Ihre Meinung zu: Autoren des Weltrisikoberichts fordern bessere Sozialsysteme

15. September 2021 - 14:09 Uhr

Deutschland kann extreme Naturereignisse noch gut abfedern. Andere Staaten sind deutlich verwundbarer, bilanziert der Weltrisikobericht. Die Autoren schlagen einen globalen Fonds für soziale Sicherung vor. Von Kai Clement.

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Kommentare

„Forscher fordern weltweit bessere Absicherung“

Solange diejenigen, die die Möglichkeit bzw. die Macht haben, diese Forderung zu „erhören“ bzw. in die Praxis umzusetzen daran kein Interesse haben, können die Forscher fordern, was sie wollen: Sie - die internationalen Wissenschaftler, die im Auftrag und im Interesse der Allgemeinheit handeln bzw. ihre Arbeit in den Dienst der globalen Gesellschaft (Menschheit) stellen rennen gegen Mauern an.
Das müsste eigentlich jedem völlig klar werden, der sich diese beiden Meldungen von dieser Woche zum Thema "Zukunftssicherung" unvoreingenommen und aufmerksam durchliest:
tagesschau.de/investigativ/swr/landwirtschaft-un-bericht-101.html
tagesschau.de/ausland/afrika/afrika-tropenwaelder-weltklima-101.html

Es kann und darf ganz einfach nicht mehr sein, dass eine lebenswerte bzw. menschenwürdige Zukunft für alle eine Frage des Geldes (der "Finanzierbarkeit") ist. Schon gar nicht, solange Geld als "Wertaufbewahrungsinstrument" dient (fragt sich nur, von was für "Werten") und somit Machtfunktion hat.

Eine gute Idee

doch wer soll in diesen Fond einzahlen? Wieder zum größten Teil Deutschland?
Italien und Spanien mit einem viel höheren Pro-Kopf-Vermögen als Deutschland erhalten letztendlich vom deutschen Steuerzahler Gelder, um die Fehler der letzten 20 Jahre dort auszugleichen. Die Reichen dort werden nicht zur Kasse gebeten, aber der Ärmere in Deutschland.
Deutschland zahlt als größter Einzelzahler in den großen Topf für Afghanistan.
Soll das Prinzip nun auf die ganze Erde ausgeweitet werden? Die Milliardenschweren Herrscher in Afrika, Amerika oder Asien kümmern sich nicht um ihr Volk bei Katastrophen. Sollen wir das nun auch noch komplett mit übernehmen?
Irgendetwas läuft hier gewaltig schief, vor allem wenn dem Bürger eingeredet werden soll, er müsse für alles und alle zahlen.
Solidarität ja, helfen ja - aber immer Hilfe zur Selbsthilfe, keine Übernahme der Verantwortung, die eigentlich andere haben.

Eine hervorragende Idee -

es ist nur traurig zu bemerken, daß es erst der Erfahrungen im eigenen Land bedarf, um sich darauf zu besinnen, daß wir alle auf einem einzigen Planeten (um nicht zu sagen, in einem Boot, einer Arche sitzen) leben, der unverdrossen und unbeirrt durch das Sonnensystem trudelt. - Und für alle "D-kann-doch-nicht-allein-Zauderer" steht sogar geschrieben: "Deutschland setzt 30 Milliarden Euro für die Fluthilfe ein. Mit etwa der Hälfte, so Mucke, könnte man in zehn besonders betroffenen Ländern die soziale Sicherung deutlich stärken." - Also, D kann, wenn es Moral und Ethik wieder entdecken sollte. - Greta Thunberg gilt mein Dank -

Autoren des Weltrisikoberichts fordern bessere Sozialsysteme...

Da haben die Autoren vom "Bündnis Entwicklung Hilft" und dem Friedensinstitut der Ruhr-Universität Bochum recht.
Aber leider gibt es dafür Hindernisse. Das können eigentlich nur Länder machen, die keine Kredite von Weltbank oder IWF am laufen haben. Denn jene Institutionen fordern verbindlich im Zuge der Kreditgewährung die Begrenzung der Staatsausgaben, also der Sozialausgaben (neben anderen Auflagen).

Bessere Welt Sozialsysteme

Natürlich sind manche Länder wesentlich verwundbarer und andere Länder sind kaum betroffen von der Naturgewalt. Aber die Ursache ist nicht nur der ungünstige Standort der schwerer betroffene Länder oder der fehlende Reichtum sowohl vom Staat als auch von der Bevölkerung. Vielfach beruht die Verwundbarkeit darauf das die Planung und der Willen Vorsorge zu treffen und an zu packen nicht vorhanden sind. Beispiel die grosse Überschwemmung 1953 im durch den Krieg verarmte Holland, wie schnell dies gemeistert wurde. Und das Gegenbeispiel, die immer wiederkehrende Überschwemmungen in New Orleans im reichen Amerika und die Hilflosigkeit der Bevölkerung. Und solche Unterschiede gibt es auch innerhalb einzelner Länder , auch in Europa.
Unterstützen ja, aber es müssen auch die Voraussetzungen und der Willen da sein.

@15:32 von Nettie

"Es kann und darf ganz einfach nicht mehr sein, dass eine lebenswerte bzw. menschenwürdige Zukunft für alle eine Frage des Geldes ist"

Es ist aber nicht nur eine Frage des Geldes. Wenn es nicht richtig eingesetzt wird, hat es nämlich keine Wirkung. Es ist viel Geld nach Afghanistan oder Haiti geflossen, aber was hat es gebracht?

autoren-des-weltrisikoberichts-fordern-bessere-sozialsysteme

Lieber Bernd Kevesligeti, Sie schreiben um 15:46 Uhr,@ Autoren des Weltrisikoberichts u.a. :"Das können eigentlich nur Länder machen, die keine Kredite von Weltbank oder IWF am laufen haben. Denn jene Institutionen fordern verbindlich im Zuge der Kreditgewährung die Begrenzung der Staatsausgaben, also der Sozialausgaben (neben anderen Auflagen)."
.
...verbindliche Begrenzung der Sozialausgaben,...also "wo" fängt "man" damit an ?-> Bei unseren Renten, ...fürchte ich

von ONYEALI 15:58

In diesem Fall, zu diesem Thema, hat es nicht viel mit hiesigen bundesdeutschen Renten zu tun. Aber natürlich ist das auch ein Problem. Rentenreformen, 67-Regelung, hilfreich beispringende Versicherungsunternehmen, die dann mit Produkte kommen.

Bessere Sozialsysteme..

setzen politische Stabilität voraus, sowie das Zurückdrängen von politischen Eliten, die sich die Konten auf Kosten der Bevölkerung füllen..

Außerhalb Europas und Nordamerikas fast unmöglich..

@kritikunerwünscht

Ist das das erste (und einzige) was Ihnen zu dieser Meldung einfällt? Dass "schon wieder" Deutschland ganz allein (wo steht denn das?) zahlen soll, und das, obwohl die Italiener und Spanier viel reicher sind? Dazu fällt mir nur das Wort "erbärmlich" ein.
Hier forscht jemand darüber, wie gute Ausgangspositionen für den ganzen Planeten und alle Völker hergestellt werden können. Und sie kneifen die Hinterbacken zusammen, damit Ihnen niemand Ihre drei Euto fuffzig wegnimmt.
Es sind Menschen wie Sie, deretwegen das ganze Projekt schon von vornherein ein Rohrkrepierer ist. Schweißen Sie meinetwegen ihr Portemonnaie zu, es ist mir egal. Aber blockieren Sie wenigstens nicht, dass andere daran arbeiten, einen weltweiten Solidaritätsgedanken zu entwerfen.

Man sollte sich...

...von der Tatsache, dass man ein funktionierendes System hat und auch schon ein paar Krisen bewältigen konnte nicht zu falscher Sicherheit verführen lassen.
Schon die alten Ägypter mussten mehrfach schmerzhaft lernen, dass man auch an Katastrophen geraten kann, die zum weitgehenden Zusammenbruch führen können. Die Geschichtsbücher sind voll von weiteren Beispielen.

Es ist gut, dass es

Es ist gut, dass es mittlerweile einen Weltrisiko-Bericht gibt. Allerdings sind wir noch meilenweit davon entfernt, die soziale Sicherung als globale und nicht nur nationale Aufgabe zu begreifen. Etliche Kommentare hier zeigen das schon. Es ist fatal und auch empörend, dass Geld weltweit in Sekundenschnelle hin und her wandert, bei Menschen mehr und mehr Mauern und Grenzen hochgezogen werden und soziale Teilhabe und Absicherung gleich ganz in pure nationale Zuständigkeit verbannt wird.

Interessante Textstelle

"Deutschland setzt 30 Milliarden Euro für die Fluthilfe ein. Mit etwa der Hälfte, so Mucke, könnte man in zehn besonders betroffenen Ländern die soziale Sicherung deutlich stärken."

Da fallen mir ein paar Leute ein, die diese 15 Milliarden übrig haben sollten.

Jeff Bezos. Bernard Arnault. Elon Musk. Bill Gates. Mark Zuckerberg. Larry Ellison. Larry Page. Sergey Brin.

Alle lt. Forbes aktuell über 100 Millionen Dollar schwer.

@ mispel 15.54

Offensichtlich haben Sie nicht annähernd verstanden, was Foristin Nettie geschrieben hat und was zweifellos richtig ist: "Es kann und darf ganz einfach nicht mehr sein, dass eine lebenswerte bzw. menschenwürdige Zukunft für alle eine Frage des Geldes ist"

Oder wollen Sie nicht verstehen? Damit sie weiterhin sagen können: Bringt ja nichts....und so Ihr Gewissen beruhigen können? Oder weil es Ihnen zu "lästig" ist über den Tellerrand zu schauen? Oder weil Ihr Egoismus zu groß ist?

Warum versuchen Sie zu verdrehen, was Userin Nettie geschrieben hat?

@15:54 von mispel

Wenn Sie die Frage ernst meinen, was das "Geld nach Afghanistan" gebracht hat, ist die Antwort leicht zu geben: Es hat einer ganzen Generation über 20 Jahre Bildung, Menschenrechte insbesondere Frauenrechte, Kultur und weniger Hunger und bessere Gesundheitsversorgung gebracht.

In dem Zusammenhang

wäre es doch gut wenn TS mal eine Liste macht, wo mit welchen Summen oder Leistungen Deutschland Länder in der Welt unterstützt.
Den wenn es heißt, in einen Topf einzahlen, sind wir immer ganz vorn mit dabei.
Und Ja, wir können die Flut noch mit 30 Milliarden bezahlen, müssen sie aber auch ab stottern, wenn ich das richtig gelesen habe.
Und dann haben wir durch Corona einen ziemlichen Berg Schulden aufgehäuft, irgendwie muss der ja auch mal abgearbeitet werden, und Geld kommt immer vom Bürger, durch Steuern in vielen Formen.
Fordern ist immer gut, etwas Realismus aber auch, wir haben mehr Baustellen als uns lieb ist, auch wenn es sicher auf der Welt Orte gibt, wo es schlechter ist.

Nicht an den Symptpmen, sondern an den Ursachen arbeiten

Die Probleme werden bald so gross sein, dass man sie nicht mehr abfedern wird können.

Ich schlage vor, global gegen die begonnene Klimakatastophe vorzugehen, denn es nutzt wenig bis garnichts, wenn Deutschland klimaneutral wird, während in Afrika und Asien hunderte Kohlekraftwerke gebaut und in Betrieb genonnen werden werden.

Leider fürchte ich, dass aufgrund der sich selbst verstärkenden Klimaeffekte, es schon viel zu spät ist. Alles, was wir noch ereichen können, ist ein weig Zeit zu gewinnen.

Das ist nichts Neues. Es ist längst bekannt. Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. unser Entwicklunsminister Herr Dr. Gerd Müller) wagt es nur niemand, es auszusprechen.

Übrigens...

...es ist schon interessant, dass es mit dem IWF so etwas wie eine weltweite Solidargemeinschaft für die Wirtschaft durchaus gibt, aber für die Menschen Solidarität immer noch überwiegend auf das Engagement einzelner Personen und einiger ständig unterfinanzierter Organisationen angewiesen ist. Von (sehr) vereinzelten internationalen Aktionen mancher Regierungen mal abgesehen

Man sollte sich an diese Naturkatastrophen gewöhnen.

Denn es wird erstmal nicht besser.

@16:24 von Wohlergehen

"Warum versuchen Sie zu verdrehen, was Userin Nettie geschrieben hat?"

Ich verdrehe doch gar nichts. Der User hat geschrieben, dass es eine Frage des Geldes ist, und ich bin eben der Meinung, dass das nicht stimmt, da Geld allein eben nichts bewirkt, sondern es muss auch sinnvoll eingesetzt werden. Oder sind Sie da anderer Meinung?

@16:24 von SinnUndVerstand

"Es hat einer ganzen Generation über 20 Jahre Bildung, Menschenrechte insbesondere Frauenrechte, Kultur und weniger Hunger und bessere Gesundheitsversorgung gebracht."

Und warum hungern die Menschen dann dort? Warum hat man es in 20 Jahren nicht geschafft, eine funktionierende Nahrungsmittelversorgung aufzubauen? Es ist nun mal so, dass Geld allein keine Probleme löst, wenn es nicht sinnvoll eingesetzt wird.

16:12 von frosthorn

Ich würde mir wünschen, daß sie sich etwas mehr der Realität annähern. Deutsche Politiker äußern mittlerweile die Absicht, wir müssen Vorreiter sein. Der einfache Bürger bekommt schon mit, daß sich andere Länder sehr zurück halten. Und wenn wir dann keinen Strom mehr haben, können wir immer noch auf den Atom- oder Kohlestrom unserer Nachbarländer zurückgreifen, weil diese Länder eben nicht so voranpreschen.

Jeder Euro, Dollar, Yuan etc,

Jeder Euro, Dollar, Yuan etc, der in Klimaschutz und dafür notwendige politische Umsteuerung investiert wird, ist auch eine Investition in soziale Sicherung der Menschen, egal in welchem Land sie leben. Das zeigt der Welt-Risikobericht überdeutlich. Deshalb hat eine engagierte Klimaschutzpolitik oberste Priorität. Kaum zu glauben, dass es bei uns immer noch Parteien gibt, die das leugnen oder durch vorgeschobene Technikgläubigkeit verharmlosen.

@ 16:42 von mispel

Die Menschen in Afghanistan stehen einer neuen Hungerkatastrophe, schlechterer Gesundheitsversorgung und dem Abbau der Menschenrechte v.a. der Frauenrechte gegenüber, weil die Taliban die Macht übernommen haben.
Und genau deshalb gibt es auf UN-Ebene wie auch in vielen Ländern weiter ein klares Engagement und auch finanziell unterstützte Initiativen für die Menschen in Afghanistan.

16:35 von Emil67

Man sollte sich an Naturkatastrophen gewöhnen.
#
Das kann ich aber nicht,denn gewöhnen macht auch unaufmerksam zu werden.Man muss ständig damit rechnen und versuchen Vorsorge zu betreiben. das Wetter genauesten beobachten ist schon einmal gut.

@16:44 von SinnUndVerstand

"Jeder Euro, Dollar, Yuan etc, der in Klimaschutz und dafür notwendige politische Umsteuerung investiert wird, ist auch eine Investition in soziale Sicherung der Menschen, egal in welchem Land sie leben."

Ja ja!
Die Büchse der Pandora wird schon lange offen gehalten und es ist soviel Co², Methan usw. ausgeströmt.....
Es reicht nicht weniger raus zu lassen.
Das Zeug muss zurück in die Büchse.
Aber ja mehr Menschen auf diesem Planeten leben um so mehr wird noch rausgelassen.
Was und wem nützt es wenn der Sprit in D 5€ kostet?

Wetten dass die Autoren

Wetten dass die Autoren wirtschaftliche Interessen damit verbinden, dass alles so bleibt? Ich könnte mir vieles vorstellen, was zu ändern ist - natürlich geht es da auch um das Sozialsystem, aber man darf erwarten, dass in der bisherigen Weise Druck und Abhängigkeiten ausgebaut werden, zum Erhalt der Sozialsysteme. Und es wäre wohl an der Zeit, sich grundlegende neue Dinge hinsichtlich Arbeit, Soziales und Gesundheit zu überlegen.

@16:43 von Barbarossa 2

Der einfache Bürger wie ich unterstützt internationale Solidarität seit vielen Jahren und hat viel Sympathie dafür, dass Deutschland gerade aufgrund seiner Geschichte sich da in einer Vorreiterrolle für die Unterstützung und Sicherung der ungeteilten Menschenrechte sieht.

Der Tanz um´s goldene Klab

Die US-Milliardäre besitzen 86 Billionen Dollar. Damit könnte man schon ne Menge wegfedern. Aber da deren Bestreben ist, "ihr" Geld zu vermehren, steht es für solche Aufgaben nicht zur Verfügung.
.
Redet man von einer höheren Besteuerung, um damit die Mittel des Staates für solche Aufgaben zu erhöhen, dann kommen die Sprüche:
- Das ist Kommunismus
- Der Staat verplempert das schöne Geld nur
.
Und warum verplempert der Staat Geld? Weil er es in Projekte steckt, die absolut überteuert sind oder gar Fehlschläge werden. Einzelne verdienen dicke, die Allgemeinheit muss dazuzahlen.

die Hälfte der Kosten

1. "Im Bereich der Versicherungen muss zum Teil nachgebessert werden"

Das dürfte bisher wohl an den jeweiligen Regierungen und Militäreinsetzen gescheitert sein.

2. „Ein Vorschlag der Forscher ist es deshalb, einen globalen Fonds für soziale Sicherung aufzubauen. In den sollten die reicheren Länder einzahlen, schlägt Mucke vor. Sie sollten dann

die Hälfte

der Kosten in den am stärksten betroffenen Ländern übernehmen.“

Ist ja alles schön und gut, aber wer zahlt die 2. Hälfte.

Als Beispiel wurden nur die
„bedrohten südpazifischen Inselstaaten Vanuatu, Salomonen und Tonga an der Spitze“ genannt.

Dafür braucht es keinen Fonds, sondern lediglich eine Geberkonferenz.

@15:32 von Nettie

Schon gar nicht, solange Geld als "Wertaufbewahrungsinstrument" dient (fragt sich nur, von was für "Werten") und somit Machtfunktion hat.

"Geldkritik" ist das eine. Ein alternatives und funktionierendes System aufzubauen ist bisher keinem gelungen.

Ich hätte nichts dagegen, wenn jeder selbst entscheiden könnte auf welcher Art und Weise er bezahlt bzw. bezahlt wird: ob Geld, Freundschaftspunkte, was auch immer.
Verschiedene Zahlungsmittel in einem Land kann gut funktionieren. Aber den Steuerbehörden würde das gar nicht gefallen.

@ Kritikunerwünscht, um 15:34

Das mit dem Pro-Kopf-Vermögen der Spanier ist doch unsinnig.
Was soll der alte Spanier mit seinem uralten Haus für ein Vermögen haben?
Das sind Zahlen, die im Grunde nichts wert sind.

Dieses Gejammere, noch bevor überhaupt auch nur ansatzweise deutlich wird, ob und was und wie und wann da etwas aufgebaut wird, tun Sie das, was man bei uns am besten kann:

Zetern und klagen.

@ Barbarossa 2 16.43 h

"Ich würde mir wünschen, daß sie sich etwas mehr der Realität annähern."
Das wünsche ich mir auch - und zwar von Ihnen!
Bekommt der "einfache Bürger" auch mit, wie gut es ihm geht? Oder geht ihn das Elend und die Verzweiflung eines großen Teils der Menschheit nichts an? Will er gar nicht wissen, warum das so ist? Warum schaut er nicht hin? Wenn er bereit wäre, es zu tun, wüsste er, dass seine Ignoranz und sein Egoismus, ja seine nicht zu rechtfertigende von allen Skrupeln losgelöste Lebensweise zu einer existenzbedrohenden Situation vieler Menschen beitragen.

noch gut abfedern.

Immer noch sind viel Menschen in den Hochwasser Gebieten von normaler Versorgung mit Strom, Lebensmittel und Wasser abgeschnitten.

Tausende werden wohl ohne Heizung den Winter durchstehen müssen.

Und wir können "gut abfedern"?

Wir haben vielleicht etwas mehr Geld, dafür aber noch viel mehr Bürokraten, Gesetze, kaum Handwerker und Baumaterial ist auch nicht immer vorhanden.

Auch wurde in vielen Bereichen die Sicherheit und Rettungskräfte stark reduziert und das THW ist nur bedingt Einsatzfähig. Der Größe Teil wird immer von Ehrenämtern erledigt. Politik und Verwaltung glänzen da oft nicht.

Auch wurde Eigenverantwortung und Selbstbestimmung durch den immer "stärkeren Staat" verhindert.

@Tinkotis 16:35 Uhr: IWF als Solidargemeinschaft ?

Hm. .. so kann man das sehen. Allerdings gilt wie bei Hartz IV Jobcentern das „Fördern und Fordern“ als Maxime.

Die Auflagen für die Erteilung von Zuschüssen sind zT drakonisch.

Die ganze Idee um die es hier geht krankt daran das der Schutz gegen Extremunwetter zuerst mal die Sache jedes Staates allein ist.

Anders sieht es da aus bei wirklich „unvermeidbaren“ Katastrophen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüchen.

Hier bin ich eindeutig für ein neues verpflichtendes System internationaler Solidarität das dann im Fall des Falles greift.

Wenn zB Teile von Los Angeles, Neapel oder Tokio durch solche Ereignisse zerstört werden, kann sich der Rest der internationalen Gemeinschaft nicht nur auf gute Wünsche und die Freiwillige Entsendung von Ärzten, Decken und Hundestaffeln beschränken.

@ Tinkotis, um 16:23

Sie kommentieren am Thema vorbei, um die geht's hier nicht.

Wenn Sie von dieser Seite anfangen, freilich könnte man noch etliche mehr aufzählen.

Sie glauben aber nicht, dass die überall dort, wo's an irgendwas mangelt, zur Stelle sein müssten, um Abhilfe zu schaffen?

17:09 von Wohlergehen

Ich habe 45 Jahre gearbeitet, bin jetzt Rentner und sehe absolut nicht ein, daß ich mich jetzt für irgend etwas schämen soll.

Am 15. September 2021 um 15:46 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Das können eigentlich nur Länder machen, die keine Kredite von Weltbank oder IWF am laufen haben. Denn jene Institutionen fordern verbindlich im Zuge der Kreditgewährung die Begrenzung der Staatsausgaben, also der Sozialausgaben (neben anderen Auflagen).

Würde es der Weltbank u.a. nicht genügen, wenn die Rüstungsausgaben begrenzt würden oder verlangen diese Institutionen explizit die Begrenzung der Sozialausgaben?

Vorbeugen ist besser

Am 15. September 2021 um 16:44 von SinnUndVerstand
Jeder Euro, Dollar, Yuan etc,
Jeder Euro, Dollar, Yuan etc, der in Klimaschutz und dafür notwendige politische Umsteuerung investiert wird, ist auch eine Investition in soziale Sicherung der Menschen,....

Besser könnte ich es nicht sagen. Das Geld wird uns sowieso bald ausgehen, bzw. nichts mehr wert sein.
Neue Autobahnen ... könnte man sich sparen und in den Klimaschutz investieren. Die wichtigste Investition!

@15:34 von Kritikunerwünscht

Zitat: ".... doch wer soll in diesen Fond einzahlen? Wieder zum größten Teil Deutschland?"

In der Umweltpolitik und im Umweltrecht gilt zum größten Teils das Verursacherprinzip. Würde man diesem Prinzip global folgen - was nur Sinn macht, denn Klima ist global - dann müssten die Industrienationen weit mehr als die Hälfte der Schäden in anderen Ländern mittragen.

Unser Vermögen ist sozusagen geborgt von den Ressourcen anderer. Und damit sind deren Risiken auch unsere.

Menschen, die gerne wieder 'national' denken wollen, können bzw. wollen mit so einer Argumentation wohl eher nichts anfangen. 'Fahrt die Schotten hoch und lasst die anderen in ihren 'Schrottländern' (D. Trump) untergehen. Hauptsache mein Portemonnaie bleibt unangetastet.'

Schon mitbekommen, dass es genau um die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit geht, solche Haltungen zu überwinden?

Dabei würde nationale Abschottung ja weder technisch oder wirtschaftlich tatsächlich funktionieren. Nur 'populistisch' sieht es gut aus.

Nix verstanden

Sozialtransfers über nationale Grenzen hinweg funktonieren in demokratischen Staaten nicht. Als Europa den Griechen mit 50 Milliarden half (von denen ein Großteil an deutsche Banken zurück floss) führte dies in Deutschland zur Gründung der AfD. Man wollten den "faulen" Griechen nicht helfen.
Die vielen Billionen, die nach Ostdeutschland flossen, wurden ohne großes Murren akzeptiert. Warum? weil die Ostdeutschen - trotz großer Entfremdung - unsere Brüder und Schwestern waren.
Deshalb ist der vorgeschlagene Fond eine Illusion.

von falso demonstratio 17:15

Im Zusammenhang mit Rüstungsausgaben sind von der Weltbank/IWF noch keine Auflagen bekannt geworden.
Aber verlangt wird die Liberalisierung des Handels/Zölle senken. Die Deregulierung des Finanzsektors, Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die Privatisierung der öffentlichen Versorgungsbetriebe. Von Ländern wie Gambia, Ghana, Guinea, Malawi, Mali, Mosambik, Nicaragua, Sierra Leone un im Jemen eine Ausweitung der Privatisierung der Wasserversorgung (aus aus dem Buch von Ernst Wolf IWF, erschienen im Tectum-Verlag).

Die Frage einer Erhöhung von Sozialausgaben stellt sich da eigentlich nicht mehr......

Leider vermischt der Artikel die Dinge etwas

Man sollte klar unterscheiden zwischen solchen Ereignissen die durch geeignete Maßnahmen vermeidbar oder zumindest in ihren Auswirkungen eingrenzbar sind, wozu Starkregenereignisse, Überflutungen, Dürren und Sturmfluten gehören - und den nicht verhinderbaren Ereignissen wie Meoriteneinschlag, Erdbeben oder Vulkanausbrüche.

Wobei es viele bauliche Maßnahmen gibt, welche im Vorfeld bereits Erdbeben in ihrer Schadwirkung begrenzen können.

Dies gegen Maßnahmen zum Klimaschutz Gegenrechnen zu wollen ist nicht zielführend.

Frei nach dem Motto: „ich baue keine Hochwasserschutzwände weil ich so wenig CO2 produziere“.

Die heute getroffenen Maßnahmen zum „Klimaschutz“ entfalten ihre Wirkung erst nach Jahrzehnten und auch nur in einer global gemittelten Weise.

Den CO2 Austausch in Deutschland zu kappen, könnte in 30 Jahren helfen Überschwemmungen in Bangladesh weniger schlimm werden zu lassen, hat aber so gut wie keine Auswirkungen auf die Schadensereignisse im Deutschland selbst.

16:50 von schiebaer45

«Man sollte sich an Naturkatastrophen gewöhnen.»
#
«Das kann ich aber nicht,denn gewöhnen macht auch unaufmerksam zu werden.Man muss ständig damit rechnen und versuchen Vorsorge zu betreiben. das Wetter genauesten beobachten ist schon einmal gut.»

Kann und sollte man als Privatperson immer tun. Eher gemeint sind aber Aufmerksamkeit und Möglichkeiten von Staaten, sich durch Vorsorge klug zu verhalten, und evtl. auch mit Baumaßnahmen anzupassen.

Das ist bei Ländern, die an Bedrohung durch Naturkatastrophen schon lange (immer) gewöhnt sind, anders besser ausgeprägt und gestaltet als bei Staaten, in die erst jetzt Klimaveränderungen "reinhageln". Sehr viele (besonders) bedrohte Länder haben gar nicht das Geld dazu. Nicht für Bauen, und nicht für Sozialsysteme.

Als besonders bedroht nennt der Artikel NL + JAP. JAP ist der am meisten bedrohte Industriestaat mit hoher Anpassungskapazität durch viel Erfahrung.

Aus JAP + NL sind keine Flüchtenden in nennenswerter Zahl zu erwarten.

16:42 von mispel @16:24 von SinnUndVerstand

Und warum hungern die Menschen dann dort?
.........

interessante Frage

1960 lebten dort 9 Mill Menschen
2019 waren es 39 Mill
vielleicht könnte das mit ein Grund sein ?

@16:49 von SinnUndVerstand

Aber nur weil ein Land plötzlich von jemand anders regiert wird, heißt das doch nicht, dass die Bevölkerung plötzlich aufhört Nahrungsmittel zu produzieren. Das ist doch unlogisch. Dazu ein Artikel aus der FAZ:

"https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auf-einfuhren-angewiesen-warum-in-afghanistan-bald-hunger-drohen-koennte-17492635.html"

"In Afghanistan steht eine kräftig wachsende Einwohnerzahl einer völlig unzureichenden Nahrungsmittelproduktion gegenüber. Bisher wurde die Lücke durch Einfuhren geschlossen, direkt oder indirekt finanziert von der westlichen Allianz."

Es wurden also keine selbsttragenden Strukturen aufgebaut, sondern die Menschen waren vom Geld abhängig. Daher kann ich mich nur wiederholen: nur Geld löst keine Probleme. Es erzeugt eher Abhängigkeit. Und bezogen auf das Klima muss man dafür sorgen, dass sich die Menschen vor Ort selbst helfen können. Darin muss investiert werden.

@ werner1955, um 17:09

Sie sollten vielleicht in Ihrem Kommentar mehr auf das Thema: “GLOBALER“ Fonds für soziale Sicherung eingehen.

Da Sie üblicherweise selten das Positive, und wenn ja, sofort das Aber... dahinter sehen, verlieren Sie auch hier wieder einmal den Faden und verfallen ins übliche Selbstmitleid.

“WIR“ werden diese Schäden durch das Hochwasser hier wieder einigermaßen ausgleichen. Niemand hungert, und jeder fand irgendwie ein Dach überm Kopf des nachts, niemand hier muss Tage- oder wochenlang unter Zeltplanen hausen oder im Winter frieren.

In den vielen Ländern der Erde, wo die Menschen ebenfalls alles verloren und verlieren was Sie haben, kommt weder der Staat noch die Versichertengemeinde auf, die kennen kein THW, und eine Bürokratie hat man dort diesbezüglich ganz sicher auch nicht.

Dort ist nahezu jeder allein auf sich selbst angewiesen und wartet lange auf Hilfe von außen.

Vielleicht können Sie sich das vorstellen, aber ich glaube, eher nicht.

Am 15. September 2021 um 17:19 von Pessimist001

Am 15. September 2021 um 17:19 von Pessimist001
„Vorbeugen ist besser
Besser könnte ich es nicht sagen.
Das Geld wird uns sowieso bald ausgehen, bzw.
nichts mehr wert sein.
Neue Autobahnen ... könnte man sich sparen
und in den Klimaschutz investieren.
Die wichtigste Investition!“

Besser als Greta Thunberg könnte ich es auch nicht sagen.

Heute ein Schild mit ihr gesehen.

„Rettet die Erde, sie ist der einzige Planet, auf dem es Bier gibt.“

17:19 von Pessimist001

könnte man sich sparen und in den Klimaschutz investieren
-------

und sie glauben wir retten dadurch die Welt ?

@ Sisyphos3 17.30 Aha!

Das habe ich ja noch nie von Ihnen gehört!
(Ironie erkannt?)

Ich wiederhole mich dann auch mit meiner Frage an Sie: Wie sieht Ihre Lösung für das "Problem" aus?

Also ich bin dafür, keinem Menschen das Recht auf Leben abzusprechen.

@Nettie um 15:32

>Schon gar nicht, solange Geld als "Wertaufbewahrungsinstrument" dient<
.
Ein bißchen Geschichte und schon wissen Sie, wofür Geld erfunden wurde.

@ Barbarossa 2, um 17:15

re @ 17:09 von Wohlergehen

“Ich habe 45 Jahre gearbeitet.“

Hab ich auch. Doch weder von Ihnen noch mir erwartet oder verlangt jemand, dass wir uns schämen.

Nur wenn wir uns dann hinsetzten und meinten, die Welt ginge uns nichts mehr an, wir hätten schließlich unsere eigenen Probleme, wäre das ein Grund, unsere Einstellung zu hinterfragen und gegebenenfalls zu schämen.

16:23 von Tinkotis

«Interessante Textstelle:
"Deutschland setzt 30 Milliarden Euro für die Fluthilfe ein. Mit etwa der Hälfte, so Mucke, könnte man in zehn besonders betroffenen Ländern die soziale Sicherung deutlich stärken."»

«Da fallen mir ein paar Leute ein, die diese 15 Milliarden übrig haben sollten.
Jeff Bezos. Bernard Arnault. Elon Musk. Bill Gates. Mark Zuckerberg. Larry Ellison. Larry Page. Sergey Brin.
Alle lt. Forbes aktuell über 100 Millionen Dollar schwer.»

Es ist aber nicht die Aufgabe einzelner sehr wohlhabender Privatpersonen, die weltweite Soziale Absicherung zu verbessern. Diese 8x Forbes > 100 Mio. von oben zusammen müssten jeder Einzelne 2 Mrd. geben. Dann hätte man 16 Mrd. eingesammelt.

So was ist aber nicht die Aufgabe Einzelner, sondern die der Weltgemeinschaft gemeinsam. Wenn man das will … dann mit Hauptbeteiligung der wohlhabenen Staaten, die gleichzeitig auch Haupt-Emittenten von CO2 sind.

Staaten sind die Akteure, die Veränderungen auf den Weg bringen müssen.

um 16:53 von SinnUndVerstand

Der einfache Bürger wie ich unterstützt internationale Solidarität seit vielen Jahren und hat viel Sympathie dafür, dass Deutschland gerade aufgrund seiner Geschichte sich da in einer Vorreiterrolle für die Unterstützung und Sicherung der ungeteilten Menschenrechte sieht.
------------------------
Genau das macht Deutschland seit vielen Jahren,
durch Entwicklungshilfe im Ausland, sowie der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten. Zu dem wurden zig Milliarden Euro Entschädigung für die Greuel des Nazi Regimes gezahlt.

Am 15. September 2021 um 17:30 von Sisyphos3

„16:42 von mispel @16:24 von SinnUndVerstand
Und warum hungern die Menschen dann dort?
.........
interessante Frage
1960 lebten dort 9 Mill Menschen
2019 waren es 39 Mill
vielleicht könnte das mit ein Grund sein ?“

Interessanter Kommentar.

„Vor dem Beginn der Grünen Revolution Ende der 1960er Jahre, betrug der durchschnittliche Reisertrag in Indien 1,5 Tonnen pro Hektar. 1980 lag der Nassreisertrag bei 2 Tonnen, 1990 bei 2,6 und 2000 bei 3 Tonnen.“

Wenn es mehr Nahrungsmittel gibt, überlebt der Nachwuchs eben besser.

Kindersterblichkeit 1960 weltweit bei 18,2 %
und 4,3 % im Jahr 2015.

Weniger Großprojekte

Wir sollten weniger Großprojekt die dann alle Siemens bekommt finanzieren und die Staaten denen wir helfen auffordern ist langfristige Vorsorgesystem umzusteigen. Wer Steuern einnimmt kann auch ein Krankenhaus finanzieren. Viele afrikanische Staaten kassieren eher Zölle und bremsen damit die eigene Entwicklung aus. Es ist eben einfacher die Grenzen zu kontrollieren als die eigene Wirtschaft.
Aber selbst die USA hat kein Sozialsystem, die haben aber genug Geld für Allmosen.

Am besten wir machen es europäisch vor uns bauen eine Europasozialsystem auf....haha. Nicht mal in der BRD wird das was, wo jeder Landkreis erst ein Freibad, dann ein Hallenbad, danach ein Krankenhaus und als Hightlight einen Flughafen baut.

Dabei hätten wir von spezialisierten Krankenhäuser verteilt auf Europa am meisten. Man denke nur ein
Spezialist der nur eine OP macht und die perfektioniert. Aber unsere machen heute Hämorden und morgen Gehirn. Ist ja das selbe

Der Charme der Bourgeoisie

Der Vorschlag ist uncharmant postkolonialistisch, impliziert er doch, dass die Verfahrensabläufe und Regeln dieser Sozialversicherungen dann an westeuropäische Vorbilder anknüpfen, oder dass die erste Welt direkt bestimmt, wohin das Geld dann fließt.
In Afghanistan z. B. würden die Taliban die Leistungen nicht nach rechtsstaatlichen Grundsätzen verteilen, sondern sich an religiös-verwandschaftlichen Grundsätzen orientieren.
Mir kann doch keiner weismachen, die Ministerialbürokratien der ersten Welt würden dann die Betroffenen selbst entscheiden lassen, wer was wann aus dem Fond bekommt.
Das ist postkolonial und könnte eher aus einem nicht verfilmten Drehbuch des großen Surrealisten Luis Buñuel stammen.

@ Emil67 16.35 h

"Man sollte sich an diese Naturkatastrophen gewöhnen. Denn es wird erstmal nicht besser."

Genau, das ist doch ein guter Vorschlag und vor allen Dingen eine sinnvolle Idee.
Das sollte "man" eigentlich immer machen, sich an etwas gewöhnen, sei es auch noch so schrecklich und zerstörend. Besser stillhalten.

Ich versuche mir das gerade ansatzweise vorzustellen...: Ich liege auf der Couch, höre von der nächsten fürchterlichen Naturkatastrophe, drehe mich um...wird ja sowieso nicht besser und bleibe liegen....bis?

Bestimmte gefährdete Gebiete

Bestimmte gefährdete Gebiete sollte man nur besiedeln, wenn man sich ausreichend schützen kann.

re 17:40 Sisyphos3: Was soll das?

>>17:19 von Pessimist001
könnte man sich sparen und in den Klimaschutz investieren
-------

und sie glauben wir retten dadurch die Welt ?<<

Woher nehmen Sie nur Ihre scheinbar unendliche Freude daran, jeden entdeckten guten oder schönen Gedanken sofort im Keim ersticken zu wollen?

um 17:47 von harry_up

re @ 17:09 von Wohlergehen

“Ich habe 45 Jahre gearbeitet.“

Hab ich auch. Doch weder von Ihnen noch mir erwartet oder verlangt jemand, dass wir uns schämen.

Nur wenn wir uns dann hinsetzten und meinten, die Welt ginge uns nichts mehr an, wir hätten schließlich unsere eigenen Probleme, wäre das ein Grund, unsere Einstellung zu hinterfragen und gegebenenfalls zu schämen.
--------------------------
Deutschland ist auf allen Ebenen einer der wenigen Staaten, die ihren Verpflichtungen bei der internationalen Hilfe nachkommt.
Ich sehe keinen Grund meine Einstellung zu hinterfragen noch mich zu schämen.

Am 15. September 2021 um 15:32 von Nettie

Es kann und darf ganz einfach nicht mehr sein, dass eine lebenswerte bzw. menschenwürdige Zukunft für alle eine Frage des Geldes (der "Finanzierbarkeit") ist. Schon gar nicht, solange Geld als "Wertaufbewahrungsinstrument" dient (fragt sich nur, von was für "Werten") und somit Machtfunktion hat.
__
Das wird sich aber innerhalb unserer "Zeitrechnung" kaum realisieren lassen, weil das immer die erste Frage ist, die von jedem gestellt werden wird, der die Absicht hat, irgendwelche Maßnahmen zu fördern, fordern, realisieren, finanzieren. Insofern ist Ihre Forderung, dass Maßnahmen von der Finanzierbarkeit abgekoppelt werden soll(t)en, Utopie. Sich mit derartigen Überlegungen zu beschäftigen, die eh nicht weiterbringen, verstellt dann die Sicht auf Dinge, die u.U. kurz- und mittelfristig machbar sind. Dinge, die die Menschen nicht überzeugen oder die in der Umsetzung zuviel abverlangen, werden, ob das gut ist, oder nicht, keine Akzeptanz haben. Weder in DE noch andernorts.

@harry_up & schabernack

Ich habe die zitierte Textstelle dahingehend interpretiert, dass der deutsche Staat, wenn er sich 30 Milliarden für Fluthilfe leisten kann, auch die 15 Milliarden für die erwähnten Sozialsysteme übrig haben sollte. Am Ende unser aller Geld, das dann an anderer Stelle fehlt.
Deshalb mein Verweis auf die Mitglieder der Forbes-Liste, bei denen das Geld lediglich sinnlos rumliegt oder für teures Spielzeug verschwendet wird. Damit meiner Meinung nach nicht am Thema vorbei.

Allerdings machte mein Beitrag mehr Sinn, wenn ich nicht wieder einmal an meiner Schwäche bezüglich Nullen gescheitert wäre. Die Jungs haben natürlich jeder mindestens 100 Milliarden, nicht hundert Millionen...

18:03 von teachers voice

Woher nehmen Sie nur Ihre scheinbar unendliche Freude daran, jeden entdeckten guten oder schönen Gedanken sofort im Keim ersticken zu wollen?
.................

Klimaschutz ist doch ne tolle und wichtige Sache
(ich sehe da ne gewisse Verantwortung das zu tun)
trotzdem vertrete ich die Meinung wir retten die Welt dadurch nicht !

@17:28 von zöpfchen

Mit einem haben Sie recht: Man kann politische Richtungen und Optionen auch daran unterscheiden, wie eng oder wie weit sie jeweils den Begriff "Brüder und Schwestern" fassen. Meiner ist vermutlich nicht so eingegrenzt wie Ihrer. Könnte sein, oder?

re 17:28 zöpfchen: Faul und fleißig

>>Sozialtransfers über nationale Grenzen hinweg funktonieren in demokratischen Staaten nicht. Als Europa den Griechen mit 50 Milliarden half (von denen ein Großteil an deutsche Banken zurück floss) führte dies in Deutschland zur Gründung der AfD. Man wollten den "faulen" Griechen nicht helfen.
Die vielen Billionen, die nach Ostdeutschland flossen, wurden ohne großes Murren akzeptiert. Warum? weil die Ostdeutschen - trotz großer Entfremdung - unsere Brüder und Schwestern waren.<<

Die Etablierung der AfD fand und findet vor allem dort statt, wo „die vielen Billionen ... ohne großes Murren akzeptiert“ wurden.
Ironischerweise gerade weil man danach den „faulen“ Griechen (u.a.) nicht helfen wollte. Und es weitverbreitet auch heute noch nicht will.

Und den Begriff „Brüder und Schwestern“ hab ich aus dem Stammland der AfD auch sonst lange nicht mehr gehört. Da wurden wohl einige Grenzen neu gezogen.

Für einen Neuanfang wäre es aber nie zu spät.

Am 15. September 2021 um 15:49 von friedrich peter...

Aber die Ursache ist nicht nur der ungünstige Standort der schwerer betroffene Länder oder der fehlende Reichtum sowohl vom Staat als auch von der Bevölkerung. Vielfach beruht die Verwundbarkeit darauf das die Planung und der Willen Vorsorge zu treffen und an zu packen nicht vorhanden sind.
__
Habe einen sehr interessanten Bericht im Spiegel gelesen über die "Megacity Lagos" in Nigeria. Da frage ich mich, wenn die dortige (Finanz-) Elite offenbar keinerlei Neigung verspürt, sich in ihrem eigenen Land hilfreich einzubringen, sorry, aber dann schwindet bei mir die Bereitschaft dort bzw. in ähnlich gelagerten Fällen Hilfe zu leisten. Zunächst einmal sollten im Rahmen ihrer Möglichkeiten die angesprochenen Länder selbst tätig werden. Das ist ja nicht immer NUR eine Sache des Geldes. Wenn diese dann trotz ihrer Bemühungen an ihre Grenzen hinsichtlich Finanzen und/oder knowhow stossen, kann intern. Hilfe aus einem entsprechenden Fond erfolgen.

@weingasi1, 18:04

"Es kann und darf ganz einfach nicht mehr sein, dass eine lebenswerte bzw. menschenwürdige Zukunft für alle eine Frage des Geldes (der "Finanzierbarkeit") ist. Schon gar nicht, solange Geld als "Wertaufbewahrungsinstrument" dient (fragt sich nur, von was für "Werten") und somit Machtfunktion hat"
__
"Das wird sich aber innerhalb unserer "Zeitrechnung" kaum realisieren lassen"

Was schlagen Sie denn als Alternative vor? Sich ins "Unvermeidliche" fügen?

Am 15. September 2021 um 18:16 von Sisyphos3

Zitat: Klimaschutz ist doch ne tolle und wichtige Sache (ich sehe da ne gewisse Verantwortung das zu tun)

Das nennt man ein Lippenbekenntnis, denn.....

Zitat: .... trotzdem vertrete ich die Meinung wir retten die Welt dadurch nicht !

Was ist dann an Klimaschutz toll und wichtig, wenn es -zumindest in Ihren Augen- doch nichts nutzt?

Welt der Illusion

Geld für Vorsorge an arme und klimabetroffene Länder.
Kann man erwarten dass das zu messbarer Verbesserung der Lebensumstände in diesen Ländern führt? Seit 80 Jahren Entwicklungshilfe in Billionenhöhe und immer noch sind die die pro Kopf am meisten bekommen haben die Ärmsten. Manche Länder schaffen den Aufstieg ohne Zuwendung wegen Systemänderung, China, Südkorea, Malaysia, Taiwan...
Länder, die viel Geld bekommen haben wie Haiti machen Rückschritte.

Es liegt nie am Geld, das in ein Land fließt, eher im Gegenteil. Wer versorgt wird braucht selbst nichts zu tun, die Zahler werden zu Verantwortlichen gemacht. Niemand ausser handaufhaltenden Staatsführern ohne jedes Verantwortungsgefühl für ihre Bürger sind das Ergebnis.
In Zukünft wird bei den vorgeschlagenen Transferleistungen kontrolliert dass nichts fehlgeleitet wird?
Versprechen, die noch nie seit der Erfindung der Hilfe zur Selbsthilfe gehalten wurden.
Unheibare Illusion der Helfer, die an das Heil des Geldes glauben.

@État DE gauche, 16:59

"Ein alternatives und funktionierendes System aufzubauen ist bisher keinem gelungen"

Weil die Nutznießer ("Profiteure") des jetzigen Systems daran kein Interesse haben. Und das deshalb mit aller Macht verhindern.

re 18:16 Sisyphos3: Die Welt!?

>>18:03 von teachers voice
Woher nehmen Sie nur Ihre scheinbar unendliche Freude daran, jeden entdeckten guten oder schönen Gedanken sofort im Keim ersticken zu wollen?
.................

Klimaschutz ist doch ne tolle und wichtige Sache
(ich sehe da ne gewisse Verantwortung das zu tun)
trotzdem vertrete ich die Meinung wir retten die Welt dadurch nicht !<<

Sehen Sie, genau hierin unterscheiden wir uns offensichtlich! Ich glaube tatsächlich daran, dass wir tatsächlich die Welt retten, sobald wir auch nur tatsächlich versuchen, sie zu retten.

Und irgendwie versuche ich sogar, „Ihre“ Welt zu retten. Warum sonst sollte ich Ihnen schreiben? Könnte ich mir ja sparen...

Aber Ihre Welt ist auch meine Welt. Und das bleibt auch so. Auch wenn Sie ständig versuchen, Ihren Gartenzaun noch höher zu ziehen...

Am 15. September 2021 um 16:24 von SinnUndVerstand

@15:54 von mispel

Wenn Sie die Frage ernst meinen, was das "Geld nach Afghanistan" gebracht hat, ist die Antwort leicht zu geben: Es hat einer ganzen Generation über 20 Jahre Bildung, Menschenrechte insbesondere Frauenrechte, Kultur und weniger Hunger und bessere Gesundheitsversorgung gebracht.
__
Das ist wohl wahr. Aber jetzt ist es verpufft.
Unter Nachhaltigkeit verstehe ich etwas gänzlich anderes. Sorry, aber in Anbetracht der Mittel, nicht nur der finanziellen Art, ist der Erfolg dieses 20 Jahre andauernden Kampfes, der mit mit viel Geld UND Blut bezahlt wurde, recht überschaubar, wenn man bedenkt, mit welchem Handstreich im wahrsten Sinne des Wortes, dort die Uhr wieder ca. 20 Jahre zurück gestellt wurde.
Sehr traurig. Hoffentlich lehrreich.

@ von frosthorn Re: @kritikunerwünscht

Warum kritisieren Sie den User kritikunerwünscht? Er hat doch Recht. Und keiner nimmt Ihnen die Freiheit Ihr Einkommen und Erspartes unter den Armen dieser Welt zu verteilen. Aber bitte doch nicht ständig Steuergelder der Gemeinschaft mit offenen Armen verteilen, während hier Rentner Flaschen sammeln müssen, Kinder zur Tafel gehen die letztendlich durch Privatspenden finanziert werden, Schulen in einem erbärmlichen Zustand sind und die Infrastruktur den Bach runter geht. WAS Sie machen, ist Ihnen überlassen, aber lassen sie doch die Allgemeinheit aus dem Spiel, wir haben selber genug Baustellen (Siehe Ahrtal und andere)

@18:02 von Wohlergehen

"Ich versuche mir das gerade ansatzweise vorzustellen...: Ich liege auf der Couch, höre von der nächsten fürchterlichen Naturkatastrophe, drehe mich um...wird ja sowieso nicht besser und bleibe liegen....bis?"

Das haben sie absolut nicht verstanden.
Sie werden einfach nicht zu verhindern sein (also diese Katastrophen).

Das liegt daran das jetzt schon zu viel Co² / Methan freigesetzt wurde und es nicht zu verhindern ist das noch mehr o² / Methan freigesetzt wird (Methan im Permafrost Rinder usw.).

Das Grönlandeis schmilzt immer schneller, der Golfstrom ist so gut wie zum Erliegen gekommen.........

Da gibt es nichts mehr zu verhindern, nur sich so verhalten das es nicht noch wesentlich schlimmer wird.

Am 15. September 2021 um 16:31 von wenigfahrer

In dem Zusammenhang

wäre es doch gut wenn TS mal eine Liste macht, wo mit welchen Summen oder Leistungen Deutschland Länder in der Welt unterstützt.
Den wenn es heißt, in einen Topf einzahlen, sind wir immer ganz vorn mit dabei.
__
Das kann man bestimmt ganz gut recherchieren, habe ich aber noch nicht ernsthaft gemacht. Müsste man mal googlen
vllt unter "Entwicklungshilfe DE " oder so.
Hinsichtlich der Einzahlung in die Töpfe, bin ich auch Ihrer Meinung. Wir sind ja nun wirklich nicht das einzige Land, dem es relativ gut geht. Man sollte sich an der Bereitschaft anderer, ähnlich aufgestellter Länder orientieren, anstatt immer den Oberlehrer und Vorturner zu geben. Auch bei uns gibt es wohl noch einiges zu tun, wenn man die Beiträge auch hier im Forum so verfolgt, ist hier auch nicht nur reines Honiglecken angesagt.

um 17:40 von Sisyphos3 17:19 von Pessimist001

[könnte man sich sparen und in den Klimaschutz investieren]
-------

,,und sie glauben wir retten dadurch die Welt ?"

Ich weiß nicht, wie oft Sie hier schon dokumentiert haben, daß und warum Sie sich ausschließlich selbst retten. Ich könnte wetten ( vielleicht um 3 €), daß die Anhebung von Hartz IV in Ihrem Sinne ist und selbst die würden Sie gerne noch besteuert sehen. Die Welt wäre längst gerettet ohne die Bremser, die für nichts Verantwortung zeigen und aufreizend gedankenlos in die Welt blicken, weil man sich das leisten kann.

Wir denken da anders.

Auch dafür sollte es eine Sondersteuer für Reiche geben

Afghanistan ist das beste Beispiel dafür, was mit ausländischen Hilfsgeldern getan wird: Die herrschenden „Eliten“ versuchen bei ihrer Flucht mehr Geld aus dem Land zu stehlen, als ein Hubschrauber tragen kann, so daß ein Teil davon auf der Rollbahn zurückgelassen wird.
Als erste Maßnahme müßten doch die besonders vulnerablen Staaten ihre eigenen Regierungen zum Teufel jagen. Und der Westen hilft solchen Staaten häufig durch die Ausbildung von Militär und Polizei, die dann die Bevölkerung drangsalieren, wenn die gegen ihre Regierungen aufbegehren. Oder sie stürzen eine gewählte Regierung, um eine Diktatur von ihren Gnaden zu errichten. Alles mit Hilfe westlicher Länder, wie man in Mali sehen kann, die gleichzeitig „gute“ Geschäfte mit allen jeweiligen Machthabern verrichten.
Nach 20 Jahren westlichem Einsatz in Afghanistan herrscht dort Hunger & gibt es nicht genug selbstangebaute Lebensmittel. Wer hat sich darum gekümmert? Der Westen offensichtlich nicht!

18:31 von teachers voice

ist es so schwer zu verstehen

ich bin dafür unseren CO2 Ausstoß auf Null zu fahren

dann haben wir unseren maximalen Beitrag mit -720 Mill Tonnen geleistet
blöd nur zwischenzeitlich haben andere, (nicht nur dass sie nichts einsparten)
den CO2 Ausstoß auch noch um 14.000 Mill Tonnen erhöht

@18:31 von Nettie

Weil die Nutznießer ("Profiteure") des jetzigen Systems daran kein Interesse haben. Und das deshalb mit aller Macht verhindern.

Das könnte ja jeder als Ausrede für seine nicht-funktionsfähigen Vorstellungen nutzen. Jede erfolgreiche Idee konnte kann auf andere zumindest teilweise ähnliche erfolgreiche Systeme zeigen.

m 15. September 2021 um 16:54 von DeHahn

Und warum verplempert der Staat Geld? Weil er es in Projekte steckt, die absolut überteuert sind oder gar Fehlschläge werden. Einzelne verdienen dicke, die Allgemeinheit muss dazuzahlen.
__
Ja, ja, der böse/dumme/unfähige Staat verpulvert die Mittel, die der geneigte Forist natürlich wesentlich sinnvoller und besser angelegt hätte und bei dem Fehlschläge natürlich nicht vorkommen, derweil er alles besser weiss, besser einschätzen kann und im Vorfeld schon beurteilen kann, ob ein Projekt erfolgreich sein wird, oder nicht.
Ich frage mich, wieso derart fähige Menschen nicht an zentralen Stellen sitzen und gestaltende Positionen innehaben.

16:43barbarossa zum4.

dieser aussage schliesse ich mich vollumfänglich an. leider kann ich das hier heute nicht in so schöne und treffende wörter kleiden

re 18:35 Klabautermann 08: Grenzen

>>Aber bitte doch nicht ständig Steuergelder der Gemeinschaft mit offenen Armen verteilen, während hier Rentner Flaschen sammeln müssen, Kinder zur Tafel gehen die letztendlich durch Privatspenden finanziert werden, Schulen in einem erbärmlichen Zustand sind und die Infrastruktur den Bach runter geht. WAS Sie machen, ist Ihnen überlassen, aber lassen sie doch die Allgemeinheit aus dem Spiel, wir haben selber genug Baustellen (Siehe Ahrtal und andere)<<

Klingt logisch - ist es aber nicht.

Ansonsten „dürften“ wir ja auch an der Ahr nicht helfen, solange „bei uns“ noch „Rentner Flaschen sammeln“. Tun wir aber - obwohl noch soooo viel anderes zu erledigen wäre.

18:22 von weingasi1

«Habe einen sehr interessanten Bericht im Spiegel gelesen über die "Megacity Lagos" in Nigeria. Da frage ich mich, wenn die dortige (Finanz-) Elite offenbar keinerlei Neigung verspürt, sich in ihrem eigenen Land hilfreich einzubringen, sorry, aber dann schwindet bei mir die Bereitschaft dort bzw. in ähnlich gelagerten Fällen Hilfe zu leisten.»

Lagos in Nigeria ist das mieseste Beispiel einer fuktionsunfähigen Megacity weltweit. Das ist gar keine eine Stadt, sondern mind. 10 einzelne Städte mit je eigener Verwaltung im Ballungsraum, von dem niemand weiß, ob dort nun 20 Mio. oder 25 Mio. Menschen wohnen.

Im Vergleich zu Lagos sind Neu Delhi und Kalkutta sehr gut verwaltete Megacities. Nigeria als bevölkerungsreichtes Land in Afrika mit bedeutender Erdölindustrie ist das Kaleidoskop Spezialfall mit mega-reich da, und unfassbar ärmlich dort.

Im Weltrisikoindex ist Nigeria auf Rang 52 gar nicht so schlecht aus 171.
Bei "Anpassungskapazität" dann aber nur im oberen Unteren Drittel.

Anstieg der Weltbevölerung ist das wahre Problem

Neben unserem Klimaproblem, das übrigens nicht national sondern nur international gelöst werden könnte, haben wir den exponentiellen Anstieg der Weltbevölkerung.

Dieser verschlingt so enormen Ressourcen, dass sich m.E. die Klimakrise noch verschärfen wird.
Die Fertilitätsrate in den betreffenden Staaten muss zwingend gesenkt werden. Andernfalls bekommen wir das Problem nie in den Griff.

16:53, SinnUndVerstand

>>@16:43 von Barbarossa 2
Der einfache Bürger wie ich unterstützt internationale Solidarität seit vielen Jahren und hat viel Sympathie dafür, dass Deutschland gerade aufgrund seiner Geschichte sich da in einer Vorreiterrolle für die Unterstützung und Sicherung der ungeteilten Menschenrechte sieht.<<

Ich als einfacher Bürger schließe mich Ihren Worten an.

Einfacher Bürger heißt nicht Nationalist.

Hieß es noch nie.

Auch wenn Nationalisten das glauben machen wollen.

17:15, Barbarossa 2

>>17:09 von Wohlergehen
Ich habe 45 Jahre gearbeitet, bin jetzt Rentner und sehe absolut nicht ein, daß ich mich jetzt für irgend etwas schämen soll.<<

Sie meinen, Sie haben sich das Recht auf Schamlosigkeit verdient?

Umwelthilfe ja, Hilfe bei Naturkatastrophen selbstverständlich

Auch noch für den Sozialstandart aufkommen nein.
Damit spielt man nur jeweiligen Regierungen und Diktatoren in die Karten irgent wer wird ja kommen und die Not lindern.
Da ja viele so viel wert auf Reisen ins Ausland legen, schauen sie sich die extremen Unterschiede zw. Reichen und Regierungsviertel und den Rest an.
Es muss unsere Aufgabe sein als Industrienation mehr für die Umwelt zu tun aber es kann nicht die Aufgabe sein soziale Probleme zu lösen.
Wenn ich aber einige Beiträge lese und mich erinnere wie Befürworter der uneingeschränkten Hilfe jetzt Argumentieren und vor einiger Zeit als es um Rentner ging, um Hartz IV Empfänger argumentierten ..wird eh nur Alkohol gekauft, hätten ja anderen Beruf lernen können etc. Dann sind das in der Regel auch diejenigen welche angesicht von Obdachlosen die Straßenseite wechseln oder tief im Gespräch sind.
Übrigens Hilfe vor Ort wird heute genauso falsch gemacht wie vor 40Jahren, an Tradition und den lokalen aktuellen Situation vorbei

Ein Grund mehr, endlich etwas gegen Steuerhinterziehungen zu tun

In der BRD werden pro Jahr ca 150 Milliarden Euro an Steuern hinterzogen. In Italien ca 250 Milliarden Euro pro Jahr. In der EU sind es ca 1 Billionen Euro pro Jahr.
Da kommt doch schon einiges zusammen.
Im Rest der Welt läppert sich sicherlich auch noch das eine oder andere Billiönchen, so dass einer Finanzierung von Sozialsystemen weltweit nichts entgegensteht und bestimmt noch genug für Schutzmaßnahmen gegen die Auswirkungen der Klimamisere verfügbar ist.
Eine Steuer auf den weltweiten Hochgeschwindigkeitshandel mit Finanzprodukten nur im Promillebereich, könnte weitere größere Mengen an Geld liefern.
Jedes Jahr aufs Neue & alles, ohne irgendwo irgendeine Steuer zu erhöhen, die den Durchschnittslohnbezieher betrifft. Aber sämtliche Länder bzw. sämtliche Menschen dieser Welt können davon profitieren.
Mit Parteien aus dem rechten und neoliberalen Spektrum wie Union, FDP, AfD und noch schlimmeren wird das allerdings nichts. Auch nicht mit der SPD.

re 18:43 Sisyphos3: Verstehen

>>18:31 von teachers voice
ist es so schwer zu verstehen

ich bin dafür unseren CO2 Ausstoß auf Null zu fahren

dann haben wir unseren maximalen Beitrag mit -720 Mill Tonnen geleistet
blöd nur zwischenzeitlich haben andere, (nicht nur dass sie nichts einsparten)
den CO2 Ausstoß auch noch um 14.000 Mill Tonnen erhöht<<

Nein, das ist nicht schwer zu verstehen und das habe ich - und sicherlich viele andere - auch längst verstanden.

Ich verstehe aber unter „Die Welt retten“ kein Ergebnis, sondern einen Prozess. Der solange weitergeht, wie sich - nicht nur für uns - die Welt „weiterdreht“.

Am 15. September 2021 um 18:31 von Nettie

@État DE gauche, 16:59

"Ein alternatives und funktionierendes System aufzubauen ist bisher keinem gelungen"

Weil die Nutznießer ("Profiteure") des jetzigen Systems daran kein Interesse haben. Und das deshalb mit aller Macht verhindern.
__
Optimismus ist ja schön und eine sympathischere Eigenschaft als Pessimismus.
Wo Sie aber die Zuversicht hernehmen, dass das Interesse der "Profiteure" erlahmt, hat sich mir noch nicht erschlossen; vielmehr ist hier glaube ich eher die Hoffnung, die aber vermutlich eben nicht erfüllt werden wird, der Vater des Gedankens.

18.22 weingasi1 - Megacity Lagos Nigeria

"Wenn die dortige Elite offenbar keinerlei Neigung verspürt, sich in eigenen Land hilfreich einzubringen, sorry, aber dann schwindet bei mir die Bereitschaft dort bzw. in ähnlich gelagerten Fällen Hilfe zu leisten.
Ich denke Ihre Einstellung ist das einzig richtige das unsere westliche Naivität verschwindet. Übrigens zumeist werden diese Gelder ( unsere Steuergelder ) steuerfrei angelegt in den westlichen Finanzmetropolen, wie in Luxemburg, Malta, Irland usw. Genf ist zu eines der Hauptfluchtorten für Politiker aus Afrika und Nahen Osten geworden.

Am 15. September 2021 um 18:39 von weingasi1

Ich Stimme Ihnen beiden zu aber sie werden keine solche Liste finden.
Das ist aber weder Schuld der TS noch die von Journalisten. Selbst die würden schnell bei aller Mühe an ihre Grenzen stoßen. Viel zu undurchdringbar ist der Finanzdschungel geworden welcher im Zuge des"Klimawandel" und humanitären Hilfe gewachsen ist.
Nach einigen Recherchen scheint es aktuell eher der Geldvermehrung und Machtausdehnung zu diente als realen Umweltschutz und Hilfe

18:40 von melancholeriker

Die Welt wäre längst gerettet ohne die Bremser, die für nichts Verantwortung zeigen und aufreizend gedankenlos in die Welt blicken, weil man sich das leisten kann.
----------------

Wo bitteschön kann ich was ändern außer in meinem eigenen Land

Ein globaler Fond? Dann kann

Ein globaler Fond?
Dann kann Deutschland sich ja wieder hervortun und die Hälfte einzahlen.
Sehr löblich. Immerhin profitieren wir auch am meisten von der Globalisierung.

Am 15. September 2021 um 17:12 von Möbius

Wenn zB Teile von Los Angeles, Neapel oder Tokio durch solche Ereignisse zerstört werden, kann sich der Rest der internationalen Gemeinschaft nicht nur auf gute Wünsche und die Freiwillige Entsendung von Ärzten, Decken und Hundestaffeln beschränken.
__
Da bin ich vollkommen bei Ihnen und soweit mir bekannt ist, hat sich DE bei solchen schrecklichen Ereignissen auch immer in hohem Maße beteiligt, sowohl was manpower als auch finanzielle Unterstützung anbelangt, egal ob es sich um die Türkei, den Iran, Haiti oder Katastrophen andernorts gehandelt hat.
Ich glaube nicht, dass sich DE da irgendeines Versäumnisses schuldig gemacht hat.

18:28 von falsa demonstratio

Was ist dann an Klimaschutz toll und wichtig, wenn es -zumindest in Ihren Augen- doch nichts nutzt?
-------------------

sich zumindest der Schöpfung gegenüber verantwortungsvoll verhält
unabhängig davon wie andere sich verhalten

@15:58 von ONYEALI

//...verbindliche Begrenzung der Sozialausgaben,...also "wo" fängt "man" damit an ?-> Bei unseren Renten, ...fürchte ich//

Da hat man am 26. September ja die Möglichkeit, mit einem Kreuzchen bei der richtigen Partei, diese Wahrscheinlichkeit zu verringern.

17:40 von Werner Krausss

Besser als Greta Thunberg könnte ich es auch nicht sagen.

Heute ein Schild mit ihr gesehen.

„Rettet die Erde, sie ist der einzige Planet, auf dem es Bier gibt.“

Bei Ihren Kommentaren bräuchte ich eine Übersetzungshilfe. Apropos "Preachers and Teachers" - können Sie am 24.09. haben.

Am 15. September 2021 um 19:02 von fathaland slim

Ich habe 45 Jahre gearbeitet, bin jetzt Rentner und sehe absolut nicht ein, daß ich mich jetzt für irgend etwas schämen soll.<<

Sie meinen, Sie haben sich das Recht auf Schamlosigkeit verdient?
__
Ich halte diese Bemerkung in diesem Zusammenhang für sehr anmaßend.
Sie wissen doch ganz genau, dass der Ausdruck "sich schämen" in den wenigsten Fällen etwas mit "Schamlosigkeit" zu tun hat.
Und das wissen Sie. Dass Sie diese Bemerkung jemandem gegenüber machen, der wie Sie genau wissen, kein grosser Rhetoriker ist, dafür sollten Sie sich eher schämen, womit ich Ihnen grundsätzlich KEINE Schamlosigkeit unterstelle.

@16:06 von Bernd Kevesligeti von ONYEALI 15:58

//In diesem Fall, zu diesem Thema, hat es nicht viel mit hiesigen bundesdeutschen Renten zu tun.//

Nicht direkt, aber wenn es um Geld geht, hat alles mit allem zutun. Irgendwo muss das Geld ja herkommen.

Am 15. September 2021 um 18:51 von schabernack

Im Vergleich zu Lagos sind Neu Delhi und Kalkutta sehr gut verwaltete Megacities. Nigeria als bevölkerungsreichtes Land in Afrika mit bedeutender Erdölindustrie ist das Kaleidoskop Spezialfall mit mega-reich da, und unfassbar ärmlich dort.

Im Weltrisikoindex ist Nigeria auf Rang 52 gar nicht so schlecht aus 171.
Bei "Anpassungskapazität" dann aber nur im oberen Unteren Drittel.
__
Das habe ich damit ja ausdrücken wollen, wobei ich über Delhi oder Kalkutta auch nur das weiss, was man nachlesen kann aber dieser Bericht über Lagos war doch sehr faszinierend (in der schlimmsten Interpretationsform )Dass Lagos quasi aus Inseln zusammengesetzt ist und wie da teilweise die Menschen auf dem Wasser (sofern man diese Brühe noch so bezeichnen kann )leben, ist schon nunja, bemerkenswert. Und wir reden hier über Nano- und Microplastik, obwohl das auch nicht ok ist, aber im Vergleich felen mir da die Worte.

19:25 von weingasi1

«Da bin ich vollkommen bei Ihnen und soweit mir bekannt ist, hat sich DE bei solchen schrecklichen Ereignissen auch immer in hohem Maße beteiligt, sowohl was manpower als auch finanzielle Unterstützung anbelangt, egal ob es sich um die Türkei, den Iran, Haiti oder Katastrophen andernorts gehandelt hat.
Ich glaube nicht, dass sich DE da irgendeines Versäumnisses schuldig gemacht hat.»

Deutschland und Japan sind unter de G7 die beiden Staaten, die erstens finanziell die größten Zusagen machen, plus gemachte Zusagen dann zweitens auch einhalten beim Zahlen. Beide Länder auch getragen in einer Art von Staatsraison, dass auch ihnen beiden nach den Verwüstungen nach WK2 geholfen wurde. Obwohl gerade sie die Faschistischen Aggressoren waren, die (in diesem Fall) weltweite Verwüstung erst angezettelt hatten.

Norwegen ist auch ein großzügiges Geberland. Bezogen auf nur 5 Mio. Norweger wohl in Relation noch mehr zahlend als Deutschland mit 83 Mio. und Japan mit 127 Mio. Einwohnern.

Am 15. September 2021 um 18:35 von Klabautermann 08

@ von frosthorn Re: @kritikunerwünscht

Warum kritisieren Sie den User kritikunerwünscht? Er hat doch Recht. Und keiner nimmt Ihnen die Freiheit Ihr Einkommen und Erspartes unter den Armen dieser Welt zu verteilen. Aber bitte doch nicht ständig Steuergelder der Gemeinschaft mit offenen Armen verteilen, während hier Rentner Flaschen sammeln müssen, Kinder zur Tafel gehen die letztendlich durch Privatspenden finanziert werden, Schulen in einem erbärmlichen Zustand sind und die Infrastruktur den Bach runter geht. WAS Sie machen, ist Ihnen überlassen, aber lassen sie doch die Allgemeinheit aus dem Spiel, wir haben selber genug Baustellen (Siehe Ahrtal und andere)
__
Das sehe ich genauso. Nächste Woche jammern dann die gleichen Foristen über zu niedrige Löhne, zuwenig Mittel für Bildung, Gesundheitswesen, Digitalisierung uvm.
Leider kann aber auch der Grosszügigste jeden Euro nur einmal ausgeben.

@ 16:12 von frosthorn @kritikunerwünscht

//Hier forscht jemand darüber, wie gute Ausgangspositionen für den ganzen Planeten und alle Völker hergestellt werden können.//

Das ist ohne Zweifel lobenswert und auch wichtig, allerdings finde ich, dass der Einwand von 16:08 91541matthias:

"Bessere Sozialsysteme setzen politische Stabilität voraus, sowie das Zurückdrängen von politischen Eliten, die sich die Konten auf Kosten der Bevölkerung füllen..
Außerhalb Europas und Nordamerikas fast unmöglich.."

auch seine Berechtigung hat. Irgendwelche Sicherungssystem, die sicherstellen, dass das Geld nicht in falsche Kanäle fließt, braucht es m.E. schon.

@weingasi1 / klabautermann 08 / frosthorn / kritikunerwünscht

Nächste Woche jammern dann die gleichen Foristen über zu niedrige Löhne, zuwenig Mittel für Bildung, Gesundheitswesen, Digitalisierung uvm.
Leider kann aber auch der Grosszügigste jeden Euro nur einmal ausgeben.

Richtig. Und das, was Sie da als Widerspruch hinzustellen versuchen, ist auch keiner, sondern nur konsequent.
Einer von zwei Euros, die wir erwirtschaften, landen im Nettovermögen von einigen wenigen, die irgendwann nicht mehr wissen, wohin damit. Und die fehlen dann sowohl für Bildung, Gesundheitswesen, Digitalisierung uvm. als auch bei der Schaffung eines halbwegs brauchbaren Sozialwesens für alle.
Wir haben diese Euros nicht, weil sie, wie Sie völlig richtig feststellen, bereits ausgegeben sind. Wofür? An wen? Siehe oben.

Einfach mal mehr Recherchieren

Und das nicht nur bei "Gott wikipedia".
Nicht gerade wenige Staaten in Afrika mit Extremen Problemen sind nicht arm an Bodenschätzen und Naturreichtümer.
Z.b die ganzen Kleinen Länder an der Goldküste, oder die Länder in Mittelafrikanische, wie z.b das ehemalige Zaire.
Dort sind Hungersnöte hausgemachte.
Umweltschutz von meist ausl. Konzernen ..Fehlanzeige. Vernünftige Bezahlung .. Fehlanzeige.
Ein Sozialfonds würde dort nur den multikonzernen helfen

Am 15. September 2021 um 17:49 von schabernack

Es ist aber nicht die Aufgabe einzelner sehr wohlhabender Privatpersonen, die weltweite Soziale Absicherung zu verbessern. Diese 8x Forbes > 100 Mio. von oben zusammen müssten jeder Einzelne 2 Mrd. geben. Dann hätte man 16 Mrd. eingesammelt.

So was ist aber nicht die Aufgabe Einzelner, sondern die der Weltgemeinschaft gemeinsam. Wenn man das will … dann mit Hauptbeteiligung der wohlhabenen Staaten, die gleichzeitig auch Haupt-Emittenten von CO2 sind.
__
Diesen Geberstaaten müsste dann aber auch die Möglichkeit gegeben werden, eine gewisse Kontrolle über die Verwendung der ja dann durchaus recht grossen Summen zu erhalten z.B. in Form intern. Treuhänder, sonst sind die Mittel sehr schnell in irgendwelchen Kanälen verschwunden und der gewünschte Effekt gegen Null. Das gilt dann ganz besonders für Staaten, die für ihre zweifelhafte Rolle in Sachen Staatsführung bekannt sind.

@Anna-Elisabeth, 20:06

Bessere Sozialsysteme setzen politische Stabilität voraus

Gegenthese: politische Stabilität setzt funktionierende Sozialsysteme voraus.
Klingt jetzt platt, ist aber ernst gemeint.

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