Kommentare

Neoliberale Erfolge

An der Slowakei kann man sehr gut studieren, dass eine konsequent liberale Wirtschafts- und Finanzpolitik sehr erfolgreich sein kann. Vorher muss man allerdings ein paar alte Zöpfe und Besitzstände abschneiden. Korruption und Vetternwirtschaft über Bord werfen.
Wichtig ist immer, dass sich die Menschen und Regionen selbst helfen, statt nach dem Staat und der umfassenden Alimentierung und Versorgung zu rufen.

"Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe...(W.Busch)"

„Obwohl das billige Geld die Märkte überflutet und schon manchen ertränkt hat, reicht es Banken und Finanzpolitikern immer noch nicht. Nachdem sie die EZB sturmreif geschossen haben, wollen sie jetzt alles.
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Ein ausgesprochen lesenswerte, treffende und kluge Kolumne, die Sie hier geschrieben haben, Herr Jackisch.
Die Folgen dieser „Null-Zins-Politik“ sind in der Tat für die Bürger dramatisch, weil sich auf ihre Kosten, nämlich ihren Spareinlagen, sich die Branche einen schlanken Fuß macht, und die Lasten der Finanz- und Schuldenkrise „dezent“, dank Draghi, den Bürgern aufs Auge drückt..!
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Grosso modo stellen sich die Maßnahmen der massiven Austeritäts- und Niedrigzinspolitik verheerend für die Gesellschaften dar, weil diese absolut kontraproduktiv gegenüber wirtschaftlichen Aufschwüngen wirken, wie dies deutlich herausgestellt wurde.
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Ja, es knirscht unhörbar in der Eurozone- wehe, wenn der Bogen überspannt wird, die Politik der EZB unter Draghi halte ich für brandgefährlich...!

fiktive Akkumulation ein Schwindel

"Die Zinsen sollen möglichst stark, am liebsten bald auf Null gesenkt werden. Dann zahlt der Bürger endgültig die Zeche der Finanzkrise, weil es überhaupt keine Zinsen mehr auf Spareinlagen gibt."

Hinter der fiktiven Akkumulation müssen reale Produktionsverhältnisse stehen. Es ist ein Irrglaube, man könne sein Geld "arbeiten" lassen, denn arbeiten kann nur der Mensch. Wird das Kapital nicht hinreichend investiert, um die Produktion zu beleben, weil es z.B. keine hinreichende Nachfrage gibt oder die Arbeit aus der Perspektive des Kapitals zu teuer ist, dann vermehrt sich das Geld aus sich selbst heraus - ohne reale Wirtschaftsprozesse, die dahinter stehen.

Was dann passiert, kennen wir alle: irgendwann fliegt der Schwindel auf und die Blase platzt!

Diesen Zusammenhang gilt es erst mal zu begreifen, bevor wir uns darüber aufregen, dass zu wenig Zinsen kassiert werden.

Die Bürger zahlen die Zeche - ja, aber warum?

Herr Jakisch ist erstaunlich zurückhaltend geworden, seine Analyse aber nicht besser.

Nach wie vor vermittelt er den Eindruck, nicht zu verstehen, wie die kapitalistische Produktionsweise geht. Diese Wirtschaftsform ist nicht für Sparer gemacht. Wenn sie sich im Krisenmodus befindet, dann wird sie diesen Modus nicht verlassen können, indem sie Sparern höhere Zinsen verschafft - ein solcher Unfug findet sich nicht einmal in den Lehrbüchern der hierzulande herrschenden neoklassischen Volkswirtschaftslehre (wenn auch primär deshalb nicht, weil sich dort auch keine Krise der Produktionsweise findet).

Selbst wenn nur die Bundesrepublik den Euro als Währung hätte, wäre es bei stagnierender Wirtschaft und weniger als 2% Preisteigerung unsinnig, den Zins zu erhöhen.

Zinssenkung bedeutet auf der anderen Seite "finanzielle Repression" der Sparer, das stimmt. Aber so ist es in einem Kapitalismus, den die Finanzindustrie dominiert und der unzureichend reguliert ist.

Davon bei J kein Wort.

Aus der Sicht Deutschlands

Soll alles so bleiben, so ist die Frau Merkel auch zu Frieden.

Aber Europa ist eben nicht nur Deutschland.

Signore Enrico Letta hat viel Riskiert, mit einer Koalition, die niemand für Möglich hielt.

Jetzt ist sie da !
Und Letta will ebend nicht nur Sparen.
Er macht den Geldhahn Moderat auf.
Damit im Land wieder Konsum möglich wird, und hiermit wieder Arbeitsplätze Generiert.

Das ist die Perspektive für die Südstaaten.
Könnte es sein, das Deutschland Zement anrührt. Bitte mer Bein Freiheit in D.

Leitzins nicht senken

keinesfalls noch weiter senken, ein viertelprozentpunkt nach oben könnte es meines Erachtens sogar sein, ohne dass dies die Situation in Spanien, Italien oder Griechenland entscheidend beeinflussen würde.
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Aus dem Artikel:
"Im Kern zeigt sich damit wieder einmal, dass ein Währungsgebiet mit unterschiedlichen Volkswirtschaften nicht reibungslos funktionieren kann."
was sich im Kern wo zeigt, ist doch ehr Meinung als Fakt, oder :) ?

@Witschie

Das ist dem Großkaiptal sicher klar, aber die merken vorher wenn das System bricht und bringen ihre Schäfchen in Sicherheit....Was auch immer das aussehen soll, wenns dumm läuft gibts nen Bürgerkrieg

EZB: Irre Geisterfahrer & Gefahr für die Demokratie

Niedrigere Zinsen, sind außer für Schuldenjunkies völlig sinnlos, und dem Mandat der EZB entgegengesetzt!

Statt Kredite an Unternehmen auszugeben, investieren die Banken in Anleihen aus der Peripherie.
Hier sind die Renditen höher als der Leitzins der EZB, so lässt sich risikolos Geld verdienen!
Mit niedrigeren Zinsen wir die Abhängigkeit zwischen Staaten und Banken, die Ursache der "Krise" weiter zu- statt abnehmen.
Die EZB greift in die Politik ein und unterstützt schwache Staaten/Banken.
Der Steuerzahler und die Unternehmen zahlen dafür, denn noch mehr und noch billigeres Geld vermindert den Anreiz zum Sparen.
Die Sparer können Inflation nicht mehr ausgleichen
„Wenn man in die falsche Richtung fährt, nutzt es nichts, das Tempo zu erhöhen“

Soweit Sparkassenchef Fahrenschon
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So hat die EZB, ohne jeglichen Erfolge, ihre Befugnisse Befugnisse längst überschritten und leistet einen Beitrag zur kalten Enteignung der Sparer in €pa.

Wo das Recht geht stirbt die Demokratie!

Wirtschaftsstudium für Entscheidungsträger

Ich plädiere dafür, dass man - wenn man schon Politiker für Entscheidungen einstellt - sie allesamt eine Pflichtschulung in ihren Ressorts mit abschließender Prüfung machen lässt.
Es kann doch nicht angehen, dass da Leute, die keine Ahnung haben, gestützt auf irgendwelche Berater (mitverantwortlich an den Krisen) Entscheidungen aus ihrem Bauch heraus treffen, die unsere Zukunft so maßgeblich bestimmen.
Zudem sollten sie einen Grundkurs in "Demokratie" besuchen, damit sie begreifen, wer der Souverän ist.

Es ist entsetzlich, wie ziellos und egoistisch unsere Politiker Entscheidungen getroffen haben zum Schaden unseres Landes. Ja, wenn mein Geld an Wert verliert, wenn ich die Zeche für Schulden anderer Länder zahlen muss, dann haben die Verantwortlichen mein Geld veruntreut.

Wenn ein Politiker keine Ahnung hat, dann sollte er sich nicht wählen lassen und schon gar nicht in einem Ressort arbeiten ohne ein abgeschlossenes Studium in dem Bereich - nicht wahr, Frau Dr. rer. nat. Merkel?

fiktive Akkumulation ein Schwindel

Nur der Mensch kann arbeiten, und nicht das Geld. Da kann man nur voll und ganz zustimmen. Aber gilt das nicht auch für das Geld/Kapital, das in den Untenehmen steckt? "Wenn die Arbeit aus der Perspektive des Kapitals zu teuer ist" - was heißt das? Das heißt doch, dass diejenigen, die das Kapital für das Unternehmen geben, der Ansicht sind, dass es nicht genug Zinsen trägt. Müßte man nicht auch von denen, die ihr Kapital in Unternehmen investieren, verlangen, dass sie sich mit einer Rendite, die nahe Null liegt, zufriedengeben?

Eintönig und pessimistisch

Sehr geehrter Herr Jackisch,
die Kommentierung der Zinspolitik der EZB mag im Kern zwar seine Berechtigung haben. Dann gleitet sie jedoch in den sonst hier im Überfluss vorhandenen Europessimismus ab. Das finde ich nicht sehr hilfreich und eher eintönig.

betrug auf der ganzen linie.............

die banken haben die krise verursacht, bestraft wurde von diesen gierigen spekulanten trotz grosser ankündigungen der politik noch niemand.
die inflationsrate liegt um 3-4 % , die girokonto-sollzinsen bei den banken um die 10 %, sodass die sparer betrogen werden.
nur weiter so, wo wir mit einer solchen politik landen ist absehbar......
eigentlich sind es immer dieselben, denen nun das handwerk gelegt gehört !

Und das ganze noch gewürzt mit Anti Euro Polemik. Nur ein Beispiel: USA und Japan geht es trotz Null Zins Politik nicht gut, Deutschland hingegen schon. Was ist denn das für eine Logik? Entweder wird eine Niedrigzinspolitik völlig überbewertet oder es gibt gar keinen Zusammenhang.

Aber damit es nicht auffällt kommt gleich der Anti Euro Trigger:

"Im Kern zeigt sich damit wieder einmal, dass ein Währungsgebiet mit unterschiedlichen Volkswirtschaften nicht reibungslos funktionieren kann."

Ja was ein Ding. Waren es nicht Monetaristen wie Sie, die damals jegliche Verbindlichkeit auf eine Zielinflationsrate ablehnten (dafür haben wir aber Maastricht kriterien)? Und jetzt wo die Konsequenzen den Euro zerbrechen lassen, will man von nichts gewusst haben.

Wichtig ist, den Zins zu erhöhen, damit ein paar Sparer einen schnellen Euro in Zockerbuden machen können (wobei es hier um Banken geht, klar). Mit einem höheren Zins fällt eigentlich nur die Möglichkeit weg, aktiv die Krise zu bekämpfen.

Am 01. Mai 2013 um 12:18 von christerix

Es ist entsetzlich, wie ziellos und egoistisch unsere Politiker Entscheidungen getroffen haben zum Schaden unseres Landes. Ja, wenn mein Geld an Wert verliert, wenn ich die Zeche für Schulden anderer Länder zahlen muss, dann haben die Verantwortlichen mein Geld veruntreut.

Es ist entsetzlich, wie manche doch über die Politikerkaste herziehen ohne einen Grundkurs in Politik besucht zu haben. So manchem würde das auch gut tun, wobei ich Sie hier nicht direkt ansprechen möchte.

Viele Entscheidungen, die heute getroffen werden, sind reine Sachzwänge bei relativ wenigen Alternativen. Ideologien spielen kaum noch eine Rolle, wie man beispielsweise auch an der Regierungsführung der Grünen in Stuttgart sehen kann.

Wenn Sie jedoch denken, Sie könnten es besser, bitte gehen Sie in die Politik und krempeln Sie den ganzen Laden um. Ich wäre Ihnen dankbar und bin gerne bereit von Ihnen zu lernen.

Mit freundlichen Grüßen

Herr Jackisch im Widerspruch mit sich selbst?

Es ist schon erstaunlich mit welchen Ausdrücken Herr Jackisch die EZB belegt (Was für eine Arroganz! Und was für ein Unsinn!) für eine Politik die von anderen (echten?) Experten geradezu gefordert wird.
Zum einen belegt Jackisch mit seiner Story zur Slowakei dass die Politik die Merkel und andere für Griechenland, Italien, Spanien, Portugal etc. fordert genau richtig ist. Nämlich erst enmal den eigenen Haushalt und die Strukturen in Ordnung bringen und DAMIT dann den Aufschwung einleiten.
Zum anderen belegt er seine Beschimpfungen der EZB-Politik mit dem Beispiel Deutschland und meint die Niedrigzinspolitik wäre falsch.
Der Fehler dabei:
Es kann nicht sein dass Deutschland der Maßstab für die Handlungen der EZB ist. Denn damit würde man die Länder mit Strukturproblemen NOCH tiefer in den Abgrund stoßen.
Ist das der Wille des Kommentators?
Mit höheren Zinsen die deutschen Sparer schützen und den Süden Europas wirtschaftlich zerstören?
Nur gut dass die EZB auf andere Experten hört!

@ witschie hat weiter oben völlig recht...

Wenn soviel aggregiertes Geldvermögen da ist, dass es in der Realsphäre nicht gewinnbringend angelegt werden kann, dann kann "Erspartes" eben keine Zinsen abwerfen. Gilt auch für Lebensversicherungen und dgl.

"Erspartes" ist an sich noch kein Kapital, sondern erst mal nur eine Forderung an eine Bank, eine Zahlenkolonne in einer Bankbilanz.

Eigentlich wäre ein umfassender Schuldenschnitt und damit auch Guthabenschnitt sinnvoll, aber da traut sich natürlich keiner ran.

Soll die EZB nur deutsche Sparer schützen??

Laut Kommentar des Herrn Jackisch darf die EZB die Zinsen nicht weiter senken weil das dem deutschen Sparer schadet??
Und was ist mit den Interessen der Euro-Länder die Probleme haben?
Nach Meinung der meisten Experten ist es im Sinne dieser Länder den Leitzins weiter zu senken um dort die Wirtschaft anzukurbeln. Und das dürfte momentan wichtiger sein als ein paar Spargroschen deutsche Bürger, denen es ansonsten gut geht!
Aber wenn man Herr Jackisch glauben darf sind wohl die Interessen der deutchen Sparer wichtiger als der in Problememn befindliche Süden Europas?
Dabei hat er doch anhand der Entwicklung in der Slowakei beschrieben dass der Weg der Sparhaushalte und Strukturreformen richtig ist den die Euro-Zone mit Merkel an der Spitze auf den Weg gebracht hat!
Danke dafür Herr Jackisch, ansonsten ist die Beschimpfung der EZB ziemlich unsinnig!

Die Profiteure: Pleitestaaten und Bankster

Wie gesagt sind Niedrigzinsen ein Beitrag zur Entschuldung unseriöser Staaten und Schuldner.

Leidtragende sind Sparer und verantwortungsbewusst handelnde Menschen/Organisationen/Staaten, die Vorsorge für's Alter oder Schlechte Zeiten treffen, oder Geld zu Investitionszwecken akkumulierten.
Sie werden um ihre Leistung durch Niedrigzins betrogen.

Aber es gibt weitere Profiteure:
Die mit Weichgeld-Draghi in Goldman'scher Verbundenheit operierenden Banken.
Das Ausweiten der Geldmenge führt zu einer Vermögensumverteilung innerhalb der Gesellschaft.
Diejenigen, die das "neue Geld" als erste erhalten (Staat, Banken) sind die Begünstigten.
Sie können mit dem neuen Geld noch zu unveränderten Güterpreisen kaufen. Diejenigen, die das "neue Geld" erst später erhalten, oder die gar nichts davon abbekommen sind die Geschädigten (Lohn/Gehaltsempfänger, Rentner)
Sie können nur zu gestiegenen Güterpreisen kaufen. Das wird als
"Cantillon-Effekt" bezeichnet.

Von: A.Marquart, www.misesde.org

Krankes System ?

Eines ist unverständlich. Was für die Gemeinschaft gefährlich und schädlich ist wird hinter Gitter gebracht, Regeln werden erlassen, die die Gemeinschaft schützen sollen: Führerschein, daß man Auto fahren kann, Berufsabschluß, daß man als Profi einen Beruf ausüben kann, Waffengesetze etc. Eine der größten Bedrohungen mit Massen-Schaden und Massen-Verarmung wird nicht gebändigt, da das Verspielen von Kundengeldern nicht geregelt ist. Wenn ein Tiger um die Häuser schleicht und evtl. einen Menschen anfällt wird er erschossen. Banker ruinieren ganze Volkswirtschaften und werden durch die Masse von Bürgern noch finanziell unterstützt. Wo gibt es so etwas, das man Diebe und Räuber nicht hinter Gittern bringt, sondern diese noch reichlich beschenkt. Wie bescheuert ist dieses Leben eigentlich in einem solchen System ? Hier läuft offensichtlich etwas schief und keiner rührt sich. Armes Europa, arme Bürger. Der Betrogene bezahlt an die Spielerbank. Nettes System ?

@Bernd1

ich fand Herr Jackisch ist diesmal handzahm, bleiben Sie versöhnlich.

@13:19 von Lim2010

Die Verbrecher sind nicht nur Banker, sondern in besonderem Maße die €kratischen Politiker, sowie die EZB

In Sachen € herrscht Notstand. Seit 2003 ist die Geschichte des € eine von Rechtsbrüchen.

Akut wurde es mit der regelwidrigen "GR-Rettung" (10.5.10) und kulminierte als die EZB rechtswidrig GR Staatsanleihen kaufte.
Zum Demokratiedefizit der EU gesellt sich weit schlimmerer permanenter Regelbruch.

Recht bindet nicht nur die Regierten, sondern auch die Regierenden. Regeln sind Schutz vor Willkür.
All das zählt in €kratistan nicht mehr.

€kratistan ist Wild West für die EZB, die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten und ihre staatstragenden Gerichte.
Die nat. Verfassungsgerichte wie auch EU-Gerichte werden zu Handlangern von rechtswidriger Beschlüsse und institutionalisierten Rechtsmissbrauchs durch die allmächtige EZB.

D Politiker opfern auf dem €kratischen Altar unser Selbstbestimmungsrecht, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

Das ist, was wirklich schmerzt

@12:41 von Nana

Jackisch ist einer der wenigen Journalisten im €-besoffenen Medienrauschen, der den Durchblick hat.

Wo sehen Sie Polemik?
Die gibt es im Beitrag nicht. Jackisch Polemik zu unterstellen zeugt von Mangel an Argumenten

D geht es gut?
Siehe Hr. Fahrenschons Äußerungen. Niedrige Zinsen bringen für D, außer kalter Enteignung nichts. Niedrigstzinsen bergen die Gefahr der nächsten Blase.

"Anti Euro Trigger"
Wenn und man das Offensichtliche leugnet, bleiben Kampfparolen.
Kein Experte leugnt, dass EINE Währung für Europa falsch ist.
Es sei denn man befürwortet massive Dauertransfers.
Ich will das NICHT!

Was soll denn "Monetarist" , außer einem Schlagwort sein?
Statt unklarer Begriffe zu nutzen empfehle ich eine Beschäftigung mit dem Hintergrund des herrschenden Teilreserve-Banksystems.
Habe ich auch auf Hinweis einiger Foristen getan. Lehrreich: www.misesde.org

"fällt die Möglichkeit weg, aktiv die Krise zu bekämpfen"
Wollen Sie Alkoholiker zur Heilung in die Brennerei schicken?

12:18,HartAberWahr

Ihnen ist schon klar, daß die Niedrigzinspolitik der EZB nicht deren Erfindung ist, sondern von der Federal Reserve Bank (USA) mit ständigen Leitzinssenkungen der "Restwelt" quasi aufgezwungen wurde? Immerhin ist der USD nach wie vor anerkannte internationale Verrechnungseinheit. Wenn die FED die Zinsen senkt, müssen die anderen Banken mitziehen, sonst gucken sie in die Röhre. Wettbewerb eben, das Prinzip unseres Systems.

@ HartAberWahr und Lim2010

Schließe mich Ihren Meinungen an.

@ Schwede1948
Die Probleme der Südländer basieren hauptsächlich auf Korruption und Vetternwirtschaft. Also müssten als Erstes diese Ursachen bekämpft werden. Eine Leitzinssenkung um 0,25% bringt der Wirtschaft und Arbeitslosigkeit gar nichts, denn die Zinsen sind sowieso schon sehr niedrig. Profiteure sind nur die Bankster.
Was die EZB angeht, hat Herr Jackisch vollkommen Recht.

@ 13:37 von Phonomatic

Abgesehen von den Widersprüchen in dan Aussagen stören mich vor allem auch die deftigen Beschimpfungen der EZB die sich nach meiner Meinung in einem solchen Kommentar SO nicht gehören.
Die penetrante Euro-Rettungs- und speziell EZB-Beschimpfung des Herrn Jackisch sind wir ja schon länger gewohnt. Aber das muss ja nicht gleich in solche beleidigenden Ausdrücken ausarten, finde ich.

Ansonsten beschreibt er ja anhand der Entwicklung der Slowakei sehr gut dass eigentlich der Weg der EU über Sparhaushalte und Strukturreformen zu einem Wachstum zu kommen richtig ist. Dieser Weg baucht aber Zeit und er kostet zunächst zumindest Bürgschaften und eben auch ein paar unserer Spargroschen!

Null Zinsen!

Ich werde das wenige " Eingemachtes" von
der Bank holen,es ist besser unter dem
Kopfkissen aufgehoben.

Der sezierende Blick

auf komplexe Themenfelder wird auch in dieser Diskussion wieder deutlich. Leider fallen heutzutage viele Entscheidungen unter Aussparung der Konsequenzen in anderen Bereichen.

Der deutsche Sparer, der ein wenig höhnisch hier aufgenommen wird, hat ein durchaus berechtigtes Interesse an der Verzinsung seiner Sparguthaben, - wie auch daran, dass dieses Guthaben nicht irgendwann enteignet wird- denn er ist gefordert, immer mehr seiner Altersicherung am Kapitalmarkt sicherzustellen.

Alle Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität und der Löhne unterstützen dieses Vorhaben.

Aber, so wende ich mich wieder zum eigentlichen Thema, der entscheidende Absatzmarkt bleibt nun einmal der Euroraum. Alle Maßnahmen, diesen Absatzmarkt nachhaltig zu stabilisieren, sind letztlich nichts anderes als Investitionen, die unserer Wirtschaft dienen.

Das heisst aber auch, dass neben Einschnitten auch Perspektiven aufgezeigt werden. Daran fehlt es. Davon ist zur Zeit nur wenig zu erkennen.

@ 13:37,Phonomatic

"ich fand Herr Jackisch ist diesmal handzahm, bleiben Sie versöhnlich."

Für seine Verhältnissse gewiss. Er vertritt trotzdem nach wie vor die reine marktliberale Lehre in all ihrer Widersprüchlichkeit, und da gibt es für mich (ich kann natürlich nicht für "Bernd1" sprechen) keinen Grund, in der Sache versöhnlich zu sein.

Natürlich möchte ich ihm nicht das Recht absprechen, seinen von ihm als richtig betrachteten Standpunkt zu vertreten. Trotzdem halte ich dagegen.

Gesättigter Konsum

Meines Erachtens kann mit Zinssenkung die aktuelle Wirtschaft der Industrieländer nicht gestärkt werden. Wie im Artikel beschrieben, greifen die Zinssenkungen seit Jahren weder in Europa noch in Nordamerika nicht.
Die Konsumenten in den Industrieländern sind weitestgehend gesättigt und benötigen überwiegend nur noch Ersatzkonsum. Aus diesem Grund wird es zukünftig kaum nennenswerten Wirtschaftswachstum mehr geben. Wenn der chinesische Markt in absehbarer Zeit ebenfalls gesättigt ist, wird auch das "Vorzeigeland" China Stagnationsprobleme bekommen.

@13:56,HartAberWahr

"Kein Experte leugnt, dass EINE Währung für Europa falsch ist."

Das ist doch nun wirklich nicht wahr, und das wissen Sie auch. Außer, Sie sprechen den Experten, die nicht dieser Meinung sind, das Expertentum ab.

"Es sei denn man befürwortet massive Dauertransfers."
Ohne ging es nie und wird es auch nie gehen, unabhängig davon ob Euro oder nicht. Denn ohne Umverteilung, und das meinen Sie mit "massive Dauertransfers", wird sich der Reichtum in kürzester Zeit in ganz wenigen Händen akkumuliert haben, während der Rest verarmt.

Wir sind auf dem Weg dahin.

Das Geniale an der Slowakei ...

... ist das Steuersystem. Analog dazu würde ich für Deutschland 16% auf alles vorschlagen. Egal, was besteuert wird - Lohn, Erbe, Kapital, Umsatz und nicht die kleinste Ausnahme. Das wäre dann auch gleich die Steuerreform, wo man noch nicht einmal den berühmten Bierdeckel für eine Steuererklärung benötigt, weil es keine mehr gibt.

@14:02,ladycat

"Die Probleme der Südländer basieren hauptsächlich auf Korruption und Vetternwirtschaft."

Das ist einfach nur wohlfeil und vernebelt die wahren Ursachen der Krise. Bitte machen Sie es sich nicht so einfach. Korruption und Vetternwirtschaft ist beileibe kein Alleinstellungsmerkmal der Südländer. Haben Sie in den letzten Tagen keine Nachrichten gesehen? Im Augenblick trifft es gerade die CSU. Ich würde aber nicht behaupten, daß deren Hauptproblem Korruption und Vetternwirtschaft ist. Mit Diffamierungen kommen wir nicht weiter.

"An der Slowakei kann man

"An der Slowakei kann man sehr gut studieren, dass eine konsequent liberale Wirtschafts- und Finanzpolitik sehr erfolgreich sein kann. "
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... was nun aber nicht bedeutet, daß da irgendwas bei den Menschen ankommt. Gute Wirschaftszahlen erinnern mich immer an den Spruch: "Operation gelungen, Patient tot". Sie müßten daher schon ein wenig erläutern, was denn in Ihren Augen Erfolg ist - und wer davon profitiert !

@ kpg

Ich werde das wenige " Eingemachtes" von der Bank holen,es ist besser unter dem Kopfkissen aufgehoben.

|
Das klingt jetzt ein bisschen nach Frust. Sie müssen aber auch an die jungen Familien denken, deren Baudarlehen jetzt ja auch sehr zinsgünstig sind. 3% Sollzinsen (oder noch ein wenig darunter) für 15 oder 20 Jahre fest sind doch sehr fair.
Es gibt Gründe, keine hohen Bargeldbeträge zu Hause zu lassen. Denken Sie nur an Einbrüche oder Wohnungsbrände. Für Festgeld erhalten Sie auch heute einen Zinssatz, der noch geringfügig über der Inflationsrate liegt.

@Lim2010 Krankes System ?: Genau - so ist es!

m.E. muss die Spekulation mit Spielgeld (welches noch nicht einmal vergegenständlicht ist -also real geschaffene Werte) aufhören.
Dieses ganze Aktiensysem ist dadurch in Verruf geraten.
Man kann sich auch Geld von den Volks- und Raifeisenbanken bzw. Sparkassen leihen.
Nun, ich prophezeie es: die Deutschen Schafe wählen wieder ihren eigenen Schlächter
(Das hatten wir schon einmal!)

@ datatoddle

Was soll da genial dran sein? Ich habe es mir mal kurz angeschaut. Das einzige, was anders ist: geringerer Steuersatz vor allem zugusten bestimmter Gruppen. Die Steuererklärung ist weiterhin nötig, wie überall. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Steuerrecht_%28Slowakei%29

Suchen Sie einen neuen Namen

Herr Jackisch,
Mit jeder Folge dieser Kolumne malen Sie ein düstereres Bild für den Euro. Ohne jeden Realitätsbezug! Der Leitzins ist eben nicht gleich der Sparerzins, gleichwohl beeinflusst ersterer letzteren. Aber auch ein hoher Leitzins (zumindest im Vergleich zu den heutigen) sorgt nicht für hohe Anlagezinsen bei Konten, sehen Sie nach Japan und etwas in die Geschichte. Fünf Jahre zurück sollten reichen. Nach Ihrer logik würden negative Leitzinsen zur Deflation führen, da jeder Bankkunde Geld von seinem Konto verliert, aber gleichmäßig.
Geben Sie diesen Beiträgen einen anderen Namen, der Ihre Eurofeindlichkeit klarstellt.

Zutiefst undemokratisches Symptom

Nur noch Sonderzahlungen an die Wirtschaft, und die sind namentlich Reiche.
Wir Bürger zahlen derweil dasselbe für die Produkte, kriegen dasselbe für die Arbeit, ja weil der ganze Laden (Systemzusammenhang Wirtschaft und Zins) nicht funktioniert, müssen wir auch noch mehr leisten.

Es ist ja nicht so, dass dieses System zu dem Gunsten der Mehrheit ausgerichtet wäre, und es dient ja nur den Reichen. Das muss man sehen und begreifen, ohne Ideologieverfang.

Also fragt man sich doch längst, müsste man sich fragen, dass wir nach den wesentlichen Grundeigenschaften dessen, womit wir als ganzes System leben wollen, eigentlich haben wollen, und erst dann kann man uns aufgeklärtes Wahlvolk nennen,

Wähler, die wissen, was man gemeinhin eigentlich will oder wollen sollte, und die sind nur aus Reichen bestehend - ein Wahlvolk, das vielleicht aus Mangel an Vertrauen in dieses System ja auch zunehmend nicht mehr wählen gehen.

@ 12:44 Münzi

"Viele Entscheidungen, die heute getroffen werden, sind reine Sachzwänge bei relativ wenigen Alternativen."

Elbphilharmonie, Flughafen Berlin, Stuttgart21, Nürnburgring etc. etc. etc. - so so, alles reine Sachzwänge?

Keiner kann Arzt, Anwalt, Elektriker-Meister usw. ohne Studium oder Meisterprüfung werden. Sogar im Bankengeschäft brauchen Sie Qualifikationen, eine Ausbildung bzw. ein Wirtschaftsstudium.

In unserer Welt haben wir viele komplexe Zusammenhänge und auch Sachzwänge, da widerspreche ich Ihnen nicht.
Gerade deswegen brauchen wir Leute, die ihr Fach studiert haben. Aber wir brauchen ebenso ein unabhängiges Kontrollsystem, was genau diese Leute überprüft, denn die Macht hat so ihre Tücken.

Politik muss sich vom Lobbyismus befreien. Au, da müssten einige Parteien auf einen satten Batzen an Spenden verzichten.
Und manche Politiker sollten sich eher im Bundestag sehen lassen als in Aufsichtsräten! Niemand hat sie dorthin gewählt!
Der Fraktionszwang gehört ebenso abgeschafft.

@ Nutzer

Sie haben vollauf Recht. Und es geht gar noch weiter. Die Slowakei war ein rückständiges Agrarland, weitab von den technischen Produktionsmöglichkeiten unserer Zeit. Das ein solches Land "aufblüht", sobald der Rückstand aufgeholt wird, ist wohl klar. Fragt sich, ob der Neoliberalismus tatsächlich das einzige Wirtschaftssystem ist, das dies vermag.

Betrachten wir Japan, können wir sehen, dass dem nicht so ist. Nach dem II Weltkrieg war Japan zwar kapitalistisch, aber alles andere als neoliberal, sondern stark zentralistisch (soweit ich weiß, hat der Wall Street Journal deshalb als das erfolgreichste "sozialistische" Land betitelt). Und es legte eine enorme Wachstumsrate zutage, bis es die anderen Länder überflügelt hatte (zeitweise glaubten viele, es würde die Welt wirtschaftlich erobern, und wollten es kopieren).

Dann betrachten wir, was Neoliberalismus in einem entwickelten Land bedeutet: England unter Thatcher. Was ist aus England geworden, die Börse in London und sonst?

Volltreffer Herr Jackisch

(1/2) @Bernd1 @Hannes:86 und andere

Es ist doch offensichtlich, dass die Probleme in der Eurozone nicht gelöst werden, sondern wieder einmal die "Zocker" an der Krise verdienen.

Die EZB ist bereit im Zweifel Staatsanleihen in fast unbegrenzter Höhe abzukaufen. Das ist doch DAS Geschäft für professionelle Anleger: Kaufe Ramschanleihen mit hohen Renditen, Ausfallwahrscheinlichkeit sehr gering, da von EZB garantiert. Fast wie Gelddrucken.

In den Aufbau der Länder wird dagegen nichts investiert. Hier ist das Ausfallrisiko durchschnittlich viel höher.

Null Zinsen bedeuten, Geldvermögen (vor allem von privaten) wird langsam durch Inflation aufgefressen. Es wird weniger gespart (siehe tiefster Stand Sparquote in D), stattdessen mehr konsumiert. Die Investoren verdienen. Also stimmt die Analyse: Bezahlen tuen es die Bürger in den Euroländern.

Ich bin lange unsicher gewesen, ob man dem Euro nicht doch eine Chance geben sollte. Aber mittlerweile denke ich: Es funktioniert nicht.

@ fathaland slim

Ständig ist von Korruption zu lesen, aber Sie wollen das einfach nicht wahrhaben. Spanien, Griechenland und Zypern haben mehr Sparvermögen als die Deutschen. Folglich müssen diese Länder selber für eine Umverteilung innerhalb ihres Staates sorgen, damit es den unteren Schichten besser geht.
@ hannes _86
Ich finde das Verhalten der EZB alles andere als in Ordung. Deswegen bin ich aber nicht automatisch eurofeindlich. Die starken Länder dürfen ihn ja behalten, nur die schwachen müssen austreten. Außerhalb dieser Währung kann man den Bedürftigen besser helfen.

@15:32,Bernd1

"Ein wesentlicher Grund ist die bekannte und von Experten schon häufiger benannte Tatsache dass in diesen Ländern nach Einführung des Euro überzogene Erhöhungen der Löhne zu einer deutlichen Verschlechterung der Lohnstückkosten geführt haben und dass deswegen die Wirtschaft an Wettbewerbsfähigkeit verloren hat!"

Sie unterschlagen hier, daß mit den Lohnerhöhungen eine Preiserhöhung einherging. Das war beides der Harmonisierung des Wirtschaftsraumes geschuldet. Es führte natürlich dazu, daß man nicht mehr so schön billig Urlaub in Spanien/Italien/Griechenland machen konnte wie in den 70ern.

Die Tourismuszahlen brachen trotzdem nicht ein, das kam erst später, als der deutsche Bildzeitungsleser aus ideologischen Gründen nicht mehr nach Rhodos fuhr.

die eurokratie

Veramt die bevölkerungen.zum gewinn der banken! Aber bald wird auch der letze euromant seinen fehler einsehen und das system zu fall bringen!

Des einen Freud des anderen Leid

Klar sind niedrige Zinsen schlecht für Leute mit hohen Spareinlagen. Auf der anderen Seite freuen sich die, die ihr Geld nicht auf der Bank parken sondern sich z.B. ein Haus kaufen und (theoretisch) günstig Kredite bekommen. Und je nachdem zu welcher Gruppe man gehört kann man das evtl. nicht ganz so unsinnig finden wie der Autor.

Was soll das bewirken?

Wenn die Zinsen noch mehr gesenkt werden,
legen noch mehr Anleger im Ausland an, ganz einfach. Wer Geld leihen will, wird bald keines mehr bekommen, weil keines mehr da ist :-)
Kleinsparer sind auf Zinsen für ihre Altersversorgung angewiesen. Der Minimalzins sollte wenigstens die Inflation ausgleichen.(Was er bereits jetzt schon nicht mehr tut.)

@ 12:38 Marius L.

Die Arbeit ist aus der Perspektive des Kapitals dann zu teuer, wenn sie - mit Marx gesprochen - nicht mehr hinreichend Mehrwert abwirft (sich nicht hinreichend ausbeuten lässt). Eben deshalb bleibt das Kapital der Produktionssphäre fern und vermehrt sich fiktiv in der Finanzsphäre aus sich selbst heraus - weil die Produktionsbedingungen zur Mehrwertproduktion nicht ausreichen. Dazu bräuchte es auch eine hinreichende Nachfrage, um den produzierten Mehrwert in Kapital zu verwandeln. Das kann man alles bei Marx nachlesen, der die Finanzkrisen (Kapital nutzt die Abfuhrkanäle der Finanzmärkte, um sich fiktiv vermehren zu können) vorhergesehen hat. Das gedruckte Geld der EZB wird grundsätzlich als Kreditgeld an die Geschäftsbanken verliehen, die es z.B. den Unternehmen weiter verleihen; freilich auch mit der Erwartung, dafür Zinsen zu kassieren. Das alles belastet die reale Produktion, die grundsätzlich im Kapitalismus an die Mehrwertproduktion gekoppelt ist.

@15:51,ladycat

"ständig ist von Korruption zu lesen, aber Sie wollen das einfach nicht wahrhaben."

Ich möchte lediglich nicht wahrhaben, daß dies ein Alleinstellungsmerkmal der "Südländer" ist.

" Spanien, Griechenland und Zypern haben mehr Sparvermögen als die Deutschen."

Für diese steile These hätte ich gern Belege. Meinen Sie, daß die immensen Einlagen bei den zypriotischen Banken den Zyprern gehören? Oder daß die griechische Bevölkerung reich ist?

Wie gesagt, bitte Belege dafür, daß es in diesen Ländern mehr Reiche bzw. mehr Reichtum als in Deutschland gibt.

Am 01. Mai 2013 um 15:36 von christerix

Elbphilharmonie, Flughafen Berlin, Stuttgart21, Nürnburgring etc. etc. etc. - so so, alles reine Sachzwänge?

Ich schrieb "viele Entscheidungen", nicht alle.

Ich weiß nicht ob sie studiert haben oder nicht, aber als studierter Mensch kann ich Ihnen sagen, dass Sie nicht auf einen Beruf im speziellen vorbereitet werden. Stattdessen geht es bei einem Universitätsstudium mehr darum kreatives und kritisches Denken und Problemlösemechanismen zu entwickeln.

Ich habe Verfahrenstechnik studiert und bin dort sehr breit ausgebildet wurden.

Geben Sie mir eine Aufgabenstellung im wirtschaftlichen oder sozialen Sektor und genug Zeit. Ich verspreche Ihnen, ich werde die Aufgabe auch ohne Wirtschafts- oder Soziologiestudium lösen. Ebenso geht es natürlich auch Wirtschaftsstudenten u.a., die eine ingenieurstechnische Aufgabe bekommen.

@ 14:02 von ladycat

Sie schreiben;
"Die Probleme der Südländer basieren hauptsächlich auf Korruption und Vetternwirtschaft. Also müssten als Erstes diese Ursachen bekämpft werden."

Das ist nun wirklich ein sehr populistisches Vorurteil und geht an der Realität vorbei.
Es gibt zwar in den Ländern mehr Korruption als vielleicht in Deutschland, aber das ist nicht der Grund für die wirschaftliche Lage!
Ein wesentlicher Grund ist die bekannte und von Experten schon häufiger benannte Tatsache dass in diesen Ländern nach Einführung des Euro überzogene Erhöhungen der Löhne zu einer deutlichen Verschlechterung der Lohnstückkosten geführt haben und dass deswegen die Wirtschaft an Wettbewerbsfähigkeit verloren hat!
Im Gegensatz zu Deutschland, Finnland, Holland und anderen solideren Ländern!
Dazu kommen politische Fehler in der Finanzpolitik die zu steigenden Schulden gaführt haben.
Außer in Griechenland ist Korruption nur am Rande mitverantwortlich!
Und die EZB-Politik ist absolut sinnvoll trotz der Sparzinsen!

@ 15:59 von fathaland slim

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"Sie unterschlagen hier, daß mit den Lohnerhöhungen eine Preiserhöhung einherging. Das war beides der Harmonisierung des Wirtschaftsraumes geschuldet. Es führte natürlich dazu, daß man nicht mehr so schön billig Urlaub in Spanien/Italien/Griechenland machen konnte wie in den 70ern.
Die Tourismuszahlen brachen trotzdem nicht ein, das kam erst später, als der deutsche Bildzeitungsleser aus ideologischen Gründen nicht mehr nach Rhodos fuhr."
Das trifft so nicht zu denn es gibt Länder die diese starken Lohnerhöhungen nach der Euroeinführung nicht hatten und deswegen wettbewerbsfähig geblieben sind. Und außerdem hat es den von Ihnen genannten Einbruch der Tourismuszahlen tatsächlich nur in Griechenland gegeben und nicht für die Länder Spanien, Portugal und Italien für die meine Aussage vor allem gegolten hat!

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