Ihre Meinung zu: Prozess um Skiort Ischgl: Österreich lehnt Vergleich ab

17. September 2021 - 14:27 Uhr

Eine Reihe von Versäumnissen von Staat und Gemeinde oder fehlerfreies Handeln der Behörden? Diese Frage gilt es zu klären, beim ersten Prozess um den Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl. Österreich weist die Vorwürfe zurück.

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Kommentare

Das war ja

zu erwarten. Auch hier bei uns sind 4 Pärchen infiziert aus dem Skiurlaub zurückgekehrt. Zum Glück sind alle wieder gesund geworden, es hätte aber auch anders ausgehen können.
So viele Menschen tot, die vielleicht noch leben könnten, wenn man gleich reagiert hätte und kein Mensch kann sagen, wie viele von den Abreisenden noch weitere Menschen angesteckt haben. Eigentlich unfassbar!

Zwiegespalten

bin ich, wenn ich den Bericht lese. Wir sind selbst viele Jahre lang nach Ischgl gefahren und kennen die Situationen dort sehr gut. Ich frage mich allerdings, wenn die Situation so eindeutig (halte ich zu dem Zeitpunkt für nicht unbedingt gegeben)war, dann hätte ich als Gast vor Ort nicht die dichtgedrängten Lokale aufgesucht, sondern mich zurück gehalten bzw. wäre abgereist. Aber diesen Durchblick und die Erkenntnis hatte zu diesem Moment noch kaum jemand. Ich selbst hatte wenige Tage zuvor z.B. am Rosenmontagszug in Köln teilgenommen, was ich sicher nicht gemacht hätte, wäre die Gefahr damals schon bekannt gewesen.
Im übrigen stellt sich dann auch u.a. die Frage, ob Bürger in den betreffenden Städten in DE, wo seinerzeit die Q-Demos stattfanden, auch die zuständigen Staatsorgane gegebenenfalls sogar die Gerichte (geht sowas überhaupt?)für Corona-Schäden, die sie u.a. im ÖPNV erlitten, haftbar machen könnten. U.a. wurden die Demos von Gerichten zugelassen, obwohl die Gefahr bekannt wa

Corona hat zu vielen vermeidbarten Todesfällen geführt.

Wenn die Kläger im Falle "Ischgl" etwas erreichen, werden bei den anderen vermeidbaren Todesfällen in der Corona-Pandemie weitere Klagen folgen.
Denn Fehlentscheidungen der Politik haben noch selten so deutlich gezeigt, welche (Todes-)Folgen daraus erwachsen können.

Keine staatliche Pflichtverletzung

Ex post oder ex ante, das ist hier die Frage.
Auf jeden Fall kann es keine verschuldensunabhängige Haftung geben.
Auch irgendeine Konstruktion, die dem "versari in re illicita" ähnelt kommt nicht in Betracht. Auch für die Stastshaftung ist ein Verschulden notwendig. Einen Pflichtverstoß der öffentlichen Hand hier anzunehmen, ist objektiv nicht möglich.
Dazu war das Wissen über das Virus noch zu gering. Damals.

Jeder wusste, dass es eine Pandemie gibt,

aber keiner wollte das wahr haben.
Jetzt werden Schuldige gesucht, es meldet sich aber niemand.
Die Kläger sind zu bewundern, für die Energie die sie noch haben und bereit sind zu vergeuden.

15:39 von Sparpaket: Ab wann Staatsversagen durch "Verschulden"?

< Einen Pflichtverstoß der öffentlichen Hand hier anzunehmen, ist objektiv nicht möglich.
Dazu war das Wissen über das Virus noch zu gering. Damals. >

Und ab wann wäre da Wissen ausreichend gewesen, um einen Pflichtverstoff der öffentlichen Hand anzunehmen?

Ich denke in D an den Zeitpunkt der Einführung der Schnelltests. Die haben von Anfang an hier die Inzidenzen gesenkt.
Das war auch so vorhersehbar.
Denn nicht umsonst haben Experten schon Monate zuvor gefordert: Man muss so viel wie möglich testen, um so viel als möglich Positive zu finden. - Eine eigentlich logische Annahme.

Deutschland bekam die Schnelltests erst ab ca. April 2021.
Südkorea bot schon ein ganzes Jahr vorher Schnelltests zum Kauf an.
Bei uns gab es in diesem Jahr ca. 80.000 Corona-Tote. Sicher, alle hätte man nicht retten können. Aber einen sehr hohen Teil davon schon, wenn wir die Schnelltests viel früher gehabt hätten. 2 bis 3 Tests pro Woche hätten viel genutzt.

@ Margit

Zitat: "Denn Fehlentscheidungen der Politik haben noch selten so deutlich gezeigt, welche (Todes-)Folgen daraus erwachsen können.
#
Diese Fehleinschätzungen resultieren einfach aus einem, Gott sei Dank, Mangel an Erfahrungen im Umgang mit einer heraufziehenden Pandemie.
Alle Fachleute die Version "A" favorisierten waren natürlich bei Eintreffen von Version "B" fein raus ... Chancen 50:50.
Aber im Endeffekt waren es Rückblickend wir als Bevölkerung. Wir haben die Warnungen, Ge- und Verbote bis zum äußersten ausgelegt und verdreht, bis einen Tag vor dem Lockdown geshopt und gefeiert bis zum geht nicht mehr. Ich möchte auch an Weihnachten 2020 und den Jahreswechsel erinnern ... wo wir eigentlich besser zuhause geblieben wären. Aber ein Verbot wäre politisch schlicht undurchsetzbar gewesen.
Und sind wir heute schlauer? Nö, trotz Impfangebot haben es ca. 35% bis heute immer noch nicht nötig.
Also ich wünsche da jedem Klagewilligen viel Erfolg ... so er denn Rechtsschutz erhält... .

15:45 von FritzF: Großes Verständnis für Kläger

< Die Kläger sind zu bewundern, für die Energie die sie noch haben und bereit sind zu vergeuden. >

Ob die Energie wirklich vergeudet ist?
Ich kann die Kläger verstehen und ich bin sicher, dass es auch Verschuldenstatbestände gibt, die nachweisbar sind.

Sollte es aber bereits für diese sehr frühen Todesfälle Urteile zugunsten der Kläger geben, hätten die Kläger für alle nach dieser ersten Zeit an Corona Verstorbenen viel bessere Chancen, eine Staatshaftung geltend zu machen.

Gefährlichkeit war zu dem Zeitpunkt unklar

Zu diesem Zeitpunkt Anfang März 2020 war die tatsächliche Gefährlichkeit von Corona alles andere als klar. In den Jahren seit Ende der 90er hat es schon eine ganze Reihe "supergefährlicher" Infektionskrankheiten gegeben, die sich allesamt als halb so wild herausgestellt haben. Anfang März (Mitte März war das anders!) hatte man durchaus Anlass auch diesmal zu meinen, dass es schon nicht so wild werden wird.

Ich hoffe sehr, dass die Gerichte nicht zu pingelig sind. Sonst haben wir in Zukunft alle zwei Jahre Lockdowns wegen gar nichts.

Zwiegespalten...

... wie im bereits veröffentlichten Kommentar bin ich ebenfalls. Wir alle hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht das ganze Ausmaß der Gefährdung erkannt. Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen, man hätte dies, man hätte jenes besser machen sollen.
Ganz unschön finde ich, dass die kurzfristig angeordnete Quarantäne ebenfalls in die Kritik geraten ist. Durch die damit verbundene überstürzte Flucht wären weitere vermeidbare Ansteckungen erfolgt, so die Behauptung. Dagegen sollte man überlegen, wie die Regierung wohl kritisiert worden wäre, hätte sie trotz des dann bekannten Gefährdungsgrades keine Quarantäne ausgesprochen. Und wieviele zusätzliche Tote hätte das gekostet? Ich denke, die Kritik wäre dann noch größer gewesen.
In solchen krisenhaften Situationen, die komplett neu sind, werden immer seitens der Verantwortlichen Fehler gemacht, das halte ich für unvermeidlich. Diese Fehler im Nachhinein mit heutigen Wissen zu bewerten erfordert Sorgfalt und Fairness.

Ich wage gar nicht erst

Ich wage gar nicht erst irgendetwas zu sagen zu der Verhältnismässigkeit. ......... .. .. .. ..

15:55 von H. Hummel

<... wir als Bevölkerung. Wir haben die Warnungen, Ge- und Verbote bis zum äußersten ausgelegt und verdreht, bis einen Tag vor dem Lockdown geshopt und gefeiert bis zum geht nicht mehr. Ich möchte auch an Weihnachten 2020 und den Jahreswechsel erinnern ... wo wir eigentlich besser zuhause geblieben wären. >

Die Bürger, die trotz Corona geshopt, gefeiert haben, die meinte ich nicht.
Ich meinte eher diejenigen, die ohne eigenes Verschulden u. Dazutun die Infektion bekamen.

Diejenigen, die geshopt/gefeiert haben, keine Masken trugen (z. b. Querdenker) haben es sich selbst zuzuschreiben, wenn sie trotz Warnungen sich durch Fehlverhalten die Infektion zugezogen haben. Viele davon werden auch überlebt haben u. werden bei evtl. "Long-Covid" ihre Ausfälle von der Solidargemeinschaft ersetzt bekommen.

< sind wir heute schlauer? Nö, trotz Impfangebot haben es ca. 35% bis heute immer noch nicht nötig. >
Wenn Impfen nur Vorteile brächte, wären alle schon geimpft. Es hat aber Risiken für manche

Urlaub trotz corona war doch

Urlaub trotz corona war doch eh schon grenzwertig. Sich selbst hinterfragt niemand? Zb ob es sehr klug war, zu Tausenden im Fire&ICE oder im Kuhstall oder im Trofana, rum zu hängen?
Es muß immer ein anderer Schuld haben. Bezeichnend.

@ Margitt. 15:38

"Denn Fehlentscheidungen der Politik haben noch selten so deutlich gezeigt, welche (Todes-)Folgen daraus erwachsen können."

Ganz meine Meinung. Aus diesem Grund muss künftig gewährleistet werden, dass "die Politik" bereits im Vorfeld einer vollkommen neuen Pandemie bereits intensiv auf die Pandemiebekämpfung geschult wird, um künftig Unsicherheiten und Fehler auszuschließen.

Das bisschen Ironie ist wohl verkraftbar.

Tausende ...unkontrolliert ...... geflohen?

Mus es nicht richtig lauten:

Tausende haben sich nicht an Gestezte und einfaschte Regeln zum Gesundheitsschutz aus persönlichen, egoistischen und wirtschftlichen Gründen gehalten?

sind 4 Pärchen infiziert

von Gytha @
Also auch Sie waren trotz Pandie Ihrem persönlichen Envents treu geblieben und haben dann einfache und sinnvolle Regeln zum Gesundheitsschutz wenig beachtet?

Die staatlich-regierungsamtliche...

... Einlassung Österreichs im Ischgl-Corona-Prozeß finde ich völlig okay... auch wegen der primär auf individuell monetären Schadensersatz zielenden Intention der Klägerseite. Eine solche zivilrechtliche Forderung kann und wird - auch nicht im rechtsstaatlichen Österreich - ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten der Beklagten (Staat Österreich) feststellen. Dies aber, und zwar vor dem dafür zuständigen Gericht, wäre die rechtsstaatliche Voraussetzung, um überhaupt zivilrechtliche Schadensersatzforderungen geltend zu machen. Dem jetzt in Österreich angerufenen Gericht wird kaum etwas anderes übrig bleiben, als eine öffentliche Verhandlung abzuweisen.
_
PS: Der vorliegende Fall wird nicht der letzte im Corona-Kontext bleiben... was aber m.E. dann gerechtfertigt ist, wenn es sich NACH der öffentl. Ausrufung des Pandemiestatus´ um Klageerhebungen wegen Amtsverfehlungen handelt.

welche (Todes-)Folgen daraus erwachsen

von Margitt.@

Danke dassehe ich auch so.

Bei den mehr als 92.000 zusätzlichen und zu früh gestrobenen ist das ja uch nicht merh weg zu reden.

Bei vielen andern Fehlern wie Sicherheitspolitik, Umweltschutz und Industreipolitik ist das schon sehr viel schwerer.

@ weingassi1 15:24

"Ich frage mich allerdings, wenn die Situation so eindeutig (halte ich zu dem Zeitpunkt für nicht unbedingt gegeben)war, dann hätte ich als Gast vor Ort nicht die dichtgedrängten Lokale aufgesucht, sondern mich zurück gehalten bzw. wäre abgereist. Aber diesen Durchblick und die Erkenntnis hatte zu diesem Moment noch kaum jemand. "

Genauso ist es. Umso befremdlicher empfinde ich Kommentare, welche suggerieren wollen," die Politik"hätte ja damals schon.. und überhaupt...

Zwar bin ich nur Opa Klaus, schließe mich aber gerne den Aussagen des Foristen @Adeo60 an, welcher unermüdlich und zurecht darauf verweist, dass wir in DE relativ gut durch die Pandemie gekommen sind. Dieses ewige Nachkarten... wir hätten doch.. und überhaupt ist für mich sinnfrei. Niemand kannte das Virus und die damit verbundene Problematik. Hinterher Schuldige zu suchen, an welchen man/frau seinen persönlichen Frust abladen kann, ist m. E. - wie soll ich es jetzt höflich ausdrücken - nicht zielführend.

Was sonst, Gesundheit geht nie vor

Also die Annahme, dass Gesundheit über allem steht ist ja eh grotesk. Seit Jahrhunderten ist es anders.
.
Es gibt zig Beispiele, die zeigen das es anders ist. Aus aktuellem Anlass ist da mal der Dieselskandal zu nennen. Hier geht es nur um Schadenersatz aufgrund von Produktmängeln. Dass zu viel Schadstoffe im Kern alle Menschen schädigen, ist egal.
.
Überhaupt wäre es ja so, dass das Auto am Ende wäre, würde der Gesundheitsschutz derart wichtig. Jedes Jahr sterben mehr Menschen direkt und indirekt am Autoverkehr, als es bei Corona überhaupt möglich wäre.
.
Entsprechend musst der Staat reagieren oder zumindest irgendwas.
.
Daher.... Gesundheit wird stets wirtschaftlichen Interessen untergeordnet. Das ist nicht neu.

Was sonst, Gesundheit geht nie vor

Also die Annahme, dass Gesundheit über allem steht ist ja eh grotesk. Seit Jahrhunderten ist es anders.
.
Es gibt zig Beispiele, die zeigen das es anders ist. Aus aktuellem Anlass ist da mal der Dieselskandal zu nennen. Hier geht es nur um Schadenersatz aufgrund von Produktmängeln. Dass zu viel Schadstoffe im Kern alle Menschen schädigen, ist egal.
.
Überhaupt wäre es ja so, dass das Auto am Ende wäre, würde der Gesundheitsschutz derart wichtig. Jedes Jahr sterben mehr Menschen direkt und indirekt am Autoverkehr, als es bei Corona überhaupt möglich wäre.
.
Entsprechend musst der Staat reagieren oder zumindest irgendwas.
.
Daher.... Gesundheit wird stets wirtschaftlichen Interessen untergeordnet. Das ist nicht neu.

@Werner1955

nein, ich war nicht im Urlaub, hab ich auch nicht geschrieben. Es waren Bekannte und die waren schon zurück, bevor es da richtig losging. Meine persönlichen Events fanden übrigens alle nicht statt. Der erste war schon um Mitte März abgesagt. so viel zum Thema, man wusste ja noch nicht genau u.s.w.

ist es in...

...der Regel nicht so, dass Politik und Behörden nie Verantwortung übernehmen für Sachverhalte, die in die Hose gegangen sind???
Warum soll das in diesem Fall anders sein?
Mein Glaube an Gerechtigkeit schwindet...immer mehr.

@ Margit

Zitat: "Wenn Impfen nur Vorteile brächte, wären alle schon geimpft. Es hat aber Risiken für manche"
#
Richtig. Von denen die sich impfen lassen können einige, wenige 100 tsd., jeder einzelne Fall bedauerlich.
Hätte es, allen Unkenrufen zum Trotz, für jede Impfung 1 Mio. Euro gegeben, wären alle Bedenken wie weggewischt ... und wir hätten eine Quote von 99 % ...

Selbst "mit dem damaligem Wissen" war das Desaster absehbar

"Die Republik vertritt die Auffassung, dass Regierung und Behörden mit dem damaligem Wissen über das Virus richtig gehandelt hatten"

Wenn man die Nachrichten von Anfang letzten Jahres verfolgt, ging es hier wohl eher um Nicht-wissen-wollen. Hierzu ein Auszug aus einer Meldung vom 01.04.2020 (tagesschau.de/investigativ/br-recherche/ischgl-corona-101.html):
„Erste Warnungen aus Island
Am 5. März erklärte Island den beliebten Skiort Ischgl zum Risikogebiet. Davor hatte das Land bereits über das Europäische Frühwarnsystem auf das Cluster Ischgl aufmerksam gemacht. Eine offizielle Warnung folgte daraus nicht - weder in Tirol, noch in Deutschland“
Der Anwalt der Hinterbliebenen:
"Außerdem habe Kanzler Kurz am 13. März eine Quarantäne für Ischgl ohne Vorbereitungen verkündet.
Tausende Urlauber seien dadurch unkontrolliert und dicht an dicht gedrängt geflohen. "Wer sich noch nicht in der Woche davor mit dem Coronavirus infiziert hatte, infizierte sich jetzt in überfüllten Pkws und Skibussen"

Warum muss immer der Staat…

… sich um alles kümmern.
Wenn man sich ganz normal über die vielen Medien informiert hätte, hätte man sich mit einen gesunden Menschenverstand selber eine Meinung bilden können und abschätzen ob einem die Risiken zu hoch sind oder ob man es wagen möchte vor Ort zu bleiben.
Meiner Meinung nach wollen jetzt alle Angehörige der Toten oder die Infizierten nur schnell noch jemand verantwortlich machen und das große Geld absahnen. Wo sind die Zeiten in denen jedes Individuum noch selber denken konnte und nicht immer nach dem Staat gerufen hat?

@ MrEnigma. 16:46

"Überhaupt wäre es ja so, dass das Auto am Ende wäre, würde der Gesundheitsschutz derart wichtig. Jedes Jahr sterben mehr Menschen direkt und indirekt am Autoverkehr, als es bei Corona überhaupt möglich wäre."

Nun, es kommt ja nicht selten vor, dass Foristen ihren Frust über die persönliche Situation indirekt in Foren abbilden. Im Thread geht es um die Vorfälle in Ischgl und nicht um den Dieselskandal. Aber natürlich lässt sich jedes Thema verbiegen sprich instrumentalisieren. Wir hatten in DE aufgrund Corona über 90.000 Todesfälle. Vielleicht sollten Sie mal Ihre Dechiffriermaschine aktivieren, um die Todeszahlen durch KfZ - Unfälle hierzu in Relation zu stellen.

@15:11 = Gytha

In Ihrer Schilderung meinen Sie, es "hätte" auch schlimmer ausgehen können... Bitte berücksichtigen Sie, daß "hätte" kein juristisches Kriterium zur Rechtsfindung ist.
_
Sie könnten aber auch anders an die Sache herangehen... zum Beispiel so wie ich als regelmäßiger Skiurlauber, gelegentlich auch in Österreich. Da begegnet man öfter mal schniefenden und hustenden Urlaubern, auch in Lokalitäten wie Aprés-Ski-Bars. Eine saisonale Normalität auch fürs dortige Personal und Wirte... und kein akuter Grund, hektisch den Laden zu schließen. ABER - hat heute jemand Beweise dafür, daß Gäste, Lokalpersonal und/oder Wirte bereits von ihrer gefährlichen CoV-2-Infektion wussten, und dennoch leichtfertig Kontakte pflegten bzw. das Lokal nicht schlossen...?!

Amnesie?

Erinnern sich viele nicht? Solange ist es noch nicht her. Es kam damals heraus, dass mindestens ein Mitarbeiter in einer der Apres-Ski Bars positiv war. Unternommen wurde nichts,die Kasse musste klingeln. Tagelang lief der Betrieb weiter. Woher kam denn wohl die frühe Warnung aus Island, aus dem Nichts?

@Zwicke

In einigen Fällen ist es schlimm ausgegangen.
Und wie früh man davon wusste, kann man Netties Kommentar entnehmen. Ich weiß nicht, wie Sie sowas nennen, aber ich finde es grob fahrlässig.

Am 17. September 2021 um 15:39 von Sparpaket

Auch für die Stastshaftung ist ein Verschulden notwendig. Einen Pflichtverstoß der öffentlichen Hand hier anzunehmen, ist objektiv nicht möglich.
Dazu war das Wissen über das Virus noch zu gering. Damals.
__
Mein Kommentar ging in die gleiche Richtung.
Hätten viele Bürger damals schon gewusst oder geahnt, was Wochen später quasi global passierte, hätten einige bestimmt anders gehandelt. Die meisten waren doch zu dem Zeitpunkt noch tiefenentspannt, oder kennen Sie irgendjemanden, der das ahnte, was sich da anbahnte ?

16:52 von H. Hummel

< Hätte es, allen Unkenrufen zum Trotz, für jede Impfung 1 Mio. Euro gegeben, wären alle Bedenken wie weggewischt ... und wir hätten eine Quote von 99 % ... >

Russisch Roulette ?

Aber wir hätten dann auch zusätzliche Todesfälle und wohl viele schweren Impfreaktionen mit Dauerfolgen.

Am 17. September 2021 um 16:27 von Opa Klaus

"Denn Fehlentscheidungen der Politik haben noch selten so deutlich gezeigt, welche (Todes-)Folgen daraus erwachsen können."

Ganz meine Meinung. Aus diesem Grund muss künftig gewährleistet werden, dass "die Politik" bereits im Vorfeld einer vollkommen neuen Pandemie bereits intensiv auf die Pandemiebekämpfung geschult wird, um künftig Unsicherheiten und Fehler auszuschließen.

Das bisschen Ironie ist wohl verkraftbar.
__
Geht aber in dem Falle komplett ins Leere.

@Margitt um 16:23

>Ich meinte eher diejenigen, die ohne eigenes Verschulden u. Dazutun die Infektion bekamen<
.
Wie sollte das Möglich sein? Schleicht sich das Virus heimlich wie die Heinzelmännchen ins Haus ein?
.
Ich war das letzte Mal eng in einer Menschenmenge am 20. Februar 2020 in einem Regionalexpress von Düsseldorf nach Dortmund. Erst danach habe ich von dem Ausbruch im Westen von NRW erfahren. Seit dem bin ich in einer freiwilligen Quarantäne. Ich meide jeden engeren Kontakt, auch mit meinen Nachbarn (beide 2x geimpft) unterhalte ich mit Abstand über den Zaun hinweg. Ich hatte in den 19 Monaten seither keine Beschwerden - schneide mir die Haare selbst, meide Gasthöfe oder "Pizzadienste", bestelle überwiegend schriftlich in Versandhäusern (Paket werden an einem Lagerort deponiert).
.
Ich kann gerne auf eine Impfung verzichten.

17:31 von Hirschauer

< >Ich meinte eher diejenigen, die ohne eigenes Verschulden u. Dazutun die Infektion bekamen<
.
Wie sollte das Möglich sein? Schleicht sich das Virus heimlich wie die Heinzelmännchen ins Haus ein? >

Ich denke vor allem an die infizierten Menschen in den Altenheimen, die wohl alle unverschulde das Virus bekamen.

Auch ich meide, ähnlich wie Sie, Kontakte.
Kein Friseur, keine Restaurants oder dergleichen, etc.

Nur kann man das nicht lebenslang so durchhalten.

Re : H. Hummel !

Ich denke, kein Mensch konnte oder wollte ahnen, was da auf uns alle zukommt. Da hat nicht nur die Politik Fehler begangen, sondern auch viele Menschen, aus Unwissenheit, Dummheit, Ignoranz und Überheblichkeit.
Und leider gibt es trotz der vielen Toten heute noch absolut "Ungläubige", oder schlicht Verweigerer einer notwendigen Solidarität, die letztendlich allen nützt, weil sie an den Weihnachtsmann an Ostern glauben, oder schlicht zu blöde und weiter ignorant sind, den Tatsachen ins Gesicht zu sehen. Das ist aus meiner Sicht einfach erbärmlich, von Druck zu sprechen, statt sich zu informieren, und den Picks ab zu holen !

Am 17. September 2021 um 16:44 von Opa Klaus

Dieses ewige Nachkarten... wir hätten doch.. und überhaupt ist für mich sinnfrei. Niemand kannte das Virus und die damit verbundene Problematik. Hinterher Schuldige zu suchen, an welchen man/frau seinen persönlichen Frust abladen kann, ist m. E. - wie soll ich es jetzt höflich ausdrücken - nicht zielführend.
__
Das sehe ich genauso. Ich finde auch, dass wir im Vergleich mit den meisten vergleichbaren
(obwohl so richtig vergleichbar, fällt mir garnichts ein )Ländern recht gut abgeschnitten haben. Leider gibt es nun aber Menschen die, vor allem dann, wenn Ihnen selbst Unbill widerfährt, unbedingt jemanden brauchen, dem sie die Schuld in die Schuhe schieben können. Die gleichen Bürger, die sich nie etwas vorschreiben lassen möchten und auf Selbstbestimmung pochen, erwarten dann im Bedarfsfalle vom Staat, für den sie ansonsten nur Kritik übrig haben, gepampert zu werden.

europäische Sorglosigkeit

"Laut Klauser reagierten Behörden zu spät auf die ersten Infektionen und setzten Gesundheitsmaßnahmen nicht ausreichend um."

Das ist zweifellos richtig und für Europa allgemeingültig. Man hätte von China lernen und sich vorbereiten können. Das wurde aber kollektiv verschlafen. Der unvermeidliche Weckruf kam zufälligerweise aus Ischgl. Es hätten aber einen anderen Urlaubsort oder eine der Karnevalshochburgen treffen können.

Am 17. September 2021 um 15:57 von Margitt.

Ob die Energie wirklich vergeudet ist?
Ich kann die Kläger verstehen und ich bin sicher, dass es auch Verschuldenstatbestände gibt, die nachweisbar sind.
__
Ich halte die Schuld, die jemand auf sich lädt, weil er sich objektiv gesehen, impfen lassen könnte, für viel gravierender, da die Erkenntnisse jetzt im Gegensatz zu 03/2020 viel weitgehender sind. Aber auch da hätte man vermutlich keine Chance und vllt ist das auch gut so.
Das ist wieder so ein typisches Beispiel von Splittern und Balken in Augen.

Unwissenheit

Außerdem wusste man damals schon etwas mehr über das Virus.
Hierzulande gab es Warnungen vor Karnevalsveranstaltungen und Warnungen, nach Österreich und Italien in Skiurlaub zu fahren. Warum wohl?
Jetzt so zu tun, als hätte man das damals alles nicht wissen können finde ich ziemlich verlogen.

@ Traumfahrer. 18:01

@ Hummel "Das ist aus meiner Sicht einfach erbärmlich, von Druck zu sprechen, statt sich zu informieren, und den Picks ab zu holen !"

Ich weiß nicht, ob ich es als erbärmlich bezeichnen sollte. Vielmehr denke ich, man wird viele dieser Menschen nicht mehr abholen können. Hat man sich erst mal in die absolute Oppositionsrolle begeben, ist mit Beratung und vernünftiger Argumentation nur wenig auszurichten. Sie lesen es doch selbst: Haare selbst schneiden, keine sozialen Kontakte mehr, bestellte Waren nur noch im Postfach abholen.. totale Isolation. Normalerweise hätte ich kein Problem damit, verärgert bin ich allerdings dann, wenn diese Menschen ihre persönliche Situation an vermeintlichen Fehlern "der Politik" festmachen wollen. "ich gehe nicht mehr aus dem Haus, weil die CDU/CSU alles falsch gemacht hat. Die sind doch Schuld an meiner Situation". Da hörts dann bei mir mit Verständnis auf.

@Traumfahrer - Realitätsverweigerung

18:01 von Traumfahrer:
"Ich denke, kein Mensch konnte oder wollte ahnen, was da auf uns alle zukommt."
> Wer mit halbwegs wachem Verstand nach China blickte, konnte schon im Januar 2020 sehen, was auf uns zukommt.

"Und leider gibt es trotz der vielen Toten heute noch absolut 'Ungläubige' [...]"
> Leider leugnen nicht nur Impfverweigerer die wissenschaftliche Realität, sondern auch unsere Politiker. Das könnte eine der Ursachen des Misstrauens sein.

Am 17. September 2021 um 16:17 von Alafonso

In solchen krisenhaften Situationen, die komplett neu sind, werden immer seitens der Verantwortlichen Fehler gemacht, das halte ich für unvermeidlich. Diese Fehler im Nachhinein mit heutigen Wissen zu bewerten erfordert Sorgfalt und Fairness.
__
...und als Entscheidungsträger kannst du nur verlieren und bist im Nachhinein DER Depp schlechthin, da es ja jeder andere dann besser, schneller, effektiver gemacht hätte.

Am 17. September 2021 um 16:51 von Gregory Bodendorfer

ist es in...

...der Regel nicht so, dass Politik und Behörden nie Verantwortung übernehmen für Sachverhalte, die in die Hose gegangen sind???
Warum soll das in diesem Fall anders sein?
Mein Glaube an Gerechtigkeit schwindet...immer mehr.
__
Was soll man zu einer solchen Aussage schon entgegnen ? Noch pauschaler geht kaum.
Wie wäre es denn mal mit ein bischen Überlegung und Selbstverantwortung ? Wir sind doch nicht in z.B. China. Da wird für die Bürger mitgedacht. Die sollen das garnicht selbst versuchen.
Was die causa Ischgl allerdings mit Gerechtigkeit zu tun hat, verstehe, wer will.

Am 17. September 2021 um 16:26 von Bender Rodriguez

Urlaub trotz corona war doch eh schon grenzwertig. Sich selbst hinterfragt niemand? Zb ob es sehr klug war, zu Tausenden im Fire&ICE oder im Kuhstall oder im Trofana, rum zu hängen?
Es muß immer ein anderer Schuld haben. Bezeichnend.
__
Zur damaligen Zeit hätte ich auch keine Bedenken gehabt. Das Corona-Problem hatten die meisten noch garnicht auf dem Schirm.
Wenn ich dagegen sehe, dass etliche Leute in diesem Frühjahr/Sommer in Hochrisiko-Gebiete gereist sind (z.B. Türkei, Zypern) und sich dann auch noch über den verpflichtenden Test bei der Rückkehr aufgeregt haben, da fehlt mir dann das Verständnis. Wenn ich für mich das Risiko abwäge und eingehe, dann muss ich wenigstens dafür sorgen, dass kein anderer darunter leidet, wenn ich um die Risiken Bescheid weiss.

@15:52 von Margitt

>> Und ab wann wäre da Wissen ausreichend
>> gewesen, um einen Pflichtverstoff der
>> öffentlichen Hand anzunehmen?

Ähh, das Problem ist IMO nicht, daß zu spät reagiert wurde. SONDERN, daß dann auch noch falsch reagiert wurde. oO

Als das Problem bekannt wurde, wurden alle(!) Touristen nach Hause geschickt. In einer Pandemie die vollkommen falsche Entscheidung. Die hätten einen Zaun um Ischgl bauen müssen und alle(!) dort erstmal in Quarantäne! -.-

mündig

Wer sich jetzt auf eine Lemming-Klausel beruft, dem muss ich widersprechen. Niemand wurde zu einer übereilten Abreise gezwungen, jeder hätte seinen Urlaub eher abbrechen können.
Die Entscheidungen an dem und um den 13.03. waren sicher nicht immer die besten. Das schließt nicht nur Kurz sondern jeden Ischgl-Urlauber ein. Zum 13.03. tobte unter Beachtung nationaler und internationaler Medien das Virus bereits länger als 14 Tage in Heinsberg. So weit weg von Ischgl, aber noch weiter von Wuhan. Klagt man in Heinsberg jetzt auch?

Alles klar, oder?

Das Problem bei der Juristerei ist, dass man keine Körperschaft (Firma/Staat) anklagen kann, sondern nur Personen. Und da ist es bei einem großen Gebilde praktisch unmöglich, "den Verantwortlichen" feststellen zu können. Insofern kann Österreich hier ganz billig davon kommen.
.
Würde dagegen eine Körperschaft für Fehler haften, würde sie von sich aus Strafvereitelung betreiben. So aber kann VW Millionen von Autos mit Abgasmanipulation verkaufen, kann Scheuer und sein Verkehrsministerium davon nix merken, und Österreich kann einen Corona-Rumble abziehen und die Krankheit über Europa verbreiten, es kann ja niemand nix dafür!

Am 17. September 2021 um 17:31 von Hirschauer

Ich war das letzte Mal eng in einer Menschenmenge am 20. Februar 2020 in einem Regionalexpress von Düsseldorf nach Dortmund. Erst danach habe ich von dem Ausbruch im Westen von NRW erfahren. Seit dem bin ich in einer freiwilligen Quarantäne. Ich meide jeden engeren Kontakt, auch mit meinen Nachbarn (beide 2x geimpft) unterhalte ich mit Abstand über den Zaun hinweg. Ich hatte in den 19 Monaten seither keine Beschwerden - schneide mir die Haare selbst, meide Gasthöfe oder "Pizzadienste", bestelle überwiegend schriftlich in Versandhäusern (Paket werden an einem Lagerort deponiert).
.
Ich kann gerne auf eine Impfung verzichten.
__
Wenn dieses Verhalten für Sie unter den Begriff "am Leben teilnehmen" fällt, mag das für Sie ja ok sein.
Für mich und niemanden, den ich kenne, ausser einem schwerstpflegebedürftigen Nachbarn, wäre das allerdings kein Leben. Nicht mit und nicht ohne Impfung ! Garnicht.

Am 17. September 2021 um 18:32 von Zeitlos-Geistlos

Die Entscheidungen an dem und um den 13.03. waren sicher nicht immer die besten. Das schließt nicht nur Kurz sondern jeden Ischgl-Urlauber ein. Zum 13.03. tobte unter Beachtung nationaler und internationaler Medien das Virus bereits länger als 14 Tage in Heinsberg. So weit weg von Ischgl, aber noch weiter von Wuhan. Klagt man in Heinsberg jetzt auch?
__
Ist es nicht sogar so, dass Recherchen ergeben haben, dass das Virus bereits im Dezember 2019 in Norditalien nachgewiesen wurde ?
Ich meine da kürzlich noch etwas drüber gelesen zu haben. Die ganz Nachkarterei führt zu nichts. Es sind bestimmt Versäumnisse gemacht worden aber da jetzt im Nachhinein auf "Teufel-komm-raus" einen Schuldigen zu suchen, ist schäbig.

@Opa Klaus um 18:15

Danke für Ihre indirekte Antwort.
.
Ich bin nicht isoliert, ich verhalte mich so, wie in einer Influenza-Welle - und ich habe in meinem Leben erst eine Influenza-Infektion gehabt, nach meiner einzigen Impfung. -> gebranntes Kind. Das mit dem Friseur bedauere ich sehr, da es ein alter Wanderfreund ist, mit dem ich im Laufe der Jahrzehnte viele Kilometer gemeinsam abgewandert bin (heute geht Wandern nicht mehr durch meine Arthrose).
.
Und Klamotten, Schuhe oder Bücher kann man in meiner kleinen Stadt nicht mehr kaufen - jedes zweite Ladenlokal ist geschlossen und ausgeräumt. Da bleibt halt nur der Versandhandel.

Am 17. September 2021 um 18:14 von Becherchen

Außerdem wusste man damals schon etwas mehr über das Virus.
Hierzulande gab es Warnungen vor Karnevalsveranstaltungen und Warnungen, nach Österreich und Italien in Skiurlaub zu fahren. Warum wohl?
Jetzt so zu tun, als hätte man das damals alles nicht wissen können finde ich ziemlich verlogen.
___
Ich, als Kölnerin kann Ihnen versichern, dass man hier im Karnevalsmodus war und sich für solche eben hier noch NICHT presenten Gefahr nicht bewusst war. Wenn das Nichtwissen für Sie verlogen ist, wie sieht das denn mit dem diesjährigen Urlaub von zigtausenden in Risikogebiete aus ?
Werden die jetzt alle verklagt ? Denn darum geht es doch in dieser Diskussion.

@18:14 von Becherchen

>> Hierzulande gab es Warnungen vor
>> Karnevalsveranstaltungen

Richtig!

ABER nicht(!) vor Corona, SONDERN vor dem Unwetter Yvonne. -.-

@weingasi1 - Ansteckungsrisiko

18:31 von weingasi1:
"Wenn ich für mich das Risiko abwäge und eingehe, dann muss ich wenigstens dafür sorgen, dass kein anderer darunter leidet, wenn ich um die Risiken Bescheid weiss."

Wenn Sie um die Risiken Bescheid wissen, dann wissen Sie auch, dass diese nicht im Urlaub, sondern im Alltag lauern. Dort haben wir die meisten Kontakte und folglich auch das höchste Ansteckungsrisiko.

@ Hirschauer 18:48

"Das mit dem Friseur bedauere ich sehr, da es ein alter Wanderfreund ist, mit dem ich im Laufe der Jahrzehnte viele Kilometer gemeinsam abgewandert bin (heute geht Wandern nicht mehr durch meine Arthrose)."

Ich denke, ich kann Ihre Situation nachvollziehen. Bitte bleiben Sie weiterhin gesund.

An weingasi1

Es geht hier um das,was in Ischgl vor anderthalb geschehen ist. Es geht darum herauszufinden, wer wann was wußte und ob das getan wurde, was nötig gewesen wäre. Mir geht es nicht um Schuld und Klagen, sondern um Aufklärung. Man kann aber auch jede Aufarbeitung sein lassen.
Es geht hier überhaupt nicht um das, was Urlauber in diesem Jahr gemacht haben.
Bei uns gibt es zum Glück keinen Karneval, ich war nicht abgelenkt und habe meine Kontakte von selbst erheblich reduziert bevor die Regierung den halbherzig Lockdown angeordnet hat.

@weingasi1 - Selbstverantwortung

18:25 von weingasi1:
"Wie wäre es denn mal mit ein bischen Überlegung und Selbstverantwortung ? Wir sind doch nicht in z.B. China. Da wird für die Bürger mitgedacht. Die sollen das garnicht selbst versuchen."

Wer ein Impfangebot ablehnt, der wird diskriminiert. Wer im Freien keine Maske trägt, riskiert ein Bußgeld. Wer durch einen Antikörpertest erfährt, dass er genesen ist, muss sich trotzdem impfen lassen. Und wer sein auf bloßen Verdacht in Quarantäne gestecktes Kind nach draußen lässt, wird mit Freiheitsstraße von bis zu zwei Jahren bedroht.

Mein Fazit: Nachdenken ist hier auch nur gewünscht, wenn man zum selben Ergebnis kommt wie die Regierung.

@Margitt, 17.30 Uhr -Impfrisiko vs. Erkrankungsrisiko

"Aber wir hätten dann auch zusätzliche Todesfälle und wohl viele schweren Impfreaktionen mit Dauerfolgen."

Es reicht langsam! Impfen ist WESENTLICH ungefährlicher als die Erkrankung!

Hören Sie auf von sich auf die Mehrheit zu schließen und unentschlossenen Mitlesern das Impfen madig zu machen. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass Sie jemanden, dem Sie die Impfung ausreden, an dieser Tatsache verstirbt, als dass Sie sein Leben retten.

Wenn nicht die amerikanische Justiz

ein Urteil erzwingt, wird man in Europa kein Unternehmer, Politiker, Beamten usw. für sein verantwortungsloses Handeln haftbar machen können.

@Margitt. - Wie viele schwere Impfreaktionen gab es schon?

17:30 von Margitt.:
"Aber wir hätten dann auch zusätzliche Todesfälle und wohl viele schweren Impfreaktionen mit Dauerfolgen."

Da die aktuellen Impfquote bei knapp 63% liegt, würde sich die Zahl der schweren Impfreaktionen nicht einmal verdoppeln.

Wie viele gab es bisher?

manchmal will ich nicht tauschen

mit unseren Entscheidungsträgern.
Was die auch tun es ist verkehrt.
Keiner wurde dich gezwungen in Ischgl Urlaub zu machen,
auch die möglichen Risiken waren bekannt
wurden breit und ausgiebig diskutiert

19:45 von Sisyphos3

Und hinzu kommt noch etwas. Man stelle sich vor, die EU hätte die gleichen, rustikalen Maßnahmen wie China ergriffen. Schon allein der Gedanke daran.

19:32 von Nachfragerin

Und wer sein auf bloßen Verdacht in Quarantäne gestecktes Kind nach draußen lässt, wird mit Freiheitsstraße von bis zu zwei Jahren bedroht
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und das finden sie schlecht ?

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@Sisyphos3 - Quarantäne

>>Und wer sein auf bloßen Verdacht in Quarantäne gestecktes Kind nach draußen lässt, wird mit Freiheitsstraße von bis zu zwei Jahren bedroht.<<

19:55 von Sisyphos3:
"und das finden sie schlecht ?"

Ja. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder keine Infektionstreiber sind. Außerdem schadet es dem Kind, wenn man dessen Eltern wegsperrt.

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