Ihre Meinung zu: Der Papst im Europaparlament: Besuch eines Unbequemen

25. November 2014 - 1:50 Uhr

Die Flüchtlingspolitik, die hohe Jugendarbeitslosigkeit, Armut sogar in reichen Ländern - all das hat Papst Franziskus mehrfach kritisiert. Die EU hat sich heute einen unbequemen Gast eingeladen.

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Kommentare

Unbequem, aber doch nur ein Gast.

Die Kirche hat in der Politik nichts verloren. Aber anprangern, dass war schon immer das Spezialgebiet der Kirche. Ganz im Sinne des Wortes.

dann soll die katholische

dann soll die katholische Kirche auf deutsche Steuergelder und Zehnte (denn nichts anderes ist Kirchensteuer) verzichten - schon hat der Staat und die Bevölkerung mehr Geld um sich um die Probleme zu kümmern.

Soll die superreiche katholische Kirche doch ihre zusammengerafften Reichtümer weggeben. Wäre allen geholfen.

Der Papst ist falsch und heuchlerisch. Wie alle kirchlichen 'Würdenträger'.

Die Katholische Kirche besitzt mehr Geld wie ganz Europa

Ich hoffe nur das die EU den Papst auch mal auffordert Geld fuer Europa und speziel für Italien zu geben. Der Vatikan ist so reich und hat das Geld ja schliesslich auch von armen und rechen Europäern eingenommen. Ausserdem müssen alle Deutschen Kirchensteuern bezahlen. Wo bleibt denn das Geld da ja für Arme kaum etwas getan wird.
Es wird Zeit das die Kirchen auch einmal etwas fuer die armen Europäer tut. Der Deutsche zahlt schon mehr als genug für ein vereintes Europa.

Wer hat den Mut den Papst darauf anzusprechen?

Jeder Besuch des Papst in Länder kostet hunderttausende Euro. Vielleicht könnten jetzt auch mal die Kirchen Europa unterstützen.

Wäre wirklich mal ein Zeichen der Kirchen.

Hoffentlich nicht der Obama des Vatikans

Alle setzen viele Hoffnungen in Franziskus.
Aber außer warmer Worte des Wandels ist er bisher Taten ungetan.
Gerade Solidarität gegenüber Homosexuellen würde ein enormes Zeichen in Richtung Afrika senden, in dem Kontinent, in dem der Vatikan viel macht und damit auch viel Verantwortung trägt.
Schwule und Lesben - und solche, die beschuldigt werden - diskriminiert und foltert man, inhaftiert man für 20 Jahre oder lebenslänglich - für eine gegenseitige Liebe, die keinem anderen weh tut.
Dagegen müsste der Vatikan etwas tun!

Unbequeme Wahrheiten

Wie schnell die Polemik doch auftaucht, sobald jemand unbequeme Wahrheiten ausspricht. Schnell werden Stimmen laut wie z. B. dass Kirche nichts in der Politik verloren hat u. ä. Ich gehöre keineswegs dieser Religionsgemeinschaft an, jedoch ist es erstaunlich, dass immer mehr und mehr kritische Töne sogar aus den 'eigenen Reihen Europas' kommen, die mit den momentanen Entwicklungen äusserst unzufrieden sind. Wievieler Stimmen bedarf es noch, damit Brüssel endlich begreift, dass in der Europäischen Union etwas gewaltig schiefläuft und dementsprechend gehandelt werden muss?

Rückbesinnung auf die Kirche

wir haben hier einen authentischen Papst, keinen Alexander VI. Das bitte ich zu realisieren ...

Der Wolf im Schafspelz

Ich kann mich den Stimmen der meisten Kommentatoren nur anschliessen. Nur bleibt es ja in Deutschland jedem frei, aus der Kirche auszutreten. Mir persönlich wurde viel zu wenig gegen die Kinderschaender in den eigenen Reihen unternommen. Man muss nur mal googeln um einiges über die katholische Kirche und deren Praktiken zu lernen.
Die katholische Kirche ist eine der reichsten religiösen Organisisationen. Wohin geht denn das ganze Geld ? Warum klaert einen niemand darüber auf ? Wenn ich Steuern zahle möchte ich auch einen Haushalt einsehen können. Alles ist sehr undurchsichtig. Und das gefaellt mir nicht, und ich glaube eine Menge anderen Menschen auch nicht. Der Vatikan ist ein Stadtstaat wenn ich mich nicht irre. Also auch zu niemanden verpflichtet einen Haushalt vorzulegen. Ich wünsche mir mehr Transparenz.

Trennung von Kirche und Staat ist notwendig

Ich finde es skandalös, dass überhaupt nicht getrennt wird zwischen Staat und Kirche. Was hat der Papst in einem weltlichen Parlament verloren? NICHTS!

Dass der Staat für die Kirche die Kirchensteuer eintreibt und noch eine saftige Gebühr auf den Kirchenaustritt erhebt, das ist eine unglaubliche Frechheit.

Homosexuelle werden seit vielen Jahrzehnten systematisch von der Kirche diskriminiert und haben aufgrunddessen immer noch KEINE gleichen Rechte in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern. Zum Glück ändert sich das langsam. Aber eben nur langsam, wegen dem negativen, bremsenden Einfluss der Kirche auf die rechtliche Gleichstellung.

Der Papst kann symbolische Zeichen setzen

Der Papst kann allein die Welt nicht ändern, aber er kann Menschen ermutigen, sich an der Änderung der Welt zu beteiligen und das macht er ganz gut.

Er sucht den Kontakt zu den Armen, den Kranken, den Ausgegerenzten. Zu den Zeremonien seiner Kirche lädt er die Menschen ein, die am Rand der Gesellschaft stehen müssen. Das ist ein guter Anfang.

Seine Grundsatzschrift ' Evangelii Gaudium' ist mehr als lesenswert. Warum erfahren wir darüber so wenig? Weil sie die Mächtigen anprangert, weil sie den Tanz um das Geld anprangert, weil sie den Kapitalismus anprangert und nicht wie so oft zuvor das 'sündige Verhalten' des kleinen Mannes.

Ich weiß aus vielen persönlichen Gesprächen, das Abgeordnete in der ständigen Angst leben, nicht wieder aufgestellt zu werden. Auch daher ihr angepasstes Verhalten. Sie können aber durch diesen Papst ein wenig Rückendeckung bekommen. Wie stark, das hängt auch von uns allen ab.

Ich wünsche dem Papst alles Gute und den Abgeordneten offene Ohren.

Kirchensteuer

In Deutschland muss keiner Kirchensteuer Zahlen, falls sie das nicht wissen. Ich zähle die freiwillig und gern. Warum darf der Papst nicht anprangern was andere Menschen anprangern dürfen und dafür gelobt werden.

Vermögen der Kirche

Der größte Teil des Vermögens besteht aus Gebäuden und Grundstücken, wie Krankenhäuser und Kindergärten und die nicht einfach in gewerblichen Grund umgewidmet werden können, oder die dem Gemeindeleben dienen, aus Kunstwerken, für die es in der Masse und der Art keinen Markt gäbe (wer kauft den Petersdom und wer hat Bargeld genug, um die Vatikanischen Museen zu kaufen?), abgesehen davon, dürfte es der übernehmende Staat kaum wagen, sie zu verkaufen, man denke nur an den Aufschrei, als die Spielbank Aachen zwei Warhol-Werke zu Geld machte. Inzwischen veröffentlichen viele Diözesen inkl. Rom ihren Haushalt, z.T. schon lange, und man kann sehen, dass da nichts geheimnisvolles passiert. Kirchensteuer zahlen nur Kirchenmitglieder und sie spenden darüber hinaus noch beträchtliche Beträge, denn die Steuer soll nur der "verlässliche" Grundbetrag sein. Der Papst ist eine bei einem großen Teil der Bevölkerung hochangesehene Persönlichkeit und die wird eingeladen und zudem Staatsoberhaupt.

Zustände zum Gotterbarmen

Jeder ist willkommen in den Reihen derer, die die sozialen Zustände in Europa anklagen.
So auch der Papst in seiner exponierten Stellung. Wunder kann man allerdings nicht erwarten, denn auch innerhalb der Kirche ist der Papst nicht allmächtig (siehe Benedikt)
Sollte der Papst das Vermögen (oder auch einen größeren Teil) des Vatikans für soziale Belange veräußern, bin ich der erste, der wieder in die Kirche eintritt.

"...Der Papst wird den Politikern

ins Gewissen reden..."

Reichtum, Korruption, selbst Papstmord - all das hat mit der Kirche zu tun, aber es ist nicht Thema des Papstbesuches im Europaparlament. Es hier zur Diskussionsgrundlage zu machen, wirkt wie der Versuch die Themen abzuwürgen, die auf der Tagesordnung stehen.

Diese sind die Jugendarbeitslosigkeit und die damit verbundene Perspektivlosigkeit einer halben Generation; es ist die Globalisierung der Gleichgültigkeit, die sich in der Flüchtlingspolitik Europas widerspiegelt und es ist die Ausbeutung und Armut vieler Menschen in Europa durch Profitmaximierung und Lohndumping.

"...Die EU hat sich heute einen unbequemen Gast eingeladen, der Europa sehr kritisch beurteilt..."

Das stimmt und wenn der Gast gesprochen hat, wird sich Europa einen Moment in seinem schlechten Gewissen aalen, zustimmend "er hat ja Recht" murmeln und dann gestärkt weitermachen, denn man hat ja eine kritische Stimme zu Wort kommen lassen, aber nun muß man sich wieder den "Realitäten" widmen.

02:18 von purzelchen

Die Kirche hat in der Politik nichts verloren. Aber anprangern, dass war schon immer das Spezialgebiet der Kirche. Ganz im Sinne des Wortes.

Flüchtlingspolitik, die hohe Jugendarbeitslosigkeit, die Armut auch in reichen Ländern "anzuprangern" halten sie also fuer falsch ?

Eigentlich mag ich diesen

Eigentlich mag ich diesen Papst, aber dieses mal visiert er das falsche Ziel an. Das Problem der Flüchtlinge ist doch nur das Symptom und nicht die Krankheit selber.

Die echte Ursache hatten wir doch gestern früh in dem Artikel über die Lebensmittel aus Kenia, die nach Europa geliefert werden obwohl vor Ort Menschen hungern.
http://www.tagesschau.de/ausland/kenia-lebensmittelexporte-101.html

Zusätzlich gibt es da noch das Problem des Exportüberschusses der Industriestaaten, der natürlich von den Ländern in die diese Produkte geliefert werden bezahlt werden muß. Die ausufernde Forderung der Industriestaaten (insbesondere der USA und der EU) nach weiteren Freihandelszonen sorgt da eher für eine Verschlechterung der Situation.

@Abergerne
Vielen Dank für Ihren Kommentar.

07:17 von asperitias

"Die EU hat sich heute einen unbequemen Gast eingeladen, der Europa sehr kritisch beurteilt...
Das stimmt und wenn der Gast gesprochen hat, wird sich Europa einen Moment in seinem schlechten Gewissen aalen, zustimmend "er hat ja Recht" murmeln und dann gestärkt weitermachen, denn man hat ja eine kritische Stimme zu Wort kommen lassen, aber nun muß man sich wieder den "Realitäten" widmen."

Da könnten sie leider Recht haben. Trotzdem ist es wichtig das diese Dinge angeprochen werden.
Je öfter um so besser!

Beim Thema Flüchtlinge hat er

Beim Thema Flüchtlinge hat er recht. Die nördlichen EU - Länder lassen Italien allein mit dem Problem. Sie verhalten sich so, als hätte es den Europäischen Gedanken nie gegeben.
Was gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu tun ist, weiß ich auch nicht sicher. Vielleicht ist da doch der Euro das Problem: Die südlichen Länder können nicht im Alleingang abwerten, um ihre Preise dem Markt anzupassen. Aber das ist eine Vermutung von mir. Mehr kann Franziskus auch nicht sagen.

"In Deutschland muss keiner

"In Deutschland muss keiner Kirchensteuer zahlen", korrekt, keine "Kirchensteuer". Dennoch finanziert JEDER Steuerzahler die Kirche, ob mit oder ohne Mitgliedschaft. Die Kirche bekommt viele Millionen aus dem regulärem Steuertopf. Und zusätzlich finanziert der Staat viele kirchliche Einrichtungen, in denen die Kirche frei nach ihrem parallelem Rechtssystem entscheiden kann.

Ganz pragmatisch.

Bravo. Sowas erwarte ich von einem Christen in exponierter Stellung, weniger weil er Christ ist, sondern weil man ihm deswegen auch zuhoert, bzw, sich eher kaum traut, nicht zuzuhoeren oder das Wort zu verbieten. Und: was er sagt, hat schliesslich nichts mit einem "Gott" zu tun, sondern ist irdische Wahrheit. Sakularitaet ist ein Schutz der Gesellschaft vor fanatischem Glauben und dem Handeln demgemaess, aber kein Selbstzweck. Das hat das Christentum geschafft und andere Religionen haben es noch vor sich. Hier nutzt einer seine Macht, um Richtiges zu aussern. Solange er diesen Wahrheiten nicht hinzufuegt, das nur Glauebige angesprochen sein koennen und nicht von jenseitigem Erloesungkrempel fabuliert, ist das in Ordnung und pragmatisch.

papst und politik

Wer nicht die Authentizität des jetzigen Papstes sieht und die Möglichkeiten die sich durch ihn ergeben können, die Windmühlen gegen die er in den eigenen Reihen kämpfen muss, was er schon gehen diverse fragwürdige Privilegien getan, der sieht die Dinge zu einfach. Ich denke dass das was von ihm bis jetzt kommuniziert wurde ist realistisch, bodenständig, authentisch, also eigentlich das was die meisten Politiker leider mittlerweile nicht mehr sind. Die sollen sich die Kritik ruhig anhören, wenn sie richtig zuhören können Sie Parteiunabhängig über gewisse Werte nachdenken.

@purzelchen

JEDER hat etwas in der Politik verloren! Auch die von Ihnen so verhasste Kirche.

Das Volk

Da kommt endlich ein Kirchenmann und sagt zu allem die Wahrheit, und da wird er von der Mehrheit der Menschen verhöhnt. Die Mehrheit läuft nämlich den pharisäerhaften Leuten hinterher, die sich selbst die Taschen vollstecken und dafür dem Volk was vorschmeicheln von mündig und fei.
.
Aber ich vergaß: die Bibel kennt niemand mehr, sonst würde er sich erinnern, dass schon Jesus ans Kreuz geschlagen wurde, weil er die Oberen zu sehr bei ihren Machenschaften störte. Und auch da war es so, dass die johlende Meute lieber den Räuber Barrabas vom Kreuz nehmen ließ, als den unschuldigen Jesus.
.
Man sieht, alles schon gehabt, und niemand merkt es. Kann ja mal vorkommen!

@ Pustefix 6:44 Sie sagen,

@ Pustefix 6:44
Sie sagen, Sie treten wieder in die katholische Kirche ein, wenn sie ihr Vermögen an die Armen verteilt. Ehrlich gesagt, ich kann Ihnen das nicht glauben. Warum sind Sie nicht längst in eine der armen freien Kirchen eingetreten?

Kritik zulassen

Im EU-Parlament sitzen doch sog. christliche Vertreter, also kann doch ein Geistlicher auch zugelassen werden und seine Meinung kund tun. Wer damit Probleme hat, muß das Problem bei sich suchen. Europa verhält sich, wenn es um Armut, Flüchtlinge, Ausbeutung etc. geht weiß Gott nicht vorbildlich. In Euopa herrscht Egoismus pur, von daher ist nur gut, wenn da jemand mal den Spiegel vorhält. Es sollte nicht nur um Bankenrettung gehen, sondern auch um Rettung von bedürftigen und schwachen Mitmenschen.

Dass der Papst als Oberhaupt

Dass der Papst als Oberhaupt von über 1.2 Mrd. Menschen seine Stimme erhebt, um für die Notleidenden dieser Welt einzutreten finde ich gut. Das gilt auch für die Flüchtlingsproblematik, die in der EU immer mehr Bedeutung gewinnt und die sicherlich ein Schwerpunkt seiner Rede im EU-Parlament sein wird. Dass man Menschen aus Seenot retten muss, das steht für mich außer Frage, aber ich lege auch Wert auf die Feststellung, dass für diese Situation skrupellose Schlepper verantwortlich sind, die diese Menschen gegen Zahlung von hohen Summen auf diese riskante Reise schicken. Ich würde es vorziehen, wenn es gelänge, diesen Schleppern das Handwerk zu legen und in den Heimatländern der Flüchtlinge für Stabilität zu sorgen. Man sollte auch nicht vergessen, dass in den letzten Jahren in großem Umfang geholfen wurde, auch von Deutschland, und zwar finanziell und Aufnahme von Flüchtlingen. Da können sich andere, z.B. Russland, eine Scheibe von abschneiden. Die kritisiert seltsamerweise niemand.

@Scipio Americanus - 3:22

Ich kann mich Ihrem Beitrag nur anschließen.

Zum Vorwurf der verkehrten Mittelverwendung oder gar Verschwendung von Vermögen muss man zugestehen, dass dies außerhalb der katholischen Kirche noch wesentlich bunter betrieben wird. Im Übrigen lenkt diese Vermögenskritik doch von ganz anderen Zusammenhängen ab.

Die europäische Politik wird im EU-Parlament von den C-Parteien (EVP) dominiert. "C" soll ja wohl für christliche Elemente in der politischen Ausrichtung stehen. Der Blick über Europa lässt aber alles andere als ein Gebilde nach christlichem Vorbild erkennen. Da fehlt besser gesagt jeder Ansatz, der in diese Richtung weisen würde.

Ob die Mahnungen des Papstes das "christliche Gewissen" der meisten Abgeordneten überhaupt erreicht, darf natürlich in Zweifel gezogen werden. Aber dies ist eben jene Zustandsbeschreibung, wo es mit dem "C" eigentlich nicht mehr so passt.

Und darüber mal nachzudenken, wäre für einige Schlussfolgerungen durchaus angezeigt.

@energyman

Genau...die zweeckgebundene Steuer. Im deutschen Staat wird jeder Euro zur Befriedigung der Gier von Banken eingesetzt und zum Kriege führen. Wenn Sie das als Probleme der Bevölkerung bezeichnen...
Es ist umgekehrt: je WENIGER Geld der Staat zur Verfügung hat, desto weniger Dummheiten wird er machen können- und Gelddrucken gehört ja seit Draghi nicht mehr zu den Dummheiten- nicht wahr?

Religion und Politik gehört nicht zusammen.

Daher hat der Papst auch nichts im Europarlament zu suchen.
Wenn er Kritik üben will, kann er das ja weiterhin öffentlich machen.
Nur kommt da so gut wie gar nichts, obwohl es Anlässe genug gäbe, seine Stimme zu erheben.

Die Heuchler

Man sollte doch die Kirche im Dorfe lassen.
Wer sich über den Papst aufregt und ihm
Übel mitspielt,nur weil er den Politikern mal ins Gewissen reden will,der ist in meinen Augen ein Heuchler vor dem Herrn.Man kann nicht die Kirche für alles unschöne,was sich Priester leisten und geleistet haben ,der ganzen Katholischen Kirche ankreiden.Auch Politiker leisten sich unschöne Dinge und trotzdem haut man die ganzen Politiker nicht in einen Topf.Was die Kirche in der Welt leistet,das ist schon anerkennenswert und sollte auch gewürdigt werden.Wenn der Papst den Finger in die Wunde legt bei den Eliten,dann soll er es auch tun,denn die Abgehobenheit einer Elite auf der ganzen Welt ist schon erschreckend.Ihn dafür zu kritisieren ist schon sehr heuchlerisch und
vollkommen an der Sache vorbei.Ich bin
nicht mehr in der Kirche,aber mein Vertrauen zu diesem Papst ist sehr gross.Er lebt das aus,was er predigt.Machen unsere Eliten das?Ich wage es zu bezweifeln.Wer
braucht schon 350 Paar Schuhe ?

Besuch eines Unbequemen

Haha , daß ist wohl eher ein Witz der Belzebub beschwert
sich beim Teufel über dem seine bösen Umtriebe .
Dabei ist die katol. Kirche schon sehr lange in sehr fragliche
internationale Finanzgeschäfte verwickelt . Die genau
diese Zustände die er beklagt mit verursachen .
Vieleicht weiß der Papst das noch nicht .
Die Gläubigen sind ja jetzt richtig glücklich das sie jrtzt mal
einen Papst haben der - scheinbar - efwas humaner ist .
Überprüfen Sie doch mal was die katol. Kirche ingesammt
einnimmt und was sie für humane Zwecke ausgiebt .
In Singarpur kann man das erfahren .
Sie werden sich Wundern wie human der Papst wirklich ist .
Aber er muß solche Aktionen machen das ist sein Geschäft .

Ich bin nicht katholisch -

Ich bin nicht katholisch - finde aber den Papst Franziskus gut ! Soweit ich weiß, stammt er aus Südamerika und sieht die Probleme in Europa wahrscheinlich mit ganz anderen Augen als wir. Seine starke Position (er ist unkündbar ! ) gibt ihm die Möglichkeit, auch unbequeme Meinungen zu vertreten. Die Rede in Straßburg wird sehr interessant.

08:36 von DeHahn

Guter Kommentar, dem ist wenig hinzuzufügen!

@ Fregattenkapitän 09:19

Man sollte doch die Kirche im Dorfe lassen.
Wer sich über den Papst aufregt und ihm
Übel mitspielt,nur weil er den Politikern mal ins Gewissen reden will,der ist in meinen Augen ein Heuchler vor dem Herrn.

Andersrum wird ein Schuh draus.
Heuchler sind ja wohl diejenigen, die mit der Politik verbandelt sind- bzw. durch sie profitieren.
Und das tut die Kirche seit jeher.
Zur Erinnerung:
Der Staat sorgt beispielsweise für das Eintreiben der Kirchensteuer.
Alleine solche Geschäftsbeziehungen sind schon skandalös.

Dank an die ARD für solche Berichte

An den Kommentaren sieht man wie wenig bei den Bürgern von der Kirche, ihren Einsetzen für die Armen, Kranken, Alten, Unterdrückten etc. bekannt ist. Viele ziehen ihre Infos hauptsächlich von Sensationsblättern und Sendungen und hören von der Kirche lediglich von einem Bischof von Limburg, der sich nicht an die Lehre der Kirche hält. Versuchen Sie weiter möglichst neutral über alle Seiten zu berichten, auch wenn Skandale pressewirksamer sind.

Generationenfrage

"Wir müssen eine Generation junger Menschen opfern, um ein System zu erhalten und auszugleichen, das sich um den Götzen Geld dreht und nicht um die menschliche Person."

Nein, Eure Heiligkeit, nicht eine Generation, sondern mindestens zwei, eher drei: Neben quasi chancenlosen Jugendlichen gibt es noch die Älteren, sagen wir ab 50, die nicht mehr "gebraucht" werden und vor allem nach einer längeren Phase der Arbeitslosigkeit so gut wie keine Chance mehr haben eine adäquate Beschäftigung zu finden. Die dritte wären die Jüngeren, die trotz teils hervorragender Ausbildung in prekären Arbeitsverhältnissen in Dasein fristen müssen. Es ist leider vieles faul, viel zu viel.

Gleich ein Widerspruch

Zitat:" Papst Franziskus komme nicht als Politiker nach Straßburg.....und dennoch wird seine Botschaft in Straßburg eine politische sein." Gratuliere zu diesem Hirnknoten. @ Simplicisimus, Sie müssen nur Worte mit Taten abgleichen und schon haben Sie ebenfalls einen Hirnknoten. Haben Sie eine Ahnung, wieviel % der Gelder der Kirchen für die Armen, Kranken, Alten, Unterdrückten etc. verwendet werden? Schätzen Sie und dann informieren Sie sich.

Trennung von...

Kirche und Staat liegt auch in Europa oftmals nicht vor. Deshalb sind auch Beschwerden über den Iran oder die jetzige Türkei nicht berechtigt. Der Papst birgt für mich ein gespaltenes Gefühl. Denn dann muss man die Türen auch für andere öffnen die man vielleicht noch weniger im Parlament haben möchte.

um 08:19 von das ding

"Sakularitaet ist ein Schutz der Gesellschaft vor fanatischem Glauben und dem Handeln demgemaess, aber kein Selbstzweck. Das hat das Christentum geschafft und andere Religionen haben es noch vor sich."

Sie wurde Explizit nicht "durch das Christentum" geschaffen sondern diesem, das mit Feuer und Schwert gehorsam forderte, zum trotz

Die Methoden mit denen das Christentum sich ausbreitete und die mit denen es sich an die Macht klammerte (und klammert wo es nicht wie hier eine klare Niederlage einsteckte) sind die Hypothek die abzuzahlen es noch nichteinmal begonnen hatt
Noch nichteinmal ein Kniefall vor den Resten eines einst geschändeten Heidnischen Tempels war bisher drinn;
Keine Reue, kein Verständnis für die Feinde, kein Wille die eigene Schuld zu tragen;

da ist die Wut vieler hier schreibenden mehr als verständlich
Er ist nicht nur er
Er steht für alle seine Vorgänger
und ihre Schuld

Die Politik hatt schon mehr Moral gezeigt als die Religion

Oh Mann...

Wer frei von Sünde ist werfe den ersten Stein! Ich bin es soooo leid, immer diese Kirchenhasser und Papstbasher ertragen zu müssen. Immer dieses "schaut doch was die Kirche so böses tut, wie kann der da die Welt mahnen wollen"... MANN, nur weil es in einer 2.000 Jahre alten Organisation auch Schlechtes gibt, muss man dennoch hinhören, was gesagt wird - es könnte die Wahrheit sein! Was Kirche bewirken kann hat Johannes Paul gezeigt, als nicht zu letzt wegen ihm Polen das kommunistische Regime abschüttelte! Nicht der Bote ist wichtig, sondern die Botschaft!

Es ist eine Krankheit der heutigen Zeit geworden, wenn immer wieder tumpe Weltverbesserer alles und jeden kritisieren, was nicht makellos ist aber selber nichts besser sind. Jeder der eine Versicherung, ein Aktiendepot und dergleichen hat, ist in die globalen Ungerechtigkeiten schuldhaft verstrickt! Heißt das, dass wir jetzt alle unseren Mund zu halten haben? Ich hoffe nicht, denn dann sind wir dem Untergang geweiht!

um 09:19 von Fregattenkapitän

Was ein Politiker tut fällt auf sein Land, das ihn gewählt hatt und seine Partei, die ihn aufgestellt hatt zurück, wenn sie sich loyal hinter ihn stellt umsomehr, und selbst wenn nicht muss sie sich erklähren, das Land im Zweifelsfall sich auf diplomatischem Weg entschuldigen.
warum sollte man dies bei Kirchen anders halten?
Sie sind Oranisationen die sogar noch geschlossener sind als Parteien und da älter als diese im Selbstvertsändnis wichtiger als die Staaten

Endlich

Ein Pabst der nicht nur "Gallionsfigur" sein will und der Schwung in diese "Altmännerorganisation" bringt. Dass er aus Südamerika stammt ist nur konsequent, da hier der Katholizissmus schon immer etwas moderner und freizügiger war und ist.

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