Kommentare

schon toll

Also ich finde es vorbildlich, wie man bei Amazon vorgeht. Wer nichts wagt, gewinnt nichts. Da sollten sich viele europäische oder gar deutsche Konzerne mal ne ordentliche Scheibe abschneiden. Hier wird ja lieber auf maximale Gewinnerzielung geachtet, brutal kaputt gespart und weniger auf Nachhaltigkeit gerichtet. Der Euro muss jetzt verdient werden und nicht erst in geraumer Zukunft.

Man kann nur hoffen, dass Amazon weiterhin das sichere Gespür für Innovationen und Investitionen hat. Aber die Feststellung "es geht nur über den Preis" betrifft bei Amazon eher nur wenige Produkte. In der großen Mehrzahl ist Amazon günstig aber bei weitem kein Preisbrecher - man muss da nur mal auf Preisvergleichsportale gehen.

Mit begrenztem Wachstum ...

... zu kalkulieren wäre sicherlich die nachhaltigere Strategie gegenüber einem Wachstum um - fast - jeden Preis. Aber den Namen Amazon trägt das Unternehmen ja nicht ohne Grund.

@05:52 von G-Townler

Amazon ist sehr wohl ein Preisbrecher. In quasi jedem Fall dank Amazon Marketplace.

Wachstum um jeden Preis

Ja, Wachstum um jeden Preis, ist die Devise von Amazon. Oft profitieren die Kunden, aber mit den Arbeitnehmern bei Amazon sollte man nicht reden, denn diese haben zum Arbeitsklima oft eine ganz andere Meinung.

Ich hoffe Amazon zerbricht,

Ich hoffe Amazon zerbricht, da sie eine Haupttriebkraft bei der Verbreitung von "e-books" sind. Diese sind aber leider wieder nur ein weiteres Gadget für die "ich erkaufe mir Bequemlichkeit über Energieverbrauch und es ist mir egal wie die Qualität der Tätigkeit Lesen darunter leidet"-Fraktion.

Abgesehen davon ist Amazon als Online-Händler sowieso schon verwerflich, da sie unsere Straßen mit Lastern (und all den "Folgekosten") füllen und nur einen Hungerlohn zahlen. Die "Verbilligung" und "Steigerung der Effizienz im Handel" muß aufgehalten und zurückgedreht werden, damit unsere Innenstädte noch Läden haben und nicht trostlos werden UND damit wir mehr Arbeitsplätze haben UND damit wir weniger Umweltverschmutzung erzeugen.

@CE

Ohne konkrete Zahlen zu kennen vermute ich stark, dass eBooks weniger umweltbelastend sind als klassische Bücher.
Buchdruck, Auslieferung an die Händler, Einkaufsfahrten der Konsumenten, Vernichtung von Rückläufern - auch an klassischen Büchern hängen Umweltverschmutzung, Ressourcenverbrauch, verstopfte Strassen, Energieeinsatz

@Ich hoffe Amazon zerbricht, 6:37 von CE

DAS wird nicht reichen ;-)
zumindest das Face-Bürschchen gehört dazu
und Monsanto
und Pfizer
und Goldman-Sachs
undundund

Sie sehen: nicht so einfach,
die Welt zu retten...

Wachstum

Das klingt zuerst gut, weil Wachstum ein positives Wort ist und man assoziiert damit ein Vorankommen, es geht aufwärts, es wird mehr!
Leider wächst parallel zum Umsatz von Amazon auch noch der Müllberg. Der Konsum muss auch wachsen, also wächst der Verbrauch von Gütern und somit auch diese Wegwerfphilosophie. Kleider, Elektronik, Gebrauchsgüter jeder Art, werden immer schneller und in kürzeren Abständen abgestoßen oder unnötig gehortet.
Wachstum um jeden Preis sieht dann so aus, dass es auf Kosten der Umwelt geht. Sinnloses vergeuden von Rohstoffen und um Produkte herzustellen, wird auch der Energieverbrauch wachsen.
Wachstum ist also nicht immer positiv, denn der Preis ist sehr hoch, den unsere Erde dafür "zahlen" muss.
"Keiner von uns kommt lebend raus und keiner von uns kann etwas mitnehmen!"
Wohlstand ist, wenn man mit Geld, das man nicht hat, Dinge kauft, die man nicht braucht, um damit Leute zu beeindrucken, die man nicht mag!"

cia expands spy work through amazon cloud .....

einfach mal googeln - Artikel von der Financial Times:
Amazon baut das neue 600 Mio Dollar teure Spionagegebäude der CIA.
Man fragt sich - oder auch nicht - was die damit zu tun haben.
Aber wenn die ganze Welt Kunde bei A. ist, ist das wohl keine Frage.

@Guy_Fawkes

eBooks sind Computer und können kaputtgehen. Mindestens der Akku dürfte da alle paar Jahre auszutauschen sein. Für solche Akkus braucht man eine Menge "seltener Erden" usw., die unter großer Umweltverschmutzung aus der Erde und dann mindestens einmal, für diverse Anreicherungsprozesse, um dieselbe gekarrt werden.

Dann kommt noch der Strom hinzu ...

Es geht aber nicht nur um die Umweltverschmutzung, sondern auch um weiteres was die QUALITÄT angeht.

- Ein echtes Buch hat ein ganz anderes Gefühl als ein schnödes eBook und die optische und haptische Qualität eines Buches ist viel besser.

- "Digital" ist zwar ganz nett und modern, ABER es ist viel leichter über "digital" Propaganda zu verbreiten und Dinge zu fälschen als es auf Papier ist. Da ist eben eine "Hemmschwelle" die uns vor allem vor einer Flut von MÜLL bewahrt. Sehen Sie es als eine Art "SPAM-Bremse" an, wenn Sie echte Bücher kaufen.

Für das eBook steht nur "Bequemlichkeit", die man aber auch als FAULHEIT übersetzen kann.

@CE

Wenn Sie schon politisch korrekt von der Okö-Palme herab argumentieren, sollten Sie vielleicht aber auch einpreisen:
wieviele Bäume müssen für ihre Bücher sterben?
Auch die Energie für Papierfabriken kommt nicht aus der Steckdose, und auch Bücher wollen per LKW tranportiert werden.
Bücher brauchen Platz (= Möbel, = Ressourcen und Energie bei der Herstellung derselben).
Werden sie stattdessen entsorgt, belastet die Druckerschwärze die Umwelt (und eine Schande wäre das bei einem guten Buch allemal).
Das dicke Buch im Koffer belastet - zwar unmerklich, aber doch - die Energiebilanz des Autos, des Flugzeuges, etc.

Insofern kann ich, frei nach D. Adams, schon die Leute verstehen, die sagen: allein die Erfindung der Schrift war schon ein Fehler ;)

Aber im Ernst: ich freue mich eigentlich, dass Dank der Erfindung "E-book" sicher wieder mehr Menschen als früher zur fast schon vergessen geglaubten Kunst des Lesens finden.

@CE

Da stellen Sie aber einige sehr wackelige Rechnungen auf.
"ich erkaufe mir Bequemlichkeit über Energieverbrauch und es ist mir egal wie die Qualität der Tätigkeit Lesen darunter leidet"
Der Energieverbrauch vom Kindle ist minimal im Vergleich zu dem, was beim Drucken, Binden, Verpacken, und Transport zum Buchhändler verbraucht wird.
"Abgesehen davon ist Amazon als Online-Händler sowieso schon verwerflich, da sie unsere Straßen mit Lastern (und all den "Folgekosten") füllen..."
Und das, was Sie im Ladengeschäft kaufen, zaubert das Sandmännchen nachts dorthin, oder wo sehen Sie die besondere Verwerflichkeit der Online-Anbieter?
" Die "Verbilligung" und "Steigerung der Effizienz im Handel" muß aufgehalten und zurückgedreht werden,..."
Das ist wirtschaftlich Unsinn. Wenn Sie die Unternehmen künstlich zwingen wollen, ineffizient zu sein, sind wir wieder bei der Planwirtschaft. Wie doll die läuft, können Sie in den Geschichtsbüchern nachlesen.

@Technocore

Bäume wachsen nach und sie verursachen keine Umweltverschmutzung wie die Minen für die Akkus UND es macht viel mehr Spaß in einem Buchladen zu stöbern, mit einem Buchhändler zu reden usw., als sich einfach von Amazon etwas zu bestellen.

Sie müssen es mal so sehen:
Wir alle haben nur 24 am Tag und 7 Tage die Woche. Da sollten wir uns bemühen diese begrenzte Zeit mit einem Maximum an QUALITÄT zu füllen. Was tun wir aber stattdessen? Wir versuchen es durch ein Maximum an Quantität zu füllen ... mehr mehr mehr. Das ist falsch!

Fragen Sie sich einfach mal was besser ist:
- Ein Treffen mit Freunden zu einem Gespräch ODER stundenlanges quasseln übers Handy?
- Ein echtes Buch in den Händen, wo man auch zwischen Seiten blättern kann, oder ein Plastik e-reader?
- Fachbücher gibt es sowieso nie auf e-reader.

Füllen Sie Ihr Leben mit BESSER statt nur "mehr". Die Anzahl der benutzten Sinne ist ein guter Indikator ...

@artist22

Vor allem nur ausländische Konzerne - denn wir sind die Guten!

Na ja...

Der Umweltschutz dieses Planeten wird nicht (ausschließlich...) von Amazon abhängen.
Die Meinung einiger, dass dadruch mehr Menschen in Kontakt mit Literatur kommen, teile ich nicht. Weder Auf Tablet´s Readern noch Smartphones sitzen junge Menschen mehrheitlich begeistert beim Lesen - im Gegenteil, die zum Teil viert- und fünftklassige Auswahl lässt die meisten schon bei Seite 5 abschalten.

Das "Wachstum" grundsätzlich positiv ist, lehne ich schon beim Gedanken von Tumoren ab...
Von der Wirtschaft her bedeutet Wachstum ja auch weniger Vorteile als vielmehr (oh siehe da, wir reden über Amazon) Gewinnmaximierung auf Kosten der Belegschaft und der Kundschaft. Letzteres bei Amazon weniger, dafür fehlt A. (momentan) noch die Gewinne.

Und die Sache mit Spionage und Datensammlung (hier v.a. aus wirtsch. Gründen) lasse ich mal außen vor...

@CE Sorry, habe länger mit

@CE

Sorry, habe länger mit der Antwort gebraucht, weil ich mir erst meine herzhaft erlachten Tränen wegwischen musste. Danke, dass Sie mir mit Ihrem Beitrag so einen Spaß bereiteit haben. Ich bin ein Vielleser und habe seit über 6 Jahren kein Papierbuch mehr gelesen.
Und, was soll ich sagen, ich habe noch nie die Happtik, das Gewicht und den Platzverbrauch eines papiernen Buches vermisst.
Achten Sie aber bitte auch auf Ihre Wortwahl und die Unterscheidung zwischen Ebook-Reader und Ebook. Aber das lässt sich sehr leicht digital nachlesen ;)

@Nur Ausländer? 8:16 von HansG

Hat das jemand gesagt?
Ich beschäftige mich als Mathematiker meist mit dem Wesentlichen.
Und was ist schon Siemens im Vergleich zu
Monsanto, Pfizer oder Goldman-Sachs
Peanuts!
Gilt übrigens genauso für Gazprom.

Und nu?
Keine Sorge: Alles muss raus äh kommt ;-)

Online: Chance oder Offline: Chancenlos

Amazon ist ein klassisches Beispiel, wie in der heutigen gesamtumfassenden strengen und von allseits geregelten Gesetzeslage es überhaupt noch möglich ist, den Neubeginn eines Betriebes oder Unternehmens zu starten. Mit geliehenem zinsbeladenem und entsprechend gewinnlosem Kapitaleinsatz, und Aufbau-Arbeitseinsatz hat auch Amazon begonnen. Mit Online-Handel, den besten Programmentwicklern und risikobereitem Führungspersonal sowie mit modernster Verpackungs-Technologie und auch regulierende Arbeitszeiten ist der Einstieg und auch Anstieg bisher gelungen.
Bei Google hat eine fast leere, aber nach Einwahl blitzschnell erscheinende 1. Seite den erfolgreichen Einstieg bewirkt, bei MS die verschenkten silbernen Windows-CDs.
Das regionale Betriebsdenken erlebt gerade einen Wandel: Firmengründungen nur noch subventioniert mit staatl. Hilfe, als Kleinmittelständler jedoch die große Armutsfalle.

Pech auch für die Transportwege, die unter dem steigenden LKW-Verkehr zerbröseln.

@Absalom

Sicher bringt auch ein Laster die Bücher zum Laden, aber die Betonung hier ist auf "EIN" zu legen. Schauen Sie sich einfach mal an wie viele Paketdienste hier gleichzeitig die selben Routen fahren ... und das sind übrigens auch die Spezialisten, die gerne mal in Zweiter Reihe halten und für mini-Staus im Berufsverkehr sorgen.

Ich will Amazon WEG HABEN und "künstliche Ineffizienz" ist KEINE Planwirtschaft. Das ist das übliche Totschlagargument der Leute die nicht erkennen wollen, dass immer mehr Effizienz beim Verkaufen bedeutet, dass immer weniger Menschen Arbeit haben ...

Und dass Amazon NIEDRIGSTLOHN zahlt und die Packer dort keinen wirklich erfüllenden Arbeitsplatz haben, ist nicht gerade eine Kleinigkeit. Soziale Verantwortung hat JEDER von uns und die Zustände in dem Laden sind bekannt.

@Eckensteher

Na dann ab in die Einsamkeit für Sie ... ohne soziale Kontakte zum Buchhändler (oder vielleicht der örtlichen Bücherei ... die könnte ja den so ungeheuren Platzbedarf reduzieren).

Ob nun e-reader oder e-book ist mir schnurz. Das ist alles ein Qualitätsverlust in unserem Leben und nur weil Sie sich damit zufrieden geben muß das keine gute Lösung sein.

Amazon EU S.A.R.L

ist so etwas wie eine GmbH.
Also keine Aktien-Kapitalgesellschaft, die mit ihrem Kapital an der Börse zockt, und bei der die Gewinnabschöpfung von Aktionären mit Hilfe höchstbezahlter Manager in die Höhe gepeitscht wird.
Mir sind etliche Betriebe bekannt, die als GmbH beginnen und als AG arbeitsplatzvernichtend und börsenbestimmt ihre Produktionen weiterführen.
Man erlebt aber auch, dass einstige Betriebsgründer und Eigentümer die sich in fremden Büchern befindlichen Aktien-Papiere wieder einsammeln.
Wenn die Einkommenslage bei Amazon in die Gewinnzone eintritt, wird die GmbH ganz gewiß sofort in eine Kapital-Gesellschaft gewandelt und an der Börse gehandelt werden.

Erst lesen dann schreiben

@XZane
Niemand behauptet, dass ausschließlich der Umweltschutz von Amazon abhängig ist, aber Konzerne wie Amazon und deren Philosophie sind auf jeden Fall nicht förderlich für den Umweltschutz.
Wachstum assoziiert man erst mal nicht mit Tumoren. Grundsätzlich denkt man dabei nicht an etwas Negatives. Deswegen schrieb ich ja, dass man damit eigentlich positive Dinge assoziiert. Und da es aber auch ein negatives Wachstum gibt, habe ich beschrieben, dass man beim Wachstum vom Umsatz eben auch ein Wachstum vom Müllberg und der Energie hat. Wenn man es aufmerksam liest, kann man es eigentlich nicht falsch verstehen!
Sie assoziieren also zuerst Tumore, wenn sie an Wachstum denken? Nun denn, das ist aber nicht unbedingt was jeder zuerst assoziiert. Man kann an vieles denken, aber zuerst denkt man nicht an Tumore oder?
Ich wollte damit klar machen, dass es auch ein Wachstum von Dingen gibt, die man nicht will. Energieverbrauch, Müllberge, Rohstoffverbrauch etc.

@Eckensteher / CE

Sie sollten sich die Bücher von Michael Braungart zum Thema "Cracle to cradle" durchlesen.

Es ist definitiv möglich, Bücher ohne "folgen" für die Umwelt herzustellen, die ohne Gifte in Produktion auskommen und nachher komplett recycelbar sind. (Recycelbar NICHT downcycelbar wie Altpapier)

Geht das mit einem Ebook-Reader? Wohl kaum. Man kann sich gerne weiter in die Tasche lügen, um sein Gewissen zu beruhigen... Ich habe auch kein Problem damit, dass man nicht alle Details zu jedem Thema kennt, aber falsche Informationen verbreiten ohne sich ausreichend informiert zu haben ist immer fraglich.

Was Amazon versucht, ist eine Kundenbindung zu erreichen, dass niemand mehr woanders bestellen will. Sie machen ihre Arbeit gegenüber den Kunden sehr gut, aber auf Dauer sehe ich das als Problem, wenn man versucht "Monopolist" zu werden.

Zum Teufel mit den Quartalszahlen

Die Orientierung mit Sicht nur auf die nächsten 3 Monate wird immer wieder kritisiert. Hier haben wir ein Unternehmen dem die Quartalszahlen egal sind - kritisiert wird es trotzdem.

@Matthes84 Da Sie mich mit in

@Matthes84

Da Sie mich mit in den Betreff nehmen, bitte ich Sie meinen Beitrag nochmsls zu Lesen, denn in diesem ist lediglich von meinem persönlichen Leseverhalten die Tede

@Matthes84 da Sie mich im

@Matthes84

da Sie mich im Betreff nennen, möchte ich Sie bitten, meinen Beitrag nochmals zu lesen, denn dieser stellt lediglich meine persönliches Leseverhalten dar und ist kaum für eine politische Debatte nutzbar.
Auch habe ich keine keine falschen Informationen verbreitet, denn ich gehe schon davon aus, dass ich mein Verhalten bestens selber beurteilen kann.
Allerdings haben Sie aber in einem Punkt nicht nur gemutmaßt: Amazon nutzt die Ebooks zu Kundenbindung. Das betrifft mich aber auch nicht, da ich keinen Kindle habe, sondern einen freien Reader nutze.

Zunächst einmal würde ich mir einen weniger aggressiven Tonfall wünschen...
Ich habe weder eine bestimmte Person noch ihre direkt zitiert oder erwähnt. Außerdem habe ich lediglich verdeutlicht, dass Wachstum nicht "grundsätzlich" positiv sei, nicht dass es dass nicht sein könnte. Als Beispiel habe ich mit dem deutlichen Wort "ich" (=subjektiv) Tumore erwähnt, um mal ein Beispiel fernab vom Wirtschaftsverständnis zu benutzen.
Dass Amazon nicht gerade aktive Umweltschützer sind, versteht sich von selbst. Auch hier habe ich nie etwas gegenteiliges behauptet.
Und "man" assoziiert mit Wachstum nicht positives, "Sie" tun das. Für viele Menschen bedeutet Wachstum eben doch "Arbeitsplatzverlust, Lohndumping oder Konsumgedanken". Also bitte nicht von Ihnen gleich auf alle schließen; ich habe dies nicht getan sondern lediglich verdeutlichen wollen, dass es auch andere Einstellungen geben kann.
Insofern habe ich also gelesen - ich habe mir nur erlaubt, einmal eine andere Perspektive einzubringen.

Mir persönlich ist es

Mir persönlich ist es unverständlich, weshalb einige Kommentatoren Amazon als vorbildlich und innovativ ansehen.

Dieses Unternehmen fährt keinen Gewinn ein, weil es versucht innerhalb seines Kerngeschäfts seine Monopolstellung (eBooks) aufrechtzuerhalten bzw. diese in weiteren Märkten zu erreichen. So verkauft man also gerne Geräte unter Verlust und presst gleichzeitig Lieferanten, wenn es sein muss auch mit Gewalt und Verweigerung deren Titel im eigenen Geschäft so aus, dass die Preise stimmen, Renditen für Amazon rasiermesserdünn sind und für alle anderen nichts mehr übrig bleibt. Gerade in diesem Zusammenhang ist das kürzliche Urteil in den USA gegen Apple, welches Amazons Monopolstellung nur noch zementiert hat unverständlich.

Ein Unternehmen, welches hier in Europa alle Steuern vermeidet, Lieferanten auspresst und zu eigenen Konditionen zwingt, Wettbewerber aufgrund des Jahrelangen Minusgeschäfts aus dem Markt drängt, ist also innovativ und vorbildlich?

Ideologie (@CE et al)

Bei "richtigen" Büchern gebe ich Ihnen Recht, wenn es aufwändig gestaltete Bildbände, Comics etc. sind. Kein aktueller Reader wird wohl Moebius oder Uderzo so 'rüberbringen wie das gute alte Papier. Bei schnöden Buchstaben ist das allerdings eben nicht so.

Nur hatten wir solche Paradigmenwechsel schon öfter.

Als der Rechenschieber und die Logarithmentafel vom Taschenrechner abgelöst wurden, haben die Puristen gemault.

Der Bleisatz wurde wegen "traditioneller Werte" jahrelang gegenüber dem eigentlich umweltfreundlicheren Fotosatz mit Zähnen und Klauen verteidigt.

Die Printindustrie überschwemmt uns sein über 150 Jahren mit ausgewiesenen Wegwerfprodukten wie Tageszeitungen, Magazinen usw.

Und was nützt mir der "soziale Kontakt" zum Buchhandel, wenn er mein Lieblingsbuch (bspw. in englisch) nicht führt? Bei z.B. Amazon finde ich es sofort, und AUCH DAS ist Qualität.

PS: Ein Baum wächst nach, ja. Aber in 50 Jahren, wo ein alter zuvor in 5 Minuten gefällt wurde. So sieht's aus.

Wer bei Amazon kauft...

... ist selber Schuld!

Amazon ist der Tod des Einzelhandels.
Nicht nur, dass diverse Anbieter auf dem Marketplace nicht rechnen können ( es sind pro Artikel 15 % des Verkaufspreises als provision für Amazon fällig) - die Anbieter verkaufen größtenteils unter dem empfohlenen UVP und dann noch versandkostenfrei: minus der 15 % für Amazon kommt man da in den meisten Fällen nur mit Verlust raus und da wird das auch nicht mehr durch die Menge geregelt: 50 mal Minus bleibt Minus!!
Die Arbeitsbedingungen bei Amazon sind katastrophal.

Und in den Städten wird gemeckert, dass so viele Läden schließen.

Wir kaufen nichts mehr bei Amazon sondern suchen uns dort einen Anbieter und bestellen dann in dessen eigenem Online-Shop!

@Ideologie 10:04 technocore

"Als der Rechenschieber und die Logarithmentafel vom Taschenrechner abgelöst wurden, haben die Puristen gemault."

Nix Ideologie.
Ich maule z.B. immer noch darüber,
dass immer mehr unserer Schüler ohne diese Taschrechner
nicht mal mehr in der Lage sind,
einfachen Dreisatz zu beherrschen.

Also Fortschritt ist kein Selbstzweck,
ebensowenig wie "Wachstum".
Zumal die Früchte immer weniger Leute einsammeln dürfen..

hmm... anders

ich mag Amazon

Lieferungen kommen schnell und zuverlässig, Reklamationen werden kundenfreundlich bearbeitet...

.

und ich mag Amazon nicht.

Sie zahlen hier kaum Steuern, beuten zum Teil ihre Angestellten aus, und sind trotzdem nicht so günstig wie viele kleinere Versandhändler.

Entsprechend nutze ich Amazon, versuche aber gerade bei hochpreisigeren Produkten wo möglich auf kleinere Wettbewerber zu setzen, die tatsächlich hier ihre Steuern zahlen.

.

Sowohl Dämonisierung als auch Begeistrung sind aber wohl fehl am Platz. Allerdings sollte man es sich überlegen, ob man mit Kindle und Fire wirklich helfen möchte, Amazon-eigene Formate zu etablieren.

@ CE

äh.. nein. Gerade für Fachbücher sind E-Reader oder Tablets ideal. Eine Novelle lese ich im Regelfall von Anfang bis Ende. In Fachbüchern schlage ich hingegen meistens etwas nach. Volltextsuche und ein interaktiver Index erleichtern das enorm.

Selbst schuld...

Solange der "Experte" im Einzelhandel den Klirrfaktor höchstens noch mit einer runterfallenden Kiste Bier assoziiert, und für beliebige Produkte 20-30% mehr verlangt als der Onlinehandel... JA!

Und es ist ja nicht nur das böse A. Beim Kauf eines Keyboards (ca. 2500€) verlangte der lokale Händler 400€ mehr als ein Onlinehändler (der übrigens auch ein großes Ladengeschäft im Süddeutschen führte, also können Personal- und Lagerkosten wohl nicht so ausschlaggebend gewesen sein). Wen wunderts da, dass die Liebe zum lokalen Musikalienhändler denn doch nicht soweit ging?

Und was den "UVP" angeht - der ist, wie der Name schon sagt, 'unverbindlich', ein Versuch, die schon vor Jahrzehnten als rechtswidrig gekippte Herstellerpreisbindung irgendwie künstlich am Leben zu erhalten. Wer den zahlt, ist ebenfalls selbst Schuld - und ein Händler, der ihn mit Krokodilstränen im Knopfloch verlangt, einfach auch unseriös.

@ tinatric -ernsthaft?

Kein Ladengeschäft verkauft heute noch etwas zum UVP. Naja, vielleicht Fototaschen made in China, oder Nobelhandtaschen.

Selbst mit Steuern, Provision, Kosten und Gewinn sollte es in der Regel möglich sein, zu unter 70% der UVP anbieten zu können. Weil die eben einfach Mondpreise sind.

Und der Einzelhandel... Verkäufer waren schon immer genau das: Verkäufer. Eine kompetente Fachberatung war schon immer die Ausnahme, psychologisch geschicktes Aufschwatzen die Regel. Dafür muss ich mich nicht über fahrradunfreundliche Wege in überfüllte Innenstädte quälen. Da informiere ich mich in Fachforen, bestelle online, und fahre in der gesparten Zeit durch die Natur.

Ausnahme natürlich Bekleidung. Aber da gleichen sich ja die Preise zwischen Netz und Laden an, weil erstere die ganzen Rücksendungen finanzieren müssen.

*Das* natürlich Arbeitskraft so enthusiastisch eingespart wird, *ist* ein Problem. Das Internet ist aber nur Werkzeug, die einseitige Besteuerung von Arbeit die Wurzel des Übels

Wer von Ihnen arbeitet bei Amazon?

Hier werden ständig die "schlechten" Arbeitsbedingungen bei Amazon angeprangert, da frage ich mich, wer von denen die hier meckern und maulen tatsächlich bei Amazon arbeitet oder jemanden kennt der bei Amazon arbeitet?
Ist es so schlecht, wenn jemand der keine Ausbildung, oder Schulbildung hat, die Chance bekommt für einen Lohn der an vielen Standorten weit über dem "Mindestlohn" von 8.50 Euro liegt zu arbeiten?
Sprechen Sie doch mal mit Menschen die nach Langzeitarbeitslosigkeit endlich wieder einen Job gefunden haben, bei dem sie auch noch gern zur Arbeit kommen und wo sie durch gute Leistung und Engagement gute Entwicklungschancen haben.

@Nencore - Bitte höflichst um Vorlage...

Könnten Sie uns bitte vorher mit Belegen erläutern, wo genau und wer diese "weit über dem "Mindestlohn" von 8.50 Euro" verdient? Und bitte gleich mit einem Erfahrungsbericht der Arbeitsverhältnisse, da Sie diese ja relativieren wollen - ungeachtet der Dokumentationen, die sogar im öffentlich-rechtlichen schon klarstellten, zu welchen Bedingungen man bei Amazon offenbar arbeitet.

Dabei habe ich bewusst die Gastarbeiter aus Spanien und Co. noch nicht erwähnt, die noch schlimmer dran sind. Und das nach wie vor, trotz der damaligen (kurzen) medialen Aufmerksamkeit...

Erfahrungsbericht

Lieber User XZane,

ich kann Ihnen direkt sagen, dass ich als Zeitarbeiter (eingesetzt als "Picker") über eine studentische Zeitarbeitsfirma in dem FC Graben 9,50€/Stunde verdient habe. Es können auch 9€/Stunde gewesen sein, ganz sicher bin ich mir da nicht mehr. Wie waren viele Studenten, die in einem beschaulichen Dorf im Allgäu "gebunkert" waren (Unterkunft und Verpflegung morgens und abends durch Amazon gestellt). Hin und zurück hat zwei Stunden veranschlagt.

Es war harte Arbeit, am gesetzlichen Limit. Dafür ist man mit knapp 2.000€ nach 'nem Monat raus gegangen (nachdem man sich als Student die Steuer wiedergeholt hatte).
Daneben gab es zahlreiche Weihnachtsverlosungen und kleinere Geschenke am Ende. Die Sicherheitsschuhe wurden von Amazon gestellt und man durfte sie behalten.

Haben Sie sich auch kritisch mit der öff.rechtl. Reportage auseinandergesetzt? Oder einfach so geschluckt, was vorgesetzt wurde? Informieren Sie sich bitte, was besagte Spanierin noch zu sagen hatte...

Amazon ist ein Schmarotzer des Kapitalismus

- Beratung der Kunden gibt es nicht,
- Ladenmieten fallen nicht an,
- Steuern werden in Deutschland nicht gezahlt,
- minimale Gewinnsteuern in der Karibik,
- Auslieferungslager in strukturschwachen Gebieten, zB Bad Hersfeld mit Autobahnanschluss
- minimale Löhne für die "picker",
- keine Betriebsräte,
- meist Gestellung der Praktikanten durch die Arge,
- Unterbringung spanischer Hilfsarbeiter in Wochenendsiedlungen,
- Bewachung dieser Personen durch eine dubiose Sicherheitsfirma H.E.S.S.,,,

Alle, die Amazon loben, sollten einmal einen Monat unter deren Arbeitsbedingungen arbeiten.

@Technocore und CE

Sie liegen sicher nicht fehl mit ihrer Analyse.
Ich habe sehr viele Buecher in meinem Haus und musste, als ich ins Ausland umzog, eine ganze Menge zurueck lassen.

Ich besitze seit ein paar Monaten ein e-book ( nicht von Amazon) und bin sehr froh darueber.
In der Sprache des Landes in dem ich wohne kaufe ich mir gebundene Buecher. Doch da ich weiterhin auch gerne deutschsprachige Buecher lese ist das e-book fuer mich von grossem Vorteil.
Vorher hab ich meine Buecher bestellt, zu meiner Tochter schicken lassen und die hat sie mir weitergeschickt. Nun kann ich
mir das gewuenschte Buch direkt runterladen und da ich platzmässig eingeschränkt bin ist ein e-book ein zusätzlicher Vorteil.
Buecher die ich liebe werde ich mir zusätzlich als gebundenes Buch besorgen.

Ausserdem denke ich , dass ein e-book vielleicht auch Leute ans lesen bringt die sonst nicht so dafuer zu haben sind und - vielleicht - soviel Spass am lesen gewinnen, dass sie irgendwann zu gebundenen oder Taschenbuechern greifen.

@Mattes84

"Es ist definitiv möglich, Bücher ohne "folgen" für die Umwelt herzustellen, die ohne Gifte in Produktion auskommen und nachher komplett recycelbar sind. (Recycelbar NICHT downcycelbar wie Altpapier)"

Die entscheidende Frage ist doch aber: Wie groß ist der Anteil der Bücher, die mit diesem Verfahren hergestellt werden?
Mit der Möglichkeit ist schließlich noch keinem geholfen, wenn sie aus Kostengründen (oder warum auch immer) kaum genutzt wird.

Nachtrag Erfahrungsbericht

Ergänzend zum Post oben:

Als "Picker" schiebt Wagen verschiedener Größe durch das riesige Warenlager und läuft dabei ca. 10-20 km pro Tag. Das krasse Gegenteil dazu sind die Verpacker, die den ganzen Tag nur stehen. Ich hatte nach 'nem Monat als Picker rund 7 kg verloren, was ein netter Nebeneffekt war.

Amazon hat eine amerikanische Unternehmenskultur, d.h. jeder wird geduzt. Im Eingangsbereich und der Kantine sind überall Flachbildschirme aufgestellt in der Unternehmensnews gezeigt werden, z. B. wer wo und warum eine Position aufgestiegen ist. Es wird schon eine positive Stimmung erzeugt. Die Architektur ist hell und einladend. Kurz: die Zeit bei Amazon war anstregend aber ertragreich. Auch ohne Betriebsrat und ohne dass Amazon Ladenmieten bezahlt (@stöberkarl, die absurdeste Kritik an Amazon, die ich je gelesen habe).

Und Sichheitsdienste waren im Unterkunftsort durchaus präsent, allerdings nicht die H.E.S.S. Leute, von denen sich Amazon auch längst getrennt hat.

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