Ihre Meinung zu: 20 Jahre Bio-Siegel: "Das magische grüne Sechseck"

22. Juni 2021 - 7:54 Uhr

Bio-Lebensmittel - vor 20 Jahren ein absolutes Nischenprodukt, heute Alltag. Dabei half auch das staatliche Bio-Siegel. Sandra Biegger über eine Erfolgsgeschichte mit Schattenseiten.

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Kommentare

Bio in die Breite

bedeutet doch a la Klöckner unf Co nur, dass mehr Bioaufkleber benutzt werden dürfen unf dies v.a. zum Wohle von Konzernen wie Nestlé und Co. wobei dem Verbraucher dann ein paar Crnt mehr pro Produkt bei unveränderter Lieferkette aus der Tasche gezogen werden. Gleichzeitig wird den Konzernen Patenrechte auf Pflsnzrn und Tiere zugesagt, damit bloß keine wirklichen Bio Produkte mehr im Handel möglich/erlaubt sind

Heute wird in Deutschland mehr Bio verkauft als je zuvor

die Angabe strotzt ja geradezu vor Information

und dass ein "Bioschwein" statt 0,8 qm dadurch 1,3 qm zur Verfügung hat
ein echter Quantensprung im Sinne des Tierwohls

Bio Siegel

Siegel sind was für Gläubige. Ich weiß nicht, wer, wo und warum auf Nahrungsmittel Siegel anbringt, also bleibt nur der Glauben. Der fehlt mir Gott sei Dank. Außerdem wird mit dem BIO-Siegel unterschwellig die Botschaft transportiert, daß Nahrungsmittel ohne BIO-Siegel ggf. nicht biologischer Herkunft sein könnten. Das erzeugt natürlich einen Druck, denn niemand möchte seine Familie mit nicht biologisch erzeugten Nahrungsmitteln ggf. unter die Erde bringen. Ob BIO ein wirtschaftlicher Erfolg ist, wird man wohl bei den "Tafeln" nachfragen müssen.

Bio-Siegel

Wieviele neue Siegel hat allein Frau Klöcker mit viel Geschichten auf den Weg gebracht ? Da war auch was für das Tierwohl dabei aber den Tieren geht es immer noch schlecht ! Viel Gerede und sie tun dann sehr damit beschäftigt ! Und das war´s dann mal wieder bis der nächste Minister an´s Werk kommt und so weiter und so weiter und so weiter !
Gähn....

Verträgt sich Bio mit Umweltschutz?

Diese Frage drängt sich mir auf, wenn ich das Siegel auf einer Avocado sehe.

-te Landwirtschaft.
@08:24 von rjbhome
Ein Sargnagel auf die Zukunft.
@08:31 von Werner Musterfrau
Es gibt "echte" Biosiegel. Von Demeter (am strengsten) bis Rapunzel sind die klassischen Siegel zuverlässig.
Und tatsächlich ist mindestens der wesentlich geringere Pestizidanteil auch der Gesundheit zuträglich.
Ich würde aber eigentlich den echten Nutzen für Boden und Umwelt genauso hoch ansetzen. Die nächste Generation würde es uns danken.
Und: Realen Preisen zufolge wäre "bio" sogar billiger!

Klarer Fall

von besser als nichts.

Das die Landwirtschaft nicht umstellt liegt wohl vor allem am Fördersystem das zu Dingen wie Mais und Weizenanbau in Brandenburg führt.

@Sigrun_1954 um 08:53

Ist eine Avocado ohne Bio-Siegel besser für die Umwelt?

@Werner Musterfrau um 08:31

> Das erzeugt natürlich einen Druck, denn niemand möchte seine Familie mit nicht biologisch erzeugten Nahrungsmitteln ggf. unter die Erde bringen.<

Gut.

Am 22. Juni 2021 um 08:53 von Sigrun_1954

>>Verträgt sich Bio mit Umweltschutz?

Diese Frage drängt sich mir auf, wenn ich das Siegel auf einer Avocado sehe.<<

Genau diesen Gedanken hatte ich auch.....

Ich bin nicht alleine, grins......

Wünsche ihnen einen angenehmen sonnigen Tag.

@sigrun

Kann ja auch Absicht gewesen sein um den Widerspruch (geht Avocado überhaupt auf "öko", incl. Umweltschutz?) heraus zu stellen. Bei einem Apfel aus dem alten Land wär's nicht so deutlich geworden.

Hab ich noch nie drauf

Hab ich noch nie drauf geachtet. Es gibt so inflationär viele Bäpper überall, wer soll da durchblicken?

@Sigrund_1954 Avocado

Ich habe mich auch gefragt, ob es feinsinnige Satire war, weshalb die Tagesschau die Avocado für ihr Bio-Foto gewählt hat.

Der Avocado-Anbau trocknet ganze Landstriche aus, weil es eine extrem wasserhungrige Frucht ist.

Biofleisch <–> Umweltbelastung

Bio Fleisch schmeckt in der Regel besser als anderes Fleisch, bedingt aber durch längere Haltung und anderes Futter eine viel höhere Umweltbelastung. So schietet beispielsweise ein Bio Hähnchen zehnmal mehr Stickstoff in die Umwelt als ein herkömmliches Masthähnchen.
Wer Bio Fleisch kauft sollte seinen Fleischkonsum um 90 % einschränken, um die Umwelt nicht zusätzlich zu belasten.

Kennen Sie Bio Bio Produkte?

"Das kann Betrug und Missbrauch natürlich nicht ausschließen. Aber im Großen und Ganzen funktioniert es, das Siegel ist vertrauenswürdig", betont Bartoschek.
"Bio Bio ist eine Marke, die besser ist als Bio und stellt alles in den Schatten, was mit Bio zu tun!"
Oh mei - seitdem ich gemerkt habe, dass es auch Bio Ware aus China bei uns gibt und diese Ware auch das Siegel Bio trägt - bin ich sehr froh, dass wir einen großen Garten haben und meine Nachbarin uns sagte: "Das ist wirklich ein Bio-Salat! Ich habe für den aus dem Bio-Supermarkt 2,99 Euro bezahlt und keinen Unterschied gemerkt zu dem von Aldi - aber der Salat von Euch, der ist anders!"
Wiederum und nochmals sehr viel Bio-Ware auf dem deutschen Markt ist vom Betrug und Missbrauch nicht auszuschließen und kann nicht kontrolliert werden, aber mit Bio zieht man den Leuten das Geld aus den Taschen. Fazit: Auch den GRÜNEN von R. Künast ist nicht immer alles GRÜN was drauf steht - ODER?

"Echtes BIO"...

Bei genauerem Hinsehen ist "BIO" (mit Siegel..!) nur eine clevere Marketingmasche mit Vorteilen für den Handel (höhere Preise = Umsatz) und für den Fiskus (mehr USt-Aufkommen). Denn schon immer werden in DE "bedenkliche" Lebensmittel erst gar nicht zugelassen oder der Vertrieb untersagt (Stichwort Gen-Manipulation). Gleichzeitig jedoch werden die Märkte mit Massenprodukten (Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch) aus "optimierter" Erzeugung überschwemmt und führen den Bio-Gedanken ad absurdum. Nur ein kleines Beispiel: Man pflegt das "gute Verbrauchergewissen" durch den Kauf von BIO-Milch oder BIO-Eiern, die allerdings von durch Qualzuchten auf Leistung getrimmten Tieren stammen. Übrigens - die gute alte Äckerdüngung mit Stallmist und Gülle ist freilich voll "bio", doch in der Masse verheerend für die Grundwasserqualität. Ergo: "Echtes BIO" gibts nur direkt beim "Bauern des Vertrauens" oder aus dem eigenen Garten.

Bio ist nicht gleich Bio

da gab es ab und an schon einige Skandale, dann sind auch bei Bio einige Sachen erlaubt, die man nicht gern propagiert.
Also, wer richtiges Bio haben will, braucht einen Garten, und die Möglichkeit haben nun mal nicht sehr viele.
Bio ist leider auch durch Missbrauch belastet, und ob jemand beim Gemüseeintopf die Biomöhren raus schmeckt, da hab ich meine Zweifel.
Bei einem Gravensteiner vom Baum, und der Pink Lady von ganz weit her, da wird der Unterschied sehr deutlich, den kann man sogar auf 5 Meter riechen.

Bio ist sicher gut, aber in Deutschland man aus vielem einen Kult, würden mir einige Dinge einfallen.
Dafür ich aber sofort Farbig werden ;-).

Ob mit oder ohne "Biosiegel" ...

.. nirgends werden Lebensmittel strenger überwacht als in Deutschland. In den allermeisten Fällen dürfte sich Bio nicht vom Rest unterscheiden. Außer man entschließt sich, fernab gewöhnlicher Erzeugungszeiten exotischtes Gemüse auf den Tisch zu bringen ... da gab's schon "Ausreißer".
Gestern hab ich mir, zu einem ähnlichen Thema, aus Langeweile beim Einkaufen mal durchgelesen, was in einem veganen, überteuerten Fleischprodukt so alles drinnen ist ... außer dem teuersten aller Lebensmittel, nämlich WASSER.
Ganz ehrlich: so ein Cocktail kommt mir nicht auf den Tisch. Gut, den Schweinen mag das helfen, ob WIR damit allerdings gesund bleiben ist meiner Meinung nach fraglich.

Bio, Lokal, ohne Plastik, ohne Tierleid bitte :-)

1. Ja, Bio-Karotten aus Ägypten machen ökologisch nicht viel Sinn. Konventionelle Karotten aus Ägypten aber noch weniger. :-D

2. Immerhin werden inzwischen 10% ökologischer in Deutschland angebaut. Viel zu wenig, hier müsste mehr subventioniert werden.

3. Fleisch und tierische Produkte sind fast immer - auch bei Bio - mit Tierleid, zwingend verknüpft, aber wenn man schon tierische Produkte kauft, dann doch bitte Bio (wer es sich leisten kann :-/), hier hat ein Schwein "immerhin" 30% mehr PLatz drinnen und darf raus. Die armen, konventionell gehaltenen Schweine bleiben nur Drinnen. Ein Trauerspiel, wenn man bedenkt, dass wohl der einzige Grund für Fleischverzehr die Gewohnheit, Historie und kulturelle Hintergründe sind.

Schade, dass der Verzehr von ökologischen Produkten so häufig mit dem Geldbeutel verknüpft ist und die Politik nicht entscheidet, dass jeder Bürger Zugang zu Biodprodukten haben sollte, indem Bio zum Standard wird und die Kosten von der Gemeinschaft getragen werden

Wer ethisch konsumieren will,

der besorge sich eine Label-Labyrinth-Orientierung von CIR (Christliche Initiative Romero, Münster). Darin wird das EU-Bio-Siegel als nicht sozial ausgerichtet, mittelmäßig ökologisch und unzureichend glaubwürdig eingestuft (von ca. 50 Siegeln); es lohnt sich. - Daß Julia Klöckner, CDU, mit den bisherigen Regelungen sehr zufrieden war (und mit ihr die Lobby-Vertretungen) ist sehr glaubhaft, zumal die EU selbst festgestellt hat, daß all' die Gelder, die in die Umweltverbesserungen führen sollten, genau das Gegenteil bewirkten. Julia Klöckner, die sich im umweltschädlichsten Auto fahren läßt, Wölfe abschießen lassen möchte, den Schweinen den natürlich mitgelieferten Ringelschwanz kappen, Hähnchenküken schreddern und Hennenschnäbel kürzen läßt, hat vom Leben in seinem allumfassenden und aufeinander abgestimmten Sein noch nichts verstanden. -

Ich muss sagen, es nervt. Immer wird auf veganen Lebensmitteln rumgeritten. Ja es gibt auch dort bessere und schlechtere Ökobilanzen. Aber wenn sich Fleischesser darüber aufregen, lenken sie doch nur von ihrem eigenen handeln ab. Die meisten Deutschen essen noch immer täglich Fleisch! Ich kenne kaum Personen (außer Bodybuildern), die täglich Soja oder Avocados essen. Da immer von Wasser geredet wird, hier ein paar Durchschnittsverbrauche:

1 Kg Avocado = 1000L Wasser
1 Kg Soja = 2000L Wasser

1 Kg Huhn = 4000L Wasser
1 Kg Schwein = 6000L Wasser
1 Kg Rind = 15000L Wasser

15000L Wasser = ein Jahr lang tägliche Dusche

20 Jahre Bio-Siegel: "Das magische grüne Sechseck"

Der Anteil der Bio-Landwirtschaft stagniert aber bei 10,1 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche (2019). Und das ist kein Wunder, früher wurden 100 Prozent der Fördermittel aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach Fläche gezahlt. Heute immer noch 80 Prozent, nur 20 Prozent nach Umwelt-oder Tierwohlkriterien.
Im Herbst 2020 hat sich bei den Verhandlungen darüber in Brüssel vor allem Deutschland (Ministerin Klöckner) für das Flächenkriterium stark gemacht. Das EU-Parlament wollte eine 50 zu 50-Regelung.
Die im Deutschen Bauernverband tonangebenden Großbetriebe konnten zufrieden sein....

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@ H. Hummel um 10:15

>In den allermeisten Fällen dürfte sich Bio nicht vom Rest unterscheiden. <

Doch schon; um genau die Differenz die Im Gesetz vorgesehen ist.
D.h. das der Agrargift-gehalt wesentlich niedriger sein muss um der Zertifizierung gerecht zu werden.
Den Größten unterschied macht die Form der Landwirtschaft natürlich im Anbau selber und dem damit einhergehenden Schadstoffeintrag/Krumenverbrauch.

(Letzteres Betrifft natürlich nicht Gewächshausgemüse wo der unterschied nur im Dünger im Pflanzbecken und eben den Agrargiften liegt)

War das vegane Teuerprodukt überhaupt BIO?
Das meiste ist es nicht...

@ KeinedemokratieBRD um 09:44

> bin ich sehr froh, dass wir einen großen Garten haben und meine Nachbarin uns sagte: "Das ist wirklich ein Bio-Salat! Ich habe für den aus dem Bio-Supermarkt 2,99 Euro bezahlt und keinen Unterschied gemerkt zu dem von Aldi - aber der Salat von Euch, der ist anders!"<

Wow.
Ein Frisch geernteter Salat aus dem Garten Schmeckt besser als ein Mindestens drei Tage alter, der wahrscheinlich noch gekühlt wurde?
Ja
Abe schön das Ihre Nachbarin das auch merkt.

Natürlich ist Betrug nie Auszuschliessen (Mord Auch nicht, beides ist nur eben Verboten);
Allerdings ist Konventioneller Salat nach wie vor "nicht für klein und Haustiere geeignet" - ganz ohne Betrug

Ich hab bestes bio im Garten.

Ich hab bestes bio im Garten. Garantiert giftfrei. Und so natürlich. Ich hab das Zeug da nicht hingepackt muss noch vom vorbesitzer im Boden sein. Immer wieder kommen Gurken und Tomaten.
Vin dem neumodischen Obst Mangos, Avocado, etc halte ich gar nichts. Ist nur anders aber nicht besser, als Äpfel, Kirschen, Zwetschgen, Pfirsich, Ribisel , etc.
Gut, wenn man mal vor Ort sein sollte, geht's.
Ansonsten regional.

@Bender Rodriguez um 12:35

>Vin dem neumodischen Obst Mangos, Avocado, etc halte ich gar nichts. Ist nur anders aber nicht besser, als Äpfel, Kirschen, Zwetschgen, Pfirsich, Ribisel , etc.
Gut, wenn man mal vor Ort sein sollte, geht's.<

Naja, Neumodisch sind die nicht, die gibt es auch schon eine ganze Weile...andernorts.
Allerdings haben die Heimischen Früchte halt auch nur zur Erntezeit einen Vorteil. Und die ist Kurz.
So wie "Exotische" Früchte wiederum zu deren Erntezeit einen Vorteil haben; denn auch nach mehrtägigem Transport sind sie dann noch Frischer und Umweltfreundlicher was den Energieverbrauch angeht als ein halbjährlich eingekühltes Heimisches Obst.

„Mehr Öko-Landbau, das war klar, gibt es nur, wenn die Kunden mehr Bio-Lebensmitteln verlangen“

Diese Annahme ist schon mal richtig. Und das daher auch der richtige Ansatz:

„Deshalb wurde die Nachfrage gezielt angekurbelt. Und zwar vor allem bei den Verbraucher/innen, die eher in Supermärkten und Discountern als in Bioläden und Reformhäusern zu finden waren. Bio-Lebensmittel sollten raus aus der Ökoschlappen- und Henna-Ecke, rein in die Mitte der Gesellschaft“

Und dabei kommt es - wie immer und überall - auf die richtige Umsetzung an: „(…) aus der SWR-Umweltredaktion dazu: "Klar dürfen auch Produkte das staatliche Siegel tragen, die eher 'Bio light' sind. Das kann man kritisieren. Oder auch positiv sehen: weil es Bio für mehr Menschen bezahlbar macht"

Das Allerwichtigste:
„Auch die Vergabe des staatlichen Bio-Siegels sei an feste Kriterien geknüpft.
>> Ob die Betriebe diese einhalten, werde kontrolliert (…)
>>> im Großen und Ganzen funktioniert es, das Siegel ist vertrauenswürdig“

Magischer Journalismus

Mich stört es sehr, dass im Text der Eindruck erzeugt wird, "Bio"-Produkte bräuchten eine besondere Daseinsbegründung, da sie irgendwie zu teuer oder gar betrügerisch - nicht wirklich öko - seien.
"Klar dürfen auch Produkte das staatliche Siegel tragen, die eher 'Bio light' sind." Dies unterstellt die Existenz von 'echtem Bio', was aber durch Geschicklichkeit unterwandert werden kann, also nur noch "light" ist und so die Kundin über den Tisch gezogen wird. Das Bio-Sechseck bedeutet, die Produkte entsprechen der EU-Ökoverordnung Nr. 834/2007 (künftig EU 2018/848). Nicht mehr und nicht weniger - für "light" ist da kein Spielraum. Wer mehr möchte, wird auf die Labels der Anbauverbände achten.
Der Hinweis "so werden in deutschen Supermärkten Bio-Karotten aus Ägypten, Bio-Ingwer aus China und Bio-Äpfel aus Südafrika angeboten" ist auch albern. Die Transportwege spielen weder gesetzlich noch klimatechnisch eine Rolle.
Das muss ja niemand kaufen.
Ist bessere Differenzierung zuviel verlangt?

@10:15 von H. Hummel

"...veganen, überteuerten Fleischprodukt..."???

Grüße, Kurt

Bio ist das neue Konventionell

Bio im heutigen Kontext hat ja kein Problem mit weiten Importwegen, Plastikverpackung, mit Plastikfolen beim Anbau, Torfsubstraten, ... um nicht "Bio" auf seine Industrieprodukte draufschreiben zu dürfen, müsste man sich schon anstrengen.

Ich wette, es gibt selbst Siegel, wo genveränderte Pflanzen in Glyphosat ersäuft werden und das ist immernoch Bio, weil diese Technologie ja so viel Chemie einspart. Verbraucher zu verarschen, da ist Teil des guten Geschäfts, und damit auch Teil der Politik (wissen wir nicht erst seit dem Diesel-Skandal).

@13:28 von Nettie

//„Auch die Vergabe des staatlichen Bio-Siegels sei an feste Kriterien geknüpft.
>> Ob die Betriebe diese einhalten, werde kontrolliert (…)
>>> im Großen und Ganzen funktioniert es, das Siegel ist vertrauenswürdig“//

Weiß nicht so recht. Zum Beispiel bei Milchprodukten habe ich das Bio-Siegel immer auch mit Tierwohl (hier Kühe) in Verbindung gebracht. Pikanterweise kann man sich ausgerechnet bei den Produkten wo zusätzlich das Bio-Siegel der EU aufgedruckt ist nicht darauf verlassen, dass die Kühe die vorgeschriebenen Zeiten auf der Weide verbringen und auch nicht mit Soja-Produkten (zu)gefüttert werden.
Hier empfinde ich das Bio-Siegel als Täuschung, da das bekannte Siegel und das der EU (wie z.B. bei der Bio-Butter von Edeka) nicht nebeneinander gedruckt sind.

@14:14 von Anna-Elisabeth @13:28 von Nettie

Hallo Netti:

Ich möchte eine kleine Ungenauigkeit korrigieren. Die Einschränkungen der Qualität betreffen nicht das sechseckige Siegel, sondern nur die mit dem zusätzlichen grünen Siegel (mit weißen Sternchen) der EU-Kommission aufgedruckt ist.

Ich verstehe den Sinn dieses zweiten (grünen) Siegels nicht so ganz. Intuitiv denkt man ja: zwei Siegel müssen doppelt gut sein.

Biosiegel

Man schaue sich die Definition und Bewertungskriterien an, nach denen es vergeben wird. Dann weiß man ungefähr, was dahinter steckt. Bio ist für mich nur bedingt eine Auszeichnung und eher ein Hilfsmittel zur Orientierung. Besser ist für mich, man fragt sich bei den Produkten und Waren, wo sie her kommen, wie sie produziert werden, wie die Arbeitsbedingungen sind. Und ob sie saisonal oder künstlich saisonal gehalten werden. Dann kann man viel zu Umweltschutz, ordentlichem Anbau und geldwerten Angeboten beitragen. Erdbeere im Dezember ist ein NoGo wie die Tomate. Ob Bio oder nicht- die Herstellung konventioneller Waren kann auch gut und nachhaltig sein.

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