Kommentare

Ich würde gerne

mehr Geld ausgeben, leider haben sich meine Lebenshaltungskosten die letzte Decade gefühlt verdoppelt und mein Gehalt halbiert.

Herr Jackisch bewegt sich - immerhin

Kein Wort dazu, dass man Jahrelang einen Teufel an die Wand malte der nie da war.
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"Und dagegen hälfe auch keine "Bazooka"."
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Nachdem man gegen die "Bazooka" gehetzt hat gesteht man sich ein, dass die "Bazooka" für das Problem nicht ausreicht. So schnell kann man eine 180° Drehung vollziehen, oder doch nicht?
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"Spielraum der EZB wird immer kleiner"
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Das ist wieder wie gehabt: Man glaubt mit blanker Geldpolitik könne man die Krise bewältigen. Die einzigen die sowas unterstellten waren immer Monetaristen selbst. Die Geldpolitik kann nur stützen. Wenn die Politik und Staat nicht eingreifen ist der Effekt nur begrenzt.
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"Versteckte Inflation auf dem Immobilienmarkt"
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Das ist keine "versteckte Inflation" sondern eine Spekulationsblase. Investmentgüter 'leiden' zZ darunter, dass zu viel Geld in den Händen weniger konzentriert. Und sie geben es nicht aus, sondern wollen Rendite. Woher soll es denn kommen? Was wir brauchen ist wieder eine aktive Wirtschaftspolitik - siehe Japan.

Aber es ist doch so

Jedes Wochenende aufs neue wundert man sich, wie wenig Wert bestimmte Dinge noch sind.
Gleichgültig ob Fleisch, Nahrungsmittel oder Technik-Kram - auch Autos scheinen einem dramatischen Preisverfall zu unterliegen.
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Wir, also die, die alles haben, warum sollen wir noch was kaufen? Also kauft man nur noch was, wenns billig ist, weil man es ja eigentlich eh nicht braucht. Warum eine Waschmaschine für 1000 Euro kaufen, wenn es eine für 200 gibt ... jederzeit ... immer.
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Alles gibt es immer ... ohne Ende.
Eigentlich ziemlich öde! Die Freude des Konsums verebbt nach Sekunden. Klamottenberge für 10 Euro ... kein Problem. Warum mehr ausgeben... wenns kaputt ist, kauft man einen neuen Berg für 10 Euro. Egal!
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Diese Strategie kann ja nicht aufgehen.
Also ich weiß wirklich nicht mehr, was ich noch kaufen soll. Das 15 Jahre alte Auto... in die Tonne? Warum? Braucht man wirklich ein neues... nö!
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Aber vielleicht kaufe ich doch eines ... wenns billiger wird.

Was soll man denn noch kaufen

Die grundlegende Frage ist ... warum soll man immer mehr kaufen. Zeug, das man ja eh nicht braucht.
Bald ist wieder Weihnachten - seit Mitte September werden wir damit maltretiert: Schon ein Geschenk? Nein --- ich weiß auch keines ... was ich mir wünsche ... keine Ahnung! Ich habe alles ... klar ... das neue iPhone 5s ... das wäre was ... aber brauche ich das ... nö nicht wirklich. Mein iPhone 4 tuts wunderbar.
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Ein neues Auto ... wozu... das alte fährt wunderbar und wenns kaputt ist, brauche ich dann noch eines?
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KramKramKram - alles mehr oder weniger Ersatzbeschaffung, weil man eh schon alles hat.
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Dann gibts mal was neues ... UHD statt HD - YES ... braucht man das ... nö .. und wenn ... naja ... dann kauft man sich so ein Teil, die anderen 4 Fernseher stellt man dann eben woanders hin. Fertig!
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Es wird einen Grund geben warum die Industrie ihre Produkte immer schlechter produziert und mit Sollbruchstellen versieht - ansonsten würde man wohl gar nichts mehr kaufen.

Wir brauchen keine Geldschwemme oder

Zinssenkung, sondern eine UMVERTEILUNG von oben nach unten. Damit wird die Binnenkonjunktur angeregt.
Die Verursacher und Nutznießer der Krise müssen endlich zur Kasse gebeten werden.
Ein kleiner Teil der Leute verfügt über riesige Geldmengen, welche dem Wirtschaftskreislauf entzogen wurden und mit dem hauptsächlich nur spekuliert wird.
Dem muss die Politik gegenwirken.

Oh weh, ist das etwa ein

Oh weh, ist das etwa ein Pro-Keynesianischer Artikel in der Euroschau-Kolumne?

16:37 @ ladycat

"...eine UMVERTEILUNG von oben nach unten. Damit wird die Binnenkonjunktur angeregt."...
Vollste Zustimmung! Allein - das wird nicht kommen! Denn die bereits vorhandenen Vermögen wollen mit guten Zinsen belohnt sein. Und das heißt wiederum, die über die reale Wirtschaft gewonnene Kohle muss in auf die Konten der "Sowieso-Habenden"! Bei Strafe des Zusammenbruchs dieses ganzen Systems! Bis jetzt sind die Vermögen alle relativ fest angelegt und produzieren Geld nur durch ihr Vorhandensein. Wenn sich das nicht mehr lohnt und der ganze Geldberg als Nachfrage (wo auch immer) oder gegen Billigstzinsen auf dem sog. Markt landet, ist das "Vermögen" nichts mehr wert. Dass das unumgänglich so kommen wird, wissen alle. Trotzdem darf der kleine Mann nicht mehr im Geldbeutel haben - er muss solange, wie es geht, alles in das Schuldensystem pumpen. Er muss! Das ist das System"

Etwas verwundert

beim lesen des Beitrages bin jetzt schon.

Zu billig ????

Hier einen offiziellen Auszug des Bundesamtes.

Die Preise für Nahrungsmittel lagen mit + 4,7 % im September 2013 weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Spürbar mehr als vor einem Jahr mussten die Verbraucher für Speisefette und Speiseöle (+ 13,6 %; darunter Butter: + 29,2 %) zahlen. Auch für viele andere Nahrungsmittel wurden erhebliche Preiserhöhungen ermittelt (zum Beispiel Obst: + 6,8 %; Gemüse: + 6,6 %; Molkereiprodukte und Eier: +6,7%; Fleisch und Fleischwaren: + 4,2 %).

Nun bin kein Experte der alle Zahlen am Markt einordnen kann,aber wenn die Tasche leer ist,ist sie leer.

Und ich kenne eine Menge Menschen die in einem bestimmten Sektor arbeiten wo es seit 4 Jahren keinen Cent mehr Lohn gegeben hat,weil sie nicht Tarif gebunden arbeiten.
Es sollen ja nicht gerade wenig in Deutschland sein denen es so geht,die haben bestimmt auch ein Problem mit diesem Beitrag.

immer weniger von Netto

am letzten jeden Monat wird der Lohn auf das Konto gutgeschrieben, spätestens am 3. hat sich jeder davon bedient (Miete, Strom, Versicherungen u. s. w.) der kleine rest steht mir dann zur freien verfügung.
Dieser kleine rest wird jedes Jahr weniger.
Warum ist ein großteil der Reichen bereit Reichensteuer zu bezahlen, weil diese wissen, das wenn es knallt Ihr Riesenvermögen auch nichts mehr wert ist.

@ Nny um 16:47

das definitiv nicht
eher eine bestandsaufnahme einer unübersichtlichen situation;
wenn z.b. die inflation am unteren produktrand(nahrung wohnung energie) den umsatz der höherwertigen produkte (fahrzeuge, elektronik, eigenheime) drückt und diese deshalb um am markt zu bleiben die preise senken müssen,was aber da die grundsituation sich nicht ändert nichts hilft droht, in summa, deflation mit massenentlassungen etc.
deflation durch inflation
während gleichzeitig keine neuteilnehmer demmarkt inovationen zuführen weil die banken ihr geld sicherer durch verbriefen von anleihen der großen oder andere derivatspielereien sichern als den von ihnen finanzierten firmen auch noch konkurenz auf den hals zu hetzen, somit am arbeitsmarkt auch kein lohndruck entsteht der die teuerung der lebenshaltungskosten unterhalb von luxus ausgleichen könnte.

Eher nicht

Er schreibt ja auch von "schmerzhaften Einschnitten". Da klingeln doch gleich die Alarmglocken. Raten Sie mal, für den diese Einschnitte besonders schmerzhaft werden sollen. Heißer Tipp: Die Banken wird's schon nicht so hart treffen...

Herr Jackisch ist wieder bei seiner EZB-Schelte angekommen?

Leider hat der Herr Jackisch scheinbar ein Hobby welches so langsam anfängt zu nerven.
Und das ist seine duchgehende EZB-Schelte!
Herr Jackisch schreibt:
"Die EZB strebt aber eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent an und sieht Handlungsbedarf."
Das ist eine Falschaussage!
Das Ziel der EZB ist eine Teuerungsrate von MAX. zwei Prozent!
Das ist ein völlig andere Aussage die aber genau so als Ziel der EZB-Politik definiert ist.
Natürlich will die EZB auch Deflation verhindern weil diese negative Auswirkungen hätte. Aber hier Vergleiche mit Japan ins Spiel zu bringen ist ziemlich unsinnig und spricht absolut nicht dafür dass Herr Jackisch ein Experte sein könnte.
Japan hat seit ewigen Zeiten Deflation und das ist eine ganz andere Situation!
*
Außerdem schreibt er "dass es durchaus Inflation gibt" die sich in der Inflationsrate nicht auswirkt. "Sie drückt sich in höheren Kauf- und Mietpreisen aus."
*
Herr Jackisch:
Die Kosten für Miete sind Teil des Warenkorbes für die Inflationsrate!!!

Zinssenkung?

Als ob mehr Geld für wenige einer Wirtschaft für viele bekömmlich sein könnte. An der Börse bildet sich schon wieder eine Blase. Das reale (weil produktiv ausgegebene) Geld der Arbeitnehmer wird aufgrund mangelhafter Umverteilungsmechanismen immer weniger, was Investments in die Realwirtschaft unattraktiv erscheinen lässt. Nur Marktillusionen fassen das billige Geld noch. Die Zeche soll am Ende wohl wieder der Steuerzahler begleichen. Aber beim nächsten Mal wird das ganze Finanzsystem politisch ins Wanken geraten.

@MrEnigma

Teilweise haben Sie recht mit der Schuld der Industrie, aber einen Teil der Schuld tragen auch die Bürger und der Staat. Beide haben sich von der Industrie (und dem Großhandel) die "Geiz ist geil"-Mentalität aufschwatzen lassen und das hat die Spirale des Preisverfalles / -kampfes fortschreiten lassen. Wir stehen kurz vor dem wahrscheinlich letzten Schritt - im Internet bestellen anstatt den Fachhandel zu bemühen -, aber der Lohnsprung nach unten UND der Verlust an Arbeitsplätzen wird gewaltig sein ... und unsere Politik MERKT NICHTS.
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Ich habe kein Handy, benutze ein 26 Jahre altes Auto (das auch sinnvoller im Design ist als die heutige Inkarnation) und auch meine Bekleidung hat schon Jahre auf dem Buckel. Schuhe werden repariert und Lebensmittel kommen zumindest teilweise aus dem Bioladen.
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Das Problem ist, dass die Menschen immer weniger übrig haben und somit auch weniger "in Umlauf bringen können". Das sinkende Lohnniveau bei einem Großteil der Bevölkerung ist schuld.

@wenigfahrer: vollkommen richtig

Diesen Schmarrn mit der geringen Inflation kann ich nicht mehr hören (erst recht nicht über die gesamte Euro-Zeit).

Aber das einzige was momentan nach unten geht, sind die Spritpreise. Wahrscheinlich wg. dem Dollarkurs. Ansonsten geht es nur aufwärts, gerade bei den Lebensmitteln.

Butter, kaufte ich im Spätsommer noch für 85 Cent, jetzt 1,29 Euro!!! = 51 % ! Wurst, Salate, alles 10 % mehr als noch vor einigen Wochen. Auch das mit den nicht vorhandenen Lohnsteigerungen kann ich voll bestätigen. Bei mir selbst unverändert seit knapp 3 Jahren.

Bin ich froh!

Bin ich froh, dass mein Heimatland, England, nicht Teil der Eurozone ist. Hoffentlich sind wir bald auch aus der EU!

@ 16:27 von Nana

Sie schreiben:
"Das ist keine "versteckte Inflation" sondern eine Spekulationsblase."
*
Das ist absolut falsch.
Abgesehen davon dass die Kosten z.B. für Miete und Immobilien die Jacksich anspricht Teil des Warenkorbes sind und somit keine "versteckte Inflation", was Herr Jacksich scheinbar nicht verstanden hat, gibt es bisher in Deutschland keine Spekulationsblase!
Es gibt nur zu wenig bezahlbare Wohnungen!
*
Und Sie schreiben:
"Was wir brauchen ist wieder eine aktive Wirtschaftspolitik - siehe Japan."
*
Na danke, scheinbar haben Sie nicht verstanden dass diese Politik in Japan der Grund für die dortige Deflation ist. Das wäre absolut negativ solch eine Politik hier einzuführen.
Sie meinten gestern auf den Hinweis das wir seit über 50 Jahren mit den Handlesüberschüssen blenden leben:
"Ja solange die USA sich verschulden. Die wollen das nicht mehr."
Was hat unsere Handelsbilanz mit den USA zu tun? Die sind nur einer von vielen Handelspartnern und andere werden wichtiger.

Konsumverweigerung

Immer mehr Menschen verweigern sich dem Konsum, der teilweise schon groteske Züge angenommen hat. Die Kleiderschränke sind voll, die Straßen sind mit teuren Autos gesäumt, jeder hat nen schicken Flachbildfernseher... Wozu denn noch Geld ausgeben??
Vielleicht ist es an der Zeit, einfach weniger zu arbeiten und mehr das Leben zu genießen. Sich um die Familie und Freunde kümmern, sich kulturell oder sozial zu engagieren als jeden Tag 10 Stunden zu robotten, um sich das 15. Paar unnötige Schuhe leisten zu können.

@ Bernd1 um 17:29

"Die Kosten für Miete sind Teil des Warenkorbes für die Inflationsrate!!!"

das ist ja teil des problems
unsere inflationsrate stellt sich in etwa so dar als würde für den welternährungsbericht einfach die nahrungsmittelproduktion gegen einen nährstoffbedarf pro-kopf gerechnet, festgestellt das wir 10-14mrden menschen ernähren können, es also schlicht keinen hunger giebt sondern einen überernährungsfaktor von 1,4 - 2 wobei ein unterschreiten von 1 als unerwünscht zu betrachten ist...
diferenzierung macht blos alles unnötig kompliziert ;-)

Dumm gelaufen

Irgendwann hat man keine Lust mehr zu shoppen, und zwar nicht nur, weil man auf weiteren Preisverfall hofft, sondern WEIL MAN GERADE NICHTS BRAUCHT. Das Wachstum ist eben begrenzt. Ein Vermüllungssyndrom ist als Krankheitsbild bereits beschrieben und die, die diese Krankheit nicht haben, brauchen nicht dauernd was Neues. Dagegen hilft nur QUALITÄT statt QUANTITÄT!!

Negativzinsen

(Zitat:) "Viel Spielraum hat die Notenbank nicht mehr. Das Zinsniveau ist mit 0,5 Prozent ohnehin im Keller und auf einem Rekordtief."

Wobei allerdings zu bemerken wäre, dass "Null" nur eine scheinbare Grenze ist. Nach keinen Zinsen kommt negative Zinsen, das ist theoretisch absolut möglich. Die EZB könnte z.B. den Leitzins durchaus auf -0,5% setzen.

Praktisch heißt das, das zum Parken von Geld Geld bezahlt werden muss -- mit anderen Worten, es kostet, wenn man nicht investiert. Das passiert sowieso schon, weil der relative Zins negativ ist, d.h. unterhalb der Inflation liegt. In diesem Sinne ist die Grenze "Null" absolut künstlich -- ein negativer Zins wäre einfach ein noch tieferer Zinssatz als jetzt schon, der Anreiz zu investieren entsprechend größer.

Beispiele in jüngster Vergangenheit z.B.Schweden (-0,25%) und Dänemark (-0,2%).

Späte Erkenntnis

Jackisch schreibt: "Denn die gegenwärtige Krise setzt alle Regeln der modernen Ökonomie außer Kraft."

Wer hätte das noch vor einigen Wochen gedacht!
Aber so ist es eben, wenn Ideologie auf Realität trifft.

Die sogenannten "Regeln" der "modernen" Ökonomie beschreiben vieles, nur nicht die Realität. Denn dann müsste Ökonomie ja eine Natur- und keine Sozialwissenschaft sein.

Und dass die "Regeln" der "modernen" Ökonomie kein guter Ratgeber waren,
davor warnten "NICHT moderne" (wenn das der Gegensatz ist!) Ökonomen schon länger. Und wurden - auch von Jackisch - nicht ernst genug genommen.

Aber nachdem kürzlich der IWF und jetzt auch die EU langsam mit der Wahrheit herausrücken und vor allem die Fakten nicht länger zu übersehen sind, lässt sich das Versagen der "Regeln" der "modernen" Ökonomie wohl nicht länger leugnen.

Und wer sagt das jetzt der Politik?
Und wer dem Volk, dass Austeritätspolitik zwar viele AN und Rentner teuer zu stehen gekommen ist, aber leider nicht erfolgreich war?

Es kommt noch schlimmer

Wenn die Prognosen stimmen, das sich der Ölpreis, in naher Zukunft nachhaltig nach unten bewegen wird (Fracking) wird sich der Deflationsdruck noch erhöhen. Auch eine Mietpreisbindung ist nicht gerade förderlich. Vielleicht sollte man über eine Anpassung des Warenkorbs nachdenken, oder durch Steuererhöhungen lenkend einwirkten. Sicher keine schöne Aussichten.

schade, dass die Kommentare

schade, dass die Kommentare immer nur linear verlaufen, ich hätte hier zu gerne das allgemeine schimpfen, mit dem schimpfen über die forderung den außenhandelsüberschuss abzubauen verbunden.

aber zum glück ist Dt. Exportweltmeister, zum glück verdienen dt. banken gut, wenn sie den rest der welt kredite geben, damit die unsere exporte kaufen können, zum glück gibt es die EZB, die unendliches geld in den markt pumpt, um schuldenkolappse anderer staaten und banken zu vermeiden. und zum glück sind wir so vernünftig, dass wir in dieser schrecklichen schuldkriese, lieber auf schnäppchenjagt gehen, oder gar nix kaufen..
aber immerhin:

WELTMEISTER IST WELTMEISTER

17:33 @ CE

"...einen Teil der Schuld tragen auch die Bürger und der Staat. Beide haben sich von der Industrie (und dem Großhandel) die 'Geiz ist geil'-Mentalität aufschwatzen lassen... (...) Das sinkende Lohnniveau bei einem Großteil der Bevölkerung ist schuld."
Da möchte ich ja doch noch einmal einhaken.
Der Markt schöpft immer genau das Geld ab, das die Menschen zur Verfügung haben, um es auszugeben. Ist da nicht die "Geiz ist geil"-Mentalität aus der Not geboren? Sowohl bei den Händlern, die mit höheren Preisen nichts mehr verdienen, als auch bei den Kunden, die keine Kohle zum Einkaufen haben? Und an dieser Stelle: Wäre es nicht an der Zeit, mal über eine wirkliche Zusammenarbeit des Mittelstandes mit den Arbeitern, Angestellten und sonstigen Malochern nachzudenken? Eine Aufgabe, die allerdings eher dem Mittelstand zufällt!
Solidarität gegen die absolute Oberschicht!

Tja komisch. Vielleicht

Tja komisch. Vielleicht funktioniert die tolle Billiggeld Politik einfach nicht. Wenn ich sehe, dass die Banken quasi zum Null-Tarif eigene Kredite aufnehmen, man als einfacher Bürger aber unter 5% keinen Kredit auf dem Markt findet, wundere ich mich nicht mehr über die ständig sinkende Binnennachfrage.
Und naja, wenn man in der "Wichtigsten Volkswirtschaft Europas" seit zwanzig Jahren keine nennenswerte Reallohnerhöhungen möglich war, frage ich mich allgemein wo das Geld herrkommen soll. Aber Hauptsache jede "Großinvestition" hat sich nach spätestens fünf Jahren mit 50% Gewinn ausgezahlt.

Politik für die Wirtschaft

Tja. Wenn man jahrelang nur noch Politik für die Wirtschaft betreibt, braucht mann sich nicht wundern, wenn der Verbraucher aus Zukunftsangst nichts mehr kauft.
*
Warten sie nur, meine Damen und Herren! Demnächst zwingt uns die Regierung (neben dem Verzicht auf unsere Privatsphäre), monatlich einen bestimmten Betrag für Waren und Dienstleistungen auszugeben. Ausgenommen sind davon natürlich "sytemrelevante" Großverbraucher.

Sichere und Hohe Einkommen

Erst wenn Arbeitsplatz und Einkommen Sicherer werden wird auch wieder konsumiert. Schuld daran sind Leiharbeit und schlecht bezahlte Arbeitsplätze.

@ 17:34 von georgeR. + @ 17:00 von wenigfahrer

Zu Inflation und Lebensmittelpreise
*
Wer meint dass die Lebensmittel momentan so teuer sind weil es da mal ein paar Meldungen gab der sollte wissen dass sich in den letzten Jahrzehnten die Lebenmsittel weniger stark verteuert haben als die Gesamt-Inflationsrate!
Lebensmittelpreise schanken jedes Jahr wegen der Ernte oder anderer Faktoren.
In der nachfgenden Statistik aus NRW können Sie die Preise von 1995 bis 2012 sehen:
www.it.nrw.de/statistik/querschnittsveroeffentlichungen
/Statistik_kompakt/ausgabe1_2013/index.html
*
In der Kurve weiter unten kan man sehen dass die Lebensmittelpreise schwanken und dass sie 2001 (vor dem Euro) und 2008 besonders stark gestiegen sind. Danach sind sie aber auch wieder gesunken, besonders 2009!
Außerdem kann man auch sehen dass es den Teuro nie gab!

*
Fakt ist dass die Lebensmittelpreise als wichtiger Bestandteil der Ausgaben von Niedrigköhnern bzw. Hartz4-Empfängern weniger stark steigen als andere Preise!

Höhere Einkommen müssen

Höhere Einkommen müssen ungleich höher besteuert werden, als geringe einkommen. Denn von den geringen einkommen gibt es mehr und es wird auch mehr Konsumiert. Denn es gibt mehr Konsumenten mit Kapital. Das Problem ist also nach wie vor, das das Geld zu ungleich verteilt ist.

Also her mit der Vermögenssteuer, Zinssteuer, Spitzensteuersatz erhöhung, Reichensteuer, ...

Wo kämen wir hin...

Was wurde schon alles versucht unter dem Begriff "Ankurbelung der Wirtschaft"... Von gesetzlichen "Produktneuerungen und Vorschriften", die Verbraucher ständig zu Mehrausgaben zwingen, bis hin zu arbeits- u. sozialpolitischen Maßnahmen (von Leiharbeit bis zu priv. Vorsorgeversicherungen). Allen Unsinn kann man gar nicht aufzählen.

Und alles half nichts. Aber warum? Nun ja, dazu eine Allegorie: Wenn man zuläßt, daß Parasiten (Eliten und Systembegünstigte) die Nutzpflanzen befallen und gleichzeitig die Böden mit Beton (Lobbyismus) versiegeln, kann man noch so viel wässern, doch bei den Wurzeln der Nutzpflanzen wird nichts ankommen und sie verkümmern.

Folge die inhärenten Tragik aller kenseyanisch deformierten Horden heutiger BWLer. Die leider von gesellschaftl. Progress nicht mehr verstehen, als der Liebe Gott vom Kindermachen.

Mehr Mut für Neues! "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen." (Kurt Marti)

der statistische warenkorb.............

diesen korb hat man so hergerichtet und ausgestattet, dass die inflationsrate ja nicht zu hoch kommt. umgekehrt wo soll denn ständig der verbrauch bzw. die mehrung dessen herkommen? wenn zuviel ware da wäre, dann sinken die preise, es ist aber preislich das gegenteil der fall, weil eben die gierigen zocker und bosse nie genug bekommen, deshalb erhöht man die preise trotz deflation. volksverdummung.......

18:00 von odoaker

"...Die sogenannten 'Regeln' der 'modernen' Ökonomie beschreiben vieles, nur nicht die Realität. Denn dann müsste Ökonomie ja eine Natur- und keine Sozialwissenschaft sein."
Bei aller Zustimmung zu Ihrer Kritik an den ökonomischen Wissenschaften sollte mman trotzdem das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Es gibt durchaus eine Vielzahl von "Regeln" im Wirtschaftsgeschehen, die, angewandt und beachtet, sinnvoll sind. Zusammenhänge auf dem Markt von Angebot und Nachfrage z.B. sind durchaus logisch zu nennen. Andererseits ist es aber gerade das Problem der Ökonomie, dass sich die reale Wirtschaft (Produktion, besonders aber auch Banken und Investment) nicht an die Regeln hält, bzw. sie nicht im Auge hat. Nein, da gilt nur eine Regel, und die steht über allem: Bereichert euch! Nehmt, was ihr kriegen könnt! Dass dabei dann selbst gesetzliche Regeln über den Haufen geworfen werden, versteht sich von selbst. Und ökonomische sind nur noch Beiwerk eines ansonsten korrupten Systems.

wir haben doch eine galloppierende Inflation, halt nur nicht da,

" Eigentlich hätten die Geldflut der Europäischen Zentralbank und die niedrigen Zinsen die Inflation anheizen müssen.."
.
Falsch!
Das ist Standardlehre und gilt nur in einem geschlossenen System.
.
Wir haben aber bereits die Inflation: schauen wir auf die Börsenkurse, die Immobiliepreise. Das billige Geld sucht sich den Platz, wo es den höchsten Profit ohne Arbeit gibt. Weil bei der Vergabe des Geldes nicht darauf geachtet wird/wurde, wofür es genutzt wird, statt dessen immer mehr reingepumpt wurde, was aber bei der Bevölkerung nicht ankam, sondern auf den virtuellen Konten der Computer verblieb, konnte auch die Standardannahme, das würde die Wirtschaft ankurbeln, gar nicht stattfinden. Durch diese Geldschwemme sind Realinvestitionen unattraktiv.
.
Bremsen könnte man das nur dadurch, dass man die Gewinnbesteuerung ändert: Gewinne ohne Arbeit(splätze) und Realinvestitonen, also jeglicher Börsenhandel und bestehende Immobilien und Ländereien, sind keine Investitionen, sie sind Spekulatio

@Bernd1

"Das ist absolut falsch."
.
Selbst wenn 100% der Mietpreise in die Verbraucherpreise wandern (und das tun sie nicht mal im Ansatz), wäre das nicht mal ein Indikator zu den Immobilienindizes. Das war ein Schuss ins Blaue.
.
"Na danke, scheinbar haben Sie nicht verstanden dass diese Politik in Japan der Grund für die dortige Deflation ist."
.
Weil Japan seit Anfang des Jahres versucht aus dem Loch herauszukämpfen, haben die seit 20 Jahren sukzessive Deflation? Wieder ein Schuss ins Blaue.
.
"Was hat unsere Handelsbilanz mit den USA zu tun?"
.
Was hat das mit dem Thema zu tun? Aber seis drum: Allein ein Saldo (!) von 35 Mrd im Jahr 2012. Und nur dieses Saldo auszugleichen würde Deutschland Rezession bedeuten (zumindest beispielhaft für 2012). Gut das die Amerikaner so nett sind und unsere Misswirtschaft finanzieren.

Amerikanisierung

Hier hat wohl jemand ungeprüft einfach bei unseren amerikanischen Freunden abgeschrieben, die schon seit Jahren das Gespenst der Deflation an die Wand mahlen. Das mag vielleicht auch historisch bedingt sein (siehe die Depression), ist aber fehl am Platz. Eine leichte Deflation richtet keinen Schaden an. Deflationsspiralen, falls es sie überhaupt gibt, hat es nicht in Japan gegeben und Japan hatte ganz andere Probleme, u.a. Zombiebanken, vergeudete Infrastrukturmaßnahmen etc.
Zwei weitere Sachen sollte man sich mal verdeutlichen. In vielen Ländern der EU gab es vor der Krise Preisblasen und diese könnten durch eine leichte Deflation abgebaut werden. Warum sollte dies schädlich sein?
Eine zweite Sache ist die moderne (Unterhaltungs-)Elektronik Industrie, welche im höchsten Maße Deflationär ist (d.h. die PCs und Fernseher werden in Relation zur Leistung immer billiger) und trotzdem noch innovativ und gewinnträchtig ist. Wie passt das mit dem amerikanischem Dogma zusammen?

@Bernd1

Sie liegen falsch. 2% ist die Zielinflation, nicht die Maximalinflation.
In einer Stagflation befinden wir uns schon eine ganz Weile, dank frisierter Statistiken (Aufstocker, Umschuler, Menschen in Maßnahmen... zählen nicht als arbeitslos) fällt es nur noch nicht so auf. Es würde der Wirtschaft einen imensen Aufschwung bringen wenn z.B. H-IV auf 600€ erhöht würde, das Geld würde zum Großteil in den Konsum fließen. Wird aber nicht gemacht, dann müsste man ja auch die Arbeiter, Angestellten und Beamten nach 10 Jahren "Gürtel enger schnallen" weil "über die Verhälnisse gelebt" mal an dem Produktivitätszuwachs beteiligen. Wie soll das Vermögen der Familie Quandt da noch um 1 Milliarde / Jahr steigen? Stellen sie sich vor, die würden nur 100 Mio machen!
Ich empfehle das Blog von Heiner Flassbeck, sehr aufschlußreich!

@Izmi - 06. November 2013 um 18:22

Sie bestätigen mich im Grunde. Zumindest, was die Makroökonomie betrifft. Und nur über die habe ich geschrieben.

Indem Sie zum einen "ökonomische Regeln" gleich setzen mit "Zusammenhänge auf dem Markt". "Zusammenhänge" sind eben keine festen "Regeln" wie etwa die Newtonschen Gesetze. Selbst wenn es feste Korrelationen bei den "Zusammenhängen" gibt: Der Mensch bleibt als unsicherer Faktor.

Und Sie unterstreichen das noch, indem Sie "Regeln" auch i.S. von "Vorschriften" / "Gesetzen" verwenden, gegen die verstoßen werden kann und wird. Weil (hoffentlich) freie und denkende Menschen sie beeinflussen, ja außer Kraft setzen können, wie Sie selbst (hier leider zutreffend, wie ich finde) beschreiben. Versuchen Sie das mal mit der Bahn eines Planeten.

Und das ist eben der kleine Unterschied zwischen Natur- und Sozialwissenschaft, den insbesondere Makroökonomen beachten sollten.

Statt z.B. ihre eigenen "Regeln" mit fehlerhaften EXCEL-Tabellen und nicht berücksichtigten Daten zu "beweisen".

Wen wunderts?

Da der überwiegende Teil der Konsumenten mit immer größer werdenden Belastungen zu kämpfen hat, ist es doch wohl kaum verwunderlich das hier kein Spielraum für gesteigerten Konsum besteht. Jeder würde wohl gerne eine Waschmaschiene für 1500 € kaufen, wenn er es denn bezahlen könnte. Ergo bleibt halt nur der Spielraum nach unten. Nur ist die Untergrenze bald erreicht. Gemessen an der Zahl der Einwohner partizipiert ja nur ein kleiner Bruchteil von der Geldflut. Wie also bitte soll der Konsum gesteigert werden? Es geht nur über eine wirkliche Umverteilung des vorhandenen Vermögens. Wenn mehr finanzieller Spielraum für die breite Masse da ist, werden auch wieder entsprechende
Güter gekauft werden. Je enger der "Gürtel" für den Konsumenten geschnallt wird um so weniger Konsum wird es geben.

Märchenhaft...

"... Geldflut der EZB und Zinsen auf Rekordtief ... dezidiert Klaus-Rainer Jackisch. Und Recht hat er. Aber - wo ist das viele Geld? Ganz sicher nicht bei den Verbrauchern, jeden Monat mehr mit jeden Ausgaben-Cent rechnen müssen.

Wenn aber - angeblich - die Verbraucherpreise deflationär sinken ... wer schröpft dann die Bürger = Verbraucher??

Deshalb: Lasst uns mutig sein, kurzerhand den gefräßigen Zockerwolf killen und seinen fetten Ranzen aufschneiden, daraus die Großmutter und die Geißlein befreien und uns freuen - an einem fortan Zöckerwölfe-freien und auskömmlichen Leben für alle Geißlein und Großmütter - in auch alterspflegerischer und mitmenschlicher Geborgenheit. Und ob Rotkäppchen den maskulinen Retter oder die lesbische Therapeutin heiratet, sollten wir so oder so akzeptieren. Hauptsache, alle leben in Frieden bis zum Ende ihrer Tage.

PS: Außer der Großmutter und den Geißlein wurden im Ranzen des Zockerwolfes auch Milliarden Euros dubioser Herkunft gefunden...

@odoaker

Offensichtlich kann man nicht die einzelne Person akkurat beschreiben. Sehr wohl beschreiben kann man dagegen aber eine große Anzahl von Personen als Ensemble -- eben den Markt. Die Tatsache, dass sich einige Beschreibungen (worüber man, nebenbei, sowieso immer streiten kann) als verkehrt herausstellen, hat nichts mit einer generellen Unbeschreibbarkeit zu tun; es sind schlicht ungenügender Modelle.

Nichts anderes haben Sie im Übrigen auch in anderen (Natur-)Wissenschaften. Alle arbeiten mit Modellen. Und diese Modelle bilden dann entweder Aspekte der Realität ab, dann sind sie brauchbar, oder sie tun das nicht, dann sind sie ungenügend. Niemand würde aber wegen einem ungenügenden Modell schließen, dass die Beschreibung durch Modelle an sich sinnlos ist.

Ich hab alles was ich brauche

Gibt also keinen Grund, irgendwelchen Müll zu kaufen, den ich nicht brauche...

Und das, was mich interessiert und ich brauchen könnte, wird nicht produziert...

Das macht dann eben der kleine Handwerksbetrieb um die Ecke und nicht die Industrie...

Zu dem ganzen Problem fällt mir irgendwie spontan ein: Silvio Gsell...

19:36 von odoaker

"Sie bestätigen mich im Grunde." Jepp, tatsächlich hatte ich das auch vor - nur mit einem anderen Hintergrund. Ich gebe Ihnen Recht, was die Interpretierbarkeit wirtschaftswissenschaftlicher Regeln/Gesetze/Lehrgebäude usw. angeht. Trotzdem gibt es bei einigen wirtsch. Lehrsätzen eine innere Logik, die man nicht unterschätzen sollte. Das Ganze mit der Physik oder der Mathematik zu vergleichen, ist allerdings nicht wirklich möglich. Die Versuche der US-amerikanischen "Ökonomen" den Markt mit Hilfe statistisch-mathematischer Methoden zu bestimmen, ist voll in die Hose gegangen. Meine Argumente zielten aber auch eher auf die egoistische Eigendynamik, die den angewandten "Ökonomien" innewohnen. Und dieser Egoismus ist es, der jeden Ansatz von geregelter Wirtschaft sofort zerstört. Aber wir stimmen sicher darin überein, dass es auch für die Wirtschaft Regeln geben muss!

20:33 von TripleA

"...Niemand würde aber wegen einem ungenügenden Modell schließen, dass die Beschreibung durch Modelle an sich sinnlos ist." ...
Das Problem der heutigen Wirtschaftswissenschaften ähnelt dem der Forscher, die im ausgehenden Mittelalter erkannten, dass sich die Sonne nicht um die Erde dreht. Ein aus religiösem (und damit auch ökonomischem) Dogma heraus entstandenes, dieser neuen Ansicht entgegenstehendes Modell wurde allerdings von den tragenden Kräften der Welt favorisiert und durchgesetzt. Aus Angst, sie könnten ihre Macht und ihren Einfluss verlieren. Die heutigen Dogmen des absolut freien Unternehmertum, der freien Märkte, ja sogar die Unterordnung aller gesellschaftlichen Vorgänge unter die Ökonomie verhindern einen klaren Blick auf die wirklichen "Gesetzmäßigkeiten" menschlichen Wirtschaftens. Wie lange noch?

Da haben wir doch die Erklärung,

das Billige Geld geht nicht an den Mittelstand, der investieren möchte, schon gar nicht an die Verbaucher. Man schaue sich nur mal die Dispokredite der Banken an.
Es geht in die Spekulations-Märkte für Rohstoffe und Naturalien, wo es die Preise hochtreibt. Die Börsenkurse streben immer neue Rekordmarken an. Wir haben eine Billigeld-Spekulationsblase. Die uns das ganze Elend eingebrockt haben, verdienen prächtig. Die großen, systemrelevanten Banken der USA haben ihre Verluste längst wieder "eingespielt (-gezockt) und ihre Staatskredite zurückgezahlt. Und wenn dann wirklich eine Deflation kommt, wer zahlt die Folgen .... ? Sag' ich doch !

@ 18:43 von Nana

Sie schreiben:
"Allein ein Saldo (!) von 35 Mrd im Jahr 2012. Und nur dieses Saldo auszugleichen würde Deutschland Rezession bedeuten (zumindest beispielhaft für 2012). Gut das die Amerikaner so nett sind und unsere Misswirtschaft finanzieren."
*
Wieso muss irgend jemand dieses Saldo ausgleichen?
US-Unternehmen kaufen deutsche Produkte und bezahlen diese auch!
Im Gegensatz zu den Target-Salden der EU bzw. der Eurozone für die die EZB bürgt werden hier die Zahlungen direkt über die Zentralbanken abgewickelt!
Im Übrigen ist es wissenschaftlicher Unsinn die Handelsbilanzen zwischen zwei Staaten direkt zu werten, da die Warenflüsse ja immer in viele Richtungen fließen und sich teilweise so ausgleichen. Nur die USA kommt leider insgesamt mit ALLEN Handelspartnern in Probleme was aber nicht die Schuld Deutschlands ist sondern der Schwäche der US-Wirtschaft geschuldet!
Kein Politiker in den USA wird etwas gegen Importe aus Deutschland unternehmen weil die Waren dort gebraucht werden.

@ 19:02 von my3cents

Sie schreiben:
"In einer Stagflation befinden wir uns schon eine ganz Weile, dank frisierter Statistiken (Aufstocker, Umschuler, Menschen in Maßnahmen... zählen nicht als arbeitslos) fällt es nur noch nicht so auf. Es würde der Wirtschaft einen imensen Aufschwung bringen wenn z.B. H-IV auf 600€ erhöht würde, das Geld würde zum Großteil in den Konsum fließen."
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Das mit den frisierten Statistiken ist Unsinn denn die von Ihnen genannten "offiziell nicht genannten" gab es schon immer. 2005 waren 1,1 Mio. zusätzlich zu den 5 Mio. Arbeitslosen jetzt sind es nur noch 800.000 zu den 2,8 Mio. Arbeistlosen, also weniger als damals.
Auch das kann man nachlesen wenn man sich die Mühe macht die offiziellen und umfangreichen Monatsberichte zu lesen.
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Wenn man Hartz4 Auf 600 € erhöhen will muss man erst Steuern erhöhen damit man das Geld hat. Man entzieht damit der Wirtschaft Geld um es dann auf Umwegen teilweise wieder in die Wirtschaft zu geben?
Das bringt nichts sondern kostet nur Arbeitsplätze.

Und wieder mal ...

... ist die Ökonomie ratlos!

Dabei liegt die Erklärung auf der Hand und ist auch perfekt an der Einkommens- und Vermögensentwicklung abzusehen.

Die Geldmenge ist zwar ins gigantische angewachsen (Inflation).

Das Geld liegt aber zu 75% in ganz wenigen Händen - denen der Reichen und Superreichen.

Die Masse der Bürger hat dagegen immer weniger Geld zur Verfügung - d. h. für die Realwirtschaft (Konsum u. Investition) steht immer weniger Geld zur Verfügung (Deflation).

Das ganze billige Geld kreist im Finanzmarkt um sich selbst und generiert immer weitere Zinsansprüche, die dann aus der realen Produktivität bedient werden sollen.

Es gibt also eine Situation, die eigentlich offensichtlich ist: Eine Ausweitung der Geldmenge ins Unermessliche (Inflation), die der realen Wirtschaft durch Zinsen immer mehr Kapital entzieht (Deflation).

Durch Bankenrettung wird das nur verschlimmert - denn die Verluste waren dringend notwendig, um die Geldmenge zu reduzieren!

@Bernd1

"Wieso muss irgend jemand dieses Saldo ausgleichen?"
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Wurde schon mehrmals gesagt: Irgendwoher muss das Geld kommen, und das sind neben privater Schulden auch Staatsverschuldung. Die Devisen außerhalb des Landes liegen wie ein Stein im Magen, wenn man Zinsen tilgen muss. Zwar besitzen die USA über theoretisch unendlich liquide Mittel, aber es geht hierbei um die Währung selbst, als um den Staatsbankrott. Dieses Spiel kann man nicht beliebig weiter spielen. Über die Grenze könnte man sich jedoch trefflich streiten.
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Gefordert haben das schon viele Politiker inklusive Obama selbst. Gnade uns Gott sollten sie dagegen effektiv vorgehen. Sie liegen ja beim Saldo bei uns auf Platz 2. Aber vielleicht haben wir Glück und wir können den Chinesen dazu bringen für uns Schulden zu machen.

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