Kommentare

Nawalny-Organisation: "Wir müssen weiter....

Was steht in dem Artikel ? Weniger Zuspruch in der Bevölkerung ? Wie kommt das denn ? Wird da die Vergangenheit des "Korruptionsbekämpfers" gesehen ?

Aber seine potenten Unterstützer, die wird er wohl nicht verlieren: Ehemalige oder flüchtige Oligarchen, manche immer noch Dutzende Millionen Pfund schwer.

Eurasische Machtkonzentrationskultur

"""Laut einer Umfrage des renommierten Lewada-Zentrums beurteilt nur jeder sechste Befragte die jüngsten Proteste im April als positiv."""

Dass die Mehrheit eine Oppositionspartei ablehnt, ist kein Grund für staatliche Einschränkungen ihrer Rechte und Gestaltungsmöglichkeiten. Letztendlich führen Machtkonzentrationstendenzen zu der Verarmung und Schwächung eines Landes.

Nawalny-Organisation: "Wir müssen weitermachen"

Ich sehe angesichts des derzeit allgemein herrschenden globalpolitischen "Deadlocks" auch keine Lösung für das Problem. Ich weiß nur, dass sich einem Unrechtsregime zu unterwerfen keine ist.

Es braucht keinen Nawalny, um gegen Korruption zu kämpfen.

Ich denke, dass lokale Bewegungen für die Bevölkerung glaubwürdiger sind als Filialen einer vom Ausland (mit)finanzierten Organisation. Insofern sollte der Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption lokal geführt werden. Gegen untereinander vernetzte, aber sonst unabhängige Vereine kann der Staat nicht viel ausrichten.

Kritik

""Wer ist bitte Nawalny?!", empört sich Wladimir auf der Uferpromenade in Twer. "Bei uns gibt es keine Unterstützung für Nawalny, Nawalny ist für uns ein Niemand", schimpft der Mann Mitte 50."

Man weiss ja, was man von sich "empörenden", "schimpfenden" Wutbürgern respektive der Kritik zu halten hat. Die jederzeit elaboriert vorgetragene Putinkritik hat da doch eine ganz andere Qualität.

Hier ist denjenigen

die weiter machen wollen viel Erfolg zu wünschen.
Respekt denen,die trotz der Gefahren weiter machen wollen.

Nawalny- Organisation

Liebe Nawalny- Anhänger, es sieht so aus als kommt ihr ohne westliche Unterstützung nicht voran. Das Interesse für euch im eigenen Land hält sich in Grenzen. Und der Westen? Der hat nun wirklich andere Probleme. Er muß im nahen Osten über Vorgänge berichten, wo sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt ist. Einseitige Berichte führen zu Protesten und werden auch die Wahlen beeinflussen.

Nawalny

... darf nicht sterben.
Nur weil er gegen das korrupte System ist.

Dass gegen den rechtsradikalen Nawalny vorgegangen wird,

war zu erwarten. Seine Ausländerhetze (Ausländer=Kakerlaken etc.) hätte ihm vielleicht auch bei uns wenigstens eine Beobachtung vom Verfassungsschutz eingebracht.
Spätestens als in einem deutschen Studio von einer US-Firma ein gefotoshoptes Bauwerk präsentiert wurde, war klar, dass da keine seriöse Oppsitionsarbeit stattfindet.

Zu recht regen sich viele

Zu recht regen sich viele Medien über den momentan zutage tretenden Antisemitismus auf. Doch warum wird dann Herrn Nawalny, der sich auch mit antisemitischen Slogans hervorgetan hat, hier ein Forum geboten.
Auch seine Symphatisanten werden ähnliche abstruse Ansichten haben, wenn sie mit ihm gemeinsame Sache machen.

Opposition

Man kann von Nawalny halten, was man will;
dass ihn (fast) niemand kennt, ist ein Schicksal, dass er mit allen Oppositionellen in Russland teilt.
Sobald Oppositionelle auf der Bildfläche erscheinen, haben sie es mit Drohungen zu tun. Gewöhnliche Wahlkampfarbeit ist unmöglich; und wer trotzdem einigermaßen erfolgreich für seine Politik wirbt, muss dann irgendwann auch mit dem Schlimmsten rechnen.
Das halten die wenigsten lange durch, und so kann Putin als "lupenreiner Demokrat" dastehen, der freie Wahlen zulässt ... bei denen er keine Gegner hat, weil sie mehr oder weniger freiwillig darauf verzichtet haben, echten Wahlkampf zu machen.
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Wer

Wer gegen sein Land und seine eigene Bürger solche Geschütze auffährt, der darf sich nicht wundern wenn er keine Unterstützung im eigenen Land hat. Das ist sehr traurig, aber wahr - mit der Unterstützung aus dem Ausland und mit zahlreichen Sanktionen, mit welchen das tägliche Leben der Bevölkerung erschwert wird - hat Nawalny die letzte Unterstützung im eigenen Land verspielt. Er muss jetzt nur sein Pensum für die Geldgeber abarbeiten und wie Guaido in Versenkung geraten. Nawalny ist leider für den Westen eine der nächsten politischen Leichen. Bitter!

Sie können...

Sie können doch weiter gegen Korruption im Land kämpfen und aufklären.
Nur halt nicht unter Navalnys NGOs.
Wenn ich jede Woche lese wie oft Politiker in Russland angezeigt und verurteilt werden, dann bin enttäuscht über Deutschland und andere EU-Länder.

Er sollte auf jeden Fall weiter machen. Eine eigene Organisation gründen, die aber nicht zu kriminellen Handlungen auffordert.
Genügend Spender wird er sicherlich finden.

Unverständnis

Wozu bedarf es Spenden?
Ich war in der DDR in der Bürgerinitiative aktiv für Umwelt.
Wir wurden heimlich von den Bürgern unterstützt aber nicht mit Geld, sondern mit Unterlagen und Informationen. Sicher hatten wir auch Aufwendungen und es war nicht leicht alles unter einen Hut zu bringen, denn man hatte ja auch Familie und einen Volltagsjob.
Aber auf die Idee Geld für unseren Aufwand, und wenn es nur die Fahrtkosten wären, zu verlangen hätte uns gekränkt. Es war für uns Ehrensache.
Das ist der Unterschied zu einer Organisation die nicht von Volkesmehrheit sondern von ausländischen Teilnehmern getragen wird. Unsere Firma war lange Zeit in Russland unterwegs. Liebe Medien bitte schreibt mal zu Nawalnys Werdegang. Er ist übrigens nicht arm. Warum unterstützt er seine Organisation nicht finanziell bzw. seine Frau da er im Gefängnis ist? Übrigens hätte ich Putin für schlauer eingeschätzt. Wie kann man Nawalny einsperren . Er bekommt eine Bedeutung die er vorher nicht hatte.

@Bernd Kevesligeti - Desinteresse

17:30 von Bernd Kevesligeti:
"Was steht in dem Artikel ? Weniger Zuspruch in der Bevölkerung ? Wie kommt das denn ? Wird da die Vergangenheit des 'Korruptionsbekämpfers' gesehen ?"

Da wird wohl eher gar nichts gesehen. Der Hype um Nawalny findet außerhalb Russlands statt. Im Land hat man wahrscheinlich andere Sorgen.

Ich bin oft in Russland

Ich bin oft in Russland (außer das letzte Jahr), wenn man in Russland jemanden nach Nawalny fragt bekommt man fast immer die selbe Antwort "Kenn Ich" mit einem Lächeln im Gesicht. Ja es gibt Menschen die mit Putin unzufrieden sind, aber Nawalny will keiner. Übrigens ist er auch kein Oppositions Politiker denn er hat keine Partei und darf auf Grund seiner Vorstrafen in Russland auch nicht kandidieren. Bekannt ist er in Russland aber eben wie ein schwarzes Schaf.

von Nachfragerin 19:46

Das wird so sein. Aber bemerkenswert ist es doch, daß trotz des Einsatzes etlicher staatlicher Medien in Russland, wie RFE/Liberty und auch der Deutschen Welle offensichtlich wenig Resonanz kommt.
Nawalny selbst hat mit Boris Simin (40,5 Millionen Pfund), dem Sohn des Telekommunikationsunternehmers Dimitri Simin ( knapp 6 Milliarden Euro), mit dem ehemals reichsten Mann des Landes Chodokowski und dem ehemaligen stellvertretenden Finanzminister und Notenbankchef unter Jelzin, Sergej Aleksaschenko Unterstützer, denen viele Menschen seinerzeit Krise und Elend verdankten.

So ist es. Hinter "Nawalny"

So ist es.
Hinter "Nawalny" steckt mehr als nur der Wunsch eines Einzelnen gegen Korruption.

Das sieht man schon daran, dass "Nawalny" von Medien gesteuert gehypt wird, obwohl die Demonstranten in Moskau und a. O. keine Nawalnyanhänger sind.
Macht sich halt gut, Putins Russland zu destabilisisieren.

N. ist eben auch in den Augen vieler Russen nicht der lupenreine Demokrat, der sich für Demokratie aufopfert!

Kronprinz

Endlich mal wieder einen Bericht über Nawalny und den seinen, dem Liebling der Medien, einer Randfigur der russischen Politik, oder anders, aus westlicher Sicht der Kronprinz einer erhofften Farbenrevolution. Wahrscheinlich ist man mit zunehmendem Alter geneigt das Vergangene positiver zu bewerten, aber die Berichte von Gerd Ruge, Fritz Pleitgen oder Gabriele Krone-Schmalz aus der Sowjetunion/Russland hatten einfach eine andere Qualität! Und sie hatte eines, sie waren informativ in ihren Berichten über das Land.

@rr2015 - Nawalny hat sich verzockt

19:43 von rr2015:
"Übrigens hätte ich Putin für schlauer eingeschätzt. Wie kann man Nawalny einsperren . Er bekommt eine Bedeutung die er vorher nicht hatte."

Herr Nawalny ist gerade in der unvorteilhaften Lage, nichts unternehmen zu können. Ohne seine verbotenen Demos gibt es auch keine medienwirksamem Festnahmen, mit denen sich der russische Staat so gut kritisieren lässt.

Mit seiner Rückkehr nach Russland hat sich Herr Nawalny verzockt. Nun ist er unspektakulär, aber dauerhaft von der Bildfläche verschwunden. Und wenn die letzten Spuren seiner Organisation beseitigt sind, wird einige Zeit vergehen, bis ein neuer Nawalny erschaffen wurde.

Ich finde es schade

Russland ist ein Land in dem wesentlichen mehr Potential steckt,als Putin und sein korruptes Umfeld.
Was Russland hat ist jede Menge Öl und Gas,das ist aber gleichzeitig das Dilemma.
Dass Nawalny dadurch dass er in Sachen Korruption einiges aufgedeckt hat,hat er sich logischer Weise auch unbeliebt gemacht.
Warum kam Nawany eigentlich ins Straflager?
In Deutschland jedenfalls hätte hier nichts zu einer Anklage geführt.
Nawalny kommt zurück aus Deutschland und nach einem kurzen Schauprozess kommt er ins Straflager.
Straflager,so etwas gibt es in Westeuropa gar nicht.
Russland jedenfalls tut diese korrupte Elite aud Dauer nichts Gutes.
Gute gebildete Junge Leute werden mehr und mehr das Land verlassen.
Ich wünsche Russland und den Menschen dort eine gute und erfolgreiche Zukunft und vielleicht doch eines Tages die Überwindung der alten verkrusteten Strukturen.

@19:46 von Nachfragerin

"Da wird wohl eher gar nichts gesehen. Der Hype um Nawalny findet außerhalb Russlands statt. Im Land hat man wahrscheinlich andere Sorgen."

Die Sorge bzgl. Putins Nachfolge geht sicher schon im Land um. Doch glaube ich nicht, das die Russen ihr Land wie anderswo irgendwelchen Komikern (Ukraine) oder Populisten wie Navalny überantworten wollen.
Das was er da an Material und Behauptungen als "Korruptionsbekämpfung" abliefert würde den Standards von Investigativjournalisten nicht genügen und auch sonst ist bei ihm von Kompetenz in den Niederungen der Sachpolitik nicht viel zu sehen – populistentypisch halt, und wenn´s drauf ankommt holt er die Zustimmung auch ganz von rechtsm wie in der Vergangenheit.

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