Kommentare

Poor America

Die großen Bosse zahlen keine Steuern, die kleinen Leute können sich keine Kranken- versicherungen Leistungen.
Das ist USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Wieso sollte daher der ehemalige Präsident Steuern zahlen?

Das ist doch wohl

ein Aprilscherz.

Die Leute haben zusaetzlich eine Lobby, die Privatsphaere bei "legalen" Steuerhinterziehungen gewaehrt.

So einfach kommt man als kleiner Mann nicht davon.

In der Debatte um den „gerechten Beitrag“, den jeder ...

... U.S. Amerikaner insbesondere in Zeiten der Krise zu leisten hat, schlägt die Veröffentlichung der Steuerdaten der reichsten amerikanischen Bürger in der Öffentlichkeit wie eine Granate ein.

ProPublica hat neben den Bruttosteuersätzen die effektiven Steuersätze aufgelistet, also die bezahlten "federal income taxes" in Beziehung zu Einkommensströmen plus Vermögenszuwächsen gesetzt.

Die “True Tax Rates” der reichsten U.S. Amerikaner ergeben dann

• Warren Buffet 0,10 %
• Elon Musk: 3,27 %
• Jeff Bezos: 0,98 %
• Carl Icahn: 0,00 %

Hier geht es nicht um ein profane Neid-Debatte sondern um die Frage, wie sich Average Joe
angesichts der Krisenopfer, die er und viele seiner Nachbarn erbracht haben, fühlt.

Der Fairness halber ist hinzuzufügen: Warren Buffet hat auf diese unhaltbaren Verzerrungen in den Steuersätzen zwischen die Top Verdienern und den Durchschnittsamerikanern schon lange hingewiesen.

Das Land, in dem alle gleich sind

... und unser Vorbild ist.

"Die Steuerbehörde will ermitteln, wie die vertraulichen Daten öffentlich wurden."

Ich glaube, damit zeigt dieses Land, was hinter verschlossenen Türen an Korruption läuft, unabhängig vom jeweiligen Präsidenten und den Machtverhältnissen zwischen Republikanern und Demokraten.

Und was macht die US-Administration?

Zitat aus dem Bericht:
"Die Steuerbehörde will ermitteln, wie die vertraulichen Daten öffentlich wurden."

rer Truman Welt

Es gibt noch eine Menge mehr von solchen "Kaum- bis Nichtsteuerzahlern". Tendenziell beuten nebenher Unternehmen wie AMAZON auch noch ihre Mitarbeiter aus.
Aber für mich immer der "Oberhammer" ist, daß die Menschen sich sehr schnell und entschieden darüber echauffieren, aber dann trotzdem bei Amazon bestellen bzw. kaufen, also das aktiv damit unterstützen. Sie unterstützen damit diese Ausbeutung und Steuerhinterziehung und finden solche völlig skrupellosen Menschen auch noch gut, clever und vorbildlich wegen ihres Erfolges. Die Argumentation dafür: weshalb sollte ich mich denn selbst benachteiligen sowie, wenn der Staat das zulässt. Für mich billige und doppelmoralische Argumente. Es ist für mich einfach auch nur skrupellos. Ich habe noch nie etwas bei Amazon bestellt und werde das auch nicht tun. Das ist mein "Sandkornbeitrag" an diesem Kontinentenstrand sozusagen. Wenn die Menschen als Konsumenten sich ihrer Power bewusst wären und kollektiv handeln würden, sähe es anders aus!

08:36 von IBELIN

Kennen sie das deutsche Steuergeheimnis?
Versuchen sie mal die Steuersumme/Besteuerung von ihren Nachbarn zu ermitteln.
1% der Weltbevölkerung bestzen soviel wie die restlichen 99% der Menschheit.
Das ist der Knackpunkt und in Deutschland ist es nicht anders.

Und was macht die amerikanische Regierung?

Zitat aus dem Bericht:
"Jede unerlaubte Veröffentlichung von Regierungsunterlagen verstoße gegen das Gesetz, erklärte Bidens Sprecherin Jen Psaki. Das Finanzministerium versucht zu klären, wie die Steuererklärungen an die Öffentlichkeit geraten sind."

In anderen Worten:

Sie sucht den "Maulwurf".

Enthüllung?

Wer hat denn bitte ernsthaft etwas anderes erwartet?

Ermittlungen

Die Behörden der USA sollten lieber mit allem Nachdruck Nachforschungen anstellen, warum das "einfache" amerikanische Volk sofort ihre Steuern zahlen müssen und die mächtigen, reichen amerikanischen Großverdiener durch sämtliche Steuerlöcher fallen können.
Das die Steuerbehörde jetzt eher darauf bedacht ist, dass Datenleck zu finden um die Privatsphäre der Steuerhinterzieher zu wahren, setzt dem ganzen noch die Krone auf.

Hetze gegen die falschen....

"Diese Steuertricks sind nicht illegal."

Es sind die "gewählten" Politiker die das Steuerrecht in Kraft setzen.... und solange die Superreichen sich daran richten.... hetzt man gegen die falschen.

Man könnte das Wahlrecht ja ändern, das man pro Dollar Einkommensteuer eine Stimme bekommt.... dann wird es spannend.

Kein Enthüllungsbericht

Was bitte ist denn daran ein Enthüllungsbericht? Die Firmen von Bezos, Musk und Co. zahlen Milliarden an Steuern, geben tausenden von Familien ein Einkommen, haben Produkte geschaffen die unseren Wohlstand massiv erhöht haben. Das sie legal ihre persönliche Einkommenssteuerlast reduzieren, ist doch ganz selbstverständlich.

Die Amerikaner müssen das ändern!

Es liegt an den Amerikanern bzw. der zuständigen Administration selbst, diese Ungerechtigkeiten zu beseitigen! Diese wohl legalen Steuerschlupflöcher muss jetzt die Biden Administration, allen voran die Finanzministerin Yellen, vernünftig angehen und gesetzlich so regeln, dass diese Einkommensmillionäre bzw. -milliardäre ihren gerechten Anteil an Einkommensteuer bezahlen.
Nachdem Yellen die Initiative für die globale Besteuerung von den Großkonzernen ergriffen hat, sollte sie auch im eigenen Land entsprechende Maßnahmen ergreifen! Ich bin mal gespannt, ob ihr das gelingt (was ich hoffe) … we will see …

Falsche Frage?

Sollte die Frage nicht eigentlich lauten: „warum haben die nichts gezahlt?“ oder „wie können wir das ändern?“

Maulwürfe und Informanten in der Politik sind mit Sicherheit nicht immer das, was dem Gemeinwohl am dienlichsten ist. Aber aus den Informationen dann keine Erkenntnisse und Verbesserungen abzuleiten, ist eine Mentalität, die ich nicht verstehen kann.

Es sollte den Behörden und Regierungen peinlich sein, dass ihr System (immer noch) so schlecht ist. Nicht nur in den USA.

08:56, Juergen

>>Und was macht die amerikanische Regierung?
Zitat aus dem Bericht:
"Jede unerlaubte Veröffentlichung von Regierungsunterlagen verstoße gegen das Gesetz, erklärte Bidens Sprecherin Jen Psaki. Das Finanzministerium versucht zu klären, wie die Steuererklärungen an die Öffentlichkeit geraten sind."

In anderen Worten:

Sie sucht den "Maulwurf".<<

Das wäre in Deutschland nicht anders. Denn auch hier gibt es ein Steuergeheimnis.

Was aber nichts daran ändert, daß es sich um einen verdienstvollen Maulwurf handelt.

Nicht schlecht..

" Die Steuerbehörde will ermitteln, wie die vertraulichen Daten öffentlich wurden."
Das nenne ich Ermittlungen in die richtige Richtung.

Was fair ist, bestimmt der Staat?

„Die Steuerbehörde will ermitteln, wie die vertraulichen Daten öffentlich wurden“

Warum sind diese Daten überhaupt vertraulich und muss von Staats wegen ermittelt werden, wenn sie öffentlich werden? Übrigens nicht nur bei Bezos, Musk & Co., sondern jerdermann? Geld ist nichts Persönliches (und somit auch keine Privatsache), sondern ein Instrument.

Ist hier genauso...

Wer Geld hat, dem stehen viele Dienstleistungen zu Verfügung um seine Steuer legal oder halblegal massiv zu reduzieren.
Wer reich ist, trägt nicht mehr zum Sozialstaat bei, beeinflusst aber sein Umfeld und die Politik das es so auch bleibt.
Schade...

Trump’s Steuerreform hat die Schere weiter geöffnet …

… als er Ende 2017 die Spitzen der Einkommensteuer von 39,5 % auf 37% und insbesondere die „Corporate Tax“ für die Konzernunternehmen von durchschnittlich 35% auf flat 21 % gesenkt hat. Wenn die temporären Steuersenkungen 2027 für die mittleren Einkommen auslaufen, bleibt der große Benefit nur noch dem Top Segment.

Der Handlungsbedarf, das Steuersystem einer Reform zu unterziehen, das die Bedürfnisse einer Mittelklasse-Gesellschaft befriedigt und auf eine breite Akzeptanz treffen würde, scheitert bislang an dem durch die T-Party geprägten Teil der Republikanischen Partei.

Der gerät aber zunehmend durch die "Working Class" Sphäre, mit der die GOP neuerdings in ihren eigenen Reihen konfrontiert wird, unter Druck.

@In anderen Worten: Sie sucht den "Maulwurf". 8:56 juergen

statt sich über die 'gerechte' Verteilung von Vermögen zu kümmern.

War's jemals anders?
Ich denke, es wird noch vielmehr 'gewhistelt' werden müssen demnächst.
Wegen dem Gewissen.

Wir sind viele, hiess schon einmal ein Spruch vor über 50 Jahren. ;-)

Wer ko, der ko!

Diese Steuerschlupflöcher gibt es wohl in jedem Land. Die Verquickungen von Großverdienern und der Politik bestimmen die Steuergesetze auch in unserem Land. Die Reichen herrschen über die Armen, wobei der Normalverdiener und auch der Gutverdienende schon längst zu den Armen gehören. Das ist ein weltweites Problem, in den USA tritt es jetzt nur ans Tageslicht.

Am 09. Juni 2021 um 08:54 von hippojim

Kennen sie das deutsche Steuergeheimnis?
Versuchen sie mal die Steuersumme/Besteuerung von ihren Nachbarn zu ermitteln.
#
#
Was geht es Sie an wieviel Steuern Ihr Nachbar zahlt.
Das Thema sollte eigentlich die Steuerfreiheit der Reichen zu benennen. Das davon abgelenkt wird, sieht man ja schon das die US Behörde nach dem Leck sucht und nicht die Steuerschlupflöcher zu schließen.
Solche Kommentare werden dann gerne genutzt um vom echten Problem abzulenken und Stundenlang über das Steuergeheimnis zu palavern.

@ um 08:54 von hippojim

Um all die korrupten Sauereien zu verschleiern, dazu benötigen wir das Steuergeheimnis.

@ Juergen 08:56 - Kommt ihren gesetztlichen Verpflichtungen nach

"Und was macht die amerikanische Regierung? Sie sucht den "Maulwurf"

... und kommt damit ihren gesetztluchen Verpflichtungen nach.

Bei den Veröffentlichungen von ProPublica handelt es sich um "leaks" aus der Finanzbehörde, die nicht einfach deswegen toleriert werden können, weil sie den Beifall eines - wenn auch großen - Teils der Gesellschaft erhalten.

Gesetz ist Gesetz.

@Cosmopolitan_Citizen um 08:44

„Der Fairness halber ist hinzuzufügen: Warren Buffet hat auf diese unhaltbaren Verzerrungen in den Steuersätzen zwischen die Top Verdienern und den Durchschnittsamerikanern schon lange hingewiesen.“
Sicherlich, hat er; Bezzos auch, wahrscheinlich Gates und ein paar andere, die gar nicht wissen, wieviel sie tatsächlich an Vermögen haben, auch.
Ich glaube, schon vor Trump (also zu Obama‘s Zeiten) wurde darauf hingewiesen… Jetzt liegt es aber an der Biden Administration, dies richtig und mit aller Macht anzugehen und dies so zu regeln, dass „Steuerschlupflöcher“ nicht mehr vorhanden sind, die ja nur die Reichen im Lande bisher nutzen können. Wenn diese Administration das nicht konsequent angeht, wäre es ein Armutszeugnis für die Demokraten!

08:59, Eislöwe

>>Enthüllung?
Wer hat denn bitte ernsthaft etwas anderes erwartet?<<

Trotzdem ist diese Veröffentlichung wichtig.

Systemfehler

Mich wundert auch hier wieder die scheinbare Überraschung über diese Meldungen. Jeder weiß, dass es nicht nur Fleiß ist, der die Reichen dieser Welt reicher macht. Jeder weiß, dass es nur mehr Reichtum gibt, weil es immer mehr Armut gibt. Jeder weiß, dass "der Teufel immer auf den größten Haufen sch....".
Der Fehler ist dem System innewohnend. Und nach dem Zusammenbruch des Sozialismus, da es kaum noch einen Gesellschafts-Gegenspieler gibt, zeigt das Kapital seine wahre Fratze. Überall auf der Welt wird massiv umverteilt - von unten nach oben. Nicht gezahlte Steuern sind nur die Spitze des Bergs.
Diejenigen, welche diese Entwicklung beeinflussen könnten, die Politiker, sind selbst Profiteure und haben keinerlei Interesse an einem Reset.
Wenn die Politik sagt, dass sie keine Steuererhöhungen will, dann meint sie immer ihre Klientel. Das tägliche Leben der Gering- und Normalverdiener ist dagegen auf anderen Wegen unerträglich teuer geworden und wird es immer mehr.

Jeder weiß das..

@ um 09:03 von sonnenbogen

Es sind die Politiker, die erlauben, dass Lobbyisten die diesbezüglichen Gesetze schreiben.
Und es sind die Politiker, die solche Gesetze beschließen.
Gegen die Interessen der Staatsbürger, gegen die Interessen des Staates.

09:09, Nettie

>>Was fair ist, bestimmt der Staat?
„Die Steuerbehörde will ermitteln, wie die vertraulichen Daten öffentlich wurden“

Warum sind diese Daten überhaupt vertraulich und muss von Staats wegen ermittelt werden, wenn sie öffentlich werden? Übrigens nicht nur bei Bezos, Musk & Co., sondern jerdermann? Geld ist nichts Persönliches (und somit auch keine Privatsache), sondern ein Instrument.<<

Sie plädieren für die Abschaffung des Steuergeheimnisses?

Am 09. Juni 2021 um 09:07 von Economist70

"Die Firmen von Bezos, Musk und Co. zahlen Milliarden an Steuern, geben tausenden von Familien ein Einkommen, haben Produkte geschaffen die unseren Wohlstand massiv erhöht haben. Das sie legal ihre persönliche Einkommenssteuerlast reduzieren, ist doch ganz selbstverständlich."

Wie kommen die Firmen an die Gewinne? Weshalb werden die ausgequetscht, die wenig verdienen, aber für die Gewinne dieser Firmeninhaber sorgen? Sorry, ohne diese Mitarbeiter wären die Spitzenverdiener wohl sehr schnell Geschichte. Keiner dieser Unternehmer würde am Hungertuch nagen, wenn er gerecht besteuert würde.

@Economist70 um 09:07

Sie meinen also „Was bitte ist denn daran ein Enthüllungsbericht? Die Firmen von Bezos, Musk und Co. zahlen Milliarden an Steuern, geben tausenden von Familien ein Einkommen, haben Produkte geschaffen die unseren Wohlstand massiv erhöht haben. Das sie legal ihre persönliche Einkommenssteuerlast reduzieren, ist doch ganz selbstverständlich.“?

Diese Leute, die mit der Gründung von den von Ihnen zitierten Firmen sicherlich für viele Amerikaner Jobs (und Wohlstand, gesichertes Einkommen, etc.) geschaffen haben, sind aber auch nur Einzelpersonen, die wie alle auch Einkommensteuer zu bezahlen haben. Sie können doch nicht die Einzelperson mit der Firma gleichsetzen!

@ Am 09. Juni 2021 um 08:54 von hippojim

>>Am 09. Juni 2021 um 08:54 von hippojim
08:36 von IBELIN

Kennen sie das deutsche Steuergeheimnis?
Versuchen sie mal die Steuersumme/Besteuerung von ihren Nachbarn zu ermitteln.
1% der Weltbevölkerung bestzen soviel wie die restlichen 99% der Menschheit.
Das ist der Knackpunkt und in Deutschland ist es nicht anders.<<

Was gehen mich die Steuern meines Nachbarn an?
Darum habe nicht ich mich zu kümmern, noch ein Recht darauf.
Das liegt in der Hand des Gesetzgebers, bzw. der Finanzämter. Und dort muss man, wie in den USA dafür sorgen, dass es klare Regeln gibt, die eine, gemäß den Gesetzen & vor allem auch der sozialen Verantwortung, Steuergesetzgebung anbieten, die Schlupflöcher für Reichere ausschließt & sie ihren gerechten Anteil einzahlen lässt.

08:46, ex_Bayerndödel

>>Das Land, in dem alle gleich sind
... und unser Vorbild ist.<<

Von welchem Land reden Sie?

Die USA können Sie jedenfalls nicht meinen.

@ Am 09. Juni 2021 um 09:09 von fathaland slim

Am 09. Juni 2021 um 09:09 von fathaland slim
08:56, Juergen

>>Und was macht die amerikanische Regierung?
Zitat aus dem Bericht:
"Jede unerlaubte Veröffentlichung von Regierungsunterlagen verstoße gegen das Gesetz, erklärte Bidens Sprecherin Jen Psaki. Das Finanzministerium versucht zu klären, wie die Steuererklärungen an die Öffentlichkeit geraten sind."

In anderen Worten:

Sie sucht den "Maulwurf".<<

Am 09. Juni 2021 um 09:09 von fathaland slim
>>Das wäre in Deutschland nicht anders. Denn auch hier gibt es ein Steuergeheimnis.

Was aber nichts daran ändert, daß es sich um einen verdienstvollen Maulwurf handelt.<<

Eine schöne Beschreibung, "verdienstvoller Maulwurf". Sehe ich im übrigen auch so.

Früchte der neoliberalen Wirtschaftsordnung

Seit den Reagan Jahren haben die Reichen mehr oder weniger systematisch "War on Taxes" geführt. Dieser Krieg beinhaltet "War on Public Information", also die Privatisierung des Zugangs zu Information, den Angriff auf die öffentlich-rechtlichen Institute, und dann die Hetze von "Arm auf Arm", entweder Arbeiter gegen Sozialhilfeempfänger, oder Inländer gegen Migranten, um vom Raubzug von oben auf die öffentlichen Kassen abzulenken. Die Fassade bröckelt jetzt immer weiter, aber an der Sache selbst hat sich bisher nichts geändert.

Das Gebot des Augenblicks: statt Empörungsrituale ...

... zu zelebrieren gilt es jetzt, reale Veränderungen umzusetzen. Die Steuergesetzgebung in der Tiefe zu verändern, erfordert den bei der GOP nur marginal vorhandenen Willen und vor allem viel Zeit. Deswegen zielt die Politik in D.C. nun auf das Naheliegende.

  • Das Reformpaket Biden's ...
    mit 2,3 Billionen U.S. $, das noch immer mit der GOP verhandelt wird, umfasst
     
    • ein großes Infrastruktur-Programm
    • ein Bildungs- und Sozialprogramm
    • 2,5 % Steuererhöhungen für die >400 k$ Verdiener und 7 % Erhöhung für Konzerne
     
  • GOP-Wähler goutieren das Reformpaket ...

    in den Umfragen dann mehrheitlich, wenn es die besagten Steuererhöhungen enthält. Das erstaunt nur vordergründig, denn bei den "Blue Collar Worker", die der GOP ihre Stimme geliehen haben, trifft das Thema "Steuergerechtigkeit" einen Nerv.

  • 09:09 von fathaland slim

    "Was aber nichts daran ändert,daß es sich um einen verdienstvollen Maulwurf handelt."
    Ein verdienstvoller Maulwurf,der aber für seine Verdienste nicht belohnt wird,wenn heraus kommt wer er ist.

    09:09 von fathaland slim

    Zitat:
    "Das wäre in Deutschland nicht anders. Denn auch hier gibt es ein Steuergeheimnis."

    Stimmt, da war so etwas.

    Vielleicht waere es auch hier an der Zeit nach Skandinavien zu schauen. Da geht man einfach in die Steuerliste und schaut nach.
    Es muessen alle Einnahmen angegeben und "Steuertricks" koennen nur bis zur 1. Steuergrenze angewendet werden. Darueberhinaus wird alles voll versteuert.

    Trotzdem werden auch hier immer wieder Faelle von "Steuervermeidung" aufgedeckt.

    Das hat mich aber "gewaltig überrascht"!

    Man könnte das alles ganz einfach machen, und die Probleme wären gelöst:
    die Steuer wird bei ALLEN mit 15% erhoben, ohne Abzugsmöglichkeiten (bei Erhalt eines Grundfreibetrages natürlich). Da würde es aber im Staatssäckel nur so sprudeln.
    .
    Kommen wir gleich zur Rente: der Beitrag wird künftig auf das GESAMTE Brutto erhoben und nicht, wie praktiziert, nur bis ca. 7.000 Euro.
    .
    Aber da die Abgeordneten selbst zu den oberen Einkommen zählen, wird sich NIEMALS eine Änderung zu Ungunsten der oberen Einkommen ergeben. Und so wird über den Höchststeuersatz Rotz und Blut geheult, obwohl NIEMAND den wirklich zahlt. Insgesamt zahlt diese Blase weniger, als die armen Arbeitnehmer, denen ALLE ABGABEN AUTOMATISCH VORAB ABGEZOGEN WERDEN, während die oben über den Steuerberater 2 Jahre später einreichen können und dann noch Zahlungsaufschub erhalten!

    09:24 von fathaland slim

    Ihre Frage:

    "Sie plädieren für die Abschaffung des Steuergeheimnisses?"

    Natuerlich, ich kenne es schon lange gar nicht anders.

    @ 09:19 Wolf1905 - An den Demokraten liegt es nicht

    "Jetzt liegt es aber an der Biden Administration, dies richtig und mit aller Macht anzugehen und dies so zu regeln, dass „Steuerschlupflöcher“ nicht mehr vorhanden sind, die ja nur die Reichen im Lande bisher nutzen können. Wenn diese Administration das nicht konsequent angeht, wäre es ein Armutszeugnis für die Demokraten! "

    Für die bereits angesprochenen Reformvorhaben bedarf es im U.S. Senat einer Mehrheit von 60 Senatoren. Die Demokraten haben nur 50 + VP vote. Oder aber das Überstimmen des Filibuster, wogegen sich aber der D-Senator aus West Virginia, Joe Manchin, (noch) sperrt.

    Biden bemüht sich seit Wochen um "bipartisanship", indem er GOP Senatoren zum Dialog ins WH einlädt. Dort trifft er aber nur auf lauwarme Bereitschaft was das Infrastruktur-Programm angeht und auf 0 Zustimmung was auch nur die geringste Veränderung der Steuersätze betrifft.

    "Und was macht die US-Administration?"

    Genau, die US-Administration ermittelt, wie es denn möglich war, dass diese vertraulichen Daten öffentlich werden konnten. Denen geht es also nicht darum, die nahezu unvorstellbar hohen Steuerschulden einzutreiben. Oder gar die Steuersünder ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Fast könnte man auf die Idee kommen, dass es da was zu vertuschen gibt ...!

    Es geht auch anders!

    "Warum sind diese (Steuer-)Daten überhaupt vertraulich und muss von Staats wegen ermittelt werden, wenn sie öffentlich werden? @Nettie
    .
    In Norwegen werden die Steuerlisten öffentlich gemacht. Unter
    http://www.skatteetaten.no/ kann Jedermann Einblick darein nehmen.

    Enttäuscht von der Tagesschau

    Reißerische Schlagzeilen und wenig Gegenrecherche und kein bisschen objektiv.
    Ich hab mehr von der Tagesschau erwartet. Und bin enttäuscht.

    1. Die Einkommenssteuer wird auf Einkommen gezahlt. Und dieses wird auch wie bei jedem anderen Versteuert.
    2. Natürlich haben die Spitzenmanager Steueranwälte, welche für sie die Steuerlast "optimieren". Das gleiche Recht wie es jeder hierzulande auch hat.
    3. Es ist doch blödsinnig die Einkommensteuer mit dem Vermögenszuwachs zu vergleichen. Da werden doch Äpfel mit Birnen verglichen.
    Auch hierzulande gilt: Wenn jemand Vermögenswerte besitzt, wie ein Haus oder Aktien, können diese auch im Wert steigen, ohne das dieser Wertzuwachs versteuert wird. Die Steuer wird erst beim Verkauf fällig.

    Gegenrecherche: Jeff Bezos hat vor kurzem Aktien für ein paar Milliarden veräußert. Wurden die darauf fälligen Steuern berücksichtigt?

    Oder wird wirklich nur die Einkommenssteuer mit dem Vermögenszuwachs verglichen?

    Ein bisschen mehr Objektivität bitte!

    Bezos, Musk und Co. zahlten kaum Steuern

    Es sind Politiker/Parteien, die Steuergesetze beschließen!

    Die Reichen nutzen/beachten diese Gesetze!

    Ist in Deutschland genauso.

    Die Bürger wählen die Parteien, die diese.....

    PS. Das Volk hat die Macht!

    Nur ist das Volk sich dessen nicht bewusst.

    um 09:24 von fathaland slim

    >>
    Sie plädieren für die Abschaffung des Steuergeheimnisses?
    <<

    Das Steuergeheimnis ist kein absoluter Grundsatz. Bei uns gibt es jetzt schon Ausnahmen, etwa bei einem zwingenden öffentlichen Interesse (siehe AO). Letzteres könnte man, wenn die öffentliche Meinung das fordern würde, durchaus weit auslegen, z.B. wenn definierte Grundrechte dem entgegen stehen. Das BVG hat das Steuergeheimnis damit gerechtfertigt, dass damit die Steuergerechtigkeit gefördert würde. Ein schlechter Scherz, um Bestandserhaltung zu betreiben.

    @Sie plädieren für die Abschaffung 9:24 fathaland slim

    " des Steuergeheimnisses?"
    zu @@9:09 Nettie

    Mal ganz abgesehen von der prinzipiellen Frage, ob es ein schützenwertes Recht ist,
    zeigt uns doch ein Beispeil in der Welt,
    das auch ohne das 'Finanzgerechtigkeit' woanders entschieden wird.

    Schweden nämlich.
    Jeder kann die Steuererklärung seines Nachbarn einsehen.
    Doch glaubt hier einer ernsthaft, das dies auch die ganze Wahrheit desjenigen ist?

    Besonders wenn er zu den oberen 10% gehört.
    Da muss man schon 'tiefer' ansetzen..

    Steuern müssen auch Milliardäre bezahlen

    Wenn ich das mal wieder lese, frage ich mich, was diese Milliardäre reitet.

    Niemand zahlt gerne Steuern, aber es ist nicht 'zuviel verlangt' , dass auch Milliardäre mal soviel berappen, wie der Normalverdiener.

    Ich erinnere mich an ein Beispiel von Bill Gates, der mal vorgerechnt hat, dass seine Sekretärin einen höheren Steuersatz hat, als er selbst. Das kann es nicht sein.

    eine Gefahr für die Demoktie...

    diese Erträge ohne eine Versteuerung zum Gemeinwohl überschwemmen unsere Gesellschaft. Dringen in alle Schichten ein und kaufen Firmen auf, was das Zeug hält.

    Diese Geldschwemme ist einfach auf der falschen Seite und trägt zur Erosion der demokratischen Gesellschaften bei.

    @ 09:07 von Economist70

    Vielen Dank für diesen "tiefen" Einblick in Ihre Begriffe von Selbstverständlichkeit und Steuergerechtigkeit: Ich werd's auch mal probieren; schließlich zahle ich Mehrwertsteuer, Benzinsteuer, Lohnsteuer, Bier-, Branntwein- und Kaffeesteuer, Kirchensteuer etc. Da müsste es ja nach Ihrer Auffassung selbstverständlich sein, dass ich nicht auch noch Einkommenssteuer zahle.

    Es gibt Argumentationslinien, da fasse ich mir nur noch an den Kopf.

    09:14 von Geerdeter

    "Das ist ein weltweites Problem, in den USA tritt es jetzt nur ans Tageslicht."
    Ich fürchte, Sie verwechseln da ein Blitzlicht mit strahlendem Sonnenschein.
    Unterm Strich wird es nichteinmal zu gewitterwolkenverhangenem Himmel reichen.
    Wie @nettie schon sagte " Geld ist ein Instrument", ein Herrschaftsinstrument, es ersetzt Bajonette und Peitschen, das nennt man zivilisatorischen Fortschritt.
    Das Bild "Carot on a stick" und "Carot and Stick" bietet einen weiten Interpretationsspielraum.
    Bisher ist mir nur noch keine griffige(kurz und knackig) Übersetzung eingefallen.

    09:07 von Economist70 | Mal wieder eine Vielfaltsbotschaft ?

    Zitat:
    'Was bitte ist denn daran ein Enthüllungsbericht?

    Naja, ein Enthüllungsbericht ist es, weil er etwas enthüllt, was die sonstigen Steuerzahler in diesem Detaillierungsgrad nicht wussten.

    Zitat:
    'Die Firmen von Bezos, Musk und Co. zahlen Milliarden an Steuern, geben tausenden von Familien ein Einkommen, haben Produkte geschaffen die unseren Wohlstand massiv erhöht haben. Das sie legal ihre persönliche Einkommenssteuerlast reduzieren, ist doch ganz selbstverständlich.'

    Diese 'Weisheiten' stellt ja niemand in Frage.
    Was aber nicht gut ankommt ist das Nutzen von Steuerschlupflöchern und Steuervermeidungsmöglichkeiten, die der Normalverdiener nicht hat. Der stellt sich dann natürlich Fragen, ob das Steuerssystem gerecht ist.

    Äpfel mit Birnen verglichen?

    Habe ich mich verlesen, oder wird bei den „Reichen“ Einkommen plus Vermögenszuwachs genommen und bei den „normalen“ Menschen nur das Einkommen?
    Und dann werden diese Steuerkosten direkt miteinander verglichen?
    Das ist Manipulation des Lesers, weil viele auf diese Details gar nicht achten, sondern nur die Prozentsätze anschauen.
    Außerdem ist es Allgemeinwissen, dass die reichsten Menschen auch einen extrem großen Teil der Steuern zahlen. Das ist hier ein paar Spezialfälle von Menschen gibt, bei denen die finanzielle Situation zu anderen Effekten führt, das bedeutet nichts bezogen auf die Summe der Steuerzahler.
    Man muss klar zwischen Einkommen und Vermögen trennen, genauso wie es unsere Gesetze vorschreiben. Wenn man diese Dinge nach Belieben durchmischt, kann man den jeder Leser in jede Richtung manipulieren.

    Vermögenszuwächse

    Die genannten Prozentzahlen beziehen sich auf das angegebene Einkommen und Vermögenszuwächse (im Wesentlichen Kurssteigerungen von Aktien). In Deutschland werden Vermögenszuwächse durch Kurssteigerungen auch nicht sofort versteuert. Erst beim Verkauf einer Aktie wird ein Gewinn realisiert, der dann versteuert werden muss (eventuell Jahre nach dem Kursgewinn). Das Vorgehen macht Sinn, weil der Kursgewinn finanziell erst für andere Dinge eingesetzt werden kann nachdem die Aktie verkauft wurde.
    Die genannten Prozentzahlen sind damit irreführend. Es wäre aufschlussreicher die Werte auf Grundlage der tatsächlichen Einkommen / Gewinne zu berechnen.

    09:41, Naturfreund 064

    >>09:09 von fathaland slim
    "Was aber nichts daran ändert,daß es sich um einen verdienstvollen Maulwurf handelt."
    Ein verdienstvoller Maulwurf,der aber für seine Verdienste nicht belohnt wird,wenn heraus kommt wer er ist.<<

    Und sich dann aber hoffentlich über breite gesellschaftliche Anerkennung freuen kann. Die sich auch im Fund Raising niederschlagen wird. Von wegen Anwaltskosten u.ä.
    So etwas funktioniert in den USA, dem Land der Unterversicherten, meist relativ gut.

    Wer Steuern bezahlt gibt sein Geld

    auch an solche die ihm nicht in den Kram passen. Wer stiftet zahlt kaum Steuern und das Geld bekommen nur diejenigen die ihm in den Kram passen. Ein Machtaspekt der vom kleinen Mann nicht ins Spiel gebracht werden kann. Sonst würd ich mein Geld auch nicht für's Militär rausrücken.

    So lange die Steuern in dem Land zu zahlen sind...

    ... Wo sich der Unternehmerssitz befindet, wird es schwer mit dem Steuereintreiben.

    Richtig wäre, dass jedes Unternehmen in dem Land Steuern zahlt, wo die unternehmerischen Aktivitäten stattfinden.
    Bedeutet :
    Jedes Unternehmen - auch Zweigstellen etc. - zahlen Steuern.

    Problem :
    Es kommt ggf zur Doppelbesteuerung.

    In der EU macht es daher Sinn einen in der EU festgelegten Steuersatz zu benennen, den alle Unternehmen in der EU zu zahlen haben. Das gilt dann auch für Unternehmen deren Unternehmenssitz sich z. B. in Steueroasen befindet.

    Leider sind wir in der EU immer noch nicht so weit.

    09:45, DeHahn

    >>Aber da die Abgeordneten selbst zu den oberen Einkommen zählen, wird sich NIEMALS eine Änderung zu Ungunsten der oberen Einkommen ergeben.<<

    Wirklich?

    Ab welcher Summe beginnt denn für Sie ein oberes Einkommen?

    Sind die Abgeordneten Ihres Wahlkreises denn alles reiche Leute?

    Im Hintergrund dürfte immer

    Im Hintergrund dürfte immer noch die alte verheerende calvinistische Auffassung stehen, dass Reichtum von Gottes Gnaden ist und Prädestination der gottgegebene Hintergrund auch von überbordenden Reichtum. Und auch Armut ist demnach gottgewollt. Welch eine Immunisierung gegen Veränderung, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe. Sie wirkt bis heute, ohne dass ihre Quellen den meisten noch bewusst sein dürften.
    Schon übel, was vielen da noch in den Knochen steckt.

    Gleiches Recht für alle?

    "2. Natürlich haben die Spitzenmanager Steueranwälte, welche für sie die Steuerlast "optimieren". Das gleiche Recht wie es jeder hierzulande auch hat." @Sebastian82
    .
    Ist das nicht süß? Also, wenn ein Arbeiter einen Steuerberater einschaltet, dann übersteigen die Beraterhonorare den Betrag, den er bei der Steuer einspart. Aber natürlich hat er das "Recht" dazu!

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