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EZB

Wer über Jahre hin, Pleitestaaten elektronisch "Geld drucken" lässt wie die EZB, damit diese so ihr Defizit finanzieren können, weil zu den gegebenen relativ niedrigen Zinsen kein Geld aus dem Privatsektor mehr fliesst, betreibt Fiskalpolitik. Die Südperipherie wurde so über Jahre von der EZB gefördert und künstlich würde das Zinsniveau niedrig gehalten. So nebenbei mussten dafür auch noch für über 200MRD EUR SCHROTT-Staatspapiere der Südstaaten gekauft werden. Das ist ganz klar Allokationspolitik, die diese Staaten bevorteilt. Über Target 2 laufen so MRD EUR an Forderungen bei der deutschen Bundesbank auf gegenüber den Zentralbanken der Südstaaten. Das sind eben nur Forderungen, keine werthaften Papiere oder Devisenreserven. Solche Forderungen sind schnell abgeschrieben, wenn sie nicht mehr bedient werden. Darauf sitzen bleibt dann der deutsche Steuerzahler.
Halbwegs stabile Finanzpolitik wird bestraft.

EURO

Die EZB ist der undemokratischste Faktor Europas und ist offenbar stets bereit die Regeln zu brechen. Dem muss ein Ende gemacht werden. Nicht einmal Geldpolitik funktioniert mehr, aber das ist klar, denn so viele unterschiedliche Wirtschaften können nicht mit EINER Geldpolitik optimal bedient werden. Der EUR geht zu Lasten der Völker Europas für eine Idee, die ohne EUR besser gedeihen könnte.

Börsenkurs-Ralley wird nur von überflüssigem Geld gespeist

Das endlose Reinpumpen von frischem Geld und die niedrigen Zinsen haben ebennicht das bewirkt, was ständig propagiert wurde/wird: eine Ankurbelung von Investitionen.
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Einzig die Börsenkurse sehen eine Inflation, die aprupt abbrechen wird, wenn die Geldschwemme ausbleibt.
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Das ständig hereingepumpte Geld ist damit volkswirtschaftlich überflüssiges Geld, das nicht gebraucht und nicht realivestiert wird.
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Damit wurde ein Rauschgift geschaffen, von dem ein Loskommen ohne massive Entzugserscheinungen nicht mehr möglich ist, das Heroin der Finanzmärkte und der Weltwirtschaft.
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Der Crash wird kommen, wenn diese Pipeline versiegt, in Japan, USA, Europa; denn endlos weiter pumpen kann man nicht.

begrifflichkeiten

danke für diesen bericht. bei dieser gelegenheit möchte ich erwähnen, dass die begrifflichkeit "euro-schuldenkrise" irreführend ist.
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wir haben es mit einer euro-währungsbedingten rezession zu tun. menschen verlieren ihre jobs bzw. junge menschen bekommen keine jobs, weil im süden rezession herrscht. meiner überzeugung nach währungsbedingt.
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die reihenfolge ist folgende:
rezession -> mehr arbeitslosigkeit -> sinkende steuereinnahmen -> sinkendes vertrauen der finanzmärkte -> sinkende kreditwürdigkeit -> schuldenkrise
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auslöser ist eindeutig die rezession. wenn ich mir ein haus kaufe und monatlich 2.000,- euro abzahle, wird dies erst zum problem, wenn meine einnahmen sinken. wenn ich 10.000,- euro im monat übrig habe ist mein kredit kein thema. wenn jedoch meine einnahmen sinken, wird mir die bank keinen weiteren kredit gewähren. das ist exakt das problem in südeuropa.
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die rezession und die arbeitslosigkeit sind das problem in südeuropa. alles andere kommt danach. ursache: euro.

Verfassungsgericht nutzlos!?

"Das werden die Richter in der roten Robe nicht verantworten wollen."
Das Gericht was die Grundsäulen unseres Staates schützen soll, wird sich also davor hüten, Recht zu sprechen? Liest bzw. versteht eigentlich noch irgendjemand diesen Satz, diese Situation?

70.000.000.000 US-DOLLAR IM MONAT

die usa "drucken" monatlich 70 milliarden dollar, um ihre wettbewebsfähigkeit zu erhöhen (weichere währung, niedrigere lohn-stück-kosten) und mitunter um verbindlichkeiten zu bedienen. gleiches macht japan (umgerechnet 60 milliarden im monat).
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ein einfaches ökonomisches instrument.
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der euro jedoch hindert die schwachen süd-eu-wirtschaften daran, ihre wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, ihren tourismus zu vergünstigen, die lohn-stück-kosten zu senken. das geld wertloser zu machen und zugleich mieten, lebensmittel etc.
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ich bin davon überzeugt, dass die rezession in südeuropa aus exakt diesem grund stattfindet. sie können nicht abwerten, so wie sie es regelmäßig getan haben und wie zb die usa und japan es aktuell tun.
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die neuen länder konnten auch nur dank soli "überleben" und schwache brd-regionen wären auch nicht überlebensfähig ohne länderfinanzausgleich.
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wer also den euro will, will eine transfer-planwirtschaft. herabwürdigend für menschen in schwachen regionen.

Danke für den Kommentar. Wenn

Danke für den Kommentar. Wenn dies nur den Politikern einmal so klar wäre, aber die ziehen die Rosarote Brille nur ungern aus, nach dem Motto: Nach mir die Sintflut, ich hab dann mein Schäfchen im Trockenen.
Ich bin gespannt, wann jeder Staat wieder seine Währung hat. Ich tippe auf längstens 5 Jahre, dann sind die Steuerzahler pleite, es folgt eine Währungsreform und nur die sowieso schon Reichen bleiben es auch.

Die kleinen Leute bekommen jeder wieder 40 Euro und der ganze Mist geht von vorne los.

Inkonsequente Argumentation

Einerseits moniert man über "Reformunwillen" in den Südländern, aber andererseits findet man die sozialen Zustände unerträglich?

Herr Jakisch, es waren Monetaristen die die Geldwertstabilität zum einzigen Ziel der EZB erhoben. Alles andere soll und darf Draghi nicht interessieren. Kein Ozonloch, kein Welthunger, nichts. So steht es in den Statuten. Weitere Ziele wie in den USA wären wünschenswert, wurden aber seinerzeit verworfen, weil man alles besser wusste. Das sich nun aber Monetaristen zum Anwalt der verarmenden Bevölkerung aufspielen ist schon mehr als zynisch.

Statt das Schwadronieren über Londoner City und wer da gerne gesehen ist und wer nicht, wären doch der schrumpfende Mindestreservesoll mal ein Artikel wert. Achne geht ja nicht. Als Draghi die "dicke Bertha" damals genau aus diesem Grund zeitlich begrenzte, wurde hier der Untergang des Abendlandes beschworen. Das dieses Geld jetzt auf einmal wieder weg ist passt nicht ins Bild von niedriger Zins = Hyperinflation.

Sehr gut auf den Punkt gebracht,

Herr Jackisch.
Sehe ich genauso.

die EZB kommt vom Kurs ab

und wenn die Bundestagswahl vorbei ist, dann bekommen wir alles präsentiert, was jetzt noch zwangsweise unterdrückt wird. Der Dornröschenschlaf der deutschen Wähler darf nicht gestört werden. Sie ja dann die "falsche" Partei wählen.

Wettbewerbsfähigkeit der Peripherie

Letztlich geht doch das Anhalten der Krise der Peripherie zurück auf deren Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Diese im Euro wieder zu erlangen, bedeutet entweder Rezession und Deflation im Süden oder Inflation im Norden. Letzteres verdient der deutsche Sparer sicher nicht und dagegen wird sich das Volk zu Recht auch wehren.

Die Peripherie braucht eigene Währungen und teilweisen Schuldenerlass, damit das Problem bereinigt wird. Auch das wird kein leichter Weg sein, aber zumindest führt er mittel- bis lnagfristig zurück zu echter Stabilität.

Der BIG BANG / GROSSE KNALL kommt ganz bestimmt

und mit ihm eine massive Geldentwertung bzw. ein Geldschnitt. Gelddrucken zur Lösung von Problemen hat noch niemals nie funktioniert. Allerdings stecken wir seit etwa 2008 im Krisenmodus mit Bankenkrise und ab 2009 in der Eurokrise. Als Bürger können wir aber nicht fünf Jahre lang Hysterie leben, sondern müssen auch unseren Alltag bestehen.
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Aber das Damoklesschwert schwebt seitdem unsichtbar über allem. Man kann aktuell nur raten, in Sachwerte zu investieren, allen voran Aktien, Aktien und Aktien von soliden Standard-/Industriewerten.

Entweder oder...

... oder so ähnlich. Es gibt immer mehr als nur eine Lösung für ein Problem.
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Dennoch ist es zynisch, zu sagen, dass das Staatsdefizit gesenkt werden soll, dabei die Investitionen aber nicht reduziert werden dürfen (hier indirekt durch die Arbeitslosenverhinderung gefordert) und erst recht nicht die Sparervermögen belastet werden sollen. Man kann nur eines davon auf einmal haben. Von daher ist diese Kolumne weiterhin kein Ruhmesblatt für TS.de. Auch wenn es noch immer nicht sehr gut um den Euro steht, ist die hiesige Polemik zu billig für die TS.
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Weiterhin die Bitte, die Kolumne umzubennen, um die Eurofeindschaft deutlicher zu machen.
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PS Mit Eurofeindlichkeit meine ich nicht Europafeindlichkeit.

@ 17:43 von AbseitsDesMains...

"Gelddrucken zur Lösung von Problemen hat noch niemals nie funktioniert."
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leider irren sie. geld drucken um abzuwerten ist schon immer ein wichtiges mittel um den geldwert zu reduzieren. um mieten zu verringern und löhne. um alles was in der währung bezahlt wird günstiger zu machen. das funktioniert auch.
so könnten die süd-eu-länder ihre wettbewerbsfähigkeit gegenüber den anderen eu-ländern, die haupt absatzmärkte für den süden, erhöhen, was dringend nötig ist. tourismus, exportprodukte, alles würde günstiger. lohn-stückkosten werden mittels abwertung gesenkt.
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die usa werten aktuell an um ihre arbeitslosigkeit zu senken. um ihre produkte günstiger zu machen für den export..
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verstehen sie mich nicht falsch - ich mag weder schulden noch inflation. jedoch müssen hin und wieder kompromisse eingegangen werden. die süd-währungen waren schon immer weicher als zb die dm - das hatte seinen grund! dank künstlicher eurowährung ist abwerten nicht mehr möglich gegenüber den eu-nachbarländern

Europa

Ich betrachte Euopa nach wie vor als ein Europa von unabhängigen Staaten. Die Umverteilung von Nord nach Süd, wie sie etwa in der Vergangenheit von EZB betrieben wurde ist aus meiner, deutscher Sicht nicht in Ordnung. Sie benachteiligt halbwegs solide wirtschaftende Völker.
Offen gesagt, ich wünsche mir eine Rückkehr zu einem Europa ohne EURO, weil sich der Euro in seiner heutigen Form negativ auf alle Volkswirtschaften auswirkt. Geldpolitik funktioniert heute nicht mehr bzw. ist weitgehend nutzlos. Eine politische Einheit ist von den Völkern nicht gewollt. Warum sollen wir dann ein Eurosystem aufrechterhalten, das im Prinzip eine bessere Zukunft erschwert, weil es ökonomisch suboptimal ist.
Die Regierenden Europas wollen ihre eigene Politik machen. Da bin ich sehr dafür, jedoch nicht auf Kosten Deutschlands, egal ob über eine massive, versteckte Umverteilung durch das EZB System, das die wenigsten Deutschen verstehen oder kennen oder über ESM ähnliche Maßnahmen.

@ 17:08 von Nana

stimme zu - mit "reformen" ist gemeinhin die privatisierung staatlicher strukturen und die entlassung von staatsbediensteten sowie die verlängerung der lebens-/wochenarbeitszeit gemeint. jedoch hat uns noch nie jemand erklärt, weshalb hierdurch neue arbeitsplätze entstehen sollten.
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wenn beamte entlassen werden wächst arbeitslosigkeit und dem binnen-absatzmarkt wird potenzial entzogen (weniger löhne). wenn menschen mehr und länger arbeiten steigt auch die arbeitslosigkeit weil weniger menschen mehr arbeit erledigen. auch hierdurch wird der binnenmarkt stark geschwächt. in beiden fällen führen "reformen" zu MEHR arbeitslosigkeit.
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die jobs sind dank globalisierung in den fernen osten verschwunden. und sie kommen auch nicht wieder, indem der zu harte euro bestehen bleibt. neue jobs entstünden, wenn tourismus günstiger würde sowie andere produkte und dienstleistungen aus dem süden. hierfür müsste mittels eigener währung abgewertet werden, wodurch sowohl löhnen als auch mieten verringern

@ 18:04 von RoiBavarois

"Umverteilung von Nord nach Süd, wie sie etwa in der Vergangenheit von EZB betrieben wurde ist aus meiner, deutscher Sicht nicht in Ordnung."
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ich denke auch dass eine umverteilung nicht optimal ist. es ist herabwürdigend für die empfänger und den gebern hart zu vermitteln. in der brd wurden via soli und länderfinanzausgleich hunderte milliarden euro von stark richtung strukturschwach transferiert. bei einer gemeinsamen währung gibt es hierzu auch keine alternative! und das problem ist keineswegs die bereitschaft zu arbeiten sondern schlichtweg die mangelnde wettbewerbsfähigkeit der regionen. vorrangig einem produktionsgüterrückstand geschuldet.
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mit euro können menschen nur mittels gigantischer geltransfers vor dem hunger gerettet werden. siechtum wird so finanziert.
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wenn die schwachen regionen wieder ihre eigene währung erhalten, können sie abwerten und wieder zum lebensstandard VOR euroeinführung zurückkehren. gut für europas vielfalt. alles andere ist wahnsinn!

Europa

@RoiBavarois: "Eine politische Einheit ist von den Völkern nicht gewollt." - Ich bin europäischer Bürger und will genau das: die politische Einheit. - Aus zwei Gründen:
1) Das Europa der souveränen Völker (insbesondere Nationalstaaten) hat Europa die blutigsten Kriege gebracht - und das will was heißen für einen Erdteil, in dem in den letzten 1500 Jahren Krieg die Regel und Frieden die Ausnahme war
2) Glauben wir denn wirklich, dass wir Deutschen allein ernsthaft mit China oder Indien auf Augenhöhe verhandeln in der Zukunft - das klappt doch noch nicht mal mit den USA?? - Eendracht maakt macht / L'unité fait la force / Einigkeit macht stark, wie die Belgier sagen
@gierde zerstört:
Klasse Idee mit der Abwertung - warum werten dann nicht alle ab. Sagen wir am Montag werten wir 10% gegen den Dollar und den Yen ab, die Amis werten 10% gegen den Euro und den Yen ab und die Japaner werten auch 10% gegen Dollar und Euro ab. Und das machen wir jeden Montag, bis wir uns alle saniert haben. ;-)

Vorsicht, subjektiver Kommentar

Man muss sich bewusst sein, dass dieser Kommentar sehr subjektiv ist. Formulierungen wie "Wieder einmal müssen die Bürgerinnen und Bürger die Zeche für die Eurokrise zahlen." klingen wie eine Wahlkampfrede, aber nicht wie ordentlicher Journalismus, vor allem da der Inhalt der Realitaet so eben nicht entspricht, bzw stark verzerrt sind.

@ Nana

Sehr guter Beitrag.

Ich möchte noch hinzufügen: Da in dieser Kolumne ja immer die Preisstabilität gemahnt wird, wann kommt denn mal ein Artikel über die zu niedrige Inflation im Euroraum?

Die EU-Euro- Analyse a.d.Punkt gebracht

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Herr Klaus Rainer Jakisch ::

Ich verneige mich vor Ihnen !

Wenn doch nur Merkel ihre sachkundige u. a.d. punkt gebrachte
analyse lesen würde ,

dann ginge es UNS u. auch Europa besser .

Wir leben in finsteren Zeiten ...

Für einige Wenige hat sich die Krise und die Folgen ordentlich gelohnt, und das scheint alles zu sein, worum es sich in der "marktkonformen Demokratie" noch dreht: der Geldadel macht sein Ding, und der Plebs wird durch die herrschende Wirtschaftsreligion auf gute Zeiten vertröstet.
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Das ist nicht wirklich überraschend, manche behaupten, es sei immer so gewesen und würde sich auch nicht ändern.
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Daß aber auch der ansonsten nicht unkritische Autor hier die Unmutsbekundungen des eigentlichen Souveräns, sei es in Form von Demonstrationen (von denen es mehr als genug in den Südländern gibt) oder als politische Opposition quasi en passant als wirtschaftliche Störfaktoren erwähnt, die angeblich nötige (einseitige) Reformen verschleppen, zeigt die wahre Hilflosigkeit der Zeit.
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Sie offenbart das komplette Versagen auch der intellektuellen Elite Europas: statt Aufklärung gibt es Religionsstreit und diejenigen, die die überfällige Systemfrage stellen, werden als Ketzer gebrandmarkt.

war der drahtzieher nicht vorher bei goldmann - sachs?

dann passt es, dass man auch noch lettland mit dem euro versorgt........

@gierde zerstört: 18:08

"die jobs sind dank globalisierung in den fernen osten verschwunden. und sie kommen auch nicht wieder, indem der zu harte euro bestehen bleibt"
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Ich fürchte, der Zug ist abgefahren.
Auch Abwertung eigener Südwährungen wird heute kaum noch nenennswert Jobs entstehen lassen können.
Auch mit Tourismus, edlem Olivenöl oder erlesenen Weinen, die als Käufer eine wachsende und gutverdienende asiatische Oberschicht ansprechen, lässt sich keine ganze Volkswirtschaft ernähren.
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Schauen sie in unsere heimischen Märkte: eine Vielzahl der Produkte wird fernab produziert, der Abfluss von Volksvermögen wird kaum durch den Verkauf von Nobelkarossen ausgeglichen werden können.
Auch die Abhängigkeit von fremdem Öl ist hier zu nennen.
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Die Lösung scheint mir eher in einer ausgeglichen Handelsbilanz zu liegen.
Dazu muss aber der Freihandelsunfug aufhören, der ungleiche Arbeits- und Sozialverhältnisse konsequent ausblendet und als (ungelöste) nationale Probleme dem Steuerzahler aufbürdet.

@AlterSimpel

"Für einige Wenige hat sich die Krise und die Folgen ordentlich gelohnt, und das scheint alles zu sein, worum es sich in der "marktkonformen Demokratie" noch dreht"

Das muessen Sie erklaeren. Wer genau sind denn diese Wenigen? Ich sehe niemanden, der direkt von der Krise profitiert. Und jetzt sagen Sie bitte nicht die Banken, denn das waere komplett falsch.

"Sie offenbart das komplette Versagen auch der intellektuellen Elite Europas"

Diese verdammten Intellektuellen...

Sehr einseitig

Als Kommentar mag dieser Beitrag ja durchgehen, aber als "Euroschau" der ARD ist er doch sehr einseitig. Dass es Gewinner der Krise gibt, wird z.B. nicht erwähnt - obwohl (oder weil?) da auch Lösungsansätze zu finden wären.
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Dass der Ex-Goldman Draghi "vorgeprägt" ist, dürfte sicher niemand bestreiten. Und dass die EZB insgesamt wenig mit demokratischen Prozessen zu tun hat, sondern nur mit Geldwertstabilität, sicher auch nicht.
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Doch so lange die regierenden Politiker keine Lösung haben, muss Draghi - mit seiner Vorprägung und abseits der demokratischen Institutionen - wohl leider den Politikern weiterhin Zeit verschaffen, den Euro vielleicht zu retten.
Mehr nicht, wenn man mal von den nicht erwähnten Gewinnern als andere Seite der Schuldenmedaille absieht ...
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Und leider weist der Beitrag auch auf keinen Weg aus der Krise hin, obwohl der seit längerem und inzwischen von einer wachsenden Zahl fortschrittlicher Ökonomen - selbst im IWF - aufgezeigt wird.
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Schade.

@ Am 05. Juni 2013 um 19:37 von AlterSimpel

sogar kuba kann halbwegs würdevoll auf einem vernünftigen niveau zurecht kommen. dank weichem kuba peso. die türkei boomt, da sie mittels weicher lira abgrasen kann was des harten euros wegen zu teuer ist bei den ex-kknkurrenten.
ob sie es glauben oder nicht: eine abkehr vom euro ist der einzige ausweg aus der krise.
der einzige profiteur des euro ist die dämliche finanzwirtschaft, die die krise nicht vorhergesehen hat, nun aber die verbindlichkeiten von ihnen und von mir per hartem euro beglichen bekommen möchte.
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lassen sie sich nicht für dumm verkaufen. informieren sie sich üner die argentinische staatspleite, nachdem der weiche argentinische pedo an den immens härteren us dollar grkoppelt wurde.

@Residue zugegeben ...

Sie haben Recht, das war etwas kryptisch von mir.
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Sie fragen, wer von der Krise profitiert?
Schauen Sie sich die Statistiken zur Vermögensverteilung an. Es gibt dort nur eine Gruppe, bei der es stetig Zuwächse gab.
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Zu den Verlierern gehören alle, die jetzt die Folgen tragen müssen, wenn überschüssige Gelder umgeschichtet und zB in Luxusrenovierungen gesteckt werden oder wenn damit Spekulation, wie etwa neuerdings in Seltene Erden betrieben wird.
Nicht umsonst hat die Bundesregierung den absehbaren Boom von Investitionen in Solaranlagen rechtzeitig abgewürgt.
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Der ganze Reformzwang im Süden, und auch unsere Schuldenbremse, dient allein dem Erhalt der Werthaftigkeit der Staatsschulden.
Während also Geldgeber geschützt werden, zahlt die Zeche nahezu allein der Bürger, durch gekürzte Renten und Löhne, durch Steuererhöhungen und den Verlust seines Jobs.
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Wer reich war, bleibt also meist reich, der Rest wird immer ärmer.
Der Abstand zwischen Gewinnern und Verlierern wächst zudem.

verfassungsrichter unabhängig

Wer daran glaubt glaubt auch an den weihnachtsmann! Dessen brot ich ess dessen lied ich sing!

Differenziert und treffend

Wieder eine differenzierte und informative Kolumne, Herr Jackisch, die treffend die "trügerische Ruhe" herausstellt und die dahinter stehende Politik dekuvriert- ein großes Dankeschön!

aber, aber

nennen Sie mich ruhig einen Zyniker, aber bei dieser Polemik musste ich laut lachen:
Die Blockupy-Bewegung ist auch Ausdruck der Kritik an der Krisenbewältigung. Wieder einmal müssen die Bürgerinnen und Bürger die Zeche für die Eurokrise zahlen.
Herr Jackisch, sind Sie ein geheimer Occupist? Dann aber mit Sicherheit der Erfolgreichste ... schließlich kennen Sie die Börse von Innen.

11500 Euro Eintritt um in die

11500 Euro Eintritt um in die Höhle des Löwe zu kommen?
Draghi erzählt uns wie überaus stark der Euro ist?
Willkommen in der Europäischen Märchenstunde. Heute: Teil 1 Ali Baba und die 40 Banken, Teil 2 Des Draghiers neu Kleider.
Draghis Worte wirken auf die hungrigen Menschen Europas wie fotografiertes Essen.
Aber Draghi hat nicht verstanden, dass sich die Mägen der Menschen nichts aus Märchen machen und dass die Völker Rumäniens, Bulgariens usw in dem Euro immer mehr den Ali Baba aus Brüssel.
1001 Nacht, äh ich mein Gute Nacht Deutschland

Danke für die klaren Worte!

Danke für die klaren Worte! Und dass das Bundesverfassungsgericht nur noch eine Marionette ist, das wissen wir ja inzwischen alle. Deutschland, wie tief bist Du gesunken...

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