Kommentare

Wette

Ich wette bzw behaupte einfach mal, dass nur ein geringer Prozentsatz dieser Anträge auch berechtigt ist. Das EuGH-Urteil verpflichtet Google nämlich nicht, jeglich Inhalte auf Wunsch zu löschen, sondern nur dann, wenn die Persönlichkeitsrechte des Antragsstellers verletzt werden.
Davon abgesehen finde ich den ganzen Ansatz völlig falsch. Statt Google für seine Suchmaschine in die Pflicht zu nehmen, sollte man da anpacken, wo die Inhalte tatsächlich sind. Nämlich nicht bei Google, sondern bei den verlinkten Seiten. Nur da findet der Rechtsbruch statt. Mit dieser Maßnahme maskiert man das Problem nur, die Inhalte bleiben und andere Suchmaschinen werden sie unter Umständen auch weiter anzeigen.

@Demokrat1990

"Statt Google für seine Suchmaschine in die Pflicht zu nehmen, sollte man da anpacken, wo die Inhalte tatsächlich sind. Nämlich nicht bei Google, sondern bei den verlinkten Seiten. Nur da findet der Rechtsbruch statt."

Sicher haben Sie recht. Aber Klein-Fritz braucht eben eine grosse Wohlfühl-Zielscheibe. Und dazu eignet sich der böse Moloch Google einfach viel besser als die tatsächliche Komplexität des Netzes. Ich wette, viele der Antragsteller unterliegen da trotz gegenteiliger Berichterstattung auch der Illusion, sie beseitigten da wirklich Informationen über sich, anstatt bloss die Verlinkung durch einen Anbieter.

...das Problem ist für viele sicher auch das nicht durchschaubare System hinter Google. Was geschieht wirklich mit MetaDaten der Suchergebnisse und wie werden die verknüpft.
.
Wohlfühl-Zielscheibe hin oder her, der Mensch ist bei Google, Facebook, Yahoo usw. (also bei allen "Kostenlosen" Services) nicht der Kunde, sondern das Produkt, was genutzt/benutzt wird, um daraus Gewinn zu erwirtschaften. Das wird dabei vergessen. Google lebt nicht von Luft und Liebe, sondern von Datensätzen, und zwar auswertbaren, und das sind wir. Unsere Vorlieben, Skandale, Verknüpfungen, usw. ect. pp.

Phantasie !

Erst wenn eines Tages die Versicherung sagt du bekommst keinen Vertrag mehr, die Bank sagt du bekommst keinen Kredit, du wirst nicht eingestellt, du musst die Blackbox in den PKW einbauen das Handy eingeschaltet lassen usw. ,erst dann glaubt der redliche Nutzer das er auch ausgenutzt, benutzt, abgenutzt zurückgeblieben ist u. einen Schaden imaginär irgendwo hat u. es nicht beweisen kann woher es kam dieses nicht vergessen können wenn es einen Unterschied für jemanden macht zu Geld, Einfluss u. Macht die zu beherrschen die IHM nutzen u. die zu missachten die IHm nicht bzw. nicht genug nutzen zum Erweb von genug Kapital,Macht u. Einfluß!!Die Dinge haben grundsätzlich immer u. ausschließlich zwei Seiten so wie Licht Schatten erzeugt so kann ich nicht nur Geld verdienen mit Google sondern habe auch Pflichten die ihre Berechtigung haben aber etwas kosten dürften. Wir kennen das doch wenn es verstrahlt ist darf die Gesellschaft gerne ein paar tausend Jahre einspringen! Gut nicht immer!???

Am 31. Mai 2014 um 06:43 von Der Landgraf

Der Mensch ist schon auf Kunde, schließlich wird ja auch eine Dienstleistung geboten. Und niemand wird gezwungen Google und Co zu nutzen.
Aber hier gehts ja auch nicht darum, was Google mit den Daten macht, sondern um die Kernfunktion einer Suchmaschine. Und die ist es eben nicht, eigene Inhalte bereitzustellen.

Falsch informiert

Was hier geschaffen wurde ist genau das, wo gegen wir alle noch vor ein paar Jahren gekämpft haben. Eine simple Zensur des Internets. Noch läuft es unter dem schrecklichen Schlagwort "Datenschutz". In ein paar Jahren findet Google dann nur noch das, was es finden soll und darf. Und das dumme Volk glaub es hätte einen Sieg errungen. Wobei leider auch die Medienseite hier verpasst hat dieses Thema vernünftig an zu sprechen.

Es trifft den Boten

nicht den Verursacher.

Und warum eigentlich nur Google? Dann sucht man eben über Bing nach unangenehmen Erinnerungen!

Meines Erachtens findet

Meines Erachtens findet Google durchaus noch weiterhin alle Inhalte nach denen man aktiv sucht. Das "Vergessen" betrifft die Auto-Vervollständigung und die vorgeschlagenen Wörter bei der Eingabe der Suche. Damit also nicht alleine die Suche vieler Nutzer nach bestimmten Wortkombinationen bereits "Tatsachen" schafft.

Ja, wer Lesen kann..

...ist klar im Vorteil. Anscheinend werden doch selbst die Verweise in der Suchmaschine gelöscht, auch wenn man aktiv danach sucht.
Das geht mir nun aber schon eine Spur zu weit. Wenn Persönlichkeitsrechte verletzt werden hat man das Recht gegen die Seite selber vorzugehen. Das Inhalte in Suchmaschinen aktiv gefiltert werden finde ich persönlich sehr bedenktlich. Vor einigen Jahren hatten wir so einen änlichen Versuch schon einmal unter dem Deckmantel der Kinderpornografie. Damals abgeschmettert scheint das Zugpferd der Persönlichkeitsrechte besser gezogen zu haben. Wenn erst Strukturen geschaffen werden Inhalte im Internet für die Mehrheit unzugänglich zu machen wird dieses früher oder später ausgenutzt werden. "www.Google.to" wird dann wohl meine neue Startpage werden.

Es trifft den Boten nicht den

Es trifft den Boten nicht den Verursacher. Und warum eigentlich nur Google? Dann sucht man eben über Bing nach unangenehmen Erinnerungen!

Das Urteil ist der falsche Weg. Es sind eben nur Verweise die gelöscht werden. Das Internet vergisst weiterhin nichts.

Werden jetzt demnächst auch unliebsame Beiträge über Politiker aus den Suchergebnissen entfernt?

Warum klagt Google jetzt nicht einfach wegen Benachteiligung, denn es ist jetzt im gegensatz zu Microsoft(bing) benachteiligt.

"Es lebe die Zensur."

Meines Erachtens findet


Meines Erachtens findet Google durchaus noch weiterhin alle Inhalte nach denen man aktiv sucht. Das "Vergessen" betrifft die Auto-Vervollständigung und die vorgeschlagenen Wörter bei der Eingabe der Suche. Damit also nicht alleine die Suche vieler Nutzer nach bestimmten Wortkombinationen bereits "Tatsachen" schafft.

Im Beitrag hier auf Tagesschau.de wird das jedoch anders berichtet. Auch das Formular zeigt klar das es um Links zu webseiten geht.

Der EuGH hatte vor gut zwei Wochen entschieden, dass Europas Bürger Google dazu verpflichten können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen.

Google Schreibt:

Google Schreibt:
Bei der Umsetzung dieser Entscheidung werden wir jede Anfrage individuell prüfen und zwischen den Datenschutzrechten des Einzelnen und dem Recht der Öffentlichkeit auf Auskunft und Informationsweitergabe abwägen. Bei der Bearbeitung Ihres Antrags prüfen wir, ob die Ergebnisse veraltete Informationen über Sie enthalten. Wir untersuchen außerdem, ob ein öffentliches Interesse an den Informationen besteht, zum Beispiel, ob es um finanzielle Betrugsfälle, Berufsvergehen oder Amtsmissbrauch, strafrechtliche Verurteilungen oder das öffentliche Verhalten von Regierungsbeamten geht.

Ich hoffe das wird auch gründlich geprüft und es bleibt bei der Umsetzung nach dieser Beschreibung.

Übrigens vor dem Kommentieren

Übrigens vor dem Kommentieren auch lesenswert:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/google-faq100.html

@para757

"Warum klagt Google jetzt nicht einfach wegen Benachteiligung, denn es ist jetzt im gegensatz zu Microsoft(bing) benachteiligt."

Nein, ist es nicht. Das Urteil betrifft auch bing und alle anderen Suchmaschinen.
Nur Google ist die einzige, die öffentlich etwas zur Umsetzung des Urteils tut. Bei allen anderen muss man drauf warten, ob sie sich überhaupt an eine Umsetzung machen.

Da dieses Thema in 14 Tagen …

niemanden mehr interessiert, wäre es für alle Beteiligten sinnvoller, ihr Leben so umzustellen, dass eben keine „negativen“ Nachrichten über Meyer, Müller, Smith … erscheinen und verbreitet werden. Wer konform zu moralischen und gesetzlichen Vorgaben lebt, sollte doch mit Google gar nicht erst Probleme bekommen. Abgesehen davon, dass man alles „negativ“ auslegen kann. Jetzt willich das aber mal „positiv“ gesehen wissen …
Außerdem gibt es reichlich Alternativen zu Google und Bing, man muß sie nur nutzen …

Dokumente hochladen etc.

Vorher war es ein Ausweis, jetzt ist es ein identifizierendes Dokument, das man hochladen muss. Vorher war es eine speicherbare Kopie, jetzt ist es immer noch eine. Vorher waren es persoenliche Daten, jetzt immer noch. Wo ist denn da nun was anders? Eine lesbare Kopie ist weiterhin eine prima Vorlage fuer eine Faelschung. Nein, ich unterstelle Google dahingehend tatsaechlich nichts. Aber die Absurditaet sollte doch offensichtlich sein: Jede Identifizierung zwecks Anonymsierung ist sowohl notwendig als auch kontrapoduktiv und damit wird die Laecherlichkeit des Ganzen wird offenbar. Aber das schlimmste ist: Jedes Dokument wird von der NSA und vergleichbaren Diensten abgefangen und gespeichert. Denn google hat ganz bewusst keine Ende zu Ende Verschluesselung (http://url.ie/rxo6) Wieso lassen wir uns so leicht verschaukeln und fallen auf diese Beruhigungspille names "Recht auf Vergessen" herein?

unbefangen

gerade googel, die ja immer schon die Interessen Anderer hoch eingeschätzt haben, werden abwägen zwischen dem
"Recht des Einzelnen auf Vergessenwerden" und dem Informationsrecht der Öffentlichkeit".

Google und Daten...

Um einen Link löschen zu lassen verlangt Google noch mehr Daten - Pass, Personalausweis oder Führerschein einscannen.
Und was geschieht mit diesen Daten, die ja außerhalb der EU gespeichert werden?

Darstellung: