Kommentare

Geld ist politisch

Die EZB ist schon lange politisch. Der Euro ist genauso politisch und wird als Druckmittel eingesetzt. Eine Wirtschafts- und Finanzpolitik wird auch immer politisch sein und bleiben. Da brauchen wir uns doch nichts vormachen. Auch die unendliche Gelddruckerei, der ungehemmte Aufkauf von Staatsanleihen und die zügellose Gewähr von Krediten zur Deckung von Schulden sind eine Politik der EZB, die letztlich die Länder und deren Bürger treffen wird. Die Euro-Blase wird platzen und die ersten Banker (siehe Sächsische Zeitung) reden inzwischen offen über das bevorstehende Ende des Euro.

Jaja der Euro!

Ich habe ihn mal als große Errungenschaft gesehen. Das war ein gründlicher Irrtum,der mit dem EU Beitritt Griechenlands offensichtlich wurde. Das Aushebeln des Finanzierungsverbotes von Staaten und die Niedrigzinspolitik entwerten Vermögen gerade der kleinen Sparer, die sich auf Lebensversicherungen und andere auf Zinsen angelegte Anlageformen verlassen haben. Wer sich nicht am Aktienroulette beteiligen möchte steht dumm da. Von privater Vorsorge kann keine Rede mehr sein,da Riester auch komplett ausfällt. Ich sehe das jetzt bei meinen Söhnen, wo eigentlich keine Vorsorge möglich ist außer am Aktienmarkt zu zocken.
Durch die Aufweichung der Geldpolitik der EZB und die Anleihekäufe laufen für unseren Staat nicht beherrschbare Risiken auf. Es wird Zeit,den Euro abzuschaffen.Er hat auf der ganzen Linie versagt und ist ein nicht mehr beherschbares Risiko. Aber es gibt ja keine"alternativlosen"Alternativen.Auch ein Grund für die schlechter werdende Stimmung im Land.

Nationalitätenfrage? Nein! Ein Frage des Egos!

Europas Staaten verhalten sich wie eine Erbengemeinschaft:
Redet ihr noch miteinander oder seit ihr schon raus aus Europa" denn
"Beim Geld, Überflutung mit anderen Kulturen und "Fachkräften ohne Ausbildung" in einem begrenzten Arbeitsmarkt mit 60% Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa, hört der Spaß Europa langsam auf!"
Daneben kommen noch alle Finanzjonglierereien der Banken, die nur den Investoren nutzen.
Die Debatte über Natioanlitäten ist nicht erbärmlich, sondern die völlig verfehlte Politik eines Europa, dass von vorherein ausschließlich als Wirtschaftsraum gedacht war ist erbärmlich!
Warum wollten denn alle nach Europa? - da gab's Ausgleichszahlungen, mit denen es sich gut leben ließ und lässt, ohne das Anreize zur Eigeninitiative und Eigenvorsorge gesetzt werden.
Europa ist eine Subventitionsmaschine, die daher auch Millionen von Flüchtlinge an die vermeindlichen Honigtöpfe lockt.
Kommt diese Maschine ins stocken oder muss man selbst was tun, kehrt man Europa den Rücken.

Vernünftige Politik der EZB

Die EZB unter der Führung von Mario Draghi macht im Großen und Ganzen eine relativ vernünftige Geldpolitik, jedenfalls gemessen an der größtenteils recht unsachlichen Kritik. Gerade dieses Forum bekleckert sich in puncto Sachkenntnis nicht gerade mit Ruhm.

Es hat sich doch..

...zwischenzeitlich deutlich herausgestellt, dass mit Nullzinspolitik die Investitionsbereitschaft und das Wirtschaftswachstum nicht erhöht werden können. Warum also weiter so? Im Prinzip doch nur, um den Südländern zu günstigen Krediten zu verhelfen. Bezahlen müssen es die Nord- und Mitteleuropäer, deren Altersversorgung nach und nach den Bach hinuntergeht. Aber was wäre die Alternative? Steigen die Zinsen für Kredite würden möglicherweise neben Griechenland weitere Staaten bankrott gehen. Und dann wäre das Scheitern des Euro offensichtlich. Da man sich dies nicht eingestehen darf, bleibt es eben beim Schrecken ohne Ende. Vermögensvernichtung peu à peu.

der Zug fährt immer schneller

vor Draghi wurde gewarnt. Nun ist es genauso gekommen. Diese Medizin kann dem Patienten nicht bekommen. Geld sollte ein Steuerungselement sein auf objektiver Basis und nicht ein politisches Instrument. Reformen werden verschleppt, die guten Unternehmen haben Angst zu investieren, die anderen Firmen bauen zu hohe Schulden auf mit imensen Risken. Schäuble spricht von der schwarzen Null die es bei ordentlichen Zins nicht gäbe. Riester lohnt bei den Zinsen nicht. Die Bilanzen der Unternehmen sollten auch hinsichtlich Schuldenstand und Zins betrachtet werden. Eine Immobilienblase in Großstädten-und eine Aktienblase wird ausgelöst. Bitte 10 jährigers KGV vor den Hintergrund von Eigenkapital, Schulden und Zins betrachten. Wo solch ökon. Verzerrungen enden werden wir noch sehen. Es ist eine gewaltige Umverteilung im Gange. Der kleinste gemeinsame Nenner ist selten der Weg nach vorn. Die unterschiedlich starken Volkswirtschaften in der EU wirken jetzt als Fliehkräfte.

europäischer Umgangston

Warum sollen an dieser Stelle nicht "nationale Süppchen" hochkochen?
Innerhalb der EU gehört es nun leider wieder "zum guten Ton", wie vor 1914 von "Nationen" zu reden und das "Nationale" in den Mittelpunkt der Betrachtungen zu rücken. So nach dem Motto, das Nationale ist gut, EU ist per se schlecht.
Ich rede seit langem einem europäischen Umgangston das Wort, in dem (wie in Deutschland noch bis vor ca. 10 Jahren üblich) von EU-Mitgliedsstaaten die Rede ist. Mitgliedschaft in einer Union verbindet, Nationalitäten führen zu Konflikten. Hat man grauenvoll auf dem Balkan erlebt, sehen wir ständig in Nahost.
1914 folgte auf das 19. Jahrhundert der Nationalstaaten die Katastrophe des I. Weltkrieges.
Aktuell wird Tirol spürbar geteilt.
Wir waren weiter in Europa. Das war gut für die Menschen, für die Wirtschaft, einfach für alle. Leider reklamierten die "Nationalen" die Erfolge.
So paßt die Personaldebatte bei der EZB ins Bild: Eine vernünftige Sachentscheidung bleibt auf der Strecke!

Was soll die EZB denn machen?

Europa hat ein Nachfrageproblem. Die Suedländer koennen sich nicht weiter verschulden und in Deutschland sind die Löhne weiter zu niedrig. Wo soll die Nachfrage da herkommen? Ohne Nachfrage keine steigenden Preise und keine Inflation, ganz simpel!
Leider will das in der deutschen Bundesregierung niemand begreifen, denn dann muessten SPD und CDU ihre Wirtschafts- und Haushaltspolitik ja grundsätzlich in Frage stellen.

re RiedelEbb

"Auch die unendliche Gelddruckerei, ..."

Eine Banknote hat eine durchschnittliche Lebensdauer von 2 bis 3 Jahren, deshalb werden fortlaufend neue Scheine gedruckt. Dennoch kann ich Ihre Kritik in diesem Punkt nicht nachvollziehen.

@14:55 von karawanke

"Die EZB unter der Führung von Mario Draghi macht im Großen und Ganzen eine relativ vernünftige Geldpolitik"

Sicher, für Goldman Sachs. Dafür wurde Draghi ja auch bei der EZB plaziert. Für den "kleinen Mann" und die "kleine Frau", die ihr sauer Verdientes z.B. für die Altersvorsorge anlegen wollen, sieht die Sache schon ganz anders aus.

" jedenfalls gemessen an der größtenteils recht unsachlichen Kritik. "

Ich glaube Geldpolitik sollte andere Maßstäbe haben!

@ gman
Staatsverschuldung führt sehr wohl über Inflation auch zu steigenden Preisen zB. bei Wasser, Strom usw. Das ist keine Ideologie, das ist 1. Semester VWL. Neoliberale Ideologie ist es hingegen, diese Zusammenhänge zu leugnen...

Es ging um die Korrelation (Zinsen/Wasser-Strom), die es so nicht gibt! Überschuldung ist kein Naturereignis. Zinsen sind der Preis für Fremdkapital inklusiv der Risikoprämie. Je höher das Risiko, je höher der Zins. Im Euroland gilt das nicht, da gibt es die sogenannten Rettungschirme und die EZB, die fördern die Staatsüberschuldung zusätzlich, geben Kredit zu nahe Null ohne Aussicht auf Rückzahlung. Sparer und Steuerzahler zahlen die Zeche.
Jeder deutsche Bankvorstand würde bei solchen Ausleihungen Bekanntschaft mit dem Straf- und Zivilrichter machen.

Wenn ein deutscher Unternehmer Kredit nimmt ohne in zurückzahlen zu können, begeht er Kreditbetrug -StGB §265b.
Politik mit EZB & Co. (Rechtsstaaten?!) schädigen sanktionslos Sparer und Gläubiger!

@karawanke

Die EZB macht vollkommen falsche Geldpolitik aus Sicht jeglicher Deutsche die ein Sparbuch haben für größere Anschaffungen oder Rentenhinterlegungen.

Die Bundesbank, als auch die EZB, sind politische Instrumente.

Vernunft wäre, den EURO zum Ende zu geleiten ohne das uns der Laden komplett um die Ohren fliegt.

Darstellung: