Ihre Meinung zu: Ägypten-Krise: EU berät über mögliche Strafmaßnahmen

19. August 2013 - 10:37 Uhr

Die EU-Staaten ringen um eine gemeinsame Haltung in der Ägypten-Krise. Die Botschafter der Mitgliedsländer beraten zurzeit in Brüssel über Strafmaßnahmen. Möglicherweise werden Kredite ausgesetzt oder gestrichen.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.5
Durchschnitt: 4.5 (2 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Kasperle teather!

Erst beliefert die eu(vorallem deutschland) die ägypter jahrzehnte lang mit waffen.
Und wenn die ägypter diese dann benutzen, sollen sie dafür bestraft werden? Was haben denn die europäischen waffenhändler...ähm ich mein natürlich volksvertreter, gedacht WAS die ägypter mit diesen "knarren" vorhaben?
Kuuuchen backen?
Damit kuscheln?
Wieder einschmelzen und als rohstoff wieder verkaufen?

Verkauft an solche, in recht und demokratie fragwürdige staaten(also die gesammte arabische welt) keine knarren...verflucht noch eins!

Was soll denn das bewirken

Manchmal glaube ich zu träumen.
Wir haben die neue Regierung erlebt, wir haben mit angesehen, wie die Muslimbruderschaft das Lammfell auszog. Wir haben auch miterlebt, wie dem höchsten Gericht die Macht der Kritik gegen den höchsten Führer des Staates, einem Mitglied der Muslimbrüderschaft entzogen wurde als Dekret des Staatsführers. Obwohl die Demokratie mit Füßen getreten wurde, obwohl klar erkennbar war, dass ein islamischer Gottesstaat angestrebt wurde, kam es zu einem Kuschelkurs unserer Regierung - auch anderer.
Der "Militärputsch" kam, nachdem sich die Regierung geweigert hatte, anstehende Probleme mit der Opposition zumindest zu diskutieren. Sie hatte 48 Stunden Zeit, solche Gespräche zu bejahen. Sie verweigerte sie. Und jetzt kommt es zur Gewalt und zwar eindeutig aus dem Lager der Muslimbruderschaft. Und die einzig ordnende Institution wie auch das gesamte ägyptische Volk sollen bestraft werden.
Wer sind wir eigentlich, so anmaßend Unsinn zu verzapfen.

Menschenrechte in Ägypten

In Ägypten werden Menschen massakriert und wo bleibt das International Gerichthof? Ist IGH nur für Afrikaner? Es ist wirklich traurig.

Die Handlungsfähigkeit der EU

ist wirklich beeindruckend. Deshalb schließe ich mich den Sanktionen an und werde
sage und schreibe sieben Wochen lang kein ägyptisches Papyrus mehr kaufen...

Als unbescholtener Bürger

fragt man sich ja, warum die Regierenden dieser Welt an Ägypten "einen Narren gefressen hatten". Gut, man sah eine machtpolitische Bastion gegen irgendwas. Aber das hat noch nie dauerhaft funktioniert und hat immer zu Verzerrungen geführt. Im Fall Ägypten war Entwicklungshilfe ebenfalls eine Null-Nummer.
Nun will man wohl Fehleinschätzungen nicht eingestehen und tut so, als sei alles i.O. gewesen. Es gibt andere Stellen auf der Welt, wo Milliarden bsser untergebracht wären. z.B. um die letzte unverfälschte "Natur-Bastion" der Welt in Equador vor dem Zugriff der Öl-Multis zu retten .

Paranoid

Wofür sollen die Ägypter"bestraft" werden? Weil sie die gelieferten Waffen benutzen? Aber dieses scheinheilige Verhalten passt auch wieder gut zum Westen.

Überschriften Politiker

Ich bin wirklich überrascht, ob der lächerlischen Haltung und Reaktionen deutscher und europäischer Politiker. Offensichtlich haben die kein Geld mehr für sachkundige Berater und Analysen und lesen nur noch Überschriften!

Unabhängig davon, dass die Maßnahmen niemanden in Ägypten interessieren und an Lächerlichkeit kaum zu unterbieten sind, wird in keinem Wort erwähnt, wie deren Haltung zu den terroristischen Machenschaften der international agierenden "Muslimbruderschaft" und ihrer Terroristennetzwerke aussieht. Ist das Angst oder pures wenngleich naives Kalkül? Wo bleibt deren Mitgefühl für das ägyptische Volk?

Christenverfolgung

Es kann doch nicht nur die Übergangregierung in die Verantwortung genommen werden, sondern auch die sogenannten friedlichen Demonstranten die Kirchen abbrennen, die auf Passanten schießen usw.
Außerdem muss das Abbrennen der Kirchen und die Verfolgung der Christen an den Pranger gestellt werden. Wenn hier Moscheen angezündet werden, dann ist in die Hölle los. Wir schauen aber nur zu, wenn Christen getötet, Kirchen abfackeln. Wer von unseren Politiker traut sich dagegen anzugehen ?

Christenverfolgung

Blablablaverfolgung... soll jetzt in das gleiche Horn geblasen werden, in das die Muslime immer gerne blasen: "Wir werden verfolgt, verfolgt, verfolgt..."? Damit stabilisert man doch nur einen ebenso obsoleten Glauben, der sich zudem weltlicherseits zurueckhaelt, und pusht ihn in eine Position der Macht aufgrund eines Gruppen- und Opferstatus. Unschuldige Menschen werden getoetet, basta. Ist doch egal, was die glauben. Wichtig ist, wer die umbringt und warum. Und wenn Kirchen verbrannt werden, dann gilt dasslbe. Das ist bloss Stein, Beton, Farbe. Kein Grund deswegen Kreuzzuege auszurufen.

15:03 von ernst12

"Außerdem muss das Abbrennen der Kirchen und die Verfolgung der Christen an den Pranger gestellt werden."

Na toll. Wenn wir nun auch noch anfangen, uns auf die religioesen Schuhe getreten zu fuehlen, dann gehts aber Volldampf zurueck ins Mittelalter.

Sie sprechen mir aus der

Sie sprechen mir aus der Seele! Die Ägypter konnten bei der Wahl nur zwischen Teufel und Belzeebub wählen. Entweder die verhasste Mubarak-Linie. Von westlichen Gnaden unterstützt hielt das Mubarak Regime jahrzehntelang mit eiserner Faust die Bevölkerung unter Kontrolle. Oder die Muslimbrüder, die sich im Wahlkampf mit Geschenken und Trost anbiederten ("wir kümmern uns um euch, und Allah kümmert sich um euch"), und die vermutlich von vielen ihrer Wähler gar nicht richtig eingeschätzt werden konnte. Es stünde dem Westen jetzt gut zu Gesicht, sich ausnahmsweise mal nicht schulmeisterlich und strafmaßerwägend einzumischen! Was passiert denn in den USA, wenn Häftlinge aus einem Gefangenentransport mit Gewalt ausbrechen wollen und einen Polizisten halbtot prügeln? Sagt dann Herr Obama "Du Du Du, das darf man doch nicht?" und die Sheriffs nicken wohlwollend väterlich dazu?

Massaker?!?

Die Opfer von Massakern sind üblicherweise unbewaffnet und greifen nicht von sich aus aggressiv an. Was die Muslimbrüder veranstalten würde auch in Deutschland staatliche Gewalt bewirken.

Die Definition eines Massakers ist freilich flexibel auf der Welt: Wenn zB in den USA ein paar unbewaffnete Jugendliche über Nachbars Zaun steigen um ihren Ball zurückzuholen, und der Hausherr sie der Reihe nach erschiesst - dann nennt das der US-Amerikaner nicht Massaker, sondern das Recht auf Selbstverteidigung. Und so eine Nation wagt sich, Kritik an Ägyptens Militär zu üben, dass versucht, Schaden vom Volk abzuwenden? Bei 25.000 Toten jährlich durch privaten Schusswaffenbesitz? Lächerlich.

@ von das ding

Sie bezeichnen Kirchen- das sind nur Steine,Beton, Farbe -
wollen sie das wirklich den Christen verkaufen ?

Solidarität mit Verfolgten ist nicht "Mittelalter"

"Außerdem muss das Abbrennen der Kirchen und die Verfolgung der Christen an den Pranger gestellt werden."
Na toll. Wenn wir nun auch noch anfangen, uns auf die religioesen Schuhe getreten zu fuehlen, dann gehts aber Volldampf zurueck ins Mittelalter.

Was für ein Quark! Es geht nicht darum, dass dies ja nun Christen sind und wir auch (zumindest teilweise) und deshalb diesen unsere Solidarität zu gelten habe, sondern darum, dass eine religiöse Minderheit Gewalt ausgesetzt ist und auch vor deren Gotteshäusern kein Halt gemacht wird. Und dabei handelt es sich nicht etwa um irgendeine neuartige Sekte, die sich da ausbreitete, sondern um eine Kirche, die seit jeher Teil der ägyptischen Gesellschaft ist.
Die einzig richtige Haltung zu dem Thema lässt sich auf eine Formel bringen: Pogrome gehen dar nicht!

17:06 von ernst12

Sie bezeichnen Kirchen- das sind nur Steine,Beton, Farbe -
wollen sie das wirklich den Christen verkaufen ?

Na klar - Im Sinne einer weisen Zurueckhaltung. Den Abriss eines Gebauedes mit dem eigenen Leben zu raechen ( oder was wollen sie?) - ist ja wohl mehr als laecherlich. Da sollte man als Glaeubiger mal "ueber" den Dingen stehen koennen.

17:39 von Kezzer

"Es geht nicht darum, dass dies ja nun Christen sind"
.
Ihr Wort in Gottes Ohr. Und nicht nur in Gottes.

Darstellung: