Ihre Meinung zu: Afghanistan: Welche Rolle spielt Katar?

10. September 2021 - 18:08 Uhr

Katar pflegt enge Beziehungen zu den Taliban, redet aber auch mit ihren Gegnern. Der kleine Wüstenstaat ist in der Afghanistan-Krise ein wichtiger Akteur geworden - warum, erklärt Jürgen Stryjak.

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Kommentare

Entwicklungshilfe aus Katar

Da die Taliban ja schon umfangreiche ideologische Unterstützung aus Katar bekommen, ist es völlig unverständlich, dass Katar nicht auch sämtliche Entwicklungshilfe für Afghanistan leistet.
Geld genug hat Katar dafür. Und zusätzlich könnten sie auch ein paar Hunderttausend Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen.
Platz dafür haben sie in Katar auch.
Und falls es nicht reicht, könnte Saudi Arabien aushelfen. Die stehen zusammen mit Katar den Taliban noch am nächsten.

Die Rolle Katars ist zu

Die Rolle Katars ist zu undurchsichtig.
Es könnte mehr für die Menschlichkeit tun.
Doch nix erfolgt.

Vielleicht sollte man auch über den Ort der Fußball-WM neu nachdenken.

Am 10. September 2021 um 19:21 von nie wieder spd

Ich stimme nur teils ihren Kommentar zu, denn das ist das üblich Gezetere im Nahen Osten. Die Musik spielt ganz wo anders, ich nehme hierfür die Finanzspritze aus China und der lupenreine Westen sollte endlich die Realitäten anerkennen.
Ja, ich bin für Demokratie aber nicht für den Export.

Es ist doch sehr positiv,...

... wenn ein kleiner Staat wie Katar sich als Vermittler und Konferenzort anbietet. Es muß ja nicht immer die Schweiz mit Genf sein. Die geografische Nähe spielt sicherlich auch eine Rolle. Alternativ hätte unser Außenminister ja auch direkt nach Kabul fliegen können. Hoffen wir mal, daß bei den Verhandlungen akzeptable Ergebnisse für alle Seiten erreicht werden.

Am 10. September 2021 um 19:30 von Hansi2012

Zitat:
"...Vielleicht sollte man auch über den Ort der Fußball-WM neu nachdenken..."
ES wird darüber nachgedacht, aber letztendlich entscheidet die Finanzlobby. ES ist aber sehr verwunderlich, man liest und hört nicht in den Medien.

Das kann man ja schon nachvollziehen.

Dass Qatar sich nach der Kuwait - Saddam Hussein Erfahrung Anfang der 1990-er sozusagen eine Lebensversicherug durch Internationale Verbindungen schaffen wollte. Was besseres dazu als eine große Militärbasis der USA im Land kann man sich kaum denken.

Andererseits ein dubioser und zwielichtiger Staat. Auf ganz großer Internationaler Bühne hamm'se 2022 die Fußball-WM vor kurz unter'm Weihnachtsbaum. Auf den Stadionbaustellen muss wohl alles in Ordnug sein … Kaiser Franz hat ja keine Sklaven gesehen. Hausangestellte aus Nepal oder Indien in miesen Arbeitsbedingungen auch nicht.

Seit einigen Jahren nun Refugium für die Vorzeige-Taliban. Können die schick in Viel-Sterne-Hotels logieren, und schicke futuristisch Wüstenarchitektur bewundern. Was ganz anderes als in Kabul. Wo so manche der Vorzeige-Taliban eh noch nie waren.

Denen wird Qatar nicht weniger gut gefallen als den ganzen Profifußballern aus aller Welt für's Winter-Trainingslager. Genug Kohle aus Erdöl gibt es in Qatar wie Sand.

Am 10. September 2021 um 19:21 von nie wieder spd

Da die Taliban ja schon umfangreiche ideologische Unterstützung aus Katar bekommen, ist es völlig unverständlich, dass Katar nicht auch sämtliche Entwicklungshilfe für Afghanistan leistet.
Geld genug hat Katar dafür. Und zusätzlich könnten sie auch ein paar Hunderttausend Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen.
Platz dafür haben sie in Katar auch.
__
Mir scheint, Sie schreiben einfach irgendeinen Mumpitz. Ohne eine besondere Sympathie für Qatar zu haben, warum sollten sie die gesamte Entwicklungshilfe leisten ? Entwicklungshilfe setzt sich zumeist aus mehreren humanorientierten Ländern zusammen. Ich bin sicher, dass in dem Falle Qatar auch beisteuert.
Qatar besteht zum größten Teil aus Wüste mit einem schmalen Küstenstreifen. Es gibt ca. 2,8 Mios Qataris. Wo sollen denn da mehrere Hunderttausend Flüchtlinge hin ?
Die Menschen, die jetzt aus AFG fliehen, meinen Sie die wollen ausgerechnet in Länder, die den Taliban nahestehen ? Dann könnten sie doch direkt in AFG bleiben.
Also ehrlich.

19:21, nie wieder spd

>>Da die Taliban ja schon umfangreiche ideologische Unterstützung aus Katar bekommen, ist es völlig unverständlich, dass Katar nicht auch sämtliche Entwicklungshilfe für Afghanistan leistet.
Geld genug hat Katar dafür. Und zusätzlich könnten sie auch ein paar Hunderttausend Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen.
Platz dafür haben sie in Katar auch.
Und falls es nicht reicht, könnte Saudi Arabien aushelfen. Die stehen zusammen mit Katar den Taliban noch am nächsten.<<

Und das ist genau das Problem.

Denn sowohl Katar als auch Saudi-Arabien leisten gewissermaßen Entwicklungshilfe an die Taliban. Entwicklungshilfe an Afghanistan würde bedeuten, daß die Menschen gebildeter und selbstbewusster würden. Das wäre schlecht für den Machtanspruch der Trachtentruppe und nicht im Sinne des wahhabitischen Klerus.

Bezüglich Flüchtlingsaufnahme:

Katar ist erstens winzig, und zweitens würde ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen, dort oder in SA als Flüchtling zu stranden.

Am 10. September 2021 um 19:30 von Hansi2012

Zitat: Vielleicht sollte man auch über den Ort der Fußball-WM neu nachdenken.

Ich war schon immer gegen die WM in Katar, insbesondere wegen der Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter.

Warum sollte mich aber der hier kommentierte TS-Artikel, der ja ein sehr differenziertes Bild vermittelt, in meiner Haltung bestärken? Er lässt mich eher meine Vorurteile hinterfragen.

19:34, Postquestioner

>>Die Musik spielt ganz wo anders, ich nehme hierfür die Finanzspritze aus China und der lupenreine Westen sollte endlich die Realitäten anerkennen.<<

China, Finanzspritze, lupenreiner Westen?

Was für seltsame Begrifflichkeiten.

>>Ja, ich bin für Demokratie aber nicht für den Export.<<

Demokratie ist keine Ware und lässt sich deswegen auch nicht exportieren.

19:39, Postquestioner

>>Am 10. September 2021 um 19:30 von Hansi2012
Zitat:
"...Vielleicht sollte man auch über den Ort der Fußball-WM neu nachdenken..."
ES wird darüber nachgedacht, aber letztendlich entscheidet die Finanzlobby. ES ist aber sehr verwunderlich, man liest und hört nicht in den Medien.<<

Finanzlobby?

Welche denn?

Am 10. September 2021 um 19:30 von Hansi2012

Die Rolle Katars ist zu undurchsichtig.
__
Das ist wohl wahr, allerdings verhalten sie sich doch recht neutral, was ja sogar zu verstehen ist, wie aus dem Text hervorgeht. Auch haben sie Taliban zu keiner Zeit, wie aus dem Bericht hervorgeht, anerkannt, sondern sie eher reglementiert. Sie stehen u.a. im Dialog mit dem Westen und führen z.Zt. Flüge nach/von AFG durch um u.a. dt. Staatsbürger auszufliegen. Das finde ich gut.
___
Vielleicht sollte man auch über den Ort der Fußball-WM neu nachdenken.
__
Das hätte man, wenn, viel früher machen sollen bzw. das event garnicht dahin vergeben sollen, aus vielen Gründen. Ganz unabhängig vom AFG-Problem; das gab es zu dem Zeitpunkt in der Form ja noch nicht.
Der Drops ist nun aber gelutscht. Das event wird wohl stattfinden. Wer nicht teilnehmen will, muss die Qualis vergeigen.
Wie z.B. Österreich.

Hoffentlich beschränkt sich diese Lernfähigkeit nicht nur auf

Eigeninteressen

„Damals habe man in Doha verstanden, wie unsicher es für einen kleinen Staat in einer Unruheregion ist. Nur weil man sich still verhalte, sei man nicht unbedingt sicher. Das habe Katar zu der neuen Politik inspiriert, mit der man das Land international ins Gespräch bringen möchte“

Selbst und mit anderen ins Gespräch zu kommen, indem man diese miteinander ins Gespräch bringt, ist auf jeden Fall ein sinnvoller Ansatz.

Wenn man sich dabei keinen Illusionen hingibt: „Manche Beobachter hoffen sogar darauf, dass Katar einen mäßigenden Einfluss auf die Taliban ausübt. So hat der katarische Außenminister die Taliban Anfang September dazu aufgefordert, die Rechte der Frauen zu respektieren, "ohne das bisher Erreichte rückgängig zu machen".
>> Bislang weist jedoch nichts darauf hin, dass Forderungen dieser Art die Taliban tatsächlich beeinflussen würden“
Und wenn man v.a. selbst in seinem Handeln glaubwürdig ist (dies zu den Berichten um Menschenrechtsverstöße rund um die WM).

Am 10. September 2021 um 19:51 von schabernack

Seit einigen Jahren nun Refugium für die Vorzeige-Taliban. Können die schick in Viel-Sterne-Hotels logieren, und schicke futuristisch Wüstenarchitektur bewundern. Was ganz anderes als in Kabul. Wo so manche der Vorzeige-Taliban eh noch nie waren.

Denen wird Qatar nicht weniger gut gefallen als den ganzen Profifußballern aus aller Welt
__
Das wäre vllt ja mal garnicht so verkehrt, wenn die Taliban dem nacheifern wollen würden, anstatt weiterhin ihrer eher mittelalterlichen Denke zu frönen. Denn ein solches Staatsgebilde lässt sich damit wohl nicht erreichen und intern. Akzeptanz müssten sie sich wenigstens in Teilen auch erarbeiten.

Interessant ist es,

daß Katar den Muslimbrüdern nahesteht.

Für den saudischen Klerus sind die noch schlimmer als die Schiiten.

Komisch. Andere Länder werden

Komisch. Andere Länder werden für alles mögliche drangsaliert. Katar bekommt die WM.
Kommerz ist wichtiger als alles andere?
Ich werde die WM nicht verfolgen. Hilft zwar nix. Aber ICH fühle mich dann besser. Und wenn das 80mio Bundestrainer auch so sehen, könnte es schon was bringen. Macht mit.

19:58, falsa demonstratio

>>Am 10. September 2021 um 19:30 von Hansi2012
Zitat: Vielleicht sollte man auch über den Ort der Fußball-WM neu nachdenken.

Ich war schon immer gegen die WM in Katar, insbesondere wegen der Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter.

Warum sollte mich aber der hier kommentierte TS-Artikel, der ja ein sehr differenziertes Bild vermittelt, in meiner Haltung bestärken? Er lässt mich eher meine Vorurteile hinterfragen.<<

Um Himmels Willen, wo kämen wir da denn hin?

Vorurteile muss man hätscheln und pflegen, nicht hinterfragen!

:=}

Am 10. September 2021 um 19:58 von falsa demonstratio

Warum sollte mich aber der hier kommentierte TS-Artikel, der ja ein sehr differenziertes Bild vermittelt, in meiner Haltung bestärken? Er lässt mich eher meine Vorurteile hinterfragen.
__
So geht es mir auch. Ich war angenehm überrascht von dieser Darstellung in der TS.
Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen hat man ja wohl auch eine gewisse Verbesserung festgestellt. Unseren Standard in dieser Beziehung dürften Sie wohl kaum irgendwo erwarten können. Aber nur wenn man in einem von Akzeptanz geprägten Dialog lassen sich mittelfristig Dinge (zum besseren )ändern.

19:58 von falsa demonstratio

«Ich war schon immer gegen die WM in Katar, insbesondere wegen der Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter.

Warum sollte mich aber der hier kommentierte TS-Artikel, der ja ein sehr differenziertes Bild vermittelt, in meiner Haltung bestärken? Er lässt mich eher meine Vorurteile hinterfragen.»

Das mit den Arbeitsbedingungen auf den Stadionbaustellen hat sich nicht geändert, seit das mal vor ca. 1,5 Jahren mehr im Fokus war. Die sind nun alle in Wüstencamps eingehüttet, werden täglich hin und her gefahren. Die Camps sind sehr von Sicherheitskräften abgeriegelt. Journalisten aus dem Ausland kommen da gar nicht rein. Und wenn doch, dann zu so einer Art von Guided Tour wie im Zoo mit ausgewählten Gesprächspartnern wie in Nordkorea.

Das WDR-Magazin: "Sport Inside" versucht immer mal wieder, was darüber zu berichten. Einige hundert Tote auf den Baustellen bisher. Wie viele genau = ??? In Tokyo auf Olympia-Baustellen waren es 5.

Fußball 2022 … wo Fußball als WM gar nix zu suchen hat

Katar könnte den Taliban auch

Katar könnte den Taliban auch zeigen, wie man mit genug Geld für die meisten Bürger auf jede Art von Demokratie völlig verzichten kann.
Bei den großen Vorkommen an Rohstoffen in Afghanistan, müßte das auch dort recht einfach zu bewerkstelligen sein.

Nicht zu viel erwarten

Es ist ja nun mal nicht so als wäre Quatar ein Hort der Menschenrechte. Wie praktisch alle muslimischen Staaten wird es diktatorische regiert und die Rechte der Frauen beschränken sich auf ihre vom Islam und der sharia vorgegebene Rolle.
Positiv. Steinigungen sind schon abgeschafft. https://www.igfm.de/thema-steinigung-ueberblick/
und körperliche Züchtigungen werden nur in Ausnahmefällen Verhängt. Insofern ist Quatar ein wirklich fortschrittliches Land.

@ Bender Rodriguez

Komisch. Andere Länder werden für alles mögliche drangsaliert. Katar bekommt die WM.

Der Austragungsort für eine WM wird meines Wissens demokratisch beschlossen.
Und was meinen Sie mit drangsaliert? Sind damit staatliche Hackerangriff gemeint?

Am 10. September 2021 um 20:10 von Bender Rodriguez

Ich werde die WM nicht verfolgen. Hilft zwar nix. Aber ICH fühle mich dann besser. Und wenn das 80mio Bundestrainer auch so sehen, könnte es schon was bringen. Macht mit.
__
Warum ? Die Rechte sind vergeben, der Rubel gerollt. Ich hätte es besser gefunden, man hätte die WM nicht dahin vergeben aus allen möglichen Gründen. Mein Mann freut sich schon. Da kann er anstatt auf (für ihn) doofe Weihnachtsmärkte, Glühweinabende und Adventspunschtreffen, den Fussball als Entschuldigung vorbringen. Unser Nachbar rüstet für den Zweck schon seine Terrasse wintertauglich für gesellige WM-Abende um. Schon deshalb machen wir nicht mit. Ich wüsste auch nicht,was es bringen sollte.

@ um 19:56 von fathaland slim

„Und das ist genau das Problem.“
Natürlich haben Sie recht.
Aber immerhin schaffen es die Herrscher von Katar ihre politischen Widersacher völlig geräuschlos zu beseitigen. Und natürlich gibt es in einem Land, dass zumindest seinen Bürgern genügend Wohlstand ermöglicht und gönnt, so gut wie keine politische Opposition. Wozu auch? Es geht ja allen gut.
Bis auf deren Sklaven. Aber die brauchen noch nicht einmal Ketten tragen, wie auch der WM - Schieber Franz Beckenbauer richtig erkannt hat.

20:20, nie wieder spd

>>Katar könnte den Taliban auch zeigen, wie man mit genug Geld für die meisten Bürger auf jede Art von Demokratie völlig verzichten kann.
Bei den großen Vorkommen an Rohstoffen in Afghanistan, müßte das auch dort recht einfach zu bewerkstelligen sein.<<

So käuflich, wie Sie offensichtlich glauben, sind die Menschen nicht.

Am 10. September 2021 um 20:16 von schabernack

«Ich war schon immer gegen die WM in Katar, insbesondere wegen der Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter. Warum sollte mich aber der hier kommentierte TS-Artikel, der ja ein sehr differenziertes Bild vermittelt, in meiner Haltung bestärken? Er lässt mich eher meine Vorurteile hinterfragen.»

An meiner ablehnenden Haltung zur WM wegen der Arbeitsbedingungen hat sich kein Deut geändert.

Der jetzige Artikel bestärkt aber meine ablehnende Haltung nicht . Die ist eh schon stark genug. Der Artikel hat aber auch nichts mit den Arbeitsbedingungen zu tun.

@ weingasi1 20.02 h

"Wer nicht teilnehmen will..."

kann jederzeit seinem Gewissen folgen und nicht teilnehmen.

@ schabernack 20.16

"Fußball 2022... wo Fußball als WM gar nix zu suchen hat"

So ist es!

@ Postquestioner

Die Musik spielt ganz wo anders, ich nehme hierfür die Finanzspritze aus China und der lupenreine Westen sollte endlich die Realitäten anerkennen.

Was ist das denn für eine Realität, die Sie uns da auftischen? China ist toll und viel cleverer als der ... "Westen"
Von China aus gesehen liegen die USA übrigens im Osten.

Am 10. September 2021 um 20:22 von zöpfchen

Zitat: Es ist ja nun mal nicht so als wäre Quatar ein Hort der Menschenrechte. Wie praktisch alle muslimischen Staaten wird es diktatorische regiert und die Rechte der Frauen beschränken sich auf ihre vom Islam und der sharia vorgegebene Rolle.

Die Berichte der TS dieser Tage über die Parlamentswahlen in Marokko sind Ihnen wohl entgangen.

@ nie wieder spd

Bei den großen Vorkommen an Rohstoffen in Afghanistan, müßte das auch dort recht einfach zu bewerkstelligen sein.

Bei Ihnen scheint sich alles um Geld und Rohstoffe zu drehen.

20:32 von fathaland slim

So käuflich, wie Sie offensichtlich glauben, sind die Menschen nicht.
-----

jeder Mensch ist käuflich
muß ja nicht mit Geld sein, das wäre ja zu offensichtlich
vielleicht mit Schmeicheleien, Aufmerksamkeiten
wenn er hofiert wird

20:23 von Ken Jepson

«Der Austragungsort für eine WM wird meines Wissens demokratisch beschlossen.»

Vergabe der Fußball-WM durch die FIFA ist seit Jahrzehnten das am meisten demokratische, am wenigsten vermaggelte, am meisten transparente, und am wenigsten korrupte Vergabeverfahren weltweit.

Unter Aufsicht der Transparenz-Heroen einst Sepp Blatter, nun Gianni Infantino. Alles in der bescheidenen Hütte am ärmlichen Genfer See. Sehr bodenständig und gar nicht großspurig.

Mohamed Bin Hammam als einst Chef das Fußballverbandes in Qatar und lange sehr einflussreicher Fuktionär der FIFA wurde sogar von der FIFA-Ethik-Kommission lebenslang gesperrt. Ob das aber tatsächlich in erster Linie wegen Korruption war, oder aber mehr wegen der ständigen Intrigen innerhalb der FIFA. Das weiß niemand.

Für die FIFA ist die WM 2022 in Qatar toll. Kohle, Kohle, Kohle + ein willfähriges Ausrichterland mit guter Staatszensur, das sich als Ausrichter gebauchpinselt fühlt.

Juwel am selbst verliehenen Glorienschein.

20:23 von Ken Jepson

Der Austragungsort für eine WM wird meines Wissens demokratisch beschlossen.
-------------------

dann glauben sie wohl auch
dass Zitronenfalter Zitronen falten !

es mag wohl sein dass der Austragungsort durch Mehrheitsentscheidung zustande kommt
allerdings die Gründe der Mehrheiten können auch mit US$ und Euro zu tun haben

@ um 20:32 von fathaland slim

Was heißt denn „käuflich“?
Wenn jeder einen Job hat und da großzügig bezahlt wird, wenn Schulen gut sind und Krankenhäuser auch, wenn man sich quasi alles leisten kann und dabei auch noch Sicherheit besteht, wozu soll man dann Opposition betreiben?
Eine Rundumverxorgung die alles abdeckt, jedes Lebensrisiko. Das ist doch genau das, was alle wollen. Und das zu erfüllen, so weit es irgend möglich ist, ist die Aufgabe eines Staates und einer Regierung.
Mehr müssen die gar nicht tun.

@ um 20:42 von Ken Jepson

„Bei Ihnen scheint sich alles um Geld und Rohstoffe zu drehen.“
Nicht alles, aber zumindest um die Sicherheit, die damit einhergeht.
Worum dreht es sich denn bei Ihnen?
Um die sogenannten Werte?
Die nichts nützen wenn gerade ein Krieg angerichtet wurde und man nichts zu essen hat?
In erster Linie geht es um die Absicherung des Lebensrisikos. Dafür ist nun mal Geld nötig. Und eine Regierung, die sich um genau diese Absicherung für jeden Bürger kümmert. Aber auch dazu ist Geld nötig.
In Deutschland, in Katar und auch in Afghanistan.

@ Postquestioner

Ja, ich bin für Demokratie aber nicht für den Export.

Ich bin für Demokratie, aber auch für den Export, den Import und den freien Welthandel.

@ nie wieder spd

„Bei Ihnen scheint sich alles um Geld und Rohstoffe zu drehen.“
Nicht alles, aber zumindest um die Sicherheit, die damit einhergeht.
Worum dreht es sich denn bei Ihnen?
Um die sogenannten Werte?

So ist es.

20:56 von nie wieder spd

«Wenn jeder einen Job hat und da großzügig bezahlt wird, wenn Schulen gut sind und Krankenhäuser auch, wenn man sich quasi alles leisten kann und dabei auch noch Sicherheit besteht, wozu soll man dann Opposition betreiben?»

Qatar gehört zu den ganz kleinen Emiraten am Persischen Golf, deren eigene Mini-Bevölkerng an Nasen einen solchen Staat wie Qatar gar nicht betreiben könnte ohne das Heer an Gastarbeitern aus häufig Indien, Nepal, Bangladesh. Hätten Qataris die Stadien für die Fußball-WM 2022 alleine baue müssen. Dann wäre die WM dort frühestens 2030. Nicht weil die Qataris das nicht könnten. Aber weil sie viel zu wenige sind.

Die tolle soziale Absicherung + Schulen + schicke Future Architecture World ist nur für Qataris, und die Gastarbeiter haben gar nichts davon. Die müssen ihre Pässe abgeben, ärmlich hausen. Manchmal in Quasi-Sklaventum. Qatar ist nicht das einzige Land am Golf, wo das so ist. Und ob es in Qatar besonders oder etwas weniger schlimm ist. Das weiß ich nicht.

20:56, nie wieder spd

>>@ um 20:32 von fathaland slim
Was heißt denn „käuflich“?
Wenn jeder einen Job hat und da großzügig bezahlt wird, wenn Schulen gut sind und Krankenhäuser auch, wenn man sich quasi alles leisten kann und dabei auch noch Sicherheit besteht, wozu soll man dann Opposition betreiben?
Eine Rundumverxorgung die alles abdeckt, jedes Lebensrisiko. Das ist doch genau das, was alle wollen. Und das zu erfüllen, so weit es irgend möglich ist, ist die Aufgabe eines Staates und einer Regierung.
Mehr müssen die gar nicht tun.<<

Der Augenschein, was die reichsten Länder dieser Erde mit dem höchsten durchschnittlichen Lebensstandard betrifft, spricht gegen Ihre These.

@ wieder spd

In erster Linie geht es um die Absicherung des Lebensrisikos. Dafür ist nun mal Geld nötig.

Für das Lebensrisiko wäre es vernünftiger, die vielen Waffen im Land einzusammeln.

@ 10. September 2021 um 21:00

@ 10. September 2021 um 21:00 von falsa demonstratio
Am 10. September 2021 um 20:22 von zöpfchen
Zitat: Es ist ja nun mal nicht so als wäre Quatar ein Hort der Menschenrechte. Wie praktisch alle muslimischen Staaten wird es diktatorische regiert und die Rechte der Frauen beschränken sich auf ihre vom Islam und der sharia vorgegebene Rolle.

« Die Berichte der TS dieser Tage über die Parlamentswahlen in Marokko sind Ihnen wohl entgangen. »

Nun. Sie wissen sicherlich, dass sich der König alle wesentlichen Entscheidungen vorbehält. Aber nichts for ungut.
Ich sagte ja auch : „wie praktisch alle muslimischen Staaten“

Keine Sorge, diese Aussage können sie nicht widerlegen, auch wenn es ihnen nicht passt.

19:59 von fathaland slim

Demokratie ist keine Ware und lässt sich deswegen auch nicht exportieren
-----------

das erstaunt mich

ist es doch eine wichtige Forderung wenn der "Westen"
irgendwo, in China oder so vorstellig wird,
gleich nach den Menschenrechten

Wieder mal kann man in den

Wieder mal kann man in den Kommentaren hier zahlreiche Varianten der Kurzform "Hauptsache wir machen Nullkommanix" lesen.

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