Ihre Meinung zu: Antisemitismusvorwurf: Leipziger Westin beurlaubt Mitarbeiter

6. Oktober 2021 - 14:29 Uhr

Er wollte nur einchecken. Aber weil er eine Kette mit Davidstern trug, verwehrte ein Mitarbeiter dem Sänger Gil Ofarim dies. Das Leipziger Hotel beurlaubte nun zwei Angestellte und verurteilte Antisemitismus.

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Kommentare

"unklar. Der beschuldigte

"unklar. Der beschuldigte Hotelmitarbeiter habe nun Anzeige wegen Verleumdung gegen Ofarim gestellt"

*

Gibt es heutzutage nicht überall Kameras?

Ein Vorgang, der beschämt und wütend macht

Es ist ein ungeheuerlicher Vorgang, der beschämt, aber auch wütend macht. Da wird ein Mensch aufs übelste diskriminiert, nur weil er jüdischen Glaubens ist. Wenn sich ein Hotel-Angestellter derartiges erlauben kann, ohne sofort fristlos entlassen zu werden, kann man sich vorstellen, welcher Geist in diesem Hotel herrscht. Dafür spricht auch, dass eine untergeordnete Fast-Managerin eine Erklärung abgibt und nicht etwa der Hotel-Direktor oder der Europa-Chef dieser weltweit agierenden Gruppe. Ich bedauere zutiefst, in den letzten Jahren mehrfach als Gast dieser Hotelgruppe nicht ganz geringe Rechnungen bezahlt zu haben, und werde in Zukunft einen großen Bogen um diese Häuser machen. Danke und Hochachtung Gil Ofarim, der nicht zu meinen Lieblingssängern zählt, aber der als Mensch den Mut aufgebracht hat und seine Popularität nützte, den leider wieder fast alltäglichen Antisemitismus anzuprangern und zu belegen.

Zivilisiertes Benehmen und Rassismus schließen sich aus

Da ist das, was Zentralrat der Juden hier völlig zu Recht kritisiert: "Wir sind zudem mehr als irritiert, dass eine deutliche Entschuldigung des Hotels gegenüber Gil Ofarim bisher ausgeblieben ist" in der Tat zwar mehr als irritierend, aber eigentlich nur "folgerichtig".

Wenn Herrn Ofarims Aussagen zutreffend sein sollten (wofür es angesichts der geschilderten Situation vor Ort genügend Zeugen geben dürfte) sollte eine aufrichtige Entschuldigung eine Selbstverständlichkeit sein.

Anständiges Benehmen und Rassismus schließen sich aus

Da ist das, was Zentralrat der Juden hier völlig zu Recht kritisiert: "Wir sind zudem mehr als irritiert, dass eine deutliche Entschuldigung des Hotels gegenüber Gil Ofarim bisher ausgeblieben ist" in der Tat zwar mehr als irritierend, aber eigentlich nur "folgerichtig".

@Kommentator um 15:45

Was weiß ich derzeit. Ein Hotelgast behauptet, es sei antisemitisch diskriminiert worden und habe dieses im Internet bekanntgemacht. Er hat keine Anzeige erstattet. Der beschuldigte Hotelangestellte hat Strafanzeige gestellt.
.
Es sollte doch leicht sein, Zeugen zu finden, die tatsächlich zu dieser Zeit vor Ort waren. Sie verurteilen ohne näheres zu wissen.

15:45 von Kommentator

nur weil er jüdischen Glaubens ist
----------

er hatte nen Davidstern an ner Kette um den Hals

das mit dem jüdischen Glauben ist jetzt eher
ne Mutmaßung

Bevor ich mir hier parteiisch in irgendeine Richtung ...

... ein Urteil erlaube, warte ich doch erst einmal die Ermittlungen ab.

Im Moment steht hier eine Aussage gegen eine andere ... nämlich die des Musikers gegen die des Hotelmitarbeiters, der umgekehrt ebenfalls Anzeige wg. Verleumdung gestellt hat und auch den Sachverhalt anders darstellt (wie "Der Spiegel" berichtet).

Von daher halte ich auch den Vorwurf gegen die Hotelleitung für verfrüht, sich bisher nicht entschuldigt zu haben bzw., dass nicht die oberste Hotelleitung Stellung bezogen hätte.

Es gilt daher zunächst einmal die Unschuldsvermutung. Erst wenn Beweise da sind, sollte man die richtigen und dann auch wichtigen Schritte unternehmen.

Israelflagge und Halbmond

Da brauchen ein paar Hotelangestellte mit Sicherheit Nachhilfe in Sachen Rassismus.

Denn wenn man dies tut, marginalisiert man diesen Antisemitischen Vorfall zu einem Konflikt zweier Länder oder zweier Religionen. Was immer die Mitarbeiter mit dem Halbmond meinten.

Und geht am Kern des Problems völlig vorbei.

Wenn ein Mensch nur auf Grund seiner Religion (und nicht irgend eines eigenen Fehlverhaltens) offen angefeindet und benachteiligt wird - hat das nichts, aber auch gar nichts, mit dem Verhältnis zweier Staaten oder zweier Kulturen zueinander zu tun.

Es ist ein Mensch, der würdelos behandelt wurde.

Zu Recht kritisiert der Zentrtalrat der Juden diese Art der "Entschuldigung". Die eigentlich schon die nächste Form des Antisemitismus ist. Nicht absichtlich und nicht so sichtbar. Zeigt diese Art doch wie verallgemeinert wird. Du Jude, also du Israel, also du der Böse. Rassismus durch Verallgemeinerung. Bitte lehrt es dem Hotelpersonal.

Beruf verfehlt

Wer den Gästen seiner Einrichtung wegen eines Anhängers den Zutritt verwehrt, hat seinen Beruf verfehlt.

Allerdings kann ich es auch nicht nachvollziehen, warum dieser Vorfall jetzt so große Wellen schlägt. Wenn statt Herrn Ofarim eine Muslima wegen ihres Kopftuchs abgewiesen worden wäre, hätte das wahrscheinlich keinen interessiert.

Am 06. Oktober 2021 um 16:13 von Sisyphos3

Zitat: er hatte nen Davidstern an ner Kette um den Hals--- das mit dem jüdischen Glauben ist jetzt eher ne Mutmaßung

Das ist ein eher hilfloser Versuch einer Relativierung.

Stich ins Wespennest

Da scheint dem Sänger Gil Ofarim ein deutlicher Stich ins Wespennest gelungen zu sein; und wie es scheint, ist er beileibe nicht der einzige, dem solches geschah. -

Zeugen?

Ich habe einige Fragen: Gibt es denn keine Zeugen? Bei einer Schlange von Hotelgästen, die eincheckten, muss das doch noch jemand mitgekriegt haben. Und: Warum ist keiner dieser Hotelgäste eingeschritten? Gab es keinen Protest oder Einspruch anderer Hotelgäste? Hat sich niemand auf die Seite von Gil Ofarim begeben? Wenn dem so ist, dass Gil Ofarim mit der Situation ganz allein dastand, dann fände ich das zumindest genauso furchtbar wie die Äußerungen der Hotelangestellten. Aber dazu habe ich bisher keine Informationen finden können.

Am 06. Oktober 2021 um 15:45 von Kommentator

Zitat: Wenn sich ein Hotel-Angestellter derartiges erlauben kann, ohne sofort fristlos entlassen zu werden, kann man sich vorstellen, welcher Geist in diesem Hotel herrscht

Man könnte sich auch vorstellen, dass ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer nicht auf ersten Zuruf hin fristlos entlassen darf, sondern die Sache zuerst untersuchen muss.

Freistellung bis auf Weiteres ist die richtige Reaktion gewesen.

Im Legida-Land kennt man offenbar keine G - Regel

Im ersten Grundsatz Artikel des Gastgewerbes
steht dieses : G wie Gastfreundlichkeit

Egal welcher Hautfarbe,Aussehes,Religion,.......

@Sisyphos3:

"er hatte nen Davidstern an ner Kette um den Hals": Ihre Verachtung ist greifbar, aber das "Bißchen" reicht schon im Westin Leipzig, um nicht einchecken zu können? Oder hat dieses Westin so ganz besondere Anhänger zur Identifikation für ihre Kunden zu vergeben? -

Ja, es dürfte nicht schwierig sein

@ um 16:12 von Hirschauer

"Es sollte doch leicht sein, Zeugen zu finden, die tatsächlich zu dieser Zeit vor Ort waren."

Sicher, wenn es dort wie geschildert eine Schlange gab, müssten sich recht zügig Zeugen finden lassen. Wenn es sich dem Bericht entsprechend zugetragen hat, ist das selbstredend in keiner Weise erträglich, absolut nicht!

verbale Demütigung statt

verbale Demütigung statt Todesangst...
Wenn über die täglichen Überfälle und Messerstechereien auf Deutsche auch so berichtet würde, dann hätten wir wirklich echten Journalismus!

@Sisyphos3

Ob er gläubiger Jude ist, steht hier nicht zu Debatte, sondern es geht um seine Zugehörigkeit zum jüdischen Volk bzw. den Davidstern, der darauf hindeutet. Und da braucht man auch nicht lange zu raten: er ist ein Sohn von Abi Ofarim.

Meine Generation war noch erleichtert und glücklich, als Esther und Abi Ofarim (und später Esther Ofarim alleine) in der Bundesrepublik auftraten; sie waren Stars. Abi Ofarim lebte und starb dann in der BRD.

Und jetzt sind wir schon wieder so weit, dass Antisemitismus wieder eine lässliche Sünde ist?

Und übrigens, wenn hier an Ofarims Geschichte gezweifelt wird: Ich glaube nicht, dass der Geschäftsführer des Hotels sich entschuldigt und den Mitarbeiter beurlaubt hätte , wenn sie nicht wahr wäre.
Letzterer geht wohl nach der Strategie: "Angriff ist die beste Verteidigung" vor.

Entlassen

Ein Empfangsmitarbeiter, der einen Gast auffordert, einen Davidstern abzulegen? Das ist einfach unglaublich. Der Mitarbeiter gehört sofort entlassen.

Ich bin sprachlos - aber nicht überrascht

Ich habe das Video gesehen. Ich bin auch nicht sehr überrascht das keiner der anderen Gäste sich gerührt hat, aber vielleicht hat es ja sonst niemand mitbekommen.

Auf der einen Seite werden gegen fast 100jährige kleine Angestellte im NS-KZ System mit 50jähriger Verspätung Strafprozesse geführt und allerorten wird Toleranz „verordnet“ zB „Blackfacing“ gebrandmarkt und Kinderfasching nur mit „echten“ Indianerhäuptlingen erlaubt ... und andererseits drückt man beide Augen zu und will den übrigens schon immer und weiterhin latent vorhandenen Antisemitismus nicht sehen!

Da war man früher (also in den 1970ern) noch ehrlicher. Die große Politik war - schon wegen der Argusaugen des Großen Bruders in Washington - um politisch korrekte Ansprache bemüht, in der breiten Gesellschaft war Antisemitismus (hinter vorgehaltener Hand) aber sehr verbreitet. Das wusste auch jeder.

Heute wird eher so getan als ob schon die Kinder in der Grundschule anders sozialisiert worden seien, tolerant eben...

16:13 von Sisyphos3

"nur weil er jüdischen Glaubens ist
----------

er hatte nen Davidstern an ner Kette um den Hals

das mit dem jüdischen Glauben ist jetzt eher
ne Mutmaßung"

Das er jüdischen Glaubens ist nicht nur eine Mutmaßung sondern Fakt.
Gilt Ofarim ist Sohn des israelischen Sängers Abi Ofarim und hat auch schon häufiger selber in der Öffentlichkeit erwähnt das er Jude ist.

Und selbst wenn nicht, ist es ein Armutszeugnis, wenn jemand aufgefordert wird seine Kette abzulegen, nur weil er einen Davidsstern trägt. Von einem Christen wird hier ja auch nicht verlangt seine Kreuzkette (wenn er/sie eine trägt) abzulegen. Auch gilt hier die Religionsfreiheit, oder darf jetzt auch eine Frau nicht mehr ins Hotel, nur weil sie ein Kopftuch trägt? Es muss einem nicht gefallen, aber deswegen ist es trotzdem nicht verboten.

Erbärmlich!

Vorstellen kann ich mir ein solches Verhalten in Deutschland schon lange. Beweise für dieses Denken hier gibt es genug.

In diesem Laden scheint die wichtigste Frage bei einem Bewerbungsgespräch zu sein, ob der Bewerber andere Religionen und andere Lebensweisen grundsätzlich ablehnt. Wenn ja, dann hat er den Job wohl.
Auf anderer Seite ist zu inzwischen lesen, dass auch andere dort schon als "Drecks Schwuchtel" beschimpft wurden. Bin gespannt, was sich noch herausstellt.

Es ist wirklich

Es ist wirklich ungeheuerlich, man stelle sich vor, Helene Fischer wolle in Tel Aviv im Hotel einchecken, bekomme aber vermittelt, sie müsse erst ihre Kette mit Kreuz abnehmen, bevor das geht (ich habe das jetzt mal in das fiktive Beispiel genommen, natürlich weiß ich nicht, ob sie so ein Kettchen trägt).
Ich kann diese Art der Diskriminierung nicht nachvollziehen und finde auch, dass das Hotel dem Sänger eine offizielle Bitte um Entschuldigung schuldig ist. Gerade ein Betrieb, der von der Weltoffenheit gegenüber seinen Gästen lebt, muss ganz energisch gegensteuern und Personal, das mit dieser Offenheit nicht klarkommt, hat in dem Beruf nichts verloren.
Was ich aber auch nicht nachvollziehen kann, sind pauschale Drohungen gegen das Personal. Ist es heutzutage wirklich nicht mehr möglich eine berechtigte Kritik auf zivilisierte Art auszusprechen? Nein zu Antisemitismus, aber auch Nein zu verbaler Verrohung.

15:45 von Kommentator

Da wird ein Mensch aufs übelste diskriminiert, nur weil er jüdischen Glaubens ist.

Gil Ofarim ist, soweit mir bekannt ist, deutscher Staatsbürger mit israelitischen Wurzeln. Ob er einer jüdischen Glaubens ist, bleibt dahingestellt und entzieht sich auch meinen Kenntnissen.

Ungeachtet von dem Vorfall, wie er sich tatsächlich zugetragen hat, ist es stets verwerflich, einen anderen Menschen grundlos zu entwürdigen.

16:13, Sisyphos3

>>15:45 von Kommentator
nur weil er jüdischen Glaubens ist
----------

er hatte nen Davidstern an ner Kette um den Hals

das mit dem jüdischen Glauben ist jetzt eher
ne Mutmaßung<<

Als Sohn des israelischen Sängers Abi Ofarim ist es zumindest nicht allzu weit hergeholt, anzunehmen, daß er Jude ist. Ob auch ein gläubiger, das ist eine andere Frage.

Zu Sisyphos 3 um 16.13

Das Tragen eines Davidsterns ist ein Bekenntnis iS einer Zugehoerigkeit zum Judentum, das nicht zuletzt eine Religionsgemeinschaft ist. Um die Diskriminierung dieses Bekenntnisses geht es hier. Ihre - hoeflich ausgedrueckt - flapsige Bemerkung ist daher - nochmal hoeflich ausgedrueckt- unangebracht.

@Kommentator 06.10. 15:45

Sofern alles was Sie in Ihrem Kommentar schreiben den Tatsachen entspräche, haben Sie völlig Recht, aber in unserem Rechtssystem gilt immer noch die Unschuldsvermutung bis zum Beweis.
Sie und unzählige andere in den sozialen Netzwerken verurteilen vorab aufgrund von Hörensagen und das ist mehr als beunruhigend.

„Laut Leipziger Polizei wurde

„Laut Leipziger Polizei wurde Ofarims Video gesichert und der Fall der Staatsanwaltschaft zur Überprüfung vorgelegt.“
Ofarims Video wurde gesichert? Um es durch die Staatsanwaltschaft prüfen zu lassen?
Wozu?
Um festzustellen, dass er behauptet hat, Opfer von Antisemitismus geworden zu sein?
Es steht im Bericht nichts davon, dass Herr Ofarim den antisemitischen Vorfall gefilmt hat, sondern nur, dass er eben diesen Vorfall in seinem Video beschrieben hat.
Und das wird er sicher nicht bestreiten.
Also wozu wurde dieses Video von der Polizei „gesichert“? Und was wird „überprüft“?
Zumal es ja höchstwahrscheinlich auch noch im Internet kursiert.
Praktiziert hier die Leipziger Polizei und die Leipziger Staatsanwaltschaft ebenfalls Antisemitismus um Herrn Ofarim in eine Täterrolle zu drängen?

Mit welchem Recht

... verlange ich von einem Gast das Ablegen eines Symbols seiner Religion? Das ist nicht zu fassen. Und das mitten in Deutschland.

»er hatte nen Davidstern an

»er hatte nen Davidstern an ner Kette um den Hals.
das mit dem jüdischen Glauben ist jetzt eher
ne Mutmaßung.»

Und im Artikel steht extra noch drin:
"Ofarim sei Jude und deutscher Staatsbürger".

Hätte er einen kleineren Autoreifen an einer Kette getragen, dann checkt man ihn auch gemäß der Reihenfolge in der Warteschlange ein. Ist es kein verbotenes Symbol, und kein gemeingefährlicher Gegenstand um den Hals getragen, geht es das Hotelpersonal einen Dreck an, was wer an einer Kette um den Hals trägt.

Zeugen

Ich würde mich als Zeugin nie und nimmer dazu in den Medien äußern!
Nur zu den Ermittlern und nur hinter verschlossenen Türen!

Denn egal wie die Aussage leitet wird jeder Zeuge von der einen oder anderen Seite medial zerlegt.

Womöglich wurden jetzt bereits mehrere Zeugen abgeschreckt.

17:03 von Sozialstatt

Zitat:"Wenn über die täglichen Überfälle und Messerstechereien auf Deutsche auch so berichtet würde"

Welche "täglichen Überfälle und Messerstechereien" meinen Sie denn? Warum sollen die außerhalb des lokalen Rahmens berichtenswert sein? Wer verschweigt denn Ihrer Meinung nach hier etwas und warum? Ich wäre für eine substantielle Aussage dankbar, sonst muss ich Ihren post leider für das übliche rechtsextreme Geschwätz halten.

Das einige Leute...

...jetzt schon wieder nach dem Motto agieren "ich war nicht dabei, wer weiß, ob das alles so stimmt" macht mich zum zweiten mal innerhalb von 24 Stunden fassungslos.

Offensichtlich ist die Fähigkeit zur Verdrängung, wenn es um Antisemitismus in Deutschland geht, durch nichts zu erschüttern.

@Sozialstatt:

......, und erst noch, es würde berichtet ".... über die täglichen Überfälle und Messerstechereien" VON Deutschen.

Abwarten

Man sollte die Ermittlungen abwarten und nicht vorschnell urteilen . Stellt es sich allerdings als zutreffend heraus daß der Hotelmitarbeiter solch ein Verhalten gezeigt hat dann ist das unterste Schublade und ist nicht zu tolerieren .
Die Proteste sind dann auch gerechtfertigt und es beruhigt auch daß sich Menschen gegen solches Verhalten solidarisieren .
Ich hätte mir allerdings gerne die selben Reaktionen gewünscht als vor kurzem in Hamburg ein 60 Jähriger Jüdischer Mitbürger bei einer Mahnwache so von einem 16 Jährigen verprügelt wurde dass er sich schwere Verletzungen zuzog .
Die religiöse oder politische Einstellung solcher Täter sollten nicht darüber entscheiden wie häufig darüber Berichtet wird , bzw. dagegen demonstriert wird .

Ganz einfach

Ein Hotel kann auf Mitarbeiter, die Gäste schlecht behandeln verzichten. Vom Strafrecht abgesehen würde jede(n) loswerden wollen, der mir Gäste vergrault.

Da ist es auch egal, ob das wegen der Religion, der Hautfarbe, der sexuellen Orientierung oder was auch immer ist.

So jemand kann man an einer Hotelrezeption echt nicht brauchen. Wenn man ihn nicht kündigen kann gibt es bestimmt Jobs, wo man keine Gäste nervt. Die Mülltonnen rausstellen oder so.

Ergänzende Information

Wie eben in der ARD Sendung ‘Brisant’ berichtet wurde, ist er wohl nicht das einzige Opfer solcher Anfeindungen in diesem Hotel.

Auch der Manager von Patricia Kelly ist dort homophob beleidigt worden.

Wenn dafür zwar nur einzelne Mitarbeiter am Empfang verantwortlich sein mögen, diese aber nicht von den anderen Angestellten in die Schranken gewiesen werden, so zeigt das doch den Geist, der in diesem Hotel zu herrschen scheint.

17:03, Sozialstatt

>>verbale Demütigung statt Todesangst...
Wenn über die täglichen Überfälle und Messerstechereien auf Deutsche auch so berichtet würde, dann hätten wir wirklich echten Journalismus!<<

Ach so.

Die wahren Opfer sind also die braven Deutschen.

Das hätte ich fast vergessen.

Wissen Sie eigentlich, wie viele Menschen in Deutschland täglich Opfer von Gewaltverbrechen werden? Unabhängig von Nationalität, Ethnie und Glauben.

17:04, Möbius

>>Ich bin sprachlos - aber nicht überrascht
Ich habe das Video gesehen. Ich bin auch nicht sehr überrascht das keiner der anderen Gäste sich gerührt hat, aber vielleicht hat es ja sonst niemand mitbekommen.

Auf der einen Seite werden gegen fast 100jährige kleine Angestellte im NS-KZ System mit 50jähriger Verspätung Strafprozesse geführt und allerorten wird Toleranz „verordnet“ zB „Blackfacing“ gebrandmarkt und Kinderfasching nur mit „echten“ Indianerhäuptlingen erlaubt ... und andererseits drückt man beide Augen zu und will den übrigens schon immer und weiterhin latent vorhandenen Antisemitismus nicht sehen!<<

Was für ein verunglückter Relativierungsversuch.

Wen meinen Sie eigentlich mit „man“?

Was ist schlimm daran

... dass ein deutscher Jude einen Davidstern trägt? Warum muss er ihn ablegen, um in einem deutschen Hotel einzuchecken? Was geht in diesem Hotelpersonal vor?

um 16:50 von falsa demonstratio

>>
Freistellung bis auf Weiteres ist die richtige Reaktion gewesen.
<<

Ich teile Ihre Auffassung nicht. Auch in diesem speziellen Fall müssen wir uns strikt an die rechtsstaatlichen Grundsätze halten. Wollen Sie ernsthaft Zustände, in denen Mitarbeiter von Unternehmen freizustellen sind, weil eine dritte Person behauptet, der betroffene Mitarbeiter hätte etwas Unangebrachtes oder Strafbares gesagt ?
Kann man nicht einfach abwarten, bis die zuständigen Stellen für Aufklärung gesorgt haben ? Es gibt doch offenbar jede Menge potenzielle Zeugen und einen angeblichen "Ruf aus der Ecke".
Mit vorschnellen Vermutungen und Forderungen erweist man einem berechtigten Anliegen einen Bärendienst.

@ Sisyphos3

er hatte nen Davidstern an ner Kette um den Hals das mit dem jüdischen Glauben ist jetzt eher ne Mutmaßung

Das klingt für mich, als würden Sie sich lustig machen. Ist das beabsichtigt?

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