Kommentare

Absturz des Goldpreises trifft nicht nur die Schweiz

Dieser eigentlich vorhersehbare Absturz des Goldpreises wird viele Anleger treffen die in den steigenden Goldpreis noch Gold gekauft haben. Das wurde ja auch hier diskutiert als ein user meinte der Goldpreis würde die Inflation der Währungen zeigen und noch bei einem Preis von über 1.900 Dollar pro Unze Gold zum Kauf enpfohlen hat. Wer damals noch gekauft hat dürfte das jetzt sehr bedauern.
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Es war zu erwarten dass bei abflauen der Finanzkrise der viel zu schnell gestiegene Goldpreis wieder fallen würde.
Von 2008 bis 2011 ist der Preis von knapp 800 Dollar auf über 1.900 Dollar gestiegen. Seit diesem Höhepunkt ging es jetzt wieder auf aktuell etwa 1.240 Dollar runter.
Wer sich die steigende Erholung der Weltwirtschaft anschaut sollte wohl eher damit rechnen dass es mit dem Goldpreis noch weiter abwärts geht, denn Gold ist eine Krisenwährung.
Ohne Krise kein hoher Goldpreis!
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Es gibt sichere Analgemöglichkeiten

Gold gehört da nicht dazu. Durch diverse Verlautbarungen von Großbanken und Investoren wird klar, dass die Krise nochmal an Fahrt aufnehmen soll bevor die Blasen platzen. Schulden und Indizes auf den Investmentmärkten explodieren. Solange das anhält braucht es kein Gold. Die Frage ist also (und das wird keiner beantworten können) wann und wie - und ganz sicher nicht das ob.

Der Verlust entsteht erst wenn dass Gold verkauft wird..

ansonsten ist es doch nur ein Buchverlust.
Ausserdem wissen wir nicht seit wie langer Zeit diese Goldbarren im besitz sind.
Wenn man den Goldkurs sieht,dann ist der Gewinn immer noch beträchlich.Meiner Meinung nach wird der Goldpreis erst wieder steigen wenn der Euro wackelt,dass könnte bald der Fall sein ,wenn die Zahlen aus den europäischen Ländern vorliegen.
Es wird zuviel schön geredet, um Zeit zu gewinnen.
Jeder Tag an dem die Sparer null Zinsen bekommen ist ein guter Tag für die Eurofanatiker und die Inflation hilft auch,leider nicht uns.
Der Goldpreis müsste doppelt so hoch sein wie jetzt.

Weiter fallen

Interessant an der Goldpreisentwicklung ist, dass es sich eher um einen konstanten Verlust handelt und nicht um eine geplatzte Blase. Die "übernacht Verluste" waren nie wirklich dramatisch. Eine rasche Umkehr zu alten Rekordwerten würde ich von daher ausschließen. Wahrscheinlicher ist eher ein weiterer Verlust. Einzig ein starker Einbruch an den Börsen könnte wieder viele in Absehbare Zeit zum Gold zurück treiben.

Danke "Schaunwamal"!

Genau das: der Verlust entsteht erst dann, wenn man Besitztümer zu dem dann marktüblichen Preis in Geld umwandelt - jetzt ist es höchsten bilanztechnisch.
Die Überschrift klingt aber so, als wenn die schlecht gewirtschaftet hätten. Insofern würde ich mir etwas mehr Klarheit wünschen, dass es derzeit nur um fiktive Werte geht.

Verluste?

Wieso Verluste?
Hat denn die Nationalbank das Gold verkauft? Zu welchem Preis wurde das Gold eingekauft? Ein Verlust steht wirklich nur als Verlust da, wenn der VERKAUF getätigt wurde und dies zum Einkauf verglichen wird.

Vom Maximum des Goldpreises auszugehen um dies dann als Verluste zu deklarieren, ist schlicht falsch.
Oder rechnen die Tulpenkäufer auch direkt einen Verlust in den Büchern, wenn sie die Preise mit denen von 1630 vergleichen.

tagesschau, also mal Butter bei die Fische! Recherchiert besser!

Für eine Bank ist es

Für eine Bank ist es vielleicht gar nicht mal so schlecht, da sie das Gold noch besitzen und nicht gezwungen sind zu verkaufen. Ich kenne mich mit dem Steuergesetz nicht aus, könnte mir aber vorstellen, dass bei Verlustjahren eine Steuerminderung für ein paar Jahre eintritt. Dafür werden die nächsten Jahre profitabler. Andererseits weiss ich nicht, wie die Nationalbank organisatorisch aufgeteilt ist und ob überhaupt Steuern gezahlt werden müssen.

ein Anachronismus

ein Anachronismus

So so

Was eigentlich noch gefehlt hat, war der Hinweis, dass die Goldgewinnung so furchtbar umweltschaedlich ist, um die Leute zum Verkauf ihrer Goldbestaende zu bewegen.
Gold wird immer etwas wert sein. Da bin ich mir beim Euro nicht ganz so sicher.

Goldbestände

@Residue:
Die Schweizer Nationalbank ist eine AG. Es wird maximal eine Dividende von 6% gezahlt, alles was darüber geht, geht an den Staat. (Die Dividende geht aber auch bis zu den 6% an den Staat, da dieser Hauptaktionär ist)

@Parcifal999:
Zum einen wurden die Barren vor dem Transport eingeschmolzen und neu gegossen. Deshalb ist es auch nur logisch das diese alle ein 2013er Stempel tragen zum anderen würde der Goldpreis massiv steigen wenn die Tresore wirklich leer wären.

@Shasta

Nein, Gold wird nicht immer etwas wert sein. Warum auch, der praktische nutzen ist gleich null? Man kann es nicht essen, keine Werkzeuge oder Waffen daraus bauen etc. Ich bin mir nicht sicher, ob im Falle einer echten Krise jemand sein letztes Brot, Saatgut oder sogar Ackerland gegen Ihr Gold tauschen wird. Ich würds nicht machen, ganz sicher nicht. Der Wert von Gold ist rein virtuell in Wirklichkeit BRAUCHT das kein Mensch.

Tja, so ist es nun mal mit Gold.

Man kann verlieren und gewinnen.
Ich bin weder auf den Goldrausch hereingefallen, noch werde ich mir Aktien zulegen. Bei Letzteren ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die Börse wieder abstürzt.

@ 14:53 von Parcifal999

Sie schreiben:
"Schauen wir uns doch einmal die jüngsten Tatsachen zu Gold an.
Am 22.12. wurde die erste Tranche des Bundesbankgoldes aus New York zurück transferiert. Das waren 30 Tonnen, also etwa ein Promille des deutschen Goldes. .....
- Wenn aber noch nicht einmal ein Promille zurück erstattet werden kann,was ist dann mit dem Rest des deutschen Goldes ?
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Abgesehen davon dass 30 Tonnen etwa 1% und nicht ein Promille der 3.400 Tonnen Gold im Besitz der Bundesbank ist spielt es überhaupt keine Rolle ob diese Menge Gold in Frankfurt, Paris oder New York liegt:
www.dw.de/das-gold-der-bundesbank/a-16632675
Es gehört der Bundesbank und der Zeitpunkt des Transfers dieses Goldes von den USA nach Deutschland hat GAR NICHTS mit dem aktuellen Goldpreis zu tun!
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Zu den IWF-Studien:
Da kam schon vieles was anschießend wieder im Papierkorb gelandet ist!
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Dass die Aktien-Kurse nie direkt die Entwicklung der Wirtschaft wiedergeben weiß jeder der sich damit befasst.
Die Weltwirtschaft wächst!

@ 17:07 von Freiheitsstatue

Sie schreiben:
"Wenn der Markt gesättigt ist ...fällt der Goldpreis, wenn der Markt "leer" ist dann steigt der Preis genau wie bei jeder anderen Ware."
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Das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Der Goldpreis ist neben dem normalen Angebots- und Nachfragezyklus vor allem von der weltweisten Finanz- und Wirtschaftslage bestimmt.
Denn Gold gilt auch als Krisenausweichwährung.
Nach dem großen Finanz-Crash im Jahr 2008 stieg der Goldpresi von etwa 800 Dollar auf über 1.900 Dollar im Jahr 2011.
Danach hat sich die Lage beruhigt und jetzt sinkt mit steigender Weltwirtschaftslage der Goldpreis wieder nach unten.
Für die Herstellung vom Schmuck etc. war der Goldpreis inzwischen sowieso viel zu hoch!
Der Goldpreis hängt also ganz wesentlich von der reinen Stimmungslage der Weltwirtschaft ab und ist somit rein mathematisch schwer nachzuvollziehen!

@ 17:07 von Freiheitsstatue

Sie schreiben:
"Wir, die BRd haben Gold deponiert in den USa. Erstaunlicherweise darf - niemand, - auch nicht die Kanzlerin oder Bundespräsident "nachschauen", ob unser Gold überhaupt noch "da" ist. Ich denke, die US-Regierung hat es auf den Goldmarkt geworfen um damit den Goldpreis zu senken....koscher ?"
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Das ist allerdings so nicht richtig.
Deutschland hat Teile des deutschen Goldbestandes in New Yor, Paris und London gelagert.
Siehe:
www.dw.de/das-gold-der-bundesbank/a-16632675
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Die Verantwortlichen Bundesbank haben das Recht diese Goldlagerungen zu kontrollieren!
Und der erste Teil von etwa 30 Tonnen ist ja auch schon aus New York nach Deutschland zurück transferiert worden!

Gold immer Gradmesser von Inflation uns Sicherheit..

Liebe Foristen, hier einmal Zahlen vom 14.1.1972 aus einer Bank-Verkaufsliste:

1 KG Gold - Preis DM 5439,00
1 Krügerrand 31,1 grs. - Preis DM 196,-
Umrechnungskurs: 1,9583 Euro
Also, komme keiner und behaupte es gäbe keine Zinsen oder Wertsteigerungen bei diesem Edelmetall. Man könnte auch sagen, dass es die Inflation antizipert.
Wer die Prozentrechnung liebt, kann gerne nachrechnen.

So, so, Gold hat nur

So, so, Gold hat nur Buchwert. Da kann ich mir auch einen Zettel mit der Aufschrift 1Kg Gold in den Tresor legen.

Aktien habe auch nur Buchwert wenn man sie nicht verkauft. Wer eine T-Aktie im März 2000 für 103 € gekauft hat, die Heute 12 € kostet, der hat auch kein Verlust wenn er sie nie oder in 150 Jahren verkauft. Ist ja nur ein Buchwert.

Und wenn jemand 500 Aktien für den "Buchwert" von 51500 € gekauft hat, hat jetzt einen "Buchwert" von 6000 €. Nur schlecht wenn er das Geld jetzt braucht. Zb. für die zusätzliche Rente

Derivate

Eine sehr interessante Diskussion hier. Man sollte wohl noch anmerken, dass der Goldpreis überhaupt nicht von dem rein existenten Gold abhängt sondern von dem Handel mit Derivaten... Ansonsten würde er steigen weil die Nachfrage speziell aus Indien und China steigt extrem. Soweit ich mich erinnern mag wurde in einem Artikel vor kurzem ganz am Rande erwähnt, dass in Amerika im Oktober (11.10.13) die CME für 10 Sekunden angehalten werden musste, weil jemand fast 2 Millionen Unzen Gold im Wert van ca 2,5 Milliarden Dollar verkauft hat, was wiederum fast 2,5 % der jährlichen Goldproduktion sind. Das war sicher keine Privatperson. Meiner Meinung nach muss der Goldpreis ganz klar manipuliert sein, weil er ein Krisenbarometer ist und somit jetzt im Moment das falsche Signal senden würde wenn er hoch wäre. Achso und früher oder später wird er, selbst wenn man für 1900 Dollar die Unze gekauft hat, wieder dieses Niveau erreichen.
@klippsi: Gold ist schon seit mehreren 1000 Jahren wertbeständig.

@ 19:36 von Parcifal999

Sie verwechseln das Gold welches bei der Bundesbank bzw. den Notenbanken dieser Welt als Sicherheitsrücklage dient mit den Werten die an Börsen gehandlet werden.
Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge die Sie vielleicht nicht verstehen.
Auch die US-Notenbank, bei der Gold der deutschen Bundesbank gelagert ist, handelt damit nicht am Markt!
Die von Ihnen genannten Leerverkäufe werden nicht von Notenbanken getätigt!
Die Privatbanken die am Markt Leererverkäufe tätigen haben keinen Zugriff auf diese Goldbestände!
Bleiben Sie bitte bei der Realität!

Goldige Zeiten

Diese Banken werden ihr Gold wohl kaum aus den letzten 2 Jahren haben. Sollte das Gold aus den frühen 70ern stammen, hat sich der Wert um das 15fache erhöht, trotz des Absturzes. Nicht schlecht oder ? Vom Sparbuch, Riester, Rürup und Lebensversicherungen möchte ich jetzt besser nicht reden.

@JEH

Verlust entsteht nicht erst beim Verkauf. Hier handelt es sich um einen Bilanzverlust, der am augenblicklichen Wert gemessen wird.

Ein Beispiel: Jemand passt nicht auf und setzen den Wagen gegen die Mauer. Dann ist sein Vermögen in diesem Moment geschrumpft, auch wenn er den Wagen mit der Schramme weiter benutzt.

Noch ein Beispiel: Jemand hat Telekom-Aktien zu einem Kurs von über 100 € gekauft und hat sie immer noch im Depot.

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