Kommentare

Erfolgsquote fraglich...

"Ich würde sagen, dass 80 bis 90 Prozent der Häftlinge, mit denen ich spreche [...] merken, dass ein radikaler Islam keine Lösung für ihre Probleme ist."

Im Umkehrschluss heißt das ja, dass 10-20 Prozent der muslimischen Inhaftierten religiös motivierten Terror als Ausweg für ihre Probleme sehen, eine Zahl die mich überrascht hat. Unter diesen Umständen finde ich es eben doch zweifelhaft, ob die Situation im Gefängnis die auf der Straße wiederspiegelt und keine Rekrutierung hinter Gittern stattfindet - ich gehe einmal nicht davon aus, dass mindestens 10% der Muslime in Deutschland islamistisches Gedankengut haben. Vor diesem Hintergrund ist der Erfolg der Seelsorge fraglich - zu diesen 10-20 Prozent wird wohl auch am ehesten ein Islamist oder einer mit Sympathien dafür zählen, sollte ein solcher im Gefängnis sitzen.

Trotzdem unterstütze ich die Arbeit von Herrn Cimşit, genau wie die anderer Gefängnisseelsorger. Ich denke dass sie hilft, vielen Insassen mit ihren Problem klarzukommen.

also...

schluß mit der kuschelpädagogik...es müssen richtige strafen her...

gezielte Angebote

Wo bleiben die Beratungsangebote für Rentner? Die für Ihre beitragsfinanzierten Renten und einer EU-gewünschten Inflationsrate von 2% mit 1,5% großzügig Enteigneten. Wenn Ihnen bewusst wird wie Sie von Ihren pensionsberechtigten Staatsdienern und Polikern abgewickelt werden. Sie werden sich allerdings nicht radikalisieren sondern das Problem vermehrt durch Suizid lösen. Damit lassen sich natürlich keine zukunftsträchtigen Beratungsindustrien aufbauen. Ich warte bis diese sicherlich hier zensierte Meinung als neueste große Herausforderung erkannt wird.

@ Titanic 11 von 21:28

Bei Ihrer Einschätzung der im Artikel genannten " 30 % Muslime " unter den insgesamt 100 % inhaftierter Jugendlicher in Hessen klammern Sie die restlichen 70 % im Sinne Ihrer Argumentation aber auch geflissentlich aus, oder ?
Rechnen wir doch mal : 100 % Inhaftierte - 30% Muslime macht 70 % Übrige :
Wer sind denn dann die übrigen ebenfalls kriminellen 70 % ???

Wenn man sich bewusst macht, dass die Mehrheit der Jugendlichen in D immer noch christlich getauft wird und Religionen wie Buddhismus, Hinduismus u.A. neben den Religionslosen eine recht geringe " Rolle" spielen , dürfte es sich dann ja wohl um einen deutlich hohen Anteil krimineller Christen handeln.... ODER ??? Und ich möchte wetten, der liegt über 30 %.

So ja ne,

firefighter

Haltet die Bürger doch nicht für dumm

Die hohe Kriminalität unter Jugendlichen "mit Migrationshintergrund" ist doch offensichtlich.
Und natürlich entstehen daraus Ängste, die nur von einer winzigen Minderheit in Form von Pegida-Märschen sichtbar gemacht werden, obwohl über die Hälfte der Deutschen diese Ängst teilen.
Das größte Problem sind dabei allerdings nicht Mord-Anschläge im Auftrag des Islam, sondern Diebstähle, Einbrüche, Belästigungen, Vergewaltigungen, Prügeleien, usw.
Das sehen wir alle jeden Tag und wünschen uns ein Deutschland zurück, in dem man auch alleine wieder bei Dunkelheit auf die Strape gehen kann ohne sich vor Jugendlichen "mit Migrationshintergrund" fürchten zu müssen.

Mathe ist schwer

81 Millionen Menschen in Deutschland
Quelle Statista
"insgesamt 65.710 Gefangene und Verwahrte in Justizvollzugsanstalten"
6 Millionen von denen 30% einsitzen
75 Millionen von denen 70% einsitzen

@odindonar: "Richtige Strafen"

Was sind denn ihrer Meinung nach richtige Strafen? Sie wissen schon, dass härtere Strafen nicht abschrecken? Diese pauschale Forderung zeugt eigentlich nur davon, dass sie sich mit dem Thema leider nicht sehr genau auseinander gesetzt haben.

@ odindonar

Sie schrieben:
"schluß mit der kuschelpädagogik...es müssen richtige strafen her..."

Leider führen Sie in Ihrem Kommentar nicht aus, ob die von Ihnen geforderte Beendigung der "Kuschelpädagogik" und die "richtigen Strafen" denn dann Ihrer Ansicht nach auch für alle 100 % der im Artikel genannten Inhaftierten gelten soll?

.... wer ausgegrenzt wird ....

.... wird eher kriminell.

Das ist in Deutschland eigentlich kein neues Thema.

Sowohl als auch .....

@Puqio

Ich weiß ja nicht, wo Sie wohnen. Aber ich kann nachts alleine auf die Straße. Mir sind auch keine Gegenden bekannt, in denen man das nicht kann. Ausser vielleicht als Muslim oder Afroamerikaner in Sachsen.

Außerdem, welches Deutschland genau wünschen Sie sich zurück? West-Deutschland? 33-45? Weimarer Republik? Haben Sie Statistiken, die belegen, dass die Kriminalitätsrate zu der von Ihnen gewünschten Zeit geringer war als heute?

Das Problem sind nicht "Jugendliche mit Migrationshintergrund" (ihre Worte). Das Problem sind ungebildete Jugendliche. Jugendliche ohne Zukunftsperspektiven. Diskriminierte Jugendliche. Dass diese in einem gewissen Prozentsatz mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund zusammenfallen liegt wohl daran, dass unsere Jugendlichen mit Migrationshintergrund großteils sowohl perspektivlos und ungebildet sind als auch diskriminiert werden.

Daran können und sollten wir etwas ändern.

Sehr einfühlsames Gespräch, finde ich!

@zttzrz: auch wenn "10-20% der musl. Inhaftierten religiös motivierten Terror als Ausweg für ihre Probleme sehen", heisst das nicht zwingend, daß sie selber Terroristen werden. Sie könnten z.B. es zwar bei Anderen gutheissen, aber selber nicht den "Mut" dazu haben. Deshalb sollte man m.E. vorsichtig sein, gleich eine "Rekrutierung hinter Gittern" bei diesen 10-20% zu vermuten. Und muss "der Erfolg der Seelsorge fraglich" sein, wenn es evtl. sonst noch mehr Radikalisierten wäre? Wie soll man hier "Erfolg" hier messen? Sie schreiben, daß Sie denken, daß die Arbeit von Herrn Cimşit hilft, daß "viele Insassen mit ihren Problem klarkommen". Wenn "viel" die Mehrheit ist - wenn auch möglicherweise nur eine knappe, ist das schon "Erfolg"? Oder würde das Ihnen noch nicht für "Erfolg" reichen?
@Titanic11: müsste man nicht auch die soziale Herkunft mit berücksichtigen? Also Benachteiligungen in der Erziehung, in der Bildung usw. mit berücksichtigen? Denn viele mosl. Jugendliche sind leider arm.

@titanic11

Mit der Nazikeule möchte ich Sie nicht bearbeiten! Aber wäre es evtl. nicht zutreffender zu schreiben, daß Experten (ob politisch korrekt oder nicht) der Meinung sind, daß Menschen mit Migrationshintergrund nicht ZWANGSLÄUFIG krimineller seien als vergleichsweise Jugendliche ohne Migrationshintergrund? Wäre es evtl. auch hilfreicher, Erstere mit Jugendlichen ohne Migrationshintergrund zu vergleichen, die ebenfalls aus bildungsfernen, aus armutgeplagten Milieus stammen, die Ausgrenzung und mangelnde Perspektiven erleiden? Und warum schützte in Paris der noch relativ junge Moslem aus Mali seine jüdischen Mitmenschen? Hat er seinen Anstand vom Elternhaus? Von der Schule? Vom Freundeskreis? Angeboren? Fragen über Fragen!

22:14 von firefighter1975

Unseren Pisa-Jobbern ist augenschein die Vermittling von Prozenrechnung nicht gelungen.
Ein Bevolkerungsanteil von 4-5 % besucht die bundesdeutschen Verwahranstalten zu 30 %! Ungefähr genauso ist die Präsens öffentlich Bediensteter in den politischen Parlamenten!
BEIDES beschert uns nicht Gutes!

firefighter

Lesen Sie doch einfach die Aussagen des Herrn Cimsit mit etwas mehr Aufmerksamkeit nach - dann werden Sie auch die Fehler Ihrer Prozentrechnung feststellen.

@odindonar

M.E. könnte das auch genauso für kriminelle deutsche Oberschichts-Banker und deutsche Elite-Steuerhinterzieher gelten! Müssten nicht vielleicht ein Paar mehr im Gefängnis sitzen, damit etwas mehr Anstand wieder in die in Deutschland überwiegend von Deutschen besiedelten Vorstandsetagen von Banken und in die Steuerberaterkanzleien von überwiegend deutschen Steuerhinterziehern einzieht? Ist Deutsche Kriminalität vielleicht raffinierter, weniger leicht zu entdecken? Entgehen deutsche Kriminelle evtl. aufgrund von teuren Strafverteidigern erfolgreicher einer Verurteilung als mittellose Mitbürger mit Migrationshintergrund? Fragen über Fragen, die wir vermutlich hier in diesem Forum mit unseren Meinungsäußerungen nicht werden beantworten können. Aber meine bescheidene Meinung ist, daß mehr Chancengleichheit, weniger Ausgrenzung und mehr Förderung ein guter Anfang wären, um Kriminalität (dazu gehört auch Terrorismus) präventiv entgegenzuwirken. Und Prävention ist viel preiswerter!

Haltet die Bürger doch nicht für ausländerfeindlich

um 22:17 von Puqio:
"Haltet die Bürger doch nicht für dumm
Die hohe Kriminalität unter Jugendlichen "mit Migrationshintergrund" ist doch offensichtlich."

Ja, ein offensichtliches Vorurteil.

"richtige strafen" statt "kuschelpädagogik"

wie habe ich mir die "richtigen strafen" vorzustellen? Es geht hier doch um Jugendliche, die bereits inhaftiert sind.
Ist das schon "kuschelpädagogik"? Oder denken Sie da an weitere Strafen in der Haftanstalt, vielleicht Isolationshaft, Prügelstrafe oder längere Haftstrafen, die die jungen Straftäter noch mehr dem Leben "draußen" entfremden und eine weitere prägende gesellschaftliche Ausgrenzung bedeuten. Also wenn solche Forderungen, dann doch bitte mal differenzierter und nicht nur diese platten Schlagworte...

Die JVA kann nur das widerspiegeln

was in unsere Gesellschaft nun mal besteht,ob wir es war haben wollen oder nicht : " Es ist bei weitem nicht jeder inhaftierte Muslim ein potenzieller Attentäter. Nur wer draußen schon gefährdet ist, ist es drinnen auch. Gefängnisse sind also zu einem gewissen Maß ein Abbild der Gesellschaft. "
Nun so ist es halt. M.M.

@22:29 von JFR

Mathe ist in der Tat schwer. 65.710 Häftlinge, 30% = 19.713 von 6 Mio Einwohnern, 70% = 45.997 von 75 Mio Einwohnern. (30% von 6 Mio = 1,8 Mio und 70% vo 75Mio = 5,25 Mio)

Also Knast ist unmenschlich.

Also Knast ist unmenschlich. Selbst ein Massenmörder verdient eine menschlichere Behandlung. Wer in den Knast geht, kommt in der Regel kaputter raus als er rein ging, besonders in jungen Alter. Ausnahmen bestätigen nicht die Regel, sondern den Menschen, der trotz der widrigen Umstände sich besinnen konnte.

Ich weiss nicht was man kostengünstig anders machen könnte, einen Palast muss man den Verbrechern sicher nicht bieten. Aber Kleinigkeiten liessen sich auch mit wenig Geld ändern. Vor allem müsste man jedem Häftling genug Raum für sich selbst geben. Aber die werden ja regelrecht zusammen gepfercht.

@ Quakbüdel, Anti 68 und JFR

Es wird sie möglicherweise erstaunen, dass ich mir bereits bei Erstellung meines Kommentars der Diskrepanz der Zahlen im Bezug auf den Gesamtbevölkerungsanteil durchaus bewusst war. Aber ich bin mir auch sicher dass sich der von mir angesprochene Kommentator darüber freuen wird, dass sie ihm die Denkarbeit so freiwillig abgenommen haben. In diesem Sinne : So einfach schönt man Statistiken.

@DionisosShiva

"...wer ausgegrenzt wird...."
.
=> so wie man sich nicht selbst entschuldigen kann (das kann nur der andere)
kann man Menschen nicht integrieren, (das können nur diese Menschen selbst)
.
Dabei ist die Bildung monokulturell bewohnter Stadtteile und die Verweigerung von Unterrichtseinheiten wie Sport, Schwimmen, Denken usw sicher nicht hilfreich.
.
In den Schulen meiner Kinder wird jedenfalls niemand ausgegrenzt. Im Gegenteil.

@El Kommentatore

"Das Problem sind nicht "Jugendliche mit Migrationshintergrund" (ihre Worte). Das Problem sind ungebildete Jugendliche. Jugendliche ohne Zukunftsperspektiven. Diskriminierte Jugendliche."
.
=> haben Sie Kinder?
Ich habe einige Erfahrung aus Elternvertretungen. "Diskriminierte Jugendliche" sind eine Aussage völlig neben der Realität.
Im Gegenteil, diese Jugendlichen haben keinen Bock auf Bildung.
Ich habe gelernt und oft genug selbst gesehen, warum das so ist.
Diese Tatsachen werden hier aber nicht durch die Mod. kommen.

und bevor ichs vergesse :

Es wird dann auch gern vergessen, dass es auch in D geborene jugendliche Muslime mit deutscher Staatsangehörigkeit gibt. Die Kriminalitätsrate rein auf die Religionszugehörigkeit zurückzuführen macht es sich - beabsichtigt oder nicht- viel zu einfach, da dabei eben andere Hintergründe und Ursachen völlig ausgeblendet werden.

@humanist1951

Nein, der Hauptgrund für Kriminalität, ob nun an Eigentumsdelikte oder Gewaltverbrechen, besteht in Armut. Migranten sind von Armut stärker betroffen als "Deutsche". Also vom Prozentualen Satz. Armut und Perspektivlosigkeit führt zu Neid oder auch einfach nur zu unerfüllten Bedürfnissen. Von denen die darunter Leiden geht bei Muslimen der selbe Anteil wie bei den Deutschen zu kriminellen Mitteln über. Da aber die Ursachen für Kriminalität bei Migranten stärker sind, werden Verhältnismäßig (nicht Absolut!) mehr Migranten straffällig. Und dadurch entsteht dieser Unterschied zwischen Gesellschaft und Abbild im Gefängnis.

Man braucht hier keine "Verschwörungstheorien" heranziehen, es gibt ebenfalls Muslimische Anwälte, Bänker usw. Es liegt also nicht an der Verteidigung, sondern an den Ursachen die zu Kriminalität führen selbst.
Das klingt fast zu einfach, aber ob Migrant oder "Urdeutscher", die Unterschiede fallen im Alltag nicht auf. Im Positiven wie im Negativen.

@peter 04

Sie schriebenu.A. : " Diese Jugendlichen haben keinen Bock auf Bildung."
Zum einen trifft das wohl kaum nur auf Jugendliche mit Migrationshintergrund zu.
Des Weiteren ist "Bildungsverweigerung" oder "O Bock" oftmals durchaus eine Folge von Chancenungleichheit, die zumeist bereits im frühen Kindesalter beginnt und mit zunehmendem Alter immer weiter in eine Perspektivlosigkeit führt, in der viele der von Ihnen benannten "0 Bock auf Bildung" Jugendlichen tatsächlich keinen Sinn oder Nutzen mehr darin erkennen können, sich für bessere Noten zu plagen, wenn sie damit dennoch faktisch kaum etwas für sich erreichen. Insofern spielt Ausgrenzung oder Abgrenzung sowie auch die in der Gesellschaft inzwischen vorgelebt "Ellbogenkonkurrenz" zu genau den Symptomen, die Sie selbst beschrieben haben. Diese Jugendlichen holt man nur zurück ins Boot, wenn man Ihnen wirkliche Perspektiven bietet.

Ein Gedankengang

Ich glaube man muss sich von dem Gedanken lösen, dass diejenigen, die bereit sind sich einer Terrorgruppe anzuschließen, dies aus religiösen Gründen tun. Deren Bezug zum Islam ist in der Regel auf dem gleichen Niveau wie der von Neonazis zur abendländischen Kultur. Ich habe einige Freunde und Bekannte mit muslimischem Hintergrund und die sind (bei uns) alle der gleichen Meinung., dass es sich bei den Besagten meist um Jugendliche handelt, die wenig Halt zu Hause haben und schon früh zu "Kleinkriminellen" werden (was schon der Religion widerspricht). Wenn sie dann irgendwann richtig auf die Schnauze fallen (meist Schulden ), dann steht der "verständnisvolle Salafist" bereit und bietet Möglichkeiten für ein "neues Leben" (in unserer Gegend/Südwest heißt dies eine Fahrt nach Köln). Den Rest kann man sich mit einiger Phantasie vorstellen.
PS:Auf diese Art kommen auch diverse (auch christliche) Sekten zu ihren Mitgliedern.

Korrektur:

" Insofern spielt Ausgrenzung oder Abgrenzung sowie auch die in der Gesellschaft inzwischen vorgelebt "Ellbogenkonkurrenz" zu genau den Symptomen, die Sie selbst beschrieben haben."

Nicht "spielt" , sondern "führt".

Darstellung: