Ihre Meinung zu: Opposition in Österreich kritisiert neuen Kanzler scharf

12. Oktober 2021 - 14:20 Uhr

Österreichs neuem Kanzler Schallenberg wehte bei seiner Antrittsrede scharfer Wind der Opposition entgegen. Die Regierungsumbildung sei eine Farce, Kurz bleibe "Schattenkanzler", so SPÖ-Chefin Rendi-Wagner. Von S. Govedarica.

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Kommentare

Neue Regierung

Mir wäre (als österreichischem Staatsbürger) eine neue Regierung lieber mit Pamela Rendi-Wagner an der Spitze. Die Frau ist einfach klasse und hat Stil.

Kurz und seine Legionen

Irgendwie erinnert mit seinem Drive an den jungen Caesar. So bleibt nur zu hoffen, dass die Gerechtigkeit siegt, und dieser Filz rausgerissen wird.

kritisiert

Logisch, was anders können die ja auch nicht.

Klar Schiff machen

Wenn Kurz in diese Korruptionsaffäre verstrickt ist, worauf einiges hindeutet, dann sollte er den Schneid haben, die Interessen des Landes über seine eigenen Karrierebestrebungen zu stellen und zurücktreten. Er findet in der Wirtschaft sicher eine gut dotierte Stelle.

Ich frage mich, …

… wie Kurz innerhalb weniger Tage mal eben Fraktionsvorsitzender werden konnte. War der Job gerade frei, die Stelle unbesetzt?

Das muss eine Opposition tun

@ werner1955:

kritisiert. Logisch, was anders können die ja auch nicht.

Würde sich die Regierung durch gute Arbeit Respekt verdienen, statt ihn durch Mauschelei zu verspielen, müsste die Opposition es auch nicht kritisieren.

@ Wolfgang Wodrag 15:26

Ich kann Sie verstehen. Diese Frau hat Courage und spricht unverblümt, diese Farce an .

Herr Schallenberg

Dieser Herr hat irgendwie ein seltsames Verständnis für parlamentarische Instrumente. Frau Rendi-Wagner hat Recht das es ihm als neuer Bundeskanzler nicht zusteht, darüber zu urteilen.

Seltsam,

dass die österreichischen Bürger immer wieder die ÖVP mit ihrem Herrn Kurz wählen. Sollte es einen nächsten Versuch geben, dann wird Kurz wahrscheinlich wieder gewinnen mit der ÖVP. Seltsam, diese Wähler.

Am 12. Oktober 2021 um 15:26 von Wolfgang Wodrag

"Mir wäre (als österreichischem Staatsbürger) eine neue Regierung lieber mit Pamela Rendi-Wagner an der Spitze. Die Frau ist einfach klasse und hat Stil."
__
Ja, das hat man schon daran gesehen, dass sie sich schon als zukünftige Kanzlerin im Bündnis mit der FPÖ anbot.
Stellen Sie sich das in DE vor. Herr Scholz zusammen mit der AFD. Da würden die Wogen aber hoch kochen.

Das Vasallenverhältnis zum

Das Vasallenverhältnis zum doppelt rückgetretenen Kurz hat Schallenberg schon in seiner Antrittsrede deutlich gemacht, in der er völlig daneben sich überzeugt von der Unschuld Kurz' zeigte, alle Ermittlungsergebnisse und Chat-sms-Dokumentationen in den Wind schlagend.
Was mich enttäuscht ist, dass die österreichischen Grünen das mitmachen. Bei aller Wertschätzung für Ihre politischen Projekte von Klimaschutz und die dafür schon auf den Weg gebrachten Beschlüsse und Gesetze: Es reicht; denn auch die Grünen wissen, dass das System Kurz mit dieser geschickten Rochade nicht geschwächt sondern eher gestärkt wurde. Noch ist Zeit, nach den ersten Gesprächen mit Schallenberg die Reißleine zu ziehen.

Ganz

Österreich war und ist schon immer Spezi Wirtschaft. Das wird sich so schnell nicht ändern.

@Jim456, 16:40

Ganz Österreich war und ist schon immer Spezi Wirtschaft. Das wird sich so schnell nicht ändern

So wird's wohl sein. Sicher haben Sie auch profunde Kenntnisse über "ganz Deutschland", "ganz Malta", "ganz Belgien", "die Chinesen", "der Amerikaner als solcher", "alle verheirateten Männer", "Leute mit einem tz im Namen" etc.
Das vereinfacht die Einschätzung von und den Umgang mit Personen, Gruppen und Völkern ungemein.

Österreich hat zwar...

einen neuen Bundeskanzler, aber das korrupte "System Kurz" feiert weiter fröhliche Urständ, denn Kurz hat nach wie vor als neuer ÖVP-Klubobmann und Parteichef alle Fäden in der Hand. Eine Änderung ist auch unter Kanzler Schallenberg nicht in Sicht, denn dieser Mann ist nicht viel anders als Kurz, höchstens mit einem vermeintlich diplomatischeren Anstrich. Und dass die Grünen aus reinem Machterhalt dieses unwürdige Spiel als Koalitionäre mitspielen, könnte ihnen bei den nächsten Wahlen teuer zu stehen kommen.

16:20 von Wegelagerer34

Seltsam, diese Wähler.
-------------

stimmt
ist echt ne blöde Sache mit dieser Demokratie
insbesondere wenn die Mehrheit ne andere Meinung vertritt,
wie man selbst
))Polemik aus((

@SinnUndVerstand, 16:39

Was mich enttäuscht ist, dass die österreichischen Grünen das mitmachen.

Mich nicht, weil ich in meinen Erwartungen zurückhaltender war und bin. Ich habe schon länger davon Abstand genommen, Parteien und Gruppierungen, bei denen mich vieles positiv anspricht, deshalb keine Niederträchtigkeiten zuzutrauen. Bin da schon bei den deutschen Grünen durch eine harte Schule gegangen.

@16:39 von SinnUndVerstand

Was mich enttäuscht ist, dass die österreichischen Grünen das mitmachen.

Die Grünen sind in Österreich aber nicht so mächtig, weil ihr Koalitionspartner prinzipiell auch bereit ist mitte-rechts Koalitionen zu bilden.

re 15:42 Wolfgang Wodrag: Schneid

>>Wenn Kurz in diese Korruptionsaffäre verstrickt ist, worauf einiges hindeutet, dann sollte er den Schneid haben, die Interessen des Landes über seine eigenen Karrierebestrebungen zu stellen und zurücktreten.<<

Wenn er diesen „Schneid“ hätte, würde es diese Affäre überhaupt nicht geben.

>>Er findet in der Wirtschaft sicher eine gut dotierte Stelle.<<

Die hat er doch längst!

@15:45 von Wolfgang Wodrag

„Würde sich die Regierung durch gute Arbeit Respekt verdienen, statt ihn durch Mauschelei zu verspielen, müsste die Opposition es auch nicht kritisieren.“

Jetzt geben Sie sich aber etwas naiv: Wir beide (und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch alle anderen Foristen) wissen doch, dass die Opposition grundsätzlich immer (!) kritisiert, völlig unabhängig davon, was die Regierung tut.
Das ist in Österreich nicht anders als in Deutschland.

durch gute Arbeit Respekt verdienen

Wolfgang Wodrag @
Wo haben Sie in Europa oder in unserem land das in den Letzten 30 Jahren erlebt?

meine letzte Erinnerung an eine Regierung die durch gute Arbeit Respekt verdienen war die von Helmut Schmidt.

re 16:40 Jim456: Änderungen

>>Österreich war und ist schon immer Spezi Wirtschaft. Das wird sich so schnell nicht ändern.<<

Warum nur glauben so viele Menschen so leicht und so oft, dass sich „Verhältnisse“ nicht ändern ließen?

Wenn es nämlich so wäre, dann bräuchten die ganzen Autokraten den ganzen Aufwand und Schwindel doch überhaupt nicht zu betreiben.
Das sie es dennoch tun, spricht eben nicht für deren Macht, sondern nur für deren Angst.

Die Angst vor der Demokratie ist es, die unsere selbsternannten Autokraten nicht ruhig schlafen lässt. Und deshalb tun sie alles, um zur Ruhe zu kommen. Die sollte man ihnen aber nicht gönnen.

@16:39 von SinnUndVerstand

„Noch ist Zeit, nach den ersten Gesprächen mit Schallenberg die Reißleine zu ziehen.“

Um dann was zu tun? Mit der FPÖ koalieren?

16:39 von SinnUndVerstand

dass die österreichischen Grünen das mitmachen.
--------------

andere Länder andere Sitten !
In Finnland sind die sogar für Kernkraftwerke.
Man höre und staune

re 16:53 Sisyphos3: Mehrheiten

>>stimmt
ist echt ne blöde Sache mit dieser Demokratie
insbesondere wenn die Mehrheit ne andere Meinung vertritt,
wie man selbst
))Polemik aus((<<

Nein, nein, aus Ihrem Mund ist das keine Polemik. Eher - im doppelten Sinne - schlichte Überzeugung.

Der Fehler ist, den Begriff der „Mehrheit“ zu schlicht zu sehen. In einer Demokratie geht es nämlich tatsächlich im Kern um den grundsätzlichen Schutz und die Entfaltung von Minderheiten.

Weil eben jede Mehrheit immer dazu neigt, Minderheiten - und eine Opposition gehört naturgemäß zu einer solchen Minderheit - zu schwächen. Natürlich immer im „Namen der Mehrheit“.

Und genau dies sehen Sie in Österreich, wo ein mit zweifelsfreier Mehrheit gewählter Kanzler alles versucht, sich und seine Clique vor einer drohenden Abwahl zu bewahren.

Zum Beispiel durch Manipulation einer Umfrage und die Instrumentalisierung großer Medien.

Warum wohl sollte sonst eine „Mehrheit“ eine Umfrage manipulieren?

re 17:08 werner1955: Zufriedenheit

>>meine letzte Erinnerung an eine Regierung die durch gute Arbeit Respekt verdienen war die von Helmut Schmidt.<<

Es liegt im Wesen einer parlamentarischen Demokratie, dass immer viele WählerInnen mit der jeweiligen Regierung unzufrieden sind. Dies scheinen besonders in den jungdemokratischen Bundesländern noch nicht alle richtig verstanden oder begriffen zu haben.

Sie sollten sich also damit trösten, dass Sie in einer tatsächlich existierenden Demokratie leben.

Und das meine ich sehr ernst! In einer Diktatur gibt es nämlich keine „Unzufriedenheit“, dort ist „das Volk“ als Ganzes immer derart zufrieden, dass man gar keine Wahlen mehr für nötig hält.

Kein Scherz!

@17:08 von teachers voice

">>Österreich war und ist schon immer Spezi Wirtschaft. Das wird sich so schnell nicht ändern.<<

Warum nur glauben so viele Menschen so leicht und so oft, dass sich „Verhältnisse“ nicht ändern ließen?
Wenn es nämlich so wäre, dann bräuchten die ganzen Autokraten den ganzen Aufwand und Schwindel doch überhaupt nicht zu betreiben.
Das sie es dennoch tun, spricht eben nicht für deren Macht, sondern nur für deren Angst."

Sie betreiben dies, weil darin ihre Kernkompetenz liegt und viele Wähler das erfolgreiche Operieren im Graubereich als Führungsstärke goutieren. Mauschelei wurde in Österreich doch längst zur Kunstform erhoben.
Das Talent Kurz hat bei der nächsten Wahl sicher erneut gute Chancen.

17:08 von werner1955

>>meine letzte Erinnerung an eine Regierung die durch gute Arbeit Respekt verdienen war die von Helmut Schmidt.<<

Viele Menschen unterliegen dem Trugschluss "Früher war alles besser".
Das hängt vermutlich damit zusammen dass man sich lieber an die schönen Dinge erinnert, und Unangenehmes verdrängt.

....Österreich kritisiert neuen Kanzler...

Das ist ja Ok, aber könnte man mit schlimmerem nicht warten, bis was handfestes aus dem Tun der Staatsanwaltschaft erwächst und bis dahin dafür sorgen, das keiner der möglicherweise Betroffenen sich hinter irgend etwas, vor allem hinter keiner Form von Immunität, verstecken kann.

@weingasi1 um 16.21 Uhr

„Stellen Sie sich das in DE vor. Herr Scholz zusammen mit der AFD. Da würden die Wogen aber hoch kochen.“

Sie sollten auch daran erinnern, dass dann die CDU mit der AfD schon angebändelt hätte.

Welche Wogen wären das denn bitte in DE?
Frau Merkel mit Frau Weidel beim Spaziergang in den Sonnenuntergang ... auf Ibiza.
Nein, nicht wirklich.

'House of Kurz' ist auch für viele Österreicher zuviel

Sebastian Kurz hat sich das Verdienst um die Republik Österreich erworben, als er die korrupten Praktiken der FPÖ und ihres Vorsitzenden Strache nicht mehr tolerierte. Auch den anrüchigen Deal, den ihm FPÖ-Kickl vorschlug, nämlich nach 'Ibiza' nur Strache zu schassen, und ihn, Kickl, zum Vize zu machen, hat er ausgeschlagen. Bei den Wahlen hat er die FPÖ dezimiert. Soweit, so gut.
---
Aber das nun bekannt gewordene 'System Kurz', das den Werdegang des jungen Kanzlers begleitet, ist nun doch zuviel. Letztlich hat auch er Macht missbraucht und sein persönliches Interesse über das Österreichs gestellt.

Die Unterstützung der österreichischen Wähler beginnt zu bröckeln.

um 17:21 von Sisyphos3 16:39 von SinnUndVerstand

[,,dass die österreichischen Grünen das mitmachen."]
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,,andere Länder andere Sitten !
In Finnland sind die sogar für Kernkraftwerke.
Man höre und staune."

Ja, ich lese und staune. Die Finnen sind sogar noch ein bißchen weiter weg als die Schweden mit ihrem wohl unlösbaren Problemen mit der Prostitution, wohin es bislang immer ging, wenn es um offenkundig heikles Verhalten korrumpierbarer Rechter ging oder schlecht getarnte Kriminalität aus den Schattenreichen der Gewaltherrscher und Trumps dieser Welt.

Was ist an Österreich so anders in Sachen Kultur, Sprache, Lebensgefühl und Politik, daß Plattitüde N° 8447 auf das Feld muß?

@ Thomas D.

Ich frage mich, … wie Kurz innerhalb weniger Tage mal eben Fraktionsvorsitzender werden konnte. War der Job gerade frei, die Stelle unbesetzt?

Mit einem Kurzen Fingerschnippen war die Stelle frei.

Naja. Kurz gesprungen. Halt.

Naja. Kurz gesprungen. Halt.

komentenhaft

Wenn sich die Vorwürfe gegen Kurz und seine engsten Vertrauten bewahrheiten, dann ist Kurz der Aufgabe nicht gewachsen. Seinen kometenhaften Aufstieg in einem Alter wo gleichaltrige sich noch in den Jugendorganisationen der Parteien tummeln, hat er nicht verkraftet. Aber unabhängig vom Alter muss man schon Recht von Unrecht unterscheiden können, dieses zu verwechseln macht ihn für die Zukunft zu einer unberechenbaren Person.

Man kann ja auch mal

Man kann ja auch mal versuchen, die Verhältnisse in Ö. irgendwie positiv zu sehen.
Nach Waldheim, Haider, Kickl und Hofer hatten sie zuletzt wenigstens nur diesen halbstarken Sohnemann, der mal mit denen und mal mit ganz anderen koaliert und versucht hat, einen echten Staatsmann zu mimen. Und Grüne, die auch mit so ziemlich jedem zusammenarbeiten, Hauptsache, sie selbst sind auch mit dabei.
Dass Kurz seinen Nachfolger selbst ernennt (gehört das so ?) und weiterhin die Macht hat, ist wohl auch typisch Ö.

Es gab kürzlich einen lustigen Beitrag in der Zeit:
Österreich: Wenn einen nichts mehr wundert

Durchaus unterhaltsam
"https://www.zeit.de/kultur/literatur/2021-10/oesterreich-sebastian-kurz-oevp-ruecktritt-soap-opera"

Am 12. Oktober 2021 um 15:41 von werner1955

Zitat: kritisiert... Logisch, was anders können die ja auch nicht.

Das ist in der Demokratie das Los und die Aufgabe der Opposition.

16:20 von Wegelagerer34:

16:20 von Wegelagerer34: Seltsam, diese Wähler.
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Zitat: stimmt... ist echt ne blöde Sache mit dieser Demokratie insbesondere wenn die Mehrheit ne andere Meinung vertritt,
wie man selbst

Wo steht denn geschrieben, dass man die Mehrheit der Wähler nicht kritisieren darf?

Demokratie ist nicht die Diktatur der Mehrheit, in der die Minderheit keine eigene Meinung äußern darf.

@ falsa

„Wo steht denn geschrieben, dass man die Mehrheit der Wähler nicht kritisieren darf?“

Steht nirgends geschrieben. Hat auch keiner behauptet.
Etwas behaupten, was niemand gesagt hat und es dann widerlegen... das erinnert mich an eine nicht ernst zu nehmende Partei mit drei Buchstaben...

Am 12. Oktober 2021 um 21:13 von berelsbub

@ falsa: „Wo steht denn geschrieben, dass man die Mehrheit der Wähler nicht kritisieren darf?“

Zitat: Steht nirgends geschrieben. Hat auch keiner behauptet.
Etwas behaupten, was niemand gesagt hat und es dann widerlegen... das erinnert mich an eine nicht ernst zu nehmende Partei mit drei Buchstaben...

Ich verstehe Sisyphos "Polemik" so.

Warum geben sie ihm nicht Gelegenheit seinen Standardspruch: "Das habe ich nicht gesagt" selbst vorzubringen?

@ falsa

„Warum geben sie ihm nicht Gelegenheit seinen Standardspruch: "Das habe ich nicht gesagt" selbst vorzubringen?“

Warum gebe ich ihm nicht die Gelegenheit? Wegen mir kann Sisyphos schreiben was er will und so oft er will.
Entsprechendes gilt für alle Teilnehmer hier.

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