Ihre Meinung zu: Studie unter Verschluss: Instagram schadet jungen Mädchen

16. September 2021 - 12:51 Uhr

Instagram schadet der mentalen Gesundheit von vielen Jugendlichen. Die Muttergesellschaft Facebook hat entsprechende interne Erkenntnisse offenbar bewusst unter Verschluss gehalten. Von Katharina Wilhelm.

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Kommentare

"Zuviel" Transparenz gilt als "geschäftsschädigend"

"Instagram schadet der mentalen Gesundheit von vielen Jugendlichen. Die Muttergesellschaft Facebook hat entsprechende interne Erkenntnisse offenbar bewusst unter Verschluss gehalten"

"Wirtschafts-" bzw. privaten Geschäftsinteressen Vorrang vor Allgemeininteressen einzuräumen, ist aber nicht nur bei Instagram "übliche Praxis".

Es ist Sache der Politik hier

Es ist Sache der Politik hier Grenzen zu ziehen.

@14:10 von Werner40

>> Es ist Sache der Politik hier Grenzen zu
>> ziehen.

Das Problem ist nur, daß die Politik bei internationalen Konzernen an ihre Grenzen stößt. Zur Not verlegen diese Konzerne dann halt einfach ihren Firmensitz und danach geht das Ganze wieder von vorne los. =(

Perfekte Bilder

"Psychologen betonen immer wieder, dass viele der perfekten Bilder auf Instagram Druck ausüben."

*

Da gibt es eine einfache Regel:
Wenn es auf den Bildern im Hintergrund aufgeräumt aussieht, dann ist das Foto gestellt und / oder bearbeitet.

Achso?

Jungs nicht oder wie?

Der Begriff und die Diagnose Mediensucht wird bei uns bewusst klein geredet.
In Südkorea in aller Munde seit Jahren, sogar China hat inzwischen rigoros reagiert.

Die lockdowns der Schulen haben einen massiven Schub in Sachen der Erkrankung Mediensucht versursacht.

Da wär mal eine Recherche bei Beratungsstellen, Psychiatern und auch geschlossenen stationären Einrichtungen nötig.

Bei uns aber alles legal

interne Erkenntnisse offenbar bewusst unter Verschluss

Frage:Ist es wirklich was neues das Unternehmen "entsprechende interne Erkenntnisse offenbar bewusst unter Verschluss" halten wenn diese ihre wirtschaftlichen Interessen nicht zu 100% fördern?

Eigentlich traurig der Drang

Eigentlich traurig der Drang zum Perfektem, der natürlich von Instagram als Marketingplattform befeuert wird.

Ich kann mir tatsächlich nicht ausmalen, was das mit Heranwachsenden macht, aber das Instagram sicherlich nicht förderlich ist vermute ich auch.

Das ein Großkonzern wie Facebook solche Studien nicht in die Öffentlichkeit posaunt erscheint mir zwar traurig, aber in unserer Welt ziemlich logisch.

RE: saschamaus75 um 14:18; @14:10 von Werner40

Wenn Instagram tatsächlich der mentalen Gesundheit von Jugendlichen, vornehmlich Mädchen, schadet, so kann dies in Kürze zu einer Klagewelle in den USA führen. Und wir wissen, wie teuer Körperverletzung durch Konsum in den Staaten werden kann. Beispiele dafür wären die Aussagen der Tabakindustrie und die darauf folgende Klagewelle. Oder Monsanto mit Roundup, da schluckt Bayer ja heute noch tüchtig dran. Bin gespannt, wie sich das Ganze dort noch entwickelt.

Gruß Hador

wo jetzt das spezielle Problem liegen soll

erschließt sich mir nicht !

In meiner Zeit haben viele "Bravo" gelesen
Wo auch irgendein Quatsch als das Maß aller Dinge dargestellt wurde.
Auch da ging es um "Schönheit", Schminken, Kleider, Pop Stars etc.
Wann man den ersten Freund/Freundin haben sollte, Pille und Verhütung.
Eben was gerade populär und wichtig für nen Teenager war.
Was war da anders als aktuell mit den sozialen Medien ?

um 14:10 von Werner40

//Es ist Sache der Politik hier
Es ist Sache der Politik hier Grenzen zu ziehen.//

Da stimme ich zu. Wie bei anderen suchauslösenden und persönlichkeitsverändernden Produkten auch...

Nur: Die Grenzen sind fließend... Bis wohin soll/muß sich Papa Staat einmischen, und wo beginnt es machtgierig zu werden?

Wiedermal müssen Fachleute die Grenze nach dem Ausmaß des Schadens und nach der Wirksamkeit der Maßnahmen beurteilen...

Was meine 16Jährige Tochter mir alles so erzählt und zeigt, da kommen ihr und mir große Bedenken.

Andererseits: Als alleinige Wurzel des Übels eines Bildungs- und Werteverfalls würde ich Instagram und ähnliches nicht ansehen wollen.

@ 14:36 von Sisyphos3

>>In meiner Zeit haben viele "Bravo" gelesen
...
Was war da anders als aktuell mit den sozialen Medien ?<<

Das Ausmaß, die Unmittelbarkeit, die Extreme, usw...
Die sozialen Medien vermitteln das Gefühl live am Leben von anderen Menschen teilzuhaben, die wunderschön sind, Erfolg haben und in deren Leben alles super abläuft. In der Bravo sahen die Jugendlichen noch wie halbwegs normale Jugendliche aus und nicht wie angehende Modells. In der Bravo hatten die Jugendlichen noch (reale oder ausgedachte) Probleme.

ReE: oooohhhh um 14:27

Instagram schadet jungen Mädchen

***Achso? Jungs nicht oder wie?***

Gerade habe ich mir das Nutzungsverhalten von Instagram angeschaut und festgestellt, dass unter den 13 bis 19 Jährigen in etwa gleichviel Mädchen und Buben Insta nutzen.
Dies sagt aber nicht über die Häufung von Schädigungen bzgl. des Geschlechts aus. Die Studie von FB gibt da wohl Hinweise drauf.

Gruß Hador

Zuckerberg behauptet öffentlich das Gegenteil

Würde ich auch tun, wenn ich verstanden habe, Geld durch Schaden anderer zu verdienen und denke, dass das O.K. sei. Machen andere ja auch. Vielleicht ist es auch eine unbewusste Misogynie mit "schönen" Bildern. Tja, mann weiß es nicht.

um 14:02 von Nettie

"Zuviel" Transparenz gilt als "geschäftsschädigend"
"Instagram schadet der mentalen Gesundheit von vielen Jugendlichen. Die Muttergesellschaft Facebook hat entsprechende interne Erkenntnisse offenbar bewusst unter Verschluss gehalten"

"Wirtschafts-" bzw. privaten Geschäftsinteressen Vorrang vor Allgemeininteressen einzuräumen, ist aber nicht nur bei Instagram "übliche Praxis".
-------------------------
Ich habe jetzt einige Kommentare zu diesem Thema gelesen. Der Ruf nach mehr Staat ist wieder einmal in aller Munde.
Der Umgang mit diesen "asozialen Medien"
sollte in den Familien diskutiert werden, in den meisten Kommentaren, werden Eltern überhaupt nicht in die Verantwortung genommen.

Für

das Ergebnis der hausinternen Insta-Studie hätte man nicht viel Geld ausgeben müssen. Das hätte ich aus der hohlen Hand voraussagen können, allein durch Erfahrungsberichte, die ich von Eltern über ihre Insta/Facebook-anhängigen Schutzbefohlenen erhalten habe, eigene Beobachtungen und Medienberichte.
Auch, dass Mädchen mehr betroffen sind als Jungs.
Soweit und solange irgend möglich, halte ich meine Sprösslinge von dieser modernen Geisel der Menschheit fern.

um 14:27 von oooohhhh Achso?

,,Jungs nicht oder wie?

Der Begriff und die Diagnose Mediensucht wird bei uns bewusst klein geredet.
In Südkorea in aller Munde seit Jahren, sogar China hat inzwischen rigoros reagiert.

Die lockdowns der Schulen haben einen massiven Schub in Sachen der Erkrankung Mediensucht versursacht.

Da wär mal eine Recherche bei Beratungsstellen, Psychiatern und auch geschlossenen stationären Einrichtungen nötig.

Bei uns aber alles legal"

Doch, Jungs auch. Soweit ich weiß, schreiben in dem Medium TS Forum ja nicht nur Frauen manchmal den ganzen Tag. Sucht hängt in der Regel davon ab, was so jemand sucht.

Spaßßß...

Tja, was suchen die jungen Menschen, was 'Insta' für sie vorgibt, finden können zu wollen?! Identifikation mit allem was die Mädels nicht sind und die findige Beauty Industrie verpackt die Lösung für mangelnde Sexappealness durch ihre bezahlten Influenzarinnen in Sachen fashion, fakeup & fotoshop. Männer sind da traditionell im Schnitt weniger wählerisch mit ihrem Selbstkonzept.

RE: Sisyphos3 um 14:36

***wo jetzt das spezielle Problem liegen soll
erschließt sich mir nicht !***

Merkt man, wenn man Ihren Kommentar liest.
Instagram mit der Bravo zu vergleichen,... da fehlen mir die Worte.
Die Bravo als Zeitschrift kam einmal die Woche und gut war's.
Instagram läuft permanent. Die Suche nach der Perfektion. Der Vergleich mit Gleichaltrigen. Die teils hässlichen Kommentare die darauf folgen können... die Community ist oftmals gnadenlos. Und nicht zuletzt das Mobbing was nicht selten in diesem Alter aufkommt.
In dem Alter sind die Kids psychisch instabil, was sich durch die Pubertät erklärt. Eh keine leichte Zeit für sie und durch Instagram verschlimmert sich die Situation für viele sogar noch deutlich.

Gruß Hador

Instagram

Bisher war ich von all diesen Medien komplett unbeleckt. Um meiner Tochter aber auf ihrer Reise folgen zu können, habe ich mir vor einigen Wochen auch so einen Account bei Instagram zugelegt. Hatte vorher nur gehört, dass es dort viele Bilder gibt, was mir als Hobbyknipser entgegen kommt.

Was ich aber feststellen musste, als ich Fotos von verschiedenen Orten anschauen wollte ist, dass es praktisch keine Fotos von Orten gibt (mal ein wenig übertrieben). Egal welchen #Ort man eingibt, es kommen immer überwiegend Fotos von jungen, sehr attraktiven Mädels, häufig knapp bekleidet in aufreizenden Posen. Manchmal erkennt man den Ort wenigstens im Hintergrund noch.

Kann mir schon vorstellen, dass frau, wenn nicht so selbstbewusst und nicht ganz so attraktiv ziemlich frustriert werden kann, wenn sie versucht, da mitzuhalten.

Aber mal ehrlich - Instagram zwingt die Mädels doch nicht, da einen Beauty-Contest zu veranstalten. Den anderen als Tipp - ignorieren. Angeber:innen gab es schon immer

"wo jetzt das spezielle

"wo jetzt das spezielle Problem liegen soll
erschließt sich mir nicht !"

Das "spezielle Problem" liegt darin, dass die wissentlich Schaden anrichten und das zu verbergen versuchen.

@14:35 von Hador Goldscheitel

>> so kann dies in Kürze zu einer Klagewelle
>> in den USA führen

Ich sehe das auch so, daß das eher ein Fall für die Justiz als für die Politik ist.

um 14:36 von Sisyphos3

,,wo jetzt das spezielle Problem liegen soll
erschließt sich mir nicht.

In meiner Zeit haben viele "Bravo" gelesen
Wo auch irgendein Quatsch als das Maß aller Dinge dargestellt wurde.
Auch da ging es um "Schönheit", Schminken, Kleider, Pop Stars etc.
Wann man den ersten Freund/Freundin haben sollte, Pille und Verhütung.
Eben was gerade populär und wichtig für nen Teenager war.
Was war da anders als aktuell mit den sozialen Medien ?"

Es hat mitunter 3 Monate gedauert, bis Starschnitte fertig waren. In dieser Zeit haben Jugendliche heute ungefähr 100x entweder ihre Vorstellung über sich, ihre Zukunft oder über die Akzeptanz von Po, Brüsten und Markenklamotten im gnadenlosen Wettkampf der (Selbst)Bilder und der Performance gewechselt. Sie können froh sein, daß es damals nur eine Quelle gab für Orientierung. Nur Dr. Sommer konnte dem jungen, unschuldigen vom Lande helfen. Den Kids von heute helfen vielleicht nur noch Ferien auf einer Insel.

15:20 von Sparer

"Für

das Ergebnis der hausinternen Insta-Studie hätte man nicht viel Geld ausgeben müssen. Das hätte ich aus der hohlen Hand voraussagen können, allein durch Erfahrungsberichte, die ich von Eltern über ihre Insta/Facebook-anhängigen Schutzbefohlenen erhalten habe, eigene Beobachtungen und Medienberichte.
Auch, dass Mädchen mehr betroffen sind als Jungs.
Soweit und solange irgend möglich, halte ich meine Sprösslinge von dieser modernen Geisel der Menschheit fern."

,.,.,

Das behaupten viele User, dass sie "aus der hohlen Hand" wissenschaftliche Studien locker vom Tisch wischen könnten und diese auf der Basis ihrer eigenen Erkenntnisse hätten voraussagen können, dafür auch sehr viel weniger Geld nehmen würden.

Der Unterschied ist nur:
Sie zum Beispiel haben eine solche - unwissenschaftliche - Voraussage ja offensichtlich NICHT veröffentlicht.

Und man hätte mit ihr auch nichts anfangen können, weil sie eben nur eine der millionen Behauptungen wäre, die auch Erfindungen sein können.

14:36 von Sisyphos3

«wo jetzt das spezielle Problem liegen soll
erschließt sich mir nicht !
In meiner Zeit haben viele "Bravo" gelesen …
Was war da anders als aktuell mit den sozialen Medien ?»

Die Bravo war icht internet-tauglich.
Die Bravo hatte keine Digtalfilter für Faceliftig.
Dr. Sommer hat immer geantwortet wie die Schnecke lahm.

Dafür konnte die Bravo Starschnitt von Winnetou und Gesagsheld für groß an die Wand dran machen. So was kann Instagram nicht, und bei der Bravo musste man auch keinen Akku immer wieder aufladen.

Die Bravo konnte man zwar auch verschicken per Post. Aber immer nur an eine andere Person, nicht an 1.001 gleichzeitig. Hatte man die Bravo einmal verschickt, war die weg, und man musste sich wieder eine neue kaufen. Das ist bei Instagram anders besser, und irgendwie mehr besitzer-freundlich ohne andauernd neu Geld ausgeben müssen, wenn man was verschickt.

Der Bravo Starschnitt war nicht gephotoshopped.
Und auch die anderen Bilder sahen mehr real aus als beim Instagram.

14:31 von Ziggy Vincent

Ich kann mir tatsächlich nicht ausmalen, was das mit Heranwachsenden macht, aber das Instagram sicherlich nicht förderlich ist vermute ich auch.///

Sie haben heute früh geschrieben, dass Sie zwischen 20 und 30 sind.///

Wo ist der Unterschied zwischen einem Jugendlichen, in den Jahrhunderten oder Jahrtausenden davor? ///

Ich (61) war verliebt, in Nena. Da brauchte ich kein Internet. Meine Frau (fast 50, unsere Tochter, fast 30)waren verliebt in die Back Street Boys). Nix Internet, oder am Anfang. Mit uns hat, dass nichts gemacht. Außer, meine Mädels quälen Ihren Vati oder Mann gerne mal. Das geht dann immer so. Papilein dürfen wir mal kurz rein hören? 2 Frauen gegen einen, der beide über alles liebt.

Social Media und Teenis

Wer nutzt was wie. Wer ist beteiligt. Welche Auswirkungen gibt es. Welche internen Erkenntnisse sammelt ein Betreiber. Was dringt nach draußen. Wer hat ein Interesse daran, negative Auswirkungen zu publizieren. Was kann die Gesellschaft oder der Staat oder der einzelne dagegen tun. Dieser ganze Fragenkomplex ploppt nicht nur bei Instagram auf, sondern seit Jahrzehnten bei vielen Formen und Formaten jugendlicher Kommunikationswege, Nutzung und Nutzerverhalten. Die Bravo, seinerzeit nur mit elterlichen Argusaugen den Jugendlichen erlaubt, war wegen "falscher" Weltbilder (Schlankheitswahn), Sexueller Aufklärung, Bebilderung etc. kritisiert. Es folgten weitere Medien. Was viel unterschätzt wird: mangelnde Medienkompetenz. Pubertät. Schwarmverhalten. Ja, Facebook will Einnahmen sichern. Formate gefallen nicht allen. Aber: Jugendliches Nutzerverhalten ist immer problematisch. Und braucht elterliche Begleitung. Sensibilisierung gehört auch dazu. Was macht Jugend mit Medien, ist die Frage.

15:40 von Nettie

Das "spezielle Problem" liegt darin, dass die wissentlich Schaden anrichten und das zu verbergen versuchen.
---------------
.
ach ?
und sie meinen das war sich der "Dr. Sommer" in Bravo nicht bewußt ?

@Instagram 15:27 von dr.bashir

"Instagram zwingt die Mädels doch nicht, da einen Beauty-Contest zu veranstalten. "

Sicherlich nicht.
Aber zu 'BRAVO's Zeiten war es nicht möglich mal eben schnell den Kopf eines Mädchens,
mal schnell per 'deep fake' mit einem Porno 'bestückt' ins Netz zu bringen.

So wie es in den Staaten bereits öfters geschieht -
Nennt sich 'revenge porn' eines verflossenen oder verschmähten Verehrers.

Wohl ein bisschen brisanter als ein Beauty-Contest.

@ Sisyphos3

Der Unterschied ist, dass die BRAVO keinen sozialen Druck ausgeübt hat. Man war als Jugendlicher frei darin, sich dem Schönheitsideal darin zu unterwerfen oder es (wie ich) sein zu lassen (weil naturschön! ^^)

Bei Sozialen Medien funktionieren die Unterdrückungen anders und viel effektiver, als es ein Zeitungsmedium je könnte! Da halte ich den Vergleich zwischen BRAVO und Instagram für ziemlich gewagt.

Mal Spaß haben!

Wer die traurige Wahrheit über die Handykultur in lustiger Form erleben möchte, sollte mal hier schauen:
https://www.3sat.de/kabarett/3satfestival/hg-butzko-echt-jetzt-104.html

RE: melancholeriker um 15:25

***Männer sind da traditionell im Schnitt weniger wählerisch mit ihrem Selbstkonzept.***

Dachte ich auch immer.
Die haben aber diesbezüglich tüchtig aufgeholt. Was rennt da nicht alles in die Muckibuden und strampelt sich da einen ab. Danach noch einen Proteinshake aus der XXXL-Box. Ernährungsumstellung zum Muskelaufbau. Danach zum Friseur für den neuesten Schnitt und Bart trimmen. Dann noch schnell die angesagteste Fashion als letzten Schrei besorgen. Und nun nur noch mit neuem Style unter die Leute, auch über Insta !

Gruß Hador

15:27 von dr.bashir

«Was ich aber feststellen musste, als ich Fotos von verschiedenen Orten anschauen wollte ist, dass es praktisch keine Fotos von Orten gibt (mal ein wenig übertrieben). Egal welchen #Ort man eingibt, es kommen immer überwiegend Fotos von jungen, sehr attraktiven Mädels, häufig knapp bekleidet in aufreizenden Posen. Manchmal erkennt man den Ort wenigstens im Hintergrund noch.»

Gerade Instagram hat bei "Location Photography" dazu geführt, dass Touristenscharen an Orten rumrummeln, wo mal wer ein interessantes Selfie vor schöner Kulisse machte. Dann wollen'se alle dort hin, und selbst ein "Instie" am gleichen Ort machen.

In Norwegen gibt es dieses Felsplateau mit Steilwand mehrere hundert Meter. Das musste man sperren wegen Rummelei, nicht dass noch wer in die Tiefe stürzt. In Österreich ist diese kleine Stadt am See, die man in China nachgebaut hat als: "So isset in den Alpen". 1.000 Einwohner + 100.000 Chinesen, die kamen, um Insties zu machen.

Und so weiter an 1.001 mehr Orten …

Es ist enttäuschend,...

...dass wir nach 40 oder mehr Jahren Diskussionen über Emanzipation oder die Überwindung von Geschlechterklischees immer noch über die gleichen Probleme diskutieren. Mädels müssen schön sein, Jungs stark usw.

Und die nachfolgenden Generationen fallen wieder auf die gleichen Werbevorbilder herein, wie wir.

Nur dass man und frau dank omnipräsenter Medien heute noch mehr beballert wird, als wir mit der Bravo.

@dr.bashir

"Kann mir schon vorstellen, dass frau, wenn nicht so selbstbewusst und nicht ganz so attraktiv ziemlich frustriert werden kann, wenn sie versucht, da mitzuhalten." Am 16. September 2021 um 15:27 von dr.bashir

*

Der Frist ist schnell vorbei, wenn man so ein Fotobearbeitungsprogramm, das jedes Handy hat, drüber laufen lässt.

Es sei denn, es passiert, was mir Mal passiert ist:
Ich habe ein Selbstporträt vor einem Busch geschossen und auf "Verschönern" getippt.
Und das Sauprogramm hat meinen Kopf wegretuschiert. Da war nur der Busch und ein kopfloser Körper zu sehen.

Da habe ich das mit dem "Verschönern" sein lassen. :-D

Aber meine Familie lag am Boden vor Lachen.

Man muss auch zugeben: Das war ein sehr schöner Busch.

um 15:40 von Nettie

//"wo jetzt das spezielle Problem liegen soll
erschließt sich mir nicht !"

Das "spezielle Problem" liegt darin, dass die wissentlich Schaden anrichten und das zu verbergen versuchen.//

Und: Das psychisch gefährdende Waren angeboten werden - wie so oft - der Gewinn privatisiert, die Schadensbehebung sozialisiert werden.

"Pressefreiheit", "Meinungsfreiheit" und solche Rechtsgüter waren mal ersonnen worden vor dem Hintergrund einer Staatsmacht, die abweichende Überzeugungen unterdrücken wollte. Es sollte sichergestellt werden, daß weltanschauliche Überzeugungen frei und ohne Angst in der Gesellschaft diskutiert werden können.
Gegenseitiges Beschimpfen, abschätzig machen, peinliche Fotos von Mitmenschen verbreiten und solche Dinge waren dabei nicht im Focus des Schutzes gewesen.

Aber genau mit diesen mißbräuchlichen Verwendungen der erhabenen Freiheitsrechte wird im WWW viel Geld verdient. Die Opfer haben es schwer, überhaupt wahrgenommen zu werden.

@dr.bashir

"Und die nachfolgenden Generationen fallen wieder auf die gleichen Werbevorbilder herein, wie wir."

Was mich so verstört ist: Eigentlich hatte ich diese Zeiten schon fast für überwunden geglaubt. Man erinnere sich an die Techno-Bewegung der 90er. Da konntest du sein wie du wolltest, und keinen hat es gejuckt. Aber heute ist Aussehen und Attitude plötzlich dermaßen wichtig, dass es fast schon beängstigend ist, wie es zu diesem gesellschaftlichen Rückschritt gekommen ist... wo die Ursachen für dieses retardierende Element zu finden sind.

@Werner40

Ihr Kommentar: Es ist Sache der Politik hier Grenzen zu ziehen.

NEIN. Es ist Sache der Eltern!

RE: dr.bashir um 16:08

***Und die nachfolgenden Generationen fallen wieder auf die gleichen Werbevorbilder herein, wie wir.***

Da kann ich leider nicht mithalten. Ich entstammte einer liberal-konservativen Famile, da wehte ein anderer Wind. Das war in der Pubertät alles andere als einfach, war ich doch direkt der Außenseiter. Die Erfahrungen in der Jugendzeit haben mich davor bewahrt, neuesten Trends oder Personen zu folgen, bis heute.

Gruß Hador

15:56 von Sisyphos3

@Nettie

«Das "spezielle Problem" liegt darin, dass die wissentlich Schaden anrichten und das zu verbergen versuchen.»

«ach ?
und sie meinen das war sich der "Dr. Sommer" in Bravo nicht bewußt ?»

Dr. Sommer Bravogram war seinerzeit noch ein tatsächlicher Aufklärer bei vielen Fragen Jugendlicher, für die sie sonst keinen Ansprechpartner hatten, weil sie so was Eltern oder Lehrer nicht fragen wollten. Ganz besonders zum Themenbereich Sexualität. Dr. Sommergram hat dann geantwortet, ohne Groben Unfug zu verzapfen, der den Kids nicht nur nicht hilft, sondern zusätzlich schadet durch noch mehr Verunsicherung als vorher schon.

Dr. Sommergram war auch kein Influencer, der Kids interessensgeleitet in kommerziellem Sinn zu dies oder das oder jenes verführen wollte. Bravogram war sehr freundlich zu den Kids, und keine Sensationspostille auf der Jagd nach immer nur mehr Aufmerksamkeit.

Photography Fakes mit vertauschten Faces and Bodies hat Dr. Sommergram auch nicht gemacht. Wie auch.

@rainer4528

Ich möchte gar nicht bestreiten das es auch früher ähnliche Sachverhalte gab, die auch zu einem gewissen Leidensdruck geführt haben.

Nun denk ich ist es aber so, das Vergleiche bei Heranwachsenden in den letzten 30 Jahren noch erheblich zugenommen haben.
Dazu kommt dann schlicht und ergreifend die reine Anzahl an Reizen, die über eine Plattform wie Instagram eingesehen werden.
1000 Bilder pro Stunde sind hier sicherlich möglich.
Ich kann mir nicht vorstellen, das dies in diesem Bereich ähnlich ist wie früher.

Was ich aber hier nicht aussagen wollte, dass es Jugendliche grundsätzlich schwerer hätten heutzutage oder Ähnliches. Bitte verstehen Sie mich hier nicht falsch.

Jede Jugendzeit hat Ihre eigenen Herausforderung.

Mit dem Internet als Massenphänomen in der Anfangszeit bin ich quasi aufgewachsen, was eigentlich noch gar nicht so lange her ist. Ich denke wir Menschen müssen als Gesamtes noch lernen damit umzugehen.

@16:22 von RoyalTramp

"Was mich so verstört ist: Eigentlich hatte ich diese Zeiten schon fast für überwunden geglaubt"

Hatte ich auch gehofft, bis meine Tochter im Teenie-Alter war und plötzlich ihre Zeit damit verschwendete, Beauty-Videos auf Youtube zu schauen und ihr Taschengeld für den Müll rauszuwerfen.

Ich sowieso nicht, aber auch meine Frau waren ihr dabei kein Vorbild. Wir hätten andere Freizeitbeschäftigungen bevorzugt. Da entschied wohl die berühmte "Peer-Group", die in diesem Alter wohl wichtig ist. Da gab es dann Nachmittage, an denen 3 oder 4 Mädels zusammen aufgebrezelt loszogen, um Fotos zu machen.

Die gute Nachricht ist - bei meiner Tochter hat sich das wieder gegeben. Ist jetzt auch schon lange her. Auch aus Mädels, die Opfer von GNTM sind, kann noch was werden...

@14:36 von Sisyphos3

>> Was war da [Bravo] anders als aktuell mit
>> den sozialen Medien ?

Die Kommentarfunktion. -.-

@ 16:27 von Hador Goldscheitel

„ Da kann ich leider nicht mithalten. Ich entstammte einer liberal-konservativen Famile, da wehte ein anderer Wind“

Ich auch nicht. Ich entstamme einer linken Arbeiter- und Gewerkschafterfamilie. Da gab es nicht genug Geld zum „mithalten“. Nix war’s mit Adidas und Levi´s. Als Aussenseiter habe mich nur selten gefühlt, weil die Sozialstruktur auf unserer Schule gemischt war.

Und da fängt das Problem an - wenn man den Eindruck hat, alle sind schöner, reicher usw. als man selbst. Und das kann bei den ganzen inszenierten Leben in sozialen Medien eben leichter passieren, als bei Stars früher in der Bravo, die man sowieso nicht erreicht, wenn man sich ein wenig Realismus bewahrt hat.

Aber auf Insta usw. findet man ja „Normalos“.

um 16:23 von Bauer Tom

//@Werner40

Ihr Kommentar: Es ist Sache der Politik hier Grenzen zu ziehen.

NEIN. Es ist Sache der Eltern!//

Ich glaube, sowohl als auch.
Mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Ich habe meine drei Töchter sehr wertebasiert zum Selbstdenken angestiftet, angeleitet und ausgebildet.
Das war anstrengend und schön zugleich und hat mir drei Jugendliche beschert, die mich und sehr viele mehr hinterfragt haben. Nicht mainstream, bei Lehrern angeeckt, aber umempfänglich für Drogen, Social Media und andere Rattenfänger.

Dennoch denke ich, daß bestimmte Produkte einer staatlichen Überwachung bedürfen. Dazu gehören eben nicht nur Betäubungsmittel und Alkohol, sondern auch "Jugendgefährdende Medienerzeugnisse". Und das sind längst nicht nur pornografische Darstellungen. Sondern eben auch bestimmte Medien selbst, die zu Desinformation, Fakenews oder zu einer seelischen Verletzung einladen.
Aber es bleibt eine schwere Grenzziehung.
In der Grauzone hilft eben eine gute Anleitung zum Neinsagen.

um 16:27 von Hador Goldscheitel

//Da kann ich leider nicht mithalten. Ich entstammte einer liberal-konservativen Famile, da wehte ein anderer Wind. Das war in der Pubertät alles andere als einfach, war ich doch direkt der Außenseiter. //

Ich auch.
Mehr konservativ, aber ebenso libertär.
Pubertät: War Klasse: Meine liebsten Gespräcjhpartner waren meine Eltern. Musste mich nie "Freistrampeln". Ich war frei. Und beizeiten ausgebildet, alles zu hinterfragen.
Außenseiter? Ja! Und stolz darauf!

Und ich teile Ihre Erfahrung: Das schützt vor Personenkult und Idealisierungen, vor Fanatismus ebenfalls.

Vorsicht! Denken schadet Ihrer Verführbarkeit!

Junge Frauen

Es geht aber schon so seit 30 Jahren, Instagram hat lediglich die Schmierblätter ersetzt, Schmierblätter deshalb, weil in diesen schon vor 30 Jahren den jungen Mädchen vorgezeigt wurde, wie sie aussehen sollen und genau auch dort das Krankheitsbild der Magersucht anfing. Meiner Meinung nach steht Hollywood hinter all dem, die die Mode und Filmindustrie beeinflussen und rappeldürre Frauen als Modeideal zeigen und auch operierte Frauen zeigen und als Vorbild vorgeben, also Fett aus Taille absaugen und in den Hintern injizieren, am Gesicht rumoperieren und modellieren mit Hyaluronsäure, und die Haarverlängerungen, Färbungen und so weiter.

Frau als Ware sozusagen

Und die Mode und Filmindustrie beginnt auch, verstärkt die Männer jetzt auch als Produkt zu vermarkten, alles nur wegen Geld, es geht nur um das Geld.

RE: dr.bashir um 17:09; @ 16:27 von Hador Goldscheitel

***Als Aussenseiter habe mich nur selten gefühlt, weil die Sozialstruktur auf unserer Schule gemischt war.***

Das hat Ihnen einiges erleichtert. Meine Schule hatte einen eindeutigen Linksdrall.
Damals teilte ich noch die politischen Ansichten meiner Eltern. Das äußere Auftreten war sicherlich anders als das meiner Mitschüler. Und wenn Ihnen dann auch noch, zumindest ansatzweise, eingetrichtert wird, dass Sie etwas ganz Besonderes sind und von Natur aus anderen überlegen, dann steht man sowas von im Abseits... Standesdünkel ist sowas von doof !

Das hat einige Zeit gebraucht, um diesen Ballast abzulegen, und so mancher Bruchlandung.

Gruß Hador

@16:27 von Hador Goldscheitel

>> Ich entstammte einer liberal-
>> konservativen Famile

Ähh, Ihnen ist schon klar, daß 'liberal' und 'konservativ' die gegenüberliegenden Extreme auf der selben Skala sind? oO

RE: paganus65 um 17:28 ; um 16:27 von Hador Goldscheitel

Um es kurz zu machen:

Kindheit - ganz wunderbar
Pubertät - traurig
Die Außenseiterrolle gab ich dann gegen Ende der Zwanziger ab.
Ab dem Zeitpunkt habe ich meine Marotten gepflegt.
Je älter ich wurde, um so mehr habe ich dieses Denken hinter mir gelassen.
Mit Anfang 40 kam es bei mir zu einer Zäsur, die für mich ein neues Zeitalter einläutete und sich mir dadurch ganz neue Denkansätze ergaben.

Der ganze Ballast, der sich in meiner Jugend mir auflud, habe ich fast ein halbes Leben mit mir herumgetragen, teils ohne es zu bemerken.

Gruß Hador

Instagram überall

Man kann nicht nur Instagram die Schuld geben, natürlich macht Instagram beim Modetrend mit, aber auch im Fernsehen sehen die ModeratorInnen aufgetakelt aus, mit schneeweissen Zähnen, Haarextensions, Hyalurongesichtern, teure Designer-Kleidern, dort wird den jungen Mädchen auch so ein Modebild vorgelebt und auch weiterhin in Zeitschriften und Hollywood-Filmen, anstatt auf den Inhalt Wert zu legen, also auf die Bildung und den Inhalt der Worte, die Menschen von sich geben. Es ist erschreckend, wenn man auf der Strasse junge Mädchen hört, wie sie sich nur aufgrund des Aussehens beurteilen und über einander lästern, und das war auch schon vor 30 Jahren so, wo es noch kein Instagram gab, und dieser ganze Hype um das Aussehen kam schon in den 60er Jahren auf mit HollywoodschauspielerInnen, und das ist meiner Meinung nach die Ursache.

@ dr. bashir

Gut, dass sich das bei Ihrer Tochter wieder gegeben hat. Aber manche Mädchen sterben bei dem Versuch, dem Schönheitsideal zu entsprechen, welches auf Instagram vorgelebt wird bzw. was die dortige Peer-Group bestimmt.

RE: saschamaus75 um 17:53; @16:27 von Hador Goldscheitel

***Ähh, Ihnen ist schon klar, daß 'liberal' und 'konservativ' die gegenüberliegenden Extreme auf der selben Skala sind? oO***

Finden Sie ?
Schauen Sie sich die Wirtschaftspolitik von CDU und FDP an, von konservativ und liberal. Soviel Unterschiede sehe ich da nicht.

Außerdem besaß ich, wie jeder, zwei Elternteile. Der eine liberal eingestellt, die andere konservativ, ergibt zusammen liberal-konservativ.

Gruß Hador

Am 16. September 2021 um 16:03 von DeHahn

Herzlichen Dank für den Link!

Es war eine Mischung aus Tränen lachen und das Lachen im Hals stecken bleiben fühlen...

Auch ich gehöre zu „Die Älteren können sich vielleicht noch erinnern“, bin im IT Bereich tätig und habe 4 erwachsene Kinder.
Glücklicherweise haben wir vieles richtig gemacht und nicht nur Medienkompetenz, sondern auch gesunde Distanz zu Social media bzw. kritischen Umgang vermitteln können.
Leider ist dies jedoch mittlerweile eine Seltenheit.

um 14:36 von Sisyphos3

erschließt sich mir nicht !

In meiner Zeit haben viele "Bravo" gelesen

In der Bravo waren normale Menschen abgebildet. Da wurde nicht beschönigt, da hatten (zumindest früher) selbst die Stars auch mal schiefe Zähne.

Bei Instagram ist das anders. Da muss es der perfekte Look sein, die perfekte Model-Figur mit 90-60-90 und keinem Gramm Fett an der falschen Stelle. Zumindest die anderen scheinen alle so auszusehen - oftmals zwar nur durch Photoshop, aber das steht ja nicht dabei. Dementsprechend vernichtend sind die Kommentare zu Selfies, die nicht diese vorgebliche "Perfektion" erreichen. Da werden dann Mädchen mit deutlichem Untergewicht als "fett" bezeichnet und ähnliches. Und überhaupt, ein Selfie im Bikini ohne mindestens an einem Infinity-Pool zu sitzen geht mal gar nicht, wohl nicht nur fett, flachbrüstig und potthässlich, sondern auch noch bettelarm.

Die Macht der Ideal-Bilder

Ich bin schon sehr froh vor dem „Soziale-Medien-Zeitalter“ aufgewachsen zu sein. Mag ich mir gar nicht vorstellen bei meiner „möchte-nirgendwo-öffentlich-abgebildet-werden-Phobie“. Glücklicherweise gab es an meinen Schulen nie ein Modediktat.

Aber dass es damals (70er/80er) keine Maßstäbe gab, an dem Mädels sich mehr oder weniger bewusst orientierten, möchte ich so nicht stehen lassen. Das begann durchaus bereits in ganz jungen Jahren, wenn man als Mädchen eine Barbie-Puppe geschenkt bekam und die eigenen Körperproportionen mit diesen eigentlich absurden Maßen verglich und da irgendwie schlechter abschnitt und ahnte: das wird auch zukünftig nichts. ;-)

(@saschamaus75 - Sie haben recht - der ungute Einfluss der USA - in der DDR gab es so etwas wahrscheinlich nicht)

Aber dieses Ideal war bereits verinnerlicht und abgespeichert. Und m.W. findet dieses Klischee weiterhin Verbreitung in Computerspielen mit Frauen als Heldinnen etc. etc.

@Tada: Danke für den Humor!

digital refugee

Ich, Programmierer, PC-Techniker und gut 20 Jahre im Support (1st, 2nd und manchmal auch 3rd level) nutze kein Instagram und kein Facebook.

Whatsapp muß ich leider noch installieren, da meine Familie nicht auf Signal oder Telegram umsteigen will und ich nicht auf Threema.

Immerhin habe ich mein "neues" gebrauchtes Handy komplett eingerichtet, ohne den Google Play-Store einzurichten.
Sowohl beim Kalender, als auch bei den Kontakten nutze ich Alternativen

In meinem Google Profil steht fürchterlicher Blödsinn: Falscher Name, falsches Alter, falsche Adressen (incl. falsches Land) und eine Email-Adresse, die ich nur im größten Notfall aufrufe.

Einen Amazon-Account habe ich auch nicht (warum, würde nicht durch die Mod gehen...)

Wäre meine Internetverbindung hier nicht so gruselig, würde ich auc Tor nutzen.

Dazu noch etwa 5 Seiten Spam-Mail-Adressen in meinem mail-Postfach (das ich seit 1998 habe) die die allseits bekannten und beliebten Mails direkt löschen und gut ist.

Instagram schadet jungen Mädchen

Und noch gar nicht thematisiert wurden die teils verrückten Wettbewerbe, wie Paper Waist Challenge oder Collarbone Challenge.
Im ersten Wettstreit muss die Taille des Mädchens hinter einem DIN A4-Blattes verschwinden. Collarbone Wettstreit stapeln sich die Mädchen Münzen aufs Schlüsselbein.

Die Folge: Je dünner, desto erfolgreicher und desto gefährlicher für die Mädchen.

Einfach nur irre !

Gruß Hador

Ja, einfach nur ja

Ich kann dem nicht nur zustimmen, ich muss. Ich selbst bin jung, leide unter dem Schönheitsideal und -wahn unserer Zeit und dachte lange, das sei nur mein Problem. Und obwohl immer mehr Stimmen laut werden, die Apps wie Instagram wegen ihrer gestellten Realität verklagen, tut sich so wenig. Wann wird schonmal groß über die Folgen gesprochen, das zerschossen Selbstbild?
Ich bin so froh, wenn ich auf Artikel wie diesen stoße, die eben darüber sprechen, ich habe mir extra einen Account hier angelegt, weil ich sagen muss, wie wichtig es ist, diese Schönheitsverzerrung nicht weiter einreißen zu lassen.
Und nicht nur Instagram, sondern alle sozialen Medien fördern Vergleiche und Minderwertigkeitsgefühle bis zu einem Punkt, wo auch die Body Positivity Parole "Liebe dich selbst, wie du bist" nichts mehr bringen.
Und obwohl ich Social Media meide, wo es geht, kann ich mich den Folgen auf mein Selbstbild nicht entziehen und kann nur darum bitten, das etwas dagegen geschieht.

um 18:51 von Lekaina

//Ich kann dem nicht nur zustimmen, ich muss. Ich selbst bin jung, leide unter dem Schönheitsideal und -wahn unserer Zeit und dachte lange, das sei nur mein Problem. ...
Und obwohl ich Social Media meide, wo es geht, kann ich mich den Folgen auf mein Selbstbild nicht entziehen und kann nur darum bitten, das etwas dagegen geschieht.//

Ich danke Ihnen für Ihre aufrichtige, klare Darstellung.
Bleiben Sie sich treu! Sich einsam fühlen und Kurs halten ist schwer. Aber Sie sind nicht alleine! Sie müssen "nur" das Flüstern der Gleichgesinnten aus dem Gebrüll des Mainstream heraushören. Ja: "nur". Als wäre das einfach... Ich wünsche Ihnen viel Kraft und gute, wertvolle Begegnungen.

@Am 16. September 2021 um 18:51 von Lekaina

Wenn ich Tik-Tok oder Instagram-Videos sehe, weiß ich erstmal, daß ich angelogen werde.

Was da an Filtern und Bearbeitungsmöglichkeiten geboten wird, ist völlig realitätsfern.

Derzeit gehen einige (amerikanische) Celebrities viral, die sich ohne Make-Up fotografieren lassen.
Und siehe da, auch die haben nicht das perfekte Outfit.

Ist jetzt nicht die perfekte Adresse:
https://izismile.com/2021/09/14/daily_picdump_80_pics.html

bzw.
https://tinyurl.com/ypfz76wb

Aber um es mal auf den Punkt zu bringen, viele der Frauen und Mädchen auf Insta und
Tik-Tok zeigen einfach nur dickes Make-Up, falsche Wimpern, verwüstete Augenbrauen, deformierte Möbel (passiert schonmal beim Wegretuschieren des Bauches...), Botox-Unfälle, Hinterteile aus dem Nilpferdgehege und einen niedrigen IQ.

Mag ja sein, daß ich altmodisch bin, aber nichts davon entspricht meinem Schönheitsideal...

Es ist Sache der Politik hier Grenzen zu ziehen.

Werner40 @
Danke das sehe ich zu 100% auch so. China zeigt wie es zum Schutz vieler Menschen richtig geht.

Re : hesta15 !

Das eine ist das Geschäft, vor allem bei den großen Playern, und die wollen nie wirklich transparent sein, denn dann müssten sie ja zugeben, dass an vielen Stellen gelogen und betrogen wird, ohne jede Scham und Moral. Es geht ja schließlich um sehr viel Geld, egal in welcher Branche.
Das andere sind sicher die Eltern, die ihren Kindern schon von klein an etliche Dinge beibringen müssen, aber leider oft nicht die Zeit oder Muße haben, diesem allem gerecht zu werden, weil leider oft zuerst die Arbeit steht, um den Lebensunterhalt zu verdienen, und natürlich auch sehr oft die Karriere wichtiger ist, als das oder die Kinder. Und leider unterschätzen manche Eltern die Gefahren, die mit den Netz verbunden sind, es als nicht so schlimm erleben, und erst wach werden, wenn eine Tragödie passierte !

Re : dr.bashir !

Ich leiste mir Insta nicht, ist mir zu "doof".
Nein im Ernst, im Grunde will doch jede/r irgend wie schön sein, was hergeben, sich zeigen und präsentieren. Nur in der jungen "unbefleckten " Art ohne die nötige Vorsicht, da kann man ganz schnell zum Buhmann/frau werden. Leider erlaubt das Netz solche Tiraden, die einfach nur abscheulich sind, von anderen jungen Menschen geschrieben, die gerne Menschen weh tun, warum auch immer.
Da sollten die Eltern sehr aufmerksam sein, und die Kinder langsam und mit Bedacht heranführen, und eindringlich vor den Gefahren warnen. Und dies am Besten, solange, die Kinder sich noch was sagen lassen !!
Im Grunde sollte aber auch ein Herr Zuckerberg nicht nur an die Kohle denken, sondern an die vielen jungen Menschen, die nicht geschützt werden, durch den Gewinn- Wahnsinn der großen Player !

@paganus65, 16:12

„Aber genau mit diesen mißbräuchlichen Verwendungen der erhabenen Freiheitsrechte ["Pressefreiheit, "Meinungsfreiheit" und solche Rechtsgüter“] wird im WWW viel Geld verdient. Die Opfer haben es schwer, überhaupt wahrgenommen zu werden“

Die bittere, aber von den wirtschaftlichen „Gesetzmäßigkeiten“ her unvermeidliche Konsequenz eines marktwirtschaftlichen Systems, in dem Geld (nach seiner heutigen allgemeinen Definition) das Maß aller Dinge ist und somit quasi zwangsläufig das „Soziale“ sukzessive immer zugunsten der Interessen der „Besitzenden“ weichen musste. Wer nicht „dazugehört“, gerät darin also automatisch aus dem Blickfeld der „Entscheidungsträger“ (wenn auch hoffentlich nicht dem der breiten Öffentlichkeit). Das altbekannte Motto „Haste was, dann biste was“ oder auch „Wer hat, dem wird gegeben“ kommt nicht von ungefähr.

Es herrscht also zunehmend das Recht des (finanziell) Stärkeren. Was sich gerade insbesondere in der globalen (Wirtschafts-) Politik fatal bemerkbar macht.

Am 16. September 2021 um 19:35 von werner1955

Es ist Sache der Politik hier Grenzen zu ziehen.

Werner40 @
Danke das sehe ich zu 100% auch so. China zeigt wie es zum Schutz vieler Menschen richtig geht.

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Ob Sie so einen Satz in China um Internet im Bezug auf die USA schreiebn düften?

@Am 16. September 2021 um 20:04 von Traumfahrer

Im Grunde sollte aber auch ein Herr Zuckerberg nicht nur an die Kohle denken, sondern an die vielen jungen Menschen, die nicht geschützt werden, durch den Gewinn- Wahnsinn der großen Player.

Zitat_Ende

Ich bemerke in meinem Bekanntenkreis schon eine gewisse Abwanderungsbewegung von den (as)sozialen Medien. Auch bei Jüngeren (bin Jg. 68).
Zwar wohne ich in Schleswig-Holstein, einem Bundesland mit weiten Wegen und einer Netzversorgung, die schon als Empfängnisverhütung bezeichnet werden kann (ich kenne 5 Stellen, wo es von keinem Anbieter ein Handynetz gibt, wer da einen Unfall oder nur eine Panne hat - viel Glück...), aber dennoch läuft Vieles nur noch per Messenger oder gar per mail, die eben rausgeht, wenn man mal wieder Netz hat.

Aber immer mehr wenden sich von Facebook und seinen Unterfirmen ab.

Es wird noch ein paar Jahre dauern, aber die Blase wird kleiner.

Man muss es nicht

Soweit ich weiss, steht es in Deutschland jedem frei, sich an Vorbildern seiner Wahl zu orientieren. Welche Wahl man letztlich trifft ist jedoch die Entscheidung eines Jeden selbst.

Auch wenn manche Medien oft Ansichten praesentieren, die...sagen wir...trivial und in unseren Augen unpassend sind, muss keiner das nachahmen oder als Standart annehmen.

Wenn sie das trotzdem tun.... selber Schuld

@falsa demonstratio - Erlaubnis erteilt.

21:06 von falsa demonstratio:
"Ob Sie so einen Satz in China um Internet im Bezug auf die USA schreiben düften?"

Ja.

18:13 von Schrägdenker

"Glücklicherweise haben wir vieles richtig gemacht und nicht nur Medienkompetenz, sondern auch gesunde Distanz zu Social media bzw. kritischen Umgang vermitteln können.
Leider ist dies jedoch mittlerweile eine Seltenheit."

,.,.,

Wie kommen Sie auf die Idee, dass das "mittlerweile eine Seltenheit" ist?

Ich denke, das haben Sie geflunkert, aus welchen Gründen auch immer.

Und ebenso frage ich mich, wieso manche Eltern sich einbilden, etwas "vermittelt" zu haben, nur weil ihre Kinder dies und jenes nicht tun?

Muss gar nichts mit den Eltern zu tun haben. Auch junge Menschen sind selber wer und können sich für etwas entscheiden.

Darstellung: