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ich habe nie verstanden, warum immer um jeden Preis

ich habe nie verstanden, warum immer um jeden Preis eine staatliche Intgegrität erhalten werden muss, auch wenn das Konstrukt noch so misslungen und lebensunfähig ist.
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Was sich trennen will, soll sich trennen. In Frieden. Und dann schauen, dass mit den neuen Grenzen, bei denen Bevölkerungsstruktur und politischen Grenzen übereinstimmen, friedlich mit den (anderen) Nachbarn zusammengearbeitet werden kann. Das geht leichter, als ein Zwangsverbund, mit dem alle unzufrieden sind. Immerhin sollte man aus der unsäglichen Misere Afrikas gelernt haben, die ja zum grossen Teil eben von den idiotischen Kolonialgrenzen her stammt, die bis heute für Krieg sorgen.

Putzig ...

>>Doch über all dem steht auch noch der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina ... Er kann Amtsträger entlassen, neue Behörden schaffen und Gesetze erlassen oder außer Kraft setzen. Eine UN-Resolution gibt ihm das Mandat dafür. <<

Putzig ! Bei uns nannte sich das auch "Hohe Kommission" (AHK) ... und sie leitete ihre Legitimation ab aus ... na das führt zu weit ... aber die "Hohe Kommision in Bosnien-Herzegowina" leitet ihre Legitimation aus einer UN-Resolution ab. Da muss ich glatt eine kleine Träne aus dem Auge drücken, bei all den Nostalgischen Gefühlen.

Interessant

"Denn noch heute regieren den Staat mit seinen etwa vier Millionen Einwohnern nicht nur drei Präsidenten, sondern auch elf Premierminister und elf Regierungen mit zusammen weit mehr als 100 Ministern."

Ich finde diese Regierungsform sehr interessant.
Das ist wohl vorher noch nie so versucht worden. Ich finde auch, dass es recht lange mehr oder weniger funktioniert hat (zumal sich "die Lage nicht verschlechtert" hat).

Noch paar Minister mehr und es gibt dort quasi nur noch Volksentscheide, bei denen die Beteiligung auch nie 100% erreicht. ;-)
Um es gerechter zu gestalten könnte man die Menschen für die Teilnahme an einem Volksentscheid bezahlen.

Und der Rest der Nachrichten könnte aus jedem anderen Land kommen, denn gegen Korruption und Vetternwirtschaft sind ja bekanntlich nicht einmal Königshäuser immun.

Das Problem als solches gilt es zu benennen.

Neben der exellenten Situationsdarstellung des im Artikel beschriebenen negativeinwirkenden Geflechtes, spielen im politischen Geschehen des bosnischen Staates ebenjene ethnonationalistischen Einflußsphären sowohl in Zagreb und insbesondere in Belgrad eine ausschlaggebende Rolle, die im Frieden die im kriegerischen Zerfallsprozeß Jugoslawiens durch kardinale Kriegsverbrechen erwirkten ethnischen Säuberungen der entsprechenden Gebiete innerhalb Bosniens nunmehr einzuverleiben gedenken.

Ein Zerfall Bosniens entspräche der in den ethnonatonalistischen Denkzentren Serbiens seit 200 Jahren angestrebten terretorialen Vereinigung aller Serben, welche auf der Denkschrift (Nacertanije) von Ilija Garasin fußt. Dieser nie ernsthaft bekämpfte Pan-Serbimus äußerte sich in diversen Konflikt- und Kriegszeiten in aggressiver Weise gegen Nichtserben (Kroaten, Bosniaken), um "serbenreine" Gebietschaften zu kreieren.

Somit schafft der Zerfall Bosniens keinen Frieden für großserbische Ambitionen.

Am 20. Februar 2014 um 01:08 von Dreifels

Das ist eine komische Krankheit hier in Europa. Seperatistische Bewegungen sind zuallerst einmal falsch und abzulehnen... leider. Eine EU mit vielen Bundesstaaten, die ethnisch/kulturell Sinnvoll von einander abgegrenzt sind wäre allemale besser als eine EU mit Staaten, die mit sich im innern schon nicht grün sind. Einige Beispiele wären da Schottland, Katalunien und auch Bayern. Aber die staatliche integrität steht leider noch über allem...

Zur Einsicht kann man nur zwingen,

wenn Verlust auf Nichteinsicht folgt. Nur wenn Einsicht dazu führt das man verliert, dann bekämpft man diese. So das ist für die Jenigen, die etwas haben.

Die die nix haben, haben nur Einsicht, wenn sie etwas bekommen, das sich steigern lässt.

Wenn Besitz auf einer dünnen aber hohen Säule steht, dann sollte man als Außenstehender gar nichts machen. Dann muss man mal abwarten, wenn es runtergekracht ist, was übrig bleibt.

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