Ihre Meinung zu: EU stellt Ökostrom-Rabatte für Industriezweige in Aussicht

18. März 2014 - 15:17 Uhr

Im Streit zwischen der EU und der Bundesregierung um die Ausnahmen von der Ökostrom-Umlage für Unternehmen zeichnet sich eine Annäherung ab. Die EU-Kommission will offenbar für mehrere Industriezweige nun doch Ausnahmen erlauben.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1
Durchschnitt: 1 (1 vote)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Ökostrom-Rabatte für einige Branchen?

Ganz ehrlich? Ich finde es sollte für niemanden Ausnahmen geben. Die Energiewende ist ein Gesamtgesellschaftliches Anliegen und auch nur gemeinsam zu schaffen - und damit auch von allen zu finanzieren. Es sollten sogar die Stromverschwender mehr bezahlen statt für Ihr klimaschädigendes Verhalten auch noch mit Rabatten belohnt zu werden.

Wie jetzt? Industrie-Coup

Statt die Dinger in Deutschland abzuschaffen oder zu reduzieren wollen die das in anderen Ländern auch machen?

Am besten weise ich meinen Arbeitgeber schonmal an, die Hälfte meines Lohns ans RWE zu überweisen, damit die Alu-Hütte für 3 Cent/kWh arbeiten kann.

Kann ich verstehen

Fuer einige wichtige oder strategische Bereiche kann ich das verstehen.
Wenn wir zum Beispiel keinen Stahl mehr herstellen koennen, da der international zu teuer ist, obwohl und/oder gerade weil unsere Werke modernste Filter etc haben muessen wir den halt aus China oder Indien importieren. Da wir nur eine Welt/Atmosphaere haben, werden frueher oder spaeter die Konsequenzen auch bei uns ankommen. Dann doch lieber in D. halten. Nur sollten dann, wenn wir alle dafuer bezahlen, das sie rentabel bleiben, die Gewinne auch an alle ( Staat) gehen, und nicht in private Taschen ( am besten noch von auslaendischen Investoren/Investmentbanken etc)

Rabatte für die Industrie

Es ist so herrlich - nicht nur dass in der Industrie nachwievor die höchsten Löhne gezahlt werden können, dort die meisten Konzerne zu finden sind und entsprechend viele Subventionen eingesammelt werden (mein Lieblingsbeispiel: Millionen Subventionen zur Entwicklung eines Elektrorollers für Daimler oder war es BMW?) - nein! ... jetzt sollen auch Rabatte her.
.
Dabei soll es doch der Dienstleistungssektor und der Mittelstand sein, der die meisten Jobs schaffen soll. Aber Rabatte für den Friseur, den Bäckerladen oder gar die Arztpraxis sind ja nicht drin. Was solls ... die können das schon irgendwie zahlen.
.
Mir stinkt diese stetige Bevorzugung gewaltig. Für Deutsche Produkte zumindest scheint es auf dem Weltmarkt genug Käufer zu geben, auch wenn diese ein paar Cent teurer sind.
.
Die Dienstleistung vor Ort kostet mich aber mehr ... weil die Preise direkt an den Endkunden weitergegeben werden. Da frage ich mich, warum nicht lokale Dienstleistung Rabatte bekommt.

Mir wird schlecht von dieser Klientelpolitik.

Mir wird schlecht von dieser Klientelpolitik.

Machen Sie nur so weiter Frau Merkel und irgendwann wird das Volk aufstehen und diejenigen direkt zur Verantwortung ziehen, die für die Armut und Kostenlast verantwortlich sind ... so wie es damals in Frankreich passiert ist.

Bei der Politik unserer Regierung werde ich immer und immer wieder an ein Lied aus "Dr. Horrible's Sing-Along Blog" erinnert, in dem es so schön heisst:
Any dolt with half a brain, can see that humankind has gone insane ...
(Jeder Trottel mit nur einem halben Gehirn, kann sehen dass die Menschheit Verrückt geworden ist.)

@Carbage

"Die Energiewende ist ein Gesamtgesellschaftliches Anliegen..."

Da gebe ich Ihnen recht. Das bedeutet aber auch, dass hier nicht nur der Stromkunde, sondern der Steuerzahler belastet werden sollte, wie bei allen "gesamtgesellschaftlichen Anliegen". In sofern müsste man die EEG-Umlage ganz abschaffen und das aus Steuermitteln finanzieren, meinetwegen mit einem Aufschlag. Dann zahlen wenigstens die Leistungsfähigeren mehr und Harz IV-Bezieher werden nicht zusätzlich belastet. Auch das Problem der Industrie wäre vom Tisch.

@Carbage

"Es sollten sogar die Stromverschwender mehr bezahlen statt für Ihr klimaschädigendes Verhalten auch noch mit Rabatten belohnt zu werden."

Auch hier gebe ich Ihnen recht. Nur: Wie wollen Sie "Stromverschwender" ausfindig machen? An der Höhe des Stromverbrauchs kann man das ja nicht festmachen. Einige Produktionszweige benötigen nun mal sehr viel Strom um ihre Produkte überhaupt herstellen zu können. Das heißt ja noch lange nicht, das die Strom verschwenden. Ich gehe sogar davon aus, dass die bereits die effektivsten Techniken anwenden, da der Strom für diese Industriezweige einen sehr hohen Teil der Produktionskosten ausmacht. Glaube kaum, dass die Strom "verschwenden".

@SoilentGruen

"Am besten weise ich meinen Arbeitgeber schonmal an, die Hälfte meines Lohns ans RWE zu überweisen, damit die Alu-Hütte für 3 Cent/kWh arbeiten kann."

Das macht die Alu-Hütte so oder so. Wenn nicht hier, dann eben mit viel weniger Umweltauflagen in Polen, Indien oder China, keine Bange!

@MrEnigma

"Für Deutsche Produkte zumindest scheint es auf dem Weltmarkt genug Käufer zu geben, auch wenn diese ein paar Cent teurer sind."

In einigen Branchen macht der Strompreis bis zu 30% der Stromkosten aus. Einige Werke wären sogar sofort pleite, müssten sie EEG-Umlage zahlen. Und: ein höherer Preis geht immer auch mit niedriger Nachfrage einher. Es handelt sich ja Hauptsächlich um die Chemische Industrie und den Stahlsektor. Da gibt es Weltmarktbörsen und da wird nach Preis eingekauft. Da ist nichts mit "bereit für Deutsche Produkte mehr zu zahlen". Das mag im Konsumgüterbereich aufgrund von Image da und dort der Fall sein, stimmt aber nicht für den Grundstoffbereich.

Endlich begreift es die EU:

Das Nichtzahlen einer Abgabe, die es sonst nirgens auf der Welt gibt kann den Wettbewerb ja nicht verzerren.

Unsere Industrie leidet bereits heute unter den im weltweiten Vergleich Spitzenpreis für Strom. Neuansiedlungen von energieintensiven Firmen gibt es in Deutschland schon nicht mehr. Wenn die die Nähe zum Deutschen Markt suchen, gehen die heute schon alle nach Polen (billiger Kohlestrom) oder nach Frankreich (billiger Atomstrom).

Es bringt der Umwelt nichts, wenn wir hier bei uns noch die letzten Firmen der Chemie- und Stahlbranche aufgrund der Kostensituation vertreiben oder deren Marktanteil zu Gunsten z.B. indischer Firmen schmälern.

@carbage: Das geht aber an

@carbage:
Das geht aber an der Realität vorbei.
Das ist so sinnvoll wie eine Fixsteuer für jeden. Die wäre dann sogar noch nicht mal in %. Aber ob ein Reicher oder ein Armer 10.000€ zahlen muss ist was komplett anderes. Ebenso sieht es mit dem Dienstleister und dem Stahlwerk aus. Dem Friseur jucken 2cent pro Kwh nicht für nen Aluwerk bedeutet das aber nen Unterschied von etlichen Millionen €.

@MrEnigma:
Die wollen keine "Rabbate" zu den "Subventionen". Das ist hier das selbe.
Und wir reden hier nicht von ein paar cent. Wir reden hier von Mindestens 14% (der Bruttowertschöpfung).
Da drunter wird nix befreit. Alle Produkte werden somit um mindestens(!) 5% teurer von diesen Unternehmen.
Wenn man jetzt von 1% Gewinn ausgeht (höher sind die Margen hier nicht in der Gesamtrechnung) Dann muss das Unternehmen seinen Gewinn um 400% Steigern nur um nicht Pleite zu gehen.

@CE

"irgendwann wird das Volk aufstehen und diejenigen direkt zur Verantwortung ziehen, die für die Armut und Kostenlastverantwortlich sind ... "

Nun, in diesem speziellen Fall ist Merkel außnahmsweise mal nicht Schuld: Die hohe Kostenlast mit dem EEG Gesetz wurde ja von den Grünen durchgesetzt und ist letztlich vom Bürger so gewollt: Alle wollen grünen Strom, aber keiner will zahlen: Wasch mich, aber mach mich nicht nass:"

So geht das nicht. Das wird noch viel viel teurer werden! Und da hilft es auch nichts, wenn wir etwa ein Stahlwerk in Hamburg jährlich mit 200 Mio EEG-Umlage belasten, wo die doch nur 50 Mio Gewinn erwirtschaften. Die sind dann Pleite und machen dicht. Dann muss noch mehr Geld aufgebracht werden: Jetzt auch noch für noch mehr Arbeitslose.

Rabatte

Andere Idee? Wie wäre es denn wenn jede Firma so viel Geld zahlt, wie sie Fläche hat? Unsere Bauern werden freuen. Wenn ein Friseur seine Steuer nach Ladenfläche entrichten muss, warum dann nicht auch ein Sportplatz und Bauer den selben Meterpreis abknüpfen?
Alles andere sind doch "Rabatte" für die Großflächenverbraucher!
Ich will für meine Wohnung in der Berliner Innenstadt dann auch den selben m^2 Preis zahlen wie auf nen Niedersächsischen Acker!

Es ist Wahnsinn zu denken nur weil 2 Leute das gleiche Produkt verbrauchen würde eine gleiche Erhöhung auch alle gleich treffen.
Achja ab morgen zahlt dann jeder den gleichen Steuersatz und zwar absolut und nicht in %.

Da bleibt was haften

Wenn auch nichts Gescheites für den Bürger und Verbraucher bei der EU herauskommt, die Lobbyarbeit klappt wie geschmiert...

Kohle und Atomkraft wurden auch gefördert

Die Kohle- und Atomkraft wurden massivst direkt (Subventionen, F&E an öfftl. Einrichtungen ) und indirekt (Kostenvorteile) gefördert. Da alle Kosten über Steuergelder finanziert wurden hat es kaum jemanden gestört.

Die Kosten für den Anschub der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) werden dagegen voll auf den Strompreis umgelegt. Das ist unfair. Richtig wäre es, zumindest einen Teil der EEG-Kosten über Steuergelder zu decken. Da EEG-Anlagen mit hohen Einspeisevergütungen fallen ohnehin nach höchstens 20 Jahren aus der Vergütung heraus. Die über Steuermittel zu tragenden Kosten werden also nicht von Dauer sein. Wenn es geschafft wird, die Akzeptanz der Erneuerbaren so zu fördern, ist das Geld sicher gut angelegt.

Förderung

@Pro Energiewende:
Die Erneuerbaren erhalten noch zusätzliche Förderungen die nicht in der EEG sind.
Dazu gehören neben dem zusätzlichen Netzausbau diverse Produktionsvorteile, Forschungsgelder Projektförderungen und vor allem die vorrangige Einspeisung. Diese wird, sobald wir etwa 30% EEG haben noch einmal etwa 6Mrd. Jährlich ausmachen.

Bei etwa 20Mrd jährlich über ca. 30 Jahre (gemittelt.) Wird man so auf etwa 600Mrd kommen.
Zum Vergleich hat die Kernkraft laut Greenpeace (die ja eher einen hohen Wert ansetzen) nur 200Mrd bekommen.

Ich bin ja auch für die Energiewende. Nur sagt den Menschen klipp und klar, das wird teuer.
Sonst ist das wie mit der Wiedervereinigung. Alle sind über den Preis am Meckern. Aber das diese damals "alternativlos" war sollte ja klar sein. (vom Prinzip her, nicht von der Umsetzung im einzelnen)

@Spoing um 17:54

"Wenn man jetzt von 1% Gewinn ausgeht (höher sind die Margen hier nicht)"

Wo haben Sie denn dieses Gerücht her. Für 1% Gewinn kauft kein Aktionär auch nur eine Aktie der chemischen Industrie.
Die BASF hatte 2013 eine Gewinnmarge von 7% (5,1Mrd Reingewinn, 73,9Mrd Umsatz).

Für die Stahlindustrie sieht es allerdings nicht rosig aus. Dass aber z.B. der Stahlproduzent ThyssenKrupp 2013 ein Defizit erwirtschaftet hat, liegt allerdings an Fehlentscheidungen des Managements.

um 17:48 von Hugomauser

was soll das denn?
sie wissen genau das der "bereits vom kleinkunden bezahlt" efekt den gesammtpreis des stromes an den börsen unter die gestehungskosten drückt so das großkunden über rabate billiger an das zeug kommen als irgendwer der sich ausserhalb deutschlands versorgen muss
in den nachbarländern können die energieproduzenten nach und nach den laden dicht machen oder hier einkaufen (was vermehrt geschieht)
polen ist zwar damit gescheitert deutschland zum kauf der grenznahen kohlemeiler zu zwingen aber laufen tun die trotzdem,in ermangelung von kunden und weil die leitungen von dtl aus geflutet werden, nicht mehr.

auf diesem hintergrund ist das das erzeugen eines wettbewerbsvorteil da die bevölkerung den industriestrom subventioniert

Wie könnte die EU auch

zu einer Regierung die bereits 22 Mrd. € in den Rettungsschirm gezahlt hat und versprochen hat noch weitere 118Mrd. von unseren Steuergeldern dort zu plazieren jetzt auch NEIN sagen, das war doch klar ;-)

Da kann man die Sanierung oder den Neubau der einen oder anderen Bundesstraße schon wegoptimieren, fällt ja kaum auf und damit ist das offiziell eingespart. Wir fahren auf guten oder schlechten Straßen weil auch wir hier "alternativlos" sind. Tja und die Wahl hat leider gezeigt dass wohl die meißten das hinnehmen weil man auch beim Wählen "alternativlos" war.....

um 18:36 von Spoing

wenns hier ums erbsenzählen geht können sie ja mal ausrechnen was die subventionen für atom umgerechnet heute wert währen
dafür nimmt man nicht nur die inflation sondern auch das wirtschaftswachstum usw usf
eine millionen in den 60ern ist keine million 2014

@Hugomauser

Höhere Kosten sind doch ein gutes und gewolltes Mittel, um die Wirtschaft zu lenken. Deshalb ist das GUT UND NOTWENDIG auch die Industrie an den Kosten zu beteiligen. Wenn z.B. die Großbäckereien ihre Produkte teurer machen müssen, dann wäre das gut für das Klima, den Verkehr in unseren Städten und die Qualität unserer Brote (denn die "echten Bäcker" wären dann im Preisvorteil).

Leider aber steckt die CDU in den Taschen der Wirtschaft und sieht dies nicht ...

Es ist ausserdem ein absoluter Irrglaube, dass wir "Energiewende" UND "unsere aktuelle Bequemlichkeit durch Energieaufwendung" beides bekommen/behalten können. Das sollte jedem Idioten auffallen, der sieht dass wir gerade etwa 15% (oder so) aus erneuerbaren Energien erzeugen. Das ist eben die Folge wenn man sich jahrelang vorsagt dass "Kind und Karriere" für alle Frauen funktioniert.

@Ail Bi
Rauben Sie mir doch nicht meine letzte Hoffnung für dieses Land. Es wird noch schlimmer werden müssen (was auch noch kommen wird).

Keine Vorteile für die Industrie..

Die sollen alle gleich an der EEG Umlage beteiligt werden.Es kann doch nicht sein,daß nur die Kleinen wieder als Melkkühe der Nation herhaltem müssen ..Dazu, je billiger die Strompreise an der Stombörse werden desto mehr zahlen kleinen Leute.D.H. wohl die geringeren Gewinne holen sie da wieder beim Normalverbraucher herein..Mafiöse Zustände.

@der Lenz: Die zahlen sind

@der Lenz:
Die zahlen sind für 2010 Inflationsbereinigt.

@flegar:
Stimmt.
Die Chemie sieht da natürlich anders aus. Auch gerade die Petrochemie hat da weit höhere Margen.

Und zahle fleißig weiter ....

Zuerst keine Ausnahme, dann wird eine Liste mit Ausnahmen erstellt und - wetten wir - diese wird permanent erweitert werden.

Die sogenannte Energiewende muss ja auf Teufel komm raus umgesetzt werden; dabei war sie von Anfang an ein prächtiges Eigentor. Politische Propaganda, durch Merkel zum richtigen Zeitpunkt aufgegriffen und dem Volk als ultimativ und unumkehrbar im Schnellschuss verkauft. Strom wird produziert, kann aber nicht geliefert werden, da die Trassen, die Anbindung, fehlt. Strom wird billiger und billiger an der Börse, aber für den Kunden, bedingt durch das EEG, immer teurer; war ja so politisch vereinbart, zwar weltfremd und wirtschaftlich unsinnig, aber der Bürger wird schon zahlen - was soll's.

Und was macht der Deutsche, außer fleißig zahlen? Nicht mal seine politische Mitentscheidung - das Wählen - nimmt er wahr. Protestwahl ist sicherlich mehr als die schlechteste Art zu wählen. Oder wie sonst lassen sich die Nichtwählerzahlen erklären?

@ Der Lenz

"Am 18. März 2014 um 20:04 von Der Lenz
um 18:36 von Spoing
wenns hier ums erbsenzählen geht können sie ja mal ausrechnen was die subventionen für atom umgerechnet heute wert währen"

Und dann rechnen Sie mal die Subventionen auf die erzeugten kwh um. Das wäre dann die ökonomisch richtige Betrachtungsweise, alles andere ist Mumpitz.
Da wäre ich bei den Erneurbaren mal echt gespannt - aber bitte nicht die künftigen Leitungs- und Speicherkosten vergessen!

@Carbage

Ich finde es sollte für niemanden Ausnahmen geben. Die Energiewende ist ein Gesamtgesellschaftliches Anliegen und auch nur gemeinsam zu schaffen - und damit auch von allen zu finanzieren.

Aber Unternehmen, die wegen der hohen Strompreise pleite gehen oder ins Ausland ziehen, zahlen gar nix in Deutschland.

Bin ein wenig verwirrt...

Die EU will nun also berücksichtigen wie sehr die Unternehmen dem internationalem Wettbewerb unterliegen. Wird dieser Wettbewerbsdruck dann positiv oder negativ ausgelegt?
-
Internationale Wettbewerbsverzerrungen kann es ja nur dann geben, wenn ein Unternehmen auf internationalen Märkten agiert. Nur in diesem Fall ist aus Deutscher Sicht eine Befreiung vom EEG sinnvoll, denn nur diese Unternehmen müssten ja mit anderen Unternehmen konkurrieren die im Ausland nicht für das EEG aufkommen müssen.
-
Unternehmen die ausschließlich auf einem nationalen Markt konkurrieren (die berüchtigten "Golfplätze" von denen so oft die Rede war) können gar nicht zu internationalen Wettbewerbsverzerrungen führen, denn ihr Angebot reicht nicht über Landesgrenzen hinweg. Bei ihnen ist eine EEG-Befreiung Unsinn, da jedes Konkurrenzunternehmen ebenfalls EEG zahlt und sie so keinen Wettbewerbsnachteil haben.
-
Also wie denn nun? Bleiben am Ende nur die Golfplätze EEG-befreit?

Darstellung: