Ihre Meinung zu: Interview zu künstlicher Intelligenz: "Sind längst versklavt"

29. Januar 2014 - 12:33 Uhr

Künstliche Intelligenz verändert das Leben der Menschen. Nicht umsonst hat Google jetzt die Firma DeepMind gekauft. Wissenschaftler Rolf Pfeifer erklärt im Interview mit tagesschau.de, wie Roboter denken und warum wir von manchen Geräten längst abhängig sind.

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Kommentare

es kommt alles so wie es kommen muß

denn es kann gar nicht anders kommen.

Zitat aus Matrix: "Wir bildeten uns ein, daß die Maschinen nicht ohne uns leben könnten. Dabei sind wir es doch seit ewigen Zeiten, die ohne die Maschinen nicht leben können!"

Zeitgenossen

Wenn ich mir manche meiner Zeitgenossen anschaue, dann freue ich mich geradezu auf die neuen Roboter: Besser künstliche, als verborgene terrestrische Intelligenz.

Gleichzeitig beantrage ich für tagesschau.de einen Lektorroboter, der flexibel genug ist, sich nicht immer an den gleichen Grammatik- und Rechtschreibfehlern festzuhalten. Wie, das gibt es schon? Duden-Rechtschreibprüfung?
Ok, der Roboter ist immer noch davon abhängig, dass ein Mensch ihn einschaltet. Wie beruhigend. ;-)

Abhängig von Elektronik

Wir sind zum Teil selbst schuld an unserer Abhängigkeit. Zu selbstverständlich begrüßen, ja bejubeln, wir jedes neue "Helferlein" : Smartphones sind voller (oft sinnloser) Apps, Autos voller "Assistenten" (die oft ein recht eigenständiges Leben führen). Wer kann heute noch Straßenkarten lesen?
All dies wird einem zwar förmlich aufgedrängt, aber von vielen sehr gerne in Anspruch genommen.
Die Gruppe "Emerson, Lake & Palmer" hat darüber schon im Jahre 1973 (!) einen Song gemacht - darin fragt der Computer "I´m perfect! Are you?"
Ein bisschen mehr Stolz als "Mensch mit eigenem Gehirn" täte uns gut.
Und immer daran denken: jedes nicht genutzte Organ verkümmert: ein gebrochenes Bein, ein unbenutzter Kopf...
Aber man kann das ändern - und mit dem wiedererlangten Selbstbewusstsein all die Helferlein dorthin zurückdrängen, wo sie hingehören: in die eine oder andere Nische!

Interessantes Interview

und spannendes Thema. Es waere schoen, wenn wir oefters mit solchen Themen konfrontiert werden, etwa der Notwendigkeit der totalen Genomentschluesselung und gesellschaftlichen und ethischen Konsequenzen.

Reißerisch und größenwahnsinnig

Da weiß man nicht was schlimmer ist, der reißerische Journalist oder der verrückte Professor..

Ich würde mich jedenfalls nicht in eines seiner Autos setzen und ich habe eine andere Vorstellung vom Versklavtsein.

automatisierung

ich hoffe das der menschliche und gesellschaftliche "geist" mit der zunehmenden automatisierung schritt halten wird!

bisher hat die gesellschaft da doch komplett versagt!

die industrielle automatisierung hat lediglich dazu geführt, das immer weniger menschen immer noch mehr geld anhäufen, während immer mehr menschen immer mehr finanziell verarmen.

die private automatisierung (computer, mediennutzung, social media et.c.) hat zur vereinsamung der menschen und zu deren verrohung / vertierung geführt (zunehmende kriminalität, drogenmissbrauch, brutalität), was ja durchaus (noch) im sinne der mächtigen ist!

ich hoffe das man sich diesen wirklichen problemen annimmt, und nicht nur der forschung zur weiteren automatisierung.

nur wenn man die menschen auch dazu befähigt sozial mit dieser entwicklung (stichwort: was machen wir mit immer mehr freien zeit) schritt zu halten, wird die zukunft lebenswert bleiben.

und zwar lebenswert für alle, nicht nur für ein paar selbsternannte "eliten"

Merkwürdig

Wir glauben tatsächlich, dass Maschinen inder Lage sein werden komplexe menschliche Verhaltenweisen verstehen zu können?
Das schaffen wir Menschen ja selbst nicht immer!
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Es ist das eine einen Roboter ein Auto nach bestimmten Regeln fahren zu lassen - aber etwas völlig anderes mit ihm aktiv zu interagieren.
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Letztlich passt sich eine Maschine nur in den seltensten Fällen den Menschen an. Oftmals passt sich der Mensch einer Maschine an - das geht schneller und ist effektiver.
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Jeder Roboter müßte sehr komplexe Abläufe lernen und das unterschiedlichen Kontexten, damit er das versteht, was Menschen wann tun und warum sie es tun.
Ein Mensch braucht dazu viele Jahre und jede Situation in einem andere Kontext kann anders sein.
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Roboter mögen für einfache klar definierte Aufgaben sinnvoll sein - mehr aber auch nicht.

versklavende moderne

letztlich das selbe wie immer in der modernen massengeselschaaft
jeder einzelne kann für sich alleine ausbrechen.
aber nicht alle, dafür reichen die "ausstiegs"-resourcen nicht, weil der "benefit" halt nicht substituierbar ist.
genau wie jeder nach oben kommen kann,aber nicht alle
wie sagte die krähe als sie "aufräumen" lernte:?
"das ist kein großer haufen, das ist perfeckt geordnet und ich kann alles finden weil ich alles genzt nach oben gelegt habe"

Intelligente Roboter?

Der groß Unterschied zwischen dem, was wir Intelligenz nennen zwischen maschineller und menschlicher Intelligenz ist nicht die gerechnete Leistung. Da ist uns jeder Taschenrechner überlegen. Was uns Menschen über den klügsten Roboter erhebt, ist der Faktor Mensch. Menschen sind ehrgeizig, Roboter nicht. in Beispiel: Das Schachprogramm. Wir können es in verchiedenen Schwierigkeitsgraden einstellen. Stellen wir es leicht ein, gewinnt auch ein mäßiger Spieler alle Spiele. Kein Mensch würde gegen eine schwachen Spieler absichtlich schlecht spielen. Dem Computer macht es nichts aus, alle Spiele zu verlieren. Und ein Computer ist nur so wissend, wie es ihm der Programmierer eingegeben hat. Computer können Wissen ansammeln. Computer können lernen, dass, wenn es kalt ist, die Heizung angestellt werden muß. Aber es muss ihnen gesagt werden, weil sie nicht frieren können. Wir Menschen können vor uns hinwerkeln, können aber auch Höchstleistung bringen. Fortsetzung folgt

"uns auf die Dinge konzentrieren, die uns Spaß machen"

"Denn unser Benefit ist subjektiv gesehen höher als der Schaden, den wir hätten"
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So wird die Abhängigkeit, die wir längst von der Technik haben, uns schmackhaft gemacht.
Wichtig hierbei das Wort "subjektiv".
Je nach Alter fällt uns dabei viel Schönes ein: tolle Computerspiele, Internet, Werkzeuge, Roboter, Hörhilfen und andere Medizintechnik.
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Schon in den 70ern haben Futurologen feuchte Augen bekommen ob der zukünftigen Möglichkeiten.
Aber objektiv scheint es anders gekommen zu sein, denn der Planet ist weder sicherer noch gesünder geworden.
Von echtem Fortschritt, der um des Menschen willen gemacht wird, kaum eine Spur. Medizintechnik muß genauso teuer bezahlt werden wie Altenpflege. An den Zähnen lasst sich heute sozialer Stand und Herkunftsland ablesen.
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Computer und Roboter haben Millionen von Arbeitskräften ersetzt.
Die höhere Produktivität ist nicht etwa mit mehr Freizeit verbunden, sondern mit mehr Überstunden, mehr Stress und mit Millionen Arbeitslosen anderswo.

Selten so ein blödes Zitat gelesen!

„Wir können nicht mehr entscheiden, ob wir unsere Computer bedienen wollen oder nicht.“
Vielleicht sollte man es mal umgedreht sehen, dass Uns die Industrie dahingehend gezwungen hat, alles auf den PC zu übertragen!
Bequemlichkeit, Schnelligkeit und erweiterte Möglichkeiten machen den PC zu einem guten Hilfsmittel, aber ohne fehlende Intelligenz führt man am PC auch nur das aus was man kann und die Grundlage dafür ist immer noch Analog, wie die Umwelt analog ist in der Wir leben.
LG Coolchen

Skynet

Wahnsinn wie sich das alles doch aufeinmal kurzfristig entwickeln könnte...

Die Menschen werden damit immer abhängiger..

...von Technologie, soziale Isolation weniger Arbeitsplätze sind die Folge, sieht man ja heute schon, z.B. wird bei VW nur noch zu 50% ca. händisch ein Auto gefertigt bei Renault sollen es angeblich sogar 80% sein.

Ein schlauer Mann hat einmal geäußert:

"Ein Roboter zahlt keine Sozialversicherungsbeiträge".

Kein Zweifel - unsere Welt verändert sich gravierend

Natürlich wird es "neue" Wesen geben, die wir erschaffen haben, und die sich dann selbst weiterentwickeln. Wir sind gerade dabei, zu Schöpfern intelligenter neuer Wesen zu werden. Was ist in dem Artikel ausgeklammert wurde ist die Frage, ob diese Wesen dann auch ein eigenen Bewusstsein entwickeln werden. Ich bin davon überzeugt, dass das so sein wird. Bewusstsein ist sozusagen ein Nebeneffekt, den selbstständig denkende Wesen haben - egal, auf welchem materiellen Substrat (biologisch oder sonstwie) dieses Denken aufbaut.

Fazit: Unsere Welt ändert sich immer schneller, die bisher utopischen Vorstellungen werden in immer kürzerer Zeit Wirklichkeit. Was offensichtlich etwas länger braucht als bisher gedacht sind die schnelleren und komfortableren Reisen durch den uns umgebenden Weltraum. Aber auch in dem Bereich warten noch einige Erkenntnisse z.B. über die Natur der Gravitation und der Zeit. Und wer davor Angst hat oder diese Entwicklung eigentlich gar nicht möchte, hat verloren.

Interessant.

Ja - ich bin sehr gespannt, wohin die Entwicklung gehen wird. Neben der rein technischen Komponente werden die Hersteller aber einiges an Überzeugungsarbeit investieren müssen. Mir selbst, obwohl ich mich nicht gerade als Technikmuffel sehen würde, machen diese Geräte, je "menschlicher" sie werden, um so mehr Angst.
Je mehr ein technisches Gerät menschliche Züge oder "Denkweisen" oder auch nur so erscheinende "Verhaltensweisen" zeigt, desto mehr neige ich dazu, diese technischen Errungenschaften abzulehnen, trotz des Wissens, dass in der Regel ausgefeilte Technik weniger Fehler macht als der Mensch. Aber gerade das macht doch den Menschen und das Leben aus.
Ich habe zugegebenermaßen einiges an Angst vor einer all zu technisierten Welt in mir, die keinen Raum für Menschlichkeit und menschliche Schwächen mehr lässt. Und die Grenze ist nach meinem Empfinden schon sehr bald erreicht...

Kommt es so, wie es kommen muss?

Unser Mitforist marciaroni bejaht diese Frage und ich schließe mich ihm an. Im Grunde eine Binsensweisheit: Es kommt alles genau so, wie es kommen muss - und anders kann es nicht kommen. Das im Bewusstsein zu halten ist ziemlich weise, denn damit ist auch sonnenklar, dass ein "Nein" zu dem, was jetzt ist und was geschieht, eine geradezu absurde, ja m.E. sogar krankhafte Einstellung ist.

Und weiter: Ja, es wird alles gemacht werden, was gemacht werden kann. Worauf wir dabei achten sollten sind die Motive, aus denen heraus wir handeln. Das ist m.E. der entscheidende Punkt: Die Motive entscheiden darüber, ob etwas zum Wohl oder zum Übel gereicht.

Computer und Millenium

Als in den 60-er Jahren die Computer die Büros füllten, hatten sie einen Hauptspeicher von 32 - 256 Kilobytes. Das waren IBM /360 30 + 40. Wegen des extrem kleinen Speicherplatzes wurden die Jahreszahl 2-stellig eingegeben. Damals wie heute hatten Manager das Sagen und wir Programmierer (heute Informatiker) das Sachwissen. 2-stellige Jahreszahlen wurden angeordnet mit der Begründung ein Datum vor heute ist 18 oder 19xx, und ein Datum nach heute ist 19 oder 20xx. Dann geschah es, dass die Programme milleniumtauglich gemacht wurden. Das dauerte Jahre. Der größte Fehler, der veröffentlicht wurde, geschah in einer Pharma-Fabrik. Das Programm, das das Verfall-Datum errechnete war mileniumfähig und ermittelte Datümser ab 01.01.2000. Das Programm, das bei der Auslieferung das Verfalldatum kontrollierte, konnte das nicht und stellte somit fest, dass das Verfassdatum ab 1.1.1900 das Medikament in den Abfall schob. Kein Manger, kein Programmierer merkte das, sondern ein Lagerarbeiter.

Intelligenz oder gar ein Intellekt

Was genau soll es darstellen? Künstliche Intelligenz oder gar einen Intellekt? Intelligenz haben die Maschinen derzeit schon längst. Sie befolgen aber meistens lediglich einer menschenartigen Logik, was als ein Algorithmus bekannt ist. Eine Maschine mit einem Intellekt zu erschaffen ist dagegen viel schwieriger und genial zugleich. Denn sie könnte an bestehenden ungelösten Problemen kooperativ mit dem Menschen zusammenarbeiten. Der Grund, warum es noch nicht gibt, liege darin, dass der Mensch die Koexistenz dessen noch nicht eingehen will. Der Schlüsselalgorithmus muss im Chaos eine Ordnung suchen. Genau dies kann erst zum Erfolg führen. Oder weiß jeder was er/sie als nächstes denken wird?! Die Philosophie könnte den Entscheidenden Beitrag leisten!

die frage ist eher ob der

die frage ist eher ob der mensch der maschine dient oder die maschine dem menschen.
hat der mensch das letzte wort mag das ganze ja noch funktionieren. schreibt die maschine aber alles vor, sind die menschen nicht mehr als sklaven. BORG lassen grüsen.
die forscher haben ja edle ziele; dem menschen das leben erleichter. aber leider nutzen findige "verbrecher" das ganze um menschen zuersetzen und die übrigen so unter druck zu setzen. das muss mann auch erkennen. hier sind eindeutige ethische und menschliche regeln notwendig.
wird eine KI zum schaden der menschen genutzt(zb börsenspekulation) = VERBOTEN!!
wird eine KI aber zum wohl der menschen genutzt(zb altenpflege, sicherheit,kommunikation,...) = ERLAUBT!!
nur die zeit entscheidet was gut oder schlecht ist

Cool!

Cool!

Mein Auto fährt auch mit 2 Promille.
Wenn ich selbst betrunken nicht fahren darf, fährt mein Auto selbständig - Hauptsache ich bin auf dem Beifahrersitz, damit der Gendarm nichts falsches denkt :)

Mensch und Maschine

Menschen gibt es seit rund 200.000 Jahren. Wie lange gibt es Maschinen? Wenn wir ganz großzügig rechnen, gibt es seit 12.000 Jahren die ersten Maschinen, wenn wir den Wurfspeer schon als Maschine zählen. Die Wasserschraube und die Töpferscheibe sind 2.500 und 6.000 Jahre alt.

Helferlein zurück in die Nische?

Nein, auf keinen Fall. Oder wollen wir unsere Wäsche wieder mit der Hand waschen, die Mobilität abschaffen, wieder Felle statt Kleidung tragen? Nein, ich finde, wir sollten froh sein über all die Helferlein. Und ich freue mich schon auf die von uns kreierten und geschaffenen Wesen, mit denen wir uns intelligent unterhalten können, mit denen wir in Beziehung stehen können. Das wird uns bereichern - in jeder Hinsicht.

Gut umgesetzt werden diese Fragen in der hervorragenden TV-Serie "Real Humans" - läuft übrigens gerade im Fernehen.

MrEnigma: Kontext

Wenn eine KI ein neuronales Netzwerk abbildet und mit Mustererkennung lernt und dabei ähnliche Methoden nutzt, wird es genauso in der Lage sein, kontextsensitive Situationen zu meisten und ja, es wird auch lange brauchen, das alles zu lernen.

Das Wort "versklavt..."

...ist hier eigentlich irreführend, wenn man es so benutzt, wie Prof. Pfeifer es tut. Gemeint ist Abhängigkeit, aber das ist etwas anderes.
Ein Sklave ist jemand, über den ein anderer Mensch zu seinem eigenen Nutzen oder Vergnügen uneingeschränkt verfügt.
Insofern sind die Maschinen (nicht in "Matrix", aber in unserer heutigen Realität) gleichsam unsere "Sklaven" und nicht umgekehrt. Allerdings sind wir von diesen "Sklaven" abhängig, ohne sie kommen wir nicht mehr zurecht.
Allerdings konnte auch z.B. ein alter Römer durchaus von seinen Sklaven abhängig und ohne sie aufgeschmissen sein.

Mensch und Maschine

Wir Menschen sind ohne Maschinen entstanden, aber keine Maschine ist ihne uns entstanden.

@ T.Wulf - 12:15

Ihr Beitrag erinnert mich an die Leute, die genau dies bei der Erfindung der Eisenbahn gesagt haben - übrigens fast wortwörtlich.

"Sind längst versklavt"

das zitat ist falsch. wir versklaven uns selbst! jeders sollte mal vor allem sein smartphonekonsum kritisch beäugen. oder einfach mal darauf achten, wie andere menschen damit umgehen.
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ich würde sagen, in den städten gehen nur noch handy-zombies auf und ab.
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dass man als mensch von maschinen versklavt wird, halte ich für quatsch. er versklavt sich selbst.

Zitat aus Top Gear: "Autos

Zitat aus Top Gear: "Autos die sich selber lenken wurden schon längst erfunden. Sie heißen Taxi."

Die Menschen werden zur Faulheit erzogen, denn dass Bequemlichkeit erstrebenswert ist macht uns die Industrie seit Jahrzehnten weis. Man bekommt heute doch kein Auto mehr ohne einen "beep-beep-Funkschlüssel" und Einparksensoren sind sogar NOTWENDIG, da die Designer es für nötig halten die Heckfenster immer höher und flacher zu machen, damit man auf keinen Fall die Motorhaube des Autos hinten sehen kann.

Q1: Es wird gemacht, was gemacht werden kann

Wenn Sie Recht haben, dann werden genmodifizierten Menschen Realität, Kriegsroboter werden Schlachten austragen und die Think-Tanks der Zukunft werden Geopolitik mit riesigen künstlichen neuronalen Netzwerken berechnen lassen und Führungen von Unternehmen oder Staaten könnten künstliche Realitäten sein.
Einzelne werden weiterhin auf Kosten der Mehrheit leben und Spionage wird durch implantierte Chips bis in den intimsten Winkel getragen.
Es wird eben gemacht, was gemacht werden kann. Viel Spaß, in der Zukunft.

Senfgeber

wird eine KI zum schaden der menschen genutzt(zb börsenspekulation) = VERBOTEN!!
wird eine KI aber zum wohl der menschen genutzt(zb altenpflege, sicherheit, kommunikation, ...) = ERLAUBT!!

Sehen Sie und schon da wird es scheitern. Solange es Börsen gibt, wird jeder eine Methode entwickeln, sich daran mehr zu bereichern als andere, ob verboten oder nicht.
Bei Sicherheit ist es erlaubt? Sehen Sie, die eine Gruppe definiert Sicherheit anders als andere. Der Staat will sicher vor seinem Volk sein, das Volk sicher vor dem Staat, die USA sicher vor Ausländern, die Ausländer sicher vor den USA. Was soll verboten sein und was erlaubt? Verfolgen Sie mal die aktuelle NSA-Spionage.
Wer am meisten Ressourcen sammelt, wird am meisten solche Technologien einsetzen, gestern, heute und in Zukunft, solange Menschen existieren.

Haben Roboter ein begrenztes Verständnis?

Unser Mitstreiter MrEnigma meint, dass Roboter nur für einfache klar definierte Aufgaben sinnvoll einsetzbar seien, für mehr nicht. Das gilt gerade noch für die Gegenwart - aber schon in wenigen Jahrzehnten werden die Fähigkeiten der von uns geschaffenen künstlichen neuen Wesenheiten die Fähigkeiten unseres eigenen Gehirns um ein mehrfaches übertreffen - einschl. Bewusstsein und komplexe Denkfähigkeiten. Das ist keine Frage mehr, das ist so. Dadurch wird sich die Welt schon in ein paar Jahren vollkommen verändern.

Die offene Frage ist, ob die Evolution für uns dann überhaupt noch einen Sinn sieht. Ich vermute einmal: eher nicht. Hoimar von Ditfurth sagte kurz vor seinem Tod: Wir sind Wesen des Übergangs. Recht hat er, und wir sollten uns nicht anmaßen, die Krone der Schöpfung zu sein. Mehr Demut und Ehrfurcht würde uns allen ziemlich gut tun finde ich.

@Peter Langner

"Helferlein dorthin zurückdrängen, wo sie hingehören: in die eine oder andere Nische!"
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Der Meinung bin ich ganz und gar nicht. Dies ist eine der Meinungen, die Fortschritt stets kategorisch als schlecht bezeichnen. Verständlich ist diese allerdings, denn wir Menschen sind nunmal Gewohnheitstiere und nichts flößt uns mehr Angst ein, als Veränderung und Fortschritt.
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Eines ist jedoch klar, mit der Zeit ist die Menge dessen, was wir Menschen lernen und verstehen müssen stark gestiegen, da braucht man nur die Lehrer einmal zu fragen.
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Es ist daher folglich nur logisch, dass auch in Zukunft Fortschritte in der Technologie und anderen Bereichen uns zum weiteren Lernen zwingen werden.
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Anstatt also an der Vergangenheit festzuhalten und aus Prinzip Zeit zu verschwenden Stadtpläne grundsätzlich noch auf Papier zu lesen oder Feuer noch händisch zu machen, kann man sich auch auf den Fortschritt einlassen und wirklich wichtige Dinge erledigen. ;-)

@ JokeSchuette um 12:30

den von ihnen beschriebene ergeitz würde ich so als unterscheidungskriterium nicht stehen lassen
eher sozialverhalten um des sozialverhalten willen.
denn genau das ist was ihren schachspieler antribt, er will seine überlegenheit auf teufel komm raus beweisen, auch wenn seine freunde irgendwann nicht mehr mit ihm spielen, aus letzterem grund "verlieren" menschen nähmlich von zeit zu zeit absichtlich, manchmal sogar ständig und systhematisch, wenn sie anderen etwas beibringen wollen, denn einfach fakten lernen wie ein computer können menschen, und andere tiere, nicht, erst durch ein erfolgserlebnis wird das belohnungszentrum aktiviert und die geschaltete neuronale kette wird "abgespeichert"
um beim vergleich zu bleiben lernt der mensch indem er neue programme einbaut, nicht daten, zur kompilierung benötigt er erfolg.
und diesen verschaft ihm der lehrende.

Dient der Mensch der Maschine oder...

... die Maschine dem Mensch? -- Diese Frage wird irrelevant. Es geht in Zukunft darum, ob der Mensch überhaupt noch Platz haben wird neben der intelligenten, sich selbst bewusst gewordenen Maschine.

Die m.E. beste Antwort darauf ist: Wir müssen lernen, die neuen Wesenheiten (die sind dann ja keine Maschinen bzw. Roboter mehr) als gleichberechtigt anzuerkennen. Das wird genau die Entwicklung nehmen wie der Kampf der Menschen mit schwarzer Hautfarbe um Gleichberechtigung. Tun wir dies nicht, wird es eine ziemlich kriegerische Zukunft geben - Skynet lässt grüßen.

Genau diese Entwicklung beschrieb bereits Isaak Asimov in seinem 1965 (!) geschriebenen Roman "Der Zweihundertjährige", in dem ein Roboter vom höchsten Gericht schließlich als Mensch anerkannt wird.

Was Heute noch wie ein Märchen klingt...

Die schönsten Roboter waren in der Kultserie "Raumpatrouille," die hatten so süße Eisportionierer als Greifarme...

Motiv gut, alles gut?

Und weiter: Ja, es wird alles gemacht werden, was gemacht werden kann. Worauf wir dabei achten sollten sind die Motive, aus denen heraus wir handeln. Das ist m.E. der entscheidende Punkt: Die Motive entscheiden darüber, ob etwas zum Wohl oder zum Übel gereicht.

Das ist sicherlich falsch. Motive kann man, polemisch gesprochen, auf Postkarten bewundern, als Leitfaden in eine bessere Zukunft taugen sie wenig. Das Sprichwort "das Gegenteil von gut ist gut gemeint" zeugt davon. Wenn ich jemandem z.B. alles, womit er sich schwer tut, abnehme, nehme ich ihm damit Gelegenheit, seine eigenen Fähigkeiten zu trainieren und schade ihm dadurch, obwohl ich das nicht will.
Übrigens ist dies oft genau das, was Technologie oft mit uns macht: Sie bietet uns verführerische Bequemlichkeit.
Umgekehrt ist es, wenn man jemandem hilft, letztlich ziemlich wumpe, ob man dies aus "edlen" oder eigennützigen Motiven tut.

@ Trecker 13:07

Die von Ihnen skizzierte Entwicklung wird es wohl geben, jedenfalls deutet alles darauf hin. Dies scheint für die geistig-ethische Entwicklung bzw. für die Evolution Not-wendig zu sein, denn offensichtlich lernen wir immer noch besser durch Schmerz und Leid als durch Einsicht und durch ethisch einwandfreie Motive. Vielleicht ist es auch einfach so, dass dunkle und helle Motive einfach in dieses Universum gehören. Gäbe es noch das Gute, wenn es das Böse nicht mehr gäbe?

Was wir allerdings tun können ist, unsere Motive mehr auf das Wohl aller Beteiligter auszurichten und nicht nur auf das Wohl einiger Weniger. Wenn wir das hinbekommen wären wir sicher in einer besseren Welt - mit oder ohne intelligente Maschinen / Wesen.

Demut und Ehrfurcht

Hoimar von Ditfurth sagte kurz vor seinem Tod: Wir sind Wesen des Übergangs. Recht hat er, und wir sollten uns nicht anmaßen, die Krone der Schöpfung zu sein. Mehr Demut und Ehrfurcht würde uns allen ziemlich gut tun finde ich.

Wenn von Demut und Ehrfurcht die Rede ist, ist damit freilich normalerweise selten Demut und Ehrfurcht gegenüber von Menschenhand geschaffenen Maschinen oder auch potentiellen zukünftigen Maschinen gemeint.

Die ewig Gestrigen

Immer diese Angst vor allem Neuem. Dabei ist es genau das, was uns voranbringt.

Wäre es möglich die vielen Menschen ohne Maschinen zu ernähren, zu heilen ....? Sicher nicht. Also mal weniger Angst und mehr Freude über neue Entwicklungen, die uns das Leben erleichtern.

Ist doch klasse, wenn Maschinen primitive Arbeiten übernehmen können, da bleibt mehr Zeit für sinnvolles. Die Wertschöpfungskette und Verteilung der Güter müsste man mal überdenken und nicht die Technologie als Teufleszeug abtun, nur weil das Wirtschaftsmodell nicht mehr dazu passt. (Verteilungsgerechtigkeit)

Raumpatroullie Orion - @ Thomas Wohlzufrieden

Oh mein Gott, waren das noch naive, "gute" alte Zeiten! Herr-lich!

Diese Technologien erhöhen die Produktivität...

...ersätzen damit aber auch menschliche Arbeitskräfte. Rohstoffe werden schneller abgebaut und verbraucht als jemals zuvor. Die Erde ist eine Müllkippe wenn man sich nur das Plastik ansieht, irgendwann wird die Lebensqualität global sehr stark leiden. Unbrauchbare Computer werden nach Afrika verschifft und belasten dort Mensch und Natur. Es findet praktisch, bis auf wenige Ausnahmen kein Recycling statt, da wirds wirklich Zeit. Wenn aber die Industrie so machtvoll ist, wie wir es immer wieder erfahren, dann können wir ja nur noch die Daumen drücken, dass die Vorstände dieser Unternehmen selbst dies erkennen und abstellen.

Gesellschaftliche Konsequenz?

Es ist schon richtig, dass die heutige Technik versklavt - aber wer ist da der Herr?
Offensichtlich ja nicht die Maschine...
.
Solange unser Leben von Arbeitsplätzen abhängt, die immer weiter konzentriert und automatisiert werden, solange aber gleichzeitig der ganze Gewinn dem Automatenbesitzer zugedacht ist wie der gesamte Schaden dem ehemaligen Arbeit"nehmer" (schon dieses Falschwort begründet eigentlich das Sklaventum), solange begründet und verschärft die technische Entwicklung nur einen Feudalismus. Hinzu werden Kriegsroboter kommen.
Was man vergeblich sucht, ist "intelligentes Leben".

@ Thomas Wohlzufrieden um 13:34

sogar eine warscheinliche entwicklung
die dinger konnten nicht sprechen, aus angst (religion!)baute man sie sogar unpraktisch, um ähnlichkeiten mit praktischen natürlichen formen zu vermeiden

aber neurotisch wurden sie trotzdem

RE: Kezzer - Motiv gut, alles gut?

Natürlich ist das richtig. Nehmen wir ein krasses, aber deutliches Beispiel: Krieg. Hitler begann einen (2. Weltkrieg), die EU begann einen (Kosovo). Oder nehmen wird ein Tötungsdelikt. Einmal einen Raubmord, einmal das Attentat auf Hitler. Der alles entscheidene Unterschied liegt doch hier in den Motiven - oder nicht?

Fähigkeiten trainieren

@cynic
Dem letzten Satz von Peter Langner würe ich auch nicht zustimmen. Ich sehe wenig Sinn darin, Werkzeuge, die einem das Leben erleichtern, nicht auch zu nutzen, sondern stattdessen viel Zeit und Papier zu vergeuden. Allerdings gibt es einen großen Unterschied dazwischen, ob ich einen Taschenrechner benutze, damit es schneller geht, oder ob ich ohne das Ding aufgeschmissen bin.
Ich habe es öfters erlebt, dass Studenten mit Hilfe eines Taschenrechners eine Standardabweichung ausrechnen sollten, dabei einen Fehler gemacht und ein nicht nur falsches, sondern völlig unplausibles Ergebnis herausbekommen und unkritisch akzeptiert haben.
Abgesehen davon ist Hochtechnologie anfällig, was gerade für uns erhebliche Gefahren birgt. Ein Sonnensturm wie 1856 zum Beispiel legte damals ein paar Telegraphennetze lahm, heute bräche die Gesellschaft zusammen, weil sie keinen Plan B hat, d.h. nicht mehr genügend Low-Tech in der Hinterhand, um sie bei Bedarf einsetzen zu können.

Die ideale Welt ...

... die Reichen werden sich dann mit Robotern umgeben, die sind pflegeleichter als normale Menschen oder gar arme.

Oder wird der Roboter dann so billig sein wie ein Smartphone?

Ein "das" / "dass" - Berichtigungsroboter

könnte der Redaktion zum Beispiel eine große Hilfe sein (aber auch etlichen Beitragsschreibern).
Allerdings wäre der Roboter auch in der Lage, den Spaß bei der Wendung "Rum und Ehre" (der eine oder andere Leser wird sich an den Redaktionsbeitrag erinnern) zu sehen?
Verstehen Roboter überhaupt Spaß? Bis dieses Feld für die KI erreichbar ist, sollten wir uns tatsächlich zuerst um die Verfeinerung der Sensorik bemühen, denn da liegt die große Stärke und Zukunft der Robotik. Das dann durch sinnvolle Programme zum Einsatz zu bringen, wird die große Herausforderung.
Dass der Einsatz sinnvoll gestaltet wird, könnte durch die finanzstärkste Antriebskraft der Forschung - das Militär - durchaus konterkariert werden. Also: Holzauge sei wachsam!

@um 12:23 von thombar

"bisher hat die gesellschaft da doch komplett versagt!"
Stimmt die "Gesellschaft" hat da komplett versagt.
Daran ist aber nicht die Technik oder künstliche Intellegenz schuld. Es sind positive Errungenschaft im Artikel aufgeführt wie die Hilfe für Gehörlose.
Wenn es Leute gibt die Aufgrund der möglichen neuen Technik, ihre sozialen Kontakte vernachlässigen ist nicht die neue Technik daran Schuld.
Wie heisst es so schön: Jeder ist seines Glückes Schmied.

@ Kezzer 13:42

Natürlich ist auch hier die Demut und die Ehrfurcht vor dem Leben (vor der Evolution, vor dem, was ist, wenn sie so wollen vor der ganzen Schöpfung und vor allem vor allen Formen der Schöpfung) gemeint. Wir sollen unsere Rolle in diesem ganzen Prozess nicht überschätzen, aber sie so gut wie möglich ausfüllen.

Ich sehe die heute

Ich sehe die heute KI-Forschung noch weit davon entfernt Maschinen ein eigenes Bewusstsein einhauchen zu können (@Q1, 13:13).

User DerLenz (13:28) hat es schön beschrieben. Programme müssten in der Lage sein (bisher ihnen unbekannte) Problemstellungen Eigenständig zu analysieren, eine Lösung zu erarbeiten und anschließend ihre eigene Programmierung selbstständig erweitern.

Dies werden wir in absehbarer Zukunft nicht erleben.

Aber: Ich sehe es auch nicht so pessimistisch wie JokeSchuette.
Wir werden in Zukunft Maschinen erleben die uns in vielen komplexen Situationen helfen können. Gerade z.B. im Haushalt oder in der Pflege kann man Roboter mit vielen bereits im Vorfeld bekannten Verhaltensmustern Programmierern.
Und sind wir mal ehrlich: Wie oft am Tag erleben sie in abgesteckten Tätigkeitsfeldern (wie z.B. Haushaltsarbeit) denn völlig neue Situationen die es früher noch nie gab?

Hier spricht man von KI - und auf diese Zukunft mit dieser Art der KI freue ich mich!

Dr. Strangelove

Ich schließe mich den Pessimisten (Realisten?) an und wage zu behaupten, dass man diese Entwicklung zumindest nicht ausreichend kontrollieren (vorhersagen) kann.
.
Ich kann nur die Grafik "The future according to films" empfehlen.

schade um die Forschungsgelder

Der deutsche Autofahrer soll sich von einer Maschine vorschreiben lassen, wie er zu fahren hat. Nicht vorstellbar in einem Land, wo sogar ein Tempolimit auf der Autobahn nicht möglich ist. Wo bleibt der Spaß beim Fahren, wenn alle einheitlich mit 50 oder 30 in der Stadt oder mit 130 auf der Autobahn unterwegs sind. Denn es geht ja bei diesen System nicht nur um das autonome Fahren, sondern auch um eine Glättung des kollektiven Fahrverhaltens, um den Verkehrsdurchfluss zu optimieren und die Risiken zu minimieren.
Technisch wäre es wahrscheinlich möglich, die Rechnung wurde aber bisher ohne die typischen Individualisten der deutschen Straßen gemacht, die sich ungerne an Vorschriften auch in Zukunft halten wollen.

Komplett anderes

Wie wäre es wenn wir es so sehen das die Maschinen mittels Nanotechnologie und Robotern etc. uns die Arbeit gänzlich abnehmen?
Wie wäre es wenn Maschinen in komplexen Netzen dafür Sorgen das alle Menschen versorgt werden können?
Wenn Geld überflüssig wird und wir nur das tuen was uns Freude macht. Wenn Maschinen uns die Versorgung ermöglichen und damit eine gleiche Versorgung für alle ermöglichen.
Dazu muss Stabilität der Motor der Wirtschaft werden nicht Wachstum. Nur noch soweit Wachsen das die Versorgung aller Menschen gesichert ist.
Jeder kann dann seinen Vorlieben nachgehen und Freude haben. Klar zunächst muss gelernt werden das es keine Langweile gibt. Die ist nicht natürlich sondern erlernt und kann somit auch verlernt werden.
Durch Recycling können viele Rohstoffe zurückgewonnen werden und die Meere und Landschaften gereinigt.
Eine Gesellschaft die nicht auf Arbeit und Geld sondern auf Freude am Leben hinzielt.
Eine Idee die man mal durchdenken sollte, noch eine Utopie - noch..

@um 12:36 von AlterSimpel

"denn der Planet ist weder sicherer noch gesünder geworden."
Die Menschen werden im Durchschnitt immer Älter, das ist eine Tatsache und deutet wohl darauf hin das der Planet gesünder geworden ist. Sicherer ist immer eine Frage der Zeit. Tot oder schwere Verletzunge im Strassenverkehr, oder bei Bauprojekten werden glücklicherweise immer seltener weil es in diesem Bereichen (durch moderne Technik) immer Sicherer geworden ist.
"An den Zähnen lasst sich heute sozialer Stand und Herkunftsland ablesen."
Stimmt, genau wie vor 100 jahren, nur das da die 50 Jährigen oft gar keine Zähne mehr im Mund hatten, heute schon, wenn auch schlecht.

Wir sind abhängig von moderner Technik

in Ernährung, Medizin, alltäglichem Leben, keine Frage. Aber kein Phisosoph oder Wissenschaftler hat bisher annähernd eine richtige Prognose für die Zukunft abgeben können. Selbst das WWW war in den 80 Jahren unvorstellbar, und jetzt schon den Untergang der Menschheit heraufzubeschwören wegen künstlicher Intelligenz ist doch sehr gewagt.

Wer möchte, darf mal gerne für ein Jahr auf sämtliche Segnungen der modernen Technik verzichten. Vielleicht reicht auch schon ein Urlaub in Ländern der 3 Welt, da gibt es noch Gelegenheiten "echter" Mensch zu sein.

Interressant ist jedoch, dass die Techno-Phoben sich des Internets bedienen, um Ihre Meinungen einem größeren Publikum zu vermitteln...

Ich halte mich an den weisen Rat aus Kindertagen eines gewissen Peter Lustigs, wenn mir die Technik zu bunt wird: Einfach mal Abschalten !

(Aber bitte nicht die Herzschrittmacher....)

Furchtbare Sprache

'Kreator', 'Benefit', ... ich glaube, intelligente Maschinen sind unser kleinstes Problem.

@Schalk01

Wenn aber alle akzeptieren, dass immer mehr menschliche Schöpfungskraft durch Roboter ersetzt wird dann haben möglicherweise viele ihr "Glück" verspielt bzw. verschenkt.

@ TheDaz

ich glaube, intelligente Maschinen sind unser kleinstes Problem {TheDaz}

Damit haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Klasse Beitrag: In der Kürze liegt die Würze.

@Iniquitous

"Ist doch klasse, wenn Maschinen primitive Arbeiten übernehmen können, da bleibt mehr Zeit für sinnvolles. Die Wertschöpfungskette und Verteilung der Güter müsste man mal überdenken".
.
Ich kann das in der Realität nicht erkennen.
Die Wochenarbeitszeit steigt genauso wie die Lebensarbeitszeit.
Kein Fortschritt nach tausenden von Jahren: die simple Daseinvorsorge bestimmt die größte Zeit des Tages, und das trotz des Einsatzes von besseren Maschinen.
.
Wer die Verteilung der Güter (vom Kapital ganz abgesehen) in Frage stellt, wird subversiven Zirkeln zugerechnet.
Auch hier bestimmt nicht eine aufgeklärte Vernunft, sondern Zynismus und Gier.
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Außerhalb von High-Tech Fabriken ist weder besonders viel künstliche noch natürliche Intelligenz zu finden.
Jeder Fortschritt hat heute einen bestimmten Zweck, aber er kommt nur am Rande oder als "Abfallprodukt" der menschlichen Entwicklung zugute.
Denn heute muss sich alles "rechnen" und wer's nicht bezahlen kann, bleibt außen vor.

@um 14:07 von frankd

"soll sich von einer Maschine vorschreiben lassen, wie er zu fahren hat."
Noch kann jeder das System nach Belieben ein- oder ausschalten. Ich persönlich sehe aber einen Vorteil darin, wenn das Auto einen weckt wenn man mal wieder in den Sekundenschlaf gefallen ist und die Fahrbahnmarkierung passiert, bzw selbstständig bremst bevor man seinem Vordermann hinten rauf fährt!
"Denn es geht ja bei diesen System nicht nur um das autonome Fahren, sondern auch um eine Glättung des kollektiven Fahrverhaltens, um den Verkehrsdurchfluss zu optimieren"
Ja so richtig viel Spass kommt dann nicht mehr auf, aber ALLE kommen früher ans Ziel. Vielleicht sollte man dann ein paar Spass-Strassen (Mautpflichtig) für Spassfahrer einführen, alle die nur von A nach B müssen/möchten/dürfen fahren dann mit gleichmässigem 130 ins Ziel - ohne Staus und Unfälle.

@um 12:36 von AlterSimpel

"Computer und Roboter haben Millionen von Arbeitskräften ersetzt.
Die höhere Produktivität ist nicht etwa mit mehr Freizeit verbunden, sondern mit mehr Überstunden, mehr Stress und mit Millionen Arbeitslosen anderswo."
Wenn das stimmt, müssten wir dann nicht viel mehr Arbeitslose als Werktätige haben?

Künstliche Intelligenz ist ja

Künstliche Intelligenz ist ja gut und schön, aber vor den Konsequenzen der daraus resultierenden technologischen Singularität kann man gar nicht oft genug warnen. Dies würde uns nämlich überflüssig machen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die selbstdenkende Maschine unseren Platz einnimmt.

@um 13:01 von senfgeber

"wird eine KI zum schaden der menschen genutzt(zb börsenspekulation) = VERBOTEN!!
wird eine KI aber zum wohl der menschen genutzt(zb altenpflege, sicherheit,kommunikation,...) = ERLAUBT!!"
Volle Zustimmung, und um feststellen zu können ob eine Entwicklung zum Wohle des Menschen ist oder nicht, muss sie erst mal Entwickelt werden.
Deshalb: der Mensch muss alles erforschen, entwickeln etc was er kann, aber nicht alles muss er einsetzen!

PS. Die Borg sind keine Maschinen, sondern ein (1) Kollektivwesen der alles neue assimiliert und was er schon kennt ignoriert oder zerstört.

der prof. und das geld

Der Herr Professor finanziert sich damit, dass er Menschen davon überzeugt, dass es anders nicht mehr geht ...

@ Kezzer um 13:34

das sprichwort das gutgemeint das gegenteil von gut gemacht währe ist einzig zu dem zwecke entstanden gescheiterte zu dückern; wer den schaden hatt... und entspricht keinerlei realer begründung,ausser vlt wenn man jemandes vorhaben mit absicht sabotiert um etwas, wie die unsinnigkeit guter vorsätze, zu demonstrieren.
gutgemeint ist halt alles was man erwarten kann, mit dem vorhaben scheitern kann jeder.
bösegemeint kann technisch gutgemacht sein - bleibt aber immernoch ausschlieslich schädlich
das böse wollen und das gute schaffen ist ein intelektueller witz den sich goethe erlaubte, auf kosten der speilchellecker die die worte des "lügners und betrügers" für die seinen hielten.
das problem ist das gutgemeintes durchaus nach hinten losgeht, weil jede problemlösung automatisch das nächste problem erzeugt
bis zum finalen problem der geistigen verarmung wenn alle probleme gelöst sind.

Man merkt es immer öfter!

Man merkt es immer öfter: der Computer mit seinen Algorhythmen übernimmt mehr und mehr die Herrschaft. Viele Stellen lassen sich nicht mehr persönlich erreichen, und viele Dinge lassen sich nicht mehr machen, wenn das "Erfassungsformular" nicht überall eine Eingabe enthält. Was nicht im Computer ist, existiert nicht, von Mensch zu Mensch wird ganz bewusst immer mehr ausgeschaltet. Das gilt ganz besonders für die Politik, wo die Forsa-Umfrage und Internetdaten mehr bewirken, als was die Leute auf der Straße von sich geben.

@Schalk01 14:55

"Wenn das stimmt, müssten wir dann nicht viel mehr Arbeitslose als Werktätige haben?"
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Das mag vielleicht noch kommen, ich sehe jedenfalls keine Verwendung für die Millionen Arbeitslosen in Südeuropa, von Afrika ganz zu schweigen.
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Ich denke, Sie vergessen auch eine entscheidene Entwicklung hierzulande: je unattraktiver und/oder schlechter bezahlt ein Job wird, desto mehr steigt der Druck der Arbeitslosenverwaltung, diesen Job trotzdem anzunehmen.
Im Moment scheint es billiger, Menschen zur Arbeit zu zwingen, als dafür eine Machine zu kaufen.
Das mag auch damit zusammenhängen, daß Menschenmassen, die auf unterstem Niveau lediglich alimentiert werden auch geschichtlich immer ein großes Risikopotential für die herrschende ordnung und die Oberen darstellten.

Es gibt keine Garantie

Vorab: Leider Gottes ist keine meiner ausführlichen Antworten auf einen entsprechenden Beitrag gepostet worden, ich versichere aber, dass sie keinerlei beleidigenden oder sonstwie problematischen Inhalte hatten.

das sprichwort das gutgemeint das gegenteil von gut gemacht währe ist einzig zu dem zwecke entstanden gescheiterte zu dückern...

Das denke ich nicht. Der Satz sagt in überspitzter Form aus, dass man aus guten Motiven heraus handeln und dennoch Schlechtes bewirken kann - und das liegt doch auf der Hand. Eine noch so edle Motivation ist keine Garantie, dass eine Aktion oder Erfindung etwas Positives bewirkt oder wenigstens nicht schadet.

@ DeHahn

Es sind nicht die Algorithmen des Computers sondern, ein Programm wird von einem Menschen geschrieben, der Computer führt es dann aus. Der Computer stellt auch keine Form der künstlichen Intelligenz dar. Das was die Leute auf der Straße von sich geben hat auch nichts bewirkt bevor es überhaupt Computer gab.

Seien Sie froh, dass Sie durch das Internet die Möglichkeit haben des Zugang zu ungefilterten Informationen haben. Vor der Zeit des Internets hat man in Deutschland ein oder zwei linksliberale Zeitungen gelesen und sich die Propaganda im Ersten und Zweiten angesehen und danach seine Meinung gebildet.

Wunsch, Vater des Gedankens..

und in diesem Fall sogar noch mehr, denn es scheint, als wäre vor allem Rolf Pfeifer versklavt. Allerdings von Figmenten seiner eigenen Fantasie, die scheinbar in den 1960ern eingefroren ist. Dieses Interview wirkt im Jahr 2014 auf mich wie ein Anachronismus, das sind Äußerungen ("denkende Roboter", "keine Grenzen"), von denen man seit Jahrzehnten, spätestens aber seit Anbruch des (ersten) "KI-Winters" überweigend verschont geblieben ist, zum Glück. Pfeifer ist (selbst in dem Metier!) einer der wenigen, die immer noch in ein viel zu großes Rohr blasen, ohne zu merken, dass darum am anderen Ende nur ein kleiner Windhauch herauskommt, ein kleines bisschen warme Luft. Nichts gegen Optimismus, aber mit falschen Hoffnungen wurde freilich noch niemandem geholfen. Auch nicht übrigens der KI-Forschung, die sich indes viel zu oft vergallopierte, mit bekannten Folgen. Etwas mehr Demut wäre angebracht. Zum Glück haben viele andere das mittlerweile gelernt und aufgehört, den Tag zu verträumen.

@Son Goku

"Künstliche Intelligenz ist ja gut und schön, aber vor den Konsequenzen der daraus resultierenden technologischen Singularität kann man gar nicht oft genug warnen. Dies würde uns nämlich überflüssig machen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die selbstdenkende Maschine unseren Platz einnimmt."

Warum auch nicht? Wir sind im Prinzip auch nur selbstdenkende Maschinen. Und wenn wir unser Bewusstsein selbstständig in ein anderes Medium transferieren würde ich das als einen großen Schritt in der Evolution betrachten.

keine garantie!

natürlich nicht
aber auch nicht für die umkehrung; was das spichwörtliche gegenteil aber währe.
die welt ist halt nicht digital

Intelligenzkunst?

Wenn wir schon von künstlicher Intelligenz sprechen, sollten sich diesem Begriff die Vertreter der Kunst auch mehr als bisher zuwenden.
Science-Fiction könnte vielleicht noch als Oberbegriff gelten, doch die Auseinandersetzung mit diesen Prozessen den Fachidioten und Juristen überlassen, wäre nicht richtig.

Sätze, bei denen es sich mir im Magen umdreht ...

"die meisten Bugs sind ausgemerzt" [wissenschaftswahnsinnige nichtsnutzige unseriöse Vorhersage, welche die Komplexität massenhafter Nutzung ignoriert]

"Je mehr Prozesse automatisiert werden können, so dass wir alle selbstständig für uns sorgen können, umso besser" [wissenschaftliche psychologische und gesellschaftspolitische Ahnungslosigkeit]

zu Watson: "mit genau dem kann man eigentlich auch nett plaudern" [im besten Fall eine Persönlichkeitsschwäche]

@AlterSimpel

"Computer und Roboter haben Millionen von Arbeitskräften ersetzt.
Die höhere Produktivität ist nicht etwa mit mehr Freizeit verbunden, sondern mit mehr Überstunden, mehr Stress und mit Millionen Arbeitslosen anderswo."

Dieses Argument ist so alt und ebenso falsch wie zu Zeiten der Erfindung der Dampfmaschine.

Hätten wir keine Roboter in unseren Autofabriken, gäbe es bei uns keine Autofabriken mehr oder die Menschen, die dort arbeiten würden ein Gehalt bekommen, das sich an das Gehalt und den damit einhergehendem Lebensstandart der Jahrhundertwende 1899/1900 orientiert.

Und das ist nur ein Beispiel.

Unser hoher Lebensstandart -selbst der eines HarzIV-Empfängers ist hoch, im Vergleich zu einem Arbeiter um 1900- ist nur mit zunehmender Automatisierung und damit einhergehender Produktivitätssteigerung möglich.

Der Mensch ist analog aufgebaut, seine Umwelt ursprünglich ...

auch.
Doch er schafft sich eine Neue. Digital.
Wie lange das wohl gut geht.

Frage ich heute ein 12jähriges Kind, wie Kartoffeln wachsen, bekomme ich zur Antwort ... Kopfschütteln.

Frage ich ein 12jähriges Kind, welche App gerade 'in' ist, bekomme ich zahlreiche Antworten.

@12:48 von Q1

>Natürlich wird es "neue" Wesen geben, die wir erschaffen haben, und die sich dann selbst weiterentwickeln. Wir sind gerade dabei, zu Schöpfern intelligenter neuer Wesen zu werden.<

>> = Halte Ihre These mit Verlaub für unsinnig. Originale Menschen sind nur biologisch-natürlich zu erschaffen und auch nicht planmäßig konstruierbar, weil sich "das Leben" selbst ständig weiterentwickelt (Stichworte: genetische Diversifikation, Evolution etc). Insofern könnten "künstliche Adaptionen" immer nur rein technische, linear konstruierte Gebilde sein, ohne jeden Zugang zu schöpferischer Intelligenz. Kurzum: Maschinen für einen speziellen Zweck. Ob nützlich oder gar gefährlich, wäre dann - von echten Menschen - jeweils zu definieren.

Gewiß wird der Mensch alles machen, was machbar ist. Das ist auch gut so. Im Vergleich zur Urzeit leben wir heute um ein Vielfaches länger und bequemer. Ob auch besser, ist eine Ethikfrage.

Doch ich bin mir sicher, daß die "Schöpfung" niemals maschinell sein wird.

@Dani

""Ein Roboter zahlt keine Sozialversicherungsbeiträge".

Das ist wohl richtig. Er erhöht aber die Produktivität und damit den Gewinn der Firma, die ihn einsetzt. Das führt dann mittelbar zu höheren(Steuer-)Einnahmen des Staates, mit denen dann die Sozialsysteme wieder unterstützt werden, wie man ja an unserem Staatshaushalt klar sehen kann.

Die Sachen sind halt nicht immer so einfach.

so gesehen

"Denn so können wir die Aufgaben, die für uns mühsam sind, den Maschinen überlassen und uns auf die Dinge konzentrieren, die uns Spaß machen."

Ich will ja nicht kleinlich sein, Herr Pfeifer, aber sind wir so gesehen nicht eher Skaven unserer Bequemlichkeit bzw. Vergnügungssucht, als Sklaven der Maschinen, die wir erfanden und benutzen um dieser Bequemlichkeit bzw. Vergnügungssucht auf komfortable Weise nachgehen zu können.

@AlterSimpel

"Kein Fortschritt nach tausenden von Jahren: die simple Daseinvorsorge bestimmt die größte Zeit des Tages, und das trotz des Einsatzes von besseren Maschinen."

Na Ja. Ich möchte nicht tauschen mit den Menschen vor 1000 Jahren in Europa: Hungesnöte, erbärmlichste Lebensumstände, schlimme Seuchen und Krankheiten, eine Lebenserwartung von 40 - 45 Jahren...

Was Sie hier als "Daseinsvorsorge" beschreiben ist dann doch eher ein Jammern auf sehr hohem Niveau im Gegensatz zur Lebensweise von vor 1000 Jahren.

Haben wir es noch immer nicht gelernt?

Computer, sprich auch Roboter, werden nur die Kontrolle über uns weiter verschärfen.
Erst wenn wir uns wieder frei machen von dieser Technik, werden wir wieder mehr Autonomie erhalten.
Es muss nicht so weiter gehen, nur wenn wir es zulassen.

Fortschritt?

Was mir sehr missfällt ist die Tatsache, dass -bei all diesen Überlegungen, Ergebnissen und Fragestellungen - der Schöpfer (GOTT) regelmässig ausgeblendet wird! Wahrer Fortschritt ist jeder Schritt, der den Menschen näher zu Gott bringt! Wer Fortschritt nur betreibt, um Soass, Ego

@Hugomauser, 17:11

""Ein Roboter zahlt keine Sozialversicherungsbeiträge".

Das ist wohl richtig. Er erhöht aber die Produktivität und damit den Gewinn der Firma, die ihn einsetzt. Das führt dann mittelbar zu höheren(Steuer-)Einnahmen des Staates, mit denen dann die Sozialsysteme wieder unterstützt werden"
.
Es sei denn, es ist zB ein Schweißroboter bei Fiat.
Der erhöht zwar den Gewinn, die Steuern werden aber jetzt in den Niederlanden und GB "optimiert", der italienische Staat muß sein Sozialsystem dann mit höheren Abgaben der einheimischen Arbeiter finanzieren.
.
Manche Sachen (hier: Steuervermeidung) sind zu einfach und werden dann auch zum Problem.

@adagiobarber

Die digitale Verarbeitung von Informationen ist nur ein Kompromiss, da wir (noch) nicht die Technik besitzen Rechner zu bauen die analog rechnen.

Die Zukunft des Rechners könnte durchaus auch analog werden und sich der Funktionsweise unseres Gehirns nähern. Ist ein sehr interessantes Gebiet, die theoretischen Grundlagen für einen analogen Rechner wurden bereits 1971 von Leon Chua in Berkeley formuliert. Durch die moderne Nanotechnologie kann eine solche Technik in absehbarer Zukunft realisiert werden. Der erste sogenannte "Memristor" als Speicher kommt bereits dieses Jahr auf den Markt.

17:11 von Hugomauser - Ergänzung

>>Das führt dann mittelbar zu höheren(Steuer-)Einnahmen des Staates, mit denen dann die Sozialsysteme wieder unterstützt werden, wie man ja an unserem Staatshaushalt klar sehen kann.<<

Sie haben ihren Satz zu früh beendet. Vergaßen sie evtl. einzuflechten :

"mit denen dann die Sozialsysteme wieder unterstützt werden, >>was aber nicht reicht um die von Robotern abbeitslos gemachten zu bezahlen und zu Steuererhöhungen führt,<< wie man ja an unserem Staatshaushalt klar sehen kann."

Alles offen...

Ich halte die Phobie mancher Mitmenschen vor technischen Neuerungen oft für irrational. Im vorliegenden Fall (künstliche Intelligenz) wird doch niemand davon ausgehen müssen, sich schon morgen einem Cyberborg als Chef oder Polizist oder Politiker gegenüberzusehen. Obwohl manche vielleicht gerne einen (täuschend-menschengleichen) Liebhaber oder eine Geliebte hätten, die nach Wunschprogramm funktionieren.

Technische Entwicklungen waren in der Menschheitsgeschichte schon immer ein Motor auch für die gesellschaftliche Weiterentwicklung. Oft auch schmerzlich, aber unterm Strich immer konstruktiv. Und ja, und sogar bis hin zur Atomtechnologie, die uns positiv Machbares, aber auch unsere derzeitigen Grenzen aufzeigt.

Niemand weiß, wie unsere Welt im Jahr 3014 sein wird. Ob die Menschheit sich infolge Übervölkerung durch Kriege massiv selbst reduzieren musste, oder ob der Druck in die Gegenrichtung ging, zum Exodus hinaus ins Weltall. Vielleicht mit Hilfe künstlich intelligenter Maschinen..?

Fortschritt?

Was mir missfällt ist die Tatsache, dass - bei all diesen Überlegungen, Ergebnissen und Fragestellungen - regelmässig Gott, der Schöpfer aller Dinge, ausgeblendet wird. Wahrer Fortschritt ist m.E. jeder Schritt, der den Menschen näher zu Gott führt! Wer dagegen Fortschritt nur betreibt, um Spass, Ego und Bequemlichkeit der Leute zu steigern, der ist frevelhaft und verwerflich vor Gott.

@Zwicke

"Doch ich bin mir sicher, daß die "Schöpfung" niemals maschinell sein wird."

Da wäre ich mir nicht so sicher. Nüchtern gesehen sind wir auch nichts anderes als Maschinen. Die erste biologische Zelle hatte mit einer Maschine bestimmt mehr gemeinsam als mit dem Menschen. Die genetische Diversifikation ist im Prinzip auch nichts anderes als ständige Neukombination von Molekülfragmenten, die mathematisch den Gesetzen der Statistik folgt. Ich gebe Ihnen recht dass dieses System unglaublich komplex ist (es hatte ja schließlich Milliarden von Jahren Zeit sich zu entwickeln) und der Mensch sozusagen noch "neu in der Branche" ist. Aber möglich ein solches System künstlich zu schaffen ist es allemal, die Natur hats ja auch geschafft.

@Hugomauser: Lebenstandard

Sie hängen sich zu sehr am Lebensstandard auf, natürlich ist der gestiegen, obwohl er hauptsächlich aus Konsum besteht.
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Mir ging es um die Behauptung, Maschinen würden uns mehr Freizeit bescheren. Das ist nur im privaten Umfeld der Fall.
Im Wirtschaftsleben war die Einführung der 5-Tage-Woche der Gipfel des Fortschritts, inzwischen sind wir im Schnitt wieder bei 42-43 Wochenstunden angekommen.
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Viele Berufsgruppen beklagen auch 50 oder 60 Stunden, und das unabhängig vom Einkommen (selbstständige Architekten, Juristen oder Ärzte genauso wie scheinselbstständige Paketfahrer oder Altenpfleger).
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Ihr Beispiel der Dampfmaschine hinkt deshalb, weil sie den Anfang des Industriezeitalters darstellte.
Die Frage bleibt ungelöst, wie bald 9 Milliarden Menschen bei fortschreitender Automatisierung sinnvoll beschäftigt werden sollen.

@Hugomoser

Das gilt aber nicht für ausländische Konzerne wie Microsoft, Apple oder Ikea, wie eine Reportage der ARD aufgedeckt hat. Durch vergebene Lizenzen an Tochterunternehmen müssen diese fasst keine Steuern zahlen.
Und wir Deutsche greifen gerne zu diesen Produkten jener Firmen. Der letzte europäische Handyhersteller Nokia z.B. wurde ja auch von Microsoft aufgekauft. Da nützt die Produktivität nur den Mitarbeitern der jeweiligen Konzerne und deren Aktienbesitzer.

Selber schuld !

Als einerseits modernistisch orientierter Weltenmensch, der zugleich aber auch im begrenzten Lebensumfeld als fairer Unternehmer aktiv ist (und damit Mitmenschen Lohn und Brot ermöglicht) und nebenher auch noch kommunalpolitisch aktiv ist, möchte ich allen Kritikern der "Automatisierung" nur zurufen: SELBER SCHULD !

Als spätestens in den Neunzehnsiebzigern, und massiv in den Neunzehnachtzigern die Automatisierung nicht nur in industriellen Produktionsabläufen Einzug hielt, sondern auch und vor allem in allen Bereichen der "Verwaltung" (Büros etc), wurden Kritiker (auch ich) massiv verunglimpft und mundtot gemacht. Dabei ging es mir und anderen nur darum, auf den sozialen Aspekt der Erhaltung von Arbeitsplätzen hinzuweisen... Später hatten wir in D. rd. 5 Mio. Arbeitslose...

Und bis heute haben wir in D - geschweige denn in der EU - noch keine "Maschinensteuer"... aber eine massiv angestiegene Verarmung und Arbeitslosigkeit der Normalbürger. Wegen der schönen neuen Technikwelt...

@ Nikolai

Wussten sie, dass Nantopartikel so klein sein können, dass sie lungengängig sind und somit in die Blutbahn geraten können und sich dann auch "gerne" im Gehirn ablagern ? Man sollte erstmal Vor-und Nachteile einer neuen Errungenschaft prüfen bevor man sie massenweise herstellt, wird aber nicht gemacht. Die daraus resultierende Folgen dürfen wir aber alle zusammen tragen.

keine falsche bescheidenheit

nur weil menschen immernoch essen und schlafen müssen und für das dazu notwendige sorgen heist das nicht das die technologisierung den menschen nicht massenweise arbeitsstunden abgenommen hätte.
das ist im endefekt auch nur eine erweiterung der arbeitsteiligen geselschaft, und der spezialwerkzeuge die zu produktivitätssteigeungen führte, das zentrale problem ist das die geselschaft träge auf veränderungen reagiert.
angefangen damit das sich nicht auf weniger arbeiten beschränkt wird sondern die rationalisierung zum vergrößern der überschüsse für den handel genutzt wird ergiebt sich letztlich das problem der ungleichverteilung von arbeit;
jede kultur stellt menschen von dieser frei; priester, adelige, arbeitslose.
da eine vollbeschäftigung heute zu warenbergen die niemand braucht führte steigert sich automatisch die arbeitslosigkeit - und diese ist, weltweit, so groß wie noch nie.
nur das ihr der geruch schändender faulheit anhängt ist das problem
sonst währen wir auf dem richtigen weg.

Übrigens...

... ist es wohl eine Binsenweisheit, daß maschinelle Gebilde - egal wie cyberintelligent konstruiert - immer auf irgendeine elektrische Energiezufuhr angewiesen sind / und sein werden. Anders als beim natürlichen Mensch, der sich ggflls. von Wald und Flur ernähren kann, werden / würden künstliche "Wesen" immer eine auch "künstliche" Energiezufuhr benötigen, ob Elektroenergie oder sogar symbiotische Energiezufuhr (wie Pflanzen oder Mikroben). Immer aber müsste die Energieaufnahme gesichert und irgendwie organisiert sein, nicht zu reden von der Leistungseffizienz...

Kuzum - ich hege vor Maschinen mit künstlicher Intelligenz keinerlei Ängste. Im heute technisch absehbaren Nahbereich kann man bei Nichtgefallen ganz einfach

> den Stecker ziehen, <

oder den Cyborg mit einem schwarzen Tuch abdecken, um dessen Energiezufuhr mittels Photovoltaik oder ähnlichem zu unterbinden. Notfalls kommt die Flex zum Einsatz... Auch das wäre ganz und gar menschlich.

17:58 von @Nikolai

Sorry und mit Verlaub - werter Nikolai - , aber Sie scheinen die Schöpfung des Lebens falsch zu interpretieren, wenn Sie den menschlichen Ursprung auf maschinelle (also künstlich geschaffene) Funktionen zurückführen, wo doch wissenschaftlich nachgewiesesen rein molekularbiologische Entwicklungsprozesse - angetrieben durch die sog. Evolution - die Entstehung allen Lebens ermöglichten.

Ihr Denkfehler ist der Übergang von der Natürlichkeit zur "übernatürlichen Phantasie".

Ich bin nicht etwa religiös orientiert, sondern denke eher strikt naturwissenschaftlich, und habe in dem Zusammenhang auch keine Berührungsängste mit neuen technischen Erkenntnissen und Entwicklungen. Vielmehr halte ich diese Fähigkeit für eine der grundlegenden menschlichen Vorteile. Weil aufgrund des menschlichen Intellekts - einer auf der Welt einzigartigen Fähigkeit - die Spezie Mensch die einzige weltliche Lebensform ist, die sich selbsttätig sinnvoll organisieren - und - sogar zu anderen Welten aufbrechen kann..

@Selber schuld ! 18:16 von Zwicke

"Und bis heute haben wir ... keine "Maschinensteuer"... aber eine massiv angestiegene Verarmung und Arbeitslosigkeit der Normalbürger. Wegen der schönen neuen Technikwelt...

Nein, nicht wegen der Technik.
Wegen der "Aneignung" der Technik von Wenigen, wie auch dem "Ertrag".

Aber ich bin da letztlich vollkommen relaxed.
Wenn die physikalischen Gesetze weiterhin vom Spielkind Mensch missachtet werden,
werden wir eben assimiliert werden.
Widerstand ist zwecklos ;-)

@Zwicke, wäre es denn wirklich...

...eine praktikable oder auch nur wünschbare Lösung, wenn alle möglichen Arbeitsschritte, die heute Maschinen erledigen, noch von Menschen erledigt werden müsste?
Bei vielen Arbeiten, gerade solchen, die heute automatisiert werden, handelt es sich ja um Arbeitsschritte, die einen Menschen auf Sauer geistig unterfordern und dank der immer gleichen Bewegungen, die er ausführen muss, trotzdem ziemlich schlauchen.
Andere Arbeiten, die heute bei uns durch Maschinen erledigt werden, sind auch ziemlich gefährlich und ungesund.

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