Dadurch wird es unmöglich, auf den Kern des Problems zu kommen - denn ein Problem ist es, und zwar ein absolut grundsätzliches, jedenfalls für eine demokratische Gesellschaft, die den Grundsatz der Gleichberechtigung von Mann und Frau enthält. Denn dieser Grundsatz bedeutet das Hinausgehen über biologische Gegebenheiten - nach denen Mann und Frau signifikant unterschiedliche Funktionen haben (übrigens : noch!). Die (westliche) Demokratie macht das Individualrecht zum absoluten Mittelpunkt, für Mann UND Frau gleichermaßen. Genau wie dem Mann muß folgerichtig auch der Frau die autonome Entscheidung über ihren Körper zustehen - und damit auch über alle mit diesem Körper verbundenen Prozesse, unabhängig vom zeitlichen Zustand !
Religiöse ebenso wie gesellschaftspolitische Gesichtspunkte können dem entgegenstehen und sind durchaus berechtigt - aber nun mal mit dem Kern der Demokratie nicht vereinbar.

@sonnenbogen

"Tja, das ist eben ein Kompromiss.
Für einige gilt als Leben, sobald das Spermium mit der Eizelle "verschmolzen" ist als Leben" Am 09. Oktober 2021 um 08:42 von sonnenbogen

*

Der Kompromiss ist für die Gesetzgeber in Texas vorbei, wenn das Leben auf der anderen Seite der Grenze gezeugt wurde und paar Jahre später als ein ganzer Mensch rüber kommen will.

Nebenbei:
Bei der Betrachtung "sobald Spermium mit Eizelle verschmilzt" müssten eineiige Mehrlingen als eine Person gelten und Chimären (Verschmelzen von mehreren Embryos zu einem) als zwei.

@ Blitzgescheit

Vielleicht kann jemand den Abortionsbefürworter_innen_außen diesen nicht allzu komplexen Sachverhalten noch einmal erklären.

Genau diese verquere Haltung ist es, die Frauen das Gefühl gibt, ausgeliefert zu sein. Spielball reaktionärer Gesellschaftsbilder.

Und dann sind Sie sich auch nicht zu schade, auch noch Kokolores mit Gendern dran zu hängen.
Sorry, so nicht.

@Blitzgescheit

"In erster Linie sind die Abtreibungsgesetze weder "Männer- noch Frauengesetze", sondern zielen darauf ab, neu geborenes Leben zu schützen und sind - wenn überhaupt - "Baby-Gesetze"." Am 09. Oktober 2021 um 09:01 von Blitzgescheit
*

Unsinn.
Baby-Gesetze würden sich um geborene Babys kümmern. Da wäre ein Kindergeld eine Möglichkeit.

Momentan werden Zellhaufen geschützt und Frauen (oft bereits Mütter, die wissen wovon sie reden, wenn es um Kinder geht) bestraft - und damit ganze Familien.

Die ollen Männer, die die Gesetze machen haben doch nie im Leben auch nur eine Windel gewechselt, noch sich Gedanken darüber gemacht, was die Windeln kosten.

08:59 von Blitzgescheit In

08:59 von Blitzgescheit

In erster Linie betrifft es MEINEN KÖRPER (oder den jeder anderen Frau), wenn ich/sie abtreiben lasse/lässt! Die Gründe dafür sind mE zweitrangig. Und die Entscheidung treffe ich auch alleine - ohne von jemandem gedrängt oder gezwungen zu werden.
Es mag verschiedene Interpretationen geben, wann "das Leben" beginnt, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Letztlich ist und bleibt es eine Entscheidung der Frau, ob sie ein Kind zur Welt bringen will oder nicht. Ich wäre allerdings dafür, das schon vorher darüber nachgedacht und entsprechende Vorkehrungen - sprich Verhütung - getroffen würden, damit eine Abtreibung nicht statt finden müsste.
Ihr Kommentar zeigt aber allzu deutlich, das der Respekt vor einer Frau und ihrer Meinung, nicht jedem (Mann) gegeben ist.

09:01 von Blitzgescheit //In

09:01 von Blitzgescheit

//In erster Linie sind die Abtreibungsgesetze weder "Männer- noch Frauengesetze", sondern zielen darauf ab, neu geborenes Leben zu schützen //

In der Regel sind Neugeborene nicht mehr abzutreiben! Das passiert meistens vor der Geburt - ist ja der Sinn des ganzen.
Ich finde, das könnte jeder wissen!

Unschön

Einerseits diese extrem einseitige Gesetzgebung in Texas, die die Probleme betroffener Frauen kaum ernst zu nehmen scheint.
Und andererseits der allseits bekannte Provokateur hier am Morgen, ausgerechnet zu so einem Thema.

Am 09. Oktober 2021 um 09:08 von Esche999

"Genau wie dem Mann muß folgerichtig auch der Frau die autonome Entscheidung über ihren Körper zustehen - und damit auch über alle mit diesem Körper verbundenen Prozesse, unabhängig vom zeitlichen Zustand !"

Naja, ist schon ein wenig komplizierter.....
Also, Sie sind als Frau schwanger... und überaschenderweise werden Sie jetzt diskriminiert da Sie nicht mehr in einigen Bereichen (z.B mit Radioaktivität) arbeiten dürfen. Das passiert sogar schon zu dem Zeitpunkt falls Sie nur versuchen schwanger zu werden. Also, man kann das ändern, und dann? Sie gebären ein "challenged child", geben es zur Adoption frei und machen weiter Karriere?

@Am 09. Oktober 2021 um 09:08 von Esche999

Zitat: "Das wirkliche Übel ist die Benutzung der Abtreibungsfrage als politisches Kampfmittel. Dadurch wird es unmöglich, auf den Kern des Problems zu kommen - denn ein Problem ist es, und zwar ein absolut grundsätzliches, jedenfalls für eine demokratische Gesellschaft, die den Grundsatz der Gleichberechtigung von Mann und Frau enthält"

Au, Mann, wie verquer muss man "denken", um solch einen Unsinn zu schreiben.

Zum 123.223. Mal: im Westen SIND Mann und Frau gleichberechtigt.

Bei der Abtreibung sind aber Merkmale zu bewerten, die im höchsten Maße dem biologischen Dimorphismus von Mann und Frau unterliegen: die Tatsache einer Schwangerschaft.

Wenn Männer diejenigen wäre, die schwanger würden, würde sich am Abtreibungsrecht nichts ändern - sollte sich zumindest nicht.

Warum ein absolutes Abtreibungsrecht per se Teil einer "demokratischen Gesellschaft" sein, ist wohl auf ihre skurrilen "Gedanken" zurückzuführen.

@ um 08:59 von Blitzgescheit

""My body - my choice"

Abtreibungsbefürworter_innen_r_s_` fassen ihre Position zur Abtreibungsfrage meist mit dem Slogan "my body - my choice".
So weit, so gut. Wenn es darum ginge, medizinische Eingriffe am eigenen Körper vorzunehmen, gehe ich d'accord: der, die, das betreffende Person soll das selber entscheiden.
Bei einer Schwangerschaft geht es aber nicht nur um "my body", sondern um den "body" des neugeborenen Babys.
Insofern ist der Slogan "my body - my choice" im Zusammenhang mit Abortionen völlig schwachsinnig. Er müsste lauten: "my baby's body - not my choice".
Vielleicht kann jemand den Abortionsbefürworter_innen_außen diesen nicht allzu komplexen Sachverhalten noch einmal erklären."
.
Das erkläre ich Ihnen gerne. Während einer Schwangerschaft geht es nicht, wie Sie behaupten, um den „Body“ des neugeborenen Babys, sondern um einen Embryo. Solange dieser Embryo ohne die Mutter nicht lebensfähig ist, hat er kein eigenes Leben. Somit hat "my body - my choice" seine Richtigkeit

09:06 von Wolf1905 Dem

09:06 von Wolf1905

Dem schließe ich mich an!
Aber auch eine Frau kann das nur schwer nachvollziehen. Jede Frau reagiert anders auf eine Abtreibung. Manche haben ihr Leben lang Probleme, andere stecken das einfach weg.
Aber gut, das Sie es einer Frau zugestehen, die Entscheidung selber zu treffen!

@ Am 09. Oktober 2021 um 08:49 von nie wieder spd

Ich finde ihre seltsame Vermischung von Abtreibung in Zusammenhang zu den Drohnen oder vermeidbaren Krankheiten und der Aufforderung darüber, keine Aufregung von den Abtreibungsgegner vernommen zu haben, extrem krude.

Sie nennen diese Dinge auch noch Abtreibung, was m.E. nur dem Wunsch der Anbringung ihrer Themen dienen soll, und negieren den eigentlichen Grund und das Thema selbst.

Ihre Annahme (Kein Abtreibungsgegner hat sich je darüber aufgeregt.) ist einfach so dahergesagt, ohne nur den geringsten Beweis dafür.

Ich finde dieses Thema zu ernst, um es so verquert mit anderen, ebenso ernsten Themen zu vermengen.

Was halten sie denn von dem Gesetz und der erneuten Inkraftsetzung?

Re : nie wieder spd !

Tja, das Töten mittels Drohnen und CO entscheiden ja hauptsächlich die Männer, die zum einen die Interessen der USA und der Rüstungsindustrie dienen.
Bei den vermeidbaren Krankheiten kommt auch die ungerechte Verteilung des Geldes und natürlich auch wieder Gegner von Impfungen und anderen helfenden Möglichkeiten, weil so manche nur an ihre Ideologie glauben, und alles andere verteufeln.
Nun bei den Abtreibungen geht es vor allem um die angeblich so christlichen Gläubigen, meistens Männer auch mit politischer Absicht, den Frauen auch wieder ihre Einstellung und Denkweise aufzwingen wollen.
Dabei sollte doch jede Frau frei und unabhängig entscheiden können, wie sie ihr Leben gestaltet und wann sie Kinder bekommen möchte, ob sie einen Fötus entfernen lässt, weil sie vergewaltigt wird.
Dass die Politiker nun aus reinem Machtdenken und politischem Kalkül so ein mieses Spiel treiben, zeigt wie wenig auch in den USA die Frauen gleich berechtigt sind.

@Am 09. Oktober 2021 um 09:17 von ich1961

Zitat: "In erster Linie betrifft es MEINEN KÖRPER (oder den jeder anderen Frau), wenn ich/sie abtreiben lasse/lässt! Die Gründe dafür sind mE zweitrangig. Und die Entscheidung treffe ich auch alleine - ohne von jemandem gedrängt oder gezwungen zu werden."

Sie haben es offenkundig noch nicht verstanden. Daran ändert auch Ihre infantile Verwendung von Großbuchstaben nichts.

Bei einer Abtreibung geht es ja nicht nur um den jeweiligen Körper einer Frau, sondern auf das neugeborene bzw. neu zu gebärende Leben.

Das Leben beginnt mit der Befruchtung. In Korea feiern Koreaner im Übrigen genau deswegen bei Geburt bereits ihren ersten Geburtstag.

Typisch amerikanisches…

WASP-Gesetz!
Über die Frauen macht sich wieder einmal keiner Gedanken! Am schlimmsten ist, dass dort nun jederMANN zum Ankläger werden kann. Das sind Zustände und Sitten wie im wilden Westen des 19. Jahrhunderts. Fehlt nur noch, dass man sie beim ertappten Abbruch gleich erschießen darf. Wann wird der amerikanische Mann verstehen, dass es sich bei Frauen um mindestens ebenbürtige (wenn nicht sogar überlegene) Menschen handelt und nicht um aus der Rippe des Mannes geschnitzte Untertanen.
Shame on You, Texas!!!
WASP= White Anglo-Saxon Protestant

@ um 09:02 von free Nawalny

„Aber das hat doch gar nichts mit dem Thema zu tun.“
Ach du liebe Güte.
Jedes einzelne Gesetz, jede einzelne Entscheidung in einem Staat hat etwas mit Kinderschutz zu tun.
Es gibt in den USA Gegenden, da müssen Kinder in Verhältnissen überleben, die selbst in Teilen der 3. Welt jeglicher Beschreibung spotten. Kinderschutz? Nicht vorhanden.
Auch in Europa gibt es solche Ecken.
Wenn Kinderschutz sich hauptsächlich auf Ungeborene bezieht und das war und ist ja auch Jahrhundertelang die Politik der Christen, gerade auch der meist christlichen Abtreibungsgegner, dann läuft überall etwas falsch. Immerhin berufen sich die USA und Europa auf ihre christlichen Werte und die haben mit dem alttestamentarischen „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ überhaupt nichts zu tun. Da reicht der Schutz des ungeborenen Lebens bei Weitem nicht aus. Da muß man auch die Geborenen schützen. Klimaschutz gehört auch dazu! Vor allem für Kinder.
Ich bin gegen Abtreibungen, aber das sollten die Betroffenen entscheiden müssen

Texas

In Texas soll jeder Vergewaltiger das Recht auf Fortpflanzung haben. Das gab es schon mal in Irland.

@Am 09. Oktober 2021 um 09:12 von KowaIski

Zitat: "Vielleicht kann jemand den Abortionsbefürworter_innen_außen diesen nicht allzu komplexen Sachverhalten noch einmal erklären.

Genau diese verquere Haltung ist es, die Frauen das Gefühl gibt, ausgeliefert zu sein. Spielball reaktionärer Gesellschaftsbilder."

Was meinen Sie denn schon wieder mit "reaktionär" (das ultimative Framingwort von LInken, wenn sie argumentativ nicht weiterkommen)?

Hier geht es um die Frage, ob und bis wann eine Frau (oder von mir aus eine gebärende Person, damit die LGBQTI*-Community nicht meckert) getötet, d.h. abgetrieben werden können soll. Diese Frage sollte nüchtern nach biologisch-medizinischen bis moralisch-ethischen Kriterien diskutiert werden.

Ich lade Sie herzlichst ein, einmal Ihre intelligenzfreien Framingvokabeln wie oben in Ihre Schublade zu packen und mal ein intelligentes Argument zu nennen - zur Abwechslung und Überraschung aller Beteiligter.

@ich1961 um 09:17

>> Es mag verschiedene Interpretationen geben, wann "das Leben" beginnt, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Letztlich ist und bleibt es eine Entscheidung der Frau, ob sie ein Kind zur Welt bringen will oder nicht. Ich wäre allerdings dafür, das schon vorher darüber nachgedacht und entsprechende Vorkehrungen - sprich Verhütung - getroffen würden, damit eine Abtreibung nicht statt finden müsste. <<

Unabhängig davon, dass ich Ihnen selbstverständlich das Recht einräume, für Ihren Körper eigene Entscheidungen zu treffen: Aber ich glaube nicht, dass es „Interpretationssache“ ist, wann Leben beginnt. Gilt übrigens für mich nicht nur auf den Menschen bezogen, sondern auch für andere Lebewesen auf diesem Planeten. Jede Frau muss für sich selbst entscheiden, ob sie abtreibt oder nicht - da darf der Grund dafür - selbst wenn er banal ist („geplatzter Kondom“ oder sonst was) - nicht mehr ein Ja oder Nein zulassen.
Wie ich schrieb: als Mann tue ich mich da vieler einfacher denn als Frau.

08:41 von free Nawalny

Ich glaube, dass es hauptsächlich christlich eingestellte Männer sind,
------------------

glauben heißt nicht wissen !

Dass, egal wie ein Abtreibungsgesetz gestaltet wird, jemand leidet.
Da führt wohl kein Weg dran vorbei
Entweder das Selbstbestimmungsrecht der Frau
oder das Recht auf Leben für das Ungeborene

Altherrenideologen statt Frauen- und Kindeswohl

Keine Frau macht sich die Frage um einen Schwangerschaftsabbbruch einfach. Es ist ein Eingriff, der nicht nur körperlich, sondern auch mental Spuren hinterlässt. Statt Frauen zu helfen geht es bei dieser von konservativen Altherrenriegen aus ideologischen Gründen gestrickten Gesetze um "political identity" Kämpfe.

Ginge es um Frauen und das ungeborene Leben, dann würden Hilfsmaßnahmen an erster Stelle stehen, statt mit einem solchen "Kopfgeldjägergesetz" wie in Texas Frauen zu drangsalieren.

Attorney General Ken Paxton

Attorney General Ken Paxton war das.
Er rannte zu U.S. Court of Appeals for the 5th Circuit am Freitag nachdem die Biden administration stoppte den abortion ban durch U.S. District Judge R. Pitman.

Die Klage vor U.S. Court of Appeals war aber nicht Texas abortion ban, rechtmaessig oder nicht, sondern es ging um eine technicality !!!

AG Paxton sagte: "federal judges do not have the power to interfere with state court operations" und das U.S. Court of Appeals gab ihm Recht.

Hatte zu tun nur indirekt mit abortion

09:22 von sonnenbogen //Also,

09:22 von sonnenbogen

//Also, Sie sind als Frau schwanger... und überaschenderweise werden Sie jetzt diskriminiert da Sie nicht mehr in einigen Bereichen (z.B mit Radioaktivität) arbeiten dürfen.//

FALSCH, das nennt sich Gesundheitsschutz und hat mit Diskriminierung absolut nichts zu tun!

Re : Tada !

Ja dieses Gesetz ist ein echter Wahnsinn. Und so wie es formuliert wurde, wird ja die Verantwortung für das Finden von Schwangerschaftsabbrüchen in die Hände von privaten Personen gelegt. Dies ist eine absolute Unverschämtheit, so die Verantwortung an andere zu schieben, und dadurch zu der Spaltung von der Gemeinschaft zu forcieren. Es zeigt wie schamlos und hinterhältig dieser Haufen von Abgeordneten ist, wenn gleichzeitig Flüchtlinge prügelnd zurück gedrängt werden, die Ungleichheit nicht bekämpft wird, und all die Frauen wieder noch mehr benachteiligt werden. Kein Richter sollte das Recht haben, über so etwas zu entscheiden, denn so ziemlich alle Frauen wissen selbst, wie sie mit ihrem Leben und Körper umgehen wollen und sollen.
Und es gibt ja klar ein Bundesgesetz, das dies alles schon geregelt hat. Nun kommen wieder ein paar durch geknallte Fanatiker, die ich mit den Taliban vergleiche, die auch nur ihre Vorstelllungen akzeptieren, und alles andere hat zu kuschen !

@Blitzgescheit (???)

Ein Fötus kann außerhalb der Gebärmutter bis zu einer bestimmten Reife gar nicht überleben. Trotz medizinischer Fortschritte müssen extrem frühgeborene Kinder für ihr Überleben mit einschneidenden Einschränkungen zahlen, von Reifeverzögerung über Blindheit bis zu geistiger Beeinträchtigung. Ohne die Frau scheint es also nicht zu gehen. Nicht nur deshalb hat die Frau das letzte Wort zu haben.

Eine Geburt ist eine Situation auf Leben und Tod für Mutter wie Kind. Der Körper der Mutter trägt massive Traumata davon, die sich nur und einzig und allein mit einer freiwilligen Entscheidung zu diesem Risiko und zum Kind hinnehmen lassen. Insofern ist eine Adoption keine Alternative.

Medizinische Laien maßen sich an erkennen zu können, ob und ab wann eine Frau schwanger ist und ob sie eine Fehlgeburt oder eine Abtreibung hatte? Denunziation und Überwachung triggern die niedersten Instinkte? Wie kann man diese Haltung gut finden, gerade vor den Geschichtserfahrungen, die Deutschland hat?

@ um 09:06 von KowaIski

Wenn es um Kinder und deren Zukunft geht, hat alles mit Allem zu tun.
Man kann nicht entscheiden, dass eine Frau ihr Kind zur Welt bringen muß, wenn danach kaum noch Hilfe für Mutter und Kinder zu erwarten ist.
Oder das Kind sogar an der Brust seiner Mutter einem militärischen u/o einem Angriff von Verbrechern zum Opfer fällt.
Wie es Kindern in staatlicher Obhut in den USA geht, wird auch nicht thematisiert.
Da kann man nur Schlimmstes vermuten.
Zukünftige Nobelpreisträger sind da eher nicht zu erwarten.
So wie die auch nicht zu erwarten sind, wenn man sich das herkömmliche US - Schulsystem ansieht.
Wenn es um Kinder geht, geht es immer um alles. Immer und immer wieder.

09:27 von Blitzgescheit Sie

09:27 von Blitzgescheit

Sie verstehen da einiges nicht. Wie schon oben erwähnt, kann man ein Neugeborenes nicht mehr abtreiben.
Und darüber, wann das Leben beginnt, kann man nachdenken.
Für mich beginnt das Leben, wenn ein Baby in der Lage ist selbstständig zu atmen (oder beatmet werden kann) - ohne das Atmen funktioniert "leben" nicht.
Und Korea - naja, die haben eben eine andere Sichtweise - möglicher Weise ideologisch oder durch Glauben bedingt.
Bei uns wird der erste Geburtstag nun mal 1 Jahr nach der Geburt begangen.

Wie steht es um den Schutz des geborenen Lebens ?

Ungeborenes Leben zu schützen ist ein persönliches, individuelles Gebot, das die Gesellschaft flankieren sollte.
Wer Bedrohung und Strafe für Frauen, Ärzte, Familienangehörige und Helfer in den Vordergrund stellt, der zeigt, dass es ihm um ein politisches Statement geht.

Viele der Republikaner schützen vor, sich für das ungeborene Leben einzusetzen, aber für das geborene Leben haben sie wenig übrig. Welche Hilfen bieten sie Frauen an, welche ein Kind geboren haben, das sie nur schwer über die Runden bringen ? Keine, denn das wäre Sozialpolitik, die für Konservative tabu ist.

Wem es um den Schutz des ungeborenen Lebens geht, der muss auch das geborene schützen wollen.

@ Blitz... oder wie er sich heute nennt

Sie erheben sich, wieder einmal, im überheblich süffisanten Ton über jeden, der Ihre Ansichten nicht teilt und versuchen ihn als dumm und unverständig darzustellen. Man müsse ihnen die Sachverhalte erst einmal erklären, da sie nicht in der Lage wären diese selbst zu verstehen.

Und dann das (Zitat):

"Bei einer Schwangerschaft geht es aber nicht nur um "my body", sondern um den "body" des neugeborenen Babys."

und:

"In erster Linie sind die Abtreibungsgesetze weder "Männer- noch Frauengesetze", sondern zielen darauf ab, neu geborenes Leben zu schützen ..."

Sie selbst scheinen den Sachverhalt, wieder einmal, nicht verstanden zu haben.

Es geht bei einer Abtreibung eben nicht um "neugeborene Babys" wie Sie schreiben.

Abtreibungen werden in einem (mehr oder weniger) frühen Stadium der Schwangerschaft durchgeführt.

Lange bevor das Baby geboren werden würde.

Lassen Sie sich den Sachverhalt, wo die kleinen Kinder herkommen, doch noch einmal erklären.

@Am 09. Oktober 2021 um 09:35 von Alexa d'Auteuil

Zitat: "Ginge es um Frauen und das ungeborene Leben, dann würden Hilfsmaßnahmen an erster Stelle stehen, statt mit einem solchen "Kopfgeldjägergesetz" wie in Texas Frauen zu drangsalieren."

Ich gebe Ihnen recht, dass man die Hilfe für schwangere Frauen ausbauen kann und sollte.

Ebenso unterstütze ich nicht einmal die Strenge des Abtreibungsgesetzes in Texas (bspw. würde einem Abtreibungsrecht bis zur Woche x und unter Vorbedingungen der Schwangerschaft; etwa Vergewaltigung zustimmen). Von einem "Kopfgeldjägergesetz" redet aber nur die US-Bundesregierung, die gegen das Abtreibungsgesetz in Texas ist.

Jedes Kind hat das Recht,

Jedes Kind hat das Recht, geliebt, erhofft, erwartet, ersehnt in eine für es vorbereitete Welt geboren zu werden.

Die Geburt an sich und das Am-Leben-sein an sich ist kein Segen, es kann auch Fluch sein.

Ist unsere Erde nicht schon überbevölkert genug? Kümmern wir uns doch mal um das bereits vorhandene Leben, anstatt neues Leben auf Gedeih und Verderb ins Sein zu zwingen!

@ich1961 um 09:24

Ihrer Meinung schließe ich mich an!
Es ist schon gut, dass man dieses Thema intensiv diskutiert (was ja auch in vielen Gremien erfolgt), aber dieses Forum ist natürlich nicht der geeignete Platz - viel zu vielschichtig, um in ein paar Sätzen seine Meinung hierzu zu äußern. Und dann ärgert man sich natürlich sehr, wenn Meinungen geäußert werden, die erzkonservativ erscheinen.
Dieses Thema berührt mich wesentlich mehr als z. B. „wird es die Ampel, Jamaika oder die GroKo“ …

@Am 09. Oktober 2021 um 09:24 von Ritchi

Zitat: "Das erkläre ich Ihnen gerne. Während einer Schwangerschaft geht es nicht, wie Sie behaupten, um den „Body“ des neugeborenen Babys, sondern um einen Embryo. Solange dieser Embryo ohne die Mutter nicht lebensfähig ist, hat er kein eigenes Leben. Somit hat "my body - my choice" seine Richtigkeit"

Es gibt einige Menschen, die aufgrund eines bestimmten Krankheitsbildes, ohne die Hilfe anderer nicht überlebensfähig sind.

Sprechen Sie diesen Personen dann auch das Lebensrecht ab?

Wie zynisch!

Wie menschenverachtend!

09:17 von ich1961

Es mag verschiedene Interpretationen geben, wann "das Leben" beginnt,
das muss jeder für sich selbst entscheiden.
........................

das ist jetzt die Frage !
Zumindest unser Grundgesetz sieht das anders.
Da ist das recht eindeutig.
Aber jeder pickt sich natürlich das für ihn passende raus,
auch klar

Am 09. Oktober 2021 um 09:35 von ich1961

"FALSCH, das nennt sich Gesundheitsschutz und hat mit Diskriminierung absolut nichts zu tun!"

FALSCH, der Gesundheitsschutz bezieht sich auf das ungeborene Leben, nicht auf die Frau oder den Mann!

@Wolf1905, 09:06

„Das ist aber von Ihnen sehr „ideologisch“ formuliert, finde ich.“

Was genau finden Sie daran „ideologisch“?

09:08 von Esche999

Die (westliche) Demokratie macht das Individualrecht zum absoluten Mittelpunkt, für Mann UND Frau gleichermaßen
Genau wie dem Mann muß folgerichtig auch der Frau die autonome Entscheidung über ihren Körper zustehen
------------------

so weit so gut

nur hat ein Ungeborenes nicht auch gewisse Rechte ?
unabhängig der Individuellrechte von Mann und Frau

08:59 von Blitzgescheit

"Wenn es darum ginge, medizinische Eingriffe am eigenen Körper vorzunehmen, gehe ich d'accord: der, die, das betreffende Person soll das selber entscheiden.

Bei einer Schwangerschaft geht es aber nicht nur um "my body", sondern um den "body" des neugeborenen Babys."

.-.-.-

Leider machen Sie es durch Ihren meist unverschämten Ton den Usern gegenüber unmöglich, dass man Sie ernst nimmt.

Von der Sache her möchte Sie aber bei diesem Thema unterstützen.

Ich erinnere mich an Folgendes:

eine mir bekannte junge Frau hat abgetrieben.
Sie war nicht religiös, sie wollte Karriere machen, und das Zeuch im Bauch musste also wech.

Und nun, so erzählte sie mir, ging es ihr sau-elend.
Sie hatte mit diesem Elend nicht gerechnet, und nun stand sie da und heulte sich die Augen aus, weil sie mit dem, was sie getan hatte, nicht fertig wurde.

Ich selber möchte sagen:
wir schützen Tiere, wir schützen Pflanzen.
Und ein werdendes Leben hat, außer durch Ideologen, keine Lobby, wie es aussieht.

@ nie wieder spd

Wenn es um Kinder und deren Zukunft geht, hat alles mit Allem zu tun.

Man sollte nicht mit Binsenweisheiten über reinen Whataboutism hinwegtäuschen wollen. Das ist eine sinnlose Diskussion.

@Am 09. Oktober 2021 um 09:37 von Freiya

Zitat: "Ein Fötus kann außerhalb der Gebärmutter bis zu einer bestimmten Reife gar nicht überleben. Trotz medizinischer Fortschritte müssen extrem frühgeborene Kinder für ihr Überleben mit einschneidenden Einschränkungen zahlen, von Reifeverzögerung über Blindheit bis zu geistiger Beeinträchtigung."

Das Argument, dass ein Fötus ohne die weibliche Gebärmutter nicht überlebensfähig ist, spricht dem Fötus ja noch nicht das Lebensrecht ab. Sie würden einer Person, die krankheitsbedingt etwa ohne Hilfe anderer nicht überlebensfähig sind, auch nicht das Lebensrecht absprechen.

Ich persönlich unterstütze das Abtreibungsrecht in seiner Konsequenz nicht einmal. Bspw. würde ich einem Abtreibungsrecht bis zur Woche x und unter Vorbedingungen der Schwangerschaft; etwa Vergewaltigung zustimmen.

Ich halte jedoch nichts von einem bedingungslosen Abtreibungsrecht, welches das Leben des ungeborenen Baby außer acht ließe. Das hielte ich für menschenverachtend.

Die Perversion des Gesetzes - es schützt Vergewaltiger

Frauen dürfen selbst nach einer Vergewaltigung keinen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen.

Was das texanische Gesetz aber richtig pervers macht, ist das "Kopfgeld". Demnach kann jeder Denunziant einen Arzt, eine Helferin, einen Taxifahrer (der eine Frau zu einer Abtreibungsklinik fährt), anzeigen und dafür eine Belohnung kassieren.

Selbst ein Vergewaltiger könnte eine Anzeige gegen die Frau, die er mißbraucht und geschwängert hat, bei der Polizei einreichen, wenn er von einem geplanten Schwangerschaftsabbruch Wind bekommt. Am Ende noch eine Belohnung dafür kassieren ? Das ist pervers.

@09:01 von Blitzgescheit : Baby Gesetze

"in erster Linie sind die Abtreibungsgesetze weder "Männer- noch Frauengesetze", sondern zielen darauf ab, neu geborenes Leben zu schützen und sind - wenn überhaupt - "Baby-Gesetze".

Ich finde, ein Nawalny-Sympathisant sollte in der Lage dazu sein, diesen Sachverhalt zu verstehen."

Wenn ein Fötus bis zum 3. Monat nach der Zeugung abgetrieben wird, dann ist das kein Baby und schon gar kein Neugeborenes, denn der Fötus wäre außerhalb des Mutterleibes überhaupt nicht lebensfähig.

Als Weidel-Sympathisant sollte man in der Lage sein diesen Sachverhalt zu verstehen.

09:44 von Blitzgescheit

unter Vorbedingungen der Schwangerschaft; etwa Vergewaltigung zustimmen
----------------

das heißt eine Zeugung die aufgrund eines Verbrechens zustande kam
ist grundsätzlich anders zu sehen ?
Sprich das Kind hat dann weniger Recht auf Leben ?
Eigentlich sind doch alle Menschen vor dem Gesetz gleich ?

RE : Esche999 !

Tja, im Grundsatz schon so richtig. Nur sind viele westliche Länder, gerade die USA noch Meilen- weit davon entfernt, tatsächlich eine unumstößliche Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Mann und Frau zu haben.
Was jetzt in den USA geschieht, ist doch im Grunde nur auf rein religiöse und ideologische Prinzipien zurück zu führen, was aber auch die Heuchelei und Verlogenheit von denen, die diesen Kampf führen, mehr als deutlich zeigt.
All diese religiöse und ideologischen Fanatiker/innen sollten doch erst einmal dafür sorgen, dass all die Kinder, die auf die Welt kommen, grundsätzlich richtig versorgt, geliebt, beschützt und so weit wie möglich gefördert werden.
Das ganze Geld, das für diesen unseligen Kampf um die Abtreibungen ausgegeben wird, wäre für etliche arme Kinder ein Segen.
Würden all diese religiösen Fanatiker/innen darauf besinnen, die Rechte der Frauen und Kinder als Grundsatz zu sehen und diese schützen, wäre vieles sicher besser !

Frauen/Wählerinnen sind in Texas in der Mehrzahl

Das Durchschnittsalter in Texas ist relativ niedrig, d.h. die Bevökerung ist relativ jung. Fast die Hälfte der EinwohnerInnen sind Latinos. Knapp mehr als die Hälfte der EinwohnerInnen von Texas sind Frauen. Sie haben die Republikaner gewählt und sind offensichtlich mit deren Regierungsführung und Gesetzen einverstanden.

Wir können uns natürlich über die Gesetzgebung in Texas aufregen - aber warum eigentlich?
Ich glaube, dass keine Frau gerne die Abtreibung eines Kindes vornehmen lässt. Seit der §218-Reform ist das bei uns möglich, rechtlich etwas eingeschränkt, faktisch aber frei.
Aber wie viele Frauen tun das unter dem enormen Druck ihrer Partner oder ihrer Familie? Und das Schlimme ist: Entlastende Gespräche sind kaum möglich, denn dann würde man "auffliegen". Die aus einer Abtreibung resultierende Traumatisierung kann lebenslang belastend wirken.

Texas' Frauen wussten, wen und was sie wählen.

@ um 09:27 von Blitzgescheit

"…
Das Leben beginnt mit der Befruchtung. In Korea feiern Koreaner im Übrigen genau deswegen bei Geburt bereits ihren ersten Geburtstag."
.
Sehr schlechtes Argument. In Südkorea ist die Abtreibung ohne Einschränkungen erlaubt.

@Ritchi um 09:30

>> In Texas soll jeder Vergewaltiger das Recht auf Fortpflanzung haben. Das gab es schon mal in Irland. <<

Natürlich hat auch jeder Vergewaltiger das Recht auf Fortpflanzung (wie jeder Mörder auch) - aber doch nicht, indem er eine Frau vergewaltigt, um sein Recht auf Fortpflanzung ungestraft auszuüben.

Insofern verstehe ich Ihren kurzen Kommentar nicht; oder wie meinten Sie das mit diesem Recht auf Fortpflanzung? Habe ich Sie da missverstanden?

Abtreibung ist Sache der Frau

Ob eine Frau eine Abtreibung durchführen lassen will, ist einzig ihre Entscheidung. Ich finde, dass sich der Staat da ganz raushalten soll. Das sollte für alle Staaten gelten und daher muss es in die US-Verfassung.

09:56 von Ritchi

in Thailand übrigens auch

warum ein Widerspruch
die haben eben weniger Probleme mit dem Recht auf Leben

@Am 09. Oktober 2021 um 09:54 von Sisyphos3

Zitat; "09:44 von Blitzgescheit
unter Vorbedingungen der Schwangerschaft; etwa Vergewaltigung zustimmen
----------------

das heißt eine Zeugung die aufgrund eines Verbrechens zustande kam
ist grundsätzlich anders zu sehen ?
Sprich das Kind hat dann weniger Recht auf Leben ?"

Sie sprechen ein echtes moralisches Dilemma an.

Deswegen würde ich auch nicht letztinstanzlich über das Abtreibungsrecht nicht entscheiden wollen, da ich großen Respekt vor der moralischen Verantwortung habe, die dieses impliziert.

Umdenken auch in Deutschland wünschenswert

Ich wünsche mir ähnliche Gesetze für Deutschland. Mir ist gleichgültig, nach welcher Sexualmoral man lebt. Wer kein Kind möchte, verhütet. Sobald sich jedoch ein neuer Mensch im Leib einer Frau befindet, verdient er unseren Schutz! Die Gesellschaft muss Frauen dann in höchstem Maße unterstützen und absichern.

@Am 09. Oktober 2021 um 10:00 von KowaIski

Zitat: "Ob eine Frau eine Abtreibung durchführen lassen will, ist einzig ihre Entscheidung. Ich finde, dass sich der Staat da ganz raushalten soll. Das sollte für alle Staaten gelten und daher muss es in die US-Verfassung."

Das Argument, mit welchem Sie diese Meinung auf Stammtischniveau begründen wollen, ist jetzt genau welches?

@ Wolf1905

Insofern verstehe ich Ihren kurzen Kommentar nicht;

Was gibt es da nicht zu verstehen? Der (hypothetisch angenommene) Vergewaltiger wird für seine Tat selbstverständlich bestraft. Er hat aber trotzdem das Recht, sich mit Hilfe des Opfers fortzupflanzen, wenn diesem eine Abtreibung untersagt wird.

Re : Wolf1905 !

Ja als Mann wird man nie dies fühlen, nie die ganzen Gedanken und Unsicherheiten einer Frau verstehen können, wenn sie vor einer so gravierenden Entscheidung steht.
Und es ist auch für keinen Mann wirklich nach vollziehbar, was eine Frau durch und nach einer Vergewaltigung alles fühlt, was für furchtbare und unsägliche innere Schmerzen sie erleben muss, und wie mit dieser Demütigung und Erniedrigung sie umgehen kann und muss.
Und ich kann es mir nicht vorstellen, dass eine sehr gläubige Frau danach so einfach sagt, ja ich trage dieses Kind aus, denn sie wird ein Leben lang dann jeden Tag daran erinnert. Selbst wenn die Frau wirklich sich große Mühe gibt, sie wird nie mehr so frei sein, das Kind dieses Trauma nicht spüren zu lassen.
Was auch nicht bedacht wird, ist die absolut klare Mit- Verantwortung der Männer, sich beim Thema Verhütung einer möglichen Schwangerschaft selbstverständlich zu beteiligen, und sich nicht wie zu oft üblich, jeglicher Verantwortung zu entziehen.

@Am 09. Oktober 2021 um 09:44 von Blitzgescheit

>>(...)
Von einem "Kopfgeldjägergesetz" redet aber nur die US-Bundesregierung, die gegen das Abtreibungsgesetz in Texas ist.<<

Der Vollzug des Gesetzes ist den texanischen Bürgerinnen und Bürgern überlassen! Es erlaubt ihnen Nachforschungen, zu einer mutmaßlichen Abtreibung anzustellen und zivilrechtlich gegen jene vorzugehen, die einer Frau bei einem Schwangerschaftsabbruch helfen.

Damit könnte es Klagen gegen eine Reihe von Personen geben: Etwa gegen jemanden, der eine Betroffene zu einem Abtreibungstermin fährt oder gegen Eltern, die für eine Abtreibung zahlen. Mitarbeiter von Gesundheitszentren müssen mit einer Geldstrafe von 10.000 Dollar rechnen, wenn sie Frauen zu einer illegalen Abtreibung verhelfen.

Wenn Sie das "Kopfgeldjägergesetz", so es denn so genannt wird, mit einem alten Western vergleichen, dann Gute Nacht.

In den USA hat sich das Kopfgeld als übliches Mittel der Strafverfolgung in den meisten Staaten erhalten.

Es wird jedoch Niemand westernlike erschossen.

10,000 $ sind ein Kopfgeld für Denunziation

Das Gesetz S.B. 8 lobt 10.000 $ aus, für jeden, der Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Gericht bringt, die in irgendeiner Weise einen Schwangerschaftsabbruch begünstigt haben. Selbst ein Taxifahrer, der eine Frau zur Klinik bringt, kann vor Gericht gezerrt werden.

Der "Bounty Hunter" kassiert 10.000 $, wenn er einen Fall erfolgreich vor ein Gericht bringt. Das etabliert bringt eine Denunziantengesellschaft.

"The law establishes a kind of bounty system. If these vigilante plaintiffs are successful, the law allows them to collect cash judgments of $10,000 — and their legal fees — from those they sue. If they lose, they do not have to pay the defendants’ legal costs. "

Quelle: www.nytimes.com/2021/09/10/us/politics/texas-abortion-law-facts.html

@draufguckerin Frauen/Wählerinnen sind in Texas in der Mehrzahl

kennen Sie das texanische Wahlrecht ?

Nicht jeder kann in Texas wählen

Auch ist ihre Schlußfolgerung aus der Luft gegriffen,
denn es werden nicht die Stimmen von männlein & weiblein gesondert ausgezählt.

Ihre Schlußfolgerung bezieht sich lediglich auf Umfragen
mit köstlichen Wahrheitsgehalten

Am 09. Oktober 2021 um 09:23 von Blitzgescheit

Vielen Dank für Ihren Beitrag - macht er doch auf eindrucksvolle Weise deutlich, warum wir einen Berg von unentwirrten Problemen vor uns herschieben : wegen der Unfähigkeit (meinetwegen auch Unwilligkeit) ,wenigstens die Hauptaspekte eines Problems in eine rationale - und damit handhabbare - Reihenfolge zu bringen. Dabei wird zussätzlich noch übersehen, daß nicht alle Aspekte/Argumente gleichzeitig gelten können, man sich also entscheiden muß. Fällt vielen Leuten schwer - und manche wissen noch nicht mal daß diese Notwendigkeit bestehen könnte.
Ihre etwas grobe Diktion spielt erhellt das um so mehr.

09:53 von GeMe

"Wenn ein Fötus bis zum 3. Monat nach der Zeugung abgetrieben wird, dann ist das kein Baby und schon gar kein Neugeborenes, denn der Fötus wäre außerhalb des Mutterleibes überhaupt nicht lebensfähig."

,.,.,

Die Bezeichnungen denken sich Menschen aus.
Diese Bezeichnungen sind nicht von Haus aus gegeben.

Man argumentiert aber mit diesen Bezeichnungen, damit man das heranwachsende Leben gewissenlos auslöschen kann.

Ich selber sehe durchaus, dass da ein Konflikt ist.
Aber diese eiskalten und gefühllosen Argumentationen, die einige hier bringen, und die überhaupt keinen Gewissenskonflikt eingestehen wollen, können einen frieren lassen.

Bin sonst eher für die Republikaner

Aber in der Hinsicht bin ich absolut liberal. Eine Frau hat über ihren Körper selber zu entscheiden.

Kein Staat und auch kein Mann hat darüber sich einzumischen.

Es ist zudem auch in der Natur völlig normal, dass ein Fötus ab geht.

Natürlich gibt es Grenzen. Aber religiöse Ansichten haben beim Staat nichts zu suchen.

Genauso wenig wie grün religiöse…

berufungsgericht-abtreibungsgesetz-in-texas-wieder-in-kraft

Hallo, Sausevind, Sie schreiben um 09:50 Uhr, Zitat:"Ich selber möchte sagen: wir schützen Tiere, wir schützen Pflanzen.
Und ein werdendes Leben hat, außer durch Ideologen, keine Lobby, wie es aussieht." ZitatEnde
.
Alles.... hat (wie eine Medaille) eine Vorderseite und eine ReversSeite.
Wir lesen hier immer nur die "Ansicht" der Abtreiber und der Abtreibungsgegner !
WO liest "man", wie das Problem aus der Sicht des Kindes aussieht ???
Wissen die Abtreibungs-Gegner (also "Gut-Menschen"), welche psychische Höllenqualen ein -->"ungeliebtes Kind" erleidet, solange es aufgezogen wird ? (...als etwa 20 Jahre lang!)
Wie sagte Mutter Theresa einst: Für -->dieses Kind wäre besser gewesen, -->es wäre nicht geboren worden ...
Ich bestätige es, denn ich war so ein "ungewolltes"Kind !!!

@ Blitzgescheit

In Korea feiern Koreaner im Übrigen genau deswegen bei Geburt bereits ihren ersten Geburtstag.

Überall auf der Welt ist der erste Geburtstag der erste. Und nach einem Jahr ist man dann ein Jahr alt. Und am 19. Geburtstag hat ein Mensch das 18. Lebensjahr vollendet und ist in den meisten Ländern volljährig.

@Am 09. Oktober 2021 um 10:06 von David Séchard

Zitat: "Von einem "Kopfgeldjägergesetz" redet aber nur die US-Bundesregierung, die gegen das Abtreibungsgesetz in Texas ist.<<

Der Vollzug des Gesetzes ist den texanischen Bürgerinnen und Bürgern überlassen! Es erlaubt ihnen Nachforschungen, zu einer mutmaßlichen Abtreibung anzustellen und zivilrechtlich gegen jene vorzugehen, die einer Frau bei einem Schwangerschaftsabbruch helfen."

Davon halte ich auch nichts.

Dann ist die Bezeichnung "Kopfgeldjägergesetz" gar nicht einmal so unpassend.

Auch wenn ich natürlich - wie jeder vernünftige Mensch - meist die Republikaner befürworte und mir die "Don't mess with Texas"-Attitude gefällt, muss ich ja nicht alles gutheißen, was diesen Redneck-Gentlemen aus Dallas so einfällt.

@ um 09:45 von Blitzgescheit

"@Am 09. Oktober 2021 um 09:24 von Ritchi
Zitat: "Das erkläre ich Ihnen gerne. Während einer Schwangerschaft geht es nicht, wie Sie behaupten, um den „Body“ des neugeborenen Babys, sondern um einen Embryo. Solange dieser Embryo ohne die Mutter nicht lebensfähig ist, hat er kein eigenes Leben. Somit hat "my body - my choice" seine Richtigkeit"
Es gibt einige Menschen, die aufgrund eines bestimmten Krankheitsbildes, ohne die Hilfe anderer nicht überlebensfähig sind.
Sprechen Sie diesen Personen dann auch das Lebensrecht ab?
Wie zynisch!
Wie menschenverachtend!"
.
Bei welchem Krankheitsbild ist die Lebensfähigkeit des Erkrankten von einem einzigen Menschen abhängig?
Mit Ihrem abstrusen Vergleich sagen Sie in etwa folgendes: eine Abtreibung ist kein Problem, da das abgetriebene Embryo ja von einem anderen Menschen aufgenommen und genährt werden kann.
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Ihr Nick Ihr Wunschdenken ist. Lassen Sie sich doch nochmal die Biologie der Schwangerschaft erklären.

Ein strenges Abtreibungsgesetz wäre kein Problem, wenn

es denn staatliche Hilfen für die Frauen und vor allen für die neugeborenen Kinder gäbe.

Aber die erzkonservativen Republikaner und evangelikalen Christen interessieren sich nur so lange für diese "ungewollten" Kinder, bis die Kinder auf der Welt sind.
Ist das Kind erstmal geboren, ist die Mutter / die Familien auf sich allein gestellt.
Geburtsnachsorge, medizinische Untersuchungen für Kleinkinder oder irgendeine sonstige Unterstützung gibt es nicht. Das muss die Mutter alles selbst finanzieren oder darauf verzichten.

George Carlin hat es schon vor vielen Jahren treffend definiert, als er sich mit den konservativen Abrtreibungsgegnern auseinandersetzte.
" If you're preborn, you're fine; if you're preschool, you're f_cked."

@ David Séchard

Es erlaubt ihnen Nachforschungen, zu einer mutmaßlichen Abtreibung anzustellen

Kein Bürger darf Nachforschungen über andere Bürger anstellen. Das darf nur die Polizei.

Re : draufguckerin !

Natürlich lässt eine Frau dies nicht einfach so mal schnell machen. Dies ist immer eine Gewissensentscheidung, die aber jeder Frau zustehen muss. Ja bei uns ist dies möglich, nur muss die Frau zuvor zur "Beratung", ohne die nichts möglich ist.
Nur ich denke, es kann und darf einer Frau nie zugemutet werden, gerade nach dem wohl schlimmsten Geschehen, was ihr passieren kann, das dadurch gezeugte Kind aus zu tragen. Das ist nicht nur eine Erniedrigung und Demütigung der schlimmsten Art, sondern in meinen Augen noch zusätzlich eine Bestrafung.
Wenn ich mir das Land der unbegrenzten Möglichkeiten so anschaue, sehe ich leider auch viele durch geknallte religiöse Fanatiker, die in ihrem Denken so eingeschränkt und gefangen sind, dass sie sehr viele wissenschaftliche Ergebnisse ignorieren, und nur ihren Phantasien nach rennen. Und ich denke, dass selbst eine sehr gläubige Frau wirklich ohne "Zucken und Murren" nach einer Vergewaltigung das gezeugte Wesen zur Welt bringt und VOLL liebt !!!

@Am 09. Oktober 2021 um 10:02 von schnitzundschnitz

Zitat: "Ich wünsche mir ähnliche Gesetze für Deutschland. Mir ist gleichgültig, nach welcher Sexualmoral man lebt. Wer kein Kind möchte, verhütet. Sobald sich jedoch ein neuer Mensch im Leib einer Frau befindet, verdient er unseren Schutz! Die Gesellschaft muss Frauen dann in höchstem Maße unterstützen und absichern."

Ja, das sehe ich weitestgehend auch so.

Und dieser Schutz und Absicherung gerade einer schwangeren Frau ist - rein statistisch gesehen - am besten in einer sog. "traditionellen Familie", egal wie viele Grünlinke jetzt Schnappatmung bekommen und das Wohl der Frau auf dem Altar ihrer ideologischen Irrwege opfern wollen.

@ 09:54 von draufguckerin <|> Das wussten die Frauen nicht

"Ich glaube, dass keine Frau gerne die Abtreibung eines Kindes vornehmen lässt."

Mit Sicherheit nicht. Aber bei den Konflikten, die sie vor, während und nach so einem Schritt mit sich austragen muss, ist sie oft alleine auf sich gestellt.

"Texas' Frauen wussten, wen und was sie wählen. "

Frauen in Texas im gebärfähigen Alter haben mit Sicherheit nicht mehrheitlich konservative Republikaner gewählt.

Vor allem hatten sie aber keine Möglichkeit, über das Abtreibungsgesetz in der Ausführung von S.B. 8 abzustimmen. Es hätte mit großer Wahrscheinlichkeit keine Mehrheit von ihnen bekommen.

Prioritaeten?

In einer idealen Welt ohne Vergewaltiger und mit einer Gesellschaft, die ohne Wenn und Aber die komplette Entfaltung eines Menschen ab Geburt bis zu dem Zeitpunkt, wo Selbverantwortung entsteht, garantiert und ermoeglicht (Essen, Dach, Medizin, Bildung, soziale Waerme und ein generelles Willkommen) - da koennte man Abtreibung verbieten. Auch ohne um Zeitraume zu schachern, denn sind diese doch in ihrer Spanne rein philosphisch (Wann beginnt Leben?). Ideale Welt gibts nicht, aber die Reihenfolge, worum man sich kuemmern sollte, ist real anstrebbarer als bis jetzt gewollt. Alles andere ist das Pferd nicht nur - oder nicht mal das - von hinten auszaeumen, sondern Pferd (und Reiter!) mit Scheuklappen ueber die texanische Wueste treiben. Also komplett daneben. Da zeigt sich der reaktionaere Geist, vermischt mit oberflaechlicher Denkkraft.

@ covid-strategie

Genauso wenig wie grün religiöse…

Fast wäre ich mit Ihnen einer Meinung gewesen. Aber eine unnötige Spitze gegen die Grünen ganz am Schluss draufgesetzt, macht die Glaubwürdigkeit dann zunichte.

@10:11 von Sausevind: keinen Gewissenskonflikt

"Aber diese eiskalten und gefühllosen Argumentationen, die einige hier bringen, und die überhaupt keinen Gewissenskonflikt eingestehen wollen, können einen frieren lassen."

Wir können wohl alle davon ausgehen, dass fast keine Frau ohne Gewissenskonflikt abtreiben lässt.

Ich finde es entsetzlich wie wenig sich die Abtreibungsgegner für die Frauen und für die "ungewollten" Kinder interessieren.

Diese Zwangsgeburten erwartet sicher ein ganz tolles Leben in einer Familie die dieses Kind eigentlich nicht haben wollte und die weiß, dass sie vom Staat keinerlei Unterstützung bekommt, wenn das Kind erstmal auf der Welt ist.

Ja, da ist dann sicher ganz viel Liebe für dieses Kind in der Familie.

@ um 09:57 von Wolf1905

"@Ritchi um 09:30
>> In Texas soll jeder Vergewaltiger das Recht auf Fortpflanzung haben. Das gab es schon mal in Irland. <<

Natürlich hat auch jeder Vergewaltiger das Recht auf Fortpflanzung (wie jeder Mörder auch) - aber doch nicht, indem er eine Frau vergewaltigt, um sein Recht auf Fortpflanzung ungestraft auszuüben.

Insofern verstehe ich Ihren kurzen Kommentar nicht; oder wie meinten Sie das mit diesem Recht auf Fortpflanzung? Habe ich Sie da missverstanden?"
.
Nein, Sie haben mich missverstanden wollen.

@ 10:02 von Blitzgescheit

Zitat: "Deswegen würde ich auch nicht letztinstanzlich über das Abtreibungsrecht nicht entscheiden wollen, da ich großen Respekt vor der moralischen Verantwortung habe, die dieses impliziert."

Sie selbst bringen also nicht den Mut und das nötige Rückgrat auf, um eine moralische Verantwortung für eine Entscheidung zu übernehmen.

Dann sind Ihre Angriffe auf die Intellektualität und die Versuche die Moral anderer user zu negieren lediglich ideologisch motiviert ?

Dachte ich mir.

Wer hat Ihnen diese Entscheidung denn abgenommen, die Sie hier nun so vehement im Minutentakt vertreten ?

@KarlKlammer um 10.10 Uhr, kenne ich nicht

"kennen Sie das texanische Wahlrecht ?

Nicht jeder kann in Texas wählen" Nein, das texanische Wahlrecht kenne ich nicht. Ich war bisher davon ausgegangen, dass die Wahlen dort so wie sonst überall in den USA über Wahlmänner/-frauen laufen. Aber ich bilde mich gerne weiter.

"Auch ist ihre Schlußfolgerung aus der Luft gegriffen,
denn es werden nicht die Stimmen von männlein & weiblein gesondert ausgezählt.

Ihre Schlußfolgerung bezieht sich lediglich auf Umfragen
mit köstlichen Wahrheitsgehalten"

Das stimmt. Letztlich muss man darauf vetrauen, dass Befragungen einen gewissen Wahrheitsgehalt haben. Das ist ja auch bei uns so: Wählerwanderungen, Wahlentscheidungen von Männern und Frauen, Differenzierung nach Alter, Wahlentscheidungen aufgrund von Themen im Wahlkampf ... all das sind Annahmen u.a. aufgrund von Befragungen. Sie scheinen Umfrageergebnisse generell in Frage zu stellen.
Ich dagegen meine, dass dominierende Wahlkampfthemen zu einer Entscheidung der WählerInnen beitragen.

10:12 von ONYEALI

Danke, Sie nennen einen wichtigen Gedanken, den man mitberücksichtigen sollte.

Dennoch:
auch wenn man - aus freier Entscheidung - nicht abtreibt, kann dieses Kind ungeliebt und gehasst sein.

Letztlich führt Ihre Argumentation dazu, dass man ein Gesetz erlassen müsste, dass die Frauen ZWINGT, abzutreiben, wenn das Kind durch eine Vergewaltigung entstanden ist.

Was übrigens auch in der Ehe nicht selten passiert, diese Vergewaltigung.
Und auch da müsste dann die Frau - auf der Basis Ihrer Argumentation - per Gesetz gezwungen werden, abzutreiben.

Übrigens: mir tut sehr Leid, was Sie persönlich erfahren haben.
Aber man weiß das nicht vorher.
Mein jüngster Bruder war von meiner Mutter nicht mehr gewollt. Aber es wurde ihr Lieblingskind.

@Kowalski um 10:04

>> Was gibt es da nicht zu verstehen? Der (hypothetisch angenommene) Vergewaltiger wird für seine Tat selbstverständlich bestraft. Er hat aber trotzdem das Recht, sich mit Hilfe des Opfers fortzupflanzen, wenn diesem eine Abtreibung untersagt wird. <<

>> … Er hat aber trotzdem das Recht, sich mit Hilfe des Opfers fortzupflanzen …<<
-> was bedeutet das denn? Er hat ein Recht, mittels der Vergewaltigung einer Frau sich fortzupflanzen (und das ist sicherlich nicht „mit Hilfe des Opfers“, sondern mittels einer abscheulichen Tat!) wird dann dafür bestraft, darf aber Vater werden (sofern die Vergewaltigung eine Schwangerschaft verursacht) ???

@ Sausevind 10:11

"Ich selber sehe durchaus, dass da ein Konflikt ist.
Aber diese eiskalten und gefühllosen Argumentationen, die einige hier bringen, und die überhaupt keinen Gewissenskonflikt eingestehen wollen, können einen frieren lassen."

Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich zu diesem Thema einen Kommentar verfasse. Nachdem ich mich seit vielen Jahren mit der Thematik Leben Tod und all den warums und wiesos beschäftige, hatte ich Bücher gelesen, welche sich mit Rückführungshypnose beschäftigen. Hier konnte festgestellt werden, dass bereits Föten Gefühle wie Wärme oder Emotionen der Mutter wahrnehmen können. Auch ein Fötus lebt. Es ist eine Frage der Ethik und nicht eine Frage der Naturwissenschaften. Und nein, niemand hat ein Recht darauf nur in ein gutes Leben hineingeboren zu werden. Alles hat seinen Sinn. Mehr möchte ich hierzu nicht schreiben.

@Am 09. Oktober 2021 um 09:56 von Ritchi

Zitat: "Das Leben beginnt mit der Befruchtung. In Korea feiern Koreaner im Übrigen genau deswegen bei Geburt bereits ihren ersten Geburtstag."
.
Sehr schlechtes Argument. In Südkorea ist die Abtreibung ohne Einschränkungen erlaubt."

Ritchie, woher haben Sie Ihre Infos?

Ich muss zugeben, ich bin kein Korea-Experte, aber aus deustchen GEZ-Medien erfahre ich, dass SKorea bis 2019 ein sehr rigides Abtreibungsrecht hatte, dass - auf jahrelangen Druck sog. "Feministin:r_s_in_*" 2019 ein wenig gelockert wurde. Einzelheiten stehen im verlinkten Artikel.

Dass eine Abrteibung ohne Einschränkung in SKorea erlaubt sei, ist eine Fake News Ihrerseits.

Q:

"https://www.dw.com/de/s%C3%BCdkorea-legalisiert-abtreibung/a-48289645"

Re : Tada !

Natürlich gibt es auch Frauen, die in ihrem Glauben so gefangen sind, und denken sie tun was Gutes, für dieses Gesetz gestimmt. Zum einen ist es die extrem konservative Einstellung der Menschen in Texas und etlichen anderen "republikanischen" Staaten, wo leider zu viele Männer den Ton angeben, sich aber selbst zu oft der eigentlichen Verantwortung, selbst beim einvernehmlichen Sex, entziehen, mit dazu beizutragen, dass eine ungewollte Schwangerschaft vermieden wird. Und zu oft entziehen sich viele Männer dann der Beihilfe, das gewordene Kind mit zu begleiten und versorgen. Weder durch Unterhalt zahlen, oder durch Vaterschaft anerkennen und sich am Leben des Kindes zu beteiligen.
Sex ja, nur Verantwortung nein, das ist das traurige Bild, das selbst sehr viele angeblich so "gläubige" Männer zeigen und leben, und durch ihre Heuchelei und Verlogenheit die Frauen erniedrigen und demütigen, Nun werden die Frauen noch durch dieses Gesetz zusätzlich bestraft ! Echte Schande !!!

schlitzundschlitz

Umdenken auch in Deutschland wünschenswert. Ich wünsche mir ähnliche Gesetze für Deutschland.

Nein, ich wünsche mir die ersatzlose Streichung der Paragraphen 218 und 219 des deutschen Strafgesetzbuches.

berufungsgericht-abtreibungsgesetz-in-texas-wieder-in-kraft

Blitzgescheit, Sie schreiben um 08:59 Uhr, Zitat:"Abtreibungsbefürworter_innen_r_s_` fassen ihre Position zur Abtreibungsfrage meist mit dem Slogan "my body - my choice". Zitat-Ende
.
Bitte bedenken Sie : Solange der Fötus keinen -->eigenen Körper hat,....gehört alles was im Bauch der Frau ist... gewiss -->zum Körper der Frau!
Und dann gilt doch gewiss :"my body - my choice".....
Stimmen mir alle Frauen zu ? Sie ebenfalls Mr. Blitzgescheit ?

@Am 09. Oktober 2021 um 10:25 von zopf

Zitat: "Zitat: "Deswegen würde ich auch nicht letztinstanzlich über das Abtreibungsrecht nicht entscheiden wollen, da ich großen Respekt vor der moralischen Verantwortung habe, die dieses impliziert."

Sie selbst bringen also nicht den Mut und das nötige Rückgrat auf, um eine moralische Verantwortung für eine Entscheidung zu übernehmen.

Dann sind Ihre Angriffe auf die Intellektualität und die Versuche die Moral anderer user zu negieren lediglich ideologisch motiviert ?"

Sie waren/sind offensichtlich damit überfordert, meinen Kommentar richtig zu verstehen. Ihre Fehlinterpretation zu entwirren, sehe ich jetzt aber nicht als meine Aufgabe. Das werden Sie sicherlich verstehen.

@09:44 von Blitzgescheit: Kopfgeldjägergesetz

Kopfgeldjägergesetz wird es deshalb genannt, weil jeder, der eine Abtreibung zur Anzeige bringt, dafür eine Prämie vom Staat erhalten soll.

Das ist wie bei den Kopfgeldjägern im Wilden Westen. Daher der Name.

Jede Frau muss selbst entscheiden

@ GeMe
Ein strenges Abtreibungsgesetz wäre kein Problem, wenn ...

Nein. Genau wie die Verweigerung des Wahlrechts für Schwarze ist auch die staatliche Einmischung in den Körper einer Frau nicht mehr zeitgemäß und muss beendet werden. Jede Frau kann nur selbst über eine Abtreibung entscheiden und für diese Entscheidung nicht bestraft werden.

@GeMe, 10:16

„Ein strenges Abtreibungsgesetz wäre kein Problem, wenn es denn staatliche Hilfen für die Frauen und vor allen für die neugeborenen Kinder gäbe“

Stimmt.

„Aber die erzkonservativen Republikaner und evangelikalen Christen interessieren sich nur so lange für diese "ungewollten" Kinder, bis die Kinder auf der Welt sind“

Stimmt auch.

„Ist das Kind erstmal geboren, ist die Mutter / die Familien auf sich allein gestellt“

Stimmt auffallend.

>>Am 09. Oktober 2021 um

>>Am 09. Oktober 2021 um 10:16 von gestört aber geil
@ David Séchard

Es erlaubt ihnen Nachforschungen, zu einer mutmaßlichen Abtreibung anzustellen

Kein Bürger darf Nachforschungen über andere Bürger anstellen. Das darf nur die Polizei.<<

Diese Aussage habe ich aus dem TS Text: "https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-texas-abtreibung-gesetz-101.html"

@Ritchi um 10:24

>> Nein, Sie haben mich missverstanden wollen. <<

Nein, ich habe Sie nicht bewusst missverstehen wollen! Sonst hätte ich nicht nachgefragt. Am liebsten ist mir - wie sicherlich allen - eine klare und missverständliche Kommunikation. Dass ich auch immer wieder mal missverständlich formuliere, weiß ich auch … who‘s perfect… ?

10:28 von Opa Klaus

"Nachdem ich mich seit vielen Jahren mit der Thematik Leben Tod und all den warums und wiesos beschäftige, hatte ich Bücher gelesen, welche sich mit Rückführungshypnose beschäftigen. Hier konnte festgestellt werden, dass bereits Föten Gefühle wie Wärme oder Emotionen der Mutter wahrnehmen können. Auch ein Fötus lebt. Es ist eine Frage der Ethik und nicht eine Frage der Naturwissenschaften."

Sie sprechen gegen die Naturwissenschaft, indem sie Esoterik, noch spezieller: eine Pseudowissenschaft, ins Feld fuehren. Das kann ich nicht ernstnehmen.

@ GeMe

Kopfgeldjägergesetz wird es deshalb genannt, weil jeder, der eine Abtreibung zur Anzeige bringt, dafür eine Prämie vom Staat erhalten soll.

Auch in den Augen vieler Republikaner geht dieser juristische Übergriffe völlig übers Ziel hinaus und ist daher klar verfassungswidrig.

Re : GeMe !

Grundsätzlich ist es doch für jede Frau ein einschneidendes Erlebnis, wenn sie schwanger wird. Nur da geht es dann los, mit den Gedanken, ist dies ein Zufallsprodukt, ist es gewollt, oder durch ein nicht wirklich verantwortungsbewusstes Agieren von beiden, also Mann und Frau.
Ich denke, jeder Person ist klar, wenn Gefühle und Leidenschaft die Oberhand gewinnen, ist nicht überall der Verstand mit bei der Sache.
Noch weniger passiert dies bei einer Gewalttat, die von einem Mann ausgeht, der skrupellos und rücksichtslos agiert, und ein unermessliches Trauma bei der Frau auslöst.
Gerade bei solchen einschneidenden Dingen und auch der ungewollten Schwangerschaft sollte deshalb jede Frau das Recht haben, über ihren eigenen Körper und Lebensweg frei zu entscheiden. Sie wird dies nie einfach so tun, sondern gründlichst überlegen und mit ihrem Gewissen abwägen. Denn jede Frau weiß, was es bedeutet, ein Kind groß zu ziehen, zu lieben, achten und respektieren, so wie es jeder Mensch verdient.

@ um 09:50 von KowaIski

„Man sollte nicht mit Binsenweisheiten über reinen Whataboutism hinwegtäuschen wollen.“
Dass das Binsenweisheiten sind, macht die Sache noch viel schlimmer. Denn Binsenweisheiten kennt ja jeder, sind quasi Allgemeinwissen.
Whataboutism im Falle des Abtreibungsverbotes ist, wenn man durch die Einschränkung der persönlichen Entscheidung einer Frau von den tatsächlichen tödlichen Problemen von Millionen von Kindern ablenken will.
Denn genau das ist und war immer schon die Politik von sogenannten Christen und anderen sogenannten Gläubigen.

@10:16 von gestört aber geil

"Kein Bürger darf Nachforschungen über andere Bürger anstellen. Das darf nur die Polizei."

Natürlich dürfen z.B. Privatdetektive auch in Deutschland Nachforschungen zu anderen Personen anstellen.

In den USA geht das aber noch ein bisschen weiter als hier. Geplant war in Texas, dass derjenige, der eine Abtreibung zur Anzeige bringt eine Prämie von Staat erhält.

10:28 von Opa Klaus

@ Sausevind 10:11

"Es ist eine Frage der Ethik und nicht eine Frage der Naturwissenschaften."

.-.-.

Ja, auf diesen Punkt könnte man es bringen.

Dennoch - und ich denke, das sehen Sie auch so - haben auch ethische Fragen keine Eindeutigkeit.

Aber die ethische Frage auf eine naturwissenschaftliche zu reduzieren:
das scheint mir Selbstbetrug.

Übergriffig

Texanischen Frauenrechtler*innen brandmarken dieses Gesetz völlig zu recht als einen Übergriff alter weißer Männer auf die Grundrechte der Frauen.

Das Beste wäre die

Das Beste wäre die Republikaner bei der nächsten Wahl abzuwählen. Würden texanische Männer Kinder bekommen, wäre dieses Gesetz nie formuliert worden.

"Und dieser Schutz und Absicherung gerade einer schwangeren Frau ist - rein statistisch gesehen - am besten in einer sog. "traditionellen Familie", "

Dann geben Sie doch der bei einer Vergewaltigung geschwängerten Frau den Rat, dass sie ihren Vergewaltiger heiraten soll, damit das Kind in einer "traditionellen Familie" aufwächst.

Auch ein junges Mädchen aus einer evangelikalen Familie, das beim Highschoolabschlussball geschwängert wird, hat sicher keine andere Vorstellung von ihrer Zukunft gehabt als umgehend den Vater ihres Kindes zu heiraten und eine Familie zu gründen.

@ Blitzgescheit

Ihre dämliches Gendern bei diesem wahrhaft ernsten Thema ist sowas von daneben, dass es einfach nur weh tut.

“Your brain“ und “not everybody's“.

10:41 von Traumfahrer

"Gerade bei solchen einschneidenden Dingen und auch der ungewollten Schwangerschaft sollte deshalb jede Frau das Recht haben, über ihren eigenen Körper und Lebensweg frei zu entscheiden. Sie wird dies nie einfach so tun, sondern gründlichst überlegen und mit ihrem Gewissen abwägen. Denn jede Frau weiß, was es bedeutet, ein Kind groß zu ziehen, zu lieben, achten und respektieren, so wie es jeder Mensch verdient."

,.,,.

Wer pauschalisiert und alle über einen Kamm schert, hat niemals Recht.
Er hat es im Gegenteil nötig, seine Meinung dadurch für die einzig richtige zu halten, dass er so tut, als wüsste er Bescheid über das Gefühl und das Handeln einer jeden, hier in Frage kommenden, Person.

Schade.

Re : GeMe !

Dieses "Kopfgeldjägergesetz" ist eine äußerst hinterhältige und mehr als moralische Verwerflichkeit der Politiker, so die ganze Verantwortung an die Bürger und Bürgerinnen ab zu geben. Das mit der Prämie ist absolut eine desaströse Schande, die mit zu noch mehr Spaltung der Gesellschaft führt.
Wenn also eine Frau ein Fötus abtreiben möchte, weil sie durch verantwortungsloses Agieren von einem Mann schwanger wurde, oder gar vergewaltigt wurde, wird sie nun wie eine Schwerverbrecherin behandelt und gejagt.
Schlimmer geht es nimmer !
Ja und es zeigt auch, wie tief das Land noch im wilden Westen steckt, wo der weiße Mann sehr viel vernichtet und zerstört hat, aber nicht in der Lage ist, sich weiter zu entwickeln. Und alles auch aus rein politischem und religiösem Schwachsinn !

@ Tada, um 09:16

Obwohl etwas o. T.:

Den letzten Abschnitt Ihres Kommentars könnte man fast 1:1 auf den parallelen Artikel über die “Reformwut“ des Papstes übertragen.

@ das Ding 10:40

"Sie sprechen gegen die Naturwissenschaft, indem sie Esoterik, noch spezieller: eine Pseudowissenschaft, ins Feld fuehren. Das kann ich nicht ernstnehmen."

Das alles hat nichts mit Esotherik oder Pseudowissenschaft zu tun. Allerdings ist hier nicht der richtige Ort, solche Themen zu diskutieren. Ich lasse jedem Menschen seine Ansichten. So soll es ja auch sein.

@ Nettie (08:22): Mit der Unterwerfung haben Sie recht

hi Nettie,

mit der Unterwerfung haben Sie recht. Ich verstehe auch nicht, warum Männer den Frauen keinerlei Selbstbestimmung über ihren Körper geben wollen. Auch Frauen sind Menschen und müssen - genauso wie Männer auch - selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden können. Darüber hinaus verstehe ich nicht warum Männer nicht einsehen können dass es nicht sein kann dass man nicht mal bei Vergewaltigung abtreiben darf. Denn es gibt kein Grundrecht auf Vergewaltigung. Vergewaltigung ist eine Straftat.

Von daher kann es nicht sein, dass eine Frau dazu gezwungen werden kann, das Kind eines Vergewaltigers auszutragen.

Weiterhin kann es nicht sein, dass zum Beispiel ein Kind, das vorgeburtlich im Mutterleib verstirbt, nicht weggemacht werden darf.

Zusätzlich verstehe ich auch nicht, warum es nicht erlaubt ist ein schwerst missgebildetes Baby wegmachen zu lassen das die Mutter gefährdet und die Geburt nicht überleben würde.

Sowas hat NICHTS mit der geschichtlichen Euthanasie zu tun.

@ 10:30 von Blitzgescheit

Zitat: "Sie waren/sind offensichtlich damit überfordert, meinen Kommentar richtig zu verstehen. Ihre Fehlinterpretation zu entwirren, sehe ich jetzt aber nicht als meine Aufgabe. Das werden Sie sicherlich verstehen."

Und wieder flüchten Sie sich in süffisantem Ton in die Herabwürdigung der Intellektualität eines Mitdiskutatnten, anstatt sich sachlich mit meinem Einwand auseinanderzusetzen. q.e.d.

Sie schreiben, daß Sie die moralische Verantwortung, für eine solche Entscheidung nicht übernehmen wollen, greifen aber jeden an, der dies hier im Sinne einer gelockerten Abtreibungsgesetzgebung tun möchte.

Dies ist eine Entscheidung für eine restriktive Gesetzgebung.

Aus welchen Gründen vertreten Sie diese so vehement, wenn Sie sich selbst außer Stande sehen eine Entscheidung fällen zu können, wie Sie ja selbst schrieben ?

@Blitzgescheit

"Das Leben beginnt mit der Befruchtung. In Korea feiern Koreaner im Übrigen genau deswegen bei Geburt bereits ihren ersten Geburtstag." Am 09. Oktober 2021 um 09:27 von Blitzgescheit

*

Und was hat das mit Abtreibung zu tun?

"In Südkorea war die geschlechtsselektive Abtreibung von Mädchen von Mitte der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre verbreitet."(Wikipedia: Geschlechtsselektive Abtreibung.)

In Nordkorea gibt es Zwangsabtreibungen in Lagern. Überlebt das Baby das, weil die Schwangerschaft weit fortgeschritten ist, dann wird es getötet. (In Nordkorea wird bei Vergehen die ganze Familie inhaftiert.)

Und Sie kommen weltfremd mit erstem Geburtstag bei Geburt in Korea.

Warum elektrisiert ein Schwangerschaftsabbruch Männer so ?

Sowohl in den USA als auch in Deutschland elektrisiert das Thema Schwangerschaftsabbruch vor allem ideologisch fixierte Männer mit einem Feindbild. Warum eigentlich ?

Für mich und viele, ich würde sagen die allermeisten jungen Frauen sind die Themen Schwangerschaft, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch viel zu gravierend, als dass frau damit leichtfertig umgehen könnte. Den Gewissenskonflikt, den eine Frau im letzteren Fall durchstehen muss, können viele Männer gar nicht nachvollziehen.

Ich sage nicht, dass dieses Thema nicht beide Geschlechter angeht. Aber es befremdet mich, welche männlichen Eiferer es auf den Plan ruft. Die meisten davon lassen nicht mal ansatzweise Empathie für Frauen erkennen, aber verkämpfen sich mit Feuereifer für ihre Anti-Abortion Standpunkte. Geht es dabei um Leben oder etwas anderes?

Das reicht mir jetzt.

Re : GeMe !

Es gibt muslimische Länder, wo genau dies so praktiziert wird. Da wird ein Vergewaltiger von jeder Strafe befreit, wenn er die vergewaltigte Frau anschließend heiratet.
Perverser geht es echt nimmer, denn dies fördert das Ganze noch zusätzlich.
Also ich finde diese religiöse Gehabe der Evangelikalen nur zum Kotzen, sie sollten sich lieber mal das "normale" Leben kümmern, als sich von irgend welchen Priestern was einreden zu lassen. All diese religiöse Treiben und Denken sind in meinen Augen nur Schwachsinn und Verblendung !
Wenn dann so junge unaufgeklärte Mädchen schwanger werden, sind in meinen Augen die Eltern und Erwachsenen daran schuld, weil weder Mädchen noch Jungen richtig und sachlich aufgeklärt sind.
Mit ständig Beten wird dies sicher nicht erreicht !

@ leider geil (08:23): Das verstehe ich auch nicht

@ leider geil

Das hier verstehe ich auch nicht:

Aber was um alles in der Welt treibt sie dazu, ein so extrem strenges Abtreibungsrecht zu machen? Wo man doch weiß, dass es auch Millionen Menschen im Land gibt, die das nicht wollen, denen das zu weit geht.

OK, ich sehe auch ein dass sich eine Frau gut überlegen sollte, ob sie ein Kind wegmachen lässt, wenn das Herz schon schlägt.

Aber: es gibt gute Gründe für eine Abtreibung. Zum Beispiel:

Vergewaltigung
schwerste Missbildungen am Kind sodass es die Geburt eh nicht überlebt
vorgeburtlicher Tod des Kindes im Mutterleib ohne dass die Mutter eine Schuld daran hat

Außerdem wollen nicht nur viele in den USA dieses extremistische Gesetzt nicht, sondern auch hier bei uns in der EU und in Deutschland und anderswo auf der Welt.

Und zu dem hier:

Warum diese unseelige Konfrontation?

ist die Antwort einfach:
1. Demokratiezerstörung
2. die Republikaner können mit Frauenrechten nichts anfangen und hassen Frauen.

@ um 10:28 von Blitzgescheit

"@Am 09. Oktober 2021 um 09:56 von Ritchi
Zitat: "Das Leben beginnt mit der Befruchtung. In Korea feiern Koreaner im Übrigen genau deswegen bei Geburt bereits ihren ersten Geburtstag."
.
Sehr schlechtes Argument. In Südkorea ist die Abtreibung ohne Einschränkungen erlaubt."
Ritchie, woher haben Sie Ihre Infos?
Ich muss zugeben, ich bin kein Korea-Experte, aber aus deustchen GEZ-Medien erfahre ich, dass SKorea bis 2019 ein sehr rigides Abtreibungsrecht hatte, dass - auf jahrelangen Druck sog. "Feministin:r_s_in_*" 2019 ein wenig gelockert wurde. Einzelheiten stehen im verlinkten Artikel.
Dass eine Abrteibung ohne Einschränkung in SKorea erlaubt sei, ist eine Fake News Ihrerseits
…"
Ihr Artikel besagt, dass das oberste südkoreanische Gericht die Abtreibungsregel mit 2/3 Mehrheit kassiert (nicht gelockert!) hat. Die Regierung hatte bis Ende 2020 Zeit ein neues Gesetz zu schaffen. Hat sie nicht. Somit ist seit 01.01.2021 die Abtreibung in Südkorea straffrei. Leicht zu recherchieren.

@ leider geil (08:23): Frauen sind für die 2. Klasse

@ leider geil

Zusatz zu dieser Frage:

Warum diese unseelige Konfrontation?

Außerdem können die Republikaner traurigerweise nicht einsehen, dass diese Rechte eine Frau Bestandteil der Menschenrechte sind. Die sind ewiggestrig, extremistisch und verbohrt wie diese Querdenker und Rechtsextremisten. Nichts anderes sind diese Republikaner. Die können nicht damit umgehen, wenn Frauen Männer wegen Vergewaltigung und anderer sexueller Straftaten anzeigen. Für die Republikaner ist sowas keine Straftat. Frauen sind für solche Männer nur Objekte die sie frei nach Lust und Laune benutzen können und dann abstoßen können wenn sie dieses Objekt nicht mehr brauchen.

Frauen sind für diese us-Republikaner, für die Tories in England, für die CDU/CSU und AFD bei uns nur Menschen zweiter Klasse.

10:50 von Carina F

10:50 von Carina F

"Religiöse Aspekte sind in so einer Diskussion müßig, denn sie können nicht bewiesen werden!"

Esoterik ist ansich noch einen Tacken schlimmer. Und wenn diese Mit Ethik verwechselt wird, ist Chaos die Argumentationsgrundlage. Andererseits zaehlt Ethik zur Philosophie und diese ist Wissenschaft, da sie Methodik hat bei der Erkenntnisgewinnung. D.h. Naturwissenschaft ist zu beachten, wie Sie richtig schreiben, Ethik aber auch, letzlich also soziales Zusammenleben und eigene Entscheidungen treffen. Denke ich jedenfalls.

@Blitzgescheit

Sie schrieben: "Deswegen würde ich auch nicht letztinstanzlich über das Abtreibungsrecht nicht entscheiden wollen, da ich großen Respekt vor der moralischen Verantwortung habe, die dieses impliziert."

Die Doppelverneinung für Ihre Aussage spricht sehr deutlich für den Respekt, den Sie für das Thema der wie Sie sagen, moralischen Verantwortung, in der der Gesetzgeber steckt. Wenn Sie denselben Respekt für die Frauen + die implizit unterstellbaren sozialen und psychodynamischen, inneren Konflikte hätten, wären Sie einen größeren Schritt weiter, um diesen fruchtbaren Austausch der Gedanken mit Sachlichkeit und nicht ganz unwichtig, auch mit einem Quantum emotionaler Intelligenz in Annäherung an weibliche Alleinstellungsmerkmale zu bereichern.

@10:36 von gestört aber geil: Jede Frau kann nur selbst

"Jede Frau kann nur selbst über eine Abtreibung entscheiden und für diese Entscheidung nicht bestraft werden."

Das sehe ich ganz genauso. Man muss den Frauen staatliche Hilfen anbieten, wenn sie ihr Kind behalten wollen oder die Möglichkeit es zur Adoption frei zu geben.

Möchte die Frau aber abtreiben, so ist das allein ihre Entscheidung.

@ 09:50 von Sausevind

Danke für Ihren Kommentar: einer der seltenen Art, weil er die aggressiv aufgeladene Atmosphäre zwischen "Befürwortern" und "Gegnern" von Abtreibung vermeidet.
Wenn es gelänge, den Focus stärker auf die Konflikte zu lenken, die schwangere Frauen belasten und die sehr unterschiedlich sein können, müsste es doch möglich sein, die Zuspitzungen und manchmal sogar Militarisierungen zu vermeiden und konkrete Unterstützung zu leisten. Und dann kann es auch unterschiedliche Entscheidungen geben, die die Frauen und die beteiligten Männer (so sie sich denn nicht aus dem Staub gemacht haben) treffen.

@Blitzgescheit - Zwei Körper, zwei Leben.

08:59 von Blitzgescheit:
Bei einer Schwangerschaft geht es aber nicht nur um 'my body', sondern um den 'body' des neugeborenen Babys. [...] Vielleicht kann jemand den Abortionsbefürworter_innen_außen diesen nicht allzu komplexen Sachverhalten noch einmal erklären."

Liebe_r_s Blitzgescheit_er_innen_r_s_,

es scheint mir als würde dieser nicht allzu komplexe Sachverhalt Sie dennoch überfordern. Vielleicht haben Sie aber auch nur vergessen, dass das ungeborene Leben im Körper einer Mutter heranwächst.

Was wird also passieren, wenn man einer ungewollt schwangeren Frau das Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper entzieht? Meiner Meinung nach schützt das kein Leben, sondern zerstört im schlimmsten Fall sogar zwei.

Schöne Grüße!

@ free Nawalny (08:27): es gibt Abtreibungsgründe

@ free Navalny

Ich gebe auch zu, dass man schon nachdenken sollte, ob man ein Kind wegmachen lässt wenn das Herz schon schlägt. Denn spätestens dann beginnt eigentlich das Kind richtig zu leben.

Aber es gibt in der Tat gute Gründe, sowas wegmachen zu lassen. Zum Beispiel:

1. bei Vergewaltigung (ist eine Straftat)
2. bei schwerster Missbildung am Kind wenn es die Geburt eh nicht überleben würde und die Mutter gefährdet
3. bei vorgeburtlichem Kindstot im Mutterleib woran die Mutter keinerlei Schuld hat
4. bei schwerer Erkrankung der Mutter (wenn zum Beispiel spät in der Schwangerschaft Krebs oder anderes festgestellt wird und das Kind zum Beispiel die Chemo- oder Strahlentherapie nicht überleben würde).

Aber im vierten Fall sehe ich auch, dass es doch möglich sein muss, beide zu retten: sowohl die Mutter als auch das Kind. Aber es kann nicht sein, dass dann die Mutter ihr Leben für das Kind lassen muss. Daher sehe ich es so, dass es Möglichkeiten geben muss, das Kind vorher zu holen.

10:53 von Opa Klaus

"Ich lasse jedem Menschen seine Ansichten. So soll es ja auch sein."

NIcht in Texas. Sie sehen ja, was fuer einen Irrsinn da gerade passiert. Es sei denn, sie sehen das nicht als Irrsinn. Man muss bestimmte Ansichten einfach aktiv ablehnen und wiederlegen. Auch wenn sie weit weg sind. Koennte ja nach hier rueber schwapppen.

10:56 von Alexa d'Auteuil

Zitat:"Sowohl in den USA als auch in Deutschland elektrisiert das Thema Schwangerschaftsabbruch vor allem ideologisch fixierte Männer mit einem Feindbild. Warum eigentlich ?
Für mich und viele, ich würde sagen die allermeisten jungen Frauen sind die Themen Schwangerschaft, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch viel zu gravierend, als dass frau damit leichtfertig umgehen könnte. Den Gewissenskonflikt, den eine Frau im letzteren Fall durchstehen muss, können viele Männer gar nicht nachvollziehen.
Ich sage nicht, dass dieses Thema nicht beide Geschlechter angeht. Aber es befremdet mich, welche männlichen Eiferer es auf den Plan ruft. Die meisten davon lassen nicht mal ansatzweise Empathie für Frauen erkennen, aber verkämpfen sich mit Feuereifer für ihre Anti-Abortion Standpunkte. Geht es dabei um Leben oder etwas anderes?"

Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar! Vor allem zum zweiten Absatz!

berufungsgericht-abtreibungsgesetz-in-texas-wieder-in-kraft

Hallo, Sausevind, Sie antworten mir um 10:27 Uhr, Zitat :"Letztlich führt Ihre Argumentation dazu, dass man ein Gesetz erlassen müsste, dass die Frauen ZWINGT, abzutreiben, wenn das Kind durch eine Vergewaltigung entstanden ist." Zitatende
.
Sie irren !
Aus meinen Zeilen von 10:12 Uhr geht - nirgends - hervor, dass ich Frauen zu "etwas" "zwingen" will. Ganz im Gegenteil ! Ich bin -->gegen ....jeglichen Zwang !!!
Ich bin für die Freiheit der Frauen mit dem absoluten Recht auf Selbstbestimmung !

@harry_up

"Den letzten Abschnitt Ihres Kommentars könnte man fast 1:1 auf den parallelen Artikel über die “Reformwut“ des Papstes übertragen" Am 09. Oktober 2021 um 10:52 von harry_up

*

Ich bin mir sicher, dass der Papst alleine nur im Vatikanstaat Gesetze mitentwerfen und -machen kann.

Re : Sausewind !

Ich ziehe niemand über einen Kamm, sondern ich habe versucht, mich in die Welt einer Frau zu versetzen. Zusätzlich habe ich schon öfters mit verschiedenen Frauen über dieses Thema gesprochen, auch mit meiner eigenen. Und so ziemlich überall war der gleiche Tenor. Oft wird auch darauf verwiesen, wie "schändlich" sich etliche Männer verhalten, wenn es um dieses Thema, oder die Verhütung geht. Und leider passiert es auch sehr oft, dass etliche Männer dann verwinden, wenn sie was von einer ungewollten Schwangerschaft hören.
Natürlich sollte jede einzelne Situation für sich gesehen werden, aber grundsätzlich bin ich bei den hiesigen Gesetzen, wo vor einer Entscheidung grundsätzlich eine ernste Beratung stattfinden muss.
Nur so, wie es in Texas nun versucht wird, ist dies in meinen Augen eine Unterdrückung der Frauen, das Aushebeln der freien Entscheidung der Frauen über ihren eigenen Körper.

@ Tada (08:29): recherchieren Sie mal im Netz

@ Tada

Zu dieser Frage:

Wie wollen Außenstehende darüber bescheid wissen, ob beim einem Fötus schon der Herzschlag fastgestellt worden ist?

Haben Sie eigentlich mal im Netz recherchiert, wie offen Frauen inzwischen über Abtreibung reden?? Und über solchen Austausch von Frauen die sowas schon hinter sich haben, kann man schon einiges erfahren. Auch ich habe schon einige solche Fälle gelesen.

Und für sowas:

Wo noch nicht einmal die Schwangeren selbst genau wissen, wie lange sie schwanger sind.

gibt es doch die freiverkäuflichen Schwangerschaftstests (gibt es in jeder Drogerie).

Aber hinter dem hier:

Es geht bei den Gesetzen nur darum die Bevölkerung zu spalten und von wirklichen Problemen abzulenken.

stecken andere Gründe:

diese us-Republikaner können nicht mit Anzeigen wegen Vergewaltigung umgehen
die sehen es so, dass sie Frauen frei nach Gutdünken vergewaltigen können ohne dafür strafrechtlich belangt werden zu können.

Abtreibung

Jedes Abtreibungsrecht ist ein Kompromiss zwischen den Rechten der schwangeren Frau und dem Embryo/Fötus/Baby. Wenn die Entscheidung der Frau das einzige Entscheidungskriterium wäre, dann wäre im Extremfall Abtreibung bis 1 Tag vor der Geburt erlaubt. Einen Tag später wäre es allerdings ein strafbewährtes Tötungsdelikt. Ist natürlich absurd und deswegen tobt die Diskussion, je nach Gesellschaft, je nach Land darüber, bis zu welchem Zeitpunkt oder in welcher Situation eine Abtreibung erlaubt ist bzw. wie bei uns, nicht bestraft wird.

Es gibt keine wissenschaftliche Antwort darauf. Ob man jetzt 12 Wochen oder den Herzschlag als Kriterium nimmt, es ist eine Definition, die Menschen nach politischen oder pragmatischen Kriterien treffen.

Man kann Abtreibungen nicht total verbieten. In Ländern, die das versuchen, finden sie trotzdem statt. Übrigens nach allen Erfahrungen auch in den Familien von Konservativen und Religiösen.

Also werden unterschiedliche Kriterien definiert.

@ um 10:28 von Blitzgescheit

"@Am 09. Oktober 2021 um 09:56 von Ritchi
Zitat: "Das Leben beginnt mit der Befruchtung. In Korea feiern Koreaner im Übrigen genau deswegen bei Geburt bereits ihren ersten Geburtstag."
.
Sehr schlechtes Argument. In Südkorea ist die Abtreibung ohne Einschränkungen erlaubt."

Ritchie, woher haben Sie Ihre Infos?

Ich muss zugeben, ich bin kein Korea-Experte, aber aus deustchen GEZ-Medien erfahre ich, dass SKorea bis 2019 ein sehr rigides Abtreibungsrecht hatte, dass - auf jahrelangen Druck sog. "Feministin:r_s_in_*" 2019 ein wenig gelockert wurde. Einzelheiten stehen im verlinkten Artikel.

Dass eine Abrteibung ohne Einschränkung in SKorea erlaubt sei, ist eine Fake News Ihrerseits.

Q:

"https://www.dw.com/de/s%C3%BCdkorea-legalisiert-abtreibung/a-48289645""
.
Gerne helfe ich Ihnen aus Ihrem Fakenewsverdacht heraus
"http://www.koreaherald.com/view.php?ud=20190412000651"
"https://ko.m.wikipedia.org/wiki/%EB%82%99%ED%83%9C#%EB%8C%80%ED%95%9C%EB%AF%BC%EA%B5%AD%EC%9D%98_%ED%98%84%ED%99%A9"

@free Nawalny 09:02

"...militärisches Vorgehen der USA aus...das hat doch gar nichts mit dem Thema zu tun."
Doch, hat es. Es ist eben leider nicht nur bei evangelikalen Republikanern (ach Gott, was sind die christlich) normal, sich überaus patriotisch zu gebärden. Dazu wird man schon beim täglichen Fahnenappell von klein auf erzogen. Und das schließt eben ein, angebliche Werte besonders hoch zu halten. Davon ist ein im männlich starken Geist doch wirklich abstruses Abtreiben eben nicht weit entfernt. Trumpsche Grapscher vergehen sich eben nicht nur an Frauen und deren Befinden sondern auch an fremden Völkern.

@ Sonnenbogen (08:42): diese Pille ist nicht zuverlässig

@ Sonnenbogen

Für mich beginnt Leben eigentlich erst, wenn das Herz anfängt zu schlagen. Und nein, für mich ist sowas kein Kompromiss. Sowas ist Unterwerfung, Erniedrigung von Frauen und Frauen werden zum Objekt gemacht das Männer nach belieben benutzen können.

Und diese Pille danach wirkt nicht zuverlässig wie ich das so lese

Eine Beendigung dieses ist dann Mord, und dementsprechend setzen sich "Kinderschutzfanatiker" gegen die Pille danach ein!

Und genau das muss aber der Fall sein. Diese Pille danach müsste eigentlich eine normale Blutung auslösen damit alles rausgeht. Und die sollte es rezeptfrei geben und ohne diese Verpflichtung zu einem Rezept. Dies Pille danach sollte möglichst schnell nach einem "Unfall" (zum Beispiel wenn das Kondom gerissen ist oder die Pille aus irgendeinem Grund nicht gewirkt hat) genommen werden.

@ Am 09. Oktober 2021 um 11:06 von Nachfragerin

Zitat: „Was wird also passieren, wenn man einer ungewollt schwangeren Frau das Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper entzieht? Meiner Meinung nach schützt das kein Leben, sondern zerstört im schlimmsten Fall sogar zwei.„“

Wie ich schon weiter oben angedeutet habe, halte ich Ihren Einwand für ein valides Argument, das sich jeder „Pro-Lifer“ stellen muss. Das sehe ich auch als moralisches Dilemma an. Auch wenn Sie bisher etwas anderes angenommen haben mögen: ich bin weder die letzte Instanz in moralischen Fragen noch sonst ein Religionsführer, der ex cathedra Dogmen verbreitet.

Ihre vorbildliche Gender-Schreibweise habe ich wohlwollend zur Kenntnis genommen. Das ist modern. Das ist fortschrittlich. Das beendet die durch das gemeine Patriarchat Unterdrückung der Frau.

Ich habe für Sie einen Pluspunkt notiert.

@Sausevind

Erinnere mich an die Diskussion vom 30.12.20. Damals schrieb ich, dass ich mir eine Auseinandersetzung mit diesem Thema bereits in der Schule wünschen würde. M.E. ist es wichtig, dass sich sowohl Mädels als auch Jungs Gedanken über eine mögliche Schwangerschaft machen und in die Lage versetzt werden sexuelle Selbstverantwortung zu übernehmen. Wenn direkt klar ist, dass das nicht funktioniert hat, sollte „die Pille danach“ niedrigschwellig zur Verfügung stehen, da diese einsetzt bevor ein neues Leben entstanden ist.

M.E. werden wir sehr durch die eigenen Erfahrungen oder die des Umfeldes geprägt. Sie schildern den Fall einer Bekannten, die eine Abtreibung bereut hat. Vor vielen Jahren ist im weiteren Umfeld ein werdender Vater durch Suizid vor dieser Verantwortung geflüchtet. Das fand ich sehr unfair der Frau und dem Kind gegenüber. Zeigt aber wie sehr eine Schwangerschaft in Einzelfällen für die Betroffenen mit einer existentiellen psychosozialen Not verbunden ist.

@ um 10:39 von Wolf1905

"@Ritchi um 10:24
>> Nein, Sie haben mich missverstanden wollen. <<

Nein, ich habe Sie nicht bewusst missverstehen wollen! Sonst hätte ich nicht nachgefragt. Am liebsten ist mir - wie sicherlich allen - eine klare und missverständliche Kommunikation. Dass ich auch immer wieder mal missverständlich formuliere, weiß ich auch … who‘s perfect… ?"
.
Na, wenn dem so ist, dann noch eine kleine Erklärung: selbstverständlich kann sich das Fortpflanzungsrecht des Vergewaltigers nur auf die Vergewaltigung mit nachfolgender Schwangerschaft beziehen. Wenn dieser brutale Mensch ohne Vergewaltigung (mit einer anderen Frau) ein Kind zeugt, dann gilt er für dieses Kind nicht als Vergewaltiger.

@ Am 09. Oktober 2021 um 10:56 von Tada

Zitat: „In Südkorea war die geschlechtsselektive Abtreibung von Mädchen von Mitte der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre verbreitet."(Wikipedia: Geschlechtsselektive Abtreibung.)

In Nordkorea gibt es Zwangsabtreibungen in Lagern. „“

Was hat das jetzt mit dem Abtreibungsgesetz in Texas zu tun: wenn in Skorea - wie in anderen asiatischen Ländern - eine illegale, geschlechterspezigische Abtreibungspraxis ausgeübt wurde?

Und zu den Linksradikalen in NKorea muss ich wohl nichts sagen!

Re : Nachfragerin !

Ja es kann sein, dass "zwei Leben" zerstört werden.
Dann die Gegenfrage : Hat der Staat, also die Abgeordneten und Politiker/innen das Recht, sich in das Leben der Frau ein zu mischen ?
Hat die Staatsgewalt das Recht über das Leben der Frau in einer Demokratie zu bestimmen, ihr vorzuschreiben, du hast das Kind aus zu tragen und zur Welt zu bringen, egal wie es zustande kam ?
Hat nicht der Staat die Verpflichtung sich auch um all die Kinder zu kümmern, die im jeweiligen Land leben ?
Was tut der Staat, wenn eine Frau ungewollt schwanger wird, dann alleine dasteht, und kaum über die Runden kommt ? Wieso tut der Staat da nicht mehr ?
Wo ist der Staat, wenn eine Frau vergewaltigt wird, wo ist ihr Schutz ?
So gibt es noch einige Fragen, die das ganze Dilemma in den so angeblich gläubigen und konservativen Staaten wie Texas aufzeigen. Das Recht auf Selbstbestimmung aushebeln, aber sich nicht wirklich um die Versorgung und Unterstützung der Menschen so kümmern, wie es sein könnte und sollte.

08:41 von free Nawalny

Das Wort christlich sollte man aber in Anführungszeichen setzen. Mit Christlich hat das alles nichts zu tun.

Abbruch nein, Todesstrafe ja???

Eine der Fragen, auf die es wohl nie eine abschließende Antwort geben wird, ist die nach der Berechtigung eines Schwangerschaftsabbruchs.
Es ist leicht, Widersprüche aufzudecken, ganz gleich aus welcher Richtung man das Problem betrachtet. Ich beschränke mich mal auf einen offensichtlichen:
Es sind in den USA vor allem die Ultrakonservativen, die einen Schwangerschaftsabbruch bereits unmittelbar nach der Befruchtung einer Eizelle als "Mord" bezeichnen, andererseits aber laut für eine mölichst grausame Beendigung eines Lebens eintreten, wenn es das eines Mörders ist.
Endlose Debatten wurden geführt, ab wann man von "menschlichem Leben" sprechen kann und ob es unter Ausnahmebedingungen erlaubt sein soll, bis zu einem festgelegten Zeitpunkt der Schwangerschaft einen Abbruch vornehmen zu dürfen (vorangegangene Vergewaltigung, bis zur ...-ten Woche, zu erwartende Behinderung des Kindes, nur nach erfolgter Beratung,...) Eine befriedigende Antwort wird es nie geben können.

@ Kowalski (09:06): Doch auch das ist Abtreibung

@ Kowalski

Doch das ist eine nachträgliche Abtreibung. Denn auch die USA haben schon Kinder bei Drohnenangriffen getötet. Beispiele gibt es im Netz genug. Ein Beispiel:

https://tinyurl.com/5cvzvy4c
n-tv: Kinder in Kabul unter den Opfern US-Drohnenangriff tötet zehn Zivilisten Montag, 30. August 2021

Das Pentagon untersucht noch, ob der US-Luftangriff in Kabul auf ein Auto des Islamischen Staats am Wochenende womöglich auch Zivilisten das Leben gekostet hat. Ein lokaler TV-Sender berichtet jedoch bereits von mindestens zehn zivilen Opfern. Laut Zeugen sind darunter auch Kinder.

um 10:56 von Alexa d'Auteuil

,,Warum elektrisiert ein Schwangerschaftsabbruch Männer so ?
Sowohl in den USA als auch in Deutschland elektrisiert das Thema Schwangerschaftsabbruch vor allem ideologisch fixierte Männer mit einem Feindbild. Warum eigentlich ?..."

Eiferer bekämpfen immer ein Feindbild, welches sie moralisch angreift, sie an eigene innere und äußere Konflikte erinnert, für die sie keine Lösung gefunden haben oder deren Lösung unannehmbare Aufgaben stellt, schlimmstenfalls die Zumutung Selbstreflexion, Standpunktänderung oder gar das Eingeständnis von Irrtümern. Die Menschen, von denen ich sicher weiß, daß sie gegen Abtreibung überhaupt sind, erlebe ich als Zeitgenoss(Inn)en, die selbst nicht leben i. S. von Entwicklungsbereitschaft und Neugier, leben lassen können und der Fähigkeit, sich selbst aus der Distanz zu betrachten.

11:09 von Traumfahrer

"Re : Sausewind !

Ich ziehe niemand über einen Kamm"

,.,.,

Genau das aber haben Sie getan.
Ich hatte es sogar extra zitiert.
Eine Frau würde das NIE tun. JEDE Frau würde gründlichst überlegen etc.

Lesen Sie bitte noch einmal Ihren Beitrag von 10:41.

Diese pauschale, gedankenlose und billige Verallgemeinerung ist Gift für diese Diskussion. De facto ist es eine Lüge, was Sie da verbreiten.

11:10 von Demokratieschue...

"(...) andere Gründe: diese us-Republikaner können nicht mit Anzeigen wegen Vergewaltigung umgehen
die sehen es so, dass sie Frauen frei nach Gutdünken vergewaltigen können ohne dafür strafrechtlich belangt werden zu können."

Harter Tobak. Und welche? Auch die vom Berufungsgericht? Das hiesse auch, die Diskussuion hier geht am Thema vorbei. Wir machen uns nen intellektuellen Kopp... die machen die Naegel. Oder so.

Nee... das ist harter Tobak, schwer vorstellbar.

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