Ihre Meinung zu: Freispruch für Jäger: Hundewohl vor Wolfsschutz

22. Juni 2021 - 13:42 Uhr

Wölfe reißen jährlich Hunderte Weidetiere und machen auch vor Haustieren nicht halt. Um Hunde zu retten, musste ein Jäger einen Wolf erschießen - und wurde freigesprochen. Von Pia Brandsch-Böhm.

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Kommentare

Notwehr?

Falls die Aussagen des Jägers stimmen, wäre es sozusagen Notwehr gewesen und das Urteil des Gerichts nachvollziehbar.

Ich frage mich allerdings, wie man bei einem Nahkampf den Angreifer erschießen will, ohne den Angegriffenen ebenfalls zu gefährden.

Muss es eigentlich die Jagd und Jäger geben?

Mmmh: Die Frage ist, ob die Aussage des Jägers so stimmen kann, siehe auch Beitrag oben von "Nachfragerin.
Nachdem ich kürzlich ein Video sah, in dem eine Jägerin eine in einer Falle steckende, gesunde Hauskatze erschossen hat, weil durch die Hauskatze das Zielobjekt der Jägerin in Gefahr war, bin ich nur noch erbost, wenn ich die Worte Jagd oder Jäger/in höre oder lese.
Denn mir scheint, dass Jäger/innen einen Spass daran haben, Tiere grundlos zu erschießen.
Anstatt in einen Schützenverein zu gehen, um dort ihren Drang zum Gebrauch von Schusswaffen auf tote Objekte (Scheiben, etc) zu befriedigen, wollen diese lebende Objekte erlegen. Ich nenne das pervers.
Wir haben dazu noch ein Tierschutzgesetz, das das Töten von Tieren aus nichtigen Gründen verbietet.
Wenn jetzt wieder die Argumente kommen, man müsse den Tierbestand in der Natur kontrollieren, etc. dann sage ich nur:
Nein, man muss nicht.
Die Natur ist so wie sie ist u. sollte vom Menschen so wenig wie möglich beeinflusst werden.

Wolfsschutz

Meines Wissens flüchtet der Wolf , wenn er Menschen bemerkt ! Mit oder ohne Hund und im Kampf oder Jagdgetümmel ist es schlecht zu schießen bzw. zu treffen.

richtige Gerichtsentscheidung

Nicht nur das Wohl des Jagdhundes, sondern auch das Wohl von Haustieren/Zuchttieren muss ggf. geschützt werden.

Und da darf es keinen Zweifel geben zu welchen Gunsten zu entscheiden ist.

Der Hund hat anscheinend

Der Hund hat anscheinend nicht gut gefolgt. Kann kein guter Hund gewesen sein.
Sowas ähnliches hatten wir letztes Jahr auch. Ein Jäger erschoss 2 wildernde Hunde. Die besitzerinnen meinten die wilden nicht und hören aufs Wort.
Trotzdem haben sie die Hunde 5h gesucht.
Wie das, wenn sich die Hunde in rufweite befinden?

Und Hunde sind dabei im Grunde genommen „zivilisierte“ Wölfe. Wobei selbstverständlich nach wie vor gilt: Tiere nur dann, wo sich das als im o.g. Sinne (siehe Betreffzeile) unbedingt notwendig erweist „entnehmen“.

Konsequenzen

Nun, der Jäger war naturgemäß bewaffnet und somit in der Lage, sich und seine Hunde zu schützen.

Wie wohl der erste Fall ausgehen wird, wenn Wölfe Spaziergänger oder Kinder im Waldkindergarten angreifen und ebenso naturgemäß niemand mit Waffe in der Nähe ist, um den Angriff durch Tötung des Wolfes abzuwehren?
Hoffentlich lassen sich die Angreifer dann durch Klatschen erschrecken ...
Und die Frage ist nicht, ob dies eines Tages geschehen wird, sondern wann.

Wölfe im dichtbesiedelten Deutschland sind schlicht romantisch verbrämte und infantile Fantastereien vorgeblicher Naturschützer.

Wenn wir bereit sind, die Bevölkerungsdichte hierzulande wieder auf ein Zehntel des aktuellen Wertes herunterzudünnen und gelegentliche Kollateralschäden in Form toter Kinder in Kauf nehmen, hat der Wolf durchaus wieder seinen Platz in Deutschland.

Ich möchte, dass jeder Befürworter die volle Verantwortung für solch etwaige Folgen bewusst trägt, spürt und mit allen Konsequenzen in Kauf nimmt.

Verkürzung

In der Darstellung hier findet man zwar die Darstellung des Jägers, nicht aber die der Veterinärin die den Wolf nach Abschuss untersuchte.
Diese Fand keine zu den Bisswunden der Hunde Passenden Hundehaare am Gebiss des Wolfes was der Darstellung des Jägers, und seiner Kollegen, widerspricht und die Legitimation zum Abschuss in Frage stellt.

@ 13:55 von Nachfragerin

Es war juristisch gesehen Notstand - d. h. die Abwehr gegen eine Sache (zu der Tiere in diesem Fall juristisch gehören).

Notwehr wäre entsprechendes Handeln gegen einen Menschen.

@ 13:59 von Margitt

Ich verstehe durchaus, dass sie sich alterieren.

Aber müssen Sie Ihre völlige Unkenntnis der fachlichen Aspekte des von Ihnen kommentierten Themas unbedingt wie eine Monstranz vor sich hertragen?

Argumentieren statt echauffieren.

soso - es hat also vor der

soso - es hat also vor der Wiederansiedlung des Wolfes in D-Land keinerlei Probleme mit verwilderten Hunden gegeben - die haben noch nie ein Nutztier gerissen

ist wie:
"Windräder erschlagen Vögel - aber von unseren Mio. freigänger-Hauskatzen geht keinerlei Gefahr für die Vogelwelt aus.

Der "jagende" Mensch braucht halt ein Feindbild auf das er sein Gewehr anlegen kann.
Und ein toter Wolf kann ja wohl schlecht vor Gericht als Zeuge gegen den Jäger aussagen
*sarkasmus*

Unglaubwürdig

Wenn mehrere freilaufende Jagdhunde auf einen Wolf treffen ist es eher der Wolf der in eine Verteidigungssituation gerät und dann auch das Recht haben sollte sich zu verteidigen.
Ansonsten stellt sich auch die Frage was eigentlich ein niederländischer Jäger in Brandenburg zu suchen hat. Vielleicht ja einen Wolf für den Trophäenschrank?

um 14:09 von Nettie

>Und Hunde sind dabei im Grunde genommen „zivilisierte“ Wölfe.<

Zivilisiert Heist auch das sie sich aufgrund ihrer Exzellenten Fitness und Versorgung, auf die sie sich auch im Verletzungsfall verlassen können, auf Kämpfe einlassen denen ein Wild lebendes Tier, das mit seiner Körperlichen Gesundheit Haushalten muss, eher aus dem Weg gehen würde.
Ein Angriff auf eine Überzahl ist unter "Unzivilisierten" Bedingungen daher eher unwahrscheinlich.

Komische Rechtssprechung?

Abschießen und fertig. Da gibt es doch eigentlich nichts zu diskutieren? Man kann es auch mit dem Tierschutz übertreiben und wenn der Wolf waidgerecht erlegt wurde, ist dem Tierschutz doch auch genüge getan? Überhaupt sollte man die scheinbar ausufernde Population der Wölfe auf ein erträgliches Maß dezimieren.

@Margitt. - Ohne Jagd geht es nicht.

13:59 von Margitt.:
"Denn mir scheint, dass Jäger/innen einen Spass daran haben, Tiere grundlos zu erschießen."
> Solche Jäger gibt es bestimmt. Aber das dürften nur wenige Ausnahmen sein, die dann ein schlechtes Licht auf alle Jäger werfen.

"Die Natur ist so wie sie ist u. sollte vom Menschen so wenig wie möglich beeinflusst werden."
> Rotwild ernährt sich unter anderem von Knospen. Wo es zu viel Wild gibt, wächst kein Baum nach. Wenn man den Fortbestand des Waldes sichern will, braucht man also die Jagd, Wildunfälle oder eben den Wolf...

Wenn man die Jagd einstellte, würde der Wolf die Rolle übernehmen. Und das würde wiederum bei Landwirten und denen, die Rotkäppchen für kein Märchen halten, auf mangelndes Verständnis stoßen.

@ Lutz Jüncke um 14:21

Dieser Kommentar war sehr unhöflich.

um 13:59 von Margitt.

>>"Wir haben dazu noch ein Tierschutzgesetz, das das Töten von Tieren aus nichtigen Gründen verbietet.
Wenn jetzt wieder die Argumente kommen, man müsse den Tierbestand in der Natur kontrollieren, etc. dann sage ich nur:
Nein, man muss nicht.
Die Natur ist so wie sie ist u. sollte vom Menschen so wenig wie möglich beeinflusst werden."<<

An der hier geschilderten Überpopulation von Wölfen können Sie sehen das Ihre Argumentation nicht richtig ist (so wenig wie möglich vom Mensch beeinflusst). Der Wolf hat keine natürliche Feinde und vermehrt sich dadurch über Gebühr und ich kann die Schafzüchter und Bauern verstehen die ein Problem damit haben. Außerdem erfüllen Jäger eine sehr wichtige Aufgabe da Sie die Populationen der jeweiligen Tierarten auf das notwendige Maß begrenzen.

Schlecht für den Wolf

Wenn man das Urteil reflektiert und durchdenkt, könnte jetzt jeder Jäger mit Begleitung eines Jagdhundes einen zufällig vorbeikommenden Wolf erschiessen. Augenzeugen sind bei der Jagd in der Mehrzahl der Fälle ja nicht vorhanden.

Da ist es einigen Wolfsgegnern (die mit Hunden) unter den Jägern doch ein wenig zu einfach gemacht worden.

Gruss, Niccolo

@ Margitt, um 13:59

Nein, Jäger sind nicht Jäger, weil sie Freude am Erschießen von Tieren haben.

Sie müssten doch in den vielen Filmberichten, die im Fernsehen gesendet werden, mitbekommen haben, dass die Jäger wichtige Aufgaben zu erfüllen haben.

Diese hier auszubreiten würde zu weit führen, aber googeln Sie mal “Aufgabe, Jäger“, Sie werden erstaunt sein.

Aber so, wie Sie sich am Ende Ihres Kommentars äußern, sehe ich etwas schwarz, dass Sie Ihre (unzutreffende) Meinung ändern.

Ich könnte nicht Jäger sein, sehe trotzdem die Notwendigkeit seiner Tätigkeit ein.

Äh, ja ... !

Zitat: "Eine Ikone von Naturschützern wird zur Belastung: Wölfe reißen jährlich Hunderte Weidetiere und machen vor Haustieren nicht halt. Um seinen Hund zu retten, musste ein Jäger einen Wolf erschießen - und wurde freigesprochen."

Äh, ja ... !

Wie auch sonst?

13:59 von Margitt.

Ich stimme ihnen zu 100% zu. In unserer Nachbarschaft wohnt ein Jäger, der bei seinen Erzählungen nur so schwärmt vom Tiere töten. Und das ist sein Hobby. Wird ein Tier angeschossen, dann dauert es mitunter Tage, bis es gefunden wird. An einem Schweißhund hat er nähmlich kein interesse. Leider ist die Jäger- Lobby sehr, sehr stark.

@eine_anmerkung. um 14:31

>Außerdem erfüllen Jäger eine sehr wichtige Aufgabe da Sie die Populationen der jeweiligen Tierarten auf das notwendige Maß begrenzen.<

Dafür werden Abschussquoten Festgelegt.

Dies hier war aber kein regulatorischen Quotenabschuss.

Revision ist möglich.

Hmm, ich hätte gegen den

Hmm, ich hätte gegen den Jäger entschieden.
Der Grund ist ganz einfach, wenn ein Wolf als "besonders geschütztes Tier" gilt, ein Jagdhund aber nur ein Jagdhund ist, dann hätte ich den Artenschutz des Wolfes höher eingestuft als den eines normalen Hundes.
Das sehe ich ich komplett gegensätzlich wie der DJV - "das Eigentum am Hund das Interesse am Artenschutz überwiegt" finde ich eine schräge Argumentation.

Re : Nachfragerin !

Ja das frage ich mich auch, wie will der Jäger seinen Hund in einem Kampf mit dem Wolf schützen, ohne den eigenen Hund nicht zu verletzen oder gar zu erschießen ??
Es zeigt sich aber wieder einmal in diesem Urteil, dass der Natur und den "wilden" Tieren deutlich weniger Rechte zugebilligt werden.
Viele Jahrhunderte von Jahren sind der Mensch und die Tierwelt irgend wie miteinander klar gekommen. Dann wurden und werden immer mehr wilde Tiere, die zu dieser Erde gehören, nur wegen der Menschen und ihrer Gier ausgelöscht. Ich denke, den meisten Landwirten und Schäfern wäre es mehr als recht, wenn kein Wolf und kein Bär mehr durch die Gegend streift, und seinen Hunger stillt. Dabei werden sie ja entschädigt, haben aber immer noch nicht gelernt, und wollen es anscheinend auch nicht, mit den wilden Tieren zu leben. Es gibt extra Schutzhunde, und diese werden ja auch gefördert, damit der Wolf eben kein Schaf oder Rind reißt.

@ harry_up um 14:34

>Nein, Jäger sind nicht Jäger, weil sie Freude am Erschießen von Tieren haben.<

Nicht jeder, nein.
Aber es gibt solche. Das sind die die auch jahrelange Aufzucht und Auswilderungsarbeiten bei Lux, Adler und anderen wieder zunichtemachen wie es vor kurzem erst wieder durch die Schlagzeilen ging..
Die geistigen Vettern derer die die gefährdeten Zugvögel scharenweise Abschlachten oder den Geschützen Krähenvögeln hierzulande Nachstellen.

Viele Kennen Bizarre Geschichten über derartige Jagdgesellen.
Wenn der Rest sich von ihnen distanzierte und regulären aufstellte die ihnen das Handwerk legte wäre dem Ruf der "Guten" sehr geholfen.

@Lutz Jüncke - Rotkäppchen vs. Realität

14:15 von Lutz Jüncke:
"Wenn wir bereit sind, die Bevölkerungsdichte hierzulande wieder auf ein Zehntel des aktuellen Wertes herunterzudünnen und gelegentliche Kollateralschäden in Form toter Kinder in Kauf nehmen, hat der Wolf durchaus wieder seinen Platz in Deutschland."

Eine umfassende norwegischen Studie* hat für den Zeitraum von 1950 bis 2000 insgesamt 1141 Angriffe durch Wölfe (davon 331 tödliche) erfasst. Weltweit.

331 Tote in 50 Jahren. Zum Vergleich: Jeden Tag(!) sterben fünfmal mehr(!) Menschen im Straßenverkehr.

Erzählen Sie also bitte niemandem, dass die Gesundheit unserer Kinder von Wölfen bedroht wäre.

*) The fear of wolves: A review of wolfs attacks on humans

Manchmal übertreiben wir es auch...

Manchmal übertreiben wir es auch mit dem Tierschutz. Da wo ich herkomme ist ein Fluss. Dort lebte bis 1876 oder so auch der Kormoran der ausgestorben ist. Da kamen Blitzdenker auf die Idee diesen wieder dort anzusiedeln (warum?). Ein solches Tier frisst nun bis zu 3 Kilo Fisch am Tag. Die Tiere wurden wieder "angesiedelt" und vermehrten sich wie Tauben und fraßen den Fluss buchstäblich leer. Bejagt durften die Tiere nicht, Naturschutz und so. An dem Fluss gibt es nun viele Staustufen die mit sogenannten Fischtreppen ausgestattet sind. Dort springen die Fische über diese Treppe ins höhergelegene Becken. Die Kormorane sitzen an den Treppen wie Orgelpfeifen und fangen die Fische ab. Die gebratenen Tauben fliegen denen sozusagen in den Mund. Es gibt kaum mehr Fische in dem Fluss und nur die Angler scheinen sich zu beschweren? Toller "Tierschutz", was?

Re : Margitt !

Dem stimme ich voll zu ! Es ist der Mensch, der den größten Schaden an der Natur anrichtet, der Tiere und Pflanzen vernichtet, oft ohne nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden. Es ist der Mensch, der die Umwelt schädigt, der große Teile des Klimas beschädigt hat, durch die Abgase, durch die Industrie, durch den Abbau von Erzen und CO, ohne einen Funken Anstand und Rücksicht.
Es wird auf immer mehr Globalisierung gesetzt, bei der die Natur und die Tiere keine Chancen haben.
Und nun so ein fragwürdiges Urteil. Was sucht ein niederländischer Jäger in einem deutschen Wald ?? Warum muss überhaupt so viel geschossen werden. Den Besitzern von Wäldern geht es nur um die Kohle, die sie mit beschädigten Bäumen durch Wildtiere nicht mehr verdienen können, weil es immer mehr sein muss, die Gier und der Egoismus immer unendlicher werden, statt nachhaltig zu gestalten und wirtschaften, in dem auch Tiere und Pflanzen eine Chance haben !

@ Barbarossa 2, um 14:35

Ihren benachbarten Jäger kenne ich nicht, aber sollte es so sein, wie Sie das schildern:
Haben Sie einmal auf den Tisch gehauen und ihn gefragt, warum er diese Lust am Tiere Erschießen hat und wozu er sie braucht?
Ein Jäger darf kein Tier anschießen, ohne es danach zu suchen und zu töten, tut er das nicht, ist das ein Grund, ihm den Jagdschein zu entziehen und zu belangen.

Dass Jäger anders über das Töten von Tieren erzählen als ein Hunde- oder Katzenliebhaber ist mir bekannt.
Aber “geschwärmt“ hat in meiner Anwesenheit noch keiner.

Einer wohnt einen Steinwurf von mir entfernt, ich rede fast wöchentlich mit ihm. Nüchternheit ist es, was seine Berichte kennzeichnet.

Ja, manchmal etwas erschreckend...

14:34 von harry_up: Sehe das nicht wie Sie ...

<< Nein, Jäger sind nicht Jäger, weil sie Freude am Erschießen von Tieren haben. >>
Sind Sie da so sicher? Die Jäger "opfern" sich also für diese schwere "Aufgabe"?

Wie viele Haustiere wurden durch Jäger schon getötet? Alles Unfälle?

M. E. sollten "Jäger" ihre Aufgaben umdefinieren:
Sie sollten z. B. verunglückte wilde Tiere in Pflegestationen bringen, um sie dort gesund pflegen zu lassen und sie danach ggf. wieder auszuwildern.
Aber vermutlich macht ein Jäger, wenn er ein verunglücktes Wildtier findet, "kurzen Prozess" ?
Diese vermeintlichen Aufgaben der Jagd sind m. E. selbst geschaffene "Rechtfertigungen", weil ohne diese die Jagd vielleicht verboten werden könnte ?

Johni

Ein nicht aufs Wort hörender Allerweltshund gegen ein artgeschützes Exemplar Wolf.
Ja, ich hätte auch für den Wolf und gegen den Jäger entschieden.

Freispruch für Jäger

Danke, gut so. Da können wir nur hoffen das nicht doch schwache Menschen oder Kinder angegriffen werden.

um 13:55 von Nachfragerin

"Falls die Aussagen des Jägers stimmen, wäre es sozusagen Notwehr gewesen und das Urteil des Gerichts nachvollziehbar."

Geht nicht! Notwehr richtet sich immer gegen eine natürliche Person. Das ist ein Wolf nicht.

"Ich frage mich allerdings, wie man bei einem Nahkampf den Angreifer erschießen will, ohne den Angegriffenen ebenfalls zu gefährden."
Wie viel Erfahrungen im Umgang mit Waffen haben Sie?

die Legitimation zum Abschuss in Frage stellt.

von Der Lenz @
Sie für sich dürfen das gerne so denken das Menschen nicht die Wahrheit sagen.

Gut das das demokratische Gericht anders entschiende hat.

um 14:03 von Peter Kock

"Meines Wissens flüchtet der Wolf , wenn er Menschen bemerkt ! Mit oder ohne Hund und im Kampf oder Jagdgetümmel ist es schlecht zu schießen bzw. zu treffen."

Das wusste der Wolf wohl nicht...
Ich bin selbst sehr froh darüber, dass der Wolf wiederkommt. Aber in allen Kulturen, in dem der Wolf in hohem Ansehen steht, wird auch Jagddruck ausgeübt.

Weder Wolfsvergötterung noch Wolfshass wird zu einem guten Miteinander führen.

Wölfe sind hochintelligente Spezialisten. Sie erkennen, ob es "eine gefährliche Idee" ist, Menschen zu erschrecken, oder ob die verblendeten Deutschen leichter zu plündern sind ,als die wolfsgewohnten Polen.

Ja, echt. Die Kerle sind richtig Schlau.

um 14:54 von werner1955

>>"Danke, gut so. Da können wir nur hoffen das nicht doch schwache Menschen oder Kinder angegriffen werden."<<

Ich habe mal gehört das hungrige Wölfe in die Dörfer gehen und da hört für mich der Spass auf.

@Traumfahrer - Entschädigung & Herdenschutz

14:41 von Traumfahrer:
"Ich denke, den meisten Landwirten und Schäfern wäre es mehr als recht, wenn kein Wolf und kein Bär mehr durch die Gegend streift, und seinen Hunger stillt. Dabei werden sie ja entschädigt, haben aber immer noch nicht gelernt, und wollen es anscheinend auch nicht, mit den wilden Tieren zu leben."

Ganz so einfach ist es leider nicht. Die Entschädigung gibt es nur, wenn das Tier nachweislich vom Wolf gerissen wurde. Dafür werden dann Speichelproben genommen und untersucht. Das funktioniert natürlich nur, wenn das gerissene Tier noch was da ist.

Außerdem wird es jedem Tierhalter (nicht Tierquäler) recht nahe gehen, wenn eines oder mehrere seiner Tiere gerissen wurde.

Schutzhunde halte ich übrigens für ziemlich ungeeignet, da die auch Fleisch fressen wollen. Da tauscht man dann ein Tier gegen ein anderes und gewinnt nichts. Herdenschutzesel, Zäune und Vergrämung sind da besser. Aber das ist halt viel Aufwand und entsprechend teuer.

Der Wolf hat keine natürlichen Feinde

denn er steht an der Spitze der Nahrungskette.

Da gibt es aber noch diese aufrechtgehenden haarlosen Allesfresser, die ebenfalls an der Spitze der Nahrungskette stehen. Von denen gibt es in D 83 Millionen. Da frage ich mich dann schon: Welche Art ist gefährlicher?

Wolf, Marderhund, Wolfshund

In der Natur laufen uns viele wilde Tiere über den Weg- auch im Stadtpark und Kleingarten. Der Wolf ist ein Exot geworden, weil man ihn jahrzehntelang ausgelöscht hatte. Ein Wolf und seine Gefährten jagen. Und bekommen auf dem Silbertablett Nahrung geliefert und im Überfluss. Das Revierverhalten ist bei Wolf und Hund ähnlich. Eindringlinge werden verbissen oder angegriffen. Was haben Hunde dem wilden Tier schon entgegenzuhalten, wenn die domestiziert und gehorsam erzogen werden? Da kommt also ein Wolf schon als Gegner daher und tötet den fremden Hund. Der Jäger wie jeder Hundebesitzer wird sein Tier schützen. Wer weiß schon, ob der Wolf nicht auch auf den Menschen springt? Das Urteil finde ich gut. Es schafft rechtliche Klarheit im Einzelfall. Und bedeutet keinen Freischein, Wölfe zu erschießen.

14:52 von harry_up

Aber “geschwärmt“ hat in meiner Anwesenheit noch keiner

Die Garage meines Nachbarn ist voller Trophäen, auf die er sehr stolz ist. Er gibt auch zu, daß die Wölfe ihnen das Wild wegfressen. Er will auf jeden Fall nicht, daß die Natur sich selbst regelt. Er erklärt den Bauern auch überzeugend, daß ohne ihn ganze Ernten in Gefahr wären. Ohne sein Hobby wäre er sogar ein angenehmer Mensch.

Am 22. Juni 2021 um 14:17 von Lutz Jüncke

Zitat: Notwehr wäre entsprechendes Handeln gegen einen Menschen.

Das gehört nicht zur Definition des Begriffs "Notwehr".

um 14:53 von Bender Rodriguez

>>"Ein nicht aufs Wort hörender Allerweltshund gegen ein artgeschützes Exemplar Wolf.
Ja, ich hätte auch für den Wolf und gegen den Jäger entschieden."<<

Aber wenn es mittlerweile von den Wölfen zu viele gibt? Jäger haben in der Regel gut ausgebildete Rassehunde ("Allerweltshund") in deren Ausbildung viel Geld steckt. Ich fand das Urteil überflüssig weil selbstverständlich (Freispruch für den Jäger).

@ Margitt., um 14:53

re @ harry_up, 14:34

Ich kann Ihre Gefühle absolut nachvollziehen.
Ich habe 4 Cavalier King Charles Spaniels, die quasi meine Familie darstellen.
Der Gedanke, dass ein Jäger eins der “Mädels“ erschießen, ja nur darauf anlegen würde, könnte mich blindwütig machen...

Andererseits ist es auch nicht akzeptabel, wenn ein Hund ein Rehkitz im Gras aufspürt und es tötet, denn das ist nicht zu rechtfertigen, passiert aber jeden Tag irgendwo. Mehrfach.

Reduziert der Jäger den Wildbestand nicht, kommt es zu Begegnungen mit z. B. Wildschweinen, die von Autos angefahren werden, die ganze Gärten verwüsten, Rehe fressen über Nacht das Gemüsebeet leer, Rehe nagen die Rinder junger Bäume ab usw.

Wie gesagt:
Bitte lesen Sie im Internet nach.
Sie werden drum keine Begeisterung, vielleicht aber etwas mehr Verständnis für die Notwendigkeit der Jagd entwickeln.

@ 14:49 von eine_anmerkung

".......... Es gibt kaum mehr Fische in dem Fluss und nur die Angler scheinen sich zu beschweren? Toller "Tierschutz", was?"

Sehr guter Vergleich, wer schützt die Fische vor den Kormoranen.
Ist ja beim Wolf ähnlich, wenn man überlegt, wie viele Säugetiere ein Wolf während seines Lebens frisst.

Re : werner1955 !

In der Regel laufen schwache Menschen wohl nicht durch den Wald. Und ein Wolf greift nicht einfach so einen Menschen an, weil dieser nicht in sein Beuteschema fällt.
In Gegenden wo Wölfe vorhanden sind, sollten Kinder auch nicht alleine in den Wald gelassen werden, sondern grundsätzlich in Begleitung sein.
Dann möchte ich anmerken oder fragen, was sucht ein niederländischer Jäger in einem deutschen Wald. Der hat da nichts zu suchen?
Und wenn ich es richtig gelesen habe, wurden keinerlei Spuren des Wolfes an dem besagten Hund und umgekehrt gefunden. Also ist ist es schon merkwürdig von einer Notsituation zu sprechen !
Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass der Mensch schlimmer ist, als jedes wilde Tier, denn dies tötet nur um sich zu ernähren, während viele Menschen grund- und schamlos die Natur zerstören, aus leider zu vielen Gründen !

Am 22. Juni 2021 um 14:54 von paganus65

um 13:55 von Nachfragerin: "Falls die Aussagen des Jägers stimmen, wäre es sozusagen Notwehr gewesen und das Urteil des Gerichts nachvollziehbar."

Zitat: Geht nicht! Notwehr richtet sich immer gegen eine natürliche Person. Das ist ein Wolf nicht.

Ihre Definition des Begriffs "Notwehr" ist nicht richtig.

Die Unterscheidung zwischen "Notwehr" und "Notstand" liegt wo anders.

Wölfe

In Westeuropa ist meines Wissens noch kein einziger Mensch durch einen Wolf verletzt oder gar getötet worden. Die Jagdunfälle unter Jägern mit tötlichem Ausgang ist dagegen schon beachtlich.

Am 22. Juni 2021 um 14:57 von werner1955

Zitat: Gut das das demokratische Gericht anders entschiende hat.

Was ist denn ein "demokratisches" Gericht?

um 14:26 von eine_anmerkung.

"Abschießen und fertig. Da gibt es doch eigentlich nichts zu diskutieren? Man kann es auch mit dem Tierschutz übertreiben und wenn der Wolf waidgerecht erlegt wurde, ist dem Tierschutz doch auch genüge getan? "

Das hat nicht mal was mit Jagd und Waidgerechtigkeit zu tun.
Selbst, wenn ich ohne Gewehr im Wald unterwegs bin und ein wildlebendes Tier nimmt mich an ("greift an"), dann gilt die Güterabwägung.
Greift es meinen Hund an, bin ich, dank Leine, mit im geschehen.
Ich Schütze mich, mein Eigentum und dann erst kommt das Wild.
Ist halt bei nem Wolf einfacher als bei Schwarzwild.

Das hat gar nichts mit Jagd und mit Tierschutz zu tun.

Das kommt eher in diese Richtung: Ein Auto fängt an zu brennen, gefährdet andere Autos: Ein passant schlägt ne Scheibe von nem parkenden Auto ein, weil der den Feuerlöscher in diesem Auto braucht um den Schaden zu minimieren... Der handelt auch rechtens. Nur, daß die Gefahr hier eben von nem Wildtier ausging.

um 15:08 von Oppenheim

>>".. Der Jäger wie jeder Hundebesitzer wird sein Tier schützen. Wer weiß schon, ob der Wolf nicht auch auf den Menschen springt?.."<<

Vor allem bauen Menschen gerade zu Ihren Hunden meist eine intensive Beziehung auf und hängen sehr an den Tieren. Es ist dann doch selbstverständlich das man seinen Hund bei Gefahr schützen möchte? Ich denke nicht das ein aufeinandertreffen der Hunde mit einem Wolf deswegen provoziert wurde?

15:05 von eine_anmerkung

Fragen sie mal einen Jäger, wen er für gefährlicher hält, einen Wolf oder einen Keiler.

Die nachhaltige und tierwohlfördernde

Weidehaltung von Rindern, Schafen uvm wird durch Wölfe unmöglich gemacht, da diese Nutziere für den Wolf viel leichter zu erlegen sind als Wildtiere.

Wölfe finden in weiträumigen, dünn besiedelten Waldgebieten wie in Russland ihren Platz, nicht im dichtbesiedelten Deutschland.

Re : Barbarossa 2 !

Auch ich sehe in diesem so gefällten Urteil eine Ohrfeige für den Artenschutz.
Ja der Mensch ist das schlimmste Raubtier, das andere benutzt, ausbeutet, verletzt, tötet, das die Natur und Umwelt schädigt und zerstört, wegen mehr als fragwürdigen Interessen.
Und der Mensch denkt nicht darüber nach, wie sehr er die Natur und Tierwelt unter Druck setzt, weil er im Wald auf Abwegen spazieren geht, mit dem Rad neue Wege sucht, neue Selfies schießen will und und und. Und es geschieht auch aus unendlicher Gier und Habsucht, was ein Tier niemals tun würde.
Ich frage mich auch, warum müssen Menschen Waffen haben zum Schießen, wo so viel Unheil und Leid damit verursacht wird ??? Leider gibt es zu viele Lobby- Gruppen, die nur ihre Interessen sehen und vertreten, ohne an das große Ganze zu denken !

Am 22. Juni 2021 um 15:10 von eine_anmerkung.

Zitat: Ich fand das Urteil überflüssig weil selbstverständlich

Irgendwie bin ich froh, dass sich unsere Gerichte noch Mühe geben bei der Wahrheitsfindung. Das nennt man übrigens "Rechtstaat"

Acht Zeugen wurden gehört. Darunter waren Jäger, Vertreter der Jagdbehörde sowie eine sachverständige Veterinärin, die die Tiere auf Bissspuren untersuchte.

@paganus65 - gezielter Schuss ins Kampfgeschehen?

14:54 von paganus65:
"Geht nicht! Notwehr richtet sich immer gegen eine natürliche Person. Das ist ein Wolf nicht."
> Deshalb schrieb ich ja "sozusagen Notwehr". Laut user Lutz Jüncke ist der juristisch korrekte Begriff ein "Notstand".

"Wie viel Erfahrungen im Umgang mit Waffen haben Sie?"
> Mehr als Sie mir glauben würden. :)

Ich stelle mir den Kampf zwischen einem Hund und eine Wolf sehr dynamisch vor und glaube daher nicht, dass der Jäger in der Situation zuverlässig zielen und treffen konnte. Auf einen Meter Entfernung mag das vielleicht gehen, aber dann hätte der Hund zu seinen Kampfverletzungen noch mindestens ein Knalltrauma erhalten.

Falls der Hund unverletzt war, dürfte sich der Jäger den Angriff ausgedacht haben. Ich weiß aber nicht, ob der Hund in diesem Fall überhaupt untersucht wurde.

Eine anmerkung

Aber wenn es mittlerweile von den Wölfen zu viele gibt? Jäger haben...

Das ist jetzt so eine Sache. Nutztierhalter werden die sagen, es seien zu viele. Umweltschptzer werden zu wenige bemängeln.

Ich werfe werde einfach mal in den Raum, dass für den Wolf hier einfach kein Platz mehr ist. Das geht in Alaska oder Sibirien. In Skandinavien oÄ, wo kaum Menschen sind.

@ Nachfragerin: Kleine Klugscheißerei: Nicht Notwehr...

...sondern Notstand:-)

Tiere gelten als Sache. Rein rechtlich betrachtet hat der Jäger also sein Eigentum geschützt (auch wenn die meisten Hundebesitzer eher von einem Familienmitglied sprechen würden). Somit ist das Notstand.
Da die Ausbildung eines Jagdhundes sehr zeitaufwendig ist (und somit teuer, z.B. wenn man ihn fertig ausgebildet kauft) ist ein Jagdhund meist eine Sache von erheblichem Wert. Das wird das Gericht berücksichtigt haben.

Es ist richtig, der Jäger musste vermutlich auf einen passenden Moment warten. Andererseits hat er vermutlich eine Büchse geführt und auf relativ kurze Distanz geschossen. In der Konstellation würde ein Durchschnittsjäger zuverlässig einen Bierdeckel treffen.

Der Jäger wird sicher nicht leichtfertig geschossen haben und war gewiss vor Ort wesentlich besser in der Lage, die Situation einzuschätzen als wir aus der Ferne.

um 15:18 von falsa demonstratio

"Ihre Definition des Begriffs "Notwehr" ist nicht richtig."

So?
"Notwehr ist diejenige Gegenwehr, die notwendig und geeignet ist, einen rechtswidrigen, gegenwärtigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden."

Was der Wolf getan hat war nicht "rechtswidrig", denn er ist nicht in der Lage die Vorschriften zu lesen und zu verstehen....

Es ist keine Notwehr. Aber es ist auch kein Aufreger...

@ Barbarossa 2, um 15:09

re 14:52 von harry_up

Wenn ich vielleicht den Eindruck mache, selber Freude am Jägerberuf zu haben:

Nein.
Ich würde mich niemals dazu eignen, was man vielleicht auch daraus ableiten kann, dass ich jede Spinne aus dem Haus trage, jede Wespe raus jage, meine Gartenvögel füttere und auch schon mal einen Regenwurm ins Gras setze, der sich auf den tödlichen Weg über das Sträßchen macht, auf dem ich gerade mit den Hunde spazieren gehe, (deretwegen ich seit über 10 Jahren keinen Tag Urlaub gemacht habe)...

Trophäen sind mir ein Gräuel, ich erinnere mich an den “Wutzekopp“ (Wildschwein), der schräg gegenüber von mir an der Wand hing, als ich vor zig Jahren im Pfälzischen am Wirtshaustisch saß und mir den Appetit verdarb.

Das hat alles nichts zu tun mit der Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Jagd mit verantwortungsvollen Jägern, nicht “Ballermännern“.

@eine_anmerkung. - Hungrige Wölfe im Dorf?

15:05 von eine_anmerkung.:
"Ich habe mal gehört das hungrige Wölfe in die Dörfer gehen und da hört für mich der Spass auf."

Verwechseln Sie das womöglich mit den hungrigen Eisbären von Ryrkaipij? (Die Meldung ging im Dezember 2019 durch die Medien.)

@ Margitt. Jäger töten nicht zum Spaß

Jäger dürfen gar nicht töten ohne vernünftigen Grund.

Eine Katze in der Falle erschießen halte ich persönlich für eine Scheiß-Aktion, viele Fallenjäger geben gefangene Katzen als Fundsache ab.

Andererseits hat der Jäger die Aufgabe, das Wild vor jagenden Hunden und Katzen zu schützen. In letzter Instanz auch durch Abschuss. Das ist Teil seiner Hegeverpflichtung.

Und ja, ohne die Jagd geht es nicht. Ohne ein Niedrighalten der Bestände wäre Land- und Forstwirtschaft auf offenen Flächen nicht möglich.
Das ist die Aufgabe des Jägers. Deshalb ist der Jagdpächter dem Bauern schadensersatzpflichtig. Der Jäger zahlt dem Bauern den Schaden, wenn Mais abgefressen oder Wiesen umgegraben werden.
Er sucht nachts nach einem Wildunfall ein verletztes Stück nach. Er meldet Seuchenverdachtsfälle den zuständigen Behörden. Er sucht Wiesen vor der ersten Mahd auf abgelegte Rehkitze ab. Er pflanzt Hecken und Remisen zur Habitatverbesserung.
Jäger haben vielfältige Aufgaben und werden gebraucht.

um 15:21 von Susi1960

"Die nachhaltige und tierwohlfördernde
Weidehaltung von Rindern, Schafen uvm wird durch Wölfe unmöglich gemacht, da diese Nutziere für den Wolf viel leichter zu erlegen sind als Wildtiere.

Wölfe finden in weiträumigen, dünn besiedelten Waldgebieten wie in Russland ihren Platz, nicht im dichtbesiedelten Deutschland."

Es geht hier nicht um:
Die Jagd im Allgemeinen
Die Wiederansiedelung des Wolfes
Den Waffenbesitz
Die Wolfsjagd im Speziellen.

Es geht um die Güterabwägung, die ein Bürger in einer Situation getroffen hat, in der ein Wildtier, das unter Naturschutz steht, sein Eigentum und ihn selbst gefährdet hat.

Wenn ein seltener Vogel auf meinem Schornstein brütet und ich deswegen an Kohlenmonoxid zu verenden drohe, fällt Vogel samt Nest auch von dem Schornstein runter.
Das ist die gleiche Situation.

Und wenn eine geschützte, seltene Wespe in meinem selten genutzten Auto nistet... die darf da auch entfernt werden.

@ Peter Kock

"Meines Wissens flüchtet der Wolf , wenn er Menschen bemerkt ! Mit oder ohne Hund"

Eben nicht. Es gibt immer mehr dokumentierte Berichte in Deutschland, die das Gegenteil beweisen. Es wurden Spaziergängern schon angeleinte Hunde vom Wolf verbissen, Hunde im Garten unmittelbar am Haus vom Wolf angefallen und es gibt auch immer mehr deutsch-sprachige Handyvideos im Netz, in denen Wölfe seelenruhig durch die Zivilisation trotten ohne sich an den aufgeregt rufenden und klatschenden Menschen zu stören.

Ein Wolf ist nur dann scheu vor dem Menschen, wenn er von diesem etwas zu befürchten hat. Wölfe sind schlau und anpassungsfähig.

15:18 von Barbarossa 2

>>In Westeuropa ist meines Wissens noch kein einziger Mensch durch einen Wolf verletzt oder gar getötet worden. Die Jagdunfälle unter Jägern mit tötlichem Ausgang ist dagegen schon beachtlich.<<

Da haben Sie zweifellos recht. Treffen sich zwei Jäger, beide tot. Selbst wenn nur einer tot wäre, wäre es gegenüber völliger Unversehrtheit durchaus beachtlich.

... womit ich keinem Wolf etwas "anhängen" will, ich möchte nur auf die Absurdität Ihres Vergleiches hinweisen.

@Susi1960 15:21

"Die nachhaltige und tierwohlfördernde Weidehaltung von Rindern, Schafen uvm wird durch Wölfe unmöglich"

Das hat bekanntermaßen nicht das geringste mit der Wirklichkeit zu tun.

um 15:29 von Nachfragerin

""Wie viel Erfahrungen im Umgang mit Waffen haben Sie?"
> Mehr als Sie mir glauben würden. :)"

Na gut, ich glaube Ihnen zunächst mal, daß Sie nicht lügen. Was anderes wäre auch unverschämt von mir.
Ja, ist schwierig, so ein Schuß. Aber nicht unvorstellbar.

Knalltrauma? Nicht unbedingt. Viele jagen mit Schalldämpfer.

@ 13:59 Margitt.- Kontrolle des Tierbestandes

ist dringend notwendig. Bei uns gibt es keine natürlichen großen Gebiete mehr, die sich selber regulieren könnten.

Ohne die Regulierung durch den Menschen würden viele natürliche Gleichgewichte kippen.

Deutschland ist eine Kulturlandschaft. Und keine Wildnis. Mit unserer Bevölkerungsdichte geht das auch gar nicht anders…

Ich persönlich bin gegen Wölfe in dicht besiedelten Gebieten. Jeder der Wölfe befürwortet, sollte auch für die Konsequenzen gerade stehen. Aber bitte mit Ross und Reiter, also offen dazu stehen. Ein Referendum, bietet Klarheit über die Präferenz unter uns . Jeder verletzte Mensch, vor allem Kinder auch wenn diese sich Fahrlässig ungeschickt verhalten sollten, tragen die Befürworter die Verantwortung. Wie gesagt, ich will diese großen Raubtiere nicht bei mir fast vor der Haustüre

um 13:59 von Margitt.

Wenn jetzt wieder die Argumente kommen, man müsse den Tierbestand in der Natur kontrollieren, etc. dann sage ich nur:
Nein, man muss nicht.
Die Natur ist so wie sie ist u. sollte vom Menschen so wenig wie möglich beeinflusst werden.
----------------------------
Ja, muss man doch.
Die Natur kann es gar nicht mehr alleine regeln,
denn viele natürliche Feinde unserer heimischen Waldbewohner wurden ausgerottet.

Wieso in aller Welt muss es

Wieso in aller Welt muss es im dicht besiedelten Deutschland frei herumlaufende Wölfe geben, die dann auch noch als eine Art von Heiligtum betrachtet werden? Könnte man nicht die Wölfe auf ein paar Reservate beschränken mit Zäunen drumherum? In Afrika laufen Löwen auch nicht so einfach überall herum, sondern es gibt Reservate für sie.

um 15:29 von Bender Rodriguez

>>"Aber wenn es mittlerweile von den Wölfen zu viele gibt? Jäger haben...
Das ist jetzt so eine Sache. Nutztierhalter werden die sagen, es seien zu viele. Umweltschptzer werden zu wenige bemängeln.
Ich werfe werde einfach mal in den Raum, dass für den Wolf hier einfach kein Platz mehr ist. Das geht in Alaska oder Sibirien. In Skandinavien oÄ, wo kaum Menschen sind."<<

Vielleicht aber können wir uns so einigen dass es bei uns Wölfe in begrenzter Zahl in den wenigen großen Wäldern, weitab von der Zivilisation, geben sollte?

@Bender Rodriguez

"Der Hund hat anscheinend nicht gut gefolgt. Kann kein guter Hund gewesen sein."

Diese Schlussfolgerung verstehe ich überhaupt nicht.

1.) arbeiten Stöberhunde bei Drückjagden weitgehend autonom, d.h. sie werden vom Hundeführer immer wieder vor ihm in den Wald geschickt und entfernen sich auch relativ weit von ihm.

2.) Es wurden in Deutschland auch schon angeleinte Hunde vom Wolf angegriffen. Für diesen Vorfall müssen die Hunde nicht weit vom Hundeführer entfernt gewesen sein.

3.) Stöberhunde sind meist kurzbeinig und somit relativ langsam. Ihre Aufgabe ist es, Wild hochzumachen, nicht es zu kriegen. Ein Wolf ist wesentlich schneller. Wenn ein Wolf einen Stöberhund angreift wird dieser nicht weglaufen sondern sich verteidigen. Wenn er dem Wolf den Rücken zuwendet ist er tot.

Ich bin selbst Jäger. Aus dem Artikel geht für mich nicht das kleinste Indiz dafür hervor, dass Hund oder Jäger sich irgendwie schlecht, falsch oder fahrlässig verhalten haben.

@ werner1955 um 14:57

>Sie für sich dürfen das gerne so denken das Menschen nicht die Wahrheit sagen.<

Die Frage ist doch nicht ob ein, sondern welcher Mensch nicht die Wahrheit gesagt hat.

Hier steht Aussage gegen Untersuchungsbericht, sprich Sachverständigenaussage.

Nur eine kann stimmen.

@Giselbert:

Klar: Haustiere können eingestallt, eingepfercht, eingezäunt werden; auch Zuchttiere - und Hunde gehören an die Leine. - Wenn man mit Hunden zur Jagd bläst, darf sich ein Wildtier verteidigen - das, nur das hat der Wolf getan. - Er sollte jetzt im Wolfshimmel in Berufung gehen. -

@Bender Rodriguez - Hier ist genug Platz.

15:29 von Bender Rodriguez:
"Ich werfe werde einfach mal in den Raum, dass für den Wolf hier einfach kein Platz mehr ist."

Wenn hier kein Platz für den Wolf wäre, könnte er sich nicht derart erfolgreich ausbreiten.

Tut mir leid

Ich möchte ja keine luftschlösser zerstören. ohne die jagd und die jägerinnen und jäger welche den bestand durch den winter füttern. salzlecken aufbauen und den bestand nicht nur entnehmen, sondern auch zählen und kennen. Sodass projekte von nabu und co auch von erfolg gekrönt sind haben nichts aber auch gar nichts mit dem dämonisierten jäger aus bambi oder ähnlichen zeichentrikfilmen zu tun

Ganz schön blauäugig. Die

Ganz schön blauäugig. Die Natur ist vom Menschen insbesondere in DE so stark beeinflusst, dass ein Mangel regulatorischer Maßnahmen zwangsläufig zu Problemen führt. Sie dürfen in Ihrem privaten Umfeld der Natur natürlich in all ihrer Schönheit freien Lauf lassen, indem sie Ihren Garten einfach wild wuchern lassen und Insekten in ihrer Wohnung begrüßen. Vielleicht noch den Kühlschrank abschalten. Die Bakterien sind Teil der Natur und möchten von Ihnen nicht durch niedrige Temperatur im Wachstum gehemmt werden.
Weil ein Jäger in einem Ihnen weitgehend unbekannten Kontext etwas gemacht hat in einem Video finden Sie jetzt alle Jäger schlecht? Na das ist natürlich wirklich eine informierte Meinung und ein guter Grund.

13:59 von Margitt.

«Wenn jetzt wieder die Argumente kommen, man müsse den Tierbestand in der Natur kontrollieren, etc. dann sage ich nur:
Nein, man muss nicht.
Die Natur ist so wie sie ist u. sollte vom Menschen so wenig wie möglich beeinflusst werden.»

Die Natur ist aber schon seit Jahrhunderten so sehr von Menschen beeinflusst in vielen Aspekten, dass sich der Tierbestand nicht mehr so regeln kann, als hätte der Mensch nie Einfluss genommen.

"Return of the Wolves" ist nur Wiederherstellung eines Zustandes, den es in DEU auch einst gab, bevor der Mensch den Wolf hierzuande ausrottete. Nun isser wieder da, aber die Landschaft ist ncht mehr so, wie zur Zeit der Ausrottung. Dadurch entstehen andere Konflikte in eng besiedeltem Land.

Jäger in DEU reiten nicht auf Pferden durch Lande, und metzeln wahllos Tiere nieder, nur weil sie eine Schusswaffe haben. Wie das mal mit den Bisons in der Prärie anderswo war.

Dem Wolf hängt wie der Wackerstein das Image vom Bösen aus dem Märchen am Bein. Immer noch.

@ Peter Kock

"Meines Wissens flüchtet der Wolf , wenn er Menschen bemerkt ! " Am 22. Juni 2021 um 14:03 von Peter Kock

*

Das kommt immer darauf an, ob das Tier genug Platz zum Ausweichen hat.

Wird es durch andere Wölfe bedroht (Revierkämpfe) dann hat es das nicht.

Man weißt nicht, was das Tier kurz davor erlebt hatte, und deshalb ist das Verhalten nicht ganz so berechenbar.

Wolfschutz wird nur dann funktionieren und akzeptiert werden wenn die Menschen wissen, dass auch sie "ihr Revier" verteidigen können und dürfen.

*

Ich habe eher Angst, dass in dem Bereich irgendwelche "Wolfs-Flüsterer" mehr Schaden anrichten, als Jäger.
Die Tiere verlieren ihre Scheu und werden keinen Abstand zu Menschen mehr halten - und dann war es das mit Co-Existenz.

Dasselbe kann bei Mischlingen zwischen Hunden und Wölfen passieren. Diese Tiere sollten unbedingt eingeschläfert werden. Da wird noch leider darüber diskutiert.

Für den Wolf ist ein

Für den Wolf ist ein Deutschland nicht sinnvoll Platz. Offensichtlich entsteht ein wirtschaftlicher Schaden und eine Bedrohungslage. Die Scheu vorm Menschen fehlt auch sehr oft. Ich habe noch keinen ökonomisch sinnvollen Grund für Wolfsansiedelung gehört.

Kein einziges Wort

Ich glaube dem Jäger kein einziges Wort. Zumal er sich auf der Jagd befand und nicht der Wolf. Es gibt auch keinen Wolf der ein Rudel Hunde angreift. Jagdhunde stellen ein Wild und lassen ihm keine Fluchtmöglichkeit. Wenn diese nicht auf den Abbruchbefehl reagieren um die Situation auf zu lösen , sollten die Kompetenzen des Jägers überprüft werden. Und der "Warnschuss" war sicherlich ein Fehlschuss. Anmerkung : Bei meiner letzten Unterhaltung mit einem ansässigen Jagdaufseher beschwerte sich dieser sinngemäß darüber, dass es mindestens 20% Jäger gibt deren Jagderlaubnis eingezogen werden könnte ,um die Qualität wieder auf ein vernünftiges Maß zu heben.

@ pgcycle1

"Wenn mehrere freilaufende Jagdhunde auf einen Wolf treffen ist es eher der Wolf der in eine Verteidigungssituation gerät und dann auch das Recht haben sollte sich zu verteidigen."

Das ist leider Quatsch:
Das werden Stöberhunde gewesen sein. Das sind kleine, kurzbeinige, langsame, laute Hunde, deren Aufgabe es ist, fortwährend bellend durch den Wald zu laufen und Radau zu machen und so die Treiberreihe zu unterstützen, die rufend und mit Stecken in Gebüsche schlagend Wild aufmacht. Jedes gesunde Wild kommt nicht einmal in die Nähe dieser Hunde, weil es diese schon von weitem hört und sich gemächlich entfernt.

Wölfe greifen Hunde aktiv an wenn sie sie sehen, weil sie diese entweder als Beute oder als Eindringlinge ins Revier wahrnehmen.
Es wurden in Deutschland schon angeleinte Hunde von Spaziergängern vom Wolf verbissen.
Der Vorfall hat höchstwahrscheinlich nichts mit einem in die Ecke gedrängten Wolf zu tun, denn Drückjagden finden auf offenem Gelände statt.

Am 22. Juni 2021 um 15:05 von eine_anmerkung.

Zitat: Ich habe mal gehört das hungrige Wölfe in die Dörfer gehen und da hört für mich der Spass auf.>

War das damals als der Wolf eine ältere bettlägeriche Dame gefressen hat? So eine Sache habe ich in meiner Kindheit einmal gehört.

14:24 von Miauzi

« Und ein toter Wolf kann ja wohl schlecht vor Gericht als Zeuge gegen den Jäger aussagen.»

Das kann ein ermordeter, oder auf andere Art tot gewordener Mensch auch nicht.

Am 22. Juni 2021 um 13:59 von Margitt.

Wir haben dazu noch ein Tierschutzgesetz, das das Töten von Tieren aus nichtigen Gründen verbietet.
Wenn jetzt wieder die Argumente kommen, man müsse den Tierbestand in der Natur kontrollieren, etc. dann sage ich nur:
Nein, man muss nicht.
Die Natur ist so wie sie ist u. sollte vom Menschen so wenig wie möglich beeinflusst werden.
___
Ach ja, Sie sind ja immer über irgend etwas verärgert. Die Jagd ist so alt, wie die Menschheit. Und auch, wenn Sie kein Fleisch essen, müssen Sie den Vegetarismus zur allgemein gültigen Religion erklären.
Für den Omnivoren dürfte die Jagd ausserdem die natürlichste und schonendste Art sein, ein Tier zum Zwecke der Ernährung zu töten. Um Ihnen die Notwendigkeit der Jagd zu erklären, habe ich keine Lust. Sie wissen ja auch selbst darum und selbst wenn Sie das in Abrede stellen, ist es so. Das mit der Katze tut mir auch leid und DARF nicht passieren. Die Jagd ist strengstens reglementiert. Das ist kein Präzedenzfall !

Ganz ehrlich?

Ich möchte keinem Wolf begegnen. Mag sein, dass er wegrennt, weil er Angst vor mir hat. Vielleicht hat er aber auch längst meinen Angstschweiß gerochen und mich damit als Beute identifiziert.

um 15:18 von falsa

um 15:18 von falsa demonstratio "Ihre Definition des Begriffs "Notwehr" ist nicht richtig."

Zitat: So? "Notwehr ist diejenige Gegenwehr, die notwendig und geeignet ist, einen rechtswidrigen, gegenwärtigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden." Was der Wolf getan hat war nicht "rechtswidrig", denn er ist nicht in der Lage die Vorschriften zu lesen und zu verstehen.... Es ist keine Notwehr. Aber es ist auch kein Aufreger...

Das, was der Wolf getan hat, war schon kein Angriff i.S.d. § 32 StGb.

um 15:07 von wurmdobler

"Da gibt es aber noch diese aufrechtgehenden haarlosen Allesfresser, die ebenfalls an der Spitze der Nahrungskette stehen. Von denen gibt es in D 83 Millionen. Da frage ich mich dann schon: Welche Art ist gefährlicher?"

Und was, genau, wollen Sie uns damit sagen?

In welche Richtung möchten Sie die Situation lenken?

Mensch = gefährlicher, also Mensch weg und Wolf her?

Ist es das?

Also: Der Wolf schützt seine Welpen. Das machen die eben so.
Ich schütze meine "Welpen" = Kinder. Das ist auch normal und total natürlich.

Ehrlich, schlauen Sie mich auf! Ich habe dieses Argument schon so oft gehört, aber nie jemanden getroffen, der die Konsequenz, die er damit impliziert, hat benennen wollen / können.

Vielleicht gibt es ja diese Implikation auch nicht. Dann wäre das auch eine Antwort.

Am 22. Juni 2021 um 14:15 von Lutz Jüncke

Wenn wir bereit sind, die Bevölkerungsdichte hierzulande wieder auf ein Zehntel des aktuellen Wertes herunterzudünnen und gelegentliche Kollateralschäden in Form toter Kinder in Kauf nehmen, hat der Wolf durchaus wieder seinen Platz in Deutschland.

Ich möchte, dass jeder Befürworter die volle Verantwortung für solch etwaige Folgen bewusst trägt, spürt und mit allen Konsequenzen in Kauf nimmt.
---
ich gebe Ihnen in vollem Umfang recht. Mein quasi Schwiegervater war Förster und Jäger. Der hat so einige diesbezügl. Sachen erzählt. Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht, warum wir in unseren dichtbesiedelten Gebieten ausserhalb von Naturschutzparks unbedingt wieder Wölfe und Bären ansiedeln wollen, deren Koexistenz immer schon zu Ärger und Konflikten geführt hat.
Leider ist da eine sachbezogene Diskussion, wie man an einigen Beiträgen sieht, quasi unmöglich. Wenn das erste Kind (schwer) verletzt wurde, gibts wieder einen Aufschrei.

Etwas Einseitige Berichterstattung

Hier wird unreflektiert die Meinung der Lobbyverbands DJV wieder gegeben. Wölfe
kommen Jägern "gefährlich" nahe. Wir haben zur Zeit jählich 0 unschludige
Personen die durch Wölfe getötet werden, aber durchnitliche 6-12 die durch
Jäger erschossen werden (weil sie zur falschen Zeit durch den Wald spazierten).

Ein Problem ist, dass es hier keine Zeugen ausser die Jagdtausübenden gibt. Wir
wissen aber das Jägerlatain, sicher nicht bei allen Jägern, aber doch bei
manschen sehr verbreitet ist. Man kann nachweissen das Jagdtstrecken und
Statistiken regelmässig gefälcht werden.

Auch die Doppelmoral bei den Armen Hunden ist diskutierenswert. Bei uns liegen
jährlich angeschossene Jadthunde auf dem Tisch, geschweige denn die Jagdthund
die als Totengräber von ihren Besitzern einfach erschossen werden und garnicht
in der Statistik auftauchen. Wer Jagdthunden helfen sollte muss transparent und
Überprüfung in der Jägerschaft fordern.

schon lange frage ich mich:

...warum töten die Jäger Tiere?
Tatsächlich aus Naturschutz?
Oder eher des Tötenswillens?
Mit anschliesdendem Umtrunk auf die Trophäen der getöteten Tiere, die ohne Chance sind, sich gegen Schrot und Hinterhalt zu wehren....
Das ist ....meine Frage, und meine Meinung.

@Lutz Jüncke

"und gelegentliche Kollateralschäden in Form toter Kinder in Kauf nehmen, hat der Wolf durchaus wieder seinen Platz in Deutschland" m 22. Juni 2021 um 14:15 von Lutz Jüncke

*

Das ist reine Hysterie.

Erstens lässt keiner seine Kinder einfach so in Wäldern herumlaufen - aber nicht wegen der Wildtier-Wölfe. Der Böse Wolf bei Rotkäppchen war eine Umschreibung, eine Parabel, und kein Tier.

Zweitens erkündigen Sie sich bitte, wie viele Kinder von Hunden gebissen und manchmal getötet werden. So gesehen müsste man auch alle Hunde einschläfern.

Die Begegnung mit einem

Jäger ist statistisch riskanter. Wer selbst schon einmal in den Kugelhagel einer Treibjagdt (die nicht ausgeschildert war) geraten ist, Angetrunkene Jäger mit Gewehren traf oder sich einfach die jährlichen Fälle (Pärchen erschossen im Nauener Wald usw) anschaut, weiss das der Wolf nicht der größte Risiko in unseren Wälder ist.

Was Jäger dürfen oder nicht dürfen, wird im Wald nicht überprüft. Das ist nahezu rechtsfreier Raum.

Was das Ökonomische Argument angeht, wissen wir, das die Bejagung oftmals paradoxer weise zum Anstieg der Wildpopulationen führt (Rotten werden zerschossen->Frühere Geschlechtsreife).

Der DJV hat sich erst kürzlich in seinen unwissenschaftlichen Lobbybehauptungen zum Thema Schweinepest disqualifiziert.

16:03 von AfroDieter

«Ich habe noch keinen ökonomisch sinnvollen Grund für Wolfsansiedelung gehört.»

Ein solchen Grund werden Sie auch für Luchse, Wildkatzen, Biber, und Emus nicht hören. Emus gibt es auch in Deutschland frei lebend in der Natur, in MeckPomm. Die sind mal wo entflohen, entfliegen können die Flugtrottel ja nicht.

Hätte man versuchen können, die Emus wieder einzufangen, als sie noch wenige waren. Wegfliegen konnten sie ja nicht. Nun sind es schon viele Emus, und das auf den Feldern finden sie richtig lecker. Abschießen darf man den Emu nicht, obwohl er ein großes Ziel ist

Finanziellen Nutzen hat der auch nicht, viel Appetit auf was Leckeres. Direkte Gefahr für Menschen ist der Emu normalerweise nicht. Kommt man ihm beim Spaziergang überraschend oder unvorsichtig oder vorwitzig zu nahe. Vor allem, wenn Vater Emu auf die kleinen Emus aufpasst. Dann zieht der sich nicht zurück, aber geht auf Attacke. So schnell wie Emu kann man gar nicht rennen.

Was macht man nun mit Emu, was mit Wolf …

@ 16:49 von Man weiss ja nie...

"Mit anschliesdendem Umtrunk auf die Trophäen der getöteten Tiere, die ohne Chance sind, sich gegen Schrot und Hinterhalt zu wehren....
Das ist ....meine Frage, und meine Meinung."

Die Jagt, so alt wie die Menschheit.
Ist doch nichts Verwerfliches, man darf sich doch freuen, wenn man was Gutes zu Essen gejagt hat. Viele Naturvölker feieren die erfolgreiche Jagt.

Und welches Tier hat es wohl besser gehabt, dass aus der Massentierzucht oder das Wildtier, dass in seiner natürlichen Umgebung leben konnte.

um 16:49 von Man weiss ja nie...

"schon lange frage ich mich:

...warum töten die Jäger Tiere?
Tatsächlich aus Naturschutz?
Oder eher des Tötenswillens?"

Dann fragen Sie mal nicht länger sich selbst, sondern einen oder mehrere Jäger. Dann sehen Sie nämlich, daß Ihre hier geäußerten Mutmaßungen eigentlich ziemlich ungerecht sind. Aber über den, den man nicht kennt, kann man sich leicht Horrorgeschichten ausdenken. Genauso wie über die Wölfe viele Horrorgeschichten ausgedacht wurden und werden.

Zitat:" die ohne Chance sind, sich gegen Schrot und Hinterhalt zu wehren."
Alleine diese Satz zeigt, daß Sie kein echte Wissen über die Jagd haben. Macht nichts. Aber bitte, hören Sie sich das unvoreingenommen an, was Jäger auf Ihre Fragen antworten.

"Mit anschliesdendem Umtrunk auf die Trophäen."
Die Ehrung des Wildes ist ein uralter Ritus. Sie erhält die Ehrfurcht vor dem, was Töten-um-zu-essen ist. Welches Schlachttier wird so geehrt? Jagd ist die eigentliche, natürlichste und tierwohlgemäßeste Form der Fleischbeschaffnung

@ Margitt: "Natur reguliert sich selbst"

Wo wird denn in Deutschland in unberührter Natur gejagt?
Ich sage es Ihnen: So gut wie gar nicht. Weit über 95% der regulären Jagd findet in Deutschland auf Anbauflächen des Menschen statt. Das sind landwirtschaftlich genutzte Flächen und Forstwälder.
Auf urbanen Flächen und in Naturschutzgebieten ruht oft die Jagd oder wird nur soweit zwingend erforderlich durchgeführt.

Der wichtigste begrenzende Faktor für die Wilddichte in freier Wildbahn ist das Nahrungsangebot. Und schon wird offensichtlich, warum man auf Anbauflächen des Menschen zwingend darauf angewiesen ist, die Wilddichte deutlich unterhalb des theoretisch möglichen zu halten. Eben weil dann der Bauer nichts mehr erntet.
Im Wald ist es vielleicht weniger offensichtlich: Wenn Rehe und Hirsche im Winter nicht genug andere Äsung finden nehmen die Schälschäden an den Forstbäumen massiv zu und der Verbiss an Spitzentrieben junger Bäume wird so stark, dass diese verbuschen/keine geraden Stämme entwickeln.

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